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Kreisliga A Detmold

Kreisliga A Detmold – Vorbericht 6. Spieltag 2020/21

All eyes on Blomberg. Am Rammbocke bespielen sich zwei stark in die Saison gestartete Teams. Lippe-Kick glänzt mit einem Rundumblick.

Spitzen-Kracher in der Nelkenstadt

Kreisliga A Detmold (hk). „Das ist schlecht für das Chi.“ So würden Esoterik-Apostel beim geschwinden Blick auf das Tableau flüstern. Ganzheitlich und harmonisch wirkt dieser sechste Spieltag, der als Wochen-Runde daherkommt, keineswegs. Die Begegnungen zwischen der FSV Pivitsheide gegen den Türkischen SV Horn und vom BSV Müssen gegen den SC Türkgücü Detmold wurden auf Mittwoch, den 7. Oktober 2020, verlegt. Alles überstrahlend ist definitiv das Gipfel-Treffen in Blomberg, empfängt der gastgebende Blomberger SV den Tabellendritten TuRa Heiden. Im Rotlicht-Bezirk streben der SuS Pivitsheide und der RSV Hörste nach dem ersten Saisonsieg. In Summe besticht die heutige Runde mit einem Sechserpack.

Dieser Bericht wird präsentiert von:

 

 

Von Henning Klefisch & Andre Bell

 

TuS Eichholz-Remmighausen vs. SG Brakelsiek/Wöbbel

(ab). Für den TuS Eichholz-Remmighausen steht ein weiteres wichtiges Spiel an, eines mit einer „ähnlichen Gewichtung wie das Spiel gegen Oesterholz“, meint Coach Tim Hosch (Bild rechts). Und das gegen einen Gegner, der „im Vergleich zur vergangenen Saison deutlich besser in die Saison gestartet ist. Sie wirken dadurch verbessert“, urteilt der Coach über die SG Brakelsiek/Wöbbel. Er hat den Kontrahenten diese Saison im Spiel beim CSL Detmold beobachtet und einige Erkenntnisse sammeln können: „Der aktuelle Torschützenkönig der oder der Torschützenjägerlistenerste [Dennis Thorenmeier; Anm. de. Red.] scheint der Leader schlechthin zu sein, torgefährlich, aggressiv, wuchtig, den gilt es natürlich im Spiel zu bearbeiten. Ansonsten ist es auch eine junge Truppe, die auch, denke ich, genau wie wir ihre Schwachstellen hat, aber auch viel über die Mentalität kommt und trotzdem auch ein gewisses spielerisches Potenzial mitbringt.“ Was seine eigene Mannschaft betrifft ist die „Marschroute eigentlich ziemlich simpel. Nach dem Kantersieg zu Hause und dem Ankommen in der Liga, gilt es für uns natürlich, den Schwung mit rüberzunehmen und an die Leistung anzuknüpfen. Natürlich wollen wir die Punkte bei uns lassen und dann wären wir auch absolut im Soll.“ Zwar wäre auch „eine Punkteteilung denkbar, aber so gehen wir eigentlich nicht ins Spiel.“ Ansonsten wird sich nicht viel ändern. Der Fokus bis zum Spiel lag auf der Regeneration, sofern das möglich war: „War ein intensives Spiel.“

 

SG-Coach Falk Weskamp (Bild links) hat den spielfreien Sonntag seiner Mannschaft genutzt und sich am Sonntag die Partie zwischen dem TuS und den SF Oesterholz-Kohlstädt angeschaut: „Eichholz hat ein sehr gutes Spiel gemacht. Sie waren aggressiv, griffig, haben schnell gespielt, oft die Seiten gewechselt. Das konnte man sich schon gut angucken.“ Wie Weskamp seine Truppe auf das Spiel einstellt, konnte er noch nicht sagen, die Entscheidung ist aber beim montäglichen Training gefallen. Eine andere Sache findet der Coach erwähnenswert: „Der Trainer hat um Spielverlegung gebeten auf Mittwoch, aber da fehlen bei uns sieben oder acht Leute plus Torwart, dann kann ich leider so einer Verlegung nicht zustimmen, obwohl ich grundsätzlich eigentlich immer versuche, da in irgendeiner Form mitzuspielen, aber leider war es diesmal nicht möglich. Ich hoffe, dass da keiner böse ist wegen dieser Geschichte.“ Die SG kann nach dem guten Start in die Saison mit weniger Druck in die kommenden Aufgaben gehen, will aber natürlich „weiter Punkte sammeln. Wir werden in Eichholz sicherlich alles versuchen und wie das ausgeht, da bin ich wie immer eigentlich ganz entspannt und gucke, was da morgen auf uns zukommt. Wir werden bereit sein.“

 

Henry Schröder pfeift das Spiel um 19.30 Uhr an.

