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Kreisliga A Lemgo

Kreisliga A Lemgo – Vorbericht 4. Spieltag 2020/21

Diese Runde hat es wieder in sich. Nicht nur das Hansestadt-Derby wird die Zuschauer auf die Plätze locken. Lippe-Kick blickt genauer hin.

 

Verfolger- und Nachbarschaftsduell in Asemissen

Kreisliga A Lemgo (hk). Die Lemgoer Teams haben schon so ihre Erfahrungswerte mit einer eingehenden Vielspielerei gesammelt. Vor allem die A-Ligisten zocken seit rund einem Monat zweimal wöchentlich um Punkte und Tore in der Liga oder zuvor um das Weiterkommen im Kreispokal. Am Sonntag steht bereits die vierte Meisterschafts-Runde an, ist diese mit einigen bemerkenswerten Partien besetzt. Der einzig verlustpunktfreie Vertreter, der VfL Lüerdissen, empfängt den Fünften SC Bad Salzuflen. Lockhausen bestreitet nach langer Zeit das erste Heimspiel, dies gegen den Tabellenzweiten TBV Lemgo II. Das große Verfolgerduell findet derweil in Asemissen statt, wenn der Tabellenvierte den Dritten aus Bexterhagen begrüßt. Im tiefen Tabellenkeller erhofft sich das punktlose Schlusslicht SG Leese/Hörstmar/Lieme die ersten Zähler in der Nachbarschaft beim TuS Brake.

 

Dieser Bericht wird präsentiert von:

 

Von Henning Klefisch & Andre Bell

TuS Ahmsen vs. TuS Leopoldshöhe

(hk). Der TuS Ahmsen lernt den TuS Leopoldshöhe in den kommenden Wochen etwas besser kennen. Dies auf leibhaftige Art und Weise. Zunächst geht es am Sonntag in der Meisterschaft gegeneinander, dann im Pokal-Viertelfinale. Ahmsen-Obmann Lothar Köhnemann legt seine Stirn in Falten, wenn er über den TuS Leopoldshöhe sinniert: „Leo ist eine sehr, ja sehr unangenehm zu bespielende und dazu selbst auch noch spielstarke Mannschaft“, hat der folgende Gast zudem in der abgelaufenen Spielzeit in der Werre-Kampfbahn triumphiert. Man kennt und schätzt sich sehr, ist der Leo-Ronaldo Jan Plöger zudem aus Leeser B-Liga-Zeiten noch bestens bekannt. Für den TuS Ahmsen ist die Forderung auch nach der desillusionierenden 1:4-Niederlage in Bad Salzuflen eindeutig. Ein satter Trost: Der TSG Holzhausen/Sylbach zeigte man beim 5:0-Sieg gleich fünf Finger. „Wir müssen ja schon auf Sieg spielen und gewinnen. Dazu gibt es keine Alternative. Sonst ist ja schon fast Abstiegskampf angesagt“, übertreibt er hier doch ein wenig. Mit den bisher gesammelten vier Punkten aus drei Partien zeigt er sich überhaupt nicht einverstanden, ist ein spröder Mittelfeldrang neun nicht das, was ihnen vorschwebt bei den Grün-Weißen. Die sehen sich nun bereits „unter Zugzwang“, in diesem so wichtigen Spiel mit vorentscheidender Bedeutung. Trotz der verstärkten Drucksituation gilt für Köhnemann: „Ich freue mich auf Leopoldshöhe, obwohl ich sie als sehr unangenehmen Gegner nicht so gern habe.“ Sören Seifert feiert seine Kader-Rückkehr. Jörn Seifert muss privaten Terminen nachkommen. Jens Janson wird ihn vertreten. Bis dato tat er dies stets höchst erfolgreich. Auf Ritter, Neamy, Robin Venghaus (Bild rechts), Schlautkötter, Brünger und auch Petzold müssen die Hausherren verzichten. Luca Sievert wird wohl zwischen den Pfosten stehen. Vielleicht werden noch ein, zwei Akteure an die Reserve abgegeben.

