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Kreisliga A Lemgo

Kreisliga A Lemgo – Vorbericht 3. Spieltag 2020/21

Was für ein Spieltag. Die Kompagnons der A-Lemgo kommen zurzeit gnadenlos auf ihre Kosten. Spiele satt, das entschädigt doch zumindest zum Teil für die lange Pause, gell? Lippe-Kick schreibt und schreibt.

Schnuppert Bexterhagen weiterhin Höhenluft?

Kreisliga A Lemgo (hk). Im Lemgoer Kreisoberhaus sind die Teams sehr umtriebig im Frühstadium der Saison. Gestern Abend erst wurde die komplette zweite Runde abgefrühstückt. Am Sonntag geht es mit dem Spieltag Nummer drei weiter. Die Tabellenspitze ist überraschend mit dem TuS Bexterhagen besetzt. Ebenfalls der VfL Lüerdissen stellt das einzige Team, was noch gänzlich ohne Punktverlust daherkommt. Erfährt dieser tolle Start am Sonntag eine Fortsetzungs-Geschichte? Bexterhagen bekommt es im Derby mit dem TuS Lockhausen zu tun, während Lüerdissen bei der SG Bentorf/Hohenhausen vorstellig wird. Im Rotlicht-Bezirk kommt es zum Aufeinandertreffen der punktlosen Kontrahenten SG Leese/Hörstmar/Lieme und TSV Oerlinghausen II.

 

Dieser Bericht wird präsentiert von:

 

 

Von Henning Klefisch & Andre Bell

 

SG Leese/Hörstmar/Lieme vs. TSV Oerlinghausen II

(ab). Nach zwei Niederlagen zum Auftakt steht der SG Leese/Hörstmar/Lieme mit dem TSV Oerlinghausen II der Tabellennachbar gegenüber. SG-Obmann Ferhan Demir findet den nächsten Gegner allerdings „schwer einschätzbar, da man auch nie weiß, ob und wie viele Spieler aus der Bezirksliga runterkommen. Daher muss man da immer sehr vorsichtig sein.“ So oder so muss sich die SG aber auf ihr „Spiel konzentrieren“ und darf „die Oerlinghauser nicht zum Zug kommen lassen.“ Ferhan gibt die Marschroute vor: „Wir müssen eng an den Gegnern sein und noch bei der Ballabnahme stören.“ Die Rollen sieht der Obmann klar verteilt: „Auch hier ist ganz klar Oerlinghausen der Favorit, sie müssen angreifen und das Spiel machen. Unser Hauptaugenmerk wird unsere Defensive sein. Wir müssen geschlossen standhaft in der Defensive sein, dürfen nix zulassen und mit schnellen Kontern versuchen, zum Erfolg zu kommen. Ich bin mir sicher, dass das ein Spiel auf Augenhöhe sein wird und Kleinigkeiten das Spiel entscheiden werden.“

 

Ähnlich wie die SG ist aber auch der TSV „trotz zweier schwerer Gegner ebenfalls nicht gut gestartet“, so Coach Jan Rüter. Auch bei den Bergstädtern steht nach zwei Spielen noch die Null. „Wir müssen uns einfach auf unsere Stärken besinnen und geschlossener als Mannschaft auftreten“, fordert Rüter. Im Prinzip ist es ganz einfach: „Wenn wir von der Einstellung her so wie gegen Ahmsen auftreten, wird es für jede Mannschaft schwer, gegen uns zu gewinnen. Wenn wir von der Einstellung her so wie gegen Lüerdissen auftreten, dann kann uns jede Mannschaft vergleichsweise einfach besiegen.“ Dass die Jungs vom TSV Oerlinghausen II Fußball spielen können, „kann man nicht bezweifeln“, meint Rüter. „Bei uns entscheidet viel die Einstellung und der damit verbundene Wille.“ Zur SG kann der Coach zwar nicht viel sagen, aber ohnehin ist für Rüter „der Gegner auch nicht wichtig. Wir müssen unsere beste Leistung abrufen, das ist das entscheidende.“ Allerdings: „Personell sieht es sehr mager aus.“ Schon am Donnerstag dachte Rüter, das sei das Limit, aber: „Es sieht wohl personell noch düsterer aus.“

 

Christoph Zimmermann leitet die Partie, Anstoß ist um 15.00 Uhr auf dem Sportplatz an der Ilse in Leese.

