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Kreisliga B1 Lemgo

Kreisliga B1 Lemgo – Vorberichte 2. Spieltag am 08.09.20

Die Kreisliga B1 Lemgo geht in eine englische Woche, vier Partien finden heuet Abend statt, die anderen vier am Donnerstag. Zu den heutigen Spielen sind hier die Vorberichte.

 

Erstes Heimspiel für neue SG – Wüsten in Lüerdissen gefordert

Kreisliga B1 Lemgo (ab). Die erste Hälfte des zweiten Spieltags geht heute Abend mit vier Partien über die Bühne. Die SG Sonneborn/Alverdissen II feiert ihre Heimspiel-Premiere in Sonneborn gegen den FC Donop-Voßheide II. Die erste Mannschaft des FC Don-Voß ist beim TSV Kirchheide II gefordert, während die SG Lüdenhausen/Talle/Westorf ihre Visitenkarte beim TuS Brake II abgibt. Für den SV Wüsten steht das Gastspiel beim VfL Lüerdissen II an.

 

Von André Bell & Henning Klefisch

SG Sonneborn/Alverdissen II vs. FC Donop-Voßheide II

(hk). Ein erfolgreicher Anfang ist gemacht. Die erst vor wenigen Monaten neu ins Leben gerufene Spielgemeinschaft aus Sonneborn/Alverdissen II holte sich beim 2:0-Erfolg bei der Reserve der SG Bentorf/Hohenhausen die volle Ausbeute. Zwei Tage später folgt das nächste Liga-Match. Es geht gegen den FC Donop/Voßheide II. So mancher Fußball-Profi würde wohl lauthals stöhnen, wenn er am Sonntag und dann wieder am Dienstag ein Pflichtspiel bestreiten müsste. Dabei sind doch im Vergleich zu den lokalen Kreisliga-B-Helden die Voraussetzungen – was körperliche Konstitution und Kadergröße angeht – völlig andere. Zugleich ist verbrieft, dass Profi-Kicker nicht bis 17.00 Uhr einer Arbeit nachgehen müssen, die sie ernährt. Nun ja, den Weg in das Jammertal anzutreten, hilft ja auch nichts. SG II-Kicker René Brinkmann erkennt nun die positiven Auswirkungen der vergangenen Wochen, sagt er zu dieser Thematik im Lippe-Kick-Gespräch: „Jetzt geht’s Schlag auf Schlag. Es gibt kaum eine Pause, sich auszuruhen. Da wird man schauen, was die Vorbereitung gebracht hat und wer am Ende noch die meisten Körner hat.“ Er schielt auch mit einem Auge auf die Neuankömmlinge der Donop/Voßheide-Erstvertretung, wodurch der heutige Gegner als „kleine Wundertüte“ apostrophiert wird. In welche Richtung und mit welcher Violenz die Rotationsmaschine angeworfen wird, das wird wohl bis kurz vor dem Anpfiff warten müssen, wenn die Gäste die rund 17 Kilometer weite Strecke hinter sich gebracht haben. Den Gegner aufgrund der mäßigen Vorsaison nicht mit voller Kraft und Konzentration zu begegnen, das möchten die Nordost-Lipper auf keinen Fall. Brinkmann wünscht sich vor allem ein Plagiat vom Auftaktspiel: „Wir werden uns genauso wie gegen Ben/Hoh II auf uns konzentrieren und versuchen, dem Spiel erneut unseren Stempel aufzudrücken.“ Sehr gut möglich allerdings, dass die Spiel-DNA im Vergleich zum Sonntags-Spiel sich völlig unterscheidet. „Aber auch darauf sind wir vorbereitet“, so Brinkmann. Er warnt zugleich: „Don/Voß II wird es uns bestimmt alles andere als leicht machen.“ Er verwendet fast schon staatsmännische Worte, um den Maximalstart anzustreben: „Wie werden versuchen, das nächste Kapitel unserer jungen Vereinschronik aufzuschlagen und dieses möglichst mit dem ersten Heimsieg abzuschließen. Darauf pocht jeder Spieler und will seinen Beitrag dazu leisten. Wir dürfen den Gegner nicht auf die leichte Schulter nehmen, sondern müssen genauso konzentriert und akribisch arbeiten wie am Sonntag.“ So erwartet der Fänger einen Rivalen, der möglichst lange die Null halten möchte. Hier wird es darauf ankommen, die Nerven zu bewahren, nicht diffus zu wirken, sondern auf die Chancen zu lauern, diese dann zu nutzen. Im Personalkarussell bewegt sich einiges. Die zuletzt urlaubenden Lücke-Brothers, Brand und Pollmann kommen zurück. Klocke ist nunmehr verletzungsfrei. Greimeier hingegen muss lädiert aussetzen, auch Czepan kann wohl nicht. Düwel muss zur Spätschicht und Schäfer hat familiäre Angelegenheiten zu erledigen. Dennoch darf Trainer Markus Hein (Bild links) aus einem reichhaltigen Angebot auswählen. René Brinkmann (Bild rechts) formuliert unzweideutig: „Die Marschroute ist klar. Es gilt, die drei Punkte an der B1 zu behalten!“

 

Das Lüpke-Tor zum ultraspäten 3:3-Punktgewinn gegen den TSV Kirchheide II hat richtig gutgetan für Körper und Seele. Die Brust ist weiter gewachsen bei den Königsblauen. Bennet Pape, Galionsfigur vom FC Donop/Voßheide II, reist mit einer hohen Meinung im Gepäck Richtung niedersächsische Landesgrenze: „Ich schätze die SG Sonneborn/Alverdissen II als relativ stark ein. Der Schritt in die Spielgemeinschaft scheint sinnvoll gewesen zu sein, weil man alle Kräfte bündeln konnte.“ Trotz seiner Kenntnis über die Fähigkeiten des heutigen Rivalen ist er gewiss etwas konsterniert gewesen, dass Ben/Hoh II bezwungen wurde. „Dass sie Bentorf/Hohenhausen II geschlagen haben, hätte ich trotzdem nicht unbedingt erwartet, bestätigt aber, dass wir einen echten Hammergegner vor der Brust haben“, schiebt er die Favoritenrolle galant der Spielgemeinschaft zu. Die Reise nach Sonneborn soll sich punktmäßig lohnen, formuliert Pape (Bild links) die Marschroute doch klar und deutlich: „Trotzdem ist es natürlich immer unser Ziel, etwas Zählbares mit in Richtung Box zu nehmen. Dementsprechend wollen wir alles in die Waagschale werfen und hoffen, dass vielleicht ein Punkt dabei herauskommt.“ Da es beim FC Donop/Voßheide II keinen Profistatus gibt, müssen einige Kicker der Spätschicht nachgehen, andere studieren. Im Gegenzug stoßen wiederum Akteure in den Kader, die zum Auftakt fehlten. Pape betont zuversichtlich: „Die Trainer (Nikolas Marek, Julius Herzog, Anm. d. Red.) können auf jeden Fall eine schlagkräftige Truppe aufs Parkett bringen, die Alverdissen/Sonneborn II alles abverlangen wird.“ So ein erster Saisonsieg bei einem solch anspruchsvollen Rivalen könnte nämlich Rückenwind für die schwierigen nächsten Wochen geben.

 

Robin Flotho ist um 18.30 Uhr der Spielleiter auf dem Rasenplatz in Sonneborn.

TSV Kirchheide II vs. FC Donop-Voßheide

(hk). Beim TSV Kirchheide II weiß man in diesen Tagen nicht, ob man nun lachen oder weinen soll. Da spielt man in Donop eine sehr anständige Partie, doch fängt sich in der fünften Minute der Nachspielzeit eine Kirsche, die das 3:3-Unentschieden zur Folge hat. Somit wurden leichtfertig zwei Punkte verschenkt. Julian Meise (Bild rechts) hat sich im Spiel bei Don/Voß II eine Knieverletzung zugezogen. Die Arthroskopie wird heute mehr Aufschluss gehen, ob es sich tragischerweise sogar um einen Kreuzbandriss handeln könnte. Im Namen des gesamten Vereins wünscht FC-Obmann Michael Wenke an dieser Stelle Meise alles Gute und eine schnelle Genesung. Meise weiß derweil um die Qualitäten vom heutigen Widersacher, formuliert es klar und deutlich: „Das wird sicherlich eine harte Aufgabe.“ Die Hausherren müssen so einige Ausfälle kompensieren. „Dennoch wollen wir das Beste daraus machen“, erklärt der Kirchheide-Coach im Lippe-Kick-Gespräch.

 

Sebastian Milde genoss spürbar den Luxus, sich den kommenden Rivalen direkt vor Ort anzuschauen. Immerhin spielte die Kirchheider-Zweitvertretung erst am Sonntag gegen die eigene Reserve. Nach 90 kurzweiligen Minuten war es ein 3:3-Unentschieden, was allerfeinste Unterhaltung bot. Der FC-Coach ist durchaus verzückt von der Gäste-Vorstellung, schildert er doch anschaulich: „Es war packend und Kirchheide hatte immer schnell eine Antwort auf den Ausgleich von uns.“ Trotzdem schaut Milde vor allem auf die Qualitäten von seinem Team, möchte sich nicht nach dem Gegner richten: „Wie Kirchheide spielen wird, ist mir eigentlich egal. Ich schaue auf unser Spiel und möchte schon eine konstantere Leistung sehen als gegen Barntrup II. Ich denke, wenn wir wieder so Gas geben, können wir auch Dienstag die nächsten drei Punkte holen.“ Dies würde einen absoluten Traumstart gegen zwei komplizierte Kontrahenten zur Folge haben. Mit einem 19-Mann-Kader tritt der FC Donop/Voßheide die 16 Kilometer weite Anreise an. Jan-Niklas Milinski muss passen. Auch das ändert allerdings nichts an der ambitionierten Zielsetzung, die Milde verfolgt: „Eines ist klar: Wir fahren nach Kirchheide, um zu gewinnen! Aber auch deutlich konstant 90 Minuten die Leistung zu halten.“ Hier gab es gegen Barntrup II einige Nachlässigkeiten zu beobachten. Von den aufmüpfigen Kirchheidern könnte dies noch härter bestraft werden.

