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Kreisliga A Lemgo

Kreisliga A Lemgo – Vorbericht 6. Spieltag 2020/21

Volle Dröhnung A Lemgo. Ihr wollt es und Ihr bekommt es. Alles steht zum legalen Konsum zur Verfügung. Steigert den Appetit auf die kommende Runde. Auf geht’s.

Skarupke will Wiedergutmachung

Kreisliga A Lemgo (hk). Was ist der große Unterschied zwischen dem Lemgoer Kreisoberhaus und der 1. Fußball-Bundesliga? Na, kommt Ihr darauf? Wir schon. In unserer lippischen Beletage kann jeder jeden schlagen. Eindrucksvoll demonstriert vom TBV Lemgo II, der dem ungeschlagenen Klassenstreber TuS Asemissen ein Schnippchen schlug, nach einem 0:2-Rückstand noch mit 3:2 triumphierte. Dadurch hat sich der Sportclub aus Bad Salzuflen zum neuen Spitzenreiter gekürt. Der Sportclub reist ins Kalletal zur zuletzt siegreichen SG Bentorf/Hohenhausen, während Asemissen den Tabellensechsten SV Werl-Aspe zu Besuch hat. Ein klasse Derby wird in Ahmsen ausgetragen, begrüßt das Seifert-Team den Nachbarn TuS Bexterhagen.

 

Dieser Bericht wird präsentiert von:

 

 

 

 

Von Henning Klefisch & Andre Bell

 

TuS Ahmsen vs. TuS Bexterhagen

(hk). Mit einem leidenschaftlichen Fight rechnet TuS Ahmsen-Coach Jörn Seifert (Bild rechts) gegen die Reds. Zuletzt haben es seine Jungs ergebnistechnisch etwas schleifen lassen. Seit mehr als drei Wochen sind die Ahmser ohne einen Dreier in der Liga. Am ersten Spieltag gelang ein 2:0-Sieg beim TSV Oerlinghausen II. Danach folgte das 1:1-Unentschieden gegen Bentorf/Hohenhausen, das 1:4 in Bad Salzuflen, ehe man sich in den jüngsten beiden Liga-Vergleichen erneut auf 1:1 einigte. Erst gegen Leopoldshöhe, dann beim FC Schwelentrup-Spork/Wendlinghausen. Die Motivation ist bei Seifert groß, dass sein Team endlich einmal wieder an die Tafel etwas anschreibt: „Wir wollen endlich wieder drei Punkte holen und uns für den Aufwand der letzten Woche belohnen.“ Was könnte auf sein Team zukommen? „Ich erwarte Bexterhagen angriffslustig und aufmüpfig. So wie ich erwarte, dass Bexterhagen uns versuchen wird, Punkte abzuknöpfen.“ Äußerst angetan ist Seifert von den Fähigkeiten des neuen Shootingstars der Reds: „Sie haben mit Marius Strudtrucker einen wirklich guten Neuzugang für sich gewinnen können. Nichtsdestotrotz müssen wir die drei Punkte in Ahmsen behalten, um endlich wieder Selbstvertrauen zu tanken“, wird er langsam ungeduldig.

 

 