 

Ungeschlagen performen die Jungs vom TuS Leopoldshöhe bisher. Im Kreispokal wurde erst gestern Abend durch einen 4:2-Auswärtssieg in Grastrup der Sprung in das Viertelfinale gefeiert. Bereits zuvor hatte mit dem FC Donop/Voßheide ein B-Ligist beim 0:2 das Nachsehen gegen die hungrigen Löwen. Der Liga-Auftakt begann triumphal, verlor Aufsteiger TuS Lockhausen deutlich mit 1:5. Danach fand das Team von Chefcoach Christian Martens (Bild links) gewisse Sympathien für ein 2:2-Unentschieden. Erst gegen Asemissen, dann gegen Sonneborn/Alverdissen. Man würde sicherlich nicht die Klagemauer in Jerusalem besuchen, wenn das dritte Spiel in Folge mit diesem Resultat endet. Immerhin geht es zum Titelaspiranten aus Ahmsen. Leo-Tormaschine Jan Plöger ist davon überzeugt: „Ahmsen hatte mit Sicherheit nicht den Saisonstart, wie sie sich ihn vorgestellt haben, aber auch wir hätten gerne ein paar Pünktchen mehr.“ Hier sind klare Gemeinsamkeiten festzumachen. Dass diese offensivstarken Kontrahenten sich ein „interessantes Spiel“ liefern, damit rechnet Plöger fest. Dementsprechend wird die Tagesform entscheidend sein in diesem Verfolgerduell. In der Werrekampfbahn die maximale Ausbeute mitzunehmen, käme dem TuS Leopoldshöhe natürlich nur allzu gelegen, formuliert dies Plöger mit aller Vehemenz: „Wir wollen natürlich gewinnen und dafür müssen wir auf jeden Fall eine Top-Leistung wie gegen Asemissen bringen.“ Negativ liest sich die Personalmisere der Blau-Weißen, sind die Alternativen durch das gestrige Pokal-Spiel geschrumpft. Abwarten, ob bis Sonntag die eine oder andere Wunderheilung geschieht.

 

Burak Mertoglu leitet um 15.00 Uhr auf dem Kunstrasenplatz in der Ahmser-Werrekampfbahn dieses Spiel.

TuS Asemissen vs. TuS Bexterhagen

(hk). Mit breitschultrig auftretenden Bexterhägern rechnet Asemissen-Coach Carsten Skarupke. Ihm ist der imposante Saisonstart nicht entgangen, haben die Reds doch sieben von neun möglichen Punkten eingesammelt. „Wir werden gewarnt sein“, wird Menschenfänger Skarupke seine Elf so heiß machen, dass sie für die Herausforderungen im Ortsderby ausgezeichnet vorbereitet sein werden. „Ich habe großen Respekt vor dieser Mannschaft, weil sie als junges, gutes, homogenes Team auftritt, eine sehr gute Zweikampfstärke aufweist und mit Jens Reitemeier einen sehr guten Trainer haben.” Dieser hat sein Team auf den dritten Rang geführt, haben die „Reds“ sogar das um zwei Tore bessere Torverhältnis im Vergleich zu den Asemissern. Diese klagen über Personalprobleme. So wird Torben Becker wegen seiner Hüftproblemen wohl ebenso für längere Zeit ausfallen wie Hatim Batri (Bild rechts), der seinen Handbruch auskurieren muss. Sebastian David Melo Klassen Trotzdem: „Es ist ein Heimspiel. Wir wollen unser Spiel durchdrücken, zu Hause ganz klar deutlich machen, dass wir die drei Punkte behalten wollen“, ist es eine „knifflige Aufgabe“, die Skarupke erwartet.

 

