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Kreisliga B2 Lemgo

Kreisliga B2 Lemgo – Vorbericht 2. Spieltag vom 10.09.20

Sechs Partien stehen noch an. Lippe-Kick liefert vor den heutigen Spielen die letzten relevanten Informationen für euch.

Maros klagt: „Beim Spielplan sehe ich schwarz!“

 

Kreisliga B2 Lemgo (hk). Noch hat es in dieser Runde keinen Sieger in der B2 Lemgo gegeben. Die Auftaktspiele am gestrigen Abend endeten jeweils mit einem Remis. Zunächst holten der TuS Ahmsen II und der SC St. Pauli nach zwei Auftaktniederlagen ihren ersten Zähler beim 2:2, ehe es auch beim Derby zwischen dem TuS Asemissen II und dem TuS Bexterhagen II mit dem 1:1 christlich-friedlich auseinanderging. Der SV Werl-Aspe II darf derweil diese erste englische Woche der Saison aus der Beobachter-Rolle wahrnehmen. Man darf gespannt sein, wie der TSV Schötmar nach der 8:2-Gala in Entrup sein erstes Heimspiel gegen den TuS Leopoldshöhe bestreitet. Auch die TSG Holzhausen/Sylbach hat es so richtig krachen lassen. Sie begrüßen das Schlusslicht FC Union Entrup.

 

Dieser Bericht wird präsentiert von

Von Henning Klefisch

 

SV Wüsten II vs. Yunus Lemgo

Die 2:7-Klatsche zum Auftakt gegen die TSG Holzhausen/Sylbach hat wirklich weh getan, kam allerdings keineswegs überraschend für den Liga-Neuling. Um gegen Yunus Lemgo, mutmaßlich einem Rivalen auf Augenhöhe, bessere Erfolgsperspektiven zu besitzen, ist während der jüngsten Übungseinheit fleißig der Spielaufbau exerziert worden. Mit Spätfolgen nach der derben Schlappe rechnet Rudels-Führer Viktor Melnicuk keineswegs, verspricht er doch gegenüber Lippe-Kick: „Wir haben die Niederlage vom Wochenende sehr gut verdaut und brennen auf dieses Spiel!“ Für ihn steht fest, dass die Delphine in der Vorsaison nicht das Potenzial abgerufen haben, was im Bereich des Möglichen gewesen wäre. Deshalb werden sie bereits heute Abend, „ganz anders auftreten.“ Eine Kostprobe ihres fußballerischen Könnens bot der 3:1-Derby-Erfolg gegen den SC St. Pauli, hat Yunus vor allem die Abteilung Attacke ganz hell strahlen lassen.

Achim Oertel

Trotzdem rechnen die Wüsten-Füchse mit aussichtsreichen Chancen gegen die als leichte Favoriten ins Spiel gehenden Gäste: „Wir werden versuchen, Yunus nicht ins Spiel kommen zu lassen und mutiger, als gegen Holzhausen/Sylbach zu spielen“, war hier zu oft eine “Kaninchen vor der Schlange-Mentalität” anzutreffen. Melnicuk ergänzt im Lippe-Kick-Gespräch: „Wenn wir so spielen, wie wir zuletzt trainiert haben, bleiben die Punkte in Wüsten.“ Im Vergleich zur Auftaktniederlage gibt es nur kosmetische Kader-Korrekturen. Achim Oertel muss beruflichen Verpflichtungen nachkommen, während Wesley Thornton nunmehr im Kader stehen wird.

