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Bezirksliga Staffel 3

Bezirksliga 3 – Vorbericht 4. Spieltag 2020/21

Wer hat noch nicht, wer will noch einmal? Diese Bezirksliga 3 nimmt erste Konturen an. Lippe-Kick liefert euch den Rundumblick.

 

 

„Hiddesen/Heidenoldendorf ist nicht unsere Gewichtsklasse“

Bezirksliga 3 (hk). Die Tabellenspitze ist fest in lippischer Hand. Die SG Hiddesen/Heidenoldendorf und der Post TSV Detmold führen das Klassement mit neun Punkten an. In dieser Spielzeit kennen einzig die beiden Nachbarvereine das süße Gefühl eines Sieges. In einer Sandwichposition befindet sich der Tabellendritte SV Dringenberg mit seinen sechs Zählern, folgen mit dem TuS WE Lügde und dem SV Eintracht Jerxen/Orbke wieder zwei Lipper, ehe auf Rang sechs der FC Peckelsheim-Eissen-Löwen mit ebenso vielen Punkten die Sechs-Zähler-Fraktion abschließt. Es spricht nicht viel dagegen, dass auch nach dem Spieltag das Führungsduo unantastbar bleibt. Hiddesen/Heidenoldendorf stattet nämlich dem punktlosen Drittletzten FC Blau-Weiß Weser einen Besuch ab, während die Postler vor heimischer Kulisse den elftplatzierten SV Höxter in Empfang nehmen. Wir sind zur Ehrlichkeit erzogen worden: Die Tabelle trügt, denn die Höxteraner haben erst zwei Partien absolviert, ist ihr Match gegen den VfR Borgentreich doch wegen eines Trauerfalls ausgefallen.

Dieser Bericht wird präsentiert von:

 

 

Von Henning Klefisch & Andre Bell

 

TSC Steinheim vs. TSV Oerlinghausen

(ab). Auf dem Papier ist der TSC Steinheim klarer Außenseiter in diesem Duell. 3 Spiele, 0 Punkte, 0 Tore, 17 Gegentore. Im Schnitt kassiert das Schlusslicht also über fünf Gegentore pro Spiel. Trotz dieser recht klaren Faktenlage sagt das so kurz nach Saisonbeginn noch nicht viel aus, findet TSV-Co-Trainer Tobias Dingerdissen: „Steinheim ist eine von vielen Unbekannten, es gibt noch keine Berührungspunkte. Die Tabelle sagt nichts aus nach dem dritten Spieltag, die sind nur vier Punkte hinter uns. Dementsprechend gilt es, vorsichtig zu sein.“ Der TSV Oerlinghausen will nicht als Aufbaugegner nach Steinheim fahren. „Wir wollen unser Spiel durchziehen und uns nicht von Kleinigkeiten ablenken lassen, wie es gegen Detmold in der zweiten Halbzeit noch der Fall war. Wir müssen geduldig sein und ruhig bleiben. Es wartet niemand, dass man zu einem Gegner fährt, der in der gleichen Liga spielt, und 5:0 oder 6:0 gewinnt.“ Viel mehr wollen die Bergstädter ihr Spiel „über 90 Minuten durchziehen und nicht nur über 45, da weiß man dann nicht, was passiert. Es geht darum, Punkte mitzunehmen.“ Allerdings spannt sich die personelle Lage weiter an. Während in den letzten Wochen noch um die 25 Spieler beim Training waren, waren es diese gerade mal 16 oder 17. „Damit kann immer noch gut trainieren“, meint Dingerdissen. „Aber das zeigt schon, wie viele Körner wir schon gelassen haben.“

 

Schiedsrichter Tim Uding kommt aus dem Kreis Lübbecke, Anstoß ist in Steinheim bereits um 14.00 Uhr.

