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Kreisliga B1 Lemgo

Kreisliga B1 Lemgo – Vorbericht 6. Spieltag 2020/21

Runde sechs steht bereits an und es gibt wieder einige interessante Duelle. Hier sind die Vorberichte dazu.

 

 

Wieder Spitzenspiel in Sonneborn

Kreisliga B1 Lemgo (ab). Und täglich grüßt das Murmeltier. Oder eher wöchentlich in diesem Fall. Spitzenspiel-Wochen in Sonneborn. Erneut gibt es ein echtes Top-Spiel, wenn die SG Sonneborn/Alverdissen II die SG Lüdenhausen/Talle/Westorf empfängt, immerhin kommt der Tabellenführer zum Tabellendritten. Hinter der SG LTW lauert der FC Unteres Kalletal auf einen Ausrutscher, könnte man mit einem Sieg beim VfL Lüerdissen II die Tabellenführung übernehmen. Oben dranbleiben will auch der SC Extertal, der zur SG Kalldorf reist. Und der TSV Kirchheide will seine gute Form bestätigen, zu Gast ist der FC Schwelentrup-Spork/Wendlinghausen II. Sebastian Milde begrüßt mit dem FC Donop-Voßheide sein Ex-Team aus Wüsten. Im Tabellenkeller stehen die direkten Duelle zwischen dem TSV Kirchheide II und dem SC Extertal II, sowie zwischen der SG Bentorf/Hohenhausen II und dem FC Donop-Voßheide II an. Außerdem trifft der RSV Barntrup II auf den TuS Brake II.

 

Von André Bell & Henning Klefisch

 

SG Sonneborn/Alverdissen II vs. SG Lüdenhausen/Talle/Westorf

(ab). Die Top-Spiele reißen nicht ab für die SG Sonneborn/Alverdissen II. Am Sonntag kommt der Tabellenführer zum Tabellendritten. Oder, wie es René Brinkmann (Bild rechts) ausdrückt: „Mit LüTaWe kommt Sonntag gleich wieder das nächste Schwergewicht. Das wird ein ganz schön dickes Brett, was es da zu bohren gilt.“ Ein „richtig anspruchsvolles, körperbetontes Spiel“, erwartet er. „Die kommen viel über den Kampf und Robustheit, da gilt es dagegenzuhalten. Wir müssen uns darauf einstellen, dass es auch mal klappert und es richtig ins Geschirr gehen wird. Wenn wir die Zweikämpfe nicht annehmen, wird LüTaWe leichtes Spiel haben.“ Und das gilt es zu verhindern. Folgenden Plan hat man sich dafür zurechtgelegt: „Von Anfang an müssen wir hellwach sein und mit der richtigen Einstellung ins Spiel finden. Darauf wird es ankommen. Die guten alten Tugenden an den Tag zu legen. Wenn wir übers Kollektiv kommen, dann können wir den nächsten Aufstiegsanwärter ärgern.“ Mehr oder weniger insgeheim rechnet man natürlich auch „wieder mit langen Dingern auf Strate. Alles andere würde mich überraschen“, so Brinkmann. Aber: „Lange Dinger mussten wir gegen SSW II mehr als genug verteidigen, die brauchten wir im Training nicht nochmal üben.“ Und wenn die langen Bälle bereits im Keim erstickt werden können, „dann muss LüTaWe andere Lösungen finden. Aber auch andere Spieler wie Arning oder Pröhlemeier haben wir natürlich auf dem Schirm.“ Insgesamt es hat die Offensive der SG „schon in sich und defensiv sind sie bisher auch mehr als sattelfest. Wird schon eine harte Nuss.“ Nichtsdestotrotz wollen die Gastgeber auch ihr „Spiel durchdrücken. Auf heimischem Platz ist die Möglichkeit für ein gepflegtes Kurzpassspiel zumindest gegeben. Die Kulisse wird mit Sicherheit auch wieder prächtig sein, spielt doch im Anschluss noch unsere Erste zu Hause gegen Lemgo II.“ Druck verspürt man bei der SG allerdings keinen: „Wir gehen ganz befreit das Spiel gegen unseren Ex-Coach an. Der Druck liegt klar beim Gegner, die müssen punkten und dementsprechend das Spiel machen. Darauf stellen wir uns ein und werden mit gezielten Nadelstichen so nervig wie möglich agieren. Kleinigkeiten werden in dem Spiel über Sieg oder Niederlage entscheiden.“ Mit einer Punkteteilung wären man bereits zufrieden. Und „sollte am Ende des Tages weniger dabei rumkommen, geht die Welt auch nicht unter.“ Wenn es aber mehr sein sollten, hätte man gewiss auch nichts dagegen. Gespannt ist man auch auf Ex-Coach Christian Lukacs und darauf, „war er in LüTaWe bereits erreicht hat. Wir freuen uns auf das Wiedersehen mit unserem Ex-Coach. Aber in den 90 Minuten auf dem Feld wird die Freundschaft kurz beiseitegeschoben. Nach dem Spiel kann man dann wieder zusammen einen trinken.“ Einen kleinen Vorteil für seine Truppe sieht Brinkmann in der „längeren Regenerationszeit bis zum Spiel.“ Sonneborn/Alverdissen II war am Dienstag im Einsatz, die SG LTW erst am Donnerstag. Kadertechnisch hat Coach Markus Hein „wieder mal die Qual der Wahl“, berichtet Brinkmann. Bis auf den Langzeitverletzten Greimeier und das arbeitende bzw. studierende Volk um Düwel, Hansmeier und Stegemann stehen ihm alle zur Verfügung, so dass es „mal wieder eng auf dem Spielberichtsbogen werden wird. Die Jungs sind heiß, den Tabellenführer zu ärgern.“