 

SuS Pivitsheide vs. RSV Hörste

(hk). Hart erkämpft hat sich der SuS Pivitsheide den ersten Saisonzähler. Im Derby gegen den BSV Müssen gelang mit einem schnöden Torlos-Remis diese Einfuhr. Heute Abend steht das nächste Nachbarschaftstreffen an, um die bisherige Ausbeute nach 90 Minuten sogar zu vervierfachen. SuS-Coach Karsten Kuczer erwartet einen „sehr körperbetont“ agierenden Kontrahenten, betont allerdings mit Vehemenz in seiner Stimme: „Wir konzentrieren uns auf uns. Wir haben Sonntag ein gutes Spiel gemacht. Daran werden wir anknüpfen, um etwas Zählbares einzufahren.“ Die Pivitker müssen einige Ausfälle kompensieren, ist es die Spätschicht, Studium oder Abendschule, die ein sportliches Mitwirken verhindert.

 

Als nervig und unnötig wurde die 1:2-Auswärtsniederlage beim CSL Detmold empfunden. Dadurch steckt der RSV Hörste weiterhin tief im Abstiegsmorast vom Detmolder Kreisoberhaus fest. Nach zwei Punkten aus vier Spielen sind die Schwarz-Weißen weiterhin punktlos unterwegs. Coach Ralf Ackmann formuliert seine klare Erwartungshaltung an die Mannschaft: „Ich hoffe auf eine Reaktion der Mannschaft, da sie einiges gutzumachen hat.“ Der Gegner interessiert ihn nicht, wollen die Hörster doch vor allem vor der eigenen Haustür kehren. „Wir müssen uns mit uns selbst beschäftigen. Sonst werden wir wieder mit null Punkten nach Hause fahren.“ Bis auf Titus Thormann (krank), Robin Lapp (Bild links; Unfall) und Sascha Zunke (Arbeit) hat Ackmann die freie Auswahl.

 

Rudolf Gallmann ist um 19.30 Uhr auf dem Hartplatz an der Hebbelstraße der Referee.

 

TuS Horn-Bad Meinberg vs. SF Berlebeck-Heiligenkirchen

(ab). Gut gespielt, aber schon wieder nicht gepunktet. Der TuS Horn-Bad Meinberg wartet auch nach dem fünften Spieltag auf den ersten Saisonsieg. „Für uns gilt weiterhin: zusammenstehen und versuchen, die Situation aufzulösen“, gibt Coach Sascha Möller als Vorgabe. „Weder ich noch ein Großteil des Kaders kennt so eine Durststrecke aus der jüngeren Vergangenheit. Damit gilt es umzugehen und es zu überstehen.“ Gegen die Sportfreunde aus Berlebeck-Heiligenkirchen nimmt der TuS den nächsten Anlauf, aber „BHK wird sicher auch mit Wut im Bauch nach der jüngsten Niederlage anreisen und weitere Punktverluste vermeiden wollen.“ Deshalb vermutet Möller: „Es kann ein packendes Spiel werden auf der Asche in Horn, wir haben dort aber nichts zu verschenken.“

 

Sportfreunde-Obmann Matthias Kuhlmann freut sich besonders auf den Spielort: „In Horn auf Asche, mittlerweile ein Geläuf, wo man ja kaum noch draufkommt. Im altehrwürdigen Eggestadion darf man das dann nochmal erleben. Ich denke, da freut sich jeder Spieler besonders drauf, egal, welcher Mannschaft er angehört.“ Aber der Fokus liegt natürlich auf dem Spiel und dem Gegner: „Der TuS ist definitiv unter seinen Möglichkeiten geblieben, dementsprechend werden sie mit Sicherheit versuchen, dann die Wende zu schaffen, um endlich dreifach zu punkten. Soweit ich das sehe, haben sie ja bisher noch kein Spiel gewonnen.“ Davon sollten sich die Sportfreunde allerdings „nicht blenden lassen“, warnt Kuhlmann. Denn die Niederlage am Sonntag bei Diestelbruch-Mosebeck hat gezeigt, dass man erst auf eigene „Leistung gucken und erstmal daran arbeiten“ muss, was „Sonntag nicht funktioniert hat.“ Denn: „Das war einiges und wenn wir das einigermaßen in den Griff bekommen, dann kommen wir auch wieder für die drei Punkte in Frage.“ Allerdings machen sich auch die englischen Wochen „hier und da bemerkbar, dass der ein oder andere dann angeschlagen ist.“ So werden die Gäste „auf jeden Fall einige Veränderungen“ im Kader vornehmen müssen, welche das konkret sein werden, kann Kuhlmann aber noch nicht sagen. Im Spiel am Sonntag hat es „einige angeschlagene und verletzte Spieler gegeben und da ist jetzt noch nicht klar, wer von denen wieder fit sein wird.“ So wird sich erst kurzfristig entscheiden, wer auflaufen wird.

