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Kreisliga A Lemgo

Kreisliga A Lemgo – Vorberichte 2. Spieltag am 10.09.20

Der Fußball rollt immer weiter. Sprichwörtlich auch am heutigen Abend, wenn die acht Partien in der Kreisliga A Lemgo auf der Agenda stehen. Lippe-Kick macht es einmal mehr auf die ausführliche Art und Weise.


Evers hofft auf den perfekten Tag für Ben/Hoh

 

 

Kreisliga A Lemgo (hk). Merkt euch: Wer die englische Woche nicht ehrt, ist den Fußball nicht wert. In der höchsten Lemgoer Kreisliga hat man da schon so seine Erfahrungswerte machen dürfen. Man erinnert sich nur allzu gut an die Kreispokal-Spiele und die ersten beiden Runden. Auch hier wurde fleißig unter der Woche gekickt. Nun also sind sämtliche acht Partien vom zweiten Spieltag heute Abend zu absolvieren. Drei Anstoßzeiten gibt es. Ein Spiel um 18.30 Uhr, vier Partien um 19.00 Uhr und drei Begegnungen um 19.30 Uhr. Der TuS Leopoldshöhe hat zum Auftakt den in diesem Spiel unbedarften Aufsteiger aus Lockhausen mit 5:1 abgewatscht. In der Nachbarschaft beim TuS Asemissen wird die Herausforderung heute keinesfalls leichter. Der TBV Lemgo II derweil freut sich auf ein sattes Derby beim TuS Brake, während die so hoch eingeschätzte Mannschaft der SG Bentorf/Hohenhausen hofft, den kolossalen Fehlstart zu vermeiden. Obacht: Die Angriffs-Wirbler aus Ahmsen sind jedoch ein ganz dickes Brett, was gebohrt werden muss.

 

Dieser Bericht wird präsentiert von:

 

Von Henning Klefisch & Andre Bell

 

SG Sonneborn/Alverdissen vs. SC Bad Salzuflen

(ab). Mit einem etwas überraschenden 3:2-Auswärtssieg bei der hoch eingeschätzten SG Bentorf/Hohenhausen ist die neue Spielgemeinschaft aus Sonneborn und Alverdissen in die Saison gestartet. Daran wollen Marcel Krügel und seine Mitstreiter natürlich anknüpfen: „Wir müssen dieses Spiel genauso annehmen wie das Spiel am Sonntag“, fordert der Mittelfeldmann. Er setzt auf den Heimvorteil: „Wir spielen daheim an der B1 und wollen natürlich nach den 90 Minuten mit was Zählbarem in den Händen dastehen.“ Im Vorbeigehen wird das gegen die Kurstädter nicht funktionieren, das weiß auch Krügel: „Auch, wenn Bad Salzuflen vielleicht nicht mit den ganzen Neuzugängen eingespielt ist, wird es ein dicker Brocken für uns.“ Verzichten muss die SG auf Tobias Greimeier und Robin Niemeier, fraglich sind zudem Raphael Reineke, Fabio Husmann und Jannis Drawe.

 

Problematisch könnte für den SC Bad Salzuflen die Anstoßzeit um 18.30 Uhr werden. Coach Cetin Cakar meint dazu: „Das ist eine knackige Anstoßzeit für uns. Wir haben eine Stunde Fahrt, für Normalsterbliche, die nicht im Profibereich sind und im Arbeitsleben stehen, heißt das, um 16.00 Uhr, oder spätestens um 16.15 Uhr loszufahren.“ Die erste Herausforderung lautet als, „zeitnah und pünktlich“ am Platz zu sein. Und wenn das geschafft ist, will der SCB an vergangenen Sonntag, als man trotz Niederlage ein „ordentliches Spiel gemacht“ hat, anknüpfen. Verbesserungswürdig ist die Torausbeute, was sich schon durch die gesamte Vorbereitung zieht. Ein eiskalter Vollstrecker fehlt noch, trotz illustrer Namen wir z.B. Hakim Aytan im Kader. „Was die Spielanlage angeht“, meint Cakar aber, „wollen wir das identisch versuchen umzusetzen. Da werden nicht viel ändern.“ Das muss er allerdings in Sachen Kader. Aus dem Spiel Asemissen beklagt der Coach den ein oder anderen angeschlagenen Spieler. „Da muss ich etwas justieren.“ Gehadert wird aber nicht: „Es ist halt ein Meisterschaftsspiel und genauso werden wir das auch angehen. „Ich bin guter Dinge, dass wir die ersten Punkte einfahren und den Dreier mit nach Hause nehmen. Wir gehen das Spiel mit breiter Brust an.“

 

Schiedsrichter der Partie ist Waldemar Stor.

 

 

 

TuS Ahmsen vs. SG Bentorf/Hohenhausen

(hk). Außerordentlich groß ist die Begeisterung vor dem heutigen Heim-Auftakt, geht es doch gegen einen anspruchsvollen Kontrahenten aus dem tiefsten Kalletal. 24 Minuten Fahrtzeit stehen an, weshalb sich dies nicht als ein weiteres Hemmnis für Ben/Hoh erweisen sollte. Ahmsen-Obmann Lothar Köhnemann warnt: „Das ist ein echter Prüfstein. Gerade auch, weil Ben/Hoh den Auftakt vergeigt hat. Aber, und da sind wir uns einig, die können was“, rechnet Köhnemann mit einem spannenden Vergleich, möchte er gegen die individuell stark besetzte Mannschaft „nicht ins offene Messer laufen.“ Im Vergleich zum Auftakt-Match, was die Grün-Weißen mit 2:0 gegen den TSV Oerlinghausen II für sich entschieden, steigt die Kaderqualität an. Christoph Schlautkötter fehlt leider, hat er sich im gestrigen Spiel mit der TuS-Reserve einen Bänderriss im Sprunggelenk zugezogen, weshalb er einige Wochen ausfällt. „Wir wollen das Match gewinnen, aber wir sind auf der Hut vor einer bestimmt starken Ben/Hoh-Truppe”, alarmiert Köhnemann im Lippe-Kick-Gespräch.

 

Lippe-Kick möchte an dieser Stelle nicht übertreiben, aber der Verfasser dieser Zeilen hätte nicht mal ein Hanuta darauf verwettet, dass die SG Bentorf/Hohenhausen tatsächlich ihr Heimspiel gegen die SG-Kollegen aus Sonneborn/Alverdissen verliert. Ben/Hoh-Obmann Marco Evers liefert Lippe-Kick eine kurze Insight-Anekdote aus dem eigenen Seelenleben: „Die Enttäuschung unserer Auftaktniederlage saß nicht nur bei mir tief, sondern auch bei Mannschaft und dem Trainerteam.“ Die englischen Wochen sind durchaus hilfreich, kann doch schnell ein Negativerlebnis korrigiert werden. Die Aufgabe bei den Ahmser-Angriffs-Artisten bietet sich dazu an, sich ausführlich zu konzentrieren, zudem mit einem Erfolgserlebnis bei einem Aufstiegskandidaten das angekratzte Seelenheil zu verbessern. Woran lag es denn, dass man mit 2:3 das Auftaktspiel verlor? „Ich denke, wir haben uns letzten Sonntag selbst zu viel Druck aufgebaut, der uns letztendlich gehemmt hat. Erstes Saisonspiel, Heimspiel, neue Mannschaft und einiges an Zuschauern vor Ort. Der Wille war da, aber das Fleisch…“, kennt solch eine Diskrepanz Evers (Bild links) zur Genüge von seinem 1. FC Köln. Anderes Thema. Positiv denken, darauf kommt es an, denn die Kalletaler haben die Traute besessen, aus einem 0:2-Rückstand auf 2:2 heranzukommen. Sogar die vollständige Wende wäre möglich gewesen, doch hier fehlte die Kaltschnäuzigkeit im Torabschluss. Trotzdem: „Die Moral stimmt also. Wir müssen jetzt ruhig bleiben, die Saison ist noch lang. Was ich auch positiv gesehen habe, ist, dass wir versucht haben, Fußball zu spielen. Die Zeit der langen Bälle hatten wir jahrelang bei der SG. Nur ist die Spielweise bei rustikalen Mannschaften wie Sonneborn-Alverdissen nicht immer zielführend“, moniert Evers. Der Warnschuss kam zu spät, wäre es ganz im Sinne vom Ben/Hoh-Manager gewesen, wenn dieser bereits in der so prächtig verlaufenden Vorbereitung geschehen wäre. Speziell im Abwehrbereich jagte ein persönlicher Schnitzer den nächsten. Hier muss angesetzt werden. Denn klar sollte auch sein: Gegen Ahmsen könnte die Aufgabe anspruchsvoller nicht sein. „Ahmsen ist für mich der Topfavorit für den Aufstieg. Sie haben eine überragende Offensive mit Seifert und Ehlert, aber sind auch in der Defensive stark. Sie haben keine Schwachstellen und sie besitzen mit Tim Jahn für mich einen der besten Spieler in der Kreisliga A. Da muss bei uns alles passen, um dort zu bestehen“, hofft Evers auf den perfekten Tag für sein Team.

 

Malte Arend ist heute Abend ab 19.00 Uhr der Mann mit Pfiff.

 

TuS Bexterhagen vs. SG Bega/Humfeld

(ab). Es ist schon einige Jahre her, als der TuS Bexterhagen auf die SG Bega/Humfeld bzw. auf den TuS Bega getroffen ist. „20, 22 Jahre, so lange waren wir nicht in der A-Liga“, meint Sven Gleisner. Es sind allerdings „nur“ 19. In der Spielzeit 2000/2001, als der TuS nach sechs Spielzeiten aus der Kreisliga A abstieg, gab es das letzte Duell mit dem TuS Bega. Gleisner erinnert sich aber auch noch gerne „an die Jugendspiele, die wir da hatten. Das waren immer schöne Auswärtsfahrten.“ Doch nun geht es ins Hier und Jetzt. Die Trainingswoche war recht kurz. „Nur ein bisschen auslaufen und das Spiel vorbereiten, mehr konnte man nicht machen.“ Die Lehren aus dem ersten Saisonspiel: „Wir müssen weiter dranbleiben. Wir haben das ganz ordentlich gemacht.“ Aber: „Jedes Spiel fängt bei Null an. Es kommt ein Aufsteiger, der sicher noch voller Euphorie ist und das 3:3 im Derby nach einem Rückstand sorgt für Sicherheit und noch mehr Geilheit auf die A-Liga“, so Gleisner. In Sachen Personal ist es „unter der Woche immer schwer.“ So müssen die Roten auf Sören Brüntrup und Marius Studtrucker verzichten. „Aber der Kader ist breit genug, das können wir kompensieren.“ Glücksgefühle steigen in Gleisner auf, wenn er an die „Gesamtsituation in Bexterhagen“ denkt. „Alle drei Mannschaften funktionieren recht gut. Das ist das Allerwichtigste neben der Gesundheit. Ob man A-Liga spielt, gewinnt oder verliert, darüber regt man sich 24 Stunden auf und dann geht das Leben wieder weiter.“ So kann den sportlichen Leiter auch gegen Bega/Humfeld „nicht viel aus der Bahn werfen. Ich kann ein vernünftiges Spiel erwarten und ich denke, das werden sie auch zeigen.“ Heimspiel, Flutlicht, „alle sind heiß. Und ich freue mich auf das erste Spiel gegen Bega/Humfeld nach langer Zeit.“

 

Auf einen eher unbekannten Gegner trifft die SG Bega/Humfeld. Coach Michael Krügel (Bild links) hat zwar versucht, Informationen zu sammeln, meint aber auch: „Das hält sich in Grenzen.“ Da das letzte Duell schon zwei Jahrzehnte her ist, „könnte es sein, dass jetzt Söhne von denen, die vor 20 Jahren gegeneinander gespielt haben, auf dem Platz stehen.“ Aus dem Spiel am ersten Spieltag, dem 3:3 beim FC SSW, hat die SG einiges gelernt: „In der A-Liga geht es körperlich mehr zur Sache. Man muss schneller reagieren. Dem müssen wir uns stellen.“ Ob der TuS ein Kontrahent auf Augenhöhe ist kann Krügel nicht pauschal beantworten: „Da kann ich mich auch nur an letzter Saison orientieren, als sie eher im unteren Drittel platziert waren. Wie das aktuell ist, weiß ich nicht.“ Im Vergleich zur letzten Saison hat die SG Bega/Humfeld in dieser Spielzeit schon gefühlt mehr Verletzte zu beklagen, was auch ein Indiz dafür sein kann, dass die Belastung mit den vielen englischen Wochen zu Saisonstart doch etwas zu hoch ist. Allerdings haben sich Jan Gerrit Brinkmeier und Marvin Dubbert letzten Sonntag im Spiel verletzt, was immer passieren kann. Zudem wird auch Marvin Kretschmann nicht mitwirken können. Bei zwei angeschlagenen Spielern entscheidet sich „erst kurzfristig, ob ich sie einsetzen kann.“

 

Anstoß am alten Postweg ist um 19.00 Uhr. Timo Franz-Sauerbier leitet die Partie.

 

TuS Brake vs. TBV Lemgo II

(hk). „Da wird mir schon wieder angst und bange. In dem Spiel sind wir ja der Außenseiter“, wischt sich TuS Brake-Geschäftsführer Michael Berge den Angstschweiß von der Stirn. Viele wichtige Spieler können in diesem Orts-Derby nicht mit von der Partie sein. Konkret fallen verletzt Simon Drexhage, Patrick Kunze und Niklas Köhring aus. Fabian Schnittger genießt seinen Urlaub, Akin Dogru hat Spätschicht. Auch Tobias Meinberg, Jaden Klotz und Daniel Sander setzen aus. Coach Andreas Ridder ist beileibe nicht zu beneiden, wird aus der Zweitvertretung immerhin Michel Plöger ins Team rücken. Berge glaubt: „Für das Spiel braucht Andreas Ridder wohl niemanden heiß zu machen.“ Immerhin steht doch das Nachbarschafts-Duell an, weshalb Berge damit rechnet, dass „alle hochmotiviert sein werden bis in die Haarspitzen und vor Ehrgeiz brennen.“ So rechnet er zudem mit vielen Zuschauern im Walkenfeld. Seine Forderung ist einleuchtend: „Die Jungs müssen kämpfen und genau die Leistung, Leidenschaft und Moral zeigen bzw. abrufen, wie im Spiel gegen Bexterhagen und noch eine Schippe drauf packen.“ Das Auftakt-Match ging bekanntlich knapp mit 1:2 verloren. Der Respekt vor dieser Herausforderung ist gewaltig, schwärmt Berge im Lippe-Kick-Gespräch: „Lemgo II hat eine gute Truppe mit exzellenten Spielern und einen breiten Kader. Da klafft die Schere schon auseinander.“ Der letztjährige Tabellenletzte möchte die Flinte aber nicht ins Korn werfen. So hat der Kader-Architekt Berge ein Trio verpflichtet, alles Studenten. Zudem verlängerte er für Stephan Bonacker das Zweitspielrecht. Wer von diesen Spielern heute Abend mitwirkt, muss spontan beobachtet werden. Berge backt die Brötchen eher klein, sagt: „Ich wäre schon mit einem Unentschieden mehr als zufrieden. Da würde ich mir zu Hause erst einmal ein Kölsch aufmachen“, hat er nicht gesagt, ob es ein Fass oder eine Flasche wird.

 

 

Der Zusammenhalt wird beim TuS Brake ganz besonders aufblühen, so die Vermutung von TBV Lemgo II-Coach Benjamin Rawe. Spezielle Motivations-Spritzen sind nicht erforderlich, sind die Vorzeichen doch mit einem Lokal-Duell unter Flutlicht überragend. „Da wird jeder heiß sein“, spekuliert Rawe, der dennoch auf einen kühlen Kopf von seinen Jungs hofft. Mit dem 3:1-Auftakterfolg über den SV Werl-Aspe hat der TuS Brake die Basis für einen guten Saisonstart gelegt. Die völlige Fokussierung, Wachsamkeit auf Ball und Gegner, das erwünscht sich Rawe auch am heutigen Abend. Vor allem genießen die direkten Duelle eine elementare Bedeutung. Weite Strecken im Spiel ohne Ball zu agieren, mit einer geschickten Laufarbeit den Gegner in Bedrängnis zu bringen, Passwege zuzustellen, sind weitere Punkte, die sich Rawe von seinem Team erwünscht und ein Negativ-Beispiel anführt: „Da konnten wir gegen Werl-Aspe in der zweiten Hälfte nicht mehr für Entlastung sorgen.“ Gerne einfach, optional dreifach zu punkten, würde den Geschmack von Rawe treffen, der mit einer Leistungssteigerung liebäugelt. Bis auf die verletzten Friesen, Kersten und Sasse (Bild links) kann der TBV Lemgo II seine Wunschformation aufbieten.

