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Kreisliga B2 Lemgo

TSG Holzhausen/Sylbach II – Fleiß, aber auch Ungewissheit

Auf den nächsten Entwicklungsschritt hofft die TSG Holzhausen/Sylbach II, die mit einem neuen, dennoch bekannten Coach antritt.

 

 

„Werden sicherlich unsere Chancen bekommen“

 

Kreisliga B2 Lemgo (hk). Auf geht es in eine neue Spielzeit. Die zweite nach dem Aufstieg in das Lemgoer Kreisunterhaus. Im ersten Jahr performten die Blau-Weißen unter Chefcoach Henri Ellerbrok hervorragend, mussten sich nicht stressen lassen wegen potenzieller Abstiegsängsten, liefen letztlich an elfter Stelle ein. Nun möchten die Blau-Weißen sich im Lemgoer Kreis-Unterhaus etablieren. Der Einbau der Neuzugänge verlief reibungslos, schwärmt der neue TSG II-Trainer Simon Koring doch gegenüber Lippe-Kick: „Sie sind alle jung, technisch stark, dynamisch, charakterlich super Kerle, sehr ruhig, aber auch kommunikativ.“

 

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Von Henning Klefisch

 

In fünf Partien wurde bis dato munter getestet. Den Auftakt machte ein 3:3 beim Detmolder C-Ligisten Spielvereinigung Hagen/Hardissen, wirkten die Hausherren im Mannschaftsverbund gefestigter, während die TSG-Reserve feiner in der Ballbehandlung war. Resultierend war die Punkteteilung leistungsgerecht. Danach feierten die Koring-Kicker seitdem so einige Siege. Erst ein 5:1 bei der SG Leese/Hörstmar/Lieme III, bei dem der Kombinationseifer offenkundig wurde. „Das hat mir als Entwicklungsschritt ganz gut gefallen“, so Koring (Bild links) im Lippe-Kick-Gespräch. Leistungsmäßig geschwächelt wurde beim schmeichelhaften 2:1-Erfolg über den FC Exter II. Platz, Wetter und Kontrahent waren im Mischverhältnis nicht erträglich für die Blau-Weißen, die sich zum Erfolg mühten. Die letzte Gier hat gefehlt, schienen einige Spieler verkrampft, kam die mannschaftliche Geschlossenheit erst an untergeordneter Stelle. Seine deutlichen Worte fruchteten, denn: „Beim Sieg über Kirchheide II hat sehr viel funktioniert, von dem, was wir uns vorgenommen haben. Spielerisch war das sehr gut anzusehen“, waren konditionelle Mangelerscheinungen durchaus wahrnehmbar, ist der Findungsprozess doch nicht gänzlich abgeschlossen. Am Sonntag folgte das Gastspiel auf dem Kunstrasen beim TV Elverdissen, was mit 3:2 für sich entschieden wurde. Beim VfL Herford II teilte man sich beim 2:2 die Punkte. Trotz der niederlagenfreien Partien bezeichnet der 29-Jährige die bisherige vierwöchige Vorbereitung als „in Ordnung, mit Luft nach oben.“ Das Bewusstsein in die eigenen Fähigkeiten wurde offenkundig, so die Erkenntnis vom Diamantenschleifer Koring, der mit seiner ruhigen, akribischen Art seine Jungs entwickelt, die perfekte Symbiose zwischen Zuckerbrot und Peitsche beherzigt. Priorität genoss es nach der kickfreien Corona-Pause zunächst einmal, fleißig gegen die Murmel zu kicken, wieder ein Gefühl für die Räume und das Wirken auf dem Spielfeld zu erhalten. Selbstverständlich muss auch der Körper für eine anstrengende Saison gestählt werden, wird in den Segmenten Kondition und Schnellkraft umfangreich getestet. Die Ballarbeit, auch taktische Inhalte, genossen ebenso eine erhöhte Wertschätzung in der bisherigen Vorbereitung. Simon Koring rechnet damit, dass bis in die laufende Serie hinein die Umsetzung praktiziert werden muss. „Wir sind auf einem guten Weg. Der Weg ist sicherlich noch nicht beendet“, wird noch viel Schweiß fließen müssen, um das erhoffte Resultat zu erzielen.

 

 

 

„Die Jungs ziehen alle voll mit“

 

 

Der Umgang mit den Corona-Regeln gestaltet sich als nicht so einfach. Für Koring sind diese eindeutig „gerechtfertigt.“ Weil: „Die Vorsicht ist da. Wir müssen auf uns selbst und die Mitmenschen aufpassen. In Holzhausen haben wir ein relativ strenges Hygienekonzept. Die Jungs ziehen da alle voll mit und halten sich daran, wollen sie doch alle ihren Sport weiterhin betreiben.“ Als ein echter Störfaktor hat sich für ihn bisher erwiesen, dass die Vorgaben lokal von unterschiedlicher Natur sind. Die einen dürfen die Kabinen und Duschen benutzen, andere nicht. Es fehlt die Einheitlichkeit. Bei den einen Vereinen darf mit 30 Akteuren auf dem gesamten Platz trainiert werden, bei den anderen mit der gleichen Anzahl auf einem Halbfeld. „Man muss ein bisschen Glück haben, wer einem das Hygienekonzept abnimmt.“ Dass tatsächlich wie geplant am 6. September der Serienstart erfolgt, sorgt für skeptische Gesichtszüge und Augenrollen bei Koring, der die steigenden Fallzahlen penibel verfolgt. Er ist gespannt, inwieweit sich die Vor- und Nachbereitung inhaltlich und platztechnisch verändern wird.

 

„Gut durchgemischtes Auftaktprogramm“

 

 

Wie bewertet Simon Koring denn den Auftakt in die neue Spielzeit? „Unser Auftaktprogramm finde ich ganz gut. Das ist relativ gut durchgemischt. Ahmsen II ist dieses Jahr deutlich ambitionierter als im letzten Jahr. Da hatten sie personell sehr viel Pech, mussten doch viele Altherren-Spieler aushelfen. In diesem Jahr muss man sie deutlich stärker einschätzen.“ Da die Ahmser allerdings mit dem neuem Coach Tobias Frenzel und einem runderneuerten Kader so noch nicht zusammengespielt haben, benötigt der Findungsprozess sicherlich noch etwas Zeit. Vom TuS RW Grastrup/Retzen ist ihm zugetragen worden, dass viel experimentiert wird, einige Kicker allerdings ihren wohlverdienten Urlaub auskosten, weshalb nicht immer in ganzer Mannschaftsstärke geprobt werden konnte. „Das könnte für uns nicht verkehrt sein. Die Testspielergebnisse aus Retzen waren bisher nicht so überzeugend“, findet Koring, möchte er allerdings thematisch nicht unter den Tisch fallen lassen, dass das Zusammenwirken mit einem neuen Coach etwas Zeit in Anspruch nehmen wird. Andererseits: Im Kreispokal schmissen die Rot-Weißen den A-Ligisten SG Leese/Hörstmar/Lieme aus dem Wettbewerb. „Im Laufe der Saison schätze ich sie trotzdem als Top-Mannschaft ein“, schwingt hier viel Respekt in der Stimme vom TSG II-Trainer mit. Schließlich soll doch den Vorbereitungsresultaten nicht zu viel Bedeutung beigemessen werden. „Das ist ein gutes Auftaktprogramm. Wir werden sicherlich unsere Chancen bekommen, werden erst einmal auf uns schauen, wollen uns vernünftig präsentieren.“

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