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Kreisliga A Detmold

Kreisliga A Detmold – Vorbericht 2. Spieltag 2020/21

Wer hat noch nicht, wer will nochmal? Zweite Runde, nächste Runde. Am Sonntag kredenzt der Spielplan-Gestalter einmal mehr höchst ansprechende Matches für die lippischen Freunde der schönsten Nebensache der Welt.

Hosch hofft auf den richtigen Balance-Akt

 

Kreisliga A Detmold (hk). Am heutigen Freitag schon startet die zweite Runde mit dem Aufeinandertreffen vom CSL Detmold gegen die Spielgemeinschaft aus Brakelsiek/Wöbbel. Für die Hausherren ist es das Comeback im Detmolder Kreisoberhaus. Für beide Teams wird die oberste Bürgerpflicht das möglichst schnelle Einsammeln von Zählern für den Klassenerhalt sein. Ähnliche Gedankengänge verfolgt Liga-Neuling BSV Müssen, der beim Post TSV Detmold II antritt. Vor allem für Philip Müller, den Detmolder-Keeper, stehen besondere Emotions-Momente an der Tagesordnung, kommt es doch zum Duell gegen seinen Ex-Verein. Nach der spektakulären Auftakt-Niederlage in Horn erkennt mit dem TuS Eichholz/Remmighausen ein weiterer Aufsteiger vernünftige Perspektiven, gegen den RSV Hörste endgültig in der A-Liga anzukommen.

Dieser Bericht wird präsentiert von:

 

 

Von Henning Klefisch & Andre Bell

 

CSL Detmold vs. SG Brakelsiek/Wöbbel

(ab). Schon heute Abend steht für die SG Brakelsiek/Wöbbel das zweite Saisonspiel an. Für Gastgeber CSL Detmold ist es der erste Saisoneinsatz, am vergangenen Wochenende hatte der Aufsteiger noch spielfrei. Die SG um Coach Falk Weskamp hat im Dienstags-Training den Saisonauftakt gegen Diestelbruch-Mosebeck nochmal „besprochen und aufgearbeitet, weil wir, ich als Trainer sowieso nicht, aber auch die Mannschaft damit nicht zufrieden waren. Wir waren uns einig, dass das nicht gut war und dass so auch nicht reicht.“ Damit war die Niederlage gegen Diestelbruch-Mosebeck aber auch bereits abgehakt. „Schlechte Laune und Ärger helfen da auch nicht“, meint Weskamp. Also: „Kopf hoch und einmal kurz schütteln.“ Die gastgebenden Detmolder hat Weskamp als „körperlich sehr präsente Mannschaft“ in Erinnerung, er schränkt aber auch ein, dass das schon „eine gewisse Zeit her“ ist, dass man zuletzt aufeinandergetroffen war. In der Saison 2016/2017, der vorletzten Aufstiegssaison des CSL Detmold, spielte man zuletzt gegeneinander. Die SG unterlag zweimal mit 2:5. Doch die Zeiten haben sich geändert, ein Jahr später stieg CSL Detmold direkt wieder ab und die SG übernahm als Aufsteiger den Platz in der Kreisliga A Detmold. Am Abend soll es dann mit dem ersten Sieg gegen CSL Detmold klappen. Weskamp hat für das Spiel einen Kader von vermutlich 19 Mann zur Verfügung mit den üblichen Gründen, weshalb ein Spieler ausfallen kann, sprich kleinere Verletzungen oder andere Verpflichtungen.

 

Anstoß auf dem Sportplatz Hohenloh ist um 19.30 Uhr. Philip Dräger aus Bielefeld leitet das Spiel.

 

Post TSV Detmold II vs. BSV Müssen

(hk). Die 1:2-Auftakt-Niederlage beim TuRa Heiden war an Bitternis kaum zu übertreffen. Man kickte gut mit, initiierte ansehnliche Ballstafetten, doch in Torraumnähe überwog die Schüchternheit. Die Sehnsucht ist nach dieser überflüssigen Nullrunde zum Start bei den Postlern deutlich gestiegen, vor heimischer Kulisse gegen den Aufsteiger die volle Punktzahl einzukassieren. Mit diesem Spiel wurde – unabhängig vom Ergebnis – der Anschein geweckt, dass diese Postler eine attraktive Rolle im Detmolder Kreisoberhaus besetzen könnten. Zudem wollen die Wichmänner bei der Premiere vom neuen Stolz nicht den Spielverderber spielen. Was ist passiert? Der neue Kunstrasenplatz in der Werre-Arena wurde aufwendig verschönert. Die Uraufführung der frischen Spielfläche soll bitteschön liebend gerne mit einem Heimsieg zelebriert werden. „Da“, so reibt sich Spielertrainer Daniel Wichmann (Bild rechts), voller Vorfreude die Hände, „sind wir doppelt motiviert!“ Auch nach einer Woche ärgert sich Wichmann immer noch über diese Ergebnis-Enttäuschung, hat die Leistung doch bei ihm durchaus für Glücksgefühle gesorgt: „Vergangene Woche in Heiden war vieles gar nicht schlecht – wir haben den Ball auf schwerem Geläuf laufen lassen und sind geduldig geblieben.“ Die letzte Entschlossenheit beim Torabschluss, die Galligkeit, sich unbedingt mit einem Torerfolg zu belohnen, vermisste er schmerzlich. Hier gilt es daran anzusetzen, kündigt der 29-Jährige via Lippe-Kick tatendurstig an: „Das wollen wir am Sonntag besser machen und sind dann optimistisch für das Spiel.“ Semih Durmaz (Bild links) kann dabei nicht unterstützend einwirken. Er hat Rücken. Der restliche und komplette Kader steht dem Post TSV Detmold II zur freien Verfügung.

 

 

Zweifelsohne, in der Vorsaison hat sich der Post TSV Detmold II beileibe nicht mit Ruhm bekleckert. Oft war von Personal-Not in den Vorberichten die Rede. Sogar der Betreuer musste seine Töppen schnüren. Am Ende war man froh, dass man sich auch ohne die sportliche Corona-Hilfe ein weiteres Jahr in der Detmolder A-Klasse gesichert hat. BSV Müssen-Trainer Jan Brinkmann (Bild links) blickt vor allem auf das Gesamtkonstrukt beim Post TSV Detmold, argumentiert sachlich, dazu sehr gut nachvollziehbar: „Die erste Mannschaft hat einen starken und breiten Kader, und davon kann auch immer die Zweitvertretung profitieren. Das kennen wir ja selber“, lächelt er verschmitzt. Die vorzeigbare Leistung der Postler bei den favorisierten Heidenern ist auch von Brinkmann nicht unentdeckt geblieben, nötigt ihm dieser unerschrockene Auftritt durchaus spürbar Respekt ab. Weil: „Jeder sollte wissen, wie schwer es ist, in Heiden zu spielen.“ Tatkräftige Unterstützung zu liefern, beim Versuch, Wiedergutmachung zu leisten, das passt Brinkmann nicht in den Kram, verfolgt der fleißige wie punktlose Aufsteiger doch selbst die Zielsetzung, endlich Ertragreiches auf das eigene Konto zu packen. „Drei Punkte sind das Ziel.“ Eine Hypothek aufzunehmen, dem Feld ein wenig hinterherhecheln, das wollen die Blau-Weißen tunlichst vermeiden. „Mit zwei Niederlagen zu starten, wäre trotz des starken Auftaktprogramms schon eine kleine Enttäuschung und daher werden wir alles investieren, was momentan noch zur Verfügung steht“, gibt Brinkmann via Lippe-Kick die Lösung bereits aus. Hinter dem Einsatz von drei Akteuren steht noch ein Fragezeichen, bei einem verletzten, einem urlaubenden und gesperrten Akteur herrscht immerhin totale Gewissheit über ihr Fernbleiben. Kein Wunschszenario, was nun allerdings die Realität bedeutet. Alibis möchte Brinkmann damit keineswegs verteilt sehen, lanciert er doch gegenüber Lippe-Kick: „Trotzdem darf das keine Ausrede sein, der Gesamtkader ist stark genug, um das Spiel zu gewinnen. Sollten wir genauso viel investieren wie beim Auftaktmatch, wird auch diesmal die Punkteausbeute stimmen, davon bin ich überzeugt.“ Die Leistung beim 0:1 gegen den Top-Aufstiegskandidaten Blomberger SV war nämlich äußerst vorzeigbar. Eine Prise mehr Offensivelan, eine Dosis mehr Selbstbewusstsein, das sind Zutaten für den BSV Müssen, die Anwendung für ein Erfolgsrezept finden könnten. Trägheit und Zaghaftigkeit stehen nämlich nicht zur Debatte: „Eine etwas abwartende Spielweise hat uns gegen Blomberg schon die ersten 25 Minuten verschlafen lassen.“

 

Um 12.00 Uhr pfeift Yilmaz Demir dieses Spiel auf dem frisch präparierten Kunstrasen vom Werre-Sportplatz in Detmold an.

SV Diestelbruch/Mosebeck vs. Türkischer SV Horn

(hk). Eine fundamentale Rhetorik demonstriert SV Diestelbruch/Mosebeck-Pressesprecher Arne Dreier. Er spricht doch voller Hochachtung über den kommenden Widersacher: „Mit dem TSV Horn erwarten wir am Wochenende einen Aufstiegsfavoriten – für mich persönlich sogar der Aufstiegsfavorit!“ Was verleitet ihn denn zu dieser gewagten These? „Der TSV hat sich sehr, sehr gut verstärkt und hat bereits im ersten Spiel bewiesen, wie stark die Offensive ist.“ Die Dörenwald-Kicker sind jedoch Sportler durch und durch, weshalb sie auch im Spiel gegen dieses Schwergewicht mit den drei Punkten als Wunschvorstellung gehen. Man sollte aber niemals die eigene Vergangenheit vergessen. Möge diese auch noch so nah zurückliegen. Was redet Lippe-Kick da? Nur äußerst mühsam setzte sich das Team von Coach Roy Wangert (Bild links) mit 2:1 gegen die SG Brakelsiek/Wöbbel zum Auftakt durch. Beruhigend wirkte die Leistung beileibe nicht, sollten die verbuchten drei Punkte nicht die Sinne für die Realität vernebeln. Dreier legt den Finger in die Wunde, sagt kritisch: „Mit unserem Spiel waren wir bei weitem nicht zufrieden. Dort gibt es noch deutlich Potenzial nach oben. Das wissen wir, und wollen die Ausreden auch nicht bei den vielen verletzten Spielern suchen.“ Um nicht noch weitere Ausfälle zu riskieren, hat Wangert das Training mit dem Schwerpunkt Regeneration versehen. Da einige Urlauber und Schonzeit-Jungs wieder in den Kader drängen, werden sich die Auswahloptionen für das Trainerteam deutlich erweitern. Schnell wird klar: Am Dörenwald verspüren die Kicker große Lust, den Favoritensturz in die Tat umzusetzen.

 

 

Der SV Di-Mo ist ein Routinier der Detmolder A-Liga, vielleicht auch die gute Seele und das Herz. Vor allem ziehen sie Nektar aus ihren frenetischen Anhängern, die ihr Team lautstark nach vorne peitschen, was die Leistungskurve nach oben steigen lässt. Im Hexenkessel Dörenwald muss der Türkische SV Horn einen kühlen Kopf bewahren. TSV-Trainer Thorsten Schmiech ist sich der Situation absolut bewusst, als er Lippe-Kick in den Notizblock diktiert: „Auch wenn es zu Beginn der Saison und durch den Trainerwechsel etwas schwieriger ist, den Gegner einzuschätzen, erwarte ich eine spielstarke und engagierte Mannschaft, die keinen Zweikampf scheut und auf ihrem Platz ihr spielerisches Potenzial sicher auf den Platz bringen wird.“ Die angemessene Dosierung ist wichtig, um nicht auf die Nase zu fallen. Für den personifizierten Wegweiser Schmiech ist es überaus wichtig, die richtige Contenance zu demonstrieren: „Da müssen wir sehr demütig ob ihrer Stärken, aber auch sehr selbstbewusst im Vertrauen in unsere Fähigkeiten auftreten.“ Der 6:3-Heim-Auftakt gegen den TuS Eichholz/Remmighausen hat definitiv die Sinne geschärft bei den Egge-Jungs. Die Defensivabteilung war stellenweise sehr flattrig, wenig zupackend, während die Offensive viel Esprit verkörperte, für einen Drehkreisel beim TuS-Abwehrverbund sorgte. Schmiech ist ein analytischer Trainertyp, der akribisch als „Zettel-Toto“ Dinge verschriftlicht, die ihm auffallen. Während der Partie befindet er sich im Tunnelblick, hat er vorher seinen Schützlingen einen detaillierten Match-Plan an die Hand gegeben. Den Seinen gibt er folgende Botschaft mit auf den Weg: „Nach dem erfolgreichen Start letzte Woche wollen wir unbedingt nachlegen und unsere Spielphilosophie durchsetzen. Ich denke, dass die Jungs da schon vieles richtig gemacht haben, aber auch durch individuelle Fehler aufgefallen sind, was wir unbedingt abstellen wollen!“ Warnend: Die gierigen Dörenwald-Jungs werden diese Geschenke sicherlich mit ganz viel Inbrunst auspacken wollen. Seine Spieler scheinen aber bereit für große Taten zu sein, hat Schmiech doch konstatiert: „Die Jungs haben diese Woche sehr gut trainiert und sind für dieses schwere Auswärtsspiel bereit.“ Levent Kücüker (Verletzung) und Batuhan Kocak (Sperre) stehen jedenfalls nicht zur Verfügung.

 

Christian Sycz ist im Dörenwald-Stadion ab 15.00 Uhr der Referee.

 

TuS Eichholz/Remmighausen vs. RSV Hörste

(hk). Ein höheres Abwehrdickicht erwartet TuS Eichholz/Remmighausen-Coach Tim Hosch vom RSV Hörste. Während der Start-Kontrahent Türkischer SV Horn sehr tolerant in der Verteidigung agierte, erwartet er beim Team aus der Nähe von Lage deutlich mehr Kompaktheit, welche es aufzudröseln gilt. Viele Geheimnisse existieren nicht mehr voreinander, hat Hosch doch beobachtet: „Hörste ist eine eingeschworene Mannschaft. Man kennt sich und die Laufwege des Gegners, und der RSV weiß, wie man ein Spiel dreht und über den Fight Punkte holt.“ Hörste wird brennen, hat extrem unglücklich das Heimspiel gegen die FSV Pivitsheide mit 2:3 verloren. Deshalb erwartet der Aufstiegstrainer auch, dass der Rivale „sicher nochmal ein Stück mehr motiviert sein wird“, um diese Niederlage auszumerzen. Vor allem werden Aspekte wie Leistungsbereitschaft und Kampfgeist eine wesentliche Rolle spielen, wenn es darum geht, den Ausgang des Spiels zu beeinflussen. „Für uns gilt es, die wirklich guten, spielerischen, Elemente aus dem Spiel gegen Horn mitzunehmen und besonders auf unserem Platz für Akzente zu sorgen und unser Spiel durchzubringen – den Anspruch haben wir schon und das ist auch für eine positive oder negative Bewertung nach dem Spiel ausschlaggebend“, so Tim Hosch, der aus seiner Akademiker-Laufbahn den wissenschaftlichen Trainingsaspekt bei den Grün-Weißen implementiert hat. Sogar im Training werden Inhalte stets und ständig wiederholt, um einen Fehler nicht zweimal zu begehen. Wir haben gemerkt, dass wir spielerisch mit den Anforderungen im ersten Spiel sehr gut mithalten konnten, aber wir haben uns durch unsere Nerven und daraus resultierende Fehler selber um ein besseres Ergebnis gebracht. Für uns sind gerade am Anfang der Saison zwei Dinge essenziell: Wir müssen die A-Liga als Alltag nehmen und die 100 Prozent, die jetzt in jedem Spiel notwendig sind, müssen Normalität werden und wir müssen viel besser werden, was das Spielmanagement angeht. Hosch (Bild links) hat die Fehlerquellen erkannt, sollen diese zeitnah behoben werden. Es wird schnell ersichtlich: Die To-do-Liste, die Tim Hosch seinem Team mit auf den Weg gibt, ist ellenlang, der Qualitätsunterschied zwischen den Spielklassen aber auch enorm. So gab es etwa im Detmolder Kreisunterhaus für den TuS Begegnungen, die mit einem halben Dutzend Toren Vorsprung dominiert wurden. Im Überschwang dieser Überlegenheit wurde eine extreme Laissez-faire-Einstellung demonstriert, somit der Gegner unnötig aufgebaut und eigene Unsicherheiten geschürt. Beispielhaft für die fehlende Ernsthaftigkeit in gewissen Situationen: Beim haushohen Favoriten Türkischer SV Horn gingen die grün-weißen Himmelsstürmer sogar in Führung, doch gönnten sich drei vermeidbare, weil individuelle Aussetzer, die in einem Favoritensieg mündeten. Über diese „Kopflosigkeit“ ärgert sich Hosch auch heute noch mit einigen Tagen Abstand. Den richtigen Balanceakt an den Tag zu legen, bedeutet: Weniger Fehler, aber die gleiche Intensität an Power, sollten Neulinge, was selbst in der Bundesliga üblich ist, vor allem ihre Heimspiele gewinnen. Der Stolz, in dieser Spielklasse Mitglied sein zu dürfen, ist einzigartig. So hat auch Tim Hosch feinfühlig registriert: „Wir haben gemerkt, wie toll es ist, am Sonntag um 15.00 Uhr in der höchsten Liga im Kreis zu spielen.“ Man muss den Worten jetzt nur noch Taten folgen lassen, geht es darum, das vollständige Potenzial zu zeigen. Auf Jan Lukas (Muskelfaserriss), Mirko Röhl (Bild rechts; Bänder- und Kapselriss) sowie Noel Krumme (Bild links; ebenfalls Bänder gerissen) muss bis zu sechs Wochen verzichtet werden. Der TuS-Trainer appelliert: „Diese Herausforderung müssen wir ebenfalls annehmen. Aber“, haben die Kaderplaner um Manager Mohamed Ben Ayed außerordentlich gut gearbeitet, „mit den Neuverpflichtungen in unseren Reihen sind wir dafür gerüstet.“

 

Mit Tamtam a la aus den Untiefen des Überraschungseis muss nicht gerechnet werden. Der RSV Hörste kennt den Turn- und Sportverein aus Eichholz/Remmighausen schließlich noch aus einigen gemeinsamen B-Liga-Zeiten. Nicht nur. RSV-Trainer Ralf Ackmann (Bild links) hat vor allem die Testspiele in seinem Gedächtnis abgespeichert, erinnert sich eher mit Grauen an diese Partien, weil: „Gegen sie haben wir immer schlecht ausgesehen.“ Den blonden Wunderstürmer Jannik Rother sollten die Hörster auch stets im Visier haben, überzeugt der Modellathlet doch mit einem ungeheuren Zug Richtung gegnerisches Gehäuse, scheint ein Treffer-Abonnement kostengünstig abgeschlossen zu haben. Wütend ist Ackmann nicht über den eigenen Auftritt gegen die FSV Pivitsheide, vielmehr enttäuscht, blickt er doch ebenso zuversichtlich zurück: „Der Auftritt letzte Woche war ja nicht der schlechteste, vor allem in der ersten Halbzeit. Wir haben dieses Spiel aufgearbeitet“, um jetzt die richtigen Lehren daraus zu ziehen. Zufriedenheit ist nicht allein Ergebnis-abhängig. Es kommt ebenfalls auf das Wie an, wenn Ackmann letztlich allerdings doch den pragmatischen Weg präferiert und klarstellt: „Unter dem Strich zählt am Ende natürlich immer die Punkteausbeute!“ Auf die Urlauber Kevin Leps und Tobias Breul (Urlaub) und den gelb-rot-gesperrten Erol Wallis kann Ackmann nicht bauen, dafür aber wieder auf John Berg, Jim Kaminski und Matthias Dick.

 

Der einzigartige Sascha Kreye gibt sich die Ehre und ist ab 15.00 Uhr auf dem Kunstrasenplatz in Remmighausen der Mann mit Pfiff.

 

 

FSV Pivitsheide vs. SF Berlebeck-Heiligenkirchen

(ab). Der kommende Gegner der FSV Pivitsheide hat einen „starken Kader mit Spielern wie Seehrich, Will, Höcker oder Steierwald“, die für FSV-Coach Dennis Brokmann „absolute Top-Leute“ sind, weshalb die Sportfreunde seiner Ansicht nach „mit Sicherheit ein Wörtchen um den Aufstieg mitreden“ werden. Bei der FSV hat man in einer guten Trainingswoche viel Wert auf das „Aufbauspiel“ und die „Defensivarbeit“ gelegt. Im ersten Spiel beim RSV Hörste, welches nach 0:2-Rückstand noch mit 3:2 gewonnen werden konnte, merkte man der Mannschaft ihr niedriges Durchschnittsalter an, meint Brokmann: „Wir waren im ersten Spiel total nervös und müssen schnell in der Liga ankommen, immerhin waren acht von elf Spielern unter 20. Das braucht seine Zeit und die Jungs müssen ihre Nervosität ablegen.“ Luft nach oben sieht der Coach auch noch im „Ballbesitzspiel“ seiner Mannschaft. Zudem muss sie „defensiv viel mehr Druck auf den ballführenden Spieler bekommen, ansonsten werden wir Sonntag leider keine Chance haben.“ Doch Brokmann wäre auch schon zufrieden, wenn seine Jungspunde „aggressiv gegen den Ball arbeiten und mit Ball Mut, Verstand und Tempo reinbringen.“ Auf zwei urlaubende Spieler muss der Coach verzichten, zudem drei verletzte ersetzen. Zwei weitere sind angeschlagen und fraglich. „Trotzdem werden wir alles reinhauen was möglich ist und dann schauen wir“, so Brokmann.

 

Der Sieg des FSV Pivitsheide am ersten Spieltag nötigt SF-Obmann Matthias Kuhlmann einiges an Respekt ab: „Die Mannschaft wurde völlig neu aufgestellt, wusste am ersten Spieltag aber trotzdem gleich zu überzeugen. Das spricht schon Bände und sollte uns warnen. Wenn wir da mit der falschen Einstellung ins Spiel gehen, wird da nichts zu holen sein.“ Stattdessen empfiehlt Kuhlmann andere Tugenden: „Wir müssen wach sein, wir müssen aggressiv sein, wir müssen eng dran sein an den Spielern und unser Spiel dem Gegner aufdrücken. Dann werden wir auch erfolgreich sein und drei Punkte mitnehmen.“ Das hat im ersten Spiel gegen den SuS Pivitsheide bereits „ganz gut geklappt, aber es gab auch Momente, wo es nicht so gut geklappt hat.“ Daran wurde unter der Woche im Training gearbeitet, „um das besser umsetzen zu können.“ Zu den Spielern, die letzte Woche bereits ausgefallen sind, gesellt sich nun auch noch Arne Seehrich (Bild links) mit muskulären Problemen. Ansonsten steht der gesamte Kader zur Verfügung. „Wir gehen mit guter Stimmung in dieses Spiel rein“, so Kuhlmann.

 

Anstoß ist um 15.00 Uhr. Bayram Yakmaz leitet die Partie.

 

SuS Pivitsheide vs. SF Oesterholz-Kohlstädt

(ab). Trotz der Niederlage bei den SF Berlebeck-Heiligenkirchen konnte der SuS Pivitsheide viel Positives aus dem Spiel mitnehmen. Karsten Kuczer und seine Mannschaft wollen „an die gute Leistung von Sonntag anschließen“ und nun die ersten drei Punkte einfahren. Dafür werden die Gastgeber „alles geben“, so Kuczer. Für ihn selbst stünde eigentlich ein besonderes Spiel an. Der Coach freut sich „für Oesterholz-Kohlstädt über den Aufstieg“, hat er schließlich selbst beim TSV Kohlstädt mit dem Fußballspielen begonnen. Doch da Kuczer im Urlaub weilt, wird er selbst nicht vor Ort sein können.

 

Für den Aufsteiger steht das erste Auswärtsspiel in der „neuen Klasse“ bevor. „Nachdem wir gegen Horn in den letzten Minuten noch ein positives Ergebnis erzielen konnten, haben wir das Spiel in der Woche aufgearbeitet, die Fehler angesprochen und uns auf Pivitsheide intensiv vorbereitet“, verrät Björn Brinkmann. „Die haben ihr erstes Spiel auswärts in Heiligenkirchen verloren und sind nun gegen uns zu Hause gefordert, um nicht einen Fehlstart zu produzieren. Sprich, wir werden auf einen Gegner treffen, der das erste Heimspiel unbedingt gewinnen möchte und alles dafür tun wird“, vermutet der Obmann. Fraglich ist jedoch, „ob sie das Spiel machen werden. Auf jeden Fall werden sie auf unsere Fehler lauern.“ Die müssen die Sportfreunde „definitiv abstellen“, denn eines hat man am letzten Wochenende gelernt: „Die eigenen Fehler werden sofort bestraft und wir dürfen uns nicht erlauben, jedes Mal in Rückstand zu geraten, denn immer können wir uns nicht auf einen glimpflichen Ausgang wie gegen Horn verlassen.“ Deshalb hofft Brinkmann auch, dass die Truppe „am Sonntag gut ins Spiel kommen und den Fight annehmen“ wird. Denn aus eigener Erfahrung weiß der ehemalige Keeper, dass „die Einstellung und der Wille“ passen müssen, „wenn du was holen willst. Dann spielt es auch keine Rolle, wer der Gegner ist.“ In Sachen Matchplan hat sich Coach Guido Rellensmann auch schon etwas überlegt, wie Brinkmann (Bild rechts) erklärt: „Wir wollen clever aus einer gesicherten Abwehr heraus nach vorn spielen, schauen, wie Pivitsheide mit uns zurechtkommt und vorne eiskalt zuschlagen, wenn sich die Gelegenheit bietet. Je nach Situation werden wir variabel auftreten. Entweder durch Konter gefährliche Nadelstiche setzen oder auch mal das Spiel bestimmen.“ So oder so wird es spannend in dem Duell zweier „Mannschaften auf Augenhöhe. In der Vergangenheit waren es auf jeden Fall immer schöne und spannende Spiele mit hohem Einsatz und nicht vorhersehbaren Ergebnissen.“ Auf den gesperrten Fabian „Diet“ Dietrich müssen die Sportfreunde verzichten, „alle anderen brennen auf Einsatzzeiten.“ Zur Spielvorbereitung hat man sich zudem etwas ganz besonders überlegt: „Wir wollen zum Auswärtsspiel nach Pivitsheide mit dem Fahrrad fahren! Deswegen treffen wir uns um 13.30 Uhr am Kreuzkrug zum Start durch die Senne nach Pivitsheide. Jeder der Lust hat, egal ob mit E-Bike oder Drahtesel, ist herzlich eingeladen um unsere Mannschaft zu unterstützen.“

 

Um 15.00 Uhr geht es los an der Hebbelstraße, Marcel Liesegang leitet die Begegnung.

 

TuS Horn-Bad Meinberg vs. TuRa Heiden

(hk). Ein gewisses Déjà-vu-Erlebnis verbindet der TuS Horn-Bad Meinberg-Coach Sascha Möller schon mit dem TuRa Heiden. Vor einem Jahr bestritt er das erste Heimspiel gegen die Geffers-Männer. Am Sonntag ist dies ebenfalls der Fall. Der Auftakt war mit dem 2:2 bei seinem Ex-Verein SF Oesterholz/Kohlstädt nicht zufriedenstellend, wäre doch bei mehr Coolness im Torabschluss ein Dreier absolut möglich gewesen. Mit einem Rückblick zum Duell 2019: „Wenn wir diese Leistung noch einmal abrufen können, sollten die drei Punkte am Platz bleiben“, glaubt Möller. Als „knifflig“ bezeichnet er die Kadernominierung, denn der Großteil steht fit und einsatzbereit zur Verfügung. Nur Raumdeuter Toni Knöfel ist angeschlagen. Hier wird erst kurz vor dem Spiel entschieden, ob es für ein Liga-Spiel reicht.

 

 

Etwas sentimentaler als sonst könnte es für Thorsten Geffers am Sonntag werden, gibt er doch ein Comeback an dem Ort seiner fußballerischen Glanz-Zeit. Einst stürmte der aktuelle TuRa Heiden-Coach für den TuS Horn-Bad Meinberg zur seligen Landesliga- und Bezirksliga-Zeit, dies für vier Spielzeiten. „Daher besteht noch immer mit einigen Personen ein guter Kontakt“, wirken diese schönen Zeiten auch mit mehreren Jahren Abstand noch immer verbindend. Geffers (Bild links), ein leidenschaftlicher Typ, der von seinem Coachingverhalten her aus der Vulkaneifel stammen könnte, war zum Liga-Eröffnungsspiel im Oesterholzer Paradies live vor Ort, um sich den TuS im Gastspiel bei den Sportfreunden Oesterholz/Kohlstädt aus nächster Nähe anzuschauen. Auffällig für ihn, dass die Kurstädter leichtfertig zwei Zähler beim Aufsteiger haben liegen lassen. Es geht nunmehr quasi um Schadensersatz, erklärt Geffers doch gegenüber Lippe-Kick: „Daher gehe ich von einer sehr offensiven Ausrichtung unseres Gegners aus, da sie unbedingt das erste Heimspiel gewinnen wollen. Man kennt sich gut und daher werde ich meinen Jungs die richtige Vorgabe mit auf den Weg geben.“ Zu viel in den Rückspiegel zu blicken, verhindert den klaren Blick nach vorne, sind die Schwächen aus dem glanzlosen Post TSV Detmold II-Spiel (2:1-Heimsieg) schonungslos und gewohnt ehrlich angesprochen worden, lag vor allem im spielerischen Sektor so einiges im Argen. Ein Spieler-Trio fehlt mit Brune (Bild rechts; Urlaub), Scholten (Beruf) und Pellkofer (Knieverletzung). Kader-Planer Manuel Di Paterniano versteht sein Handwerk, leistet einen ausgezeichneten Job, weshalb der Kader in der Breite wie Spitze hervorragend besetzt ist. Dies verleitet Geffers zu der optimistischen Aussage: „Ein 17er-Kader wird den Weg ins Waldstadion antreten, um die nächsten drei Punkte einzufahren.“

 

Um 15.00 Uhr ist im Waldstadion zu Horn-Bad Meinberg Edwa Demir der Referee, der für die Regeleinhaltung zuständig ist.

 

 

Blomberger SV vs. SC Türkgücü Detmold

(ab). BSV-Coach Mike Winkler findet es schwer, den SC Türkgücü Detmold so früh in der Saison richtig einzuschätzen, schließlich „haben sie ja einige Veränderungen im Kader.“ Gedanken um den Gegner macht man sich aber ohnehin nur wenige. Nach dem knappen Erfolg beim BSV Müssen wollen die Nelkenstädter nachlegen: „Wir wollen natürlich die Punkte am Platz behalten und werden Türkgücü keinesfalls unterschätzen.“ Fehlen wird am Sonntag aber vermutlich weiterhin Kapitän Fabian Wilhelmi mit Knieproblemen ausfallen. Chris Milinski wurde gestern operiert, für ihn ist die Saison aber ohnehin bereits beendet. Christopher Reuter ist im Urlaub, dazu gibt es „ein paar mehr oder weniger angeschlagene Spieler“ wie z.B. Onur Ünal oder die Maca-Brüder. „Wir sind trotzdem gut aufgestellt und sind überzeugt, die Ausfälle kompensieren zu können“, so Winkler.

 

Dem SC Türkgücü Detmold steht am Sonntag „ein starker Gegner“ bevor. Für Coach Erhan Eksioglu gehört Blomberg „zu den stärksten Mannschaften“. Und: „Sie wollen auch um die Meisterschaft mitspielen.“ Was seine eigene Mannschaft aktuell auszeichnet ist der starke Wille. Das merkt der Coach bereits an der guten Trainingsbeteiligung. „Wir trainieren permanent mit mindestens 16 Spielern“, freut sich Eksioglu. „Das macht richtig Spaß.“ Auf den BSV konnte man sich so „gut vorbereiten und wir werden es dem Gegner auch nicht leicht machen. Wir sind gut drauf und wissen auch, wo wir Blomberg packen werden müssen.“ Der Coach ist sich sicher, dass seine Jungs „dem Gegner alles abfordern werden. Wenn wir geduldig und kompakt spielen, werden wir was Zählbares aus Blomberg mitnehmen.“ Erhan Eksioglu wünscht sich in erster Linie aber ein „schönes und faires Match.“

 

Kevin Bauer hat ab 15.00 Uhr die Spielleitung.

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