 

FC Peckelsheim-Eissen-Löwen vs. TuS Lipperreihe

(ab). Für FC PEL-Coach Matthias Rebmann geht es gegen eine unbekannte Truppe. Klar, da der TuS erstmals in der Bezirksliga spielt, gab es noch keine direkten Duelle. Doch der Coach hat sich natürlich schlau gemacht und erzählt gegenüber Lippe-Kick seine Erkenntnisse: „Was man so hört, ist das eine gute, junge Truppe mit vielen jungen Spielern, die auch in der Jugend höherklassig gespielt hat. Sie haben gutes Tempo in ihrem Spiel.“ Seiner Truppe empfiehlt er daher, erst einmal abwartend zu agieren: „Wir müssen uns die ersten zehn Minuten sicher etwas sortieren und abwarten, wie sie es angehen. Wir müssen hochkonzentriert sein, vor allem in den ersten Minuten, dass wir da nicht überrascht werden.“ Positiv überrascht ist man vom guten Saisonstart: „Wir können aktuell, bei unseren ganzen Ausfällen, mit dem Start zufrieden sein und richtig selbstbewusst ins Spiel gehen.“ Zwei Siege hat der FC PEL bereits eingefahren, beide allerdings auf fremden Plätzen. Im bisher einzigen Heimspiel gab es gegen Hiddesen/Heidenoldendorf eine Niederlage. „Wir wollen auf eigenem Platz die ersten Punkte einfahren“, kündigt Rebmann an. „Unseren Zuschauern wollen wir eine richtig gute Leistung anbieten.“ So eine wie zuletzt in Barntrup wäre ganz im Sinne des Trainers: „Wir werden unser Spiel gegenüber Barntrup nicht verändern. Auch vom Kader her wird sich nichts verändern. Es kommt kein Verletzter zurück, also werden wir mit der gleichen Mannschaft auflaufen. Die Jungs haben das auch super umgesetzt, das war eine großartige Leistung, die so nicht zu erwarten war.“ Mit so einer Leistung muss seine Mannschaft aber „auch am Sonntag aufwarten, um für Punkte in Frage zu kommen. Wir wollen unseren guten Start zu Hause veredeln, um immer mehr Abstand zu den Abstiegsrängen zu bekommen“, was weiterhin das primäre Ziel des FC PEL ist. „Und da ist jeder Punkt wichtig.“ Rebmann sieht seine Jungs „auf einem guten Weg. Sie haben gut verinnerlicht, dass wir eine richtig gute, laufstarke und kampfstarke Leistung in erster Linie auf den Platz bringen müssen.“

 

Der FC PEL ist andersrum auch für Lipperreihe eine „der großen Unbekannten in der Liga.“ Deshalb hält sich Timo Kapale an die Fakten: „Sie sind seit Jahren ein fester Bestandteil der Bezirksliga. Da wollen wir auch hinkommen und zeugt von guter und solider Arbeit dort. In die Saison ist der Gegner auch gut gekommen und im Pokalfinale haben sie es Nieheim auch schwer gemacht. Bedeutet für uns, dass wir eine harte Nuss zu knacken haben.“ Die aber auch nicht unknackbar ist. Mit dem Start in die Saison kann man in Lipperreihe zufrieden sein, auch die „Stimmung ist gut“, meint Kapale. Und kürzlich im Kreispokal gegen Barntrup haben sich „einige Spieler positiv hervorgetan und wir gewöhnen uns mit jedem Spiel mehr an die Luft im Bezirk, das bleibt aber nach wie vor ein langer Prozess und viel Arbeit.“ Im Kader gibt es aktuell noch zwei, drei angeschlagene Spieler, „die aber kurzfristig wieder zurückkehren sollten.“ Ob es am Sonntag aber schon wieder reicht, bleibt abzuwarten, aber „wohl eher noch nicht“, ist Timo Kapale skeptisch. „Der Kader wird mit 16, 17 Spielern besetzt sein.“

 

Michael Kortmann aus Paderborn wird das Spiel leiten. Anstoß auf dem Sportplatz Peckelsheim ist um 15.00 Uhr.

 

FC Augustdorf vs. TuS WE Lügde

(ab). Damit der FC Augustdorf seinen Saisonstart als „ordentlich“ betiteln kann, brauchen die Sandhasen „am Sonntag drei Punkte.“ Das fordert und erhofft sich Coach Matthias Heymann: „Wir haben die letzten beiden Spiele gegen Barntrup und Lipperreihe gute Leistungen gezeigt und wollen daran natürlich gerne anknüpfen.“ Allerdings ist auch „Lügde gut in die Saison gestartet. Wir werden sie als Aufsteiger in keinem Fall unterschätzen.“ Wie der Kader für das vorerst letzte Derby aussieht, steht „aktuell noch nicht ganz fest, da wir einige angeschlagene Spieler haben. Wir werden aber auf jeden Fall eine starke Truppe ins Rennen schicken können“, so Heymann.

 

TuS-Keeper Felix Wessel und seine Mitstreiter haben in ihren bisher drei Spielen in der Liga schon einiges gelernt, unter anderem auch, dass „in der Bezirksliga die Fehler sofort bestraft werden.“ Das haben die Westfälischen Eichen „gegen Jerxen vor zwei Wochen erfahren, als wir ein gutes Auswärtsspiel abgeliefert haben unsere Fehler aber eiskalt bestraft wurden.“ Wie groß der Lerneffekt tatsächlich ist, wird sich am Sonntag zeigen, denn: „Wenn wir diese Fehler vermeiden, sollte auf jeden Fall etwas möglich sein.“ Auch, wenn mit dem FC Augustdorf ein „kampfstarker Gegner“ auf Lügde wartet, „der mit ordentlich Tempo nach vorne spielt.“ Unter der Woche hat man sich gut vorbereitet auf das Derby: „Die Dienstagseinheit war ordentlich und die Stimmung war sehr gut.“ In personeller Hinsicht fallen Robin Schlieker und Philipp Deppe definitiv aus, dazu stehen Fragezeichen hinter den Einsätzen Lukas Nöltker und Patrick Roefs. Dafür kehren aber Tim Witte und Dominik Jagalla in den Kader zurück.

 

Jochen Diederich nimmt sich ab 15.00 Uhr der Spielleitung an.

 

Spvg Brakel II vs. SV Dringenberg

(hk). Dieser Tippschein wäre sehr eindeutig. Der Vorletzte aus Brakel hat den Dritten SV Dringenberg zu Besuch. Auch Trainerfuchs Norbert Dölitzsch weiß das und sagt: „Selten waren die Rollen eindeutiger verteilt, als vor dem nächsten Spiel.“ So gibt er bei Lippe-Kick zu Protokoll: „Dringenberg, mit der Empfehlung von zwei Siegen, kommt ins Brakeler Thermo-Glas-Stadion. Die Truppe um Trainer Sven Schmidt strebt nach einem Top-Five-Platz, wir dagegen versuchen mit allen Kräften den Abstieg zu verhindern.“ Die Personalsorgen bei der Spielvereinigung erfahren etwas Linderung, wird doch die Zweitvertretung durch die spielfreie Drittvertretung mit reichlich Personal versorgt. Bis in den November hinein muss Angreifer Kevin Krause aussetzen, da er sich in dieser Woche eine schwere Fingerverletzung zugezogen hat. Nach dem heutigen Training wird das Mitwirken vom einen oder anderen Akteur erst entschieden. Groß ist die Sehnsucht für die Spielvereinigung, endlich den ersten Saisonzähler einzufahren. Abwarten, ob diese wirklich gestillt werden kann.

 

Die Meinung, dass die Brakeler keinen guten Saisonstart erlebten, hat SV Dringenberg-Coach Sven Schmidt ganz bestimmt nicht exklusiv. „Eine Mannschaft, die viele Abgänge zu verzeichnet hat, mit dem Rücken zur Wand steht“, muss die Spielvereinigung nach null von neun möglichen Punkten so langsam mit dem Siegen beginnen. Er nimmt seine Jungs klar in die Pflicht, wenn er bei Lippe-Kick ihnen ins Pflichten-Heftchen schreibt: „Deshalb sollen wir von Anfang an hochkonzentriert in dieses Spiel hineingehen, es nicht auf die leichte Schulter nehmen, an die Leistung der letzten Woche anknüpfen.“ Der starke Detmolder Aufsteiger SV Eintracht Jerxen/Orbke ist nämlich überzeugend mit 3:1 bezwungen worden. Die Burgkicker könnten mit einem Auswärtssieg beim Underdog Druck auf die Führenden aus Hiddesen/Heidenoldendorf und Post TSV Detmold entfachen.