 

Das Spiel wird von Sascha Kreye um 19.30 Uhr angepfiffen.

 

Post TSV Detmold II vs. SF Oesterholz-Kohlstädt

(ab). So richtig weiß Daniel Wichmann nicht, was da auf seine Mannschaft zukommt: „Oesterholz-Kohlstädt ist für mich eine ganz unbekannte Mannschaft, sie haben sich in den letzten Jahren stark verändert und entwickelt.“ Und auch die „Ergebnisse von Oesterholz sind schwer einzuordnen. Ein 6:2 gegen Pivitsheide, ein 2:7 gegen Remmighausen. Ich bin mir sicher, dass die letzten drei Ergebnisse von Oesterholz nicht das darstellen, was die Mannschaft wirklich spielen kann.“ Er rechnet mit „Feuer und Tempo im Spiel gegen uns. Sie haben einiges gutzumachen nach den letzten Niederlagen.“ Den Residenzlern geht da aber nicht anders: „Nach den letzten zwei Niederlagen sind wir unzufrieden und wollen heute Abend zurück in die Spur finden.“ Dafür hat Wichmann fast alle Mann an Bord. Auf Roman Thissen, der gerade Papa geworden ist, und Tom Kliever (Arbeit) muss der Post TSV Detmold II verzichten. „Aber wir sind gut aufgestellt und wollen grundsätzlich unsere Heimspiele gewinnen – natürlich auch heute.“

 

Lang ist die Pause nicht bis zum nächsten Spiel. „Gott sei Dank“, meint Björn Brinkmann dazu nur, denn „so brauchen wir uns nicht mehr mit dem letzten Sonntag rumplagen, sondern können uns auf das nächste schwere Auswärtsspiel konzentrieren.“ Der Obmann hofft auf die Trendwende: „Wir müssen einfach die Köpfe freibekommen und nicht verkrampfen, wenn wir mal ein Gegentor fangen. Irgendwie bricht dann, warum auch immer, gleich eine ganze Galaxis auseinander. Wir wirken nervös und keiner findet den Faden mehr.“ Dass die Sportfreunde es auch deutlich besser können, haben sie auch diese Saison bereits beweisen, „sei es in der Vorbereitung oder gegen den TuS Horn-Bad Meinberg im ersten Spiel.“ Natürlich gibt es in einem Spiel, das über 90 Minuten dauert, „auch mal schlechte Phasen, aber die müssen wir lernen zu bestehen. Es kann nicht immer alles funktionieren.“ Hinzukommt aber auch fehlendes Spielglück, so ist „gefühlt jeder Ball drin, egal aus welcher Position oder Entfernung.“ Für Brinkmann kann das nur eins bedeuten: „Der Sportfreunde-Fußballgott ist im Urlaub.“ Deshalb müssen die Gäste wohl „das Glück auch mal erzwingen.“ Als positiv zu bewerten ist der Umstand, dass „die Stimmung trotz der letzten Misere sehr gut“ ist. „Die Jungs müssen jetzt durch diese Lernphase“, so Brinkmann, der den Post TSV Detmold II „auf Augenhöhe“ mit seiner Mannschaft sieht. Und es gibt Gemeinsamkeiten: „Sie haben ebenfalls vier Punkte. Es waren, außer gegen Blomberg, auch immer enge Spiele. Am Sonntag haben sie unglücklich in der Nachspielzeit 0:1 verloren. Das wurmt mal so richtig und sie werden genau so angefressen sein wie wir.“ Deshalb würde es Brinkmann auch nicht verwundern, wenn es „kein schönes Spiel“ wird, „weil beide Mannschaften das Erfolgserlebnis brauchen.“ Seine Hoffnung: „Vielleicht holen wir auch mal so ein dreckiges 1:0. Warum nicht?“ Eine große Rolle werden auch die Nerven spielen und „auch die beiden Abwehrreihen werden das Spiel mitentscheiden.“ Und wenn am Ende „ein 0:0 oder 1:1 auf dem Deckel steht“, wäre der Obmann damit auch „erst einmal zufrieden.“ Fehlen werden den Sportfreunden heute Abend Lars Haase und Simon Strohdiek, Björn Bergner ist im Urlaub, aber eventuell kommt David Hoffmann (Bild links) zurück. Das wird aber erst kurzfristig entschieden.