Die Generalprobe vor dem Lokal-Duell ist nicht ganz gelungen. Vor heimischer Kulisse errang der TuS Bexterhagen ein 1:1-Unentschieden gegen die SG Sonneborn/Alverdissen. Die Enttäuschung überwog. Trotzdem: Eine Reaktion nach der lehrreichen 1:9-Schlappe in Asemissen war zu vernehmen. Natürlich hat Sven Gleisner, der vielseitig interessierte Sportliche Leiter vom TuS Bexterhagen, erkannt, dass der Nachbar aus Ahmsen schon einmal bessere Zeiten erlebt hat. „Auch dort wird irgendwann der Knoten platzen“, glaubt er. Da es nicht zeitlich klar festgelegt ist, soll dieses Knoten-Platzen bitteschön erst nach dem Spiel am Sonntag geschehen, wünscht Gleisner den Grün-Weißen dann auch einen Sprung hinein in die Top-3. Die eigene Erfolgsperspektive soll durch eine gute Grundordnung erhöht werden. Die Zeiten haben sich geändert. Es ist erst wenige Jahre her, als der TuS Bexterhagen und der TuS Ahmsen gemeinsam in der B2-Liga um den Sprung in den erlauchten Kreis der A-Liga kämpften. Dort sind beide Teams nun vertreten. „Ahmsen bebt, entwickelt sich einige Schritte besser als wir. Das gönne ich ihnen auch von ganzem Herzen“, sieht er seine junge, teilweise noch unbedarfte Mannschaft, erst in zwei Jahren von der Performance so weit, wie den TuS Ahmsen. Es ist ein Geben und Nehmen. Insbesondere bei Ahmsen-Vorstandsmitglied Moritz Nähler möchte sich Gleisner ausdrücklich bedanken, darf sein Rasenteam in den Wintermonaten häufiger die Test-Partien und Übungseinheiten in der Werrekampfbahn austragen. Und: Auch der Ahmsen-Bomber wird verbal gestreichelt: „Allergrößten Respekt vor der Arbeit von Lothar Köhnemann (Bild rechts). Wie er sich mit seinem Team in Ahmsen da reinhängt. Es ist phänomenal. Was er mit seinem Team auf die Beine gestellt hat, macht mich stolz, dass wir so einen Mann in Lippe haben, der solch eine gute Arbeit leistet und seinen Verein nach vorne peitscht.“
Berührungspunkte mit dem Ahmser-Chefcoach Jörn Seifert gab es zu seligen Herforder-Zeiten, als Gleisner Torwarttrainer war, während der juvenile Seifert ein „hoffnungsvolles Sturmtalent“ war, wie sich Gleisner ins Gedächtnis ruft. Nach der schweren Knieverletzung musste er seiner aktiven Karriere Lebewohl sagen, möchte als Trainer neue Fußstapfen setzen. Seifert hat seinen Zwillingsbruder Sören unter seinen Fittichen, müssen die Bexterhäger erhöhte Sorgfaltspflicht für ihn anwenden, ebenso auf andere individuelle Ausnahmekönner wie Jan Ehlert, Jan-Hendrik Pluskat, Moritz Brünger oder auch Tim Jahn. Mit einer starken Teamleistung wollen die Bexterhäger alles in die Waagschale werfen, zum Spielverderber mutieren. Im nordwestlichen Teil von Lippe sind insgesamt acht Teams in der A-Klasse vertreten, steigert dies die Derbydichte und damit volle Sportplätze kolossal. „Das ist das Schöne an der Kreisliga“, kullern einige Tränen über die Wangen von Sven Gleisner. Interessant: Es kommt zu einem Duell der Brüntrup-Brothers, wird hoffentlich danach nicht der Haussegen schief hängen. Niklas Bergen (Bild links) und Alex Jan Maksymowicz sind weiterhin Pflegefälle, noch nicht spielfähig. Der politisch engagierte Arne Middeldorf (Bild rechts) besitzt die verantwortungsvolle Aufgabe, bei der Stichwahl als Auszähler zu fungieren. Steve Maurice Thiede hat sich gegen Sonneborn/Alverdissen eine Blessur zugezogen, die ihn auch gegen Ahmsen zur Aufgabe zwingt. Es rücken jedoch hoffnungsvolle Talente nach: Das Küken Tobias Hentschel zeigt vielversprechende Ansätze. „Es ist eine Freude, ihm zuzuschauen, wie er sich stetig weiterentwickelt. Langsam bekommt er mehr Selbstvertrauen in seinen Aktionen“, schwärmt Gleisner im Lippe-Kick-Gespräch.

 

Manfred Miske ist der Spielleiter bei dieser Begegnung. Um 15.00 Uhr geht es auf dem Kunstrasenplatz der Werrekampfbahn los.