TuS Bexterhagen vs. TuS Lockhausen

(hk). Auf solch einen Saisonstart haben die „Reds“ wohl gehofft, aber nicht wirklich damit rechnen können. Natürlich sind Teams wie der TuS Brake und die SG Bega/Humfeld nicht unbedingt in die Kategorie der Spitzenteams einzuordnen. Dennoch haben die Bexterhäger ihre Fähigkeiten auffallend demonstriert und mit zwei Siegen (2:1; 4:0) sich zum überraschenden Primus gekürt. Beachtlich: In Bexterhagen wird auf die Jugend gesetzt, hat ein potenzielles A-Liga-Trio einen großen Anteil an diesem Traumstart. „Das ist überragend, was die Jungs sich zutrauen und uns bieten. Das macht die Zuschauer und uns froh“, strahlt der rhetorisch gewiefte Sven Gleisner im ganzen Gesicht, wenn er über diese praktizierte Nachwuchsförderung spricht. Der Tabellenführung möchte er zu diesem Zeitpunkt keine Beachtung schenken, denn zunächst sind diese Zähler für den Klassenverbleib wichtig. Gleisner ist nämlich intelligent genug, um zu wissen, dass auch kritische Momente in einer Spielzeit seine jugendlich wirkende Truppe erwarten. Nun kommt es zum Aufeinandertreffen mit dem Aufsteiger-Nachbar TuS Lockhausen, der immerhin in Spork einen Punkt holen konnte. Freundschaftlich geht es wohl vor und nach dem Spiel zur Sache, sind doch Sven Gleisner, der sportliche Leiter vom TuS Bexterhagen, und Gäste-Coach Stefan Braunschweig befreundet, haben sie doch einst in der Alt-Liga von Arminia Bielefeld ihr fußballerisches Können gemeinschaftlich demonstriert. Gleisner bekommt feuchte Augen vor Rührung, wenn er an Lockse denkt. Mit seinem Bruder Nils kickte er einst für den kommenden Gegner, hat der Lebemann auch am liebsten im Dreiländereck Apitz kulinarisch verkehrt. Für die jüngere Generation ist es ein undenkbares Szenario, dass die beiden Rivalen sich auch einst im Kreis-Oberhaus bespielt haben, müsste dort das letzte Aufeinandertreffen auf rund um die Jahrtausendwende datiert sein. Man erkennt zwischen den Zeilen Gleisners kolossale Vorfreude auf ein mögliches Mitwirken vom ehemaligen Bundesliga-Kicker Christian Müller. Von den Trainerfähigkeiten eines Stefan Braunschweig hält Gleisner ganz große Stücke, ist er davon doch überzeugt: „Brauni wird seine Truppe so einstellen, dass es kein einfaches Spiel wird.“ Die Anforderung an sein Team ist plausibel: „Meine Spieler sollen alles geben, das anbieten, was sie gegen Bega/Humfeld angeboten haben. Mehr können und wollen wir gar nicht erwarten“, ist es für Gleisner vor allem außerordentlich wichtig und hilfreich, dass sein Coach Jens Reitemeier aus einem vollen Kader auswählen darf.

 

TuS Lockhausen-Coach Stefan Braunschweig spricht für gewöhnlich nicht lange um den heißen Brei herum: „Wir haben einige Leute dabei, die sich strecken müssen. Durchaus hätte ich die Mannschaft auch kolossaler verändern können. Vielleicht würden wir dann andere Ziele ausgeben.“ Klar ist, dass auch die vier Neuen, die gestern Abend bei der Einfuhr vom ersten Saisonzähler in Spork in der Startformation standen, noch etwas Zeit benötigen. Die Rede ist von Dimitrios Giantssos, Christian Müller, Rene Kagels und Fabrice Emunga. Die alten Aufstiegshelden haben sich nach Ansicht von Braunschweig solch ein Derby vor wohl 300 Zuschauern in Bexterhagen „verdient.“ Weil: „Das ist ein schöner Lohn, den wir durch den Aufstieg bekommen haben.“ Dass der allseits bekannte und vielfach geschätzte Bexterhagen-Coach Jens Reitemeier eine Koryphäe auf seinem Gebiet ist, steht unwiderruflich fest. Braunschweig ist gespannt, wie sein Gegenüber seine Mannschaft einstellt, überlegt dabei, seine Truppe taktisch vielleicht in einem anderen System anzuordnen. Das 4-2-3-1-Korsett ist nämlich nicht in Stein gemeißelt . Auch die Tatsache, dass Kagels oft nur lang geschickt wird, ihm bei der Sicherung des Balles die Kraft für einen gezielten Torabschluss fehlt, wurde zum Thema gemacht. „Das primäre Ziel ist es, Drittletzter zu werden“, erklärt Braunschweig. Als wichtige Basis ruft er aus: „Wir müssen eine Einheit auf dem Platz sein, die alles gibt. Oft geht uns noch die Düse, dass wir in der Liga nicht bestehen können.“ Entscheidend im Derby am Sonntag sind „die besten Nerven und die Tagesform.“ Edgar Tissen (Bild links) fehlt wegen eines Muskelfaserrisses, Aydin Görgin quält sich mit muskulären Problemen herum, Burhan Saka mit einer Bänderverletzung.