 

Die offensivfreudigen Yunus-Jungs sind mit einem prächtigen Erfolgserlebnis in die neue Spielzeit gestartet. Die Defensive mit einem Gegentor gegen St. Pauli machte nicht den allersichersten Eindruck, weshalb das Dienstagstraining für die Vermittlung von taktischen Inhalten genutzt wurde. Yunus-Coach Mehmet Anat verfügt über ein großes Netzwerk, hat sich über den kommenden Widersacher einige Informationen eingeholt. So verrät Anat bei Lippe-Kick, dass sie die Wüstenfüchse bereits im Aufbauspiel stören möchten, um sie so zu Fehlern zu zwingen. Dies ist im zweistündigen Training ausreichend praktiziert worden. Zunächst wollen die Gäste mit Kompaktheit überzeugen. Vor allem im Mittelfeld, dort speziell auf den Außenpositionen, will Yunus Lemgo die Deutungshoheit gewinnen, rechnet der Trainerfuchs damit, dass seine Mannschaft in dieser Partie für die Spielkultur verantwortlich ist. Inhalte, wie das Doppeln, auch das Hinterlaufen, möchte Anat möglichst schnell in der erfolgreichen Anwendung sehen. Defizite hat er trotz drei Treffern noch im Abschlussverhalten beobachtet, fordert er künftig mehr Eiseskälte im Torabschluss. „Wir dürfen nicht kläglich versagen.“ Die allerhöchste Bedeutung genießt allerdings für ihn das Einhalten der Disziplin, ist seine Forderung hier von eindeutiger Natur. Dass seine Mannschaft zunächst einmal wichtige Punkte für den Klassenerhalt einsammeln muss, das genießt für ihn pberste Priorität. „Meine Jungs sind gut vorbereitet und motiviert nach dem allerersten Sieg gegen St. Pauli nach 25 Spielen.“ Allerdings ordnet er ein: „Nur wenn wir auch in Wüsten drei Punkte holen, dann hat das eine Bedeutung.“ Zum Gegner: „Die sieben Gegentore sprechen für sich. Die werden sich wahrscheinlich auch zusammenraufen, auf die Defensive achten, dass sie kompakter stehen.“ Die Wochenspiele sind Anat ein Dorn im Auge, fallen einige der zahlreichen Schichtarbeiter deshalb doch aus. Unangenehm: Gleich zwei Abwehrleute (Monzer Hantro (Bild rechts), Bünyamin Topcu) und Spielmacher Ethem Demirkol müssen die Hansestädter ersetzen. Es wird dafür Yusuf Yeldan wieder zur Verfügung stehen. Ob der 19-jährige Allrounder und Neuzugang Kaan bis heute einsatzfähig ist, muss abgewartet werden. „Er hat Qualitäten für zwei Spielklassen höher. Er ist bis auf die Torwartposition überall einsetzbar“, schwärmt Mehmet Anat gegenüber Lippe-Kick.

 

Auf dem Kunstrasenplatz in Wüsten wird Sükrü Bulut die Partie leiten. Um 19.00 Uhr erfolgt der Anpfiff.

 

TSG Holzhausen/Sylbach vs. FC Union Entrup

Der 7:2-Auftaktsieg gegen den Aufsteiger SV Wüsten II war ein Statement. Dies alles erreicht ohne den im Urlaub befindlichen Chef-Coach Jörg Koring. Am Sonntag wartet das Heim-Match gegen die schlecht in die Serie gestarteten Entruper, die gegen den Top-Aufstiegsfavoriten TSV Schötmar mit 2:7 unter die Räder kamen. Koring weiß aus Erfahrung: „In der Vergangenheit waren es immer schwere Spiele gegen Union. Das ist eine kampfstarke Mannschaft, die nie aufgibt.“ Er rechnet mit einem „motivierten Gegner“, fühlt sich dieser durch die Schötmar-Klatsche angestachelt, um möglichst schnell eine Reaktion zu zeigen. Trotz des klaren Erfolgs zum Auftakt hat der TSG-Trainer noch das eine oder andere Manko erkannt, wenn er im Lippe-Kick-Talk selbstkritisch anmerkt: „Das erste Meisterschaftsspiel ist immer schwierig. Es lief noch nicht alles rund.“ Entscheidend wird für den blau-weißen Favoriten sein, über die komplette Spielzeit hoch konzentriert zu spielen, hat Koring in dieser Sparte noch Verbesserungsbedarf erkannt. Ausfallen werden Liam Koring (Kreuzband) und Tom Jünemann (Bild rechts; Meniskus).

