Connect with us

Kreisliga B2 Lemgo

Kreisliga B2 Lemgo – Vorbericht 4. Spieltag 2020/21

Acht Spiele, acht Vorberichte. Lippe-Kick blickt etwas genauer auf die vierte Runde. Auf geht es mit der O-Ton-Orgie.

 

Jagen die Löwen erfolgreich die Delphine?

 

Kreisliga B2 Lemgo (hk). Bis auf den Turn- und Sportverein aus Grastrup/Retzen und die TSG Holzhausen/Sylbach, die am Donnerstag im Achtelfinale vom Lemgoer Kreispokal beschäftigt waren, können alle B2 Lemgo-Teams den vierten Spieltag in den Fokus nehmen. Zwei Mannschaften warten weiterhin auf den ersten Saisonzähler. Die Reserveteams aus Werl-Aspe und Leese/Hörstmar/Lieme rangieren mit einer wenig erbaulichen Tordifferenz von 1:9 ganz am Ende der Spielklasse. Was für ein Zufall. Schon jetzt steht fest, dass zumindest eine Serie reißen wird, kommt es doch ab 12.30 Uhr zum direkten Aufeinandertreffen. Auf Yunus Lemgo dürfen sich die Interessierten freuen, wollen die Delphine den vierten Saisonsieg erschwimmen. Für sie geht es gegen den TuS Leopoldshöhe II. Eine lösbare Aufgabe.

Dieser Bericht wird präsentiert von:

 

 

Von Henning Klefisch & Andre Bell

 

TuS Ahmsen II vs. FC Union Entrup

(hk). Wenn Lothar Köhnemann an den FC Union Entrup denkt, dann huscht ein Lächeln über sein Gesicht. Die Entruper hat er ganz fest in sein Herz geschlossen. Das wird auch nicht durch die Tatsache vermindert, dass sein Sohn Tim sich einst in der berühmt-berüchtigten Ilsekampfbahn einen Schlüsselbeinbruch zuzog. Man mag es kaum glauben, aber es gab Zeiten, da war man in Ahmsen bereits froh, den Klassenerhalt im Lemgoer Kreisunterhaus gesichert zu haben. Heute ist das unvorstellbar. Vor einigen Jahren gelang genau das kurz vor dem Schlusspfiff mit einem 1:0-Sieg in Entrup. Maestro Jörg Horstkötter coachte damals noch leidenschaftlich die Grün-Weißen. „Er hat damit erst unsere positive Entwicklung möglich gemacht.“ Da sich Köhnemann in Plauder-Laune befindet, möchte er eine Sache klarstellen: „Damals wurde ja viel gemunkelt, wir hätten gekauft. Eher war es andersherum: Als wir damals auf den Platz kamen und ich meiner Mutter sagte: „Guck mal, heute gibt es auch Kaffee und Kuchen“, wurde mir gleich gesagt: „So viel Auswahl haben wir leider nicht.“ Meine Antwort war dann: „Okay, für ein paar Punkte besorge ich auf die Schnelle jeden Kuchen, den ihr möchtet“, so wie ich halt rede, wer mich kennt. Die wirklich harsche Antwort war ungelogen: „Hier wird heute nichts verkauft und schon gar nichts geschenkt“, in einem Ton, der mich stark an die Bundeswehr erinnerte. In der Tat rannte die Entruper Mannschaft 90 Minuten auf unser Tor zu. Wir haben 90 Minuten lang unter Dauerfeuer gestanden und damals nur mit viel Glück und einem starken Libero namens Jörg Horstkötter den Sieg und den Nichtabstieg geschafft“, bekommt Köhnemann auch mit einigen Tagen Abstand noch etwas Schnappatmung, wenn er daran denkt. Dass Köhnemann und Entrup-Fänger Timm Lessow zur Gattung der Grönlandwale gehören, die bis zu 400 Jahre alt werden, ist bisher noch nicht bekannt. Aber es könnte tatsächlich mehr als ein Gerücht sein, lauscht man den Worten von Köhnemann im Lippe-Kick-Gespräch: „Mit Timm Lessow habe ich seit Jahrhunderten einen sehr guten Kontakt und auch die Führung des Vereins ist ein jahrelanger, liebgewonnener Begleiter.“ Man darf gespannt sein, ob es eine schmackhafte Torte oder ein leckerer Trockenkuchen ist, den er am Sonntag den Gästen serviert. Wir schlagen einen weiten Bogen zum sportlichen Alltagsgeschäft. Der TuS Ahmsen II hat den Klassenerhalt ausgerufen. Am Dienstag gesellt sich eine Schreckensbotschaft dazu, denn Fänger Marcel Übbing fehlt, was den Coach Tobias Frenzel (Bild links) vor ein echtes Problem stellt. Auch Abwehr-Gladiator Jan Rehnen (Bild rechts) setzt aus, Frenzel selbst ist auch nicht ganz fit. Köhnemann will jetzt aber nicht depressiv werden, blickt er blinzelnd mit Zuversicht nach vorne: „Hoffnung macht, dass ein paar andere Jungs eventuell wieder zur Verfügung stehen.“ Er meint Akteure wie König, Rausch und Kevin Dietmar Buchmann (Bild links). Der breite Kader der A-Liga-Truppe hilft natürlich bereitwillig aus, unterstützt man sich rund um die Werrekampfbahn doch nach allen Kräften. Soweit dies tatsächlich möglich ist, denn die englischen Wochen lassen den Gürtel personell enger schnallen. Nach einem Punkt aus drei Spielen stecken die Ahmser auch dieses Jahr wieder im Abwehrmorast fest, hat der konzentrierte Köhnemann erkannt: „Wir müssen immer noch an unserer Physis arbeiten. Wir sind in den letzten Partien gut drin gewesen, haben dann aber in der zweiten Halbzeit immer nachgelassen und sind dadurch nicht konstant. Gegen die Entruper muss unbedingt wieder etwas angeschrieben werden, soll der Kontakt zu den Rettungsrängen nicht zu sehr abreißen. Der Respekt ist da. „Von daher sind wir erstmal auf der Hut vor einer starken Mannschaft, die bisher noch nicht ihr Potenzial abgerufen hat. Vielleicht auch aufgrund der starken Gegner, die Entrup bisher hatte.“ Die Offensivpower der Entruper ist traditionell erfrischend und abwechslungsreich, will er einen König, der auf den Nachnamen Rehhagel hört, zitieren: „Wie sagte Otto damals immer so schön: Die Null muss stehen und dann aus einer verstärkten Defensive eine kontrolliere Offensive aufbauen. Hinten schön dicht machen und vorne immer wieder reinstechen“, klingt der letzte Satz durchaus interessant.