 

Für LTW-Co-Trainer Maik Grenner ist die Tatsache, dass es, „wenn man sich die Tabelle anschaut, tatsächlich ein Topspiel“ ist, keine Überraschung: „Wenn ich aus zwei guten ersten Mannschaften eine erste und eine zweite erstelle, bleibt es unterm Strich immer noch jeweils eine gute erste Mannschaft. Somit war klar, dass Sonneborn sich dort in der Tabellenregion befinden wird.“ Das ändert für den Tabellenführer aber nichts an der Herangehensweise an dieses Spiel: „Ziel ist es, dass wir die Kontrolle übernehmen und unser Spiel durchsetzen.“ Und trotz der Vergangenheit von Christian Lukacs als Trainer des TuS Sonneborn ist es für die Gäste „ein Spiel wie jedes andere. Wir wollen den Tabellenplatz bestätigen, da können und wollen wir auf persönliche Befindlichkeiten keine Rücksicht nehmen“, so Grenner. Innerhalb des Kaders wird rotiert, denn „die Belastung der letzten Wochen sind spürbar und erkennbar. Wir wollen unsere Ressourcen gezielt einsetzen.“

 

Jonas Engelke pfeift das Spiel um 12.30 Uhr an.

 

TSV Kirchheide II vs. SC Extertal II

(ab). Julian Meise ist nach den zuletzt guten Leistungen seiner Mannschaft guter Dinge, dass auch gegen den SC Extertal II was drin ist: „Wenn wir an die Leistung der zweiten Halbzeit gegen SSW II und der gesamten Leistung gegen Lü/Ta/We anknüpfen, stehen die Chancen sehr gut, die Punkte am Platz zu behalten, was hinsichtlich des Gegners natürlich enorm wichtig wäre.“ Denn die Gäste sind ein Konkurrent im Kampf um den Klassenerhalt. Und Stand jetzt sind auch die personellen Voraussetzungen aller erster Güte: „Ich gehe ich davon aus, dass alle an Bord sein werden.“

 

Das letzte Spiel lief nicht nach dem Gusto von SCE II-Coach Lars Pielsticker. Ein halbes Dutzend Gegentore hat der RSV Barntrup II dem SC Extertal II eingeschenkt. Dass man es besser kann, hat man bereits bewiesen. Der Coach erwartet von seiner Mannschaft, „dass wir von Anfang an konzentriert und arrangiert in die Partie gehen, unsere Fehler abschalten und uns auf unser Spiel konzentrieren.“ Zum Gegner kann Pielsticker „nicht viel sagen, außer, dass sie hinter ihren Erwartungen stehen.“ Am Sonntag muss der Coach, wie bereits unter der Woche, auf Andre Sievers, Patrick Dreier und Wolfgang Zuleger verzichten.

 

Sanel Krijestorac hat die Spielleitung. Um 12.30 Uhr ist Anstoß.