 

Thorsten Echterling ist um 15.00 Uhr der Referee auf dem Kunstrasenplatz in Brakel.

FC Blau-Weiß Weser vs. SG Hiddesen/Heidenoldendorf

(hk). Die Blau-Weißen trifft die Personalmisere mit voller Wucht. Ein neues Spielerduo hat sich mit einer Virusinfektion dazugesellt, liegt erkrankt im heimischen Bett. Louis Schreck und Julian Wiegert müssen künftig erst einmal aussetzen. „Mit der jungen und unerfahrenen Truppe, die wir haben, ist Hiddesen/Heidenoldendorf überhaupt nicht unsere Gewichtsklasse. Sie sind klarer Favorit“, stellt FC-Coach Marcus Menzel bei Lippe-Kick klar. Stattliche neun Punkte trennen die beiden Kontrahenten vor dem anstehenden Vergleich. Dennoch will man sich den jungen Fohlen nicht wehrlos vor die Füße werfen, formuliert es Menzel doch energisch: „Wir wollen das Bestmögliche herausholen. Das ist unser Ziel.“ Ausgerechnet gegen den derzeit vielleicht attraktivsten lippischen Verein zu gewinnen, würde den schlechten Saisonstart annähernd vergessen machen.

 

Für die Jungs der SG Hiddesen/Heidenoldendorf ist wieder Reisezeit angesagt. Mehr als eine Stunde dürfen die Rüschenpöhler-Jungs im PKW sitzen, um zum Spiel nach Lauenförde anzureisen. Es ist sogar ein anderes Bundesland, nach Niedersachsen, was anlässlich dieses vierten Spieltages besucht wird. Dass der vielfach umhergereiste SG-Coach Markus Rüschenpöhler (Bild links) mit seinen dreieinhalb Lebensjahrzehnten auf dem Buckel zum ersten Mal in seinem Leben Lauenförder Rasen betritt, hat schon etwas von einer sporthistorischen Bedeutung. Diese Erfahrung wird sicherlich ebenfalls für den Coach eine interessante sein. Mit der Maximal-Ausbeute von drei Siegen aus drei Partien ist die SG Hiddesen/Heidenoldendorf in die neue Spielzeit gestartet. Zunächst gab es die Auswärtssiege in Augustdorf (4:2) und Peckelsheim (2:0) zu feiern, schloss sich diesen der Heim-Dreier gegen den VfR Borgentreich an. Die bisher so überragende Bilanz möchten die jungen Fohlen auch beim punktlosen Drittletzten weiter fortführen. Daher sollte die Spielgemeinschaft nicht zu viel Bescheidenheit offenbaren, die Favoritenrolle bei vollem Bewusstsein annehmen. Dass die Weser-Jungs noch in der Findungsphase sind, da einige Stützen den Verein im Sommer verlassen haben, hat Rüschenpöhler aufmerksam registriert. Er appelliert an seine Jungs: „Wir erwarten einen robusten Gegner, der einige erfahrene Leute dabeihat, insbesondere im Tor mit Dennis Ferranti einen absoluten Top-Torhüter. Im Mittelfeld mit Fabian Bickmeier oder Alessio Carmisciano haben sie auch Säulen“, was alles für ihn ein „schweres Auswärtsspiel“ zur Folge hat. Die Gastgeber erwartet er „tiefstehend“, das eigene Heil in Standardsituationen suchend. Der Warnhinweis ist eindringlich: Ein Sieg vor den heimischen Fans gegen den favorisierten Tabellenführer könnte für den weiteren Saisonverlauf enorme Kräfte freisetzen. Deshalb müsse sein Team gegen diesen sperrigen Kontrahenten „Lösungen finden.“ Eine Option: „Die gleiche Konzentration, Leidenschaft und den maximalen Einsatz zeigen, zudem spielerische Lösungen finden, um am Sonntag als Sieger vom Platz zu gehen.“ Kadermäßig sind die Lipper im Vergleich zu den Vorwochen schmaler unterwegs, müssen vergleichsweise mehr Ausfälle kompensiert werden. Dennoch glaubt Rüschenpöhler an die eigenen Perspektiven: „Wir werden mit einem Kader nach Lauenförde anreisen, der hoffentlich die nächsten Punkte einsammelt“, so sein klar formulierter Wunsch bei Lippe-Kick.