 

Erfreuliche Neuigkeiten vermeldet der FC Union Entrup. Unter der Woche haben die Spieler fleißig für den Ernstfall geprobt, waren viele Trainingsgäste zu Besuch. FC-Keeper Timm Lessow ist davon überzeugt: „Ich denke, die Jungs wissen, dass es etwas gutzumachen gibt.“ Besorgniserregend: In den Heimspielen waren die Unioner teilweise vogelwild unterwegs, kassierten viele unnötige Gegentore. Zunächst setzte es eine 2:8-Schlappe gegen den TSV Schötmar, jüngst ein 3:6 gegen Yunus Lemgo. Der kreative Feingeist Kenan Alp hat zuletzt viel gearbeitet, kann sein Team nun wieder verstärken. Mathis Hüsig steht ebenfalls Gewehr bei Fußball. Einzig Tobias Althoff (Bild links) muss aussetzen. „Auf dem guten Geläuf in Ahmsen müssen wir unsere PS endlich auf den Kunstrasen bekommen und zeigen, dass das gegen Holzhausen/Sylbach kein Zufall war“, erinnert sich Lessow sehr gerne an die einzigen drei Saisonzähler zurück. Ganz gezielt setzt er seine Jungs unter Druck: „Für die Saison ist ein Sieg in Ahmsen Pflicht“, um den Abstand nach unten zu wahren.

 

Devin Üzmen leitet dieses Spiel um 12.30 Uhr in der Werrekampfbahn in Ahmsen.

TuS Asemissen II vs. TBV Lemgo III

(hk). Es darf gerne so weitergehen – aus Sicht der Hausherren. In der Vorsaison gab es zwei glasklare Geschichten zugunsten vom TuS Asemissen II. Die beiden Partien wurden eindeutig gewonnen. Zunächst ein 3:1-, dann ein 5:1-Sieg. Die Lemgoer haben sich allerdings bemerkenswert entwickelt, weshalb der Asemisser-Coach Florian Meerkötter via Lippe-Kick auch deutlich macht: „Mit Lemgo erwartet uns eine spielerisch gute Mannschaft, die gut den Ball laufen lassen kann.“ Deshalb wird es für die West-Lipper darauf ankommen, im Abwehrbereich wachsam zu sein, zudem gezielter den Fokus zu schärfen als in den beiden Startpartien, die nur einen Zähler einbrachten. Deshalb soll möglichst eine Vervierfachung der bisherigen Ausbeute dabei herausspringen, unterstreicht Meerkötter: „Unser Ziel ist es natürlich, nach unserem punktmäßigen nicht optimalen Start die ersten drei Punkte zu Hause einzufahren. Das wird natürlich nicht einfach und ich erwarte Lemgo nach zwei Siegen zum Auftakt mit breiter Brust.“ Dennis Müller, Jonas Epp, Matthias Riediger, Justin Vogt und Tobias Gröschl setzen aus. Die Wiederaufnahme in den Spielbetrieb nach Urlaub und Verletzung feiern hingegen Niklas Brühl (Bild rechts), Patrick Dove (Bild links), Timo Spitzer und Walter Lemke.

