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Achtelfinale

Kreispokal Lemgo – Vorbericht Achtelfinale 2020/21

Der Pokal schreibt seine eigenen Gesetze. Ja, dieser Spruch-Klassiker hat schon einen überlangen, grauen Bart. Wir haben die exzellente Einstimmung für die FuL-Kreis-Lemgo-Kumpanen.

 

Ist Ben/Hoh die Stolperfalle für den TBV?

 

Kreispokal Lemgo (hk). Sieben Begegnungen finden am Donnerstag-Abend zu vier unterschiedlichen Uhrzeiten statt. Los geht es mit dem Achtelfinale des diesjährigen Krombacher-Pokals um 18.15 Uhr, bespielen sich die beiden Schwergewichte SC Bad Salzuflen und der TSV Oerlinghausen. Ebenfalls einzigartig für diese Uhrzeit ist das Aufeinandertreffen zwischen der TSG Holzhausen/Sylbach und dem TuS Ahmsen, erfolgt hier der Anpfiff eine Viertelstunde später. Der Großteil der Partien, nämlich vier an der Zahl, wird um 19.00 Uhr angepfiffen. Der TSV Kirchheide bekommt es mit dem VfL Lüerdissen zu tun, der TuS RW Grastrup/Retzen mit dem TuS Leopoldshöhe. Die SG Bentorf/Hohenhausen trifft auf den TBV Lemgo und der SV Wüsten auf den TuS Lockhausen. Das letzte Spiel dieser heutigen dritten Runde startet um 19.15 Uhr, wenn die SG Lüdenhausen/Talle/Westorf auf den FC Schwelentrup-Spork/Wendlinghausen trifft.

Dieser Bericht wird präsentiert von:

 

 

Von Henning Klefisch & Andre Bell

 

SC Bad Salzuflen vs. TSV Oerlinghausen

(ab). SC Bad Salzuflen-Coach Cetin Cakar nutzt diese Partie, um „den ein oder anderen“ einen Einsatz zu geben, der „in letzter Zeit nicht so zum Zuge“ gekommen ist. Nicht, um das Spiel abzuwerten, sondern, „weil wir mehrere angeschlagene haben. Und da wollen wir kein Risiko eingehen.“ Als A-Ligist ist der SCB naturgemäß Außenseiter gegen den Bezirksligisten, doch auch für dieses Spiel gilt der alte Grundsatz: „Der Pokal hat seine eigenen Gesetze, wir rechnen uns was aus. Die Tendenz bei uns ist positiv, wir gehen gestärkt in das Spiel. Auch, wenn der Fokus auf dem Alltag liegt und das ist nun mal die Meisterschaft, gehen wir mit der Einstellung ins Spiel, die nächste Runde zu erreichen.“

 

TSV-Co-Trainer Tobias Dingerdissen erwartet für seine Mannschaft eine „schwierige Aufgabe“, denn: „Bad Salzuflen hat eine gute Truppe mit vielen guten Einzelspielern, die es aber auch hinkriegt, das gemeinsam als Team auf den Platz zu kriegen.“ Als problematisch gestaltet sich zudem die frühe Anstoßzeit um 18.15 Uhr, die deshalb notwendig ist, weil es auf dem Sportplatz an der Waldstraße kein Flutlicht gibt. „Wir haben viele, die bis 18 Uhr arbeiten müssen, deshalb sieht es personell etwas anders aus. Wir gucken, wer es pünktlich zum Anstoß schafft. So ist das im Amateurfußball, da geht der Job vor.“ Also handhabt man es folgendermaßen: „Wer es passend schafft, wird spielen. Alles andere würde auch keinen Sinn ergeben. Es ist wie es ist und wir werden es so annehmen.“

 

Geleitet wird das Spiel von Eugen Podisgun.

 

 

TSG Holzhausen/Sylbach vs. TuS Ahmsen

(hk). Der Außenseiter begrüßt den Favoriten. Dessen ist sich TSG Holzhausen/Sylbach-Coach Jörg Koring bewusst, der voller Respekt über den Gegner spricht: Der TuS aus Ahmsen gehört schon über einen längeren Zeitraum zu den Spitzen-Mannschaften im Kreisoberhaus. Für seine Jungs ist es ein „Bonus-Spiel“, kann der B2-Ligist doch druckbefreit auflaufen, wäre alles andere als ein Ahmser-Sieg eine große Überraschung. „Wir freuen uns auf einen hoffentlich spannenden Pokal-Fight“, betont Koring. Was ihm die bisherige Spielzeit bislang gezeigt hat: „Wir müssen von Anfang an hellwach und fokussiert sein.“ Die Ausfallliste ist beträchtlich, fehlen Liam Koring (Kreuzband), Tom Jünemann (Meniskus), Dustin Sundermann (Urlaub), Tobias Hansmann und Cederic Stille (beide verletzt), setzen sie in diesem Do-or-Die-Spiel aus.

 

Lothar Köhnemann kommt mächtig ins Schwitzen. Die sommerlichen Temperaturen setzen dem TuS Ahmsen-Obmann ganz schön zu. Vor dem Pokal-Ritt in Holzhausen hofft er auf eine leichte Abkühlung durch den Wettergott Petrus. Die desillusionierende 1:4-Liga-Pleite beim SC Bad Salzuflen liegt ihm noch ganz schwer im Magen. Wiedergutmachung ist deshalb angesagt. „Holzhausen/Sylbach wird heiß sein. Machen wir uns nichts vor, da taumelt ein Gegner und dann kommt der auch noch aus Ahmsen. Der soll dann doch auch noch gefälligst den Knockout bekommen“, fordert der Ahmsen-Bomber eine signifikante Leistungssteigerung, um kein böses Erwachen zu erleben. Das Aufeinandertreffen beim ambitionierten B2-Ligisten ist zugleich auch ein Treffen unter Freunden, freut sich der redegewandte Köhnemann auf den einen oder anderen Plausch: „Wir kennen und schätzen uns seit Jahren, teilen uns ab und an sogar den Kunstrasen-Platz im Winter. Mit vielen der Jungs bist du wirklich schnell dicke.“ Dieser gesellige Faktor ändert allerdings nichts daran, dass der Sprung in die Runde der letzten acht Teams am Donnerstag-Abend klappen soll. Ein weiteres Hindernis: Die Ahmser Kunstrasen-Kicker sind nicht unbedingt begnadete Naturrasen-Spieler, sieht Köhnemann hier die TSG im Vorteil. Mit einer kolossal veränderten Einstellung im Vergleich zur Liga-Enttäuschung in Bad Salzuflen soll die Erfolgswahrscheinlichkeit also deutlich gesteigert werden. Ein weiterer Positiv-Aspekt, der niemals unterschätzt werden darf: „Wir fangen ja auch, den besonderen Umständen mit Nachbarschaft geschuldet, etwas eher an, sodass wir auch früher unser Bierchen schlürfen, so denn alles klappt und wir nicht „verlängern“ müssen.“ Till Käufer macht im Tor Platz für Luca Sievert, die Vielspieler Jan-Hendrik Pluskat und Marius Tönsmann erhalten eine Verschnaufpause. Marcel Foerster allerdings darf wieder mitspielen. Seifert setzt auf die Jugend, wird den A-Jugend-Akteuren Fynn Richter und Gianluca Sieveking Spielzeit gewähren. ist ein optimistischer Mann, sagt tollkühn einen 3:1-Erfolg für sein Team voraus.

 

Manfred Miske ist um 18.30 Uhr auf dem Rasenplatz in Holzhausen der Mann mit Pfiff.

 

TSV Kirchheide vs. VfL Lüerdissen

(ab). Einen Kreisliga A-Brocken konnte der TSV Kirchheide in der zweiten Runde bereits nach Hause schicken. Den TuS Bexterhagen, aktuell immerhin Drittplatzierter der Lemgoer Beletage. Nun kommt Lüerdissen. „Mit dem momentanen Tabellenersten der A-Liga wird es schon sehr schwierig für uns. Wir sind klar der Außenseiter in dieser Partie“, meint TSV-Coach Norman Dinkelbach. Den VfL kann er nur schwer einschätzen: „Unsere Gäste haben durchwachsene Vorbereitungsspiele absolviert, konnten aber sehr stark in die Serie starten. Wenn sich einer das letzte Ergebnis gegen die SG Ben/Hoh anschaut, war das schon ein sehr eindeutiges Ergebnis. Hut ab.“ Was seine Truppe angeht, hofft Dinkelbach (Bild rechts), dass die „Glühbirnen vom alten Dieseltrecker so langsam glühen.“ Denn der Saisonstart des TSV Kirchheide lief nicht wie gewünscht, aber nach dem 7:1 am Wochenende beim FC Donop/Voßheide II geht man „voller Euphorie ins Spiel.“ Zu verlieren hat der TSV Kirchheide nichts: „Deswegen versuchen wir, mit unserem Gegner mitzuhalten. Wir wollen versuchen, es ihnen so schwer wie möglich zu machen und so lange es geht die Null zu halten.“ So, wie es seine Rot-Weißen Essener gegen Arminia Bielefeld vorgemacht haben. Und auch für den Pokal gilt: „Wer am Ende mehr Tore schießt, gewinnt und ist eine Runde weiter.“

 

Der allerliebste Lieblingsgegner ist der TSV Kirchheide mit Sicherheit nicht. Schon „das ein oder andere Mal“ hat sich der VfL hier sehr schwergetan. Auch diesmal wird es „nicht einfach“ für Tim Steffen (Bild links) und seine Mitstreiter, zumal der Kunstrasen auch nicht der favorisierte Bodenbelag des VfL Lüerdissen ist. „Das wird mit Sicherheit kein Selbstläufer, auch, wenn wir drei Siege im Rücken haben, was auch für den Kopf und die Mentalität wichtig ist. Aber Kirchheide müssen wir erstmal schlagen, das wird ein hartes Stück Arbeit“, befürchtet Steffen. Doch das Selbstvertrauen ist groß: „Wir spielen einen guten Fußball und wollen daran anknüpfen und als klassenhöhere Mannschaft eine Runde weiterkommen.“ Allerdings will und muss man auch „ein bisschen mit den Kräften haushalten. Am Sonntag steht in der Liga das nächste Spiel gegen Bad Salzuflen an.“ Deshalb werden im Pokal die Spieler eine Chance bekommen, die „zuletzt weniger Spielanteile hatten.“ Aber auch dann wird „eine Mannschaft auf dem Platz stehen, die das Spiel gewinnen kann. Mit der richtigen Einstellung sind die Chancen auch sehr gut.“ Definitiv fehlen werden Patrick Günther, Ferhat Havadir und Kenneth Klocke. Hinter Jan Blübaum steht noch ein Fragezeichen. Jan Batzer, der nach seiner roten Karte in der Liga gesperrt ist, darf im Pokal auflaufen.

 

Jochen Diederich pfeift das Spiel um 19.00 Uhr an.

 

 

TuS RW Grastrup/Retzen vs. TuS Leopoldshöhe

(hk). Mit einem 2:1-Auswärtserfolg in Leese qualifizierten sich die Rot-Weißen für diese Runde der letzten 16 Teams. In der Vorbereitung gab es bereits eine deutliche Niederlage für Grastrup/Retzen, sind diese Spiele allerdings meistens wie ein Muster ohne Wert. Die Maßgabe vor dem Pflichtspiel gegen den höherklassigen Kontrahenten ist für RW-Co-Trainer Salvatore Völkel aber klar: „Wir versuchen es einfach, dieses Mal besser zu machen.“ Kritik übt er an der Ansetzung, betont er mit Vehemenz in seiner Stimme: „Ich finde, den Termin für diese Pokalrunde äußerst fragwürdig, frage mich, wie man darauf kommt, den Termin zwischen zwei englische Wochen in der Liga zu legen.“ Da der Liga mit Blick auf einen zu erwartenden Aufstiegskampf für die Mannen von Coach Sebastian Brosch (Bild rechts) mehr Bedeutung geschenkt wird, sollen im Duell gegen Brosch Ex-Verein für einige Spieler die Schonzeit anstehen. Alle Jungs, die über körperliche Beschwerden klagen, setzen freiwillig aus. Völkel formuliert die Aussichten gewohnt ehrlich: „Leopoldshöhe ist natürlich haushoher Favorit. Sie spielen immer solide oben mit in der A-Liga. Wir schauen mal, wie weit wir sie ärgern können und machen das Beste daraus“, ist Grastrup/Retzen nach drei Auftaktsiegen in der B2 Lemgo auch gegen die Leos alles zuzutrauen.

 

Einfach mal entspannt mit seiner besseren Hälfte am Donnerstag-Abend auf der Couch sitzen, „Die Bergretter“ oder „Alarm für Cobra 11“ gucken, das geht nicht für Plöger & Co. Ja okay, viele trainieren an diesem Tag, doch die Leopoldshöher müssen die nächste englische Woche bestreiten. Nun geht es im Kreispokal gegen einen unterklassigen Kontrahenten. Dieses Erlebnis hatten die West-Lipper bereits in Runde zwei, als sich souverän mit 2:0 beim FC Donop/Voßheide durchgesetzt wurde. Kühler Kopf ist vonnöten, denn der kickende Leo-Co-Trainer Jan Plöger zieht die gelbe Warnweste an und sagt: „Es wird wieder einmal ein Match gegen einen Gegner, der brennen wird.“ Hätte sich der Leo-Ronaldo ein Pokalspiel malen dürfen, wäre ganz bestimmt nicht Grastrup/Retzen daraus entstanden. Ebenso möchte er dem 6:1-Testspiel-Sieg von Anfang August nicht zu viel Wertschätzung schenken, ist seitdem zu viel Wasser die Werre hinuntergeflossen, um daraus irgendwelche Rückschlüsse zu ziehen. „Pünktlich zur gestarteten Saison scheint sich Grastrup/Retzen gefunden zu haben“, kann dies die personifizierte Tormaschine auch mit Fakten unterfüttern: „In der Liga haben sie die maximale Ausbeute geholt und im Pokal einen A-Ligisten ausgeschaltet. Von daher werden sie mit breiter Brust auftreten.“ Den Pokalwettbewerb nur nachlässig zu behandeln, das möchte das Team von Chefcoach Christian Martens (Bild links) auf keinen Fall, möchte man unbedingt in das Viertelfinale stürmen. „Das ist das klare Ziel und dafür werden die Jungs alles reinschmeißen, was möglich ist.“ Dies ist hoffentlich genug. Die Leopoldshöher wollen die Rotationsmaschine kreisen lassen, hat man doch auch das tricky Liga-Spiel am Sonntag in Ahmsen im Hinterkopf. Belastungssteuerung ist hier das nicht zu unterschätzende Stichwort.

 

Alles tanzt nach der Pfeife von Schiedsrichter Sascha Kreye, der um 19.00 Uhr in Grastrup für Recht und Ordnung sorgt.

 

SG Bentorf/Hohenhausen vs. TBV Lemgo

(hk). Der Baum brennt ganz bestimmt nicht bei der SG Bentorf/Hohenhausen, doch es zündelt schon ein wenig. Die 2:3-Heim-Niederlage gegen die SG Sonneborn/Alverdissen ging als Ausrutscher durch. Dann folgte der Stimmungsaufheller mit dem 1:1 gegen den TuS Ahmsen, herrscht nach dem 0:4-Heim-Debakel gegen den VfL Lüerdissen eine gedrückte Atmosphäre. Da würde sich doch für Chefcoach Tobias Kasper exzellent eine komplette Trainingswoche anbieten. Ausgerechnet jetzt kommt der große TBV Lemgo auf den Bentorfer Sportplatz – zu einem interessanten Pokal-Fight. Ben/Hoh-Obmann Marco Evers macht aus seinem Herzen keine Mördergrube, sagt via Lippe-Kick: „Das Pokalspiel gegen Lemgo kommt für uns zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt, da unser Fokus nach dem misslungenen Saisonstart eindeutig auf Sonntag, dem nächsten Meisterschaftsspiel gegen Oerlinghausen, liegt.“ Dennoch möchte man gegen den chronisch ambitionierten Bezirksligisten nicht die weiße Fahne hissen, will den maximal möglichen Ertrag einfahren. Möglich, dass Ablenkung mal ganz guttut, erhofft sich Evers: „Vielleicht bekommen wir ja im Pokal den Kopf frei vom Liga-Alltag, wobei Lemgo sicherlich nicht als ein Aufbaugegner anreist.“ Falsche Hoffnungen will sich Marco Evers keineswegs machen, gastiert doch immerhin „die beste lippische Mannschaft“ im Kalletal. „Die Favoritenrolle ist klar verteilt.“ Allerdings hat doch bereits die zweite Pokalrunde gegen den TSV Schötmar gezeigt, als die Lemgoer erst nach der Elfmeter-Lotterie das Ticket für das Weiterkommen zogen, dass kein Kontrahent unterschätzt werden soll. Dass am Sonntag beim Post TSV Detmold das Liga-Spiel zudem verloren ging, motiviert die Hansestädter umso mehr. Die Quintessenz: „Die werden uns nicht auf die leichte Schulter nehmen.“ Obwohl bis zu drei Ben/Hoh-Kicker derzeit noch Pflegefälle sind, wird Kasper wohl bis Donnerstag-Abend einen vollen Kader aufbieten können.

 

Die bisherige Spielzeit verläuft eher schleppend. Im Kreispokal zog man mühevoll und nervenaufreibend nach einem Elfmeter-Krimi gegen den TSV Schötmar in die zweite Runde ein. In der Liga wartet die Mannschaft von Coach Matthias Wölk weiterhin auf den ersten Saisonsieg. Gegen Oerlinghausen teilte man sich beim 2:2 die Punkte, während in Detmold mit 1:3 verloren wurde. Nun soll der berühmte Bock umgestoßen werden, dies sehr gerne bei der Spielgemeinschaft aus Bentorf/Hohenhausen, die sich vor der Serie mit Noah Dingemann und Thomas Pries mit zwei TBV-Jungs verstärkt hat, zudem im Tor den Tarzan Heiko Langer hat, der es bisher überragend macht. Extra-Motivation benötigen die Ex-Lemgoer nicht, versichert TBV Co-Trainer Matthias Olfert: „Die werden richtig heiß sein und es wird einige intensive Duelle geben. Aber nur in den 90 Minuten auf dem Feld.“ Denn: „Mit Thomas pflegen wir auch außerhalb des Platzes eine gute Freundschaft.“ Der 8:0-Kantersieg aus der Vorsaison spielt nun keine Rolle mehr, haben die Blau-Schwarzen seitdem dazugelernt. „BenHoh wird sich auf uns einstellen. Sie kennen unseren Spielstil. Und sie haben sich gerade in der Offensive gut verstärkt.“ Einwandfrei, dass Schnapper Roman Spieß nach längerer Abstinenz wieder eine Übungseinheit absolvieren durfte. Dennoch sind die Ausfälle nicht unerheblich. Thomas Specht urlaubt, Arno Warkentin ist immer noch beruflich in Leipzig aktiv, Dennis Axt hat Nachtschicht, Karwan Derwisch, Fabio Hildebrand (Bild links), Markus und Artur Esko, ebenso Oliver Hett, plagen sich mit kleineren Verletzungen herum, weshalb sie allesamt auszufallen drohen. „Wir wollen das Spiel gewinnen. Wir werden alles reinhauen. Die Mannschaft mit dem größeren Willen wird als Sieger vom Platz gehen“, gibt Matthias Olfert bereits eine eindringliche Vorschau ab.

 

Der pfiffige Timo Franz-Sauerbier leitet ab 19.00 Uhr dieses Spiel mit Weitsicht, Regelkenntnis und vielleicht auch ganz viel Pfiff.

 

SV Wüsten vs. TuS Lockhausen

(ab). In der Liga läuft es einfach noch nicht für den SV Wüsten. Mit zwei Punkten aus drei Spielen rangiert der SVW aktuell sogar auf einem Abstiegsplatz. Deshalb legt man den Fokus kurzzeitig auf den Pokal. „Wir haben unseren letzten Sieg im Kreispokal errungen und wollen gerne daran anknüpfen, um mit einem positiven Erlebnis Selbstvertrauen für die Liga zu tanken“, wünscht sich Henri Ellerbrok. In der zweiten Runde schlug man den amtierenden Kreispokal-Sieger SV Werl-Aspe mit 3:0. Und auch, wenn „Lockhausen natürlich eine Liga höher spielt als wir und in der letzten Saison absolut verdient, wenn auch unwürdig aufgrund des Abbruchs, Meister geworden“ ist, rechnet sich Wüsten „durch den Heimvorteil auf unserem Kunstrasen natürlich Chancen aus und wir werden mit allen Mitteln versuchen, eine Runde weiterzukommen.“ Unwürdig ist im Zusammenhang mit dem Aufstieg des TuS nicht so gemeint, dass der Aufstieg nicht verdient gewesen wäre oder man Lockhausen missgünstig gegenüber stehen würde, sondern, „dass Lockhausen auf jeden Fall verdient aufgestiegen ist. Leider konnten sie aufgrund der gegenwärtigen Situation ihren Aufstieg nicht richtig feiern. Deshalb war er für sie unwürdig.“ Weiterkommen will der SVW auf jeden Fall und da „der Pokal und auch Wochenspiele in der Kreisliga immer ihre eigenen Gesetze haben, erachte ich den Spielausgang für total offen“, so Ellerbrok weiter. Zwar hat auch der SVW, „wie viele andere Vereine extreme Probleme mit Verletzungen, was bei dem eng getakteten Spielplan, wir haben sechs Spiele in 16 Tagen, natürlich Gift ist. Trotzdem werden wir mit den zur Verfügung stehenden Spielern eine schlagkräftige Truppe ins Rennen schicken können, um ein Weiterkommen zu realisieren.“

 

Lockhausen-Coach Stefan Braunschweig charakterisiert den SV Wüsten als eine „griffige Truppe.“ Mit Merwan Osso haben sie „einen feinen Techniker“ und auch „einige echte Arbeiter“ im Kader. Lockhausen will „mit voller Kapelle spielen und weiterkommen“, kündigt Braunschweig aus. Allerdings muss er auf Rene Kagels und Edgar Tissen verzichten. Ob Christian Müller spielen wird, ist noch fraglich. „Es werden die Spieler, die eine Nuance hinten dran sind, zum Einsatz kommen. Sie können sich zeigen“, so der Coach. Der TuS Lockhausen ist immer noch in einer Findungsphase und Braunschweig spielt lieber, „als zu trainieren.“ Die Formkurve zeigt langsam nach oben. Von drei Spielen hat der TuS in der Liga nur eines verloren, und aus den übrigen beiden zwei Punkte geholt.

 

Um 19.00 Uhr ist Anstoß, Pascal Striene leitet die Begegnung.

 

 

SG Lüdenhausen/Talle/Westorf vs. FC Schwelentrup-Spork/Wendlinghausen

(ab). Erstmals in dieser noch jungen Saison ist die SG LTW „gegen den FC SSW in der Außenseiterrolle“, meint Co-Trainer Maik Grenner, der hofft, dass die Mannschaft dadurch „völlig befreit aufspielen“ kann. Aus seiner aktiven Zeit weiß er noch, „dass es immer tolle Fights gegen den FC SSW gab“ und ein solch leidenschaftliches Duell erwartet er auch heute Abend. Zwar ist die „ist die personelle Situation angespannt, Urlaub und Verletzungen machen es uns nicht leicht, aber wir wollen versuchen, auf Augenhöhe mitzuspielen und den Zuschauern einen packenden Pokalabend zu liefern.“ Getreu dem Motto, „der Pokal schreibt seine eigenen Gesetze.“

 

Mit einem gut aufgelegten Kontrahenten rechnet Rouven Post: „Sie haben eine gute Mannschaft, haben alle drei Spiele gewonnen, stehen auf Platz 1 und haben daher sicher auch Selbstvertrauen getankt.“ Der Pokal hat für den FC SSW einen hohen Stellenwert: „Wir wollen jedes Spiel gewinne, egal ob Pokal oder Liga und wir würden gerne in die nächste Runde einziehen.“ In Sachen Aufstellung muss der A-Ligist aber „auf die zweite Garde zurückgreifen.“ Verletzungen und Urlaube zwingen Coach Markus Kettern zu Umstellungen. „Aber wir haben immer noch eine gute Breite und Qualität im Kader, wir können das kompensieren“, so Post.

 

Um 19.15 Uhr pfeift Schiedsrichter Lukas Wessel das Spiel an.

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