SG Bentorf/Hohenhausen II vs. FC Donop/Voßheide II

(hk). Mit einem redlichen Torlos-Remis beim SC Extertal geht die SG Bentorf/Hohenhausen II die Aufgabe gegen die Reserve aus Donop/Voßheide an. Natürlich haben die Kalletaler neben dem Heimvorteil in Bentorf auch drei Punkte mehr als Argument. Die Form durch den Bonus-Zähler im Extertal ist ebenfalls ein Trumpf. Trotzdem warnt Ben/Hoh II-Coach Julian Gerber eindringlich: „In unserer Situation gilt es zunächst einmal, keinen Gegner zu unterschätzen.“ Zudem habe die Partie auf dem Nalhof reichlich Kraftreserven angezapft, weshalb der Erholungswert sehr bedeutsam für die Blau-Schwarzen sein wird. Am Samstag herrscht Kader-Klarheit beim Tabellen-Dreizehnten, wackelt das Mitwirken von Sieker und Maase derzeit noch beträchtlich.

 

Ach, wie sehr würde die Reserve vom FC Donop/Voßheide doch nur den ersten Saisonsieg bejubeln wollen. Dabei begann es mit dem Last-Minute-Ausgleich gegen den TSV Kirchheide II doch recht vielversprechend, ehe vier deutliche Niederlagen am Stück folgten. FC II-Kicker Julius Herzog hat diese sportliche Durststrecke im Hinterkopf, als er bei Lippe-Kick von einer „schwierigen Position“ spricht, in die sich seine Mannschaft manövriert hat. Aus allen Wolken sind die Königsblauen aber nicht gefallen, waren sie doch auch schon in den Vorjahren meist dem unteren Tabellenbereich zuzuordnen. Die Gier, endlich Zähler zu sammeln, wird nur noch umso mehr gesteigert, wie es der Gäste-Coach deutlich formuliert: „Nichtsdestotrotz wollen wir natürlich langsam auch mal wieder etwas Zählbares mitnehmen, das werden die sich aber auch denken. Schließlich stehen wir beide unten drin.“ Hier gibt es die Gemeinsamkeit der beiden Zweitvertretungen. Herzog ist kein Pessimist, haben sich doch noch weitere Aspekte angesammelt, die als ein Hoffnungsschimmer dienen: „Das wiederum, und der Fakt, dass sie nur genauso häufig getroffen haben wie wir, stimmt mich allerdings optimistisch.“ Das Negative lässt nicht allzu lange auf sich warten, denn mit 25 Gegentoren haben die Don/Voß II-Akteure exakt zweieinhalb Mal so viele Einschläge wie der kommende Gegner geschluckt. „Wenn wir aber mit dem gleichen Kampfgeist und der eisernen Disziplin aus der ersten Halbzeit in Wüsten nach Bentorf fahren, werden wir hoffentlich einen guten Fight und ein spannendes Spiel sehen“, sieht er die Kalletaler allerdings „grundsätzlich in der besseren Ausgangsposition.“

 

Rudi Brunke leitet ab 13.00 Uhr dieses Spiel auf dem Rasenplatz in Bentorf.

 

VfL Lüerdissen II vs. FC Unteres Kalletal

(ab). VfL-Coach Dragan Sumanovic sieht sein Team am Sonntag in der Rolle des Außenseiters: „Unteres Kalletal kommt mit 12 Punkten im Gepäck zu uns. Die stehen nicht umsonst auf Tabellenplatz zwei. Ich denke, dass wir auf eine spielstarke Mannschaft treffen werden. Da sind wir die Underdogs.“ Sollte dem VfL Lüerdissen II aber die Überraschung gelingen, wären das „Zusatzpunkte gegen den Abstieg.“ Eine „passende Taktik“ hat sich der Coach bereits überlegt und entsprechend unter der Woche trainieren lassen. „Wir werden dann sehen, was am Sonntag nach 90 Minuten Fußball rausspringen wird.“ Verzichten muss Sumanovic am Sonntag auf Daniel Schwarz, der mit muskulären Problemen ausfällt und der nur „schwer zu ersetzen ist.“ Auch Florian Kehrmann wird nicht spielen können, da sein Fokus nun wieder auf die in einer Woche beginnende Handball-Saison mit dem TBV Lemgo liegt. „Auf den Positionen müssen wir irgendwie zaubern“, so Sumanovic, der sich „was einfallen lassen muss, wie wir die Ausfälle adäquat ersetzen können.“

 