 

Ebenso TBV Lemgo III-Coach Dennis Driedger (Bild links) hat die direkten Duelle in der Vorsaison nicht aus seinem Gedächtnis gestrichen, erklärt beim Fußball-Portal seines Vertrauens: „Asemissen II war unser erster Kreisliga-B-Gegner letztes Jahr. Sie haben uns da vor große Probleme gestellt. Ich schätze sie deswegen stärker ein, als dass es der Saisonstart und die aktuelle Tabelle vermuten lässt!“ Dem Tabellenbild zu viel Bedeutung zu schenken, könnte sich als Trugschluss erweisen. Deshalb rechnet der mit seinen Lemgoern so überragend in die Saison gestartete Driedger mit einem Augenhöhen-Duell. Die Hansestädter sind auf den Geschmack gekommen, erklärt doch ein abenteuerlustiger, zugleich strebsamer Coach: „Wir wollen aber natürlich weiter punkten, den Rückenwind aus den letzten beiden Spielen mitnehmen, das ist nämlich unser Vorteil!“ Die Fahrt Richtung Bielefeld soll sich in jeglicher Hinsicht lohnen, steigt der Stimmungspegel bei drei Punkten im Gepäck umso mehr. Was kann Dennis Driedger uns zu den gesammelten Erkenntnissen mitteilen? „Lehren aus den letzten Matches gibt es einige. Da hat sich aktuell, was die Ausrichtung angeht, wenig verändert. Wir brauchen immer noch etwas Zeit, um uns mit dem aktuellen Kader einzuspielen, die Abläufe besser drin zu haben. Das“, so fällt er deshalb keineswegs aus allen Wolken, „war uns aber auch vor Saisonbeginn klar. Wir sollten uns auf die guten Phasen der letzten Spiele konzentrieren und daran anknüpfen.“ Es kommt gelegen, dass Andreas Hildebrandt kein Zwicken mehr im Oberschenkel verspürt, weshalb er am Sonntag die 21 Kilometer weite Anreise auf sich nimmt.

 

Referee Tim Grabowski pfeift um 12.30 Uhr dieses Spiel auf dem Kunstrasenplatz in Asemissen an.

 

SV Werl-Aspe II vs. SG Leese/Hörstmar/Lieme II

(hk). Die Gemeinsamkeit der fehlenden Punkte, darauf kann Marius Grimm liebend gerne verzichten. Die Frage muss erlaubt sein. Sind die Hausherren druckresistent genug, um die so wichtige volle Ausbeute einzuheimsen? Deshalb sieht er Werl-Aspe II absolut in der Bringschuld, wenn er klarstellt: „Ein Gegner, den wir schlagen müssen, um wirklich unten nicht festzusitzen.“ Selbst hat er die neu zusammengestellte Mannschaft noch nicht unter Augenschein nehmen dürfen. Weder in der Vorbereitung, verständlicherweise auch nicht in der bisherigen Spielzeit, beobachtete er den Kontrahenten aus nächster Nähe. „Das, was ich bisher vom Hörensagen mitbekommen habe, ist recht zwiegespalten. Es ist eine Truppe, die taktisch klug und konzentriert arbeitet.“ Obwohl die Personalmisere eine hohe Kurve genommen hat, hofft Grimm auf möglichst viele Einschläge, treffen jedenfalls hier die schwächsten Abwehrreihen und Offensivabteilungen aufeinander. Erst kurzzeitig wird klar sein, welche Akteure am Sonntag tatsächlich spielfähig sind. Man muss nicht in die Glaskugel gucken, um die Asper-Perspektiven als besser einzuschätzen, als diese beim 0:3 in Bexterhagen und beim 1:6 beim TBV Lemgo III waren.