 

SG Sonneborn/Alverdissen vs. TBV Lemgo II

(hk). Kurz vor den Abstiegsrängen hält sich die SG Sonneborn/Alverdissen auf, sammelt besonders gerne in West-Lippe Punkte. Wie etwa beim 2:2 in Leopoldshöhe, zuletzt auch beim 1:1 in Bexterhagen. Der letzte Sieg liegt bereits einige Wochen zurück, war es zum Auftakt am 6. September 2020, als der SG Bentorf/Hohenhausen beim 3:2-Sieg ein Schnippchen geschlagen wurde. Drei Zähler Bonus auf den ersten Abstiegsrang sind wahrlich kein Ruhekissen, sollte das Elsner-Team möglichst schnell nachlegen. So böte sich ein Favoritensturz gegen die zuletzt so stark auftrumpfende Lemgoer-Mannschaft an. SG-Sprachrohr Marcel Krügel (Bild links) hält eine ganze Menge von diesem Rivalen, warnt: „Lemgo II wird oben mitspielen. Inwieweit es für die oberen Plätze reicht, wird man sehen. Das ist auf jeden Fall eine starke Truppe“, die nach einer wahnsinnigen Charakterleistung mit 3:2 den bis dato Führenden, den TuS Asemissen, bezwangen. Die Bedingung für Krügel ist klar: „Wir müssen ein gutes Spiel abliefern, um zu punkten.“ Coach Thomas Elsner ist wohlbehalten aus seinem Urlaub zurück, ebenso Raphael Reineke. Da auch Mohammed Mardnli wieder einsatzfähig ist, können die Nord-Ost-Lipper ihre vollständige Mannschaft aufbieten.

 

 

Einige neue Erfahrungswerte wird auch TBV Lemgo II-Trainer Benjamin Rawe vor dem Gastspiel an der B1 sammeln. „Sonneborn zum ersten Mal in Kombination mit Alverdissen. Da kommen zumindest ein paar neue Impulse hinzu, die wir noch nicht kennen.“ Auf dem nach Ansicht von Lippe-Kick wohl schönsten Rasenplatz im gesamten Lipperland offerieren sich herausragende Bedingungen, um ein ansehnliches Fußball-Spiel aufzuziehen. Beide Teams verfügen über einige feingliedrige Fußballer, doch Rawe rechnet zunächst mit einer „zweikampfstarken Truppe.“ Als einen unberechenbaren Widersacher bewertet Rawe die Spielgemeinschaft, wirft er doch argumentativ ein, dass diese doch höchst unterschiedliche, wie unvorhersehbare Ergebnisse im kurzen Saisonverlauf erzielt hat. Selbst kommen die Lemgoer gerade aus einem Höhenflug, empfiehlt Rawe (Bild rechts) nun seinem Team: „Deswegen heißt es, Euphorie mitnehmen. Ja, aber gedanklich komplett umstellen. Da können wir schon eher an das Lockhausen-Spiel denken und da nehme ich wesentlich lieber die zweite Halbzeit.“ Diese dient als eindringlicher Warnhinweis, dass mit zu wenig Power auch bei einem Aufsteiger verloren wird. Was muss denn passieren, damit die Hansestädter den Coup über Asemissen veredeln? „Wenn wir die Laufbereitschaft, Zweikampf-Qualität und die Passgenauigkeit aus den letzten eineinhalb Spielen wieder zeigen, dann bin ich guter Dinge, auch in Sonneborn etwas mitzunehmen. Und es wird Zeit, dass wir unsere Auswärtsbilanz mal aufbessern.“ Ein Sextett wird auf jeden Fall ausfallen. Der Samstag bringt Klarheit.

 

 

Lisa Glowatzki ist auf dem Rasenplatz in Sonneborn ab 15.00 Uhr die Spielleiterin.