Nach kurzer Erholungsphase geht es für den FC Unteres Kalletal in Lüerdissen mit „einem Kampfspiel“ weiter. Zumindest erwartet Coach Sven Mingram ein solches. „Wir müssen gucken, wie es mit unseren Kräften bestückt ist, das Spiel gegen Kirchheide ging schon an die Substanz.“ Den VfL charakterisiert Mingram als eine Mannschaft, „die über die Außenbahn schnelle Leute hat. Darauf müssen wir achten.“ Außerdem findet er, dass es „in Lüerdissen immer schwer zu spielen“ ist. Dennoch soll seine Mannschaft „versuchen, das Spiel zu kontrollieren mit viel Ballbesitz und den leichten Pässen.“ So hat seine Truppe beim 1:2 gegen den TSV Kirchheide „teilweise zu kompliziert gedacht und oft im Vorwärtsgang die falschen Entscheidungen getroffen. Das muss gegen Lüerdissen wieder besser werden. Einfacher spielen lautet die Devise, ähnlich wie gegen Sonneborn/Alverdissen.“ Außerdem hofft er, dass seine Jungs „die Niederlage nicht als so schwernehmen und wir gegen Lüerdissen wieder den Kopf frei haben, um auch da wieder die drei Punkte zu holen. Fehlen werden für dieses Unterfangen Kielsmeier und Schlinkmeier.

 

Auch hier ist um 12.30 Uhr Anstoß. Özhan Karacan leitet das Spiel.

 

FC Donop/Voßheide vs. SV Wüsten

(hk). 20 Kilometer beträgt die einfache Strecke zwischen Donop/Voßheide und Wüsten, doch FC-Coach Sebastian Milde trägt den SV Wüsten immer in seinem Herzen. Zweieinhalb Jahre lang coachte er die Wüstenfüchse, bezeichnet er diese Zeit zwischen Anfang 2017 bis Sommer 2019 als „verdammt geil und auch erfolgreich.“ Auch die Sentimentalitäten kommen bei ihm nicht zu kurz, bezeichnet er diese Station in dem knapp 3500 Einwohner-Ort nahe Vlotho als seine „erste große Trainer-Liebe, aber auch eine Liebe geht mal zu Ende“, ist dies teilweise leider der Fall. Seit der Serie 2019 hat er ein neues Kapitel beim FC Donop/Voßheide aufgeschlagen, ist dort „glücklich“, möchte dort „meine Mannschaft ein Stück besser machen.“ Gegen seinen Ex-Verein müssen die Königsblauen jedoch umziehen, wird der Donoper Sportplatz derzeit rasenmäßig schön hergerichtet, ist deshalb am Sonntag nicht bespielbar. Die bisherige Spielzeit der Königsblauen glich einer Berg- und Talfahrt. Zunächst erklommen sie den Gipfel mit zwei klaren Siegen, einem 5:2 gegen den RSV Barntrup II und einem 5:0 bei der Reserve vom TSV Kirchheide. Es folgte die bittere 0:1-Niederlage gegen Sonneborn/Alverdissen II, zuletzt das verdrossene 0:3 in Kirchheide. Der Stachel der Enttäuschung sitzt tief, wollen die Don/Voß-Männer daraus viel Motivation ziehen: „Wir gehen Sonntag ins Spiel und wollen uns wieder beweisen, was in uns steckt. Und das ist ordentlich. Egal, wo wir jetzt stehen in der Tabelle, das hat meiner Meinung nach noch nichts zu sagen.“ In der Tat fehlt die Aussagekraft in solch einem frühen Saisonstadium, erschwert die lange Corona-Pause die Situation um ein Vielfaches. Das Leistungsvermögen voll zur Entfaltung zu bringen, zudem die nötige Einstellung zu zeigen, das wird die Bürde in diesem Spiel sein. Wie bewertet er die Fähigkeiten vom Gegner? „Wüsten hat eine sehr junge und starke Offensive, aber auch Wüsten hat Stellen, wo man sie knacken kann. Mit der Mannschaft von damals hat das nicht mehr viel zu tun“, ergeben sich durch seine Trainer-Historie hier nur wenige Ansatzpunkte. Was in der Priorität für ihn ausschlaggebend ist: „Aber was bringt es auf den Gegner zu gucken, wir müssen geil sein auf das Spiel und zeigen, was wir können!“ Auf die Urlauber Tobias Tappe und Henning Kracht (Bild links), den erkrankten Timm-Marvin Lönneker und den privat verhinderten Björn Freitag muss Milde verzichten. Das Mitwirken von Niklas Wenke ist auch nicht völlig geklärt. Dennoch steht dem Trainerteam ein 16-Mann-Kader zur Verfügung. Ein Schmankerl, das der FC Donop/Voßheide gewiss nur einmal so erleben wird: „Sonntag kommt auch ein großes deutsches Fußball-Magazin zu uns und da freuen wir uns alle riesig drauf! Aber ohne Wüsten wäre das nicht möglich, sie haben mit uns das Heimrecht getauscht und dafür sage ich noch einmal im Namen der Mannschaft danke!“

 

The trend is your friend. „Unsere Formkurve zeigt stark nach oben, zudem wachsen wir auch auf dem Platz immer besser als Team zusammen“, beschreibt SV Wüsten-Coach Henri Ellerbrok den unübersehbaren Aufwärtstrend, den sein Team mit den deutlichen Siegen im Pokal über den TuS Lockhausen (7:1), in der Liga gegen SG Bentorf/Hohenhausen II (3:1) und FC Donop/Voßheide II (8:1) hingelegt hat. Auch gegen die zuletzt etwas schwächelnde FC-Zweitvertretung ist alles möglich, betont Ellerbrok doch voller Vehemenz in seiner Stimme: „Wir sind bereit, alles für den Sieg am Sonntag zu geben.“ Verstärkt wird diese Motivation auch noch dadurch, dass einige SVW-Jungs gegen ihren Ex-Trainer auflaufen. Dies ebenso auf das Spielfeld zu übertragen, wird keine leichte Aufgabe sein, werden die Wüsten-Füchse ihren Ex-Trainer wohl nicht mehr allzu sehr überraschen: „Natürlich wird es nicht einfach – schließlich hat uns der Trainer bereits dreimal in dieser Saison beobachtet. So sollten ihm eigentlich all unsere Geheimnisse bekannt sein. Auch durch die Tatsache, dass der Platz in Voßheide sicherlich nicht leicht zu bespielen sein wird, kann der Heimvorteil durchaus ins Gewicht fallen.“ Obwohl beide Teams nicht den optimalen Saisonstart erwischt haben, sieht der Gäste-Coach mehr Druck auf den Schultern der Hausherren liegen, wollen diese den wohl zahlreichen Zuschauern einiges bieten. Die Wüstener sind vorbereitet, wissen, was auf sie zukommt, streben mit viel Lust nach dem ersten Auswärts-Dreier. „Wir wollen das definitiv“, so die unverkennbare Forderung von Henri Ellerbrok.

 

Rainer Lengert leitet ab 13.00 Uhr die Begegnung auf dem Rasenplatz der Passadekampfbahn in Voßheide.

 

TSV Kirchheide vs. FC SSW II

(ab). Der TSV Kirchheide begrüßt nach drei Siegen in Folge den FC SSW II, der für Norman Dinkelbach „immer wieder eine Wundertüte“ ist. Er geht ins Detail: „Mal reisen sie mit einer guten Mannschaft an und mal eher weniger. Man kann nie wissen, mit welchen Spielern der FC SSW II anreist.“ Klar ist aber, dass „wir absolut keinen Gegner in unserer Liga unterschätzen dürfen. Wir müssen uns klar auf uns selbst fokussieren und unser Spiel am heimischen Platz klar für uns entscheiden.“ Zwar hat auch der TSV Kirchheide „harte Wochen in den Knochen“, dennoch kann das Ziel nur lauten, „diese drei Punkte bei uns zu Hause zu lassen. Dafür müssen wir noch hart kämpfen, um unser Ziel am Sonntag zu erreichen. Keiner schenkt uns die Punkte.“

 

Als „Aufstiegskandidat Nummer eins“ bezeichnet SSW II-Coach Simon Dümpe den TSV Kirchheide, „gerade auf ihrem Kunstrasen wird es unglaublich schwer, die zu schlagen“, befürchtet er. Zudem bleibt die Personalsituation weiterhin angespannt: „Einige sind verletzte, einige müssen in der ersten aushelfen.“ Dennoch will der FC SSW II versuchen, sich „so tapfer wie möglich zu schlagen und eventuell für eine Überraschung zu sorgen“. Aber Dümpe ist auch bewusst, dass „Kirchheide als großer Favorit in das Spiel gehen wird. Wir werden versuchen, ihnen das Spiel so schwer wie möglich zu machen.“

 

Rolf Kißler ist der Unparteiische, um 15.00 Uhr geht es los.

 

 

RSV Barntrup II vs. TuS Brake II

(ab). Die eigentliche Startschwäche des TuS Brake II ist auch RSV-Coach Martin Schäfer nicht verborgen geblieben: „Brake ist die letzten Jahre immer schlecht gestartet und hat Punkte liegen gelassen. Dieses Jahr ist anders, sie haben jetzt einen mehr als wir. Ich denke, das ist sehr ordentlich für die Mannschaft.“ Und da der TuS am Walkenfeld mittlerweile auch auf Kunstrasen zu Hause ist, fällt für den RSV „der Vorteil, den wir die ganzen Jahre hatten, weg.“ Nun erwartet er aber ein „technisch starkes Spiel. Beide Mannschaften können das, da erwarte ich kein kampfbetontes Spiel mehr.“ Allerdings wird dennoch „eine gewisse Härte dabei sein, vor allem im Mittelfeld, wo das Spiel entscheiden wird.“ Personell sieht es aber nicht viel besser aus als zuletzt, was man auch daran sieht, dass Altmeister Henning Gelhaus den RSV zuletzt mit seinen Toren am Leben erhalten hat. „Seine Trefferquote ist sehr gut. Aber wir brauchen das auch, weil die ganzen Spiele vorher haben wir ordentlich gespielt, aber was ich immer noch ein bisschen bemängele, dass wir uns zu hart die Möglichkeiten erarbeiten müssen und die dann kläglich vergeben.“ Das hat unter der Woche deutlich besser geklappt. „Wenn das so weitergeht, bin ich zufrieden“, so Schäfer, der aber auch weiß, „dass Brake was dagegen haben wird. Die Mannschaft ist stabil und bereit und kann befreit aufspielen.“ Seine Truppe muss deshalb „dagegenhalten und höllisch aufpassen, dass die uns nicht ihr Spiel aufdrücken, sondern wir ihnen unser Spiel. Wenn uns das gelingt und der Abschluss so gut ist wie gegen Extertal, sollten wir als Sieger vom Platz gehen.“

 

Der TuS Brake II reist selbstbewusst nach Barntrup. Angesichts von vier Punkten und 9:3 Toren in den letzten beiden Spiele auch kein Wunder. „Unser Ziel ist es, den momentanen Aufwärtstrend fortzuführen“, sagt Timo Lesmann dann auch entsprechend. Aber: „Wir werden den Gegner sicher nicht unterschätzen und machen uns auf eine schwere Aufgabe gefasst. Für uns heißt es Kampf und Konzentration zu zeigen.“

 

Kai-Uwe Krause ist ab 15.00 Uhr der Spielleiter.

 

SG Kalldorf vs. SC Extertal

(ab). Auf ein Neues. Sechster Anlauf für die SG Kalldorf, endlich den ersten Saisonsieg einzufahren. Die ersten fünf Spiele waren zumindest ergebnistechnisch nicht von Erfolg gekrönt. Dennoch geht die SG „mit breiter Brust“ in das nächste Spiel. „Wir lassen uns von den Ergebnissen nicht beirren“, meint Coach Frank Schwier, der von Spiel zu Spiel Fortschritte erkennt. Trotzdem muss er „realistisch sein“ und zugeben, dass sie SG Kalldorf „auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt worden ist. Wir wissen jetzt, woran wir sind und das ist auch gut. Bei den Gegnern werden wir vielleicht schon ein Stück weit als Kanonenfutter angesehen.“ Über den SCE urteilt Schwier, dass sie „nicht so gut gestartet sind und noch Luft nach oben haben.“ Und im Gegensatz zu seinem Kader ist der der Gäste „garniert mit erfahrenen Spielern.“ Personell sieht es bei den Schwarz-Gelben „endlich mal gut aus.“ Bis auf den weiterhin verletzten Rafael Hesse sind alle an Bord.

 

SCE-Coach Christian Ziereis hofft nach seiner Blinddarm-OP, dass er am Sonntag wieder dabei sein kann. „Vielleicht nicht so aktiv wie sonst, aber mit genauso viel Energie.“ Gegen Kalldorf wird es nicht einfacher als zuletzt gegen Ben/Hoh II, vermutet Ziereis: „Wir müssen unsere Fehler abstellen und die Tore machen, mehr nach vorne spielen, cleverer spielen, alles was Donnerstag vermutlich gefehlt hat.“ Dennoch ist der Coach „stolz auf die Jungs, dass die es so gut gemeistert haben.“ Personell kann Ziereis allerdings noch nicht viel sagen, da muss er erst noch Rücksprache mit dem Mannschaftsrat halten.

 

Devin Üzmen ist der Schiedsrichter dieser Partie. Um 15.00 Uhr geht es los.

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