 

Mehr südliche Tabellengefilde geht nicht mehr, wenn die beiden Schlusslichter aus Werl-Aspe und Leese/Hörstmar/Lieme um 12.30 Uhr in ein direktes Duell gehen. Zumindest eine Serie wird reißen, so viel steht fest. Gäste-Coach Robert Maros (Bild links) erwartet eine Partie, die „auf Augenhöhe“ stattfinden wird. „Ich glaube nicht, dass mein Verein sich kampflos geschlagen geben möchte“, rechnet er mit einem ehrgeizigen Team, was bei einem unmittelbaren Tabellennachbarn die Zähler einfahren will. „Werl-Aspe II sollte für uns ein machbarer Gegner sein. Die gehören aber eigentlich nicht in den Tabellenkeller“, verdeutlicht der ehemalige Bezirksliga-Spieler. Danach soll auch im Derby gegen St. Pauli die volle Ausbeute verbucht werden. Die taktischen Inhalte sollen mit aller Vehemenz umgesetzt werden. Dann hofft die Spielgemeinschaft ebenso auf das nötige Match-Glück. Zuletzt hat sich die Spielgemeinschaft ergebnistechnisch doch eklatant gesteigert, schnupperte man im Heimspiel gegen die TSG Holzhausen/Sylbach II an einem Unentschieden, nachdem die ersten Begegnungen gegen den TuS RW Grastrup/Retzen (0:3) und TBV Lemgo III (1:5) in deutlichen Klatschen endeten. Nach der Leistungssteigerung ist nun die Sehnsucht nach einem Dreier gewaltig, zumal die SG LHL II mit einem anständigen Kader auflaufen kann. Robert Maros prophezeit im Lippe-Kick-Gespräch ein Stück weit euphorisch: „Ich denke, dass alle drei Mannschaften am Sonntag punkten werden.“

 

Rudi Brunke ist der Referee, pfeift die Begegnung am Sonntag um 12.30 Uhr auf dem Rasenplatz am Heerser Bruch in Werl-Aspe an.

 

TSG Holzhausen/Sylbach II vs. SC St. Pauli

(ab). TSG-Coach Simon Koring kennt den kommenden Gegner ziemlich gut. In der letzten Saison trat er mir der dritten Mannschaft der TSG gegen den SC St. Pauli an. „Vom taktischen Konzept her waren sie dort unser bester Gegner. Sie kommen weniger über die Einzelspieler, auch, wenn sie mit Langhammer und Billotin beispielsweise auch gute Kicker haben“, lobt der Coach. Das Spiel gegen Ahmsen II in der vergangenen Woche hat sich Koring angeschaut: „Da waren sie taktisch noch nicht auf der Höhe vom Vorjahr, nahmen aber sehr viel Kraft aus dem Momentum des Ausgleichs und ich glaube, da müssen wir aufpassen.“ Man möchte aber selbst das „Spiel machen und hinten gut stehen wie zuletzt.“ Mit zwei Siegen aus drei Spielen ist die TSG gut in die Saison gekommen, Koring (Bild rechts) sieht dennoch Luft nach oben: „Nach vorne werden wir versuchen besser zum Abschluss zu kommen und klarere Tormöglichkeiten zu erspielen.“ Am Sonntag muss Simon Koring auf Urlauber Alexander Möwe und den an der Leiste verletzten Toni Scheffer verzichten. „Ein paar Spieler sind noch angeschlagen und haben Dienstag pausiert, da muss ich noch einmal Rücksprache halten.“

 

Nicht nur den Trainer, sondern auch einen Teil der gegnerischen Mannschaft kennt Simon Meschonat noch „aus der vorletzten Saison, in der sie aufgestiegen sind. Eine spielerisch starke Truppe, gegen die es viel Spaß gemacht hat auf dem Platz zu stehen und es wird sehr interessant zu sehen, ob wir uns seit dem letzten Aufeinandertreffen genug gesteigert haben, um mitzuhalten.“ Aus der kommenden englischen Woche mit den weiteren Partien gegen Leese/Hörstmar/Lieme II und Wüsten II will Meschonat auf jeden Fall Punkte mitnehmen: „Ein guter Anfang wäre da natürlich direkt Sonntag was Zählbares mitzunehmen.“ Dazu muss sich der SC St. Pauli sich aber „leistungstechnisch noch weiter steigern.“ Personell sieht es bei den Gästen „recht gut aus“, urteilt Meschonat, auch, wenn eine Handvoll Spieler fehlen. „Neben Peters, Rentschler und Fynn Drexhage fehlen uns aber lediglich Billotin und Klemen, die beide leicht angeschlagen sind und deshalb eine Pause bekommen. Beide sollten am Mittwoch gegen Lieme aber wieder fit und einsatzbereit sein“, so Meschonat.

 

Jonas Friesen pfeift das Spiel um 12.30 Uhr an.