 

TuS Asemissen vs. SV Werl-Aspe

(hk). Damit konnte keiner wirklich rechnen. Da führen die Asemisser bereits mit 2:0, sehen wie der sichere Sieger aus, um dann noch mit 3:2 in Lemgo zu verlieren. Maestro Carsten Skarupke hofft auf eine Rückkehr in die Erfolgsspur, möchte die gegen Lemgo II fahrlässig liegen gelassenen Punkte im Heimspiel zurückerobern. Der rotgesperrte Gordon Kral muss jedoch aussetzen, die langzeitverletzten Torben Becker und Hatim Batri natürlich auch. Bei Tim Ende muss geschaut werden, ob er bis Sonntag wieder fit

P. Barthelmeus

wird. Neu im Team sind Christopher Loges, Tim Tews, wohl ebenfalls Fänger Patrick Barthelmeus. „Nach dieser Niederlage müssen wir ein bisschen gucken, dass wir die Wunden lecken, uns auf das Spiel vorbereiten“, darf man auf die Reaktion der Blau-Weißen nach diesem Niederschlag sehr gespannt sein. Skarupke erwartet eine „schwierige Aufgabe“, hatten seine Jungs im Vorjahr am Heerser Bruch bekanntlich Probleme, auf die gegnerische Spielweise eine adäquate Lösung zu finden. „Wir sind gewarnt. Werl-Aspe ist gut in die Serie gestartet. Wir sollten die Fehler von Donnerstag nicht wiederholen“, zeigt Skarupke überhaupt kein Interesse an einer möglichen Niederlagenserie. Man darf auf die Strategie und die Ausrichtung vom Trainer-Guru gespannt sein.

 

Für den SV Werl-Aspe-Coach Marcio Goncalves ist es zugleich eine Rückkehr an die ehemalige Wirkungsstätte. Der renommierte Jugendtrainer hat vor einigen Spielzeiten die beiden höchsten Asemisser-Jugendteams trainiert. Daher kennt er so einige Spieler aus dem aktuellen Kader. Dass mit Tim Meier und Marius Seipt zwei Kicker in diesem Sommer den Weg von Werl-Aspe nach Asemissen suchten und fanden, macht das Analysetool deutlich einfacher für den talentierten Coach. „Dadurch haben die Asemisser an Qualität und Variabilität gewonnen“, so die Erkenntnis von Goncalves, der mahnend den Zeigefinger hebt: „Ganz gefährlich ist Pollakowski. Den müssen wir bändigen!“ Wie so viele andere im FuL-Kreis Lemgo war auch der lippische Tedesco über die Asemisser-Niederlage gegen die Lemgoer-Reserve „überrascht.“ Er sieht hier eine klare Chance für seine Jungs: „Das zeigt, dass die Truppe hinten anfällig ist, auch wenn vorne sehr gute Qualität vorhanden ist. Man merkt, dass in dieser Liga jeder jeden schlagen kann! Das macht es so spannend.“ Für ihn wird es entscheidend sein, dass seine Jungs von Anpfiff an Wachsamkeit beherzigen, auch die „Schnittstellen sehr eng halten.“ Um sich dann optimistisch zu zeigen: „Wenn wir das schaffen, dann ist auch in Asemissen was drin! Die drei Punkte und das Spiel zu null hat uns gutgetan, auch wenn wir zwei Verletzte dazubekommen haben.“ Das ist die wenig ruhmreiche Erinnerung an den knappen 1:0-Sieg über den TuS Lockhausen gewesen. Er wünscht sich nun von seiner Equipe: „Die Jungs müssen auf die Zähne beißen und und alles für weitere drei Punkte auf den Platz bringen“, sollte es dann eine Entspannung personeller Natur geben.

 

Auf dem Kunstrasenplatz in Asemissen ist Klaus Münstermann ab 15.00 Uhr der Mann mit Pfiff.

