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Kreisliga A Detmold

Kreisliga A Detmold – Vorbericht 1. Spieltag 2020/21

Das quälend lange Warten hat ein Ende. Mit ein, zwei Berichten hat Lippe-Kick versucht, die Corona-Pause erträglich zu gestalten, doch das Salz in der Suppe sind eben Pflichtspiele.

 

 

Das Paradies dient als Eingangs-Tür

Kreisliga A Detmold (hk). Was der FuL-Kreis Lemgo und die Bundesliga können, das kann die Kreisliga A Detmold doch auch. Wir reden von einem Eröffnungsspiel, was am Samstag um 17.00 Uhr in Oesterholz angepfiffen wird. Das Match der Sportfreunde Oesterholz/Kohlstädt gegen den benachbarten TuS Horn-Bad Meinberg ist der Opener. Wir blicken vor allem auf die sieben Sonntags-Partien, die allesamt um 15.00 Uhr angepfiffen werden. Aufsteiger CSL Detmold ist am ersten Spieltag in der Beobachterrolle. Man darf gespannt sein, was der gar nicht mal so geheime Geheimfavorit SF Berlebeck/Heiligenkirchen gegen SuS Pivitsheide anstellt oder der nicht minder ambitionierte Türkische SV Horn im Derbychen gegen den kecken Liga-Neuling TuS Eichholz/Remmighausen.

Dieser Bericht wird präsentiert von:

 

 

 

 

Von Henning Klefisch & Andre Bell

 

SF Oesterholz-Kohlstädt vs. TuS Horn-Bad Meinberg

(ab). „Es wird langsam Zeit, dass es wieder um Punkte und Tabellenstände geht“, findet SF-Obmann Björn Brinkmann. „Die Jungs haben eine sehr gute Vorbereitung hinter sich und sind nun heiß auf das erste Kreisliga A-Spiel seit fast drei Jahren.“ Dementsprechend sollten die Sportfreunde eigentlich „hoch motiviert und mit breiter Brust das erste Punktspiel seit Mitte März angehen, schließlich wissen die Jungs, was sie können. Sie haben es nun oft genug bewiesen und Guido hat es ihnen auch oft genug mit auf den Weg gegeben.“ Klar, die Vorbereitung zielt auf das erste Saisonspiel ab, „alles widmet sich dem ersten Gegner und da wartet mit dem TuS Horn-Bad Meinberg gleich ein schöner Brocken auf uns“, so Brinkmann. Nicht nur, dass Brinkmann (Bild rechts) selbst fünf tolle Jahre in der Bezirksliga mit dem TuS verbracht hat „noch immer viele Leute von damals“ kennt, auch der Trainer des TuS ist kein Unbekannter, denn mit Sascha Möller kommt ein ehemaliger Sportfreunde-Coach ans Paradies, „der hier wirklich ein Jahr hervorragende Arbeit geleistet hat und mit dem ich heute noch einen guten Kontakt pflege. Ich freue mich, ihn wieder zu treffen und dass wir ein schönes Spiel erleben werden. Geil finde ich schon einmal, dass das mit der Verlegung bzgl. unserer Saisoneröffnung geklappt hat. Danke an Sascha und den Jungs vom TuS an dieser Stelle.“ Zum Gegner als solches oder zum Spiel kann Brinkmann hingegen nicht viel sagen. „Die Kreisliga hat sich mit Sicherheit in seiner Stärke und vom Spielerpotenzial stark verändert, somit schauen wir nur auf uns und gucken nicht auf den Gegner. Die sollen sich am liebsten auch nach uns richten, da wir schon versuchen wollen, gerade zu Hause, das Spiel selber zu gestalten und dem Gegner unser Spiel aufzuzwingen. Ob das gleich am Samstag alles gelingt, werden wir sehen. Das erste Spiel hat auch viel mit Nervosität und Tagesform zu tun. Beide Mannschaften werden top motiviert sein. Wer nicht alles gibt, kann schon der Verlierer sein. Ich freue mich auf ein geiles Spiel und auf viele Zuschauer.“ Apropos Zuschauer: Auch die Sportfreunde müssen natürlich die Hygienevorschriften einhalten: „Somit dürfen wir höchstens 300 Zuschauer plus die 30 Spieler auf das Gelände lassen. Vorn am Eingang müssen die Hände desinfiziert werden und man muss sich in eine Liste eintragen. Jeder Teilnehmer bekommt am Eingang eine Marke, die er beim Verlassen wieder abgeben muss. Somit können wir die Anzahl der Leute im Auge behalten. Natürlich sollte jeder auf den Abstand von 1,5 Metern achten, dieses wird auch in regelmäßigen Abständen durchgesagt. Gerade bei den Ausgaben von Essen und Trinken sollten wir ein bisschen aufeinander achtgeben. Wenn wir uns alle an diese Spielregeln halten, glaube ich, werden wir alle einen schönen Tag verbringen. Mit einem hoffentlich positiven Ergebnis für uns.“

 

