Connect with us

Kreisliga A Lemgo

Kreisliga A Lemgo – Vorbericht 1. Spieltag 2020/21

Ein Spieltag mit Überraschungspotenzial, so könnte diese erste Runde in Lemgos Kreisoberhaus passenderweise beschrieben werden. Klickt euch mal hinein, Freunde des runden Leders.

 

Dörentrup-Derby für Aufsteiger Bega/Humfeld

Kreisliga A Lemgo (hk). Im Gegensatz zu ihren Detmolder Kollegen haben sich die Lemgoer A-Liga-Teams – mit Ausnahme der Reserveteams aus Oerlinghausen und Lemgo – bereits im Kreispokal messen dürfen. Vor dem ersten Spieltag ist klar: Der Blick richtet sich automatisch auf die neuen Teams. Absteiger gibt es durch die Corona-Regel bekanntlich nicht. Im Dörentrup-Derby bespielen sich der FC Schwelentrup-Spork/Wendlinghausen und die SG Bega/Humfeld. Auch B2-Meister TuS Lockhausen muss keinen Tag Urlaub buchen, um zum Auswärtsspiel zu gelangen. Sie fahren zu den hungrigen Löwen, den TuS Leopoldshöhe. Ein weiteres Spiel mit Derby-Charakter ist das Aufeinandertreffen zwischen der SG Leese/Hörstmar/Lieme und dem VfL Lüerdissen. Im Premieren-Match unter neuem Namen geht es für die SG Sonneborn/Alverdissen in das Auswärtsspiel beim Namensvetter aus Bentorf/Hohenhausen. Man darf gespannt sein.

Hunger? Ihr wollt lecker griechisch essen? Dann ab zu Pireas. Probiert es aus. 

 

 

Von Henning Klefisch & Andre Bell

 

TBV Lemgo II vs. SV Werl-Aspe

(hk). Die hohe Prominenz ist auf dem Jahnplatz zu Besuch. Der TBV Lemgo II freut sich auf den frisch gekrönten Kreispokal-Sieger SV Werl-Aspe. Es gibt einige Gemeinsamkeiten: Beide Mannschaften mussten in der Sommerpause einen herben Personal-Aderlass kompensieren, zieht man bewusst talentierte Kicker aus der eigenen A-Jugend hoch, was jeweils eine Vereins-DNA bedeutet. Ein Aspekt, der für die Gäste laut TBV II-Coach Benjamin Rawe (Bild rechts)  sprechen könnte: „Werl-Aspe hat den vermeintlich großen Vorteil, dass sie schon im Wettkampf-Modus durch die Pokalspiele sind. Und die Ergebnisse gegen Bega/Humfeld und Barntrup können sich ja durchaus sehen lassen“, haben sie das kecke Pokal-Wunderteam mit einem satten 5:1 aus dem Halbfinale und den starken Bezirksligisten im Finale durch Elfmeterschießen in die Knie gezwungen. Dass bei den Wüsten-Füchsen ein Testspiel verloren wurde, war für die Hansestädter so nicht vorhersehbar. Der Respekt wird selbst dadurch nicht abgemildert, wenn Rawe deutlich macht: „Nichtsdestotrotz erwarte ich eine spielerisch gute Mannschaft, die uns 90 Minuten fordern wird.“ In den Testpartien war zu viel Luft nach oben erkennbar, kann sich der Lemgoer-Trainer hingegen mit der Leistungsbereitschaft in den Übungseinheiten extrem anfreunden. Rawe erwünscht sich eine Reaktion: „Hier gilt es, ab Sonntag die Fehler abzustellen und sich schnell als Team auf dem Platz zu finden. Denn eingespielt sind wir noch nicht vollständig. Dafür mussten wir zu viele Wechsel in den letzten Wochen vornehmen.“ Von den schwächeren Vorstellungen in den Probematches möchte sich keiner bei den Hansestädtern verunsichern lassen, überwiegt die Lust, zu kicken. Bänderverletzungen haben sich Jonas Friesen, Ole Kersten und Marvin Fuchs zugezogen, weshalb sie vollständig ausfallen.