 

Auch hier geht es um 19.30 Uhr los, Florian Günnewich ist der Spielleiter.

 

Blomberger SV vs. TuRa Heiden

(ab). Spitzenspiel, ja oder nein? Da sind sich die Beteiligten nicht einig. „Von der Tabellenkonstellation zu urteilen kann man das Spiel wohl als Spitzenspiel betiteln“, findet BSV-Coach Mike Winkler (Bild rechts), der eine hohe Meinung von den Gästen hat: „In Heiden hat sich durch die handelnden Personen, u. a. Toto Geffers und Manuel Di Paterniano, einiges entwickelt, resultierend daraus das momentane Team mit qualitativ guten Einzelspielern wie z. B. Böckhaus, Brune und Unverricht. Allein dadurch gehört Heiden auch zu den Top-Teams der Liga und wir müssen es auch genau so annehmen.“ Aber „unabhängig vom Gegner sind drei Punkte das Ziel, um sich weiter an der Spitze zu behaupten.“ Nach dem Spiel am Sonntag beim TuS Horn-Bad Meinberg muss der BSV aber „auch ein anderes Gesicht zeigen, um zu gewinnen, da unterscheiden wir uns nicht von Heiden.“ Was den Kader angeht muss abgewartet werden, wie sich die Verletzung von Tobias Rupnow bis Dienstag entwickelt. Bis auf die Langzeitverletzten Wilhelmi und Milinski sind aber wohl alle Mann an Bord.

 

Für TuRa Heiden galt es in der kurzen Zeitspanne zwischen dem Spiel am Sonntag und dem Gastspiel in Blomberg erst einmal, „die unnötige, aber durchaus verdiente Niederlage bei FSV Pivitsheide zu verdauen und aufzuarbeiten“, meint Coach Thorsten Geffers (Bild links), der anders als Winkler der Meinung ist, dass, auch „wenn in Blomberg der Tabellenführer uns als Dritten der Liga empfängt“, das Prädikat Spitzenspiel „nicht ganz“ passt. Der Grund: „Sowohl die Qualitäten der Mannschaften als auch die Dimensionen, in denen sich Blomberg als Verein bewegen kann, ist eine ganz andere als bei uns auf dem Dorf. Der BSV hätte es auch meiner Meinung nach letztes Jahr absolut verdient gehabt aufzusteigen.“ Die Rollen sieht der Coach ganz klar verteilt: „Wir fahren als krasser Außenseiter zum Gastspiel nach Blomberg.“ Chancenlos sieht er seine Truppe aber „absolut nicht, doch müssen wir anders als in Pivitsheide unser absolutes Leistungsvermögen abrufen, um dort zu bestehen und zu punkten.“ Zusätzliche Motivation gibt es außerdem: „Meine Jungs sind heiß, dem BSV die erste Niederlage seit sehr langer Zeit zuzufügen und die Liga wieder spannend zu machen.“ Der Kader der Gäste ändert sich kaum. Hendrik Böke stößt wieder zum Team, ein Spieler ist noch angeschlagen. Hier wird sich erst im Laufe des Tages der Einsatz entscheiden. Letztes Jahr hat Heiden das Hinspiel knapp mit 0:2 verloren. Zum Gegner meint Geffers: „Auf einzelne Spieler des Blomberger SV braucht man gar nicht eingehen, denn sie sind gerade auch in der Breite sehr stark besetzt.“ Die Gäste müssen „einfach als Kollektiv mit viel Engagement auftreten“ und ihr „Spiel durchziehen.“ Aber auch „unabhängig von der letzten Niederlage und dem Ausgang des Spiels sind wir klasse gestartet und bisher sehr zufrieden.“

 

Philip Dräger hat ab 19.30 Uhr die Leitung des Spiels

 