 

TSG Holzhausen/Sylbach vs. TuS Lipperreihe II

(hk). Zwei Siege aus drei Spielen ist eine Bilanz, die mehr als anständig daherkommt. Nach der gestrigen 0:5-Lehrstunde gegen das A-Liga-Spitzenteam TuS Ahmsen darf sich die TSG Holzhausen/Sylbach nunmehr voll und ganz auf die Liga konzentrieren. Bisher haben sich die Blau-Weißen als echte Auswärtsmacht präsentiert, gewannen beide Partien in der Fremde. Vor allem der 7:2-Start-Erfolg in Wüsten war stark. Verblüffend: In der noch taufrischen Spielzeit ist das Team von Coach Jörg Koring in der Liga noch gänzlich ohne Erfolgserlebnis vor heimischer Kulisse. Neben dem Pokal-K.o. gab es auch die 2:4-Niederlage gegen den FC Union Entrup zu betrauern. Daher ist nun die Zeit gekommen, um endlich auch den treuen Heim-Fans ein Erfolgserlebnis zu schenken. Dem ebenfalls mit sechs Punkten in die Saison gestarteten TuS Lipperreihe II schätzt er als hochwertigen Kontrahenten ein, spricht er nur in den höchsten Tönen von diesem: „Mit dem TuS Lipperreihe II kommt ein hartes Stück Arbeit auf uns zu. Unsere Gäste werden natürlich alles versuchen, um die drei Punkte mitzunehmen und wir werden und müssen alles dafür tun, dass es nicht dazu kommt.“ Selbst seine Spiel-DNA in dieses Spiel zu implementieren, es zu bestimmen, die eigenen Fähigkeiten situativ umzusetzen, das ist die Wunschvorstellung von Coach Koring. Dieser sensibilisiert sein Team: „Selbstverständlich haben die Mannen um Gäste-Trainer Thorsten Taverner auch einen Schlachtplan. Zu keiner Zeit dürfen wir in dem Spiel nachlassen. Lipperreihe II wird uns alles abverlangen, aber darauf sind wir vorbereitet.“ Während so manche über die Vielzahl an Begegnungen klagen, erkennt Jörg Koring das Positive: „Die vielen Spiele haben geholfen, dass die verschiedenen Mannschaftsteile sich immer besser einspielen.“ Die Urlauber Steven Fiegener, Dustin Sundermann, die verletzten Tom Jünemann, Liam Koring, Tobias Hansmann und wohl auch der angeschlagene Cederic Stille fehlen. Ob Lars Thiesmeier antritt, steht noch in den Sternen.

 

Um 15.00 Uhr wird Melih-Ahmet Güler dieses Spiel auf dem Rasenplatz in Holzhausen anpfeifen.

TSV Schötmar vs. TuS Bexterhagen II

(hk). Die Frage dürfte erlaubt sein: Wer soll bitteschön diesen TSV Schötmar nur stoppen? Bei einem schier unglaublichen Torverhältnis von 24:2 und selbstverständlich den vollen neun Punkten ist der TSV Schötmar wie ein Himmelsstürmer durch die bisherige Spielzeit geflogen. Die rot-schwarzen Panther schwimmen derzeit auf einer Euphorie-Welle. Ob die „Reds“ diese tatsächlich unterbrechen können, muss abgewartet werden, haben sie eine durchschnittliche Saison gespielt. Wir formulieren es positiver: Andere würden bei je einem Sieg, einem Remis und einer Niederlage von einer abwechslungsreichen Spielzeit sprechen. Der momentane achte Rang bestätigt die Einschätzung von TSV-Vereins-Boss Ersan Dargecit, der es klar formuliert: „Sie sind daher meiner Meinung nach ein klassischer Mittelfeld-Kandidat. So waren sie auch die letzten Jahre. Sie waren weder besonders gut, noch waren sie schlecht, aber immer für eine Überraschung offen. Bei jedem Spiel war wirklich von Sieg bis Niederlage alles möglich. Das macht sie auch so unberechenbar, weil sie eigentlich nie eine bestimmte Konstanz nachgewiesen haben.“ Schmunzelnd möchte man ergänzen, dass das einzig Kontinuierliche die Inkonstanz bei den Bexterhägern ist. So gewinnen sie ebenso unerwartet, wie sie andernorts verlieren. Als eine Fallgrube könnte sich allerdings erweisen, dass eine Truppe allein nach den Vorstellungen der vergangenen Spielzeiten beurteilt wird, würde man etwa beim TSV Schötmar einen riesengroßen Fehler damit begehen. Keinerlei elitäre Arroganz legt Dargecit an den Tag, dass seine Mannschaft in der eindeutigen Favoritenrolle ist. Die bisherige Form, vor allem die außergewöhnliche individuelle Begabung der Ausnahmekönner führt dazu, dass alles andere als ein Sieg einer riesengroßen Überraschung gleichkäme. Dargecit (Bild links) spekuliert bei Lippe-Kick: „Ich glaube auch nicht, dass Bexterhagen II große Erwartungen in dieses Spiel legt. Ich gehe mal davon aus, dass sie ohne Druck in dieses Spiel gehen werden, immerhin könnten sie ja sogar bei einer knappen Niederlage der Sieger des Spieltages werden, wenn man sich unsere Ergebnisse der vergangenen Wochen anguckt.“ Da haben die Lohfeld-Jungs die Gegner vom Sportplatz weggepustet. Was die inhaltliche Planung für das folgende Spiel angeht, hat sich Ersan Dargecit ebenfalls bereits etwas ausgeheckt: „Die Marschroute ist für uns festgelegt. Jeder weiß, was für uns akzeptabel und was inakzeptabel ist. Mit bestbesetztem Kader werden wir in diese Partie gehen und das Bestmögliche herausholen.“

 

„Wir sind zwar nicht Tabellenletzter, aber nach dem letzten Wochenende muss man klar sagen: Mehr Außenseiter geht wohl kaum!”, so TuS-Trainer Dennis Lütkehölter (Bild links) im Vorfeld der Partie beim Spitzenreiter. Was er meint, ist schnell klar. Nicht nur, dass die Seinen eine schlechte Partie ablieferten und der TuS Helpup mit 0:3 unterlegen waren; auch der Verletztenstand bringt kaum neue Impulse. Björn Gutsfeld kehrt in den Kader zurück, dafür fehlt Jan Piel und hinter dem Einsatz von Nick Kampmeier (Bild rechts) steht noch ein Fragezeichen. Dazu gesellen sich der Urlauber Oliver Kampmann und die langzeitverletzten Gronemeier, Arslan und Klatt. „Viel darf nicht mehr passieren, wir sind derzeit auf der letzten Rille. Wir können keine Pausen verteilen, um so Formschwächen oder Belastungen auszugleichen“, kämpfen sich die Roten gerade durch die Wochenspieltage. Zu allem Überfluss kommt nun mit dem TSV Schötmar die derzeitige Übermannschaft der Liga. Mit acht Toren im Schnitt haben die bisherigen Gegner richtig Prügel bezogen. „Gerade das Ding gegen Lipperreihe II ist eine Ansage. Die haben auch eine echt gute Mannschaft und gehören wohl zur Top 5 in der Liga – da zuckt man kurz mal zusammen!”, ist die derzeitige Form der Gastgeber exorbitant gut. „Machen wir uns nichts vor. Sollten beim TSV nicht mehrere schwerwiegende Ausfälle auf einmal zusammenkommen, gibt es wohl nur zwei bis drei Teams, die an einem Sahne-Tag, irgendwie Chancen auf einen Punktgewinn haben. Der TSV ist der Liga deutlich entwachsen und das trifft auf uns natürlich auch zu.” Wie sieht der Coach denn die Chancen und welche Mittel will er dem Offensivfeuer der Hausherren entgegenstellen? „Nach dem Spiel am letzten Sonntag erwarte ich von meiner Mannschaft eine Trotzreaktion. Die hat aber nichts mit einem Ergebnis oder gar dem Wunsch nach einem Punktgewinn zu tun. Seien wir ehrlich, dafür stehen die Quoten nicht besonders gut.” Vielmehr soll sich seine Mannschaft als Einheit mit viel Herz und Willen zeigen. „Laufen, kämpfen und das eigene Tor beschützen – unabhängig vom Ergebnis, die volle Spielzeit konzentriert und konsequent bleiben.” Aber wie der Sport nun mal so ist, müssen auch die Gastgeber zunächst ihre Hausaufgaben erledigen. Und Dennis Lütkehölter weiß: „Sie werden trotz aller Klasse, wohl auch drei bis vier Spieltage haben, wo sie nicht so performen, wie gewohnt. Dann muss man die Qualität mitbringen, das Spielglück erzwingen und zupacken.” Des Weiteren stehen ebenfalls Fragezeichen hinter den Einsätzen von Maxi Schmidt (Bild links; Zahn) und Firas Salih Yousif (Erkältung). „Derzeit haben wir im schlechtesten Fall lediglich zehn Spieler. Das wird ein harter Sonntag!”, ist Coach Lütkehölter im Vorfeld bereits desillusioniert aufgrund der gruseligen Personalsituation, durch die der TuS sich derzeit schleppen muss.

 

Axel Wattenberg ist um 15.00 Uhr auf dem Rasenplatz im Bad Salzufler Lohfeld der Spielleiter für diese Begegnung.

 

Yunus Lemgo vs. TuS Leopoldshöhe II

(hk). Die Shootingstars der Liga spielen unweigerlich bei Yunus Lemgo. Mit solch einem Start konnten wohl nur die kühnsten Optimisten rechnen, denn drei Dreier zum Auftakt sind eine extrem vorzeigbare Bilanz. Viel Disziplin und eine erhöhte Konzentration sind als Erfolgsbausteine ganz wesentlich für Yunus Lemgo. Die Offensiv-Abteilung stellt mit elf erzielten Toren zusammen mit dem TBV Lemgo III und der TSG Holzhausen/Sylbach II die beste Sparte der gesamten Spielklasse – natürlich hinter der Übermacht vom TSV Schötmar. Die Abwehr ist mit einer Handvoll Einschlägen noch optimierungsbedürftig. Doch die Gründe dafür sind klar ersichtlich, denn einige wichtige Stammkräfte fallen in diesem Mannschaftsteil aus. Yunus-Architekt Mehmet Anat gibt die Zielsetzung vor: „Natürlich gehen wir auf den Platz, um drei Punkte einzuhamstern. Das wird aber nicht einfach“, betrübt ihn die eklatante Verletzungsnot doch arg. Schmerzlich: „Ich konnte nicht einmal in der Saison mit der gleichen Mannschaft am nächsten Spieltag auflaufen.“ Auch dieses Mal muss er auf wichtige Schlüsselspieler verzichten. Yusuf Yeldan, Ethem Demirkol, Cihan Deniz, Ahmet Tümenci, Bünyamin Topcu (Bild rechts), vielleicht auch Monzer Hantro, fallen allesamt aus. Es wird auf die Coaching-Fähigkeiten vom Magier Mehmet Anat ankommen, der sich gewiss einen taktisch raffinierten Plan zurechtlegen wird.

 

Bereits in den vergangenen Spielzeiten haben sich die Delphine für die Löwen als außerordentlich unbequemer Gegner dargestellt. Die aktuell so grandiose Spielzeit verstärkt den Respekt vom TuS Leopoldshöhe II vor Yunus Lemgo. Die drei zumeist souveränen Saisonsiege haben mächtig Eindruck bei den West-Lippern hinterlassen, weshalb Leo II-Sprachrohr Max Meckelmann voller Hochachtung erklärt: „Sie haben bisher keine Schwächen gezeigt, und sicher kein Interesse, daran etwas zu ändern.“ Für die Leo-Reserve, die in den vergangenen Spielzeiten meist der ungemütlichen Tabellenregion angehörig war, gab es nach dem 2:0-Auftakt-Erfolg über den TuS Helpup zuletzt zwei kalte Duschen. Das 0:9 gegen den TSV Schötmar war eine Lehrstunde. Zuletzt wurde mit 1:2 gegen die TSG Holzhausen/Sylbach verloren. „Wir hingegen müssen nach den letzten zwei Spielen auch mit dem Kopf wieder aufs Feld kommen. Mental stecken wir nach den letzten zwei Spielen im Tief, aus dem es am Wochenende herauszukommen gilt.“ Um auch die mentale Komponente wieder in Wallung zu bringen, ist ein Sieg dafür sehr förderlich. Die Bedingung: „Dafür werden wir allerdings alles geben müssen, und endlich die Leistung zeigen, zu der wir zu zeigen imstande sind.“ Der zweite Spielabschnitt gegen die TSG sollte Mut machen, denn beherzt griffen sie an, fehlte leidlicher Weise die letzte Entschlossenheit im Torabschluss. Inmitten von zwei englischen Wochen eingebettet, haben die Löwen sich den Luxus gönnen dürfen, wieder zwei Übungseinheiten zu bestreiten, um hier konkret an einigen Stellschrauben zu drehen. Überaus günstig ist die Personalsituation, wie Meckelmann bei Lippe-Kick berichtet: „Zum Wochenende haben die Trainer aufgrund der Trainingsbeteiligung das Luxusproblem, dass sich deutlich mehr als 15 Spieler für Sonntag anbieten. Somit können wir erneut aus dem Vollen schöpfen“, erhöht dies die Erfolgswahrscheinlichkeit um ein Vielfaches.

 

Meik Gronemeier leitet dieses Match am Sonntag ab 15.00 Uhr auf dem Rasenplatz der West-Alm in Lemgo.