 

Moritz Busch-Tolkemitt ist um 15.00 Uhr am „Alten Postweg“ in Bexterhagen der Schiedsrichter bei diesem Orts-Derby.

 

FC SSW vs. TuS Asemissen

(ab). Die Vorzeichen vor dem Spiel sind klar. „Asemissen ist natürlich der große Favorit in dieser Partie“, meint Fabian Dümpe. Der TuS Asemissen spielt seiner Meinung nach „mit sehr großen Ambitionen in der Liga“, sieht den Club am Ende „sicherlich unter den Top 3 und im Kampf um die Aufstiegsplätze“ als einen „heißen Kandidaten.“ Dümpe vermutet: „Die werden sicherlich früh versuchen, das Spiel zu kontrollieren und zu entscheiden.“ Der FC SSW muss auf drei, vier Stammspieler urlaubsbedingt verzichten, zwei weiter Kicker stehen noch auf der Kippe. „Dennoch werden wir eine schlagfertige Truppe auf den Platz schicken, die solange wie möglich versuchen wird, dem Gegner Paroli zu bieten, indem wir versuchen, Asemissen auf unserem kleinen und zugegeben etwas schwierig zu bespielenden Platz wenig Platz zu geben und die Räume zu verdichten“, verrät Dümpe die voraussichtliche Marschrichtung. Und dann werden die „schnellen Offensiv-Spieler hoffentlich zu einigen guten Kontersituationen kommen. Die sollten wir allerdings effektiv nutzen, um mindestens einen Punkt am Sporker Holz zu behalten.“

 

Auch TuS-Coach Carsten Skarupke kennt die Begebenheiten am Sporker Holz und ahnt, was da auf seine Truppe zukommen könnte: „SSW ist sehr unangenehm zu Hause, die sind sehr heimstark. Auf dem Platz ist es eh immer schwierig zu spielen, ich erwarte also einen heißen Tanz.“ Für den werden auch die sicher wieder zahlreich erscheinenden Zuschauer sorgen, „die die Mannschaft noch zusätzlich vorantreiben.“ Für Skarupke’s Team heißt das: „Wir müssen zusehen, unsere Hausaufgaben zu machen und uns die Punkte, die wir am Donnerstag verloren haben, am Sonntag zurückholen.“ Das allerdings ohne den rotgesperrten Patrick Barthelmeus. Auch auf Becker, Batri und Heidschuster muss der Coach verzichten. Ein Fragezeichen steht hinter dem Einsatz von Tim Ende.

 

Spielbeginn ist um 15.00 Uhr. Geleitet wird das Spiel von Michael Knöner.