CSL Detmold vs. FC Fortuna Schlangen

(hk). Die Grenzen zwischen Selbstbewusstsein und Arroganz sind oft fließend. Stolz prangt auf der Homepage des FC Fortuna Schlangen: „Die Nr. 1 in Lippe.“ Lippe-Kick bewertet dies sehr positiv. Nur wer sich hohe Ziele setzt, kann diese auch erreichen. Derzeit ist die erste Mannschaft der Fortuna von diesem Spitzenplatz im lippischen Fürstentum ungefähr so weit entfernt, wie der 1. FC Köln von der Deutschen Meisterschaft. Das entscheidende Aber: Die Voraussetzungen rund um den Rennekamp sind prächtig. Der aufwendig aufgepimpte Kunstrasenplatz lässt bei den echten Fußballern Freudentränen in die Augen schießen, die Zuschauer sind frenetisch und treu, Coach Mark Meinhardt verkörpert eine wahre Koryphäe auf seinem Gebiet und die Mannschaft ist willig. Diese hat zuletzt eine gute Reaktion auf das 0:6-Debakel in Brakelsiek gezeigt, gegen den am Aufstieg interessierten Türkischen SV Horn doch nur mit 0:2 verloren. In der noch taufrischen Spielzeit ist Konstanz eine Stadt am Bodensee für die Schlänger, denn gefühlsmäßig glich die Saison einer Achterbahnfahrt. Wenn die Rhetorik eines Felix „Teefreund“ Magath angewendet werden würde, dann könnte man sagen: Qualität kommt von Qual. Klar, nicht völlig abwegig, doch bei den Blau-Weißen geht es primär um die Tugend Geduld, die gelebt werden sollte. Fortuna-Betreuer Andre Jesse ordnet die gesamte Situation realistisch ein: „Qualität ist immer relativ. Der beste Techniker mit der falschen Einstellung ist kein guter Fußballspieler. Der mittelmäßige Techniker mit der richtigen Einstellung kann ein grandioser Fußballer sein“, muss man diese Worte erst einmal sacken lassen. Nach drei Pleiten in Serie erhofft sich die Fortuna etwas Zuwachs für das eigene Konto. Jesse, ganz offensichtlich ein eifriger Lippe-Kick-Leser, zeigt sich davon angetan, dass TSV Horn-Coach Thorsten Schmiech sehr wohlwollend über den Auftritt der Schlänger berichtet hat, genießt so etwas per se doch eher Seltenheitswert. Jesse hat sogar ein Remis gegen das A-Liga-Schwergewicht als realistisch betrachtet. Extrem positiv für das Schlusslicht: „Im Training zeigen sie, dass sie Fußball spielen können und wollen.“ Leider war in den Punktspielen zu oft eine mentale Blockade sichtbar, die für eine eklatante Einschränkung der Leistungsfähigkeit ursächlich war. Weniger denken, mehr kicken, das sollte die Devise für die anstehenden Aufgaben sein. Als einen hoffnungslosen Fall sieht Jesse seine Mannschaft trotz der bisher sehr schüchternen Ausbeute von nur einem Punkt aus vier Partien keineswegs: „Mit der richtigen Einstellung, der richtigen Strategie und der richtigen Taktik ist für uns immer etwas drin. Vielleicht nicht gegen jede Mannschaft in dieser Liga, aber gegen einige Mannschaften auf jeden Fall“, hat er noch das vorzeigbare 1:1 zum Start gegen den SC Türkgücü Detmold nicht aus seinem Gedächtnis verbannt. Nach Detmold-Hohenloh fährt die Fortuna hoffnungsfroh, rechnet Andre Jesse (Bild links) doch damit, dass mit der „gleichen Einstellung“ aus dem TSV Horn-Match „mindestens ein Punkt” mitgenommen wird. Da hat das offene Gespräch am vergangenen Freitagabend nach dem Training sehr geholfen. „Wir haben uns besser kennengelernt“, so Jesse, der auch eine Gesprächsoption bezüglich privater Inhalte offeriert hat. Ganz weit oben steht nämlich für den stolzen Traditionsverein aus Süd-Lippe, sich so schnell wie möglich ein weiteres Jahr in der A Detmold zu sichern. Dann eine Mannschaft zu entwickeln, zu verstärken, um mittelfristig wieder andere Ziele anzupeilen. Die Schlänger-Mannschaft wird vergleichbare Wesenszüge in sich vereinen mit dem Kader aus dem TSV Horn-Match. Speziell die Studenten sind Wackelkandidaten, hängt auch diesbezüglich viel von den Fahrzeiten der öffentlichen Verkehrsmittel ab. Da ausgerechnet am heutigen Dienstag in Nordrhein-Westfalen in dieser Sparte umfangreich gestreikt wird, könnten noch spontan einige Ausfallmeldungen eintrudeln.

 

Michael Lüke ist der Spielleiter um 19.30 Uhr auf dem Rasenplatz in Detmold-Hohenloh.

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