So einige Hände schütteln muss wohl Sven Gleisner, der Sportliche Leiter vom TuS Bexterhagen. Der gut vernetzte Strippenzieher freut sich auf einige „alte Bekannte“, vor allem die beiden Barthelmeus-Brüder Gerrit und Patrick. Für die Bexterhäger wurde es stetig besser, wenn es in den Auswärtsspielen im nur knapp neun Kilometer entfernten Asemissen zur Sache geht. In der Aufstiegs-Saison bekamen die Reds eine heftige Tracht Prügel beim 0:9-Waterloo. In der abgelaufenen Serie stellten sie sich deutlich geschickter an, verloren nur knapp mit 1:2. Gleisner, das Feierbiest, hat den Bexterhäger-Aufstieg 2018 mit allen Sinnen gelebt. Potzblitz landete er in prächtiger Stimmung auf der Saisonabschlussfeier in Asemissen, zelebrierte dort die Feierlichkeiten eben galant weiter. Gleisner gibt bereits preis, dass seine Jungs im Vergleich zu den ersten drei Saisonspielen aus einer abwartenden Position heraus agieren wollen. „Wir wollen auf das Asemisser-Spiel reagieren, unser eigenes Spiel allerdings auch nicht vernachlässigen, es aktiv aufziehen.“ Bereits die einfache Einfuhr von Zählern würde seine Geschmacksnerven absolut zufriedenstellen. Er ballt die Faust: „Dann ist es ein überragender Saisonauftakt“, müssen die Bexterhäger dafür allerdings eine Menge investieren. Dies gegen eine „seit Jahren eingespielte, junge Mannschaft.“ Diese mit vielen, sehr gut ausgebildeten Eigengewächsen gespickte Mannschaft hat absoluten Vorbildcharakter für den TuS Bexterhagen, der einen ähnlichen Weg in der Kreisliga A Lemgo anstrebt. Niklas Bergen (Bild links) und Alex Jan Makymowicz sind immer noch verletzt, Arne Middeldorf befindet sich in Urlaubsgefilden.

 

Jannik Simon ist in diesem West-Lipper-Duell ab 15.00 Uhr auf dem Kunstrasenplatz in Asemissen der Spielleiter.

 

 

TuS Lockhausen vs. TBV Lemgo II

(hk). Beim TuS Lockhausen ist die Vorfreude vor dem ersten A-Liga-Heimspiel seit vielen Jahren riesig. Der Aufsteiger hat bisher nur in der Fremde gastiert. Im Kreispokal haben sie zunächst hoch mit 5:1 in Almena gewonnen, sind gestern Abend mit 1:7 in Wüsten untergegangen. Auch das 1:5 zum Liga-Start in Leopoldshöhe fiel drastisch aus. In der Meisterschaft hat sich Lockse zuletzt aber beträchtlich gefangen, teilte man sich in Spork (1:1) und Bexterhagen (2:2) die Beute. Vor dem Heimspiel gegen den TBV Lemgo II plagen sich die Nord-West-Lipper mit argen Personalsorgen, vor allem im Defensivbereich, herum. Edgar Tissen fällt sicher aus. Mit Jonas Weege (Bild rechts) hat sich der zweite potenzielle Innenverteidiger eine Knöchelverletzung in Wüsten zugezogen. Er ist umgeknickt, weshalb sein Knöchel seither gekühlt werden muss. Vor allem in der zentralen Abwehrkette drückt der Schuh, weshalb Braunschweig betont: „Wir müssen unsere Abwehr stabilisieren.“ Die Aufgabe gegen den Tabellenzweiten TBV Lemgo II könnte viel kniffliger nicht sein. Über die 11:3-Tore und sechs Punkte berichtet Braunschweig gegenüber Lippe-Kick: „Lemgo II hat eine relativ gute Torausbeute. Das liest sich ganz gut.“ Deshalb müsse seine Mannschaft „einen guten Tag erwischen, eine 100-prozentige Einstellung demonstrieren“, um für den ersten Liga-Sieg infrage zu kommen. Chancenlos sieht Braunschweig seine Mannschaft keinesfalls, findet sogar vor dem Duell mit der Kunstrasentruppe: „Unser schlechter Rasenplatz ist ein kleiner Vorteil.“ Das Debakel in Wüsten muss Lockhausen möglichst schnell aus den Kleidern schütteln, erwartet Braunschweig eine Reaktion von seinem Team. Positiv: Florian Stuke steht vor einer Rückkehr in den TuS Lockhausen-Kasten.

 

Von einer „großen Unbekannte“ spricht TBV Lemgo II-Coach Benjamin Rawe, wenn er über den TuS Lockhausen spricht. Da die Lemgoer selbst zu Unterhaus-Zeiten in der ersten Staffel, Lockhausen in der zweiten Staffel war, gab es keine Begegnungen auf dem Spielfeld. Dennoch hat Rawe sich ausgiebig im Vorfeld informiert, damit er kein schwarz-weißes Wunder erlebt: „Der eine oder andere Spieler, auf den wir besonders aufpassen müssen, ist uns allerdings schon bekannt.“ Die Mischung ist hochexplosiv beim Kontrahenten, hat Rawe so eine „kampfstarke“, zudem auch mit „fußballerisch guten Einzelspielern“ besetzte Mannschaft im Blick. Diese möchte selbstverständlich ihr Premieren-Heimspiel nach langer A-Liga-Abstinenz in vollen Zügen genießen. Die 1:7-Klatsche in Wüsten sieht der TBV II-Trainer etwas zwiegespalten: „Die überraschend hohe Niederlage im Pokal in Wüsten ist gefährlich, da dadurch zwar Unsicherheit, aber auch jede Menge Wut entstehen kann.“ Nach sieben Punkten aus drei Partien und einem nicht für möglich gehaltenen zweiten Rang wollen die Lemgoer an die zuletzt so starken Leistungen anknüpfen. Der 7:1-Erfolg über den Aufsteiger SG Bega/Humfeld ist kein Maßstab, passte an diesem Tag alles hervorragend zusammen. Mit einer zweistelligen Anzahl an Punkten kann sich Benjamin Rawe aber liebend gerne anfreunden, als er Lippe-Kick gegenüber klarstellt: „Wir wollen in Lockhausen den bisherigen guten Start veredeln und erneut punkten, am liebsten natürlich dreifach. Dafür müssen wir unsere starken Phasen aus den ersten Spielen aber über einen längeren Zeitraum aufrechterhalten“, ist Beharrlichkeit und Konstanz hier ein ganz wesentliches Element. Mehr Präzision im Spielaufbau und ein größeres Durchsetzungsvermögen in der gefährlichen letzten Spielfeldzone ist erforderlich, um die egoistische Erfolgsperspektive zu erhöhen. Auch der bereits von Braunschweig thematisierte ungewohnte Naturrasen sollte keineswegs missachtet werden. Der urlaubende Vitali Rachlinski (Bild links) steht nicht zur Verfügung, auch die verletzten Jonas Friesen und Laurin Sasse pausieren. Das Mitwirken von bis zu drei Akteuren steht noch auf der Kippe. Da wird das heutige Abschlusstraining für klare Verhältnisse sorgen.

 

Jochen Diederich ist ab 15.00 Uhr auf dem Rasenplatz in Lockhausen der Mann mit Pfiff.

 

SG Bega/Humfeld vs. SV Werl-Aspe

(ab). Im vierten Anlauf soll es nun endlich klappen mit dem ersten Saisonsieg. Beim FC SSW am ersten Spieltag war man schon nah dran, danach folgten aber zwei recht klare Niederlagen. Der Aufsteiger hat Lehrgeld gezahlt. Auch gegen den SV Werl-Aspe hat man im nachgeholten Kreispokal-Halbfinale Ende August nur eine Halbzeit lang gut ausgesehen und verlor am Ende mit 1:5. Die Köpfe lässt bei der SG aber niemand hängen. „Die Trainingswoche war gut, die Stimmung in der Mannschaft ist auch noch gut“, berichtet Coach Michael Krügel (Bild rechts). Aber auch er und seine Mannschaft hätten langsam gerne ein Erfolgserlebnis: „Das wünschen wir uns alle.“ Man ist aber auch nicht mir der Wahnsinns-Idee in die Saison gestartet, erneut ohne Niederlage durchzumarschieren: „Und war allen klar, dass wir auch mal vier, fünf Spiele in Reihe verlieren können. In den letzten zwei Jahren haben wir zwei oder drei Spiele verloren. Dass das nicht so weitergeht, war uns allen bewusst.“ Ob nun aber der SV Werl-Aspe „zu den Gegnern gehört, wo man sagt, gegen den müssen wir unsere Punkte holen, wird man am Sonntag sehen.“ Damit es klappt mit dem ersten Sieg, stellt Krügel möglicherweise sein System um, ohne hier aber ins Detail gehen zu wollen. Personell sieht es allerdings „nicht ganz so gut“ aus. Matthias Soltau ist verletzt, Ömer Sansar fehlt ebenfalls. Dafür kehrt Gerrit Brinkmeier zurück.