Natürlich ist auch für Sascha Möller „eine besondere Bedeutung durchaus gegeben. Ich hatte ein tolles Jahr bei den Sportfreunden, wäre gerne selber mit diesem starken Team aufgestiegen und freue mich, dass Guido und vor allem Tim als meinem damaligen Co das nun gelungen ist. Der Verein ist ein Geschenk für jeden Trainer, da das Vereinsleben und der Zusammenhalt seinesgleichen suchen“, hat der Ex-Coach sehr warme Worte für die Sportfreunde übrig. Und er bittet um Verzeihung: „Sicher habe ich auch Fehler gemacht, aber ich hoffe, die betroffenen Personen können mir verzeihen und der Auftakt zu meiner letzten Trainersaison bekommt einen tollen Rahmen.“ Rein sportlich betrachtet muss der TuS Horn-Bad Meinberg „natürlich den Anspruch haben, einen Aufsteiger zu besiegen.“ Doch Möller schränkt ein: „Die Aufsteiger sind dieses Jahr allerdings extrem stark und es wird gerade auswärts in Oesterholz ein schwerer Gang. Das Team ist spielerisch hochtalentiert und kann bei ausreichender Konstanz zur großen Überraschung werden. In jeder Positionsreihe haben sie sehr starke Einzelspieler und ein intaktes Team ist es ja sowieso.“ Das gilt aber auch für seine eigene Mannschaft: „Die Stimmung bei uns ist gut, die Vorbereitung lief in Summe auch gut und wir wissen den Verlauf und die nackten Ergebnisse der letzten Woche auch problemlos einzuordnen.“ Personell hat Möller zudem die Qual der Wahl: „Bis auf den urlaubenden Stellmach und den langzeitverletzten Meinbrock können wir aus dem Vollen schöpfen. Das hat die Kaderzusammenstellung nicht einfach gemacht und macht das Grübeln über die Aufstellung ebenso anspruchsvoll.“

 

Bereits am Samstag steigt das Eröffnungsspiel der Kreisliga A Detmold. Um 17.00 Uhr pfeift Henry Schröder die Partie an.

 

SC Türkgücü Detmold vs. FC Fortuna Schlangen

(hk). Endlich geht es auch für den Sportclub Türkgücü Detmold wieder los. Dreimal haben die Detmolder getestet und ebenso häufig verloren. Jeweils nur knapp, mit einem Tor Differenz. In den Gastspielen bei den Spielgemeinschaften aus Bega/Humfeld und Belle/Cappel setzte es jeweils eine 1:2-Niederlage, zudem erlitt man ein 4:5 gegen den TBV Lemgo II. Vorrang genießt für den weitsichtigen Coach Erhan Eksioglu konkret ein Kerngebiet: „Vorab wünschen wir uns eine gesunde und problemfreie Serie. Ich hoffe, dass wir alle gut und gesund durch die Serie kommen.“ Der sympathische Trainer nimmt Rücksicht auf die weiterhin grassierende Corona-Pandemie, die für so manche Unwägbarkeit sorgt. Jetzt mal unter uns Ordensbrüdern: Selbst Taktik-Guru Pep Guardiola würde wohl an der kniffligen Aufgabe scheitern, die Mannschaft vom FC Fortuna Schlangen aufzudröseln. Eksioglu (Bild rechts) ergeht es ähnlich, wenn er klarstellt: „Schlangen ist ein Gegner, den ich überhaupt nicht gut einschätzen kann.“ Mit Mark Meinhardt haben die Blau-Weißen einen neuen Coach präsentiert, hat er das Erbe von Sascha Weber und Kai David angetreten. „Aber“, präferiert Eksioglu den Tunnelblick, „wir wollen uns auf unsere eigenen Aufgaben konzentrieren.“ Trotz der erlittenen Niederlagen findet der SC-Trainer: „Wir haben eine sehr gute Vorbereitung hinter uns gebracht.“ Mit der kleinen Einschränkung: „Der eine oder andere Spieler ist noch nicht ganz fit. Aber auch die haben wir bei circa 80 – 90 Prozent schon.“ Die Jungs freuen sich, wenn es endlich wieder losgeht, hat Eksioglu beobachtet, dass sie „heiß und sehr willig auf die Serie“ sind. Sein erklärter Wunsch: „Wir wollen unser Spiel machen und mit einem erfolgreichen Start in die Serie starten. Wir spielen zu Hause und wollen daher auch die volle Ausbeute“, sehnt er sich nach einem „fairen und schönen Spiel.“

 