 

Der Schiedsrichter, der auf den schönen Namen Juan De Cruz Pujades hört, pfeift dieses Spiel um 15.00 Uhr auf dem Rasenplatz in Lauenförde an.

Post TSV Detmold vs. SV Höxter

(hk). Oh, wie schön ist die Landgruppe. Das denkt sich wohl der Post TSV Detmold. Der Spielplangestalter hat den Residenzlern ein echtes Hardcore-Programm zum Auftakt kredenzt. Man möchte gerne in das Gesicht vom Post TSV-Manager Michael Grundmann und seinem Trainerteam Ralf Brokmann und Andre Patscha blicken, als sie die Start-Gegner zum ersten Mal erblickten. Bisher haben sie diese hohen Hürden aber mit Bravour gemeistert. Drei Siege aus drei Spielen, das gegen Schwergewichte wie Dringenberg, Lemgo und Oerlinghausen. Der ehemalige Landesligist aus Höxter besitzt ebenfalls alle Merkmale einer Spitzenmannschaft, sollte dazugezählt werden, wenn die Tickets für die Landesliga vergeben werden. Patscha muss erst einmal ganz tief durchatmen, als er von Lippe-Kick zu einer Stellungnahme gebeten wird: „Höxter ist ein bärenstarker A-Liga-Aufsteiger mit einer sehr guten Offensive. Wir müssen unsere Defensive stabilisieren, dies vernünftig durchziehen.“ Keine exotischen Inhalte haben Brokmann und Patscha ihrem Team in dieser Trainingswoche vermittelt, werden neben den üblichen taktischen und spielerischen Einheiten auch klare Anweisungen zum Gegner vorgestellt. Die Personalproblematik ist augenfällig. Die Säulen Marco Rüskaup (Bild links), Philip Wichmann (beide Bänderreizung/Dehnung) und Felix Buba (Leistenprobleme) sind allesamt angeschlagen. Kosta Triantafyllidis feiert seine Rückkehr nach dem Urlaub. Beim heutigen Abschlusstraining erst wird sich herauskristallisieren, ob es bis Sonntag tatsächlich reichen wird. Patscha ballt die Faust, hebt den Kopf und postuliert mit ganz viel Verve: „Das wird ein interessantes Spiel, aber die Punkte werden wir bei uns lassen.“

 

Dem Post TSV Detmold bescheinigt SV Höxter-Coach Uwe Beck einen „sehr guten Saisonstart“, der durch die neun Zählern aus drei Partien bestätigt wird. Die damit aufkommende Euphorie ist für ihn eine automatische Begleiterscheinung der aktuell grassierenden Erfolgsgeschichte. Beck hat dieses Team in der Vorbereitung etwas genauer inspiziert, ist dabei zu der Erkenntnis gelangt: „Die Truppe hat in allen Mannschaftsteilen reichlich Qualität“, bringt er an dieser Stelle viel Bewunderung für diese fußballerisch so hochdekorierte Mannschaft zum Ausdruck. Andererseits: „Wofür das gegen uns reicht, wird sich zeigen. Wir müssen es innerhalb von einer Woche schaffen, von einem schlechteren Spiel auf ein starkes Spiel umzuschalten. Das wird keineswegs einfach, aber am Ende liegt es an uns selbst, ob wir in Detmold punkten oder nicht.“ Oder: Selbst ist der Mann. Dass die Ansprüche in der 31.000 Einwohner-Stadt groß sind, ist klar. Auch deshalb ist es zu begründen, dass Beck trotz des klaren 3:0 wegen der Leistung gegen BW Weser nicht gerade aus dem Häuschen ist. Es könnte eine unterhaltsame Geschichte werden, prophezeit Beck im Lippe-Kick-Gespräch: „Insgesamt erwarte ich eine enge Partie zwischen zwei Mannschaften, die das Spiel gestalten wollen.“ Am Spieltag selbst werden einige offene Personalfragen geklärt sein.

 

Waldemar Klein pfeift diese Begegnung um 15.00 Uhr auf dem Kunstrasenplatz auf dem Werre-Sportplatz an.

 

SV Eintracht Jerxen/Orbke vs. TBV Lemgo

(hk). Vom „ersten richtigen Derby“ spricht Marco Schlobinski, der Coach vom SV Eintracht Jerxen/Orbke, bei Lippe-Kick. Die Wertschätzung für den TBV Lemgo ist groß, stellen die Hansestädter doch die „alte Hörstmar/Lieme-Truppe.“ Dies in Kombination mit dem lippischen Jürgen Klopp, Matthias Wölk, könnte eine echte Erfolgsmischung versprechen. Deshalb hat Schlobinski einen „richtig starken Gegner“ im Blick, soll dieser bittesehr über die komplette Spielzeit „konsequent bespielt werden.“ Die „Junx“, die in drei Saisonpartien als Aufsteiger schon sechs Punkte gelandet haben, wollen mit einer „mutigen“ Herangehensweise die Gäste in Schwierigkeiten bringen. „Das ist unser Platz“, soll vor den wohl maximal erlaubten 300 Zuschauern unbedingt ein selbstbewusster Auftritt hingelegt werden. „Meine Jungs haben bisher gezeigt, dass sie definitiv Bezirksliga-Niveau haben“, stellt Schlobinski fest. Die Kontinuität über die komplette Spielzeit muss allerdings auf dem Spielfeld erst demonstriert werden. Schon leichte Schwächephasen werden die starken Solisten aus der Hansestadt kaltschnäuzig ausnutzen. Überragend gestaltet sich die Kadersituation. Schlobinski darf auf einen 18er-Kader bauen. Den treuen SVE-Fans möchten die Spieler eine leidenschaftliche, zudem spielerisch erfrischende Vorstellung verheißen.

 

Was war das nur für ein wichtiger Sieg für das Stimmungsbild des TBV Lemgo. Zäh verliefen die ersten beiden Saisonspiele, mussten die Hansestädter bis auf den dritten Spieltag warten, um den ersten Dreier zu bejubeln. Mit 5:0 wurde ein allerdings schwacher TSC Steinheim in die Schranken verwiesen. Nun geht es gegen einen deutlich stärkeren Gegner, mischt der Mitaufsteiger aus Jerxen/Orbke schließlich im Verfolgerfeld mit. TBV-Coach Matthias Olfert erklärt im Lippe-Kick-Gespräch: „Jerxen/Orbke hat einen richtig guten Start hingelegt und mit Kevin Pietsch einen sehr torgefährlichen Spieler in ihren Reihen, der die Torjägerliste anführt.“ Mit dem ersten Saisonsieg in der Vorwoche haben die Hansestädter sich bis auf den achten Rang vorgeschoben, bleibt die Vorgabe beständig: „Wir müssen demütig sein und einander auf dem Spielfeld helfen und uns für unseren Mitspieler den A* aufreißen.“ Der beruflich in Leipzig weilende Arno Warkentin und Simon Schneidermann (Meniskusschaden im Knie) fallen aus. Das heutige Training wird weitere wichtige personelle Erkenntnisse liefern.

 

Jens Weber leitet ab 15.00 Uhr in Jerxen/Orbke dieses Spiel an der B239.

Fahrschule Duru

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