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Kreisliga A Lemgo

Kreisliga A Lemgo – Vorbericht 5. Spieltag 2020/21

Eine volle Dröhnung A Lemgo, die liefert euch Lippe-Kick an dieser Stelle. Schaut euch mal an, was wir euch hier zu bieten haben. Es könnte sich lohnen.

 

 

Demir empfiehlt: „Wir müssen auf uns schauen!”

Kreisliga A Lemgo (hk). Was waren das noch für Mittwoche, als der Autor dieser Zeilen sich tiefenentspannt um die Elf der Woche, den Expertentipp und interessante Hintergrundberichte kümmern konnte. Man kam sogar dadurch vor 19.00 Uhr vom Laptop weg. Kerl, was war das schön! Selig waren diese Zeiten. Seit rund einem Monat sind englische Wochen in den hiesigen Spielklassen en vogue. Vor allem der FuL-Kreis Lemgo peitscht die Spieltage durch, dass es eine wahre Pracht für alle Protagonisten ist. Heute Abend ist die volle Hand an Runden voll, beeindruckt diese A-Lemgo durch eine gewisse Ausgeglichenheit. Keiner hat die volle Punktzahl eingeheimst und auch kein Team wartet noch auf den ersten Zähler. Attraktiv: Ein sattes Derby findet im Nord-Osten vom Lipperland statt, wenn der SV Werl-Aspe den TuS Lockhausen begrüßt.

 

Dieser Bericht wird präsentiert von:

 

 

Von Henning Klefisch & Andre Bell

 

SG Leese/Hörstmar/Lieme vs. SG Bentorf/Hohenhausen

(hk). Mit diesem Keller-Krimi hat wohl vor der Serie keiner so wirklich rechnen können. BSV Leese-Obmann Ferhan Demir spricht Tacheles vor dem Duell des Tabellenvorletzten gegen das Schlusslicht: „Ben/Hoh ist eigentlich genauso schlecht gestartet wie wir auch. Beide stehen da mit einem Punkt und sind eigentlich zum Siegen verdammt.“ Eine weitere Gemeinsamkeit: „Beide hatten auch einen ungefähr gleichen Umbruch, viele neue Spieler, ein neuer Trainer, das muss sich alles noch finden.“ Für Tobias Kasper ist es eine Rückkehr an die ehemalige Wirkungsstätte, coachte er doch bis diesen Sommer den BSV Leese. Speziell die individuelle Qualität hat Demir im Blick, sollten seine Abwehrspieler explizit auf einen Angreifer ganz viel Bewachungslust legen: „Die verfügen über starke Einzelspieler, vor allem auf Severino Valentino Westhoff müssen wir achtgeben.“ Nur aufgrund der mehr erzielten Tore rangiert die SG LHL auf dem 15. Tabellenplatz. Auch deshalb erwartet Demir „ein Spiel auf Augenhöhe, wo wirklich Kleinigkeiten entscheidend sein werden.“ Die Maxime, die den Erfolg bringen könnte: „Wir müssen einfach auf uns und unser Spiel gucken, dürfen dem Gegner keinen Raum lassen, dann ist definitiv etwas für uns drin.“

 

Die Bilanz der so ambitioniert gestarteten Spielgemeinschaft aus Bentorf/Hohenhausen ist desaströs. Einzig beim 1:1 in Ahmsen verließ man nicht als Verlierer das Spielfeld, sackte drei Niederlagen in vier Partien ein. Die Verletztenliste ist um den Dynamik-Kicker Thomas Pries ergänzt worden, hat er sich bei der 1:3-Pokal-Niederlage gegen den TBV Lemgo eine Schultereckgelenksprengung zugezogen, fällt viele Monate aus. Ben/Hoh-Obmann Marco Evers berichtet von bis zu einem halben Dutzend Ausfällen, die kompensiert werden müssen. Zugleich beweist er ein gewisses Maß an Unerschütterlichkeit, wenn er gegenüber Lippe-Kick manifestiert: „Aber in unserer derzeitigen Situation hilft kein Jammern, es zählen nur Punkte, da müssen alle mal auf die Zähne beißen. Dass es nicht einfach wird, ist klar, aber wir brauchen jetzt einfach mal ein Erfolgserlebnis“, wartet scheinbar das gesamte Kalletal auf den ersten Saisonsieg der Blau-Schwarzen.

 

Herbert Indenbirken ist um 19.00 Uhr der Referee auf dem Sportplatz in Lieme bei diesem SG-Duell.

 

TuS Bexterhagen vs. SG Sonneborn/Alverdissen

(hk). In der besten Beobachterrolle befanden sich am vergangenen Sonntag die Spieler vom TuS Bexterhagen, haben die jungen Wilden der Reds aus nächster Nähe Anschauungsunterricht von schönem und erfolgreichem Asemisser-Fußball erhalten. Diese 1:9-Klatsche beim TuS Asemissen werden sie wohl ihr Leben lang nicht mehr vergessen. Gegen die Spielgemeinschaft aus Sonneborn/Alverdissen soll Wiedergutmachung betrieben werden, am liebsten mit dem dritten Saisonsieg. Zu viel mit dem Negativen beschäftigen, das möchte sich Gleisner nicht antun, kündigt er hoffnungsfroh bei Lippe-Kick an: „Wir haben gut trainiert, haben uns geschüttelt. Es geht bei Null wieder los. Wir sind guter Dinge, dass es klappt.“ Die Entfernung zwischen den beiden Ortschaften ist gewaltig, sind es rund 40 Kilometer einfache Fahrt, die quer durch das nördliche Lipperland zurückgelegt werden müssen. Deshalb begrenzen sich die Erfahrungswerte auch auf die beiden Saisonspiele, wenn nicht unplanmäßig noch ein Pokal-Duell dazwischenkommt. Gleisners Augen glänzen wie Diamanten: „Ein schön gelegener Platz an der B1, eine lange Auswärtsfahrt. Jedes Mal, wenn ich bei meinem Stamm-Kneiper Joachim Kroos vom Dreiländereck bin, sehe ich das Foto, wie er sein letztes aktives Spiel in Sonneborn bestritten hat.“ Kurz zum Personalsektor: Alex Jan Maksymowicz und Niklas Bergen müssen weiterhin mit der Zuschauerrolle Vorlieb nehmen. Neu auf der Ausfallliste ist Eric Wöhler. In bester mentaler und körperlicher Verfassung kehrt Arne Middeldorf (Bild rechts) aus dem Urlaub zurück. Dass die Leistungssteigerung gewaltig sein muss, weiß Gleisner, der vor heimischer Kulisse eine ganz andere Performance als gegen den TuS Asemissen sehen möchte. „Ich bin gespannt auf die Reaktion. Ich denke, da wird eine kommen. Denn es ist eine junge, gewillte Truppe”, vertraut Gleisner seiner “La Furia Roja.”

 

Vielleicht ist die SG Sonneborn/Alverdissen der am meisten unterschätzte Verein in der ganzen A Lemgo. Heimlich, still und leise, vor allem fleißig, arbeitet das Team von Coach Thomas Elsner. Und: Sie machen es echt gut. Dieser weilt vor dem Gastspiel in Bexterhagen in Urlaubsgefilden. Deshalb wird ihn Daniel Westphal interimsweise heute Abend vertreten. Die Botschaft ist klar für SG-Sprachrohr Marcel Krügel: „Wir müssen eine Reaktion zeigen nach der Leistung am Sonntag.“ Das 1:4 gegen den FC Schwelentrup-Spork/Wendlinghausen war zum Wegducken. Auch die Tagestour einmal durch das schöne Lipperland spielt eine Rolle, gibt er doch unumwunden zu: „Es gibt Schöneres, als in der Woche nach Bexterhagen zu fahren.“ Zumal die Bexterhäger nach den zuletzt gezeigten Leistungen auch eine „schwierig einzuschätzende Mannschaft“ ist. Wieder zur Verfügung stehen Nico Schlathaus, Fabio Husmann, Noah Steffen, Bennet Strohmeier und Tobias Greimeier. Neben Coach Elsner urlaubt auch Raphael Reineke und Mohamed Mardnli muss arbeiten.

 

Um 19.00 Uhr pfeift Jonas Engelke dieses Spiel auf dem Naturrasenplatz in Bexterhagen an.

 

TSV Oerlinghausen II vs. SC Bad Salzuflen

Für Jan Rüter ist der kommende Gegner noch sehr schwer einzuschätzen, hält den SCB aber derzeit für die Überraschungsmannschaft der Liga, „wenn man das so sagen darf.“ Er begründet seine Aussage: „Jeder wusste welche individuelle Qualität die Truppe hat, aber keiner hat gedacht, dass sie sich doch so schnell finden werden.“ Das war es dann aber auch schon, was Rüter zum Gegner sagen möchte: „Wir wollen gar nicht so sehr auf den Gegner gucken, am Ende des Tages bringt das auch nichts. Wir müssen und wollen auf uns gucken und aus unserer Sicht ein gutes Spiel machen.“ Der Coach hat großes Vertrauen in seine Mannschaft: „Wenn wir unsere Leistung abrufen, können wir jeden Gegner schlagen oder zumindest vor große Probleme stellen.“ Das einzige was ihm richtig Bauchschmerzen bereitet, ist die personelle Situation: „Man merkt die Belastung bei den Jungs doch ganz schön und wie man hört, geht es allen Mannschaften da ähnlich.“ Und genau das ist Rüter ein Dorn im Auge: „Da muss man schon in Frage stellen, ob die Spielplan-Ersteller sich da wirklich Gedanken gemacht haben, so viele englische Wochen zu Beginn der Serie zu packen, nachdem wir alle vier Monate keinen Wettkampfsport ausüben durften, oder ob sie sich einfach gedacht haben, wir haben immer die englischen Wochen an den Anfang gepackt, dann machen wir das jetzt auch wieder. Für die Gesundheit der Amateurfußballer ist das in meinen Augen hart an der Grenze.“ Deshalb kann und will Rüter in Sachen Kader für das Spiel auch keine genauen Angaben machen: „Ich muss gucken wer sich gut fühlt und wer nicht. Dementsprechend stellen wir uns auf.“

 

Auch beim SC Bad Salzuflen macht sich die hohe Belastung bemerkbar. Seit dem letzten Spiel am Sonntag sind zwei Spieler mehr im Lazarett. Hinzu kommen Schichtarbeiter. „Der Kader ist dezimiert“, so Coach Cetin Cakar. Doch „auf der anderen Seite denke ich, dass wir einen guten Rhythmus haben. Die Tendenz ist positiv, die Jungs arbeiten gut.“ Vom TSV Oerlinghausen II kennt Cakar „die Ergebnisse und das Torverhältnis. Das spricht für ihre Offensive, ich denke, sie spielen unbekümmert nach vorne und sind immer für ein Tor gut.“ Ähnlich wie bei seiner Truppe scheint auch beim TSV „ein positiver Trend da zu sein. Die ersten beide Spiele haben sie verloren, aber die kann man verlieren. Aber die anderen beiden haben sie gewonnen.“ Folglich ist man bei den Kürstädtern gewarnt, „nichts auf die leichte Schulter zu nehmen.“ Der Anspruch ist, „das Maximum abzurufen.“ Der Erfolg des Spiels wird „tagesformabhängig sein“ vermutet Cakar. „Wie sind die Jungs drauf, welche Arbeitszeit hatten sie, wie war die Anreise, wie stressig ist das Ganze, das sind wichtige Faktoren für so ein Spiel.“ Ausreden gibt es aber keine: „Wir wollen unseren positiven Trend fortsetzen.“

 

Marius Würtz hat ab 19.00 Uhr die Spielleitung.

 

TuS Brake vs. SG Bega/Humfeld

Der TuS Brake geht nach dem Unentschieden am Sonntag gegen die SG Leese/Hör/Lie mit einem klaren Ziel in das Duell gegen den Aufsteiger: Der erste Saisonsieg soll her. „Die SG Bega/Humfeld steht ja tabellarisch noch über uns, das wollen wir am Donnerstag natürlich ändern“, so Michael Berge, für den „alles andere als ein Sieg schon eine Enttäuschung“ wäre. Den Druck kann Berge nicht von der Mannschaft nehmen: „Wir müssen das Spiel unbedingt gewinnen, um nicht gnadenlos in den Tabellenkeller zu rutschen.“ Die SG erwartet er „taktisch gut eingestellt“, da Michael Krügel als „Taktik-Fuchs“ bekannt ist. Für den TuS heißt das folgendes: „Wir müssen diszipliniert auftreten, die Leistungsbereitschaft muss bei jedem einzelnen passen. Das sah aber in den bisherigen Spielen schon sehr gut aus. Auch in Sachen Kader gibt es gute Nachrichten:  Sören Pieper kehrt nach Gelb-Rot-Sperre wieder zurück ins Team, genauso wie Sascha Penner. Fehlen werden definitiv André Kirsch (Muskelfaserriss), Simon Drexhage und Patrick Kunze. Ein Einsatz von Oliver Isaak, der sich mit einer Zerrung rumplagt, ist offen. Auch Coach Andreas Ridder wird nicht an der Seitenlinie stehen, er ist im Urlaub. Interimsmäßig werden Jan Lesmann und Simon Drexhage die Mannschaft in der Zeit betreuen. „Die beiden werden schon an den Stellschrauben drehen und die Mannschaft motivieren“, ist sich Berge sicher, der auch diesmal „wie bisher bei den Heimspielen auf tatkräftige Unterstützung unserer Fans“ hofft.

 

Die Stimmung bei der SG Bega/Humfeld ist gut. Klar, am Sonntag gab es den ersten Saisonsieg und auch die zweite Mannschaft konnte ihr Spiel siegreich gestalten. Nun stehen richtungsweisende Spiele an. Nicht nur ein Blick auf die Tabelle, sondern auch der auf den Spielplan lässt das mehr als erahnen. Mit Brake, Leese/Hörstmar/Lieme und Lockhausen hat die SG drei potenzielle Kontrahenten auf der Brust, die man am Ende der Saison hinter sich lassen kann und will. Doch zunächst gilt der Blick dem TuS. Michael Krügel erwartet „ein Spiel auf Augenhöhe“, hat Brake aber „lange nicht mehr spielen sehen“, weshalb eine exakte Einschätzung eher schwierig ist. Aber das Unentschieden gegen Lemgo II ist für Krügel Warnung genug. Zudem schätzt er, dass sie „sich schon an den Kunstrasen gewöhnt haben.“ Grundsätzlich gehört der TuS Brake zu den Gegnern, gegen den man Punkten will, kann und vielleicht auch muss. „Ob das auswärts aber auch so sein wird, müssen wir mal abwarten.“ Zwar ist der TuS, „wenn man die Berichte so liest, eher defensiv ausgerichtet, das kann ich mir gegen uns aber nicht vorstellen“, meint der Coach. Personell sieht es bei der SG für das Spiel „ganz gut“ aus.

 

Stefan Wattenberg pfeift die Partie um 19.00 Uhr an.

 

SV Werl-Aspe vs. TuS Lockhausen

(hk). Lockhausen-Coach Stefan Braunschweig könnte entfernungstechnisch auch per Drahtesel-Tour mit seiner Equipe die nur rund vier Kilometer weite Anreise nach Werl-Aspe bestreiten. Da das Spiel allerdings äußerst bedeutsam für die weitere Entwicklung ist, wird sich dieses Fortbewegungsmittel allerdings zerschlagen. Ganz viel Unsicherheit herrscht im Personalsektor beim Sportverein aus Werl-Aspe. Bei zahlreichen Akteuren muss bis kurz vor dem Abpfiff abgewartet werden, ob es für einen Einsatz tatsächlich reichen könnte. Ein zunächst skeptischer SVWA-Coach Marcio Goncalves (Bild rechts): „Das macht es nicht einfach, zudem kommt noch der rot-gesperrte Luca Kopsieker.“ Um dann aber positiver gestimmt zu sein: „Ich denke aber, dass wir trotzdem eine schlagkräftige Truppe gegen Lockhausen aufbieten können.“ Der Trend spricht für die Gäste, haben die Asper ihr Gastspiel beim Aufsteiger SG Bega/Humfeld doch mit 0:1 verloren. Der lippische Domenico Tedesco hat im Blick, dass seine Mannschaft gegen den TBV Lemgo II zum Auftakt mit 1:3 verloren hat, während Lockse dieses Team überzeugend schlug. „Lockhausen hat nach dem Sieg Morgenluft geschnuppert, da müssen wir hellwach sein. Christian Müller scheint gut in Form zu sein, was man so liest, da müssen wir aufpassen“, könnte vielleicht eine Sonderbewachung für den ehemaligen Arminia Bielefeld-Spieler möglich sein. Den Körper völlig entspannen zu lassen, um so in einen spieltauglichen Zustand zu gelangen, das hat Goncalves seinem Team empfohlen. Was beileibe keine Überraschung darstellt: „Denn wir freuen uns alle auf das Spiel“, wird wohl eine stattliche Kulisse erwartet.

 

Von einem hohen Ausmaß ist die Vorfreude beim Lockhausener Aufstiegstrainer Stefan Braunschweig: „Ein Derby. Eine wunderbare Sache.“ Der überzeugende Auftritt gegen den TBV Lemgo II soll mit einem weiteren Sieg veredelt werden. „Wir wollen sehr gerne in Werl-Aspe gewinnen“, gibt Braunschweig die Marschroute im Lippe-Kick-Gespräch bereits aus. Am Sonntag steht schließlich das nächste wichtige Match gegen den TuS Brake an. Zwei Siege und die Laune würde spürbar steigen beim Liga-Neuling. „Mit elf Punkten hätten wir das meiste erreicht, wenn die beiden Mannschaften unten mit einem Punkt da so bleiben“, rechnet Braunschweig kurz vor. Trotzdem: „Am Anfang der Saison lügt die Tabelle“, benennt der Ex-Armine beispielhaft den jüngsten Sieg. So seien die Lemgoer ohne eine jede Niederlage zum Sepp angereist, verloren dort völlig verdient. Grundsätzlich möchte Braunschweig sich nicht zu viele Gedanken um den Gegner machen. Trotzdem hat er beobachtet: „Werl-Aspe gewinnt gegen den Bezirksligisten Barntrup im Pokal, verliert gegen den Aufsteiger Bega/Humfeld in der Liga.“ Bis zu sechs Mannschaften werden den Aufstieg unter sich ausmachen. „Der Rest besiegt sich gegenseitig“, glaubt Braunschweig ab Rang sieben an eine gewisse Unberechenbarkeit. Er wird im Lokal-Duell wichtige Spieler ersetzen müssen. Jan Sundermann urlaubt, Rene Kagels und Christian Müller (Bild links) müssen arbeiten.

 

Timo-Franz Sauerbier ist der Schiedsrichter um 19.00 Uhr auf dem Naturrasenplatz am Heerser Bruch.

 

FC SSW vs. TuS Ahmsen

Die Rollenverteilung vor dem Spiel ist klar, wenn man die Saisonziele beider Vereine vergleicht. Aktuell liegt der FC SSW in der Tabelle aber sogar hauchdünn vor dem TuS Ahmsen. Rouven Post erwartet eine „spielstarke Mannschaft“ und meint: „Ahmsen wird als Favorit in das Spiel gehen.“ Aber auch der FC SSW ist derzeit „in sehr starker Form. Wir haben uns gut weiterentwickelt, jeder einzelne ist derzeit 100% fokussiert. Wir gehen absolute selbstbewusst in das Spiel.“ Zwar hat man in der Vergangenheit „nicht gut ausgesehen“ gehen die Grün-Weißen, doch jetzt soll die Wende her: „Ich bin davon überzeugt, dass wir mit dem Personal, das uns zur Verfügung steht, es Ahmsen sehr schwermachen. Wenn damit heute Abend einen oder sogar drei Punkte rauskommen, bin ich hochzufrieden“, so Post.

 

Nach fünf Punkten aus vier Spielen kann man beim TuS Ahmsen von einem Fehlstart sprechen. Auch, wenn die spielerischen Leistungen besser waren, als es die Punktausbeute erahnen lässt. Nun kommt mit dem FC SSW ein „schwieriger, zweikampfstarker und lauffreudiger Gegner, der versuchen wird, uns das Leben schwerzumachen“, auf den TuS zu. Doch Jörn Seifert und sein Team „werden versuchen, unser Spiel dem Gegner aufzuzwingen und effektiv vor dem Tor zu sein. Zudem wollen wir unbedingt die drei Punkte holen, um den Abstand nach oben nicht zu groß werden zu lassen.“ Fehlen werde dabei Pluskat (Gesperrt), Zurheide und Richter (beide beruflich bedingt).

 

Um 19.30 Uhr pfeift Erdogan Sayan das Spiel an.

 

TuS Leopoldshöhe vs. VfL Lüerdissen

(hk). Neben dem Nachbarn TuS Asemissen ist der Turn- und Sportverein aus Leopoldshöhe in der komfortablen Situation, als einziges Team der Liga ohne Niederlage dazustehen. Dass es aber nur sechs Zähler sind, liegt an den drei Punkteteilungen. Während die Remis bei den Spitzenteams aus Asemissen und Ahmsen als ein Erfolg verbucht werden können, schmerzt das 2:2 gegen Sonneborn/Alverdissen schon, da so überhaupt nicht eingeplant, gibt Leo-Goalgetter Jan Plöger bei Lippe-Kick zu. Der Erfolgsdruck gegen den Tabellenzweiten VfL Lüerdissen ist nicht von schlechten Eltern, bürdet ihn Plöger doch ganz bewusst auf, wenn er seine Jungs ins Gebet nimmt: „Genau deswegen müssen wir das Spiel gewinnen, egal wie, sonst verlieren wir den Anschluss an die vorderen Plätze.“ Die Aufgabe wird allerdings knifflig, ist es die extrem schwierige Mischung, die ihn zum Nachdenken animiert: „Lüerdissen ist natürlich eine eingespielte, mannschaftlich geschlossene Mannschaft, die dazu noch über überragende Einzelspieler verfügt. Da denke ich, um nur zwei zu nennen, an Tim Steffen als Spieler-Trainer oder Patrick Günther.“ Die Löwen haben diese vielen Punkteteilungen satt, würde es sich anbieten, im Übungsbetrieb an gewissen Schwächen zu arbeiten. Da die englischen Wochen Leopoldshöhe aber voll in Beschlag nehmen, bieten sich für Chefcoach Christian Martens (Bild rechts) und seine originäre Aufgabe als Fußball-Lehrer wenige Kapazitäten. Plöger, der alte Haudegen, der mit allen (Ab)-Wassern gewaschen ist, predigt bei Lippe-Kick: „Regeneration ist zwischen den Spielen das Wichtigste, um beim nächsten Spiel wieder voll fit zu sein.“ Welche Spieler am heutigen Abend mit einem Kadermandat beglückt werden, entscheidet sich erst im Laufe des Tages.

 

Der VfL Lüerdissen hat absolut überzeugt im noch jungen Saisonverlauf. Exakt 75 Prozent ihrer Spiele haben die Steffen-Schützlinge mit einem Erfolgserlebnis beendet. Die Siegesserie riss in der Vorwoche beim 0:1 gegen den SC Bad Salzuflen. Auch hier war allerdings die Leistung einwandfrei. In den erlauchten Kreis der Titelanwärter zählt VfL-Spielertrainer Tim Steffen auch die Leo-Truppe. Deshalb schiebt er den Hausherren auch ganz uneigennützig die Favoritenrolle zu. Was ihn zu dieser Aussage treibt, das kann er mit stichhaltigen Argumenten unterfüttern. „Sie haben eine sehr kompakte, gut besetzte Mannschaft. Mit Benjamin Holt einen sehr, sehr starken Defensivmann, der defensiv und offensiv ein gutes Kopfballspiel hat. Auch im Offensivbereich haben sie sehr gefährliche Leute“, weshalb diese Aufgabe in West-Lippe eine große Herausforderung für die Rot-Schwarzen darstellt. Die Ankündigung ist klar, Steffen kennt die mentalen und fußballerischen Qualitäten von seinem Team, weshalb er eindeutig fordert: „Wir wollen aus Leopoldshöhe etwas mitnehmen. Daran werden wir alles setzen.“ Im Vergleich zum vergangenen Sonntag werden Günther, Kenneth Klocke und Alexander Kirsch (Bild links) ihr Comeback feiern. Ferhat Havadir und Tobias Anker befinden sich wieder im Trainingsbetrieb, aber sind noch nicht einsatzfähig. Christian Wolf und Christopher Bailis fallen langzeitverletzt weiterhin aus.

 

Axel Wattenberg ist um 19.30 Uhr der Spielleiter bei diesem Match der beiden Aufstiegsaspiranten. Es geht auf dem Rasenplatz im Schulzentrum Mitte um wichtige Punkte.

 

TBV Lemgo II vs. TuS Asemissen

(hk). „Mit dem TuS Asemissen erwartet uns eine der größten Hürden in dieser Liga. Eine über Jahre eingespielte Truppe, die im Sommer nochmal attraktive Verstärkungen bekommen hat, speziell in der Offensive. Und sie stehen jetzt schon da, wo sie vermutlich auch hingehören. Von daher haben wir nichts zu verlieren, werden aber auch nicht vor Ehrfurcht erstarren“, sind es Worte der Anerkennung, die TBV Lemgo II-Coach Benjamin Rawe wählt, um die Fähigkeiten vom Spitzenreiter zu beschreiben. Das Spiel mit dem Ball, ebenso beim Versuch, die Kugel zu erobern, müssen die Lemgoer über die komplette Spielzeit viel investieren, zudem müssen die Lemgoer füreinander da sein, sich auf dem Platz in schwierigen Situationen unterstützen. Rawe appelliert nämlich: „Da kannst du nur als Team bestehen.“ Zuletzt waren die Hansestädter etwas lahm unterwegs, sind die Passfolgen nicht in dem Tempo geschehen, wie erforderlich, um dem Gegnerdruck zu entfliehen. Hier benötigen die Lemgoer mehr Präzision, auch mehr Durchsetzungsvermögen in den direkten Duellen, um den hohen Favoriten tatsächlich zum Wanken zu bringen. Mika Gatzke fehlt wegen eines Muskelfaserrisses. Louis Hagemann (Bild rechts) hat sich eine Zerrung zugezogen, weshalb sein Einsatz noch unklar ist. Die restlichen Verletzten stehen allesamt weiterhin nicht zur Verfügung.

 

Mit der Entwicklung seiner Mannschaft zeigt sich TuS Asemissen-Coach Carsten Skarupke insgesamt mehr als einverstanden. Einzig das 2:2 gegen die Nachbarn aus Leopoldshöhe stört ihn ein wenig, haben seine Schützlinge die restlichen Spiele meist souverän gewonnen. Atemberaubend war der 9:1-Gala-Auftritt gegen den Lokal-Rivalen TuS Asemissen am vergangenen Sonntag. Torben Becker, Tim Ende und Hatim Batri setzen auch dieses Mal aus. Das Mitwirken von Tim Tews steht noch in den Sternen. Als eine „kleine Wundertüte“ beschreibt er den TBV Lemgo II, dem er einen „guten Start“ bescheinigt. Die 0:2-Niederlage beim Aufsteiger TuS Lockhausen wollen die Lemgoer sicherlich nicht einfach so auf sich sitzen lassen, weshalb Skarupke fest damit rechnet, dass der Wille zur Wiedergutmachung groß sein wird. Maestro Skarupke glaubt im Lippe-Kick-Gespräch: „Die Tagesform wird entscheidend sein, wie wir das Spiel durchdrücken können, wie wir ins Spiel finden“, bietet auch der Kader vom TBV Lemgo II die eine oder andere Variable. Eine Fortführung vom zuletzt eingeleiteten Positivtrend wollen die Asemisser unbedingt erreichen.

 

Manfred Miske ist um 19.30 Uhr auf dem Kunstrasenplatz in Lemgo der Referee.

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