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Bezirksliga

Bezirksliga 3 – Vorbericht 5. Spieltag 2020/21

Nur ein Lipper-Aufeinandertreffen steht an, wenn der TSV Oerlinghausen und der SV Eintracht Jerxen/Orbke sich in das direkte Duell stürzen. Auch die anderen Spiele haben es aber voll in sich.

 

Rüschenpöhler will eine Reaktion sehen

Bezirksliga 3 (hk). Die „jungen Fohlen“ haben sich jüngst vergaloppiert. In der vierten Runde kam die SG Hiddesen/Heidenoldendorf zum ersten Mal ins Straucheln, verlor mit 1:2 beim FC Blau-Weiß Weser. Auch am Sonntag darf das Kartenspiel hervorgekramt werden. Es wird nämlich weit gereist, hat sich der gastgebende SV Höxter allerdings nach vier Punkten aus vier Spielen deutlich unter Wert geschlagen. Vorsicht ist daher angesagt für die Spielgemeinschaft. Als einziges Team in der gesamten Spielklasse hat der Post TSV Detmold bisher noch keinen Zähler abgegeben. Auch in das Heimspiel gegen den TSC Steinheim gehen die Postler klar favorisiert. Ähnliches gilt für die zuletzt so berauschend aufspielenden Lemgoer, die das punktlose Schlusslicht Spielvereinigung Brakel II empfangen.

Dieser Bericht wird präsentiert von:

 

Von Henning Klefisch & Andre Bell

 

SV Höxter vs. SG Hiddesen/Heidenoldendorf

(hk). SV Höxter-Trainerfuchs Uwe Beck (Bild rechts) weiß, wen er so vor sich hat. Viel schwerer könnte die Herausforderung in der heimischen Weserkampfbahn nicht sein. Die neun gesammelten Punkte der Gäste sorgen für