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Finale

Kreispokal Lemgo 2019/20 – Das Finale

Hier ist der große Vorbericht vor dem heutigen Pokal-Finale. Wir bereiten euch lückenlos darauf vor. Klickt mal hinein.

„Wir wollen ein würdiger Pokalfinalist sein”

 

Kreispokal Lemgo (hk). Es ist angerichtet. Wir warten auf die Lösung vom ungeklärten Sachverhalt: Wer krönt sich zum Lemgoer Kreispokalsieger und wer vertritt die Lemgoer Farben in dieser Spielzeit im Westfalen-Pokal? Der SV Werl-Aspe genießt das Privileg, vor heimischer Kulisse am Heerser Bruch anzutreten, ist der Bezirksligist RSV Barntrup zu Besuch. Waldemar Stor pfeift die Partie als Referee an. Ihm assistieren Marko Grujic und Eugen Podsigun. Anpfiff ist um 19.00 Uhr mitteleuropäischer Zeit.

 

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Von Henning Klefisch

 

 

SV Werl-Aspe Trainer Marcio Goncalves lässt Lippe-Kick an seiner Gefühlswelt teilhaben, platzt es förmlich aus ihm heraus: „Wir freuen uns riesig auf dieses Finale und haben gehofft, dass wir es auch bei uns auf dem Rasenplatz austragen dürfen. Ein Faktor, der für den gewissen Prozentsatz an Extramotivation sorgen könnte: „Für viele ist es das erste Endspiel überhaupt, dementsprechend ist auch die Anspannung. Die eindeutige Favoritenrolle schiebt er den Gästen zu, möchte der ehrgeizige A-Ligist allerdings alles in die Wege leiten, um störrisch und unbequem zu wirken, um dann strebsam auf die eigene Chance zu lauern. Diese haben sie zuletzt beim Schopfe gepackt, den Himmelsstürmern der SG Bega/Humfeld beim 5:1-Erfolg die Flügel gestutzt. Deutlich mehr Nervenspannung bedeutete der 6:4-Derby-Sieg nach Elfmeterschießen gegen den Liga-Konkurrenten TuS Ahmsen. Einen Sahnetag erwischten die Goncalves-Jünger beim 8:2-Kantersieg in der dritten Runde über die SG Bentorf/Hohenhausen. Ähnlich hoch wurden dem SC St. Pauli beim 6:2-Triumph die Leviten gelesen. In Summe besteht jeder Faktencheck, dass der ehemalige Bezirksligist mit Glanz und Gloria in das Finale einzog, nur beim Elfmeter-Drama gegen Ahmsen etwas Herzrasen verspürte. Dass Gonvalves (Bild rechts), vom Typus Domenico Tedesco ähnelnd, auf 300 Zuschauer und einen Hexenkessel hofft, der seine Mannen nach vorne peitscht, unterstreicht seine überbordende Ambition in diesem Spiel. Die Zeichen stehen günstig, hat Goncalves doch beim Abschlusstraining alle Spieler um sich herum versammeln können. Einige plagen sich noch mit Zipperlein herum. Positivität durchströmt den Körper von Goncalves, der sich dahingehend so äußert: „Wir gehen stark davon aus, dass wir die Spieler bis Donnerstag fit bekommen und mit dem bestmöglichen Kader auflaufen können. Einen Titel zu gewinnen, dem Favoriten nicht nur sprichwörtlich in die Parade zu grätschen, all das verstärkt die Motivation, ist es für den jungen Coach sein erstes Duell gegen diesen Kontrahenten. „Die letzten Ergebnisse zeigen, dass Barntrup zu Recht in der Bezirksliga spielt! Die haben gute Einzelspieler – wie zum Beispiel Leon Baumeister (Bild rechts) oder Kevin Elsner. Diese Sturm-Türme müssen gebändigt werden, ist hier viel Achtsamkeit und eine intelligente Zweikampfführung vonnöten. Bereits das Zuspiel auf die beiden Unterschiedsspieler zu verhindern, das ist die erste Aufgabe, die gelöst werden muss. Oder, um es mit den Worten von Marcio Goncalves zu sagen: „Die gilt es aus dem Spiel zu nehmen. Und: „Ich erwarte von meiner Mannschaft, dass wir von Beginn an hellwach sind, kleine Zögerlichkeiten können heute schnell bestraft werden. Das gilt es zu verhindern. Das Motto ist bereits klar ausgerufen, wollen die Asper doch anstrengend sein, pedantisch, den technisch feinen Barntrupern den Spieltrieb nehmen: „Heute gilt: Vollgas geben und ein würdiger Pokalfinalist sein! Abwarten, ob diesen großen Worten auch eine große Leistung folgt.

 

 

Wahrscheinlich wird RSV Barntrup-Coach Daniel Barbarito sich gar nicht einmal acht Jahre zurückzoomen müssen, zum „Finale dahoam“, in der europäischen Königsklasse, vom FC Bayern München, um im Lippe-Kick-Gespräch zu kommunizieren: „Als Nachteil empfinde ich es keineswegs, dass Werl-Aspe zu Hause spielen darf. Es ist doch fantastisch für einen Kreisligisten, ein Pokalfinale austragen zu dürfen und bei den kurzen Wegen werden auch genug Zuschauer da sein, die es mit uns halten“, sind es knapp 40 Kilometer Anreise, die die Roten Teufel vielleicht gen Fußball-Himmel befördern. Meinungsstark, wie Barbarito nun einmal ist, zeigt er sich mit der Terminierung nicht wirklich kompatibel: „Einzig und allein den Termin für die Ansetzung finde ich unglücklich.“ Seine Erklärung: „Durch das Halbfinale, die zweite Pokalrunde für dieses Jahr und dem Saisonstart am Sonntag ist die Belastung schon am Anfang der Saison recht hoch.“ Sich zu sehr negativ aufladen möchte sich der ehemalige Landesliga-Spieler allerdings nicht, dominiert doch die Freude, dass dieser Wettbewerb tatsächlich weitergeführt werden kann. Beim 4:2-Halbfinal-Sieg über den TSV Oerlinghausen haben die Nord-Lipper eine vorzeigbare Leistung an den Tag gelegt. Hier hofft Daniel Barbarito (Bild rechts) auf eine Kopie, was das Leistungsvermögen angeht, gibt sich zugleich überzeugt: „Zeigen meine Jungs die gleiche Einstellung und Laufbereitschaft wie gegen Oerlinghausen, bin ich sehr zuversichtlich.“ In den vorigen Runden wurde der SG Lüdenhausen/Talle/Westorf beim 6:0 eine Lehrstunde erteilt. Eine knappe Kiste war der 2:1-Derby-Erfolg beim TBV Alverdissen. Im ersten Pokal-Spiel der abgelaufenen Serie ist mit dem TBV Lemgo direkt ein Mit-Favorit aus dem Wettbewerb gekegelt worden nach einem 2:1-Erfolg. Allerdings: „Gleichwohl wird der SV Werl-Aspe um jeden Zentimeter kämpfen, da müssen wir gegenhalten.“ Hier kommt es auf die talentfreien Tugenden wie laufen, kämpfen und eine grenzenlose Einsatzbereitschaft an. Licht durchströmt die Personalsituation, fehlen doch nur noch Lindemeyer, Brinkmann und Opitz.

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