Die Fortunen haben sich gewissenhaft auf die Aufgabe in der Residenz-Stadt vorbereitet, checkten das gegnerische 4-1-4-1-System live vor Ort. FCF-Assistenz-Trainer Andre Jesse (Bild links) hat bei der persönlichen Gegner-Analyse aufmerksam registriert, dass die SC Türkgücü-Kicker taktisch sehr diszipliniert agieren, gut verschieben, auch über die vollen 90 Minuten mit viel Laufstärke die nötige Power haben. Kurzum: Die hervorragende Einstellung der Detmolder ist ihm aufgefallen. Ebenso die erquickliche Spielfreude, die es zu unterbrechen gilt. Ein kleiner Rückblick: Bräuchte Lippe-Kick sklavisch die Klicks, dann würden wir einen umfangreichen Bericht zum letzten hitzigen Vergleich der beiden anfertigen. Brauchen wir aber nicht, ist es vielmehr beachtlich, mit welcher Versöhnungsgeste SCT-Trainer Erhan Eksioglu in Erscheinung trat. Er lud Jesse zum Essen ein, um die zuvor emotionale Angelegenheit zu befrieden. Eine gelebte Fair-Play-Geste, zweifelsfrei. Die Fortunen fühlen sich für diese Herausforderung exzellent vorbereitet, denn Chefcoach Mark Meinhardt hat ganz bewusst hochkarätige Testspielgegner ausgesucht, um sich an die eigenen Grenzen heranzutasten. Es ist viel passiert in Schlangen, haben zahlreiche Akteure den Verein verlassen, weshalb der Kader nunmehr zu rund 75 Prozent aus den C1-Aufstiegshelden besteht. Mit Ömer Yesilay (Bild rechts), der aus der dritten Mannschaft vom BV Bad Lippspringe erfolgreich in die Nachbarschaft gelockt wurde, vermeldet der Verein nur einen externen Akteur. „Er ist technisch gut, muss noch ein bisschen an der Luft arbeiten. Er hat sich aber sehr gut integriert“, findet Jesse im Lippe-Kick-Gespräch. Die Gäste möchten direkt drin sein im Spiel, wünscht er sich: „Wir wollen von der ersten Minute an wach sein, voll konzentriert, in der Ordnung sein, wollen uns untereinander coachen, ballhungrig sein.“ Ob Abwehr-Ass Yannik Vukadinovic nach seiner langen Verletzungsmisere wieder fit ist, muss beobachtet werden. Hier wird kurzfristig entschieden, ob er schon so weit ist, um in einem Liga-Spiel auch tatsächlich körperlich zu bestehen. Jesse hat in den Testspielen das fußballerische Potenzial seiner Mannschaft erkannt, weshalb er versichert: „Wir werden für die eine oder andere Überraschung gut sein“, zumal Mark Meinhardt ein Trainerfuchs vor dem Herrn ist, den Fußball aufsaugt, ihn mit einfachen, aber zielgerichteten Worten an seine Mannschaft weitergibt. Die Fortunen tragen das Sieger-Gen in sich, steht für den Co-Trainer etwa fest: „Die Einstellung ist entscheidend. Ich will immer gewinnen. Ich glaube auch, dass wir Punkte mit nach Schlangen nehmen. Wenn ich gegen meine Tochter Memory spiele, auch dann will ich gewinnen“, gilt dies für alle Lebenslagen beim ehrgeizigen Andre Jesse.

 

 

Es wird ein Schiedsrichtergespann ab 15.00 Uhr im Schulzentrum Mitte aktiv sein. Markus Cinar wird von Juan de Cruz Pujades und Joaquin Lopes-Moreira unterstützt.

 

SF Berlebeck-Heiligenkirchen vs. SuS Pivitsheide

(ab). Das wurde auch Zeit: „Für beide Teams geht es nach langer Zeit des Wartens endlich wieder mit dem Wettkampf los, da freuen sich alle drauf. Wir sind auch heiß drauf, wieder richtig ins Spielgeschehen eingreifen zu können.“ Trotz der eher „holprigen“ Vorbereitung. „Die Trainingsbeteiligung war gut, die Mitarbeit war auch super, aber das haben wir in den Spielen nicht auf den Platz bekommen“, bemängelt Matthias Kuhlmann. „Daran haben wir aber in dieser Woche gefeilt, damit es beim Auftakt anders aussieht. Wir sind noch nicht bei 100%, sind aber dennoch heiß auf den Auftakt und wollen das erste Heimspiel nach langer Zeit gewinnen.“ Personell müssen die Sportfreunde auf die angeschlagenen Sebastian Nord und Tim Smithen verzichten, ansonsten kann man das Spiel mit einem „großen, runden Kader angehen.“ Die Spiele gegen den SuS Pivitsheide waren „immer unangenehm“ erinnert sich Kuhlmann: „Das waren immer enge Matches, die wir in jüngerer Vergangenheit aber meistens für uns entscheiden konnten.“

 

Auch diesmal? Sonderlich zufrieden wirkt SuS-Coach Karsten Kuczer nicht: „Die Vorbereitung lief so lala. Wir haben viel getestet.“ Mit wechselndem Erfolg. Zuletzt gab es ein 1:3 gegen den TuS Leopoldshöhe, zuvor aber ein 4:1 gegen den TuS RW Grastrup-Retzen. Aber: „Ich schaue auch nicht auf die Testspiele, da dort vielen Sachen ausprobiert werden.“ Nun geht es zu den Sportfreunden aus Berlebeck und Heiligenkirchen und damit auch wieder um Punkte. Was auf ihn seine Mannschaft zukommt, kann der Coach nicht sagen. Kuczer findet es „in der aktuellen Phase schwer, den Gegner einzuschätzen, wenn man überlegt, dass das letzte Punktspiel fast sechs Monate her ist.“ Für Sonntag fehlen ihm paar Spieler wegen Urlaub, aus Krankheits- oder Verletzungsgründen. Dennoch freuen sich alle, „dass es endlich wieder losgeht.“

 

Um 15.00 Uhr ist Spielbeginn, Volker Brands leitet die Partie.