 

Für den SV Werl-Aspe, der mit zwei Siegen aus den ersten drei Spielen gut gestartet ist, wird am Sonntag „kein leichtes Spiel“ haben, „wenn es darum geht nachzulegen. Wir wissen was auf uns zukommt“, so Marcio Goncalves (Bild links). „Schließlich hatten wir ja erst vor kurzen das Duell im Halbfinale, wo wir zwar 5:1 gewonnen haben, aber in den ersten 15 Minuten mit dem Geläuf unsere Probleme hatten. Da hätte Bega auch schnell 3:0 führen können.“ Der Coach rechnet damit, dass Bega versuchen wird, „da wieder was gutzumachen.“ Die Stärken des Gegners sind Goncalves auch noch bestens bekannt: „Die haben schnelle Spieler, spielen auf deren Platz geschickt und können gefährlich werden.“ Ebenfalls „nicht rosig“ sieht die Personalsituation der Gäste aus. „Aber das war zu erwarten nach dem harten Septemberprogramm“, meint der Coach. „Nun müssen die, die noch spielen können, auf die Zähne beißen und schnellstmöglich das Spiel auf die Siegerstraße lenken.“ Außerdem muss sich der SVWA diesmal deutlich schneller „auf dem Platz schnell zurechtfinden und gerade bei so einem Spiel noch wacher sein und vor allem die Chancen mit Willen reinmachen. Dann ist auch Sonntag was drin.“

 

Um 15.00 Uhr geht es los an der B 66, Henry Schröder ist der Spielleiter.

 

 

TuS Brake vs. SG Leese/Hörstmar/Lieme

(hk). Unvergessen ist das letzte Aufeinandertreffen mit dem damals in Kirchheide stattfindenden Vergleich. Schon im März war es ein Keller-Kracher, damals bespielten sich noch der BSV Leese und der TuS Brake. Die Hausherren erwarten am Sonntag einen ultra- defensiven Kontrahenten, der vor allem mit einem überfallartigen Umschaltspiel seine Chancen suchen möchte. Trotz der steigerungsfähigen Zahlen-Bilanz von einem Punkt aus drei Partien möchte Brake-Coach Andreas Ridder seiner Mannschaft nicht vorwurfsvoll begegnen: „Bisher kann ich meinen Spielern nur Lob aussprechen. Wir haben uns in den ersten drei Spielen gut präsentiert und dem Gegner kaum Chancen zugelassen.“ Ein prüfender Blick bestätigt ihn, verloren seine Schloss-Kicker in Bexterhagen (1:2) und Werl-Aspe (2:3) nur jeweils knapp mit einem Gegentor Differenz. Ein Punkt für die Moral war das hart erkämpfte 1:1 gegen den TBV Lemgo II. Aufseiten der Hausherren fehlen wichtige Kräfte mit Simon Drexhage, Oliver Isaak (Bild rechts), Patrick Kunze, Andre Kirsch und Sören Pieper. Der große Kader wird allerdings dabei behilflich sein, diese fünf Fehlenden adäquat zu ersetzen. „Unser Ziel ist, den ersten Dreier zu holen“, strotzt Ridder voller Tatendrang.

 

Die auffällige wie bedenkliche Parallele hat BSV Leese-Obmann Ferhan Demir (Bild links) erkannt: „Brake ist eigentlich genauso gestartet wie wir auch. Die haben ebenfalls noch keinen Sieg.“ In Summe rechnet er mit einer ausgeglichenen Begegnung, in die die Walkenfeld-Kicker leicht favorisiert gehen, sind diese doch eine „eingespielte Truppe.“ Die Maßgabe für seine Mannschaft nach insgesamt vier Niederlagen zum Serienstart: „Wir müssen einfach zusehen, dass wir uns so schnell wie möglich finden, denn es wird höchste Zeit für Punkte. Es muss gepunktet werden, egal wie.“ Diese Mission wird durch die herbe Verletzungsnot erschwert, die das Kaiser-Team mit voller Wucht getroffen hat.
Zahlreiche Akteure sind angeschlagen, wird hier erst kurz vor dem Match-Day eine seriöse Prognose bezüglich der Spieltauglichkeit abgegeben werden können. „Daher hoffen wir, dass sich unsere angeschlagenen Spieler gut erholen und hoffen, dass die dann auch spielen können.“

 

Spielleiter um 15.00 Uhr auf dem Kunstrasenplatz in Lemgo-Brake ist Manfred Miske.

 

SG Bentorf/Hohenhausen vs. TSV Oerlinghausen II

(ab). Für die SG Bentorf/Hohenhausen kommt es derzeit knüppeldick. Fehlstart in der Liga, das Aus im Pokal gegen den TBV Lemgo, wobei letzteres selbst nicht ganz schlimm ist. Das Problem: Die SG hat das Aus ganz schön teuer bezahlt. Thomas Pries (Bild rechts) musste kurz vor Ende der ersten Halbzeit verletzt ausgewechselt werden. Eine erste Diagnose hat eine Schultereckgelenksprengung ergeben. Der Stürmer wird auf unbestimmte Zeit ausfallen. Fraglich ist zudem der Einsatz Yannic-Noah Dingemann, der vor der Pause noch das 1:1 erzielt hatte, im Spiel aber ebenfalls auf die Schulter geknallt war. „Sieht nicht gut aus“, meint SG-Obmann Marco Evers, der aber dann doch leichte Entwarnung geben konnte: „Es ist nur eine Prellung.“ Ob Dingemann für Sonntag aber in Frage kommt, ist unsicher: „Somit könnte am Sonntag fast unsere komplette Offensive ausfallen und das, wo wir dringend den ersten Dreier brauchen.“ Sonst heißt es tatsächlich erst einmal Abstiegskampf für die vor der Saison so hoch gehandelte SG Bentorf/Hohenhausen. In so einer Phase hilft nur eins: „Wir müssen enger zusammenrücken.“ Den kommenden Gegner schätzt Evers „sehr spielstark“ ein und findet, dass die Bergstädter „mit drei Punkten nach drei Spielen unter Wert in der Tabelle“ stehen. Mehr möchte er zu Sonntag gar nicht sagen. „Ich stehe noch zu sehr unter Schock aufgrund unserer derzeitigen Personalsituation. Wichtig ist aber erstmal, dass Thomas und Noah gesund werden.“ Den Wünschen schließt sich das Team Lippe-Kick an.

 

TSV-Coach Jan Rüter (Bild links) hält die SG „trotz des vielleicht eher mäßigen Saisonstarts“, weiterhin für eine „absolute Top-Mannschaft in der Liga.“ Aus gutem Grund: „Die Neuzugänge, die sie da an Land gezogen haben, plus den schon bestehenden guten Kader, das ist schon respektabel.“ Auch SG-Coach Tobias Kasper ist Rüter „aus der letzten Saison positiv in Erinnerung geblieben. Er hat schon in Leese einen Top-Job gemacht“, lobt er sein Gegenüber. Für die Bergstädter wird es am Sonntag wichtig sein, „nah an das Leistungsmaximum heranzukommen, um was Zählbares mitzubringen.“ Man ist sich auch im Klaren darüber, dass es auf dem „ungeliebten Geläuf sehr viel mehr auf den Einsatz und die Leidenschaft ankommt als auf das Spielerische. Für uns als Kunstrasenmannschaft ist die Serie aus drei Spielen in Folge auf Rasen natürlich sehr unangenehm, weil wir grade spielerisch uns sehr schwertun. Aber zu Beginn der Rückserie werden diese drei Spiele zu Hause uns sicher guttun.“ Bis dahin wird sich eines aber vermutlich nicht ändern: „Personell ist es ein hin und her. Viele Verletzungen, manche größer, manche kleiner. Wir werden gucken, was wir am Sonntag aus dem Hut zaubern können.“

 

Lukas Wessel pfeift das Spiel um 15.00 Uhr an.

 

 

VfL Lüerdissen vs. SC Bad Salzuflen

(ab). Mit einer „sehr formstarken und erfahrenen Truppe“ bekommt es der VfL Lüerdissen am Sonntag zu tun. „Da sind einige dabei, die mit Bezirksliga- und Landesliga-Erfahrung aufwarten können. Wir stellen uns auf eine erfahrene Truppe mit individuell unheimlich guten Spielern. Cetin [Cakar; Anm. d. Red.] hat da auch insgesamt eine Truppe, die gut zusammenpasst. Mit guten Einzelspielern, aber auch Spielern, die das Mannschaftsgefüge zusammenhalten. Da wird ein hartes Kaliber auf uns warten“, meint Tim Steffen, der sich auf das Duell freut: „Ich freue mich auf das Wiedersehen mit Cetin, gegen den ich häufig, aber mit dem ich auch zusammen lange gespielt habe, und auf einige andere Spieler, mit denen ich zu Oeynhauser Zeiten zusammengespielt habe.“ Auf dem Platz spielt das selbstredend keine Rolle mehr: „Wir wollen versuchen, Bad Salzuflen Paroli zu bieten und mit unserer Art, Fußball zu spielen, dem Spiel unseren Stempel aufzudrücken.“ Schließlich geht der VfL Lüerdissen selbstbewusst in das Spiel: „Wir haben neun Punkte im Rücken und können mit breiter Brust auftreten. Ich kann mir ein enges Match vorstellen, in dem die Tagesform entscheidend sein kann.“ Nicht mitwirken können am Sonntag Patrick Günther und Alexander Kirsch, Kenneth Klocke ist fraglich. Dafür ist es denkbar, dass Ferhat Havadir sein Comeback feiert. Jan Batzer ist in der Liga noch gesperrt. „Wir müssen ein bisschen umstellen“, so Steffen, „aber da wird uns schon was einfallen.“

 

Der SC Bad Salzuflen fährt also zum Tabellenführer nach Lüerdissen. „Wir erwarten dementsprechend die nächste Herausforderung“, so Trainer Cetin Cakar. Gespannt ist er, „in welchem Zustand der Platz sein wird“, wobei das zunächst nur „eine untergeordnete Rolle“ spielen soll. Der Blick geht eher auf den Gegner: „Elf geschossene Tore sprechen für eine gute Offensive. Das werden wir im Hinterkopf behalten.“ Bemerkbar machen sich nun auch die englischen Wochen, die der SCB bereits hinter sich gebracht hat: „Das geht nicht spurlos an den Jungs vorbei.“ Schon im Pokalspiel am Donnerstag konnte Cakar nicht alle Spieler einsetzen, nun hofft er, „dass sie sich bis Sonntag regenerieren, so dass wir wieder einen guten Kader haben.“ Davon geht der Coach aber ohnehin aus. Ebenso erwartet er, „dass die Mannschaft so auftritt wie die letzten Spiele, mit allem, was dazu gehört.“ So ist zwar keine „taktische Offenbarung“ von Cakar an dieser Stelle zu erwarten, aber „im Moment sind wir auf einem guten Weg. Und wir fahren dahin und wollen definitiv den Dreier mit nach Hause nehmen.“

 

Sascha Kreye leitet die Begegnung. Um 15.00 Uhr geht es los.

 

SG Sonneborn/Alverdissen vs. FC SSW

(ab). Es ist noch gar nicht so lange her, dass sich diese beiden Teams gegenüberstanden. Vor drei Wochen kegelte der FC SSW die SG mit einem 3:0 aus dem Kreispokal. Am Sonntag wird die SG ohne Coach Thomas Elsner antreten, Daniel Westphal steht für ihn auf der Kommandobrücke. „Wir haben noch einiges aus dem Pokalspiel gutzumachen“, meint Marcel Krügel. Die Forderung für das Spiel erklärt sich somit von selbst: „Wir spielen zu Hause an der B1 und wollen natürlich die drei Punkte zu Hause behalten.“ Das dann allerdings ohne Bennet Strohmeier (Urlaub), Tobias Greimeier (Bänderdehnung) und Nico Schlathaus (Knöchel). Hinter dem Einsatz von Fabio Husmann steht noch ein Fragezeichen.

 

„Nachdem wir uns im Pokal bereits einmal gegen Sonneborn durchsetzen konnten, wollen wir das natürlich wiederholen“, wünscht sich SSW-Co-Trainer Rouven Post, der aber vermutet, dass es „jetzt nochmal deutlich schwieriger wird.“ Denn: „Sonneborn ist gut in die Saison gestartet und auch im Pokal hat man schon gesehen, dass die Mannschaft eine gute Qualität hat.“ Dennoch: „Wir wollen drei Punkte einfahren, denn wir haben ebenfalls eine sehr hohe Qualität“, so ein selbstbewusster Rouven Post. Er ist davon überzeugt, dass die Zuschauer erneut „ein spannendes Spiel sehen werden“, aus dem der FC SSW „die drei Punkte hoffentlich mit nach Hause nehmen kann.“ Zwar muss der FC „auf den ein oder anderen Spieler verzichten, aber dafür rückt auch der ein oder andere zuletzt angeschlagene Spieler wieder nach.“

 

In Sonneborn geht es erst um 16.00 Uhr los, Stefan Wattenberg leitet dort diese Begegnung.

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