 

Um 19.00 Uhr leitet Schiedsrichter-Ikone Timo Franz-Sauerbier die Begegnung auf dem Kunstrasenplatz im Kirchheider „Stadion am Westhang.“

 

TuS Brake II vs. SG Lüdenhausen/Talle/Westorf

(ab). Nach dem erfolgreichen Auftakt am Sonntag, als der TuS nach Leistungssteigerung im zweiten Abschnitt mit 5:1 bei Aufsteiger FC SSW II gewann, will man nun nachlegen. Allerdings ist man sich durchaus bewusst, dass man nun eine härtere Nuss knacken muss: „Wir wissen, dass wir eine schwierige Aufgabe vor uns haben und als Außenseiter ins Spiel gehen.“ Doch der erste Auftaktsieg nach der Rückkehr in die Kreisliga B im Jahr 2015 macht Lust auf mehr, so Timo Lesmann: „Wir sind natürlich top motiviert, gerade nachdem wir unseren Auftaktspielfluch endlich brechen konnten.“ Um nachlegen zu können wird es für den TuS Brake II „wichtig sein, dass die Konzentration stimmt und wir das körperliche Spiel von Lüdenhausen annehmen.“ Personell sind die Voraussetzungen gut, denn der TuS ist für das Spiel „gut aufgestellt.“

 

Bei der SG Lüdenhausen/Talle/Westorf ist niemandem verborgen geblieben, dass „Brake II seine erste Aufgabe relativ souverän gewonnen“ hat, zumindest „dem Ergebnis nach zu urteilen.“ Aus eigener Erfahrung weiß Maik Grenner zudem, „dass Brake II immer schwer zu bespielen ist und unbequem werden kann.“ Dass gleich zu Saisonbeginn eine englische Woche ansteht, löst beim Co-Trainer zudem keine Jubelstürmer aus: „Dazu kommt, dass es ein Wochenspieltag ist und auswärts. Die Ansetzung Sonntag – Dienstag ist immer unglücklich, bleibt den Spielern doch kaum Regeneration.“ Ohnehin muss die SG „den ein oder anderen Ausfall beklagen und ersetzen.“ Doch erst die 90 Minuten „werden zeigen, wer von beiden offensiv ausgerichteten Mannschaften die Nase vorn hat. Ich hoffe natürlich wir.“

 

Stephan Kraus pfeift das Spiel um 19.00 Uhr an.

 

 

VfL Lüerdissen II vs. SV Wüsten

(ab). Der Auftakt hat es in sich. Erst das Spiel gegen den SC Extertal am Sonntag, nun kommt der SV Wüsten. Den VfL Lüerdissen II hätte es durchaus leichter treffen können. Doch schon gegen den SCE am Wochenende hat der VfL eine Stunde lang ganz gut mitgehalten. „Wir möchten da anknüpfen, wo wir am Sonntag 60 Minuten lang eine tolle Performance gezeigt haben, nur diesmal unsere Leistung über 90 Minuten auf den Platz bringen“, wünscht sich Coach Dragan Sumanovic (Bild rechts) von seiner Mannschaft. Gegen den „haushohen Favoriten“ hat der VfL „Wüsten muss was anbieten und wir müssen wie in jedem Spiel läuferisch und kämpferisch dagegenhalten und schauen, was dabei rumkommt.“ Sumanovic schätzt die Lage realistisch ein: „Der Gegner wir uns auf fast jeder Position überlegen sein. Für meine Mannschaft wird das auch ein echter Charakter-Test werden.“ In Sachen Spielerpersonal wird Sumanovic vermutlich eine „ähnlich Truppe wie am Sonntag“ auf den Platz schicken können.

 

Mit einem 1:1 gegen den TSV Kirchheide ist der SV Wüsten am Sonntag in die Saison gestartet. Nun steht für den SVW aber ein „ein ganz anderes Spiel mit anderen Aufgaben, vor die wir gestellt werden“ auf dem Programm. „Zudem wird der Rasenplatz in Lüerdissen sicherlich auch die ein oder andere Unebenheit bieten, auf die wir mit unserem Spiel vorbereitet sein müssen“, so Coach Henri Ellerbrok (Bild links). Die Marschroute sieht wie folgt aus: „Wir wollen den Gegner beschäftigen und uns die Räume erarbeiten, um dann zu Chancen zu kommen.“ Und das mit anderem Personal als noch am Sonntag, denn Ellerbrok wird „einiges verändern müssen.“ Dreskrüger fehlt gesperrt ist, Egchig und Hesse sind verletzt. Angst und Bange wird dem Coach deshalb aber noch lange nicht: „Wir haben Jungs in der zweiten Reihe, von denen ich absolut überzeugt bin, so dass wir keinen Leistungsabfall befürchten müssen.“ Er ist sich sicher: „Wir werden bereit sein, alles in die Waagschale zu werfen, um in Lüerdissen den ersten Sieg in der Liga einzufahren.“

 

Anstoß ist um 19.00 Uhr, Lukas Wessel leitet die Partie.

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