 

Die Pokal-Helden vom Heerser Bruch betreten Lemgoer-Boden würde ZDF-Reporter-Legende Klaus Töpperwien sicherlich bei Lippe-Kick majestätisch formulieren. Im ersten Meisterschafts-Match bei der Lemgoer-Zweitvertretung wird der vollständige Fokus auf den Liga-Alltag gelegt. Ein flüchtiger Blick zurück: In der kommenden Spielzeit vertritt der SV Werl-Aspe die Lemgoer Farben im Westfalen-Pokal. Zuzutrauen ist den Goncalves-Jüngern wahrlich alles. Der Erfolgs-Coach fordert nun von seinem Team: „Nach dem Pokalfinale gestern gilt es, sich nun auf die Liga zu konzentrieren.“ Dass in dieser stressigen Saisonphase der eine oder andere Kicker sich mit Zipperlein herumplagt, ist nicht ungewöhnlich. Schließlich ist die Belastung doch echt enorm. „Wir fahren nach Lemgo, um alles zu geben“, betont der sympathische Übungsleiter, der gerne noch etwas geraderücken möchte: „Schließlich haben wir uns letzte Saison immer sehr schwergetan gegen Lemgo II, zumal eventuell Spieler aus der Ersten runterkommen könnten.“ Deshalb erwartet er am kommenden Spieltag „eine Wundertüte.“ Für die Zuschauer spielt genau das in die Karten, ist Spiel, Spaß und Spannung somit wohl garantiert. Auch wenn die Vorbereitung nach dem Pokal-Stress mehr oder weniger ausfällt, ist man gedanklich zumindest vorbereitet: „Wir wissen, was auf uns zukommen wird und wenn wir mit der gleichen Einstellung in das Spiel gehen, so wird es auch Lemgo nicht leicht gegen uns haben“, so Goncalves, der schmunzelnd ergänzt: „Der Pokalsieg tat uns gut, jetzt kommt die Pflicht.“

 

Um 13.15 Uhr geht es los auf dem Kunstrasenplatz. Referee Stefan Wattenberg übernimmt die Spielleitung.

 

SG Leese/Hörstmar/Lieme vs. VfL Lüerdissen

(hk). Acht Testbegegnungen hat die Spielgemeinschaft aus Leese/Hörstmar/Lieme unter dem neuen Coach Jens Kaiser bestritten. Das wichtige erste Pflichtspiel gegen den B2-Vertreter TuS RW Grastrup/Retzen ist im Kreispokal leider mit 1:2 verloren worden. SG-Obmann Ferhan Demir  (Bild links) wünscht sich, dass diese Negativerfahrung möglichst schnell vergessen gemacht werden kann, erklärt er gegenüber Lippe-Kick: „Ja, endlich geht es los mit der Meisterschaft. Das wurde auch mehr als Zeit, denke ich.“ Den eingespielten Lüerdissern schiebt er die Favoritenrolle zu, fließt alles noch nicht so wie gewünscht ineinander. Ein Entwicklungsschritt, der nach solch einem massiven Kaderumbau allerdings auch mehr als nachvollziehbar ist. Der Ehrgeiz von Demir ist dennoch ungebrochen, wenn er zu Protokoll gibt: „Trotzdem haben wir nichts zu verschenken und werden alles geben und jede Sekunde und um jeden Zentimeter auf dem Platz kämpfen. Die Mannschaft hat die letzten Wochen enorm gut trainiert, besonders diese Woche wirklich alles reingehauen beim Training.“ Deshalb manifestiert sich die Erkenntnis vom langjährigen Keeper: „Die Jungs sind heiß und wollen endlich starten.“ Alle möglichen Kicker stehen zum freien Konsum zur Verfügung. Ferhan Demir vertraut dem feinen Händchen von „The Kaiser”: „Ich bin mir sicher: Er wird das Beste daraus machen und wir werden eine starke Truppe auf den Platz bringen.“

 

Tim Steffen (Bild links) ist auch schon seit dreieinhalb Jahrzehnten auf dieser Welt. Fast genauso lange jagte er mit Begeisterung der Kugel hinterher. Doch solch eine lange Pause hat auch er noch nicht mitgemacht. Ein halbes Jahr kam der Ligabetrieb zum Erliegen, endet diese ungewollte Corona-Pause mit einem Hansestadt-Derby in Leese. Auffällig, dass die VfL-Spieler enorm trainingswillig, gierig auf den Fußball sind. Dies ist eine Einstellung, die im Amateurfußball nicht mehr allzu häufig wahrnehmbar ist. Dass es nun wieder losgeht, ist ganz im Sinne vom VfL Lüerdissen-Coach, der Probleme offenbart, den kommenden Rivalen thematisch zu greifen. Vor allem das Test-Remis gegen den starken Blomberger SV hat es Steffen angetan, der die Kaiser-Kicker als eine „gefährliche Truppe“ bezeichnet, die mit starken Individualisten in Erscheinung tritt. „Die SG stellt uns sicherlich vor die eine oder andere Defensivaufgabe“, befürchtet Steffen, der mit einem „engen Spiel“ rechnet. Nach dem ganzen Proben kommt es nach seinem Dafürhalten nun für beide Teams zu einer „Art Bestandsaufnahme.“ Das in der Vorbereitung Trainierte wollen die Lüerdisser nun „mit voller Disziplin durchziehen“, so fordert es Tim Steffen, der zudem auf einer „guten Ordnung“ basierend in Erscheinung treten möchte. Ebenso die Primärtugenden wie Laufbereitschaft, Einsatzbereitschaft, Ehrgeiz, Hingabe und Willen möchte er von seinem Team praktiziert sehen. Das Abschlusstraining am Donnerstag war ganz nach dem Willen vom Coach, spricht er bei Lippe-Kick von 20 Akteuren, die zudem einen „guten Drive, viel Körpersprache“ demonstrierten. Sein Wunsch: „Wir wollen die positive Anspannung, die Sonntag herrscht, auf den Platz bringen.“ Im Vergleich zum siegreichen 2:0-Pokal-Erfolg über den SC St. Pauli kehren Patrick Günther, Kenneth Klocke und Ferhat Havadir zurück, haben sie doch ihre Wehwehchen auskuriert, strotzen nur so vor Tatendrang. Denn merke: Die Schonzeit hat ihre erhoffte Wirkung demonstriert. Tim Krüger ist aus Urlaubsgefilden zurückgekehrt. Da im Urlaub befindlich, fallen die Ex-Auswahlspieler Norman Wehmeier und Alexander Quast hingegen aus.

 

Sascha Kreye ist um 15.00 Uhr der Referee für diese Begegnung. Es wird auf dem Sportplatz an der Ilse in Leese um Punkte und Tore gekickt.

 

TuS Bexterhagen vs. TuS Brake

(hk). Zwei Jahre ist es mittlerweile schon her, als Warbende und Sven Gleisner nach einem Spiel gegen den TuS Brake Chefcoach Achim Wenzel beerbten. Vom aktuellen Coach des TuS Brake, Andreas Ridder, zieht Sprachrohr Gleisner sein Käppi, lobt er diesen als „überragend, ruhig, fachlich, kompetent, ein angenehmer Zeitgenosse.“ In der Gerüchteküche mit einigen Themen über den TuS Brake möchte Gleisner nichts köcheln. Er will sich nicht verbrennen, sich vielmehr selbst ein Bild machen, den letztjährigen Tabellenletzten keineswegs auf die leichte Schulter nehmen. Vielmehr wollen die „Reds“ mit viel Respekt und Aufmerksamkeit diese Aufgabe angehen. Die letzte Trainingswoche vor dem Re-Start hat ihm sehr gefallen. Auch die schnelle Akklimatisierung der neuen Hoffnungsträger passt hervorragend zur guten Stimmungslage. „Die Neuzugänge haben sich super eingefügt. Das haben wir von den Jungs auch so erwartet. Charakterlich passen sie super zu unserem Verein. Ich hoffe, dass sie uns auch sportlich weiterhelfen“, besitzt die in Summe sehr juvenile Mannschaft ein enormes Entwicklungspotenzial Den Testpartien möchte er nicht allzu viel Bedeutung beimessen, wünscht er sich nur, dass die richtigen Lehren aus diesen gezogen werden. Ein Segen: Chefcoach Jens Reitemeier kann die bestmögliche Formation aufbieten. Der Rasenplatz am Alten Postweg blüht und bietet beste Voraussetzung. Da zuvor die Zweitvertretung ihr Derby gegen den SV Werl-Aspe II bestreitet, werden wohl auch reichlich Zuschauer zugegen sein. Im Auftaktmatch möchte sich Gleisner nicht auf einen klaren Favoriten festlegen, überwiegt die Vorfreude.

 

Michael Berge ist grundsätzlich ein sehr gesprächiger Bursche. Eher wortkarg präsentiert er sich, wenn er über die bitteren Niederlagen gegen den TuS Bexterhagen aus der Vorsaison philosophiert: „Wenn ich an die letzte Saison denke, dann erinnere ich mich ungern an Bexterhagen. Zu Hause 0:1 verloren und in Bexterhagen nach einer 1:0-Führung leider auch verloren. Das wird gleich zu Beginn der Saison ein schweres Auftaktspiel für uns, obwohl ich Bexterhagen eigentlich mit uns fast auf einer Stufe sehe“, könnten die Walkenfeld-Kicker mit einem Auswärtscoup im Nordwesten von Lippe direkt ein Ausrufezeichen setzen. Was sich allerdings als nachteilig für den TuS Brake auswirken könnte: „Aber Bexterhagen ist natürlich zu Hause sehr kampfstark und der Platz liegt uns auch nicht wirklich. Kein gutes Geläuf.“ Vor allem auf die Faktoren „Kampf- und Willensstärke“ wird es nunmehr ankommen, um von Spielminute eins an alles in die Waagschale zu werfen. Denn: „Mit Schönspielerei kommst du dort nicht weiter.“ Und: „Wir müssen unsere Leistung abrufen, Einsatzwille heißt das Zauberwort.“ Coach Andreas Ridder freut sich auf einen 16-Mann starken Kader. André Kirsch (Zerrung), Fabian Schnittger (Bild rechts; Urlaub) und Simon Drexhage (nach Verletzungspause im Aufbautraining) fehlen. Zum Hoffnungsträger taugt vielleicht Sören Deppe, der vom SV Vorgebirge e. V. ans Walkenfeld gewechselt ist und spielberechtigt ist. Für Berge ist vor allem wichtig: „Nichtsdestotrotz sollten wir schon punkten in der Fremde, das wäre für die Moral sehr wichtig.“

 

Um 15.00 Uhr ertönt der Pfiff aus der Pfeife von Bahman Kiadaliri.

 

FC SSW vs. SG Bega/Humfeld

(ab). „Neue Saison, lange Pause und dann gleich ein Heimspiel und Derby, was kann es Schöneres geben“, freut sich Rouven Post auf den Saisonauftakt. „Wir sind hochmotiviert und haben super trainiert diese Woche. Und wir wollen auf jeden Fall das Spiel gewinnen“, gibt der Co-Trainer schon einmal die klare Richtung vor. Man ist sich aber auch bewusst, „dass da kein leichter Gegner auf uns zukommt. Bega/Humfeld spielt endlich wieder in der Kreisliga A, ich denke, dass sie da auch hingehören. Sie haben eine gute Truppe und auch eine gute Mischung in der Truppe. Es wird ein schwieriger Weg, dieses Spiel zu gewinnen.“ Doch man besinnt sich auf die eigenen Stärken und geht selbstbewusst in dieses Duell: „Wir haben eine hohe Qualität in der Truppe.“ Und natürlich zählen in „so einem Derby“ auch andere Tugenden, wie zum Beispiel, „Leidenschaft, Kampf und Einsatz, den man in jeder Situation zeigen muss. Wir sind aber auch vom Kopf her super drauf und werden alles geben.“ Zwar muss der FC SSW am Sonntag auf „ein, zwei Spieler verzichten“, hat aber „so eine gute Qualität im Kader“, dass man „diese Ausfälle auffangen kann.“

 

Ein Derby direkt am ersten Spieltag. Eine gute Sache? SG-Coach Michael Krügel findet es „eigentlich egal, gegen sie spielen müssen wir ja eh.“ Nach bereits drei kräfteraubenden Pokalspielen sind die Jungs ganz gut drauf, Krügel ist dennoch froh, dass seine Mannschaft nicht auch noch das Pokalspiel am Donnerstag-Abend bestreiten musste. So kann die SG einigermaßen ausgeruht ins Derby starten. „Das war schon heftig“, meint Krügel rückblickend. Dennoch: „Die Mannschaft ist körperlich gut drauf und in einem Derby gibt eh jeder nochmal ein bisschen mehr.“ Der Coach erwartet ein Duell auf Augenhöhe: „Ohne jetzt überheblich zu klingen oder das abwertend zu meinen, wird SSW auch eher im unteren Drittel der Tabelle zu finden, wenn man sich die Zusammensetzung der Liga mal anschaut. Die Tagesform wird entscheidend sein, wobei Spork auch sehr heimstark ist. Wir müssen vermeiden, in Rückstand zu geraten und versuchen, schnell ins Spiel zu finden.“ Allerdings verfügt die SG nicht über die „besten Voraussetzungen“ in personeller Hinsicht. Fabian Drews ist im Urlaub, Ömer Sansar fällt definitiv aus und auch bei Patrick Besch entscheidet sich ein Einsatz wohl erst kurzfristig. „Dafür haben wir einen breiten Kader. Wir brauchen alle Leute und jetzt können sich auch mal andere zeigen“, so Krügel.

 

Das Derby beginnt um 15.00 Uhr und wird von Ahmad El Ali geleitet.

 

TuS Leopoldshöhe vs. TuS Lockhausen

(hk). Eine ehrliche Haut ist TuS Leopoldshöhe Co-Trainer Jan Plöger, der ohne Verzögerung zugibt: „Lockhausen zum Start ist für uns nicht wirklich angenehm.“ Die Ursache für seine vorherrschende Skepsis: „Aufstiegseuphorie und zahlreiche Neuzugänge machen natürlich eine Einschätzung relativ schwierig. Die Jungs, die immer schon dort spielen, kennt man natürlich und weiß um deren Qualitäten Bescheid.“ Allerdings hat Trainer-Fuchs Stefan Braunschweig in der Sommerpause einige vielversprechende Neuzugänge zum Aufsteiger gelotst, wie etwa auch den ehemaligen Bundesliga-Profi von Hertha BSC und Arminia Bielefeld, namentlich Christian Müller. Plöger erwartet defensiv auftretende Gäste, glaubt, dass seinem Team die Aufgabe übertragen wird, für die Spielgestaltung zu sorgen. Nicht nur der 2:0-Pokal-Erfolg in Donop sorgt für gute Laune bei Plöger, der das große Ganze sieht, wenn er sagt: „Unsere Vorbereitung, inklusive dem ersten Pokalmatch, war bisher sehr positiv und unsere neuen Jungs, die aus der Jugend gekommen sind und auch unser externer Neuzugang haben sich wirklich super in die Mannschaft integriert und haben den Konkurrenzkampf ordentlich angeheizt.“ Schlecht, dass am Sonntag viele Spieler ausfallen, weshalb bis zu zwei Kicker aus der eigenen Reserve in den Kader aufrücken.

 

TuS Lockhausen-Coach Stefan Braunschweig formuliert es klar und deutlich: „Der Gegner ist für uns nicht ganz so wichtig.“ Zunächst wollen die Gäste auf sich schauen, möchten sich in dieser unbekannten Liga dort zunächst einmal zurechtfinden, sich akklimatisieren. „Wir wollen ganz vernünftig in der Liga ankommen, demütig und respektvoll auftreten“, so ein bescheidener Braunschweig, der nicht nur reagieren, vor allem auch agieren möchte. Aber: Der Druck liegt bei Leo: „Leopoldshöhe hat mehr zu verlieren als wir“, schiebt Braunschweig dem Gegner die Favoritenrolle entspannt zu. Gegen einige Bielefelder A-Ligavertreter, auch gegen einen Lemgoer Rivalen aus dem Kreisoberhaus, wurde schon getestet. Im Winter gab es immerhin ein respektables 1:1 gegen den Nachbarverein TuS Bexterhagen. Ob bei solch einem Testspiel allerdings so viel Wahrheitsgehalt drin steckt, muss noch näher evaluiert werden. „In jedem Testspiel haben wir uns verbessert“, hat TuS Lockhausen-Coach Stefan Braunschweig einen Aufwärtstrend bei seinen Jungs erkannt. Was ihm sehr gefällt: „Wir haben viel trainiert, waren hier sehr fleißig.“ Rene Kagels (Sprunggelenk) fällt sicher aus, Dimitrios Giantssos zieht es wohl noch kurzfristig in den Urlaub. Trotzdem will Braunschweig nicht klagen, vertraut er dem Team, was ihm am Sonntag zur Verfügung stehen wird.

 

Manfred Miske pfeift diese Begegnung um 15.00 Uhr auf dem Rasenplatz in Leopoldshöhe an.

 

SC Bad Salzuflen vs. TuS Asemissen

(ab). Mit neuem Personal an der Seitenlinie und auf dem Platz geht es für den SC Bad Salzuflen am Sonntag um Punkte. Coach Cetin Cakar ist „sehr gespannt, wie uns der Einstieg in die Punktspiele gelingt. Wo befindet man sich. Der Pokal ist das eine, Testspiele wieder was anderes, aber die Meisterschaft hat nochmal ein ganz anderes Feeling.“ Den ersten Gegner aus Asemissen hat Cakar beobachtet: „Sie haben definitiv ihre Stärken, aber jede Mannschaft bringt auch Schwächen mit, die wollen wir angehen mit dem, was uns stark macht und was wir mitbringen an Qualität.“ Asemissen wird nach Einschätzung von Cakar diese Saison in der Liga „eine gute Rolle spielen. Sie sind gut aufgestellt und eingespielt, das ist immer vorteilhaft auf Kreisliga-Ebene, das ist schon ein gewisser Vorteil. Das fehlt uns natürlich, das ist kein Geheimnis. Aber jede Einheit tut uns gut, die Mannschaft steigert sich und ist hungrig. Gerade diese Woche hat man das gemerkt.“ Der SCB ist „gut vorbereitet“, muss aber zwei, drei angeschlagene Spieler ersetzen, die „nominell für die erste Elf in Frage kommen würden mit ihrer Erfahrung und Qualität. Die Ausfälle werden uns weh tun“, hadert Cakar. Aber: „Wir werden trotzdem eine schlagkräftige Elf auf das Feld schicken.“ Ich hoffe, dass wir das umsetzen, was wir uns vor dem Spiel vornehmen, aber ohne jeglichen Druck. Wir sind aber auch ehrgeizig genug und wollen das Maximum rausholen.“

 

Auch TuS-Coach Carsten Skarupke ist gespannt auf das erste Saisonspiel: „Keiner weiß, wo er steht, auch, wenn es das ein oder andere Testspiel oder Pokalspiel gegeben hat. Aber Meisterschaft ist nochmal was ganz anderes.“ Ganz anders als noch letzte Saison tritt auch der erste Gegner an. „In Bad Salzuflen gab es einen großen Umbruch, viele sind gegangen, viele sind gekommen. Sie sind schwer einzuschätzen. Aber wir wissen, dass es keine leichte Aufgabe wird, gerade auch, weil an der Waldstraße gespielt wird.“ Skarupke hat seine Mannschaft aber „gut vorbereitet darauf, dass es ein schwieriges Match wird. Wir wollen dem Spiel unseren Stempel aufdrücken“, lautet das Ziel. Fehlen werden am Sonntag Florian Schürmann und Diego Giesbrecht, die im Urlaub sind, sowie Gordon Krahl und Hatim Bahri die aus Verletzungsgründen ausfallen werden.

 

Malte Arend hat ab 15.00 Uhr die Spielleitung.

SG Bentorf/Hohenhausen vs. SG Sonneborn/Alverdissen

(hk). Sinnvoll genutzt hat die Spielgemeinschaft aus Bentorf/Hohenhausen die lange Corona-Pause. Viele qualitativ hochwertige Akteure haben den Weg ins Kalletal gefunden. Bei Ben/Hoh-Obmann Marco Evers ist die Vorfreude enorm, beginnt eine neue Zeitrechnung nunmehr für ihn: „Nimmt man letzte Woche das Pokalspiel als erstes Pflichtspiel nach der langen Corona-Pause mal raus, geht es Sonntag bei null los. Da zählen keine Testspielergebnisse mehr“, besitzen diese doch keine relevante Wertigkeit. Die Anspannung bei allen Beteiligten steigt ins Unermessliche, hofft Evers, dass diese Spielzeit keine weitere Unterbrechung mehr erfahren wird. Wie bewertet er den kommenden Widersacher? „Die SG Sonneborn-Alverdissen ist für mich ein unbeschriebenes Blatt und schwer einzuschätzen. Sicherlich ein unangenehmer Gegner zum Auftakt, die werden auch noch von der neugegründeten Fusion zehren und mit viel Enthusiasmus in die Saison gehen“, ist es eine schwierige Aufgabe, die auf die Kalletaler zukommen wird. Die Einstimmung auf die neue Serie verlief für Evers äußerst vielversprechend, haben die Kasper-Kicker in den Freundschaftsspielen sehr gut geliefert, auch im Kreispokal mit dem 5:1 im Derby beim FC Unteres Kalletal den Bizeps angespannt. Ebenso die Integration der vielen neuen Spieler zaubert ein Lächeln in sein Gesicht, wenn er auch einschränkt: „Sicherlich wird es noch Zeit dauern, bis die Automatismen greifen. Da bin ich aber zuversichtlich.“ Zwei, drei unheimlich wichtige Korsettstangen fallen verletzungsbedingt aus. Evers (Bild rechts) vertraut dem großen Kader: „Das wird Sonntag schon irgendwie gehen, hoffe ich“, will er bei Lippe-Kick nicht zu viel verraten.

 

Natürlich könnte der Abgang von Niklas Brand schmerzen. Der Kalletaler Wunderstürmer wechselte in diesem Sommer zum Bezirksligisten SC Vlotho. Die Lichtgestalt im Kalletaler Fußball der letzten Jahre wird eine Lücke reißen. SG Sonneborn/Alverdissen-Zocker Marcel Krügel ist schwer beeindruckt von den Transferaktivitäten der Nordlipper, erklärt dazu via Lippe-Kick: „BenHo hat sich sehr gut für die neue Serie aufgestellt, trotz Abgang von Brand sind sie durch die Neuzugänge vorne sehr gut aufgestellt.“ Für die neu ins Leben gerufene Spielgemeinschaft rechnet der ehemalige Extertal-Kicker mit einem „schweren Auswärtsspiel“, in dem eine Leistungssteigerung unbedingt erforderlich ist. Das 0:3 im Kreispokal gegen den Ligakonkurrenten FC Schwelentrup-Spork/Wendlinghausen hat nämlich richtig geschmerzt. Schmerzen werden auch die Ausfälle von Raphael Reineke (Knie), Fabio Husmann (Mittelfußprellung) und Tobias Greimeier (Bänderdehnung). Hinter dem Einsatz von Jannis Drawe steht noch ein Fragezeichen.

 

Alexander Schnüll ist um 15.00 Uhr der Spielleiter für die Partie in Bentorf.

 

TSV Oerlinghausen II vs. TuS Ahmsen

(ab). Auf diesen Zeitpunkt, „endlich wieder sonntags um Punkte zu spielen, haben wir alle lange gewartet“, spricht Jan Rüter das aus, was vermutlich ein Großteil aller Spieler und Trainer denkt und fühlt. Und natürlich kommt da mit dem TuS Ahmsen ein „harter Brocken“ auf den TuS zu, der für Rüter der „Top-Favorit auf die Meisterschaft“ ist. „Die Qualität in der Gruppe ist riesig. Wir werden uns aber bestimmt nicht verstecken und wollen nichts verschenken.“ Ähnlich wie am ersten Spieltag der letzten Saison, als Asemissen in Oerlinghausen zu Gast gewesen ist und der TSV „für viele überraschend 3:1 gewonnen“ hat. Ohnehin wird der Coach „gar nicht so viel auf Ahmsen gucken und reagieren was sie machen.“ Viel lieber soll seine Mannschaft ihr „eigenes Spiel durchziehen“ und sich „an den vorgegebenen Plan halten, den wir erarbeitet haben.“ Schließlich waren „die letzten zwei Trainingswochen sehr gut“ und man hat „gemerkt, dass jeder realisiert, dass es endlich wieder losgeht.“ Doch in der letzten Woche vor dem Saisonstart haben sich „kleinere Verletzungen aufgetan, wo man abwarten muss, ob es für Sonntag reicht oder nicht.“ Definitiv ausfallen werden Lennart Schröder, Henry Diekmann, Max Meinert und Vincent Oberdieck.

 

Großen Respekt vor dem Gegner hat auch Ahmsen-Obmann Lothar Köhnemann: „Oerlinghausen ist schon eine Hausnummer in der Klasse und nicht als zweite Mannschaft zu sehen. Da sind exzellente Jungs am Ball, die schon in jeder anderen Top-Mannschaft der Liga mitkicken könnten. Eine spielstarke, kunstrasengewohnte Mannschaft, die uns schon in den vergangenen Matches Punkte geklaut hat.“ In Ahmsen ist man also gewarnt, auch, wenn letzte Woche der TuS Brake mit 9:0 vom Platz gefiedelt wurde. „Wir sind uns ja einig, dass es letzte Woche eine ersatzgeschwächte Mannschaft aus Brake war, die wir im Pokal gespielt haben.“ Also Schrillen in Ahmsen gleich doppelt die Alarmglocken. Einerseits beim Blick auf den Gegner, andererseits wird Köhnemann aber auch „schon wieder ganz komisch“, wenn er „auf die Ausfallliste von Sonntag“ guckt. „Gut, dass wir die Geheim…, nein Allzweckwaffe Schlautkötter in unseren Reihen haben. Der wird auf der Bank als Spieler oder Torwart Platz nehmen. Je nachdem, wo er benötigt wird, zieht er dann Handschuhe oder das Trikot mit der 13 an.“ Sage und schreibe 13 Spieler stehen auf der Ausfallliste von Sonntag. Nicht dabei sind Marcel Foerster, Sebastian Ewert, Moritz Brünger, Max Kampf, die Youngster Fynn Richter und Gianluca Sieveking. „Alle irgendwo in NRW unterwegs“, lautet der Ausfallgrund. Verletzt sind Robin Venghaus, Luca Sieveke, Niklas Ritter, Gideon Benkel und Finn Petzold, Hermann Neufeld fällt mit einem Kreuzbandriss ohnehin noch eine ganze Weile aus. Hinzu kommt mit Manuel Kröhn ein kurzfristiger Abgang, der erst letztes Jahr zum TuS kam, sich aber jetzt mehr um seinen Jugendtrainerposten in Herringhausen kümmern möchte. Köhnemann (Bild links) fällt nicht viel zu den ganzen Ausfällen ein: „Unglaublich.“ Er geht die Sache pragmatisch an: „Was soll’s, wir haben immer noch eine starke Truppe aufzubieten. Ziemlich offensiv wird es aussehen, aber dann gibt es wenigstens einen offenen Schlagabtausch.“ Da kann sich auch Ex-Ahmsen-Kicker Niklas Böhmer, der jetzt beim TSV spielt, „warm anziehen.“ Oder lieber gleich „etwas kühler“, wie Köhnemann empfiehlt: „Warm wird ihm dann schon, wenn er die stürmische grün-weiße Power-Offensive auf sich zukommen sieht.“ Denn der TuS kann „nicht anders, wir werden wohl oder übel mit vielen offensiven Jungs auflaufen müssen.“ Angst und Bange wird dem Obmann aber nicht: „Im Training sind auf jeden Fall einige Einheiten recht laufintensiv und siehe da, auch die Offensivspieler sind nach hinten unterwegs. Also können die auch hinten, das wird schon klappen.“ Trotz Höhen und Tiefen, die der TuS Ahmsen in seinen Vorbereitungsspielen erlebt hat: „Wir hatten die Gegner so ausgesucht, um gefordert zu werden. Von Niederlagen und Unentschieden zu Siegen waren alle Ergebnisse dabei. Also mal schauen, was die Vorbereitung gebracht hat.“ Letztlich zählt eh nur eines: „Es geht los und wir freuen uns drauf. Trotz der vielen Ausfälle wie Bolle.“

 

Mehmet Köksal pfeift das Spiel um 15.00 Uhr an.

Fahrschule Duru

Autohaus Stegelmann

Stadtwerke Bad Salzuflen

Schiewe

Fahrschule Isaak

Gaststätte Wittelmeyer – Der Grieche

More in Kreisliga A Lemgo

%d Bloggern gefällt das: