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Kreisliga B1 Lemgo

Kreisliga B1 Lemgo – Vorbericht 1. Spieltag 2020/21

Die Kreisliga B1 Lemgo geht in ihre vorerst letzte Saison als 16 Teams starke Liga, es wird Minimum vier Absteiger geben. Der Kampf um Punkte beginnt am Sonntag.

 

Derby im Kalletal, Top-Spiel in Wüsten

Kreisliga B1 Lemgo (ab). Da bahnt sich einiges an in der Kreisliga B1 Lemgo. Der Kampf um den Aufstieg wird sicherlich ebenso spannend wie der Abstiegskampf, wo es mindestens vier Teams am Ende der Saison in die Kreisliga C verschlagen wird. In acht Spielen am Sonntag werden die ersten Sieger und Verlierer der Saison gesucht. Los geht es mit drei Partien um 12.30 Uhr: Aufsteiger FC SSW II empfängt TuS Brake II, der FC Donop-Voßheide II den TSV Kirchheide II und die SG Bentorf/Hohehausen II bekommt es mit der neuen SG Sonneborn/Alverdissen II zu tun. Um 15.00 Uhr folgen die übrigen fünf Begegnungen. Der SC Extertal hat den VfL Lüerdissen II zu Gast, der FC Unteres Kalletal empfängt die SG Kalldorf zum Derby, der FC Donop-Voßheide hat mit dem RSV Barntrup II einen dicken Brocken vor der Brust, beim SV Wüsten steigt das vermeintliche Top-Spiel des ersten Spieltags gegen den TSV Kirchheide und die SG Lüdenhausen/Talle/Westorf trifft auf den SC Extertal II.

 

Von André Bell & Henning Klefisch

 

FC SSW II vs. TuS Brake II

(ab). Klar, auch der FC SSW II freut sich „natürlich auf das erste Saisonspiel nach langer Pause und das endlich wieder in der B-Liga.“ Für das Spiel gegen Brake II rechnet sich Coach Simon Dümpe „schon Chancen aus. Ich denke, die beiden Mannschaften sind relativ ausgeglichen. Meiner Meinung nach sind wir auch Konkurrenten, wenn es gerade um die Plätze vor den Abstiegsrängen geht.“ Und da am Ende der Saison vier Teams absteigen werden, „wird es sehr wichtig, gerade in den ersten Spielen gegen Brake und Kalldorf die Punkte einzufahren.“ Die Vorbereitung auf die sicher anstrengende Saison lief „eigentlich recht gut“, findet Dümpe. „Wir waren viel auf dem Platz und haben auch einige Laufeinheiten gemacht, um die nötige Kondition zu erreichen.“ Zwar lief das erste Spiel in der Vorbereitung nur „semi-gut, da auch bei vielen Leuten die Kraft gefehlt hat, aber beim zweiten Spiel gegen Yunus war gerade die zweite Halbzeit sehr vielversprechend, weil alle gekämpft haben und wir uns viele Chancen rausgespielt haben, auch, wenn das Ergebnis nicht ganz gestimmt hat, aber am Ende war ich doch sehr zufrieden.“ Zufrieden ist Simon Dümpe auch bei einem Blick auf den Kader für Sonntag: „Wir können eigentlich aus dem Vollen schöpfen.“ Einzig Dümpe selbst muss in der ersten Mannschaft im Tor ran, da deren eigentlicher Keeper im Urlaub weilt.

 

Der TuS Brake II geht mit einer klaren Mission in das erste Saisonspiel. „Natürlich ist unser klares Ziel ein Auftaktsieg“, meint TuS-Kicker Timo Lesmann. „In den letzten Jahren hatten wir aber im Auftaktspiel noch oft Probleme.“ Letzte Saison verlor man zum Auftakt 2:3 bei der SG Bentorf/Hohenhausen II, im Jahr davor spielte man 4:4 beim FC Donop/Voßheide II, zum Saisonstart 17/18 unterlag man zu Hause dem VfB Matorf mit 1:3, noch ein Jahr früher setzte es ein 4:6 beim RSV Barntrup II und im ersten Jahr nach dem Aufstieg gab es 2014/2015 ein 0:1 gegen den TuS Sonneborn II. Seit dem Aufstieg 2014 gab es in der B-Liga also noch nie einen Sieg für Brake II am ersten Spieltag. „Das wollen wir dieses Jahr besser machen und von Beginn an gut in die Saison finden“, hofft Timo Lesmann. Immerhin: „Personell sind wir gut aufgestellt und wir haben alle Lust, endlich wieder Ligaspiele zu absolvieren.“

 

Anstoß am Sporker Holz ist um 12.30 Uhr, geleitet wird das Spiel von Jannik Simon.

FC Donop/Voßheide II vs. TSV Kirchheide II

(hk). Bitte ehrlich sein. Eine Pinnochio-Nase würde einem wachsen, wenn man behauptet, der FC Donop/Voßheide II hätte umfangreich geprobt. Gerade einmal zwei Spiele fanden für Testzwecke statt. Ohne Sieg schlossen die Königsblauen diese ab. Das erste geplante Freundschafts-Match ist wegen eines Corona-Verdachtsfalles beim Gegner TuS Eichholz/Remmighausen II ausgefallen. Das quirlige Ersatzteam TuS Kachtenhausen spielte die Königsblauen teilweise schwindelig, setzte sich klar mit 6:0 durch. Im Nachbarschafts-Duell gegen den TuS Brake II fehlten beim Kontrahenten die Spieler, weshalb kurzfristig zu einem Tanz mit dem SV HW Falkenhagen gebeten wurde, der mit einem 1:1 endete. Don/Voß II-Spielertrainer Nikolas Marek ruft sich ins Gedächtnis: „Anfänglich haben wir sie spielen lassen, sind dann aber immer besser in die Partie gekommen und haben in der zweiten Halbzeit das 1:0 erzielen können. Hinten haben wir nicht viel zugelassen. Umso ärgerlicher war es, dass ich in der 93. Minute einen Elfmeter verursacht habe. Daher der 1:1-Endstand.“ Im Vergleich zur Kachtenhausen-Klatsche las sich das Spielermaterial deutlich prominenter, waren aller guten Dinge nicht drei. Das Test-Spiel gegen den FC Union Entrup wurde abgesagt, da bei den Hausherren Verletzte und Urlauber den Kader zu massiv dezimierten. Das eine oder andere Match zwischen den beiden Zweitvertretungen war von hohem Unterhaltungswert, gab es einst auf der Passadekampfbahn in Voßheide ein 3:3 gegen den TSV Kirchheide II oder vor zwei Spielzeiten ein Ereignis, was Coach Nikolas Marek nicht vergessen hat: „Da war es knallig heiß, gefühlt über 30 Grad, und keiner hatte mehr Puste, obwohl auf beiden Seiten mehr drin war und wir am Ende in Überzahl gespielt haben. Ich bin sicher: Dennoch war jeder glücklich, als dann der Abpfiff ertönte“, ist für Marek’ s Gedankenwelt der Angreifer unauslöschlich, der Potenzial für die Erstvertretung mitbrachte, die FC-Defensive gehörig durcheinanderwirbelte. Nikolas Marek offenbart mit gnadenloser Ehrlichkeit: „Unsere Vorbereitung war sehr durchwachsen, weil unser Kader stark von ‘Bonus-Spielern’ geprägt ist, die nicht immer trainieren können, aber immer mal wieder zu Spielen erscheinen.“

 

Exorbitant passioniert ist der TSV Kirchheide II in der Vorbereitung gewesen. Gleich fünfmal haben die Jungs aus dem 1500 Einwohner-Dorf getestet. Bitter: Ebenso häufig schlichen sie als Verlierer vom Spielfeld. Den Anfang machte ein 0:8 gegen den TBV Lemgo III, gab es danach ein 0:2 gegen den TuRa Heiden II, ein 2:3 gegen die TSG Holzhausen/Sylbach II, ein 0:1 in Helpup und am Sonntag ein 1:4 bei Yunus Lemgo. Mit dem FC Donop/Voßheide II wähnen sich die Meise-Männer durchaus auf Augenhöhe. Auch deshalb klassifiziert Coach Julian Meise (Bild links) diese Begegnung passend als „sehr wichtig für uns.“ Er führt erklärend aus: „Man muss kein Experte sein, um zu prognostizieren, dass wahrscheinlich beide Teams den Klassenerhalt als klares Saisonziel ausgeben.“ Trotz der Niederlagen-Serie gehen die Kirchheider „optimistisch in die Partie“, erklärt Meise, der auf bis zu drei Akteure verzichten muss. Davon wird der eloquente Coach jedoch nicht eingeschüchtert, erwartet er vielmehr eine „schlagkräftige Truppe“, die den Weg nach Donop antreten wird. Die Zuschauer sollten die Investition in ihr Eintrittsgeld nicht bereuen, merkt doch Meise im Lippe-Kick-Gespräch an: „Es waren in jüngster Vergangenheit ja immer recht unterhaltsame Begegnungen.“ Jauchzend und in prächtiger Stimmung befindend, spekuliert er munter darauf los: „Ein Dreier zum Start wäre nicht verkehrt, aber auch eine Tabellenführung von Spieltag eins bis zum Schluss sollte man nie ausschließen“, ist doch der 1. FC Kaiserslautern als Aufsteiger in der Spielzeit 1997/98 auch Deutscher Meister geworden. Jaja, lang ist es her. Es gab damals sogar andere Deutsche Meister als den FC Bayern München. Da dürfte in der Kreisliga B1 Lemgo durchaus mehr Spannung vorherrschen.

 

Melike Azra Bulut leitet um 15.00 Uhr auf dem Rasenplatz im Eichenstadion diese Begegnung.

 

SG Bentorf/Hohenhausen II vs. SG Sonneborn/Alverdissen II

(ab). Den ersten Gegner der Saison findet der Ben/Hoh-II-Coach Julian Gerber „sehr schwer einzuschätzen“, weiß aber aus Erfahrung, dass „sowohl die Spiele gegen Sonneborn, als auch die gegen Alverdissen immer schwere Brocken“ für die SG Ben/Hoh II gewesen sind. „Davon gehe ich auch bei diesem Duell aus.“ Doch zunächst einmal schauen Gerber und seine Mannschaft nicht auf die anderen Mannschaften, sondern auf sich selbst. Und da kommt Gerber zu folgender Erkenntnis: „In den letzten Wochen klappt es immer besser, unsere Mannschaft zu formen. Personell sind wir gut aufgestellt, die Jungs ziehen super mit und freuen sich auf die Saison.“ Dennoch steht die SG „noch ganz am Anfang“ ihrer Entwicklung. „Aus zwei Mannschaften eine Einheit zu formen nimmt natürlich Zeit in Anspruch. Alles weitere werden die nächsten Wochen zeigen.“

 

Darüber können auch die Akteure der SG Sonneborn/Alverdissen II ein Lied singen. Für die gegründete Spielgemeinschaft wartet am ersten Spieltag „gleich ein richtiger Gradmesser“, wie Rene Brinkmann meint, der sehr aufmerksam gewesen ist: „Wie man so auf eurer Plattform verfolgen konnte, waren die während der Corona-Pause ja nicht gerade untätig auf dem Transfermarkt. Man wird sehen müssen wie eingespielt sie schon sind. Wir haben auf jeden Fall Respekt, aber keine Angst. Wir verfolgen ein klares Ziel, an dem wir auch so lange wie möglich festhalten wollen und werden versuchen, dem Spiel unseren Stempel aufzudrücken. Es ist immer leichter zu agieren als zu reagieren.“ Der Mannschaft merkt man an, „dass sie heiß ist wie Frittenfett. Jeder drängt in die Startelf und will sich beim Training dafür anbieten. Gut, dass ich den Job an Markus Hein abgetreten habe, der jetzt die Qual der Wahl hat und sogar dem ein oder anderen absagen muss.“ Die Testspiele standen natürlich im Fokus, „die neue SG zu schmieden, aber der Prozess ist noch nicht abgeschlossen. Das auch einmal verloren werden würde war jetzt nicht überraschend, zählten mehr die Informationen, die man gewinnen und die Schlüsse, die man aus den Spielen nachher ziehen konnten.“ Grundsätzlich haben Brinkmann (Bild links) und seine Mitstreiter einen „durchweg positiven“ Eindruck gewinnen können: „Jeder hängt sich rein und brennt darauf, Geschichte zu schreiben. Es hat mit der Integration superschnell geklappt, was auch zu erwarten war, aber es gibt natürlich immer noch die ein oder andere kleine Stellschraube, an der gedreht werden kann.“ Personell hat sich „auch durch Corona natürlich nichts verändert, was die möglichen Gründe für Abwesenheiten am Sonntag sein können“, so Brinkmann weiter. „So sind Marius Brand und Moritz Pollmann im Urlaub und die Gebrüder Lücke kommen ihrer Anwesenheitspflicht auf familiärer Veranstaltung nach. Klocke und Greimeier kurieren ihre Knochen aus, der Rest ist an Bord und scharrt mit den Hufen.“ Brinkmann findet es schön, „mit beiden Mannschaften nach Ben/Hoh“ zu reisen, denn „so ist der Support von außen zumindest gegeben und man sieht seine Kumpels, mit denen man im vorherigen Verein gekickt hat, deren Wege sich aber zumindest was die Ligaangehörigkeit angeht, vorerst getrennt haben.“ Vom Gegner erwartet Rene Brinkmann „ein körperbetontes und schnelles Spiel“, von seiner Truppe hingegen, dass sie „hellwach“ ist und „möglichst früh deren Spielaufbau unterbindet.“ Abschließend ist man „gespannt auf unser erstes Pflichtspiel unter der neuen Flagge der SG und wir würden uns freuen, wenn dieses geschichtsträchtige Spiel mit einem positiven Verlauf für uns in die Chroniken eingehen würde.“

 

Teil dieser Geschichte ist auch Schiedsrichter Jonas Friesen, der das Spiel um 12.30 Uhr anpfeift.

 

 

SC Extertal vs. VfL Lüerdissen II

(ab). Mit einer Niederlage im Kreispokal im Rücken startet der SC Extertal in die neue Spielzeit. Gegen die TSG Holzhausen/Sylbach verlor man nach fast vollendeter Aufholjagd im zweiten Durchgang knapp mit 2:3. „Nach dem letzten Pokalspiel müssen wir das schnell wieder abhaken, was wir schlecht gemacht haben und an die kämpferische Leistung der zweiten Halbzeit anknüpfen“, fordert Coach Christian Ziereis. „Und jetzt Sonntag ist es natürlich ein ganz anderes Spiel. Die Liga geht endlich wieder los und auch da wollen wir natürlich mit drei Punkten starten“, so die Zielsetzung. Zum Gegner kann Ziereis „gerade nach so einer langen Pause“ nur schwer was sagen. „Ich denke, dass es ein sehr schweres Spiel wird. In der Vergangenheit ist es mal deutlicher geworden, aber auch mal sehr eng. Daher müssen wir auch wieder jetzt an uns denken und unser Spiel machen und wenn wir das alles umsetzen was wir wollen, dann werden wir auch am Sonntag die ersten drei Punkte in der Liga holen.“ Für dieses Vorhaben muss der Coach allerdings auf Robin Dreier (Urlaub) und Ingo Brand (Zerrung) verzichten.

 

VfL-Coach Dragan Sumanovic kann die Rolle seiner Mannschaft in der Liga ganz gut einschätzen: „Ich denke, dass wir in der Liga der krasse Außenseiter sind, wenn ich mir so die Teams anschaue, die in unserer Liga spielen. Dann kommt noch hinzu, dass vier Mannschaften absteigen. Da braucht man kein Rechen-Genie sein.“ Das bedeutet für den VfL Lüerdissen II: „Das ist für uns eine riesige Herausforderung, der wir uns stellen werden, um das unmögliche doch zu schaffen.“ So wird man auch „die Herausforderung gegen Extertal annehmen.“ Natürlich sei auch der SCE „der haushohe Favorit, aber wir werden nicht die Flinte gleich ins Korn werfen.“ Sumanovic will versuchen, mit seiner Mannschaft „das Spiel lange offen zu gestalten und keine Freiräume hergeben.“ Anderseits müsste der VfL aber auch „einen Sahnetag erwischen und der Fußballgott müsste uns zur Seite stehen.“ Erschwerend kommt hinzu, dass der Coach gleich zum Saisonauftakt einige verletzte Stammspieler zu beklagen hat, was die Aufgabe, „in Extertal zu bestehen, nicht einfacher macht.“ Auch die Vorbereitung und die Testspiele waren nach der langen Pause eher „durchwachsen. Wir mussten uns noch als Team finden und jeder hatte einen anderen konditionellen Stand.“ Doch jetzt fiebert man dem Saisonauftakt entgegen: „Ich wünsche uns allen, dass wir gut durch die Serie kommen und uns das Corona-Virus nicht einen Strich durch die Serie macht.“

 

Rainer Lengert leitet ab 15.00 Uhr das Spielgeschehen.

 

FC Unteres Kalletal vs. SG Kalldorf

(ab). „Endlich geht es los“, freut sich auch UK-Coach Sven Mingram auf den Saisonstart: „Man hat auf den einen Punkt hingearbeitet und wir freuen uns alle darauf, dass es losgeht. Wir starten gleich mit einem Derby gegen Kalldorf, da wird gleich richtig Pfeffer drin sein.“ Allerdings ist der Gegner „schwer einzuschätzen. Von den Leuten vom letzten Jahr kennt man bis auf unsere ehemaligen Weggefährten keinen mehr. Es ist sehr schwer, sich ein Bild davon zu machen. Vielleicht werden sie sich mit Mann und Maus hinten reinstellen, es könnte ein Geduldsspiel werden und ich rechne mit einem Kampfspiel und einem Gegner, der uns, falls wir nicht die nötige Einstellung mitbringen, alles abverlangen. Es wird ein absolutes Kopfspiel.“ Zudem muss Mingram auf etliche Spieler verzichten. Kielsmeier, Heinz, Korf, Barletta, die Gerke-Brüder, Gallo und die Neufeld-Brüder werden weiterhin ausfallen oder sich durchquälen müssen: „Die Personal-Lage war in den letzten vier Jahren, seitdem ich Trainer bin, noch nie so angespannt. Wir werden zaubern müssen.“ Die Devise: „Wir werden alles geben, um die drei Punkte in Langenholzhausen zu behalten. Wir wollen nicht wie im letzten Jahr so schlecht starten.“ Sondern dreifach Punkten beim „heißen Tanz auf der Rasierklinge.“

 

Das würde auch Frank Schwier gerne. „Schönes Derby“ freut sich auch der Kalldorf-Coach auf den Auftakt. „Die 90 Minuten auf dem Platz passen eigentlich gar nicht so zum Drumherum. Wir verstehen uns im Kalletal eigentlich alle sehr gut, wir spielen ja auch nicht umsonst in Heidelbeck, das ist ja auch nicht selbstverständlich.“ Doch während der 90 Minuten zählt das nicht viel. In Sachen Taktik verhält sich der Coach allerdings recht defensiv: „Wir werden so auftreten, dass wir nicht unter die Räder kommen. Wir wollen lange die Null halten, aber auch mutig nach vorne spielen. Realistisch betrachtet ist UK für uns aber eine Nummer zu groß.“ Schwier hat da „andere Mannschaften im Fokus, die wir schlagen können“ und denkt da hauptsächlich an die „zweiten Mannschaften der anderen Vereine.“ Kalldorf geht als Außenseiter ins Spiel, auch, weil der ein oder andere als Stammspieler eingeplante Kicker fehlen wird. Marius Berkner und Nils Baczewski sind im Urlaub, Rafael Hesse hat sich im Pokal-Spiel auf der West-Alm einen doppelten Bänderriss zugezogen und wird mindestens sechs Wochen ausfallen. Schwier hat aber den Überraschungseffekt möglicherweise auf seiner Seite: „In Sachen Aufstellung wird es dir ein oder andere Überraschung geben.“ Ins Detail geht er an der Stelle selbstredend nicht. Den FC Unteres Kalletal schätzt Schwier (Bild links) als einen Gegner ein, der „seit Jahren eine eingespielte Mannschaft hat und immer gute Spieler dazubekommt.“ Für seine Truppe gilt es daher, „die Zweikämpfe anzunehmen und zu führen.“ Um gut vorbereitet ins Spiel zu gehen gab es diese Woche eine zusätzliche Trainingseinheit.

 

Somit steht einem spannenden Derby nichts mehr im Weg. Manfred Heinrich hat ab 15.00 Uhr die Spielleitung.

 

FC Donop/Voßheide vs. RSV Barntrup II

(hk). Schicksalhafter Spielplan, Corona, du bist doch verrückt. Das letzte Liga-Spiel vor der Covid19-Zwangspause bestritt der FC Donop/Voßheide gegen den RSV Barntrup II. Das erste Meisterschaftsmatch nach der langen Pause geht gegen? Korrekt, die Reserve der Roten Teufel. FC-Coach Sebastian Milde knirscht mit den Zähnen, wenn er im Lippe-Kick-Gespräch bezeugt: „Barntrup II ist ein Angstgegner der Liga! Gegen die ist es immer schwer“, könnte die Schäfer-Herde doch auch von internen Verstärkungen aus der starken Bezirksliga-Mannschaft profitieren. Die FC-Armada war zuletzt sehr beschäftigt im Lemgoer Pokalwettbewerb, flog in Runde zwei nach einem 0:2 gegen den TuS Leopoldshöhe aus dem Wettbewerb. Zuvor setzte man sich in einem Elfmeterkrimi mit 7:6 gegen Yunus Lemgo durch. In den Erkenntnis-Begegnungen wurden die TSG Holzhausen/Sylbach (3:1) und vor allem der TuS RW Grastrup/Retzen (7:1) geputzt, während man beim TuS Brake (0:3) verlor und sich gegen den SV Werl-Aspe II die Punkte teilte. Milde blickt kurz zurück, wenn er meint: „Unsere Vorbereitung war super. Klar gab es auch mal Tiefs, aber die positiven Dinge übertreffen die schlechten.“ Was deutlich wichtiger für ihn ist: „Wir haben uns gezielt vorbereitet und beherrschen jetzt zwei Spielsysteme, um noch flexibler zu sein, wenn man so sieht, sind es sogar drei Spielsysteme“, kann Milde mit seinem Team auf spontan eintretende Situationen im Match reagieren, stets und ständig switchen. Wie das statistische Endprodukt in den Vorbereitungsmatches aussieht, ist für den lippischen Nagelsmann nur von sekundärer Natur, predigt er doch vehement: „Bei den Testspielen ist mir das Ergebnis relativ egal. Da geht es erst einmal um die Umsetzung der Taktik und das Verständnis des Geforderten von mir.“ Die Kaderqualität hat sich wahrnehmbar verbessert, erklärt Sebastian Milde immerhin im Lippe-Kick-Gespräch: „Wir haben jetzt in diesem Jahr vier neue Spieler bekommen in die 1. Mannschaft, um auch in der Breite stärker zu sein. Wir sind auf jeder Position doppelt besetzt und das bedeutet: Es wird jede Woche neu der Startplatz vergeben und es ist dieses Jahr auch schwerer in den Kader überhaupt zu kommen. Der Konkurrenzkampf ist dadurch größer“, weshalb das Trainingsniveau, somit auch die Matchqualität spürbar angehoben wird. Ein gut gehütetes Geheimnis ist es für Milde, mit welcher Methodik der Erfolg herbeigeführt werden soll. Mit einem Heimsieg soll eine Euphoriewelle in der fußballaffinen Region entfacht werden, soll südländische Begeisterung im lippischen San Siro vorherrschen. Den völligen Fokus nur auf den Fußball zu lenken, darauf wird es ankommen. Milde hebt die Stimme, um gebetsmühlenartig zu wiederholen: „Aber Barntrup wird hart und es wird auf jeden Fall ein knappes Ergebnis.“

 

Gute Erinnerungen hat RSV Barntrup II-Coach Martin Schäfer noch an den letzten Vergleich mit dem FC Don/Voß, der zugleich das finale Liga-Spiel für die Roten Teufel vor der langen Corona-Pandemie war. Am besagten 8. März gelang den Barntrupern nach einer überzeugenden Performance ein Heimerfolg. Für Schäfer ist dies „Schnee von gestern“, erklärt er dennoch ausdrücklich gegenüber Lippe-Kick: „Mit der Wiederholung von solch einer Leistung wäre ich natürlich mega zufrieden.“ Als „durchwachsen“ beschreibt der erfahrene Coach die jüngst absolvierte Vorbereitung. Mit den ersten drei Wochen zeigt er sich „sehr zufrieden“, waren so einige Kicker bei den Übungseinheiten, in denen die Segmente Kondition, Konzentration und die Vermittlung einer Spielidee eine hohe Bedeutung einnahmen. In den vergangenen zwei Wochen nahm das Niveau spürbar ab, was auch daran lag, dass die Verletzungsnot sich verstärkte. Dazu gesellten sich noch einige Urlaubsfreunde, die ebenfalls nicht zur Verfügung standen. Als „so lala“ bezeichnet er die Test-Partien, wurden seine Kicker ganz bewusst auf fachfremden Positionen eingesetzt, um so einen Erkenntnisgewinn zu erlangen. „Die Ergebnisse waren nicht so prickelnd“, möchte er auf die Test-Spiele nicht näher eingehen. Was richtig bitter ist: Gleich vier Leistungsträger fallen aus mit Björn Sievert, Roman Krieger, Christian Wiebe und Aziz Doosti (Bild links). „Das sind herbe Verluste“, nörgelt Schäfer, der dennoch mit der nötigen Portion Optimismus dieses Spiel im Donoper San Siro angeht. „Ich schätze Donop/Voßheide als sehr stark ein. Langsam, aber sicher ist die Handschrift vom neuen Trainer Sebastian Milde zu erkennen. Da wird uns ein heißer Tanz bevorstehen.“ Das letzte Gastspiel im königsblauen Hexenkessel hat Schäfer ganz bestimmt nicht vergessen, erlitten sie kurz vor dem Schlusspfiff eine herbe 2:3-Niederlage. „Ein unglückliches, dennoch schönes Tor, ein Sonntagsschuss in den Knick“, ruft sich Martin Schäfer in Erinnerung, weiß, dass auch ein einfacher oder dreifacher Punktgewinn für seine Mannschaft im Bereich des Möglichen war. Nun formuliert er einen klaren Wunsch an sein Team: „Meine Mannschaft muss vom ersten Moment die Angriffspower von Donop/Voßheide überstehen. Wir müssen uns finden, dagegenhalten, unsere spielerischen Elemente zeigen. Dann“, so zeigt er sich selbstbewusst, „sind wir nicht chancenlos.“ Bereits mit der einfachen Punkteausbeute zeigt sich der kommunikationsstarke Menschenfänger „mehr als zufrieden.“

 

Rudi Brunke ist um 15.00 Uhr im Eichenstadion zu Donop der Referee für diese Partie.

 

SV Wüsten vs. TSV Kirchheide

(ab). „Das ist natürlich ein dickes Kaliber gleich zu Beginn.“ Das sagt SVW-Coach Henri Ellerbrok vor dem Duell gegen den TSV Kirchheide. Klar: „Wir wollen in der neuen Gruppe schnell Fuß fassen und zu Hause natürlich zum Auftakt einen Sieg einfahren.“ Da man zu Beginn der Vorbereitung „nicht wusste, dass wir in der Gruppe 1 landen werden, haben wir bereits ein Testspiel gegen Kirchheide absolviert. Dort präsentierten sich beide Teams nahezu ebenbürtig, auch, wenn Kirchheide 3:2 gewonnen hat.“ Das soll sich ändern: „Diesmal wollen wir unseren Heimvorteil nutzen und alles in die Waagschale werfen um zu gewinnen. Nichtsdestotrotz erwarte ich erneut ein enges Match.“ Dafür werden Peikert und Hassan ausfallen, „ansonsten können wir wahrscheinlich aus dem Vollen schöpfen.“

 

Das neue Trainerteam des TSV Kirchheide um Norman Dinkelbach und Steve Menzel freut sich „sehr auf den Saisonstart. Wir haben eine super Vorbereitung von acht Wochen hinter uns gebracht mit großer Beteiligung. Da wir als Trainer neu in Kirchheide sind, konnten wir vieles durch Testspiele und Training einstudieren und testen und natürlich unsere Mannschaft und den Verein kennenlernen. Aber wir haben uns gut eingelebt und wir blicken nach vorne.“ Dinkelbach wirft einen Blick voraus: „Die Saison wird hart und mit veränderter Situation starten. Durch Covid-19 ist schon eine Situation da, die wir nicht unterschätzen dürfen. Das Wichtigste ist, das wir alle gesund bleiben.“ Mit Blick auf das erste Saisonspiel vermutet der Coach, dass der SVW als Gegner „nicht einfach“ sein wird. „Wir hatten zur Vorbereitung schon das Vergnügen gehabt, gegeneinander zu spielen.“ Hätte Dinkelbach gewusst, „dass wir in einer Liga spielen, wäre dieses Testspiel nicht zustande gekommen. Aber wir wussten nicht, dass unser Gegner einen Antrag gestellt hat, um in unsere Gruppe zu kommen.“ Trotz des Erfolgs im Aufeinandertreffen vor wenigen Wochen wird der TSV Kirchheide den SVW „nicht unterschätzen“, denn: „Wir konnten die Stärken und Schwächen unseres Gegners sehen und wissen, was auf uns zukommt.“ Dinkelbachs Fazit beschert Lippe-Kick fünf Euro ins Phrasenschwein: „Wer nach 90 Minuten mehr Tore geschossen hat, ist halt der Sieger. Schauen wir mal, wer das wird. Ich versuche, meine Mannschaft so gut es geht darauf vorzubereiten. Ich kann nur sagen, dass meine Mannschaft mehr als heiß ist.“

 

Los geht es um 15.00 Uhr. Dirk Vögeli leitet die Begegnung.

 

SG Lüdenhausen/Talle/Westorf vs. SC Extertal II

(ab). Mit Vorsicht geht die SG Lüdenhausen/Talle/Westorf das erste Saisonspiel an. Letzte Spielzeit wäre die SG wohl klarer Favorit gegen den SCE II gewesen. Aber jetzt „am ersten Spieltag auf einen Gegner zu treffen, welcher sich strukturell neu aufgestellt hat, ist sicherlich nicht das einfachste Los“, vermutet SG-Co-Trainer Maik Grenner. „Ich erwarte, dass uns ein couragiert auftretender Gegner gegenüberstehen wird, den es nicht zu unterschätzen gilt.“ Dennoch will man sich gar nicht so sehr am Gegner orientieren: „Wir wollen unser Spiel durchsetzen und uns auf unsere Stärken konzentrieren.“ Das 4:0 aus der vergangenen Woche im Kreispokal beim VfB Matorf hat man „gut aufarbeiten“ und so „weiter Feintuning betreiben“ können. Auch „die hervorragende Trainingsbeteiligung in dieser Woche ließ einiges an Möglichkeiten zu“, freut sich Grenner. Zur personellen Lage für Sonntag lässt sich sagen, „wie immer gut.“

 

Andererseits könnte es auch den SC Extertal II am ersten Spieltag „einfacher treffen“, wie der neue Coach Lars Pielsticker findet. „Aber egal, da müssen wir durch. Ganz klar sind sie der Favorit.“ Pielsticker ist gespannt, „wie sich die SG mit den neuen Trainern anstellt“ und hofft mit einem Augenzwinkern, dass seine beiden „Freunde Christian und Maik nicht zu enttäuscht nach dem Spiel sind.“ Pielsticker geht frohen Mutes die neue Spielzeit ein. Zwar hat er „leider ein paar Ausfälle zu beklagen, aber das soll nichts heißen. Wir sind in der Breite gut aufgestellt. Die Jungs haben eine gute Vorbereitung absolviert und sind jetzt heiß auf den Saisonstart.“

 

Marius Teuber hat ab 15.00 Uhr die Spielleitung.

Gaststätte Wittelmeyer – Der Grieche

Marktkauf Wiele

Wirtshaus Zum Raben

Pizzeria Rustica

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