 

Um 19.00 Uhr auf dem Kunstrasenplatz im Braker Walkenfeld ist Henry Schröder für die Spielleitung verantwortlich.

 

SV Werl-Aspe vs. SG Leese/Hörstmar/Lieme

(hk). Stress ist ein kontinuierlicher Begleiter für den SV Werl-Aspe in diesen Tagen. Zunächst stand bekanntlich das Halbfinale und Finale im Lemgoer Kreispokal an, den die Schwarz-Weißen nach Elfmeterschießen gegen den RSV Barntrup gewannen. Dann ging es direkt mit dem Liga-Alltag weiter, folgte eine 1:3-Pleite beim TBV Lemgo II. SV-Coach Marcio Goncalves (Bild rechts) klagt: „Wir können kaum eine richtige Trainingswoche absolvieren.“ Zugleich schaut er auch in die nähere Zukunft: „Ich bin froh, dass wir seit langer Zeit nächste Woche eine komplette Trainingswoche haben.“ Die Personalsituation liest sich bescheiden. Erst kurzfristig bewahrheitet sich, ob die vielen angeschlagenen Kicker tatsächlich wieder mitwirken können. Worauf lag in der einen Übungseinheit unter der Woche der Fokus? „Wir haben uns auf das Spielerische im Training konzentriert, denn das wird heute ausschlaggebend sein. Wir müssen versuchen, die Abwehrreihen zu überspielen, um auf heimischem Geläuf erfolgreich sein zu können.“ Sein ausdrückliches Empfehlungsschreiben an sein Team: „Wir wollen unnötige Fehlpässe und Entscheidungen vermeiden. Unser Ziel ist es aber ganz klar, schnellstmöglich auf die Siegesstraße zu gelangen.“ Dass bei der SG Leese/Hörstmar/Lieme noch nicht alles nach Plan läuft, spielt Goncalves in die Karten, unterstreicht er doch gegenüber Lippe-Kick: „Leese/Hörstmar/Lieme ist eine neuformierte Mannschaft, die sich finden muss. Das müssen wir ausnutzen.“

 

Die Jugendlichkeit vom SV Werl-Aspe ist besonders offensichtlich für den BSV Leese-Obmann Ferhan Demir. Er erwartet einige Automatismen beim Gastgeber, kennen sich die Akteure doch noch aus der gemeinsamen A-Jugend-Zeit bestens. Die Zielsetzung für die Kaiser-Kicker ist klar: „Wir müssen einfach versuchen, denen unser Spiel aufzudrängen und sie nicht zum Zug kommen lassen. Die Ketten müssen eng zusammenstehen und es so dicht wie möglich machen. Dann“, so lächelt er mit Zuversicht in seiner Stimme, „ist sicherlich auch was zu holen.“ Aufgrund der vielen Spiele in diesen Tagen hat es nur eine Übungseinheit in der Woche gegeben. Dort sind die Fehler aus der 1:3-Heimniederlage gegen den VfL Lüerdissen erörtert worden. Zudem wurden einige Inhalte einstudiert, es wurde vor allem ganz viel miteinander gesprochen. Ein Ärgernis für Ferhan Demir: „Im Spiel gegen Lüerdissen lief einfach viel falsch. Da hat nicht wirklich viel zusammengepasst.“ Nach dem Anschlusstor hat er ein leichtes Aufflackern erkannt, wurde dieses durch den berechtigten Elfmeter gelöscht. „So etwas darf uns einfach nicht nochmal passieren“, appelliert Demir. Ein Quartett fällt aus. Daniel Stolle (Bild links) ist in Griechenland, Christopher Johannimloh muss arbeiten. Darius Manfai und Ali Yasin sind lädiert. Demir lässt sich davon nicht beunruhigen, sagt energisch: „Aber trotzdem fahren wir mit einer starken Besetzung zum Spiel und werden versuchen, alles aus uns herauszuholen, um etwas Zählbares mitzunehmen.“

 

 

TuS Asemissen vs. TuS Leopoldshöhe

(hk). Die Anspannung vor dem Ortsderby ist extravagant im Lager vom TuS Asemissen. Nach dem 1:0-Auftakt-Sieg beim SC Bad Salzuflen möchten die Asemisser liebend gerne nachlegen, doch die Aufgabe wird überaus knifflig. Immerhin merkt Asemissen-Coach Carsten Skarupke doch völlig zutreffend an, dass die Leos ihr erstes Liga-Spiel gegen den TuS Lockhausen berauschend mit 5:1 für sich entschieden. „Wir sind dementsprechend gewarnt“, erwartet er nicht, dass es zu bösen Überraschungen für sein Team kommen wird. Grundsätzlich hat Skarupke kein Problem mit den Spielen unter der Woche, doch in der Folgezeit wird ein Maß erreicht, was nur schwer ertragbar ist – mit Blick auf Schichtarbeiter und Studenten – die nun einmal jedem Team angehören. „Da ist natürlich eine gewisse Wettbewerbsverzerrung vorhanden“, will er auch nichts beschönigen. Bei den Hausherren muss Hatim Batri mit Handbruch aussetzen. Das Mitwirken von Torben Becker ist noch nicht geklärt. Jan Heidschuster weilt in Urlaubsgefilden. „Wir wollen den Sieg von Sonntag aufwerten, indem wir punkten. Unser Spiel wollen wir durchdrücken“, erwartet Carsten Skarupke eine knappe Kiste gegen den Nachbarverein.

 

Für den TuS Leopoldshöhe Co-Trainer Jan Plöger ist definitiv klar: „Es geht gegen einen Titelaspiranten und das ist natürlich ein dickes Brett“, was eben gebohrt werden muss. Die Asemisser erachtet er als eine unheimlich spielintelligente Truppe, die mit starken Individualisten brilliert. Man kennt allerdings auch seine eigenen Qualitäten, verweist Plöger doch darauf: „Zum Glück sind wir zurzeit auch nicht gerade schlecht drauf. Deswegen bin ich mir sehr sicher, dass wir ein harter Gegner sein werden.“ Bevorzugt hat Chef-Coach Christian Martens den Themen Regeneration, Passspiel und Abschlussaktionen viel Wertschätzung geschenkt. Plöger ist davon überzeugt, dass

M. Reh

dies ausreichend ist, um auch heute Abend einen guten Part zu spielen. Nicht vergessen ist das letzte Aufeinandertreffen: „Generell sind alle heiß darauf, die Schmach aus der letzten Saison wiedergutzumachen. Wir gehen generell mit der Einstellung in jedes Spiel, dass wir dieses auch gewinnen wollen“, würde man auch bei einem Zähler zufrieden sein. Die Urlauber Ben Rogalski, Gentile und die verletzten Luis Knecht, Marc Reh und Marlon Gamm setzen aus.

 

Jonas Engelke pfeift um 19. 30 Uhr dieses Spiel auf dem Kunstrasenplatz in Asemissen an.

 

FC SSW vs. TuS Lockhausen

(ab). Lang, lang ist es her. SSW-Coach Markus Kettern muss ein Vierteljahrhundert zurückdenken, um sich an eine Begegnung mit Lockhausen zu erinnern. Damals stand er noch in Diensten des TuS Lüdenhausen, als man sich mit Lockhausen um den Aufstieg in die Bezirksliga duellierte. Hier und heute scheint sich der TuS „nochmal verstärkt zu haben“, was für den FC SSW keine leichte Aufgabe bedeutet. „Wobei wir natürlich den Anspruch haben unsere Heimspiele zu gewinnen“, so Kettern. An dieser Stelle richtet er ein Dankeschön an den TuS, der „einem Heimrecht-Tausch zu Gunsten einer machbaren Anstoßzeit zugestimmt“ hat. Das ändert jedoch nichts daran, dass „pünktlich zu Saisonbeginn“ einige Spieler ausfallen. „Aber das konnten wir bereits gegen Bega mit unserem breiten Kader gut kompensieren“, meint der Coach, der selbst, ebenso wie Rouven Post, nicht beim Spiel sein kann. Beide weilen im Urlaub. Ralf Frevert und Fabian Dümpe leiten stattdessen die Geschicke der Truppe.

 

Lockhausen-Coach Stefan Braunschweig hat den Kontrahenten unter die Lupe genommen: „SSW hat eine vernünftige Offensive, aber eine lässige Abwehr.“ Grundsätzlich orientiert er sich aber „nicht am Gegner, wir gucken auf uns.“ Die „Fehler aus dem Leo-Spiel“, welches deutlich mit 1:5 ausgegangen war, wurden im Training deutlich angesprochen: „Wir waren selbstkritisch. Wir haben kämpferisch nicht alles gegeben“, so Braunschweig, der sein Team im Falle von Niederlagen aus den kommenden beiden Spielen vor einer schweren Zeit stehen sieht: „Wenn wir die nächsten zwei Spiele verlieren, dann wissen wir, was die Stunde geschlagen hat. Dann werden wir nicht viele Gegner schlagen in der Liga.“ Dennoch herrscht „keine Panik. Überhaupt nicht.“ Denn Braunschweig ist sich sicher: „So eine Leistung wie gegen Leo werden wir nicht noch einmal spielen.“ Er hebt mahnenden den Zeigefinger: „Mit 70 Prozent Einstellung geht das nicht.“ Verzichten muss Lockhausen heute Abend wohl auf Rene Kagels, der eine Prüfung hat. „Er soll keine 5 Km/h schneller fahren“, meint Braunschweig, der davon ausgeht, „dass er nicht kommt.“ Dünn wird es in der Offensive. Mit Ali Fayad und Aydin Görgin fallen weitere Offensivkräfte aus.

 

Alexander Schnüll pfeift die Partie um 19.30 Uhr an.

 

VfL Lüerdissen vs. TSV Oerlinghausen II

(ab). Jetzt wird es richtig ernst. „Die englischen Wochen gehen los. Das wird jetzt nicht die einzige sein, im Pokal sind wir ja auch noch dabei“, meint Spielertrainer Tim Steffen. Da geht es nächsten Donnerstag zum TSV Kirchheide. „Das ist eine hohe Belastung“, so Steffen. „Das wird auf jeden Fall spannend.“ Wie auch das Duell mit dem TSV Oerlinghausen II, den der Spielertrainer „recht gut“ einschätzt: „Die haben sich in den letzten Jahren stabilisiert in der A-Liga und können immer davon profitieren, Spieler aus der ersten Mannschaft einzusetzen.“ Die Erinnerungen an vergangene Spiele mit dem TSV sind durchwachsen: „Die haben einige unangenehme Spieler, die uns schon einiges eingeschenkt haben. Das war aber häufig auch auswärts. Zu Hause haben wir oft gut ausgesehen.“ Nach der „langen Pause“ ist der VfL Lüerdissen „weiterhin in der Findungsphase.“ Ins Spiel gegen den TSV geht man aber „mit einem Sieg im Rücken. Und wir spielen zu Hause.“ Das erste Mal übrigens in einem Pflichtspiel seit dem 10. November 2019. Vor auf dem Tag genau zehn Monaten hatte der VfL Lüerdissen sein letztes Heimspiel. Steffen hofft auf ein „dynamisches Spiel und einen schönen Fight.“ An dem wird der urlaubende Alexander Quast nicht teilnehmen, dafür kehrt Norman Wehmeier zurück in den Kader. Ferhat Havadir hat sich im ersten Saisonspiel am Sonntag verletzt und wird vermutlich ausfallen.

 

TSV-Coach Jan Rüter schätzt den VfL Lüerdissen „auf einem ähnlichen Niveau ein“ wie seine Truppe. „Das ist ein absolutes 50/50-Spiel.“ Der Respekt vor dem Gegner ist groß: „Tim hat da eine tolle Mannschaft beisammen, die mir aus der letzten Saison positiv in Erinnerung geblieben ist.“ Rüter weiß: „Es wird auf die Tagesform ankommen. Wir wissen natürlich, wie schwierig es ist in Lüerdissen Punkte zu entführen.“ Dennoch will der TSV Oerlinghausen II „ein gutes Spiel machen und möglichst viele Punkte mit nach Hause nehmen.“ Das wird aus personeller Hinsicht eine große Herausforderung, denn: „Leider sind wir personell leider absolut am Limit. Wir werden mit den letzten verbliebenen 15 Mann aus unserem 24-Mann-Kader zum Spiel fahren.“

 

Auch im Waldstadion Lüerdissen ist um 19.30 Uhr Anstoß. Geleitet wird die Begegnung von Rudolf Gallmann.

 

Fahrschule Duru

Autohaus Stegelmann

Stadtwerke Bad Salzuflen

Fahrschule Isaak

Gaststätte Wittelmeyer – Der Grieche

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