 

RSV Hörste vs. FSV Pivitsheide

(hk). Klar, Ralf Ackmann (Bild rechts) kann viel, aber nicht in die Glaskugel schauen. Der RSV Hörste-Trainer liefert selbstredend die Begründung für diese fehlende verbale Durchschlagskraft nach: „Da sich die FSV komplett verändert hat, kann ich leider wenig zum Gegner sagen.“ Trotzdem weiß er, dass die Pivitsheider sich einer Frischzellenkur unterworfen haben: „Natürlich habe ich den Generationswechsel wahrgenommen und verfolgt! Aber“, ist dies definitiv nachvollziehbar, „zum jetzigen Zeitpunkt ist es recht schwer, jeden Gegner einzuschätzen.“ Die Testspiele besitzen eben nur ein Stück weit Aussagekraft. So auch im Fall vom Rasensportverein aus Hörste, der sich in den Erkenntnis-Spielen nicht mit Ruhm bekleckert hat. Nach dem 3:2-Auftakterfolg über die TuS Helpup remisierte man bei Istrup/Brüntrup (1:1) und Belle/Cappel (2:2) und kassierte Niederlagen gegen Kirchheide (2:3) und Sancakspor Spenge (1:4). Ackmann lässt sich von den Resultaten nicht entmutigen, unterstreicht: „Unsere Vorbereitung lief eigentlich ganz gut, obwohl die Vorbereitungsspiele dieses nicht bestätigen.“ Seine Mannschaft sieht er auch ein Stück weit motiviert durch die wenigen Erfolgserlebnisse. Er stellt fest: „Aber ich gehe davon aus, dass wir am Sonntag anders auftreten, denn jetzt geht es um Punkte und die Probierphase und Vorbereitungsspiele sind Schnee von gestern!“ Mit einem vollen Waldstadion rechnet er gegen den Vorjahres-Aufsteiger, „werden wir an die Grenze der zulässigen Zuschauer kommen“, so der Familienvater, der erleichtert juchzt: „Fußballherz, was willst du mehr?“ Nicht viel, weiß er, ist erleichtert, allerdings angespannt zugleich, wenn er im Lippe-Kick-Gespräch verdeutlicht: „Ich selber freue mich auf Spiele mit Wettkampfcharakter und hoffe, dass wir diese unter den besonderen Umständen auch lange durchführen können!“ Achtsamkeit und Disziplin sind erforderlich, um eine weiterhin mögliche zweite Welle zu verhindern. John Berg, Jim Kaminski, Marc Schröder und Matthias Dick urlauben, arbeiten oder gehen privaten Aktivitäten nach. Dennoch darf sich Ackmann reichhaltig aus dem 22-Mann-Kader bedienen, „die unsere vorgegebene Spielidee nachgehen werden, um das Spiel erfolgreich zu gestalten“, vertraut er seinen Schützlingen.

 

Wenn Dennis Brockmann und seine jungen Wilden die ökologische Variante wählen würden, könnten sie die rund vier Kilometer Entfernung mit dem Fahrrad von der Oerlinghausener Straße nach Hörste zurücklegen. Weitaus mehr als ein offenes Geheimnis. Es werden wohl so einige schwarz-gelbe Schlachtenbummler den Weg in das schnuckelige Waldstadion auf sich nehmen. Der neue FSV-Coach liefert folgende Gegner-Analyse: „In der Vergangenheit waren es sehr enge und umkämpfte Spiele. Hörste ist eine gute, eingespielte Mannschaft, die viel über den Kampf, Leidenschaft und Zusammenhalt kommt. Sascha Zunke und Kevin Leps stechen heraus“, gehen die Hausherren auch deshalb mit der Favoritenbürde in diese Partie. Die relevante Stärke können die FSV’ ler wohl aus den Vorbereitungsspielen ziehen. Einzig im jüngsten Testspiel gegen die U19-Auswahl vom SV Eintracht Jerxen/Orbke mussten die Pivitsheider einer Niederlage einwilligen. Gegen die SG Leese/Hörstmar/Lieme (2:1), VfL Lüerdissen (5:1) und SV Ubbedissen (6:2) feierten die Brockmänner teilweise beachtlich hohe Siege. Der Coach räumt ein: „Die Ergebnisse in den Testspielen waren gut, spiegeln aber nicht die Spielverläufe wider. Vor dem Tor waren wir eiskalt und hinten hatten wir auch manchmal das Quäntchen Glück, was man manchmal benötigt.“ Der eine oder andere urlaubsbedingte Ausfall musste verkraftet werden, in Summe versieht er die Vorbereitung, auch die personelle Beteiligung, mit dem Attribut „gut.“ Deshalb zeigt sich das Trainerteam mit der Entwicklung der Mannschaft „sehr zufrieden“, ist das Zusammenwirken löblich. Zugleich rühmt Dennis Brockmann „einen tollen Charakter und Zusammenhalt.“ Wie soll der eigene Spielvortrag attraktiver, erfolgreicher werden? „Wir möchten über Ballbesitzspiel das Spiel bestimmen und unsere Stärken, Laufbereitschaft, Kampf, Zusammenhalt, im gesamten Spielverlauf einbringen.“ Mit Blick auf den Kontrahenten: „Wir werden versuchen, den Gegner möglichst weit weg von unserem Tor zu halten und die Gegner zu Fehlern zwingen, die wir hoffentlich dann zu unseren Gunsten nutzen können“, wird eine vorsichtige Igel-Taktik folglich kein Thema darstellen. Bis auf zwei lädierte Kicker können die Pivitsheider wohl ihre Bestformation aufbieten. „Wir haben absolutes Vertrauen in diese jungen Jungs“, untermauert Dennis Brockmann mit Nachdruck.

 

Christoph Hagedorn ist der Referee auf dem Rasenplatz in Hörste.

 

Türkischer SV Horn vs. TuS Eichholz-Remmighausen

(hk). Teilen mag der Türkische SV Horn offensichtlich nicht. Schaut man sich die sechs Testpartien an, gibt es nur Top oder Flop. Zuletzt demonstrierten die Egge-Kicker einen Aufwärtstrend, schlugen sie doch die Bezirksligisten Brakel II (2:1) und Post TSV Detmold (3:2). TSV-Trainer Thorsten Schmiech denkt positiv: „Mit den Siegen zuletzt konnten wir die positive Entwicklung selbst spüren und gehen daher selbstbewusst in das erste Spiel.“ Davor allerdings schluckten sie vier Pleiten am Stück. Es begann mit einem desaströsen 2:5 bei der SG Belle/Cappel, folgte ein 1:2 gegen den TuS WE Lügde, ein 0:2 gegen den SV Dringenberg und ein 2:3 gegen den FC Augustdorf. Nun überwiegt die große Lust, endlich wieder seinem lieb geschätztem Hobby nachgehen zu dürfen, was auch TSV-Trainer Thorsten Schmiech so deutlich macht: „Ich empfinde es immer als schwierig, gegen einen Aufsteiger zu starten, denn sie werden die Euphorie des Aufstieges sicher mit in die neue Saison mitnehmen und speziell bei Eichholz /Remmighausen ist nach der extrem langen Abwesenheit in der höchsten Kreisklasse das Bedürfnis sicher hoch, zu beweisen, dass man jetzt zurecht wieder oben ist“, könnte der langjährige TuRa Heiden-Coach mit dieser Aussage den berühmten Nagel auf den Kopf getroffen haben. Deshalb richtet er einen eindeutigen Appell an seine Kicker: „Das müssen wir annehmen, denn wir haben bei der Niederlage im Pokal letzte Saison gesehen, was passiert, wenn man nicht zu 100 Prozent im Spiel ist.“ Dieses Deja-vu-Erlebnis könnte hilfreich sein, um die Sinne zu schärfen. Wie fällt seine Kontrahenten-Analyse denn aus? „Eichholz/Remmighausen ist eine leidenschaftliche und ausgeglichene Mannschaft, die ein starkes und unangenehmes Kollektiv auf den Platz bringen wird.“ Darauf die richtige Antwort zu finden, das in rund zwei Monaten Erlernte umzusetzen, wird die Kunst im Handeln sein. Im Bereich der Fitness, auch taktisch, glaubt Thorsten Schmiech an seine Mannschaft, ist davon überzeugt, dass diese dem Gegner in Schwierigkeiten manövriert. Der Plan ist eindeutig ausgerufen: „Wir wollen und müssen unser Spiel durchsetzen und den Gegner 90 Minuten vor Aufgaben stellen. Dann bin ich sicher, dass wir auch als Sieger vom Platz gehen werden.“ Immerhin sind die Horner individuell deutlich stärker als der freche Neuling besetzt. Als echte Verstärkungen entpuppten sich bislang die Neuzugänge, muss allerdings Levent Kücüker nach einer Oberschenkelverletzung eine dreiwöchige Zwangspause einlegen. Der restliche Kader steht dem Gastgeber komplett zur Verfügung.

 

Zunächst einmal sensibilisiert Aufstiegstrainer Tim Hosch seine Mitmenschen, dass dieser Re-Start nicht als selbstverständlich eingeordnet werden sollte. „Wir sind gerade in erster Linie total dankbar, dass wir bisher gesund durch die Corona-Zeit gekommen sind und es am Sonntag wieder um Punkte geht.“ Die Grün-Weißen fühlen sich ähnlich wie die Abiturienten oder selbst andere sportliche Aufsteiger, die etwas zu feiern haben. Man möchte die Sau herauslassen, darf aber nicht – aus verständlichen Gründen. Direkt weiß der Turn- und Sportverein woran er ist, denn mit dem Türkischen SV Horn geht es gegen einen der Top-Favoriten auf den Bezirksliga-Aufstieg. Wer dies nicht wahrhaben will, denkt immer noch, dass die Erde eine Scheibe ist. Man kennt den akribisch arbeitenden Hosch, weiß, dass er seine Jungs ausführlich auf das erste A-Liga-Jahr nach 16 langen Jahren Abstinenz vorbereitet hat. Wovon er Notiz genommen hat: „Man hat Anfang der Woche richtig gemerkt, wie die Spannung bei den Jungs gestiegen ist.“ Oberste Prämisse genießt der Klassenerhalt, möchte man unterstreichen, warum in Eichholz/Remmighausen völlig zu Recht A-Liga-Luft weht. „Insgesamt herrscht große Demut im Team und im Verein und alle sind unheimlich voller Vorfreude, neue Teams und Plätze zu sehen“, ist man durch eine fleißige und weitsichtige Arbeitsweise dem gewohnten Terrain, dem liebgewonnen Kreisliga-Unterhaus, entflohen. Klar ist auch: Die A-Liga soll keine flüchtige Affäre werden, möchte man daraus eine feste, vertrauensvolle Beziehung aufbauen. Mit den Erfolgsfaktoren aus der Vorsaison sollte der TuS Eichholz/Remmighausen auch in der folgenden Spielzeit punkten. „Wir wollen mit mannschaftlicher Geschlossenheit erfolgreich sein und nach dem Spiel die Gewissheit haben, dass wir unser Potenzial auf dem Platz abbilden konnten.“ Man hat so einiges ausprobiert, liefert Tim Hosch gegenüber Lippe-Kick einen Einblick: „Dafür haben wir viel getestet, Systeme probiert und Positionen rotiert. Die Neuzugänge können zum einen schon eine direkte Verstärkung sein, andere müssen sich noch ein wenig an unseren Fußball gewöhnen und werden mittelfristig helfen.“ Dass der TuS in diesem Match die Außenseiter-Rolle bekleidet, sorgt nicht für sonderlich großes Unbehagen bei Tim Hosch, der den Zeigefinger hebt: „Wir müssen höllisch aufpassen, dass wir die Horner nicht in Spiellaune bringen.“ Und: „Insgesamt gesehen, müssen wir auch unsere neue Rolle lernen. Wir sind nach langer Zeit in der B-Liga, wo wir in der Regel schon der Favorit in dem Spiel waren, jetzt eigentlich immer der Underdog. Wir werden vielleicht weniger Spielanteile haben, als für uns gewohnt und müssen daher noch besser im Umschaltspiel sein“, bezeichnet es der 34-Jährige als „überhaupt nicht schlimm“, nun gegen solch ein Schwergewicht der Liga in das direkte Duell zu ziehen. Vielmehr überwiegt: „Wir freuen uns auf die Partie und wollen Horn ein würdiger Gegner sein. Am Ende schauen wir mal, wozu das reicht“, möchte der TuS Eichholz/Remmighausen nach dem Spiel nicht von Gewissensbissen geplagt sein. „Wir wünschen uns ein faires und gesundes Spiel“, ist dem nichts hinzuzufügen.

 

Um 15.00 Uhr ist unter Anleitung von Spielleiter Thorsten Echterling Anpfiff für dieses Nachbarschaftsduell.

 

SG Brakelsiek/Wöbbel vs. SV Diestelbruch-Mosebeck

(ab). Grundsätzlich ist SG-Coach Falk Weskamp froh, „dass es endlich wieder losgeht. Wettbewerb ist was ganz anderes als Testspiele und dieses Überwasserhalten. Ich freue mich am meisten darüber, dass wir beim Fußball ein Stück weit in die Normalität zurückkehren können. Es ist anstrengend, die Jungs bei Laune zu halten, du musst dir ständig was einfallen lassen, was man macht.“ Sehr erfreulich findet der Coach die Tatsache, dass die A-Jugendlichen, die neu zum Kader gehören, „sich super eingefügt haben, die Vorbereitung mitgespielt haben und charakterlich wie sportlich super in die Mannschaft passen.“ Der SV Diestelbruch-Mosebeck ist „wieder ein guter Gegner zu Beginn, man kennt sich durch viele Pokalspiele, ich habe auch guten Kontakt zu Michael Cucchiara, Roy Wangert kenne ich aus Istrup, auch Arne Dreier kenne ich gut, die bewegen da viel für den Fußball.“ Wer sich beim SV Di-Mo nun aber auch über Gastgeschenke freut, der wird enttäuscht: „Bei uns gibt es keine Geschenke, weil man die Leute gerne mag oder gut kennt. Wir möchten ein unbequemer Gegner sein, das waren wir bis auf zwei Ausnahmen immer, wir hatten aber nie das glückliche Ende für uns.“ In dieser Saison will die SG Brakelsiek/Wöbbel „wieder angreifen. Was uns immer ausgezeichnet hat, ist, dass wir nie aufgeben. Das wollen wir rüber retten in diese Saison, trotz Corona und dem ganzen Hickhack. Wir wollen am ersten Spieltag unseren Leuten zeigen, dass wir was getan haben und dass wir ein guter Gegner sein können.“ Ob das dann aber immer so gelingt, wie man sich das vorstellt, wird man erst am Sonntag sehen. Weskamp (Bild rechts) jedenfalls sieht seine Truppe „gut aufgestellt. Die Jungs sind gut drauf, die Stimmung ist gut, wir waren noch Kanu fahren, da haben einige noch ihren Freischwimmer gemacht.“ Und dann heißt es am Sonntag endlich wieder: „Der Ball rollt, das Bier steht kalt, Pommes und Würstchen sind da, es kann also wieder losgehen. Wir hoffen auf viele Zuschauer, haben aber natürlich versucht, die gesetzlichen Vorgaben so gut es geht umzusetzen und versuchen Gäste und Heimmannschaft so zu trennen, dass kein Kontakt besteht. Wir Wollen aber trotzdem auch alte Kontakte pflegen und am Ende hoffentlich zusammen ein Bier trinken, wenn wir ein gutes Spiel gesehen haben. Hoffentlich diesmal mit einem glücklichen Ende für uns.“

 

„Gut vorbereitet in die neue Saison“ geht auch der SV Diestelbruch-Mosebeck, findet Arne Dreier. „Wir freuen uns, dass es wieder so richtig losgeht.“ Mit der SG Brakelsiek/Wöbbel erwartet den SV eine „kompakte, junge Mannschaft, die vor allem über die Zweikämpfe ins Spiel kommt und durch ihren Trainer Falk immer gut eingestellt ist, um alles reinzuwerfen.“ Zwar ist der SV Diestelbruch-Mosebeck „durch einige Urlauber und Verletzte ein wenig geschwächt“, wird aber dennoch „eine Truppe auf den Platz schicken können, die gewillt ist, die ersten drei Punkte mit an den heimischen Dörenwald zu nehmen.“

 

Jochen Diederich pfeift das Spiel um 15.00 Uhr an.