 

Ob der Spielplan und der FC Union Entrup tatsächlich ewige Freundschaft schließen werden, muss noch entschieden werden. Erst gab es das Duell mit den spielfreudigen Schötmaranern, nun mit der TSG Holzhausen/Sylbach. „Der nächste Top-Kandidat“, wie Union-Fänger Timm Lessow meint und begründet: „Holzhausen/Sylbach wird ziemlich sicher in diesem Jahr wieder um die Top 5 mitspielen. Vorne sind sie mit Rönicke immer für ein Tor gut und mit Stüde haben sie eine gute Absicherung im Kasten.“ Er prognostiziert folgerichtig: „Das ist nicht einfach“, wenn er es allerdings auch nicht als ein „Ding der Unmöglichkeit“ bezeichnet. FCU-Coach Thomas Johannfunke freut sich im Vergleich zum Auftakt-Match über reichhaltigere Auswahloptionen im Kader-Sektor, was die Laune spürbar nach oben treibt. Lust auf einen Fehlstart mit null Punkten, die verspürt Lessow beileibe nicht. Er kommuniziert deshalb unmissverständlich gegenüber Lippe-Kick: „Für uns ist es extrem wichtig zu punkten. Sonst läufst du gleich von Anfang an hinterher. Mit viel Konzentration und Ehrgeiz werden wir uns der Aufgabe stellen.“ Was klar ist: Vor allem durch die Rückkehr einiger Leistungsträger ist das fußballerische Potenzial da, tatsächlich beim Favoriten zu bestehen. Im Detail: Ulrich Bornscheuer kehrt nach seinem Urlaub zurück, Daniel Penner nach verbüßter Gelb/Rot-Sperre und Kenan Alp nach beruflichen Diensten.

 

Referee Lukas Wessel pfeift dieses Spiel in Holzhausen um 19.00 Uhr an.

 

TSV Schötmar vs. TuS Leopoldshöhe II

Wenn es nach dem TSV Schötmar-Boss Ersan Dargecit geht, kann es gerne so weiterlaufen. Dieser 8:2-Erfolg gegen keinesfalls enttäuschende Entruper war eine Offenbarung, eine Wohltat für das Auge. Leistungsmäßig an diese Vorstellung anknüpfen, das wäre äußerst hilfreich, um die nächsten drei Punkte im Sack zu haben. Dargecit sagt mit Blick auf den 2:0-Heimsieg vom TuS Leopoldshöhe II gegen Helpup: „Wir spielen gegen einen Gegner, der ebenfalls die volle Beute aus dem ersten Spiel mitgenommen hat. Ich denke mal, sie werden auch sehr motiviert sein.“ Da vor allem in der jüngst beendeten Vorbereitung munter hin- und hergewechselt worden ist, intensiviert das für Dargecit die Schwierigkeiten bei der Gegner-Analyse. Daher erachtet er es als sinnlos, die abgelaufene Spielzeit als Maßstab zu nehmen. Mit dem Glauben an die eigene Stärke merkt ein selbstbewusster Dargecit an: „Hand aufs Herz. Diese Saison müssen wir das auch nicht wirklich. Die Rollen sind für uns jede Woche klar verteilt und wir gehen auch dieses Mal wieder als Favorit ins Spiel.“ Deshalb streben die Lohfeld-Jungs auch nun wieder die Maximal-Ausbeute an, wären doch „alles andere als drei Punkte für uns nicht zufriedenstellend“, weiß Dargecit. Seine Spieler hat er aufmerksam beobachtet. Sein Urteil: „Die Jungs sind heiß, sie haben Bock und sind motiviert.“ Hakan Erol (Bild rechts) entspannt auf der Nordsee-Insel Sylt und Kerem Er wird wegen Meniskusproblemen die komplette Spielzeit ausfallen.