TuS Leopoldshöhe vs. SG Sonneborn/Alverdissen

(hk). Gemeinschaft, Zusammenhalt, der Star ist die Mannschaft, all das sind Schlagwörter, die die Fähigkeiten der SG Sonneborn/Alverdissen umfassend charakterisieren. Leo-Co-Trainer Jan Plöger hat im Lippe-Kick-Gespräch beobachtet: „Die mannschaftliche Geschlossenheit und Kampfgeist zeichnen diese Truppe aus.“ Der überraschende Auswärtserfolg bei der deutlich favorisierten Spielgemeinschaft aus Bentorf/Hohenhausen hat für offene Münder allenthalben gesorgt. Beim gestrigen Heimspiel gegen die hochdekorierte Truppe vom SC Bad Salzuflen hatten die Nord-Ost-Lipper indes relativ eindeutig das Nachsehen, verloren mit 1:3. Dennoch: Unterschätzen möchte Leopoldshöhe diesen Gegner niemals. Selbst haben die Löwen einen sehr ordentlichen Saisonstart erwischt, siegten im Lemgoer Kreispokal mit viel Esprit, auch ein wenig Fortune, dem Support vom Verfasser dieses Berichts, in Donop, schlugen in der Liga Lockhausen klar mit 5:1, sammelten gegen Asemissen zuletzt ein 2:2-Remis ein. „Ich denke, wenn wir mit der Einstellung und Leidenschaft ins Spiel gehen wie gegen Asemissen, ist ein Heimsieg für uns aber absolut realistisch.“ Immerhin soll doch mit einem Heim-Dreier der Zähler in der Nachbarschaft veredelt werden. Aus einem sehr ordentlichen möchte Plöger schließlich einen „sehr guten Saisonstart“ machen. Die Anspruchshaltung ist ambitioniert, aber keineswegs frech, konstatiert Plöger bei Lippe-Kick: „Zufrieden sind wir am Sonntag nur mit einem Sieg. Nichts anderes kann das Ziel sein.“ Philipp Posteher sitzt seine Ampelkarte ab. Auf den restlichen Kader darf Chefcoach Christian Martens in Gänze bauen.

 

Auf den Boden der Tatsachen müssen die Kicker der SG Sonneborn/Alverdissen nicht geholt werden, denn sie haben nie zu einem Höhenflug angesetzt. Auch nicht

Thomas Elsner

nach dem späten, aber nicht unverdienten 3:2-Erfolg zum Auftakt in Bentorf. Zuletzt im Heim-Duell mit dem SC Bad Salzuflen erlitten die Elsner-Jungs eine 1:3-Niederlage. Nun darf wieder gereist werden. Rund 40 Kilometer über die Ostwestfalen-Straße einmal durch Lippe – vom tiefsten Osten bis in den äußersten Westen. Nicht nur deshalb erklärt SG-Sprachrohr Marcel Krügel: „Ein schweres Auswärtsspiel. Wir wollen bestenfalls mit drei Punkten wieder heimfahren, aber dafür müssen wir am Sonntag alles heraushauen“, sollte dies klar sein. Folgende Ausfälle muss Gäste-Coach Thomas Elsner kompensieren: Nico Schlathaus (Knöchel), Jannis Drawe (Oberschenkel), Tobias Greimeier (Bänderdehnung) und Robin Niemeier (Urlaub). Hinter dem Mitwirken von Fabio Husmann und Daniel Dammann steht noch jeweils ein Fragezeichen.

 

Roger-Mark Rudzki ist um 15.00 Uhr der Schiedsrichter auf dem Rasenplatz im Schulzentrum Mitte.

 

SC Bad Salzuflen vs. TuS Ahmsen

(ab). Auf das nächste Highlight freut sich SCB-Coach Cetin Cakar gegen den „selbsternannten Titelfavoriten. Das wird eine interessante Geschichte. Das es ein Derby ist, macht es nur noch umso schöner.“ Fest eingeplant sind die nächsten drei Punkte: „Wir wollen an die Leistung gegen Asemissen anknüpfen, was Kompaktheit und das gesamte Auftreten angeht, nur ergebnistechnisch müssen wir das anders gestalten.“ Das Ergebnis passte dafür am Donnerstag im Spiel bei der SG Sonneborn/Alverdissen, dort hatte der SCB dafür aber spielerisch Luft nach oben. „Step by step“ geht es vorwärts bei den Kurstädtern. „Den nächsten Schritt wollen wir gegen Ahmsen machen.“ Und das heißt: „Wir wollen unser Spiel durchbringen, wir gehen mit breiter Brust ins Spiel.“ Wie jeder Gegner bringt auch der TuS Ahmsen seine Stärken mit: „Auf die Offensive von Ahmsen müssen wir gut vorbereitet sein. Ich werde den Jungs noch die nötigen Inputs geben. Wir freuen uns drauf.“ Zumal es auch personell wieder etwas besser aussieht als zuletzt am Donnerstag.

 

Nicht zufrieden war man beim TuS Ahmsen mit dem unglücklichen Heimauftakt. Das 1:1 gegen Bentorf/Hohenhausen war zu wenig für den TuS: „Die Jungs haderten mit dem nicht geglückten Auftakt zu Hause. Wir hatten klar mehr vom Spiel, waren drückend überlegen, aber haben halt den Punch nicht gesetzt.“ Jetzt ist gegen den SC Bad Salzuflen Wiedergutmachung angesagt. „Aber Obacht“, hebt Lothar Köhnemann mahnend einen Zeigefinger: „Bad Salzuflen ist schon eine nicht zu unterschätzende Truppe, wahrlich eine Wundertüte der Extraklasse. Wer da von unseren Jungs glaubt, da fahren wir hin und nehmen die drei Punkte mit, ist fehl am Platz.“ „Exzellente Einzelspieler“ und einen „Trainer, der selbst sagt, jedes Spiel macht sie stärker“, attestiert Köhnemann dem SCB. „Auf der Hut sein“ lautet also die Devise. In den Kader zurückkehren wir Sebastian Ewert (Bild links), der „im Mittelfeld schon eine Bank ist“, wie der Obmann meint: „Vielleicht bringt er ja unserer Defensive etwas mehr Sicherheit und kann dadurch der Offensive wiederum den Rücken freihalten.“ Selbstredend und damit eigentlich nicht erwähnenswert ist das Ziel des TuS Ahmsen: „Wir fahren natürlich in die Nachbarschaft, um dort zu punkten. Klare Ansage. Aber was dann dabei rumkommt ist in meinen Augen offen wie das berühmte Scheunentor. Alles kann passieren und wir hoffen natürlich auf ein super Match zwischen zwei Topteams der Liga.“ Und dass es der SC Bad Salzuflen kann, hat der Sieg in Sonneborn eindrucksvoll unter Beweis gestellt: „Das alleine sollte uns eine Warnung sein, denn wir wissen selbst wie schwierig es ist, an der Bundesstraße 1 zu gewinnen.“ Dennoch will der TuS Ahmsen am Sonntag mit der Sonne um die Wette strahlen: „Der Wetterbericht steht sehr gut da. Hoffen wir, dass unsere Truppe ebenso strahlt wie die Sonne um 17:15 Uhr.

SG Bentorf/Hohenhausen vs. VfL Lüerdissen

(hk). Die Aufgaben werden nicht unbedingt anspruchsloser. Eine wunderbare Vorstellung führt für die SG Bentorf/Hohenhausen zu einem Punktgewinn in Ahmsen. Vor allem die Leistung im ersten Abschnitt war allererste Sahne, taktisch auf höchstem Niveau, mit einer nahezu idealen Umsetzung der Vorgaben von Coach Tobias Kasper. Am Sonntag gastieren die famos in die Saison gestarteten Lüerdisser in Hohenhausen. Ben/Hoh-Obmann Marco Evers reimt sich bereits zusammen: „Ich denke, das Spiel wird genauso schwer und eng wie in Ahmsen.“ Das fußballerische Niveau, auch die personelle Besetzung, all das kuppelt in eine Top-Sechs-Truppe, die der VfL Lüerdissen auch perspektivisch verkörpert. Die Ausgeglichenheit innerhalb der Spielklasse, das Annähern der einzelnen Teams untereinander, ist ein Merkmal in der noch frischen Spielklasse. Es wird schwer. Lüerdissen etwa ist derzeit eine echte Spitzenmannschaft, war in der vergangenen Spielzeit eher biederes Mittelfeld. Aber: Vor dem Spiel in Ahmsen hat Ben/Hoh die Hypothek aus der 2:3-Heimniederlage gegen Sonneborn/Alverdissen in den Knochen gehabt, kam es zum so sehnlichst erwünschten Befreiungsschlag für die Kalletal-Jungs. „Selbstverständlich wollen wir den Schwung von Ahmsen mitnehmen und im Heimspiel endlich unseren ersten Dreier einfahren“, so die Maxime von Evers. Zugleich plagen ihn einige Gewissensbisse, lacht er im Lippe-Kick-Gespräch mit der Sonne um die Wette: „Da müssen wir unsere Fans vom letzten Sonntag noch versöhnen.“ Auf die allseits bekannten Kleinigkeiten wird es wohl auch dieses Mal ankommen, vermisst Evers die so dringend benötigten Alternativen für das Mittelfeld. Unklar ist das Mitwirken von Noah Dingemann. Marvin Hartwig (Bild links) muss arbeiten und Ampelkarten-Sünder Ali Obaed steht im Büßergewand an der Seitenlinie.