 

TuS Lockhausen vs. TuS Brake

(hk). Lockhausen-Coach Stefan Braunschweig ist etwas säuerlich unterwegs. Die 0:1-Auswärtsniederlage beim Nachbarn SV Werl-Aspe hätte nicht sein müssen. Gegen Brake soll wieder in die Punkteränge gefahren werden. Braunschweig vertraut seiner Truppe, sagt vollmundig: „Wir sind konkurrenzfähig, gegen Brake einen Dreier zu holen. Da kann kommen, wer will.“ Klar hätte Lockse gerne mit acht Punkten eine gute Ausgangsposition gehabt, nun sind es eben fünf und ein direkter Konkurrent muss weiter distanziert werden. Der Wunsch von Braunschweig ist nicht illusorisch: Ich möchte, dass wir vernünftig Fußball spielen, wir unsere Chancen nutzen.” Dreh- und Angelpunkt Christian Müller (Bild rechts) und Spiritus Rector Rene Kagels geben im Vergleich zu Donnerstag ihr Comeback. Kultur-Liebhaber Edgar Tissen plagt sich immer noch mit Wadenproblemen herum. Braunschweig findet: „Wir sind sehr gut mit der Dreierkette unterwegs. Mit Edgar wären wir noch sicherer.“ Doch: Wie sagte einst der fußballspielende Philosoph und Frauenversteher Lothar Matthäus? Wäre, wäre – Fahrradkette.

 

 

Ziemlich angefressen zeigt sich TuS Brake-Geschäftsführer Michael Berge (Bild links), der nicht verstehen kann, dass seine Mannschaft die so wichtigen Duelle gegen die direkte Konkurrenz nicht nur nicht gewinnt, sogar verliert, wie im gestrigen Fall mit der SG Bega/Humfeld geschehen. Schwermut prägt seine Stimmungslage: „Ich weiß nicht, was bei uns noch geht nach der leider bitteren und enttäuschenden Niederlage gegen Bega/Humfeld“, wünscht er sich bei einem weiteren Aufsteiger nun eine Trotzreaktion. Allerdings: „Das wird aber sehr schwer werden“, präsentiert er sich ungewohnt wortkarg, da enttäuscht. Daniel Sander und Fabian Schnittger haben private Termine am Sonntag, fehlen deshalb. „Das ist halt nun mal so”, zuckt Berge mit den Schultern. Trotzdem sollen sich die restlichen Walkenfeld-Jungs „so teuer wie möglich verkaufen.“

 

SG Bega/Humfeld vs. SG Leese/Hörstmar/Lieme

(ab). Gegen den Tabellenschlusslicht will die SG Bega/Humfeld den nächsten Sieg einfahren. Es wäre der dritte in Folge. Zuletzt konnten Werl-Aspe und Brake bereits geschlagen werden. Gleichzeitig könnte man sich damit ein schönes Polster auf die Abstiegsränge erspielen. Der kommende Gegner „scheint sich erst noch finden zu müssen“, mutmaßt Coach Michael Krügel. „Das wird vielleicht auch noch einige Zeit dauern.“ Die letzten beiden Spiele sind abgehakt, gegen die SG Leese/Hör/Lie ist es „wieder ein neues Spiel.“ Wieder eins gegen einen direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt. Die personelle Lage macht dem Coach für dieses Spiel keine Kopfschmerzen. Zwar ist Marvin Kretschmann fraglich und Nils Kuhlemann weilt im Urlaub, der Rest des Kaders ist aber fit und einsatzbereit.

 

Eines hat die SG Bega/Humfeld der neuesten Spielgemeinschaft voraus: „Die sind definitiv eine eingespielte Truppe, die unheimlich gut kämpft“, urteilt Ferhan Demir. Zudem bescheinigt er dem Kontrahenten, „einige gute Akteure in ihren Reihen“ zu haben, wie „Scarlata und Besch, um nur mal zwei davon zu nennen.“ Demir schiebt der SG Bega/Humfeld die Favoritenrolle zu, aber: „Wie ich immer sage, wir müssen nicht auf den Gegner gucken, sondern auf uns.“ Und von seiner Truppe erwartet er eine „ganz klare positive Reaktion nach der desaströsen Leistung von Donnerstag. Denn so gehen wir ganz klar unter in Bega.“ Demir wirkt angespannt und hofft, dass „die Mannschaft nun endlich weiß, wie es um ihre Leistung und deren Gelaber steht und die jetzt endlich anfangen mit Fußballspielen und das umsetzen, was man ihnen mitgibt und was man von ihnen erwartet.“ Und, um es nochmal klarzustellen: „Wenn sie das tun, was sie tun sollen, ist sicherlich einiges drin. Doch wenn nicht, dann gehen sie baden.“

 

Udo Schlingmann pfeift das Spiel um 15.00 Uhr an.