 

 

Nichts Unwahres erzählt TuS Leopoldshöhe II-Sprachrohr Max Meckelmann, als er den TSV Schötmar „zu den Top-Favoriten um den Aufstieg“ zählt. Das nächste Level ist für ihn angebrochen, stellt er doch via Lippe-Kick fest: „Auch wenn bereits Helpup ein starker Gegner zum Auftakt war. Das nächste Spiel wird noch einmal deutlich schwerer. Entsprechend dürfen wir einige Fehler vom Sonntag nicht wiederholen.“ Insbesondere der Spielaufbau wies einige Schwachstellen auf, was in der abgelaufenen Übungseinheit gezielt trainiert worden ist. Die Leos wollen alles geben, um eine Stolperfalle für den hohen Favoriten zu werden. „Die Trainingsbeteiligung hat gezeigt, dass die Spieler Bock haben“, strahlt Max Meckelmann dabei bis über beide Ohren. Die Möglichkeiten in einer englischen Woche sind arg begrenzt, wie Meckelmann deutlich verbalisiert: „Dass wir vor so einem Spiel nur einmal trainieren können, ist natürlich suboptimal. Da ist eine vollständige Vorbereitung nur schwer möglich.“ Allerdings ist er bei einer Leistungssteigerung im Vergleich zum Helpup-Match optimistisch, dass dem hohen Favoriten viel abverlangt werden kann. „Wenn wir eine gute Leistung zeigen, und gegebenenfalls sogar etwas Zählbares mitnehmen könnten, wäre bei uns jedenfalls die Freude groß“, bekräftigt Meckelmann, der von einem vollen Kader spricht.

 

Rainer Lengert ist um 19.00 Uhr der Referee in dieser Partie auf dem Naturrasenplatz im Bad Salzufler Lohfeld.

 

TuS Helpup vs. TuS Lipperreihe II

Das sind keine guten Vorzeichen, um die 0:2-Auftaktpleite vergessen zu machen. Schon in diesem außergewöhnlich frühen Saisonstadium tritt der TuS Helpup mit dem „letzten Aufgebot“ an. Verletzt oder beruflich involviert sind in Summe acht Kicker, was bei einem 20-Mann-Kader schwer ins Kontor schlägt. Hilfreich. Beim TuS Helpup wäscht eine Hand die andere, denn die Reserve wird ebenso gute Kicker abstellen wie die Alt-Herren. TuS Helpup-Coach Andre Plaß (Bild rechts) unterstreicht bei Lippe-Kick: „Am Dienstag haben wir erstmals auf Asche trainiert und diesen für gut befunden. Ich als Lagenser Eichenallee-Kind freue mich besonders auf das Asche-Spiel unter Flutlicht.“ Mit einem hohen Konzentrationslevel sollen die zum Auftakt mit 5:3 gegen Asemissen II siegreichen Lipperreiher in die Bredouille gebracht werden. Um tatsächlich für beunruhigte Gäste zu sorgen, ist für Plaß eine Basis unabkömmlich: „Wir müssen auf jeden Fall konzentrierter und mutiger ans Werk gehen, als am letzten Sonntag. Die Zuschauer müssen sehen, dass wir „wollen“.“ Dadurch steigert sich auch die Milde in der Bewertung, die Vergebung: „Auch wenn dann mal etwas nicht klappt, bin ich mir sicher, dass man kleine Fehler schnell verzeiht.“

 

Daniel Sick pfeift um 19.00 Uhr dieses Spiel auf dem Hartplatz in Helpup an.

 

 

TuS RW Grastrup/Retzen vs. TSG Holzhausen/Sylbach II

Der Ehrgeiz der Rot-Weißen dürfte ungebrochen sein, denn die Vorsaison ist noch längst nicht aus dem Gedächtnis gelöscht worden: „Zum Gegner musste ich den Jungs nichts sagen. Letzte Saison haben sie uns drei Punkte geklaut“, erklärt schnaufend Grastrup/Retzen-Urgestein Salvatore Völkel. Beim Vorjahres-Aufsteiger aus der Nachbarschaft hat er „keine herausragenden Spieler“ ausgemacht, „sondern ein gut funktionierendes Team, was es einen über 90 Minuten sehr schwer machen kann. Sie kämpfen und beißen. Da will ich, dass die Jungs dagegenhalten.“ Zuvorderst allerdings möchten die Brosch-Boys sich auf die eigene Leistung fokussieren. Die zum Auftakt mit 3:0 bei der SG Leese/Hörstmar/Lieme II siegreichen Hausherren besitzen eine auffällig juvenile Mannschaft, die alles investieren soll, sich auch quälen muss. „Wenn sie das tun, werden wir die drei Punkte bei uns behalten. Denn die Qualität ist trotz der herben Ausfälle vorhanden.“ Schließlich besitzt dieses Spiel auch gewiss eine historische Bedeutung: „Das ist das erste Heimspiel seit fast einem Jahr, da möchte ich natürlich einen Sieg sehen.“ Bis zu drei Kicker sind angeschlagen, fehlen Nico Bösener (Bild rechts), Patrick Haas und Sascha Krencky verbindlich.

 

 

Den langjährigen B2-Ligisten aus Grastrup/Retzen belobigt Simon Koring als „sicher eine von den Top 4-Mannschaften unserer Liga.“ Was auch der TSG Holzhausen/Sylbach II-Coach weiß. Nach einer überraschend schwachen Vorbereitung war die Generalprobe vor dem Liga-Auftakt mit dem Pokal-Triumph gegen die SG Leese/Hörstmar/Lieme ausgezeichnet gelaufen. Auch die SG-Reserve wurde zum Meisterschafts-Auftakt bezwungen. Kurzum: Die Schützlinge von Neu-Coach Sebastian Brosch sind im Wettkampf-Modus voll angekommen, was die Aufgabe für die Gäste deutlich erschwert. „Da muss die Mannschaft schon gemeinsam kämpfen, beißen und laufen bis zum Umfallen“, sind die Basis-Tugenden nötig, um den Riesen erst zum Wanken, dann zum Fallen zu bringen. Koring zählt die gegnerischen Qualitäten fast schon andächtig auf: „Mit Andre Brandenburg haben sie einen der besten Fänger der Liga, mit Döller einen Torgaranten und durch die Rückkehrer aus Aspe eine enorme Geschwindigkeit dazu bekommen. Zudem bin ich auf die Spielidee des neuen Coaches gespannt.“ Naturgemäß konnte die TSG Holzhausen/Sylbach II unter der Woche nicht viel trainieren, sind in der singulären Einheit nur einige geringe Mankos zunächst kommuniziert und dann angegangen worden. Die Regeneration ist wichtig, für die Physis, noch mehr allerdings für die Psyche. Die Belastung ist erst am Anfang, denn die abgelaufene Zeit sorgt dafür, dass die Spieltage irgendwie durchgepeitscht werden müssen, koste es, was es wolle. Der 4:0-Auftaktsieg gegen Ahmsen II hat die Qualitäten der Blau-Weißen für alle sichtbar werden lassen. Doch die kommende Aufgabe verkompliziert sich, verdeutlicht Simon Koring immerhin im Lippe-Kick-Gespräch: „Nun kommt ein anderes Kaliber und gegen so einen Favoriten müssen wir bestehen können.“ Mehr Fokussierung, das Abrufen von allen wichtigen Kriterien, das wird die Grundlage sein, um überhaupt die Möglichkeit zu erhaschen, Punkte einzuheimsen. Ob Milz und Janzen mitspielen, muss kurzfristig entschieden werden. Möwe fehlt wohl auch, der urlaubende Patrick Bökehof (Bild links) definitiv.

 

TBV Lemgo III vs. SG Leese/Hörstmar/Lieme II

Endlich geht auch die neue Saison für den TBV Lemgo III etwas verspätet los. Wegen der 17 B2-Teams setzte der Vorjahresaufsteiger in der ersten Runde aus. Heute Abend kommt es direkt zum Derby, wenn die Zweitvertretung der SG Leese/Hörstmar/Lieme am Jahnplatz vorstellig wird. Gegen einen wahrscheinlich unmittelbaren Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt wollen die Lemgoer direkt ein Ausrufezeichen setzen – daher mit einem Heim-Dreier starten. Tiefergehende Schwierigkeiten offenbart TBV Lemgo III-Spielertrainer Dennis Driedger, als er von Lippe-Kick zu einer Stellungnahme über den Nachbarverein gebeten wird: „Leese/Hörstmar/Lieme II ist für uns aktuell schwierig einzuschätzen. Es hat sich ja viel getan bei denen in der Pause mit der Spielgemeinschaft. Nur anhand der Ergebnisse aus der Vorbereitung sowie dem Spiel gegen Grastrup/Retzen“ könne man den Gegner einordnen, bezeichnet er die Maros-Männer daher als eine „Wundertüte.“ Einen nicht diskutablen Vorteil hat die Spielgemeinschaft allerdings: Sie haben bereits Wettkampf-Praxis in dieser Spielzeit erlebt – im Gegensatz zu den Hausherren. „Deswegen müssen wir umso mehr zusehen, dass wir unser Spiel, das wir in den Testspielen versucht haben, einzustudieren und immer wieder besprochen haben, auf den Platz bringen.“ Auch gedanklich vom Test-Charakter in den Wettkampf-Style zu switchen, ist eine nicht zu unterschätzende Herausforderung. Die Maßgabe ist eindeutig: „Wir wollen natürlich mit einem Erfolgserlebnis in die Serie starten, sind deswegen nur mit einem Sieg zufrieden, zumal wir bei uns auf dem Jahnplatz spielen!“ Knie verletzt fallen Musa Murad und Erhan Köse aus. Patrick Wattenberg zwickt es im Oberschenkel. Bis zu drei Akteure müssen privat aussetzen. Angstschweiß steht bei Driedger trotzdem nicht auf der Stirn: „Wir werden nichtsdestotrotz mit einem sehr stark aufgestellten Kader anreisen.“ Gestern wurde geübt, stand hier die taktische Feinjustierung auf dem Stundenplan. Auch ruhende Bälle rückten in den Fokus. Das Thema Belastungssteuerung nimmt eine hohe Wertigkeit ein, wirft Driedger doch schmunzelnd im Lippe-Kick-Gespräch ein: „Wir wollen keine zu hohe Belastung, um Verletzungen zu vermeiden“, soll doch der bestmögliche Fitnesszustand erreicht werden.

 

Für Gäste-Coach Robert Maros ist es eine Reise in die eigene Vergangenheit. Den Ausdruck „erfahrene Füchse“ verwendet er, von den Spielern des TBV Lemgo III sprechend. Die Freundschaft der Spieler untereinander, die Maros selbst zu „60 Prozent kennt“, bedeutet eine enorme Kameradschaft beim Gegner. Deshalb befürchtet der ehemalige Bezirksliga-Kicker: „Das wird ein harter Brocken für uns.“ Mit viel Schlagkraft möchte die Spielgemeinschaft in Erscheinung treten. Was nicht einfach wird, denn viele Akteure fallen wegen beruflichen Spätschicht-Termin für heute Abend aus. „Das wird sehr schwer. Wir dürfen den Kopf nicht in den Sand stecken, müssen weiterhin Gas geben, kämpfen“, hat ihm das trotz der 0:3-Niederlage gegen Grastrup/Retzen zum Auftakt sehr gut gefallen. Selbst bei einem möglichen Rückstand wünscht sich Maros, dass sein Team nicht aufgibt, eine erfrischende Steh-Auf-Mentalität beweist, insgesamt mehr defensive Stabilität als zum verpatzten Auftakt an den Tag legt. Auf dieses Derby speziell darauf vorbereitet hat sich die SG LHL II nicht. Der Gäste-Coach ist sehr skeptisch, bei seinem Ausblick: „Wenn ich mir den Spielplan angucke, sehe ich bei vielen Mannschaften schwarz“, ist die Personalsituation und die Belastung für alle Beteiligten, einschließlich der berichtenden Zunft, nicht mehr feierlich.

 

Manfred Miske pfeift um 19.30 Uhr die Begegnung auf der Kunstrasenfläche Jahnplatz an.

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