 

TuS RW Grastrup/Retzen vs. SV Wüsten II

(hk). Auf den ersten Blick könnte hier mit einer klaren Kiste gerechnet werden, wenn ein Aufstiegsaspirant ein Team zu Gast hat, was sich zuvorderst für den Klassenerhalt interessiert. Nach einer abwechslungsreichen Pokal-Partie gegen Leopoldshöhe, die in einer 2:4-Niederlage mündete, soll der Erfolgsfaden wieder aufgenommen werden. Neben den Galaktischen aus Schötmar ist der TuS RW Grastrup/Retzen schließlich das einzige Team in der Liga mit neun Zählern. Die maximale Ausbeute geholt zu haben, ist überragend. Es begann mit einem 3:0 bei der SG Leese/Hörstmar/Lieme II, es folgte ein torreicher 5:3-Heimerfolg über die TSG Holzhausen/Sylbach II, ehe mit 1:0 beim SC St. Pauli gewonnen worden ist. Gegen die Wüsten-Füchse glaubt TuS-Trainer Sebastian Brosch (Bild rechts) an ein „enges Spiel“, in dem seinem Team alles abverlangt wird. Abgewartet werden muss, wie die Rot-Weißen die Blessuren aus dem Leo-Match verkraften, denn der eine oder andere Akteur muss körperliche Konsequenzen aus den stressigen englischen Wochen ziehen. Brosch kündigt prophylaktisch bereits an: „Am Sonntag werden wir die Rotationsmaschine anwerfen.“ Dennoch soll den heimischen Fans vor einer wohl stattlichen Kulisse ein „tolles Spiel“ präsentiert werden. Besser: Die famose Startbilanz um eine weitere Fortführungs-Geschichte ergänzt werden. Brosch gibt die Richtung vor: „Mit der richtigen Einstellung und den richtigen Leuten wollen wir uns mit weiteren drei Punkten belohnen“, sollen die Schötmaraner weiterhin den heißen Atem von Grastrup/Retzen spüren.

 

Die Stimmung war schon auf Gefrierschrank-Niveau, als die Wüstenfüchse mit 3:9-Toren und null Punkten dem Feld beträchtlich hinterherhechelten. Zwei Begegnungen waren bis dato ausgespielt. Die Saisonpremiere wurde heftig verpatzt, verlor der SV Wüsten II doch mit 2:7 sein Heimspiel gegen die TSG Holzhausen/Sylbach. Magische Momente verspürt SV Wüsten II-Coach Viktor Melnicuk: „Für mich bedeutet das Match “Wiedersehen mit Freunden!” Ich habe jahrelang für den Verein gespielt und kenne jeden Maulwurfshügel auf dem Platz“, wird es keine Geheimnisse geben. Zumal der neue Grastrup/Retzen-Coach Sebastian Brosch Melnicuk einst in Wüsten trainiert und geformt hat. Ganz angetan zeigt er sich von den Fähigkeiten: „Sie haben dieses Jahr eine sehr starke Truppe zusammen und werden beim Aufstiegsrennen ein Wörtchen mitreden. Ich erwarte eine sehr lauf- und- kampfstarke Truppe!“ Auf diese Anforderungen werden die Wüstener bestens vorbereitet sein, haben sie sich bereits einen Plan zurechtgelegt. Die Gäste können auf den vollständigen Kader bauen. Das gestrige Kreispokalspiel des Tabellenzweiten gegen den A-Ligisten TuS Leopoldshöhe könnte dem SVW II tatsächlich in die Karten spielen, spekuliert Melnicuk doch im Lippe-Kick-Gespräch: „Wir gehen zwar als Außenseiter ins Spiel, aber wenn Grastrup/Retzen beim Pokalspiel ein paar Körner zu viel lassen sollte, dann sehe ich eine Chance, etwas Zählbares mit nach Hause zu nehmen!“ Frenetisch und stimmungsförderlich ist die Zuschauerkulisse in Retzen, ist eine Doppelveranstaltung anzutreffen „und das wird erfahrungsgemäß zelebriert“, steigt bei Viktor Melnicuk die Wiedersehensfreude vor dem Comeback an ehemaliger Wirkungsstätte. „Uns erwartet ein Hexenkessel, auf den wir uns freuen“, kündigt Melnicuk kraftvoll in seiner Stimme an.

 

Marcel Lubanski ist um 15.00 Uhr der Referee bei diesem Aufeinandertreffen der beiden Nachbarvereine.

Stadtwerke Bad Salzuflen

Swiss Life Select

More in Kreisliga B2 Lemgo

%d Bloggern gefällt das: