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Bezirksliga

Bezirksliga 3 – Vorbericht 3. Spieltag 2020/21

Die Lip-Höx-Spielklasse hat es in sich. Jede Woche gibt es spannende Derbys. Wie auch in der dritten Runde, stimmt Lippe-Kick euch darauf ein.

 

Sandhasen empfangen La Furia Roja

Bezirksliga 3 (hk). Ein Lipper-Quartett führt diese Spielklasse an. Der Primus SG Hiddesen/Heidenoldendorf hat das Mittelklasse-Team VfR Borgentreich zu Besuch. Der prächtig gestartete Aufsteiger SV Eintracht Jerxen/Orbke stattet dem Verfolger SV Dringenberg einen Besuch ab. Das dritte Team im Bunde mit der optimalen Ausbeute ist der Post TSV Detmold, der im Lipper-Derby beim Vierten in Oerlinghausen vorstellig wird. Ganz viel Lokalkolorit verströmt das West-Lipper-Aufeinandertreffen zwischen dem FC Augustdorf und dem TuS Lipperreihe. Dazu bekommt es der RSV Barntrup mit dem FC Peckelsheim-Eissen-Löwen zu tun, Neuling Lügde mit Brakel II, Lemgo hat das Schlusslicht TSC Steinheim zu Besuch. Das einzige Spiel mit nicht-lippischer Beteiligung findet zwischen dem SV Höxter und dem FC Blau-Weiß Weser statt.

Dieser Bericht wird präsentiert von:

 

 

Von Henning Klefisch & Andre Bell

 

SV Höxter vs. FC Blau-Weiß Weser

(ab). Schwere Wochen liegen hinter dem SV Höxter. „Der Saisonauftakt inklusive der wenigen Trainingseinheiten waren in der gesamten Situation allesamt bescheiden und ich bewerte das auch nicht so richtig“, meint SVH-Coach Uwe Beck. Mit zwei Spielen am Wochenende, zunächst am Freitag im Kreispokal beim B-Ligisten TuS Willebadessen und dann am Sonntag in der Liga im Derby gegen den FC Blau-Weiß Weser will der Aufsteiger wieder „Schritt für Schritt in den Fußballalltag zurückkehren.“ Und das heißt auch, dass der SVH „Leistung bringen und guten Fußball spielen“ möchte. Spiele gegen die Blau-Weißen sind „körperbetont und benötigen viel Aggressivität und Robustheit“, weiß Beck. Den Vorteil sieht er bei seiner Mannschaft: „Fußballerisch sind wir die bessere Mannschaft und genau das sollten wir am Sonntag auch zeigen.“ Nach jetzigem Stand wird der Kader die Doppelbelastung am Wochenende „gut auffangen können“ und bringt der SVH am Sonntag seine „bestmögliche Leistung, gewinnen wir das Derby.“ Da ist sich Uwe Beck ganz sicher.

 

Mit zwei Niederlagen ist der FC Blau-Weiß Weser in die Saison gestartet. „Wir hätten gerne gepunktet“, meint Coach Marcus Menzel in der Nachbetrachtung. Man war sich im Verein aber auch durchaus bewusst, dass es dauern kann, bis die Mannschaft ins Rollen kommt. Nach den teils schwerwiegenden Abgängen hat Menzel eine ganz junge Mannschaft zusammen, dessen Altersschnitt im unteren 20er-Bereich bewegen dürfte. Nur noch vier Spiele sind über 25 Jahre alt, „der Rest bewegt sich zwischen 20 und 22“, so Menzel. Entsprechend war allen klar, „dass der Start auch so verlaufen kann und dass es eine schwere Saison wird. Von daher wirft uns das nicht aus der Bahn.“ Mit dem SV Höxter steht der Menzel-Elf nun ein Gegner gegenüber, der „letzte Woche für mich etwas überraschend verloren hat. Da habe ich schon mit einem Sieg gerechnet“, meint der Coach. Zwar hat der SVH „enorm an Qualität zugelegt, vor allem in der Offensive“ und es wird „ganz sicher auch ein schweres Spiel“, aber: „Auch Höxter muss da erstmal gewinnen. Wir fahren da nicht hin, um abzuschenken.“ In Sachen Aufstellung muss Menzel aber improvisieren bei derzeit sieben verletzungsbedingten Ausfällen. „Wir werden uns schon ordentlich strecken müssen, um da was zu holen.“

 

Klaus Münstermann leitet das Spiel, Anstoß ist um 15.00 Uhr.

 

SV Dringenberg vs. SV Eintracht Jerxen-Orbke

(ab). Der SV Dringenberg wird die „Junx“ ein „richtiges Brett“, wie Coach Marco Schlobinski meint. Zumal auch auf Rasen gespielt wird, was für die Eintracht „auch immer eine Umstellung bedeutet.“ Viele Gemeinsamkeiten haben Dringenberg und Jerxen-Orbke nicht, findet Schlobinski: „Die sind schon lange in der Liga unterwegs und haben viele erfahrene Leute, wenn man sich den Altersschnitt mal anguckt. Das ist ein Unterschied zu uns.“ Mit Jugendlichkeit und viel Elan will der SVE natürlich auch in Dringenberg punkten: „Wir wollen uns nicht verstecken, müssen von Beginn an wach sein und wollen Spaß haben.“ Aktuell sind zwei Spieler im Kader erkältet, sollten aber „bis Sonntag wieder fit sein“, so der Coach, der zudem auf drei Rückkehrer in den Kader bauen kann. „Wir können eine gute Truppe auf’s Feld schicken.

 

Jan Weggen aus dem Kreis Paderborn pfeift das Spiel um 15.00 Uhr an.

 

TuS WE Lügde vs. Spvg Brakel II

(hk). Die Westfälische Eiche aus Lügde ist weiterhin in einem Lernstadium. Natürlich war der 4:0-Heimerfolg über den TSC Steinheim wichtig, zumal wohl gegen einen potenziellen direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt. Das 2:4 gegen Mitaufsteiger SV Eintracht Jerxen/Orbke hat die Südostlipper hingegen auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. TuS-Torwart Felix Wessel ärgert sich immer noch ein wenig: „Wir haben letzte Woche ein gutes Auswärtsspiel gemacht, haben uns aber nicht belohnt.“ Es geht gegen ein fremdes Wesen für die Hausherren, denn viele Berührungspunkte gab es nicht gegen die Spieler aus der 16.500 Einwohner-Stadt aus dem Kreis Höxter. Immerhin hat doch Lügde selbst viele Jahre lang nicht mehr überkreislichen Fußball angeboten. Wessel studiert fleißig die lokalen Medien, hat darin erfahren, „dass sie einen hohen Personaladerlass hatten.“ Gegen den punktlosen Tabellenletzten möchten die Weber-Männer in der heimischen Emmerkampfbahn siegreich sein, soll möglichst schnell ein komfortabler Vorsprung zum Tabellenkeller aufgebaut werden. Im Vergleich zum Jerxen-Match sind die Kaderänderungen marginal, fallen Schlieker, Kröger und Deppe aus. Tim Witte muss beruflichen Verpflichtungen nachgehen, aber Serkan Kayrak (Bild rechts) und Patrick Roefs geben ihr Comeback im Spieltagkader.

 

Die ersten beiden Auseinandersetzungen mit Lippern waren von keinem Erfolg gekrönt. Erst unterlag man dem RSV Barntrup mit 2:4, jüngst dem TuS Lipperreihe sogar mit 0:4. Gegen den Aufsteiger aus Lügde wird die Aufgabe bestimmt nicht leichter. Brakel II-Trainerfuchs Norbert Dölitzsch skizziert die bisherige Spielzeit: „TuS WE Lügde ist gut in die neue Saison gekommen. Ein hoher Sieg gegen Steinheim und eine unglückliche Niederlage, nach 2:0 Führung, gegen Jerxen-Orbke stehen zu Buche.“ Bereits in diesem frühen Saisonstadium gaben die Osterräderstädter eine Kostprobe ihres großen fußballerischen Potenzials ab. Die Spielvereinigung erlitt gegen die Lipperreiher Schiffbruch, zeigte hier eine miserable Vorstellung. Mit der frappierenden Verletzungsnot möchte Dölitzsch an dieser Stelle aber bestimmt nicht argumentieren. Schließlich haben doch die anderen Spieler ihre Chance erhalten, die sie allerdings ungenutzt verstreichen ließen. Nico Brümmer ist aus privaten Gründen nicht mit von der Partie. Der eine oder andere angeschlagene Kicker feiert seine Rückkehr. Wer das tatsächlich sein wird, entscheidet sich kurz vor dem Anpfiff.

 

Carsten Müller leitet um 15.00 Uhr die Begegnung in der Emmerkampfbahn in Lügde.

 

FC Augustdorf vs. TuS Lipperreihe

(ab). Der FC Augustdorf hat noch nicht viel vom Lipperland gesehen in dieser Spielzeit. Gegen den TuS Lipperreihe steht das dritte Heimspiel in Folge an. Zudem ist es auch das dritte lippische Derby. Zuletzt gab es ein klares 4:1 gegen den RSV Barntrup. „Der hochverdiente Sieg am Sonntag gegen Barntrup hat allen Auftrieb gegeben“, meint Coach Matthias Heymann. „Die Jungs sind heiß und wollen am Sonntag unbedingt in der Startelf stehen. Gerade diejenigen, die am Sonntag nicht in der ersten Elf oder im Kader standen, wissen natürlich, dass sie nach der guten Leistung am Sonntag im Training richtig Gas geben müssen.“ Und das merkt Heymann: „Bei 21 fitten Feldspielern wird das wieder ein hartes Rennen.“ Den nächsten Gegner schätzt der Coach „nochmal etwas stärker als Barntrup ein. Sie haben eine extrem junge und motivierte Truppe. Ein guter Weg, den der Verein hier geht“, bescheinigt Heymann dem TuS Lipperreihe. Das heißt für den FCA aber auch, dass man sich „nochmal steigern“ muss, um „die Punkte am Schlingsbruch zu behalten. Das ist aber natürlich das Ziel. Wir wollen gerne den Anschluss ans obere Tabellendrittel halten.“

 

Auf den TuS Lipperreihe wartet am Sonntag ein „dickes Bezirksliga-Brett. Eine physische und mental starke Mannschaft, die über eine gute Mischung aus erfahrenen und jungen Spielern verfügt“, so Timo Kapale. Für den Aufsteiger heißt das folglich „von Beginn an auf der Höhe“ zu sein und sich „keine Nachlässigkeiten“ zu erlauben. „Insgesamt wollen wir aber auch offen und mutig mitspielen, eine andere Herangehensweise liegt uns einfach nicht“, meint Kapale, weshalb „ein Spiel mit vielen Toren auf beiden Seiten durchaus möglich“ ist. Die Kaderzusammensetzung bleibt allerdings noch vollkommen unklar: „Wir haben angeschlagene Spieler, für den ein oder anderen wird es vermutlich eng bis Sonntag, aber auf der anderen Seite kehren auch Spieler langsam, aber sicher wieder zurück. Eine Größenordnung zwischen 15 und 17 Spielern wird es wohl am Ende sein.“

 

Um 15.00 Uhr geht es los am Schlingsbruch. Geleitet wird das Spiel von Max Westerfellhaus aus Gütersloh.

 

RSV Barntrup vs. FC Peckelsheim-Eissen-Löwen

(hk). In diesen Tagen nicht gut auf sein Team zu sprechen, ist RSV Barntrup-Coach Daniel Barbarito, dem die 1:4-Niederlage, in der Vorwoche beim FC Augustdorf erlitten, noch unangenehm im Magen liegt. Selbst der 4:2-Erfolg gegen Brakel II und erst recht nicht die Pokal-Final-Pleite gegen den A-Ligisten SV Werl-Aspe (3:4 nach Elfmeterschießen) stimmen ihn ein bisschen versöhnlich. Barbarito und Fitness-Guru Michael Müller haben beim Dienstagstraining eine epochale Brandrede gehalten, wurden den Spielern dabei die Leviten gelesen. „Wir beide sind im stetigen Austausch, hinterfragen uns, hinterfragen die Leistung der Mannschaft“, erklärt Barbarito, der einen „Leistungsabfall“ in den vergangenen vier Pflichtpartien beobachtet hat. Einzig der 4:2-Erfolg im Kreispokal-Halbfinale gegen den TSV Oerlinghausen, eingefahren vor drei Wochen, war eine überragende Vorstellung der Roten Teufel, die fußballerisch, taktisch, läuferisch und kämpferisch überragend performten. Vielleicht hat sich die Mannschaft zu sehr auf dieser beachtlichen Leistung ausgeruht, weshalb der eine oder andere Schritt weniger gegangen wurde. „Ich bin deshalb unzufrieden mit den Leistungen in den letzten Wochen. So deutlich bin ich noch nie geworden in meiner Zeit als Trainer des RSV Barntrup“, betont Barbarito gegenüber Lippe-Kick. Der verbale Rundumschlag ist folglich unumgänglich gewesen. Alles wird auf den Prüfstand gestellt, drohen rigorose personelle Umbaumaßnahmen. Selbst einst unantastbare „altgediente Stammkräfte“ müssen selbstkritisch prüfen, ob sie alles für den Erfolg zuletzt getan haben. Sehr wahrscheinlich ist, dass die Mannschaft gegen die Löwen ein völlig anderes Gesicht bekommen wird. „Ich werde beim Training ganz genau hinschauen, welche elf Leute sich für Sonntag qualifizieren werden.“ Um das Saisonziel weiter zu festigen, sind drei Punkte eine Pflichtübung, denn gegen direkte Konkurrenten muss vor heimischer Kulisse dreifach gepunktet werden. Diese Zielsetzung soll mit einem 19-Mann-Kader in die Tat umgesetzt werden. Jan Hoffmann und Johannes Lindemeyer (Bild links) setzen aus, während Jakob Funk, Jan-Malte Opitz und Patrick Brinkmann erfolgreich und gut erholt aus dem Urlaub zurückkehren.

 

Dieses Mal geht Peckelsheim-Eissen-Löwen-Coach Matthias Rebmann fest davon aus, dass eine Partie auf Augenhöhe wahrscheinlich ist. Im Vorjahr noch, da gab es eine echte Reise für die zahmen Löwen, wurden sie nach allen Regeln der Kunst ausgekontert, verloren allzu deutlich gegen den RSV Barntrup. „Da haben wir wirklich ein ganz schlechtes Spiel an den Tag gelegt“, wünscht sich Rebmann den Einmal-Effekt und nun eine Leistungssteigerung. Gefühlsmäßig variiert es in ihm, denn böse Klatschen wechselten sich mit erfreulichen Siegen in Barntrup ab. Rebmann verneigt sich vor dem „absoluten Bezirksliga-Top-Stürmer Leon Baumeister (Bild links)“, findet es beachtlich, dass die Roten Teufel selbst nach dem Abstieg 2018 nahezu komplett zusammengeblieben sind. „Da habe ich hohen Respekt vor.“ Mindestens acht Akteure muss der PEL-Coach ersetzen. Trotzdem möchten die Gäste punkten, soll schließlich die Abstiegsregion schnell verlassen werden. Derzeit rangiert der FC mit drei Punkten aus zwei Partien an elfter Stelle. Die erste Erfahrung von lippischer Prägung war unangenehm, setzte es eine 0:2-Niederlage gegen die SG Hiddesen/Heidenoldendorf in der Vorwoche.

 

Jonas Niemeyer ist der Referee am Sonntag um 15.00 Uhr auf dem Kunstrasenplatz in Barntrup.

 

SG Hiddesen/Heidenoldendorf vs. VfR Borgentreich

(hk). Das wurde ja auch mal Zeit. Nach zwei Auswärtspartien zum Start steht für die SG Hiddesen/Heidenoldendorf am kommenden Sonntag die erste Saisonbegegnung auf dem heimischen Kunstrasenplatz in Heidenoldendorf an. Der Tabellensiebte aus Borgentreich gibt ein Stelldichein. Ebenfalls die Gäste aus der Orgelstadt freuen sich über eine blütenreine Weste, gelang doch im einzigen Saisonspiel ein 4:0-Kantersieg über BW Weser. Das geplante Spiel gegen den SV Höxter ist wegen eines Trauerfalls bei den Höxteranern ausgefallen. Die Gäste sind in starker Form, haben in den Vorbereitungspartien, auch in den Kreispokal-Duellen, mit starken Leistungen aufgewartet. Dementsprechend erwartet SG-Coach Markus Rüschenpöhler einen „selbstbewussten und stark in Form befindlichen“ Rivalen aus der 9.000 Einwohner-Kleinstadt. Große Lust verspürt Rüschenpöhler (Bild links) darauf, den dritten Dreier in Serie einzukassieren, dienen diese Zähler zunächst zur Klassensicherung. Auf die SG-Defensive wird allerdings eine wahre Angriffs-Lawine zurollen, denn traditionell legen die Borgentreicher viel Wert auf eine fähige Angriffsreihe, genießt die Abteilung Attacke doch eine hohe Priorität beim Verein für Rasensport. Die immerwährende Torgefahr, dazu eine ausgewachsene Flinkheit und Wendigkeit, sind fest in der Vereins-DNA verankert. Das Recherche-Team der Spielgemeinschaft arbeitet auf Hochtouren, möchte man über verschiedene Quellen Informationen über den VfR Borgentreich erhalten. Bei der Umsetzung kommt allerdings erschwerend hinzu, dass die Borgentreicher mit Christopher Brand seit Saisonbeginn über einen neuen Coach verfügen. Deshalb soll der Großteil der Wahrnehmungsfähigkeit auf das eigene Handeln gelenkt werden, ist dieses logischerweise beeinflussbar. „Wir versuchen, das Match erfolgreich zu gestalten und freuen uns darauf. Wir gehen selbstbewusst, keineswegs arrogant, dieses Spiel an”, so Rüschenpöhler abschließend bei Lippe-Kick.

 

Die Termine im Höxteraner Kreispokal sind nicht zu verachten. Am heutigen Freitag gibt es noch das mutmaßlich intensive Derby gegen die SG Borgholz-Natzungen/Manrode. Bedenklich: Es bleiben nicht einmal 48 Stunden zur Erholung. Sonntag geht die knapp 70 Kilometer weite Reise nach Heidenoldendorf zum amtierenden Spitzenreiter. An das Vorjahr kann sich VfB-Sportdirektor Thomas Schulte noch bestens erinnern, erlebten die Zuschauer in der Borgentreicher Rolandkampfbahn nach einem umkämpften Spiel ein 2:2-Unentschieden. Matchpraxis bekamen die Borgentreicher mit dem 4:0-Sieg über den FC Blau-Weiß Weser, haben sie hier defensiv eine stabile und offensiv eine berauschende Vorstellung geboten. Schulte nimmt die Schwere der Aufgabe wahr, rechnet sich dennoch etwas aus. Personell muss das besagte Kreispokal-Spiel abgewartet werden, steht der finale Kader erst im Laufe vom Samstag fest. Schon jetzt ist klar: Einige Akteure sind angeschlagen, andere verletzt. Außerordentlich, aber der besonderen Umstände angemessen: „Aufgrund der Corona-Situation werden wir nicht wie gewohnt einen Fan-Bus einsetzen. Ich bin aber davon überzeugt, dass wir von den Fans beim ersten Auswärtsspiel der Saison zahlreich unterstützt werden“, sollen diese den zwölften Mann stellen. Spannung und Fairness sind zwei Faktoren, die eine wesentliche Rolle spielen werden.

 

Justin Hegerding leitet diese Begegnung Sonntag ab 15.00 Uhr in Heidenoldendorf.

 

 

TSV Oerlinghausen vs. Post TSV Detmold

(ab). Nach dem Aus im Lemgoer Kreispokal kann der TSV Oerlinghausen seine volle Konzentration auf den Liga-Alltag lenken. Dort lief es in den ersten beiden Partien ganz ordentlich. Mit vier Punkten ist der TSV gut gestartet. Am Sonntag muss aber im Vergleich zum Pokalspiel eine Leistungssteigerung erkennbar sein: „Wir müssen wieder an die Leistungen vom letzten Heimspiel anknüpfen“, fordert Tobias Dingerdissen, denn „Detmold zählt nicht umsonst zu den Favoriten in der Liga. Ähnlich wie Höxter haben sie eine gute Offensive mit gutem Tempo und individuell guten Einzelspielern. Es wird ein Spiel auf Augenhöhe.“ Zwar sind die Bergstädter personell derzeit „etwas angeschlagen, aber durch den breiten Kader werden wir die Ausfälle auffangen können“, ist sich der Abwehrmann sicher. Ausfallen werden definitiv Torhüter Besart Dervishi (Rückenprobleme), Emre Aydas (Rotsperre), Nils Engmann (Fußgelenk), Patrick Traczuk (Rückenprobleme; Bild rechts), Tim Witte (Oberschenkel), Edon Mehmeti (Leiste), sowie Dingerdissen selbst (Rotsperre). Kapitän Daniel Nadig hat sich im Spiel gegen Höxter verletzt, „da müssen wir schauen, ob es für Sonntag reicht.“

 

Post TSV-Co-Trainer Andre Patscha (Bild links) hat „früher ab und zu gegen Oerlinghausen gespielt, aber die Zeiten sind lange vorbei.“ Deshalb hat er die aktuellen Infos über den Gegner über seinen Trainer Ralf Brokmann erfahren: „Oerlinghausen hat eine ausgewogene Truppe. Junge Wilde und Erfahrene, die gut zur Sache gehen und die Punkte sicher zu Hause behalten wollen.“ Für die Postler ist der TSV „der dritte Gegner in Reihe, der zu den Top-Favoriten der Liga gehört.“ Die vorherigen beiden aus Dringenberg und Lemgo konnten besiegt werden. Allerdings tut sich der Post TSV Detmold in der Arena am Kalkofen schwer, konnte dort noch kein Spiel gewinnen. „Es ist mal an der Zeit, da Punkte zu holen“, findet Patscha deshalb. Deshalb wird die Marschroute die gleiche sein: „90 Minuten volle Pulle.“ Und wie zuletzt gegen den TBV Lemgo will das Trainerteam „ein schönes Spiel sehen. Dringenberg war auch nicht schlecht, aber auf Rasen musst du halt anders Spielen als auf Kunstrasen. Beides für sich waren von der Qualität her gute Spiele. Und das erhoffen wir uns für Sonntag auch.“ Der dritte Sieg in Folge wäre für den Post TSV Detmold „ganz gut“, meint der Co-Trainer. Die personelle Lage ist gut, abgesehen von den Langzeitverletzten gibt es keine Ausfälle, allerdings muss man noch abwarten, wie sich der Kader für Sonntag zusammensetzt. Eins ist klar: „Uns erwartet ein heißer Tanz gegen einen sehr starken TSV Oerlinghausen, der nicht umsonst zu den Favoriten zählt. Der letzte Sieg gegen den SV Höxter sagt da schon einiges aus.“

 

Dieses interessante Duell wird von Josef Lenze, der extra aus dem Hochsauerlandkreis anreist, um 15.00 Uhr angepfiffen.

TBV Lemgo vs. TSC Steinheim

(hk). Eine hektische Schnappatmung muss ganz bestimmt keiner rund um den Jahnplatz aktivieren. Natürlich werden durch den holprigen Saisonstart die Sinne geschärft. Ein 2:2 gegen Oerlinghausen ist allerdings nicht verwerflich, ist dieses Ergebnis doch gegen einen etablierten und hervorragend geführten Bezirksligisten zustande gekommen. Unharmonischer wurde es nach dem 1:3 beim Post TSV Detmold, fehlte hier die Griffigkeit, die Bestimmtheit, in den spielentscheidenden Situationen. Nun geht es gegen einen Kontrahenten aus einem völlig unbekannten Terrain. Der TSC Steinheim wird in der Hansestadt vorstellig. Ein Team, das für Coach Matthias Olfert ein Buch mit sieben Siegeln ist. Wahrhaftig bestätigt er, was nicht als Sensation daherkommt: „Den TSC Steinheim kenne ich nicht. Zu diesem Gegner kann ich nichts sagen.“ Die Ansprüche werden nun Stück für Stück nach oben geschraubt. Olfert fordert mehr Impulse, soll liebend gerne das Selbstverständnis aus der bisher so erfolgreich verlaufenen Kreispokal-Reise mit in den Liga-Alltag transportiert werden. „Wir wollen den ersten Dreier in dieser Saison einfahren. Und müssen an die besser werdenden Ansätze aus dem Pokalspiel anknüpfen.“ Tunlichst sollte es der individuell so prächtig besetzte Liga-Rückkehrer vermeiden, die Fähigkeiten vom Türkischen Sport Club aus Steinheim zu bagatellisieren. Die Gefahr besteht fraglos, dass die 0:12-Tore und die null Zähler zum Unterschätzen verführen. Olfert vertraut seinem Team: „Ich gehe davon aus, dass der Gegner über den Kampf kommen wird und das müssen wir annehmen. Dann bleiben die Punkte am Jahnplatz“, sollten die Jahnplatz-Jungs fußballerisch doch besser unterwegs sein. Ob die lädierten Oliver Hett (Bild links), Simon Schneidermann und Fabio Hildebrand bis Sonntag wieder fit sind, muss abgewartet werden. Arno Warkentin hat sein Leipzig-Intermezzo hinter sich, Thomas Specht und Dennis Hildebrandt urlauben. Spontan-Ausfälle sind auch weiterhin im Bereich des Möglichen.

Fahrschule Duru

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