 

VfL Lüerdissen-Spielertrainer Tim Steffen hat eine hohe Meinung von der SG Bentorf/Hohenhausen, zählt er diese doch zu den „Top-Vier, einen Aufstiegsaspiranten“ in der A Lemgo. Die personelle Qualität, die die Spielgemeinschaft vor allem in diesem Sommer dazubekommen hat, bezeichnet Steffen als „brutal.“ Aus diesem Grund rechnet er mit einer „harten Nummer“, die folglich auf sein Team, den verlustpunktfreien Tabellenzweiten, wartet. Man sollte allerdings als VfL Lüerdissen nicht zu bescheiden auftreten, verhehlt Steffen auch nicht: „Wir haben sechs Punkte im Rücken, zwei sehr gute Spiele abgeliefert.“ Vor allem lobt er ausdrücklich die „hervorragende Leistung gegen Oerlinghausen II“, soll diese seine bisher so spielfreudig auftretende Mannschaft am liebsten weiter fortführen. Auch die Körperlichkeit hat sich bei den Lüerdissern in der noch frischen Serie als eine echte Stärke herauskristallisiert. „Uns soll auch Ben/Hoh erstmal schlagen. Wir werden alles dafür geben, mit Punkten zurück nach Lüerdissen zu fahren“, sagt ein selbstbewusster Steffen. Trotzdem sieht er Bentorf/Hohenhausen in diesem Spiel in der Favoritenrolle. Die plausible Begründung: „Sie spielen zu Hause und sind individuell stark besetzt, spielerisch enorm gut. Sie haben viele schnelle Spieler.“ Beim hart erkämpften 4:3-Sieg unter der Woche gegen den TSV Oerlinghausen II hat der zuletzt so formstarke Jan Batzer eine rote Karte kassiert, wird erst einmal ausfallen. Ferhat Havadir ist weiterhin verletzt, aber Alexander Quast hat seinen Urlaub beendet, stößt wieder dazu. Ob Kenneth Klocke, der am Donnerstag verletzungsbedingt vorzeitig das Spielfeld verlassen musste, mitwirken kann, steht aktuell noch in den Sternen.

 

Manfred Miske sorgt für Recht und Ordnung in der Kampfbahn Lippe-Nord in Hohenhausen. Ab 15.00 Uhr geht es los.

 

SV Werl-Aspe vs. TuS Brake

(hk). Hola, was für eine Antwort vom SV Werl-Aspe. Coach Marcio Goncalves machte nach der 1:3-Auftakt-Niederlage in Lemgo ein Gesicht, als ob er in eine Zitrone beißen würde. Ohne viel Brimborium: Er war mächtig angesäuert. Das starke 5:1 über die SG Leese/Hörstmar/Lieme stimmt ihn wieder versöhnlich. Mit der extremen Belastung nach der historisch langen Spielpause müssen alle leben. Die einen besser, die anderen schlechter. Beim Team aus dem Speckgürtel von Bad Salzuflen ist es eine Vielzahl von angeschlagenen Akteuren, die den lippischen Tedesco die Sorgenfalten auf die Stirn treiben. Erst kurzfristig wird verifiziert werden können, wer tatsächlich mitspielen kann. Den TuS Brake will er nach dem 1:1-Achtungserfolg gegen den TBV Lemgo II auf keinen Fall auf die leichte Schulter nehmen. Er erinnert mit wachem Blick: „In der letzten Serie haben wir auf heimischem Platz ein wenig rotiert, was uns zum Verhängnis wurde. Wir spielten 3:3. Das darf uns diesmal nicht passieren.“ Die Saisonzähler vier bis sechs sollen gegen die Schloss-Kicker eingesammelt werden – „mit allen Mitteln“, wie Marcio Goncalves erklärt. Er kann es kaum abwarten, weil: „Dann haben wir seit langem Mal wieder eine komplette Trainingswoche!“

 

Der doch überraschende Punktgewinn gegen starke Lemgoer hat richtig Mut gemacht beim TuS Brake. Warum also nicht auch gegen den SV Werl-Aspe punkten, fragt man sich rund um das Walkenfeld. Der Kader ist ebenso stark besetzt, wie beim Spiel gegen Lemgo II. Einzig Daniel Sander, der der Torschütze beim 1:2 in Bexterhagen ist, rückt wieder in den Kader. Äußerst hoffnungsfroh ist Brake-Geschäftsführer Michael Berge, erklärt dieser doch via Lippe-Kick: „Die Mannschaft hat ihren Team-Spirit entdeckt und ihre mentale Stärke. Wenn wir so auftreten, wie am Donnerstag, ist durchaus was drin für uns in Werl-Aspe. Ich will nur nicht hoffen, dass der Einbruch kommt, aber nach den beiden überzeugenden Spielen sollte und müsste die Mannschaft gefestigt sein und an sich glauben.“ Aufgefallen ist Berge, dass seine Elf nun mit mehr Kompaktheit und Stabilität im Abwehrverbund brilliert, hier einen deutlichen Fortschritt im Vergleich zur Vorsaison gemacht hat. „Das war ja unsere Achillesferse und in der Offensive finden Daniel Sander (Bild links) und Nico Dörmann wieder zu ihrer alten, gewohnten Stärke“, so Berge weiter. Die Asper möchten die Braker definitiv nicht auf die leichte Schulter nehmen. Berge vergisst nicht, dass sie am Donnerstag Leese/Hörstmar/Lieme deutlich mit 5:1 distanzierten. „Das Ergebnis lässt aufhorchen.“

Eugen Podsigun leitet am Sonntag um 15.00 Uhr diese Begegnung auf dem Rasenplatz im Heerser Bruch.

 

 

 

 

 

TBV Lemgo II vs. SG Bega/Humfeld

(ab). Nach dem verpatzten Spiel in Brake, welches für den TBV nur mit einem 1:1 ausging, soll gegen die SG Bega/Humfeld „natürlich Wiedergutmachung betrieben und die drei Punkte am Jahnplatz behalten“ werden, so Coach Benjamin Rawe. „Und da wird es ganz stark darauf ankommen, den Gegner nicht zu unterschätzen, geduldig und mit kühlem Kopf zu spielen und den Frust aus Brake zu Hause zu lassen.“ Gegen die SG hat man in den letzten zwei Jahren mehrere Testspiele absolviert. „Sie sind eine Einheit, kämpfen um jeden Meter und haben mit Scarlata und Besch zwei gute Offensivspieler, die wir 90 Minuten im Auge haben müssen“, weiß Rawe. „Ordentlich auf Sonntag vorbereiten, um Lösungen für ähnliche Schwierigkeiten wie in Brake zu entwickeln“, ist die Devise. In Sachen Kader gibt es noch ein paar Fragezeichen, „was aber daran liegt, dass mir momentan mindestens 20 Spieler zur Verfügung stehen.“ Fuchs (Urlaub), Friesen, Kersten und Sasse (alle verletzt) stehen dabei nicht zur Verfügung.

 

Für die SG Bega/Humfeld geht es erstmals in dieser Saison auf Kunstrasen. Nicht unbedingt ein Nachteil, findet Coach Michael Krüger: „So schlecht liegt uns der Kunstrasen sicher nicht.“ Nach zwei Spielen wartet der Aufsteiger noch auf den ersten Sieg. Damit es im dritten Anlauf klappt, darf sich die SG aber „nicht so naiv“ anstellen wie zuletzt. Immerhin verbessert sich die personelle Lage. Marvin Kretschmann kehrt zurück, auch Marvin Dubbert wird die Innenverteidigung wieder verstärken. Krügel rechnet allerdings nicht mit einem Spaziergang auf dem Jahnplatz: „Dass sie in Brake nicht gewonnen haben, haben sie so wohl nicht eingeplant. Deshalb denke ich, dass sie nochmal ein Stück weit motivierter sein werden.“ Für die SG endet mit dem Auftritt in Lemgo auch die Serie von drei Auswärtsspielen in Folge. Am kommenden Sonntag steht gegen den SV Werl-Aspe, gegen den man zuletzt vor zwei Wochen im Pokal-Halbfinale gespielt hat, das erste Liga-Heimspiel der Saison an.

 

Chris Brocke pfeift die Begegnung um 15.30 Uhr an.

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