 

SG Bentorf/Hohenhausen vs. SC Bad Salzuflen

(ab). Die Erleichterung war groß nach dem erlösenden ersten Saisonsieg am Donnerstag. Das Kontrastprogramm könnte größer aber nicht sein. Während man am Donnerstag beim Tabellenletzten gewann, kommt am Sonntag der Spitzenreiter nach Bentorf. Das wird „eine schwere Kiste“, prophezeit Tobias Kasper. „Auch zu Hause.“ Aber gerade tut sich die SG aktuell sehr schwer: „Zu Hause läuft es grad nicht so, wie man sich das als Trainer wünscht. Auswärts haben wir weniger Probleme. Das kenne ich so nicht, das war in den letzten Jahren immer andersrum der Fall.“ Aber gerade deshalb wollen die Kalletaler am Sonntag ein „anderes Gesicht zeigen, in der Hoffnung, gegen Bad Salzuflen die Punkte zu Hause zu behalten.“

 

Die Favoritenrolle liegt klar bei den Gästen aus der Kurstadt. Deshalb geht es für den SCB darum, „die richtige und nötige Einstellung an den Tag zu legen, gegen einen Gegner, der bis jetzt, wie man hört, weit unter seinen Erwartungen spielt, aber gestern den ersten Sieg eingefahren hat.“ Im Spaziergang wird das nicht funktionieren für den SC Bad Salzuflen. „Aber sind wir fokussiert, haben wir sehr gute Karten, den nächsten Dreier einzufahren“, so Coach Cetin Cakar. In Sachen Personal muss aber der Samstag abgewartet werden, da am Donnerstag zwei Spieler mit leichten Blessuren ausgewechselt werden mussten und noch offen ist, ob sie am Sonntag wieder spielen können.

 

Denis-Toprak Kudat hat ab 15.00 Uhr die Spielleitung.

 

TSV Oerlinghausen II vs. TuS Leopoldshöhe

(ab). Das Auftaktprogramm des TSV Oerlinghausen II hat es echt in sich. Mit dem TuS Leopoldshöhe erneut ein dicker Brocken auf die Rüter-Elf zu. Für den TSV-Coach sind die Löwen „einer der Favoriten auf den Aufstieg, auch schon vor der Saison, da waren sie aber eher als Außenseiter gehandelt worden. Da hatte ich Ahmsen und Asemissen noch davor gesehen.“ Aber die aktuellen Ergebnisse des TuS bestätigen die Meinung von Jan Rüter. Die gegnerische Truppe kennt der Coach gut, mit einigen Spielern ist er „früher zusammen um die Häuser gezogen.“ Die Qualitäten des TuS Leopoldshöhe sind vielfältig: „Mit Jan Plöger haben sie einen erfahrenen Stürmer dazubekommen. Vorher hatten sie technisch starke Spieler da vorne drin, jetzt einen Strafraumspieler, der die Bälle auch mal festmacht.“ Doch genug vom Gegner, aufs eigene Spiel will sich Rüter viel lieber konzentrieren. Ohne Druck können die Bergstädter das Spiel in der Außenseiter-Rolle angehen: „Wir wollen es dem Gegner so schwer wie möglich machen und, wenn möglich, auch Punkte holen.“ Allerdings: Auch am TSV Oerlinghausen II geht die Belastung der letzten Wochen nicht spurlos vorbei, auch die gelb-rote Karte von Kevin Heemskerk aus dem Donnerstags-Spiel ist weniger hilfreich. Aber Besserung ist in Sicht, denn englische Wochen stehen nun erstmal nicht mehr an, so dass die Erholungsphasen länger werden.

 

Jan Plöger freut sich auf das Duell mit dem TSV: „Oerlinghausen II ist eine Mannschaft, die immer auch selbst Fussball spielen will, die sich nicht einfach hinten reinstellt und vorne auf den lieben Gott vertraut. Da sind schon einige gute Kicker dabei und wenn man sieht, gegen wen verloren wurde und wie knapp es zum Beispiel gegen Bad Salzuflen und Lüerdissen war, ist klar, dass uns am Sonntag mal wieder ein heißer Tanz erwartet.“ Doch den Status als einzige ungeschlagene Mannschaft der Liga will man auch am Sonntag noch haben: „Wir wollen natürlich ungeschlagen bleiben und das Spiel unbedingt gewinnen.“ Personell gibt es am Sonntag neue Alternativen: Benjamin Holt und Jannes Knecht werden ihr Comeback feiern, so dass „fast der gesamte Kader zur Verfügung stehen wird.“

 

Malte Arend leitet die Begegnung, um 15.00 Uhr ist Anstoß.

 

VfL Lüerdissen vs. FC SSW

(ab). Das erste von zwei Duellen gegen den FC SSW steigt am Sonntag in Lüerdissen. In der kommenden Woche ist der VfL im Kreispokal dann in Spork zu Gast. Der FC SSW ist „eine Mannschaft, die sich nach und nach etabliert hat in der A-Liga, die haben nichts mehr zu tun mit einer Fahrstuhlmannschaft“, findet Tim Steffen. Aus der letzten Spielzeit hat man noch „was gutzumachen“, man hat schließlich zweimal verloren gegen diese „unangenehme Truppe.“ Aber: „Da kommt eine Menge Arbeit auf uns zu.“ Wichtig wird sein, die „zweite Halbzeit aus dem Spiel gegen Leo aus dem Kopf zu kriegen und an die anderen neun Halbzeit anzuknüpfen. Die waren gut. Wir dürfen nicht an uns Zweifeln und uns fragen, warum wir zweimal hintereinander verloren und kein Tor geschossen haben. Wir haben das ordentlich gemacht“, so der Spielertrainer. An der eigenen „Linie, Ordnung und Klarheit“ muss der VfL festhalten, „damit die Automatismen wieder greifen.“ Denn Lüerdissen ist „keine Mannschaft, die in irgendeiner Form eine andere Mannschaft niederspielt. Wir erarbeiten uns unsere Erfolge und treten als Mannschaft auf. Und wir haben gezeigt, dass wir gut Fußball spielen können.“ Daran will der VfL Lüerdissen anknüpfen. Wieder im Kader steht auch Jan Batzer, der nach abgesessener Rotsperre zurückkehrt. Ferhat Havadir fällt weiterhin aus.

 

SSW-Kicker Rouven Post schätzt den VfL als „starke Mannschaft“ ein, die „ganz gut in die Saison gestartet zu sein“ scheint und sich offenbar „in einer guten Form befindet.“ Deshalb erwartet er auch „ein Spiel auf Augenhöhe von zwei guten Mannschaften.“ Denn der FC SSW ist „ebenfalls richtig gut drauf“ und befindet sich „in einer tollen Verfassung.“ Zwar werden „die Beine so langsam etwas schwerer durch die hohe Belastung, die haben aber alle Mannschaften zurzeit.“ Personell muss der FC SSW weiterhin auf ein, zwei Spieler verzichten, welche bereits seit längerem ihre Verletzungen auskurieren. Rouven Post hofft auf ein „gutes, faires Spiel und darauf, dass wir unser Ziel erreichen und drei Punkte eintüten können.“

 

Um 15.00 Uhr geht es los, geleitet wird das Spiel von Udo Dissmeier.

Fahrschule Duru

Autohaus Stegelmann

Stadtwerke Bad Salzuflen

Fahrschule Isaak

Gaststätte Wittelmeyer – Der Grieche

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