 

BSV Müssen vs. Blomberger SV

(ab). Zum ersten Gegner kann Jan Brinkmann nur „das sagen, was unsere Truppe beim Pokalfinale gesehen hat, weil ich zu dem Zeitpunkt leider im Urlaub war.“ Und demnach bekommt es der Aufsteiger mit einer „extrem physischen und zweikampfstarken Truppe“ zu tun, die über ein „dominantes Mittelfeld versucht, dem Gegner den Schneid abzukaufen, was wohl gegen einen Bezirksligisten schon sehr gut gelungen ist und auf eine starke Frühform schließen lässt.“ Bestens bekannt sind die Maca-Brüder aus deren Hakedahl-Zeiten, „wo sie schon eine zentrale Rolle gespielt haben, was sich wohl auch eine Liga höher nicht geändert hat. Ansonsten ist der Gegner für mich eine Unbekannte, aber als letztes Jahr ungeschlagene Mannschaft und Aufstiegsfavorit sicherlich eine tolle Aufgabe zum Start“, so der Coach. Die eigene Vorbereitung hatte Licht und natürlich auch Schatten, die „Testspiele in Vollbesetzung waren überwiegend positiv, während uns vor allem Urlaub und kleinere Verletzungen die ein oder andere Ernüchterung eingebracht haben, inklusive ungewollten Spielabsagen.“ Jan Brinkmanns (Bild rechts) Mannschaft kann „sehr flexibel spielen“ und sich taktisch „auf jeden Gegner entsprechend einstellen und auch im Spiel gezielt umstellen, wenn es nicht läuft. Das zeugt von einer hohen Spielintelligenz und ist wichtig in einer Liga höher als letzte Saison.“ Gut und direkt integriert, „als wären sie nie weg gewesen“ haben sich vor allem die Rückkehrer Sören Rottschäfer und Michael Meyer. Auch Luca Zaplata und Sash Hoppe haben „mit Einsatz und Leistung überzeugt“, allerdings laborieren beide gerade an kleineren Verletzungen. Auch Jonas-Luca Tews kommt immer besser rein, „war seine Vorbereitung jedoch durch einige mittelmäßige Trainingsbeteiligungen geprägt. Matthias Prib hat sich an die erste Mannschaft herangearbeitet, die beiden neuen Torhüter ziehen gut mit und da entscheiden bei vier Torhütern für zwei Mannschaften Trainingsleistungen über die Einsätze am Sonntag“, so Brinkmann. Was er für das erste Spiel in Sachen Taktik ausgetüftelt hat, wird er hier natürlich nicht ansprechen, aber „wichtig ist, die Zweikämpfe anzunehmen und den Ball vor allem im Zentrum nicht zu lange zu halten, sonst wird das kein erfreuliches Spiel für unser Mittelfeld.“ Brinkmann hat „schon mehrmals gehört, dass das die schwierigste Aufgabe zum Start ist, die uns erwarten konnte und wir dort mit einem Punkt zufrieden sein können.“ Das entspricht aber nicht dem Anspruchsdenken von Jan Brinkmann und seiner Mannschaft: „So gehen wir nicht in das Spiel, wir haben auch intern in der Mannschaft nie das Ziel formuliert, „nichts mit den unteren Plätzen zu tun haben zu wollen“, wie es in der LZ formuliert wurde. Wenn die Vereinsverantwortlichen das so sehen, ist das okay, entspricht aber nicht unserem Selbstbewusstsein! Tief stapeln und sich dann über mehr freuen ist nicht die Einstellung von Gewinnern und wir gehen in jedes Spiel mit dem Anspruch, das Feld mit drei Punkten zu verlassen. Und sollte das nicht klappen, werden wir in den meisten Fällen an uns selbst gescheitert sein und dann müssen wir wieder dran arbeiten und es das nächste Mal besser machen!“ Selbstredend sind daher auch „am Sonntag drei Punkte das ausgegebene Ziel!“

 

Toll gespielt und am Ende unglücklich verloren hat der Blomberger SV sein Kreispokal-Endspiel vergangene Woche. Allerdings haben die Nelkenstädter „die Niederlage in der Woche nicht groß thematisiert, die letzte Serie inklusive Endspiel ist für uns abgehakt“, meint Mike Winkler. Somit geht der Blick nach vorne: „Der Start in Müssen wird gleich zum Anfang eine schwer einzuschätzende Aufgabe, da wir die Mannschaft zu wenig im Detail kennen. Die gute Entwicklung der Mannschaft ist uns aber auch nicht verborgen geblieben und durch die qualitativ hochwertigen Neuzugänge und die Aufstiegseuphorie ist Müssen nicht zu unterschätzen.“ In Sachen Personal steht noch nicht final fest, „wer letztlich am Sonntag im Kader steht.“ Sobanski, Tuzakci und Wilhelmi stehen definitiv nicht zur Verfügung und für Chris Milinski ist die Serie wohl schon beendet, bevor sie begonnen hat. Er hat sich beim Training das Wadenbein gebrochen und Bänder gerissen. Hinter dem Einsatz von Samed Ünal steht noch ein Fragezeichen.

 

Um 15.00 Uhr gibt Zsolt Seevald die Begegnung frei.

 

TuRa Heiden vs. Post TSV Detmold II

(hk). Eine Sache hat für den TuRa Heiden-Coach Thorsten Geffers unverrückbar Bestand: „Wie sicherlich alle Spieler, Trainer, Offizielle und Fans, freuen wir uns auf den Saisonauftakt“, wäre alles andere bei Fußball-Freund Geffers irgendwie auch sehr merkwürdig. Obwohl er für seine messerscharfen Analysen bekannt ist, offenbart er einige Schwierigkeiten, den Kontrahenten aus der Residenzstadt exakter zu beschreiben. Hier wird es darauf ankommen, mit welchen Gast-Akteuren aus dem Bezirksliga-Team zu rechnen sein wird. Der Heidener-Übungsleiter wird den Teufel tun, bei Lippe-Kick seinen Matchplan auszuplaudern, verrät er immerhin die Zielsetzung, die ihm vorschwebt: „Allerdings steht außer Frage, dass wir das erste Spiel, dazu noch auf heimischem Platz, definitiv gewinnen wollen.“ Wie die Heidener in der Vorbereitung gearbeitet haben, ist ganz in Geffers’ chen Sinne, berichtet er doch freudestrahlend im Lippe-Kick-Gespräch: „Die Jungs waren top motiviert und daher erfreute ich mich auch einer sehr hohen Trainingsbeteiligung. In den Einheiten wurde neben der Fitness auch extrem an spielerischen und taktischen Elementen gearbeitet, sodass wir gut gerüstet in die Saison starten können. In den Vorbereitungsspielen wurde einiges Neues probiert, vor allem, um die Defensive zu stärken und in der Offensive neue Impulse zu setzen“,

Thorsten Geffers

verspricht dies, eine wahre Erfolgsmischung zu werden. Von den sechs Partien endeten fünf mit einem TuRa-Sieg. Konkret sind die Lemgoer A-Ligisten TBV Lemgo II (2:0), FC Schwelentrup-Spork/Wendlinghausen (3:1), SG Leese/Hörstmar/Lieme (3:0) klar bezwungen worden, auch der Lemgoer B2-Ligist TuS Helpup hatte beim 0:4 eindeutig das Nachsehen. Vor einer annähernd dreistelligen Zuschauerkulisse ist auf der Rotenberg-Kampfbahn der ambitionierte Detmolder C-Ligist Spielvereinigung Hagen/Hardissen mit 4:0 bezwungen worden. Die einzige Niederlage schluckten die Heidener beim 0:6 gegen den Bezirksliga-Aufsteiger TuS WE Lügde. Die Vorbereitung gehört nun jedoch der Vergangenheit an, kommuniziert Thorsten Geffers unzweifelhaft: „Jetzt heißt es, das Augenmerk auf den Auftakt vor heimischer Kulisse gegen den Post TSV Detmold II zu richten, um optimal in die Serie zu starten.“

 

 

Eine Gefühlsregung, die ihn mit seinem Gegenüber verbindet: „Wir sind – wie alle anderen vermutlich auch – richtig heiß auf Sonntag, wenn es endlich wieder um Punkte geht“, ist der Abenteuerwille beim Post TSV Detmold II-Coach Daniel Wichmann drastisch. Dass die Heidener schwer zu fassen sind, vor allem unangenehm zu bespielen, das befürchtet der ehemalige Pivitker, wenn einige hier Neuland betreten. „Mit unserem Team haben wir natürlich noch keine Erfahrung in Heiden machen können, aber aus der Vergangenheit weiß man, wie schwierig es ist, in Heiden die Punkte einzufahren.“ An der lippischen Anfield Road, die mit heißblütigen Fans und einem unnachahmlichen Gänsehautfeeling aufwartet, wird der zwölfte Mann nach der langen Zwangspause voll dabei sein, es richtig krachen lassen. Die Heiden lassen sich von ihrem Publikum tragen, finden über die Zweikämpfe in die Partie. Wichmann ist vor allem aufgefallen: „Gerade in der Offensive haben sie schnelle und technisch starke Spieler, die uns sicherlich gut beschäftigen werden.“ Allerdings ist man sich der eigenen Fähigkeiten im Klaren. So konnte man sich in den Testpartien stückweise steigern, war der Kennenlernprozess von einer erstaunlich kurzen Dauer. Zuletzt machte man mit zwei Siegen bei den B-Ligisten TuS Ahmsen II (6:0) und beim SV Diestelbruch/Mosebeck II (4:2) auf sich aufmerksam. Auch das 1:1 gegen den TuS Leopoldshöhe erweckt Eindruck. Die Maßgabe von Daniel Wichmann ist bereits ausgerufen, als er im Lippe-Kick-Gespräch verlautbaren lässt: „Wir wollen am Sonntag unser Spiel spielen und erfolgreich in die neue Serie starten, aber das wird uns Heiden nicht allzu leicht machen. Da bin ich sicher.“ Die Post-Kutsche kann in Bestbesetzung loslegen, möchte Daniel Wichmann (Bild rechts) argumentativ nicht unter den Tisch fallen lassen: „Test- und Meisterschaftsspiele sind oft etwas ganz anderes. Deshalb brennen wir darauf, um Punkte zu kämpfen und am Sonntag Gas zu geben für einen guten Start in die Serie.“

 

Um 15.00 Uhr pfeift Max Meckelmann die Partie auf dem Rasenplatz der Rotenbergkampfbahn in Heiden an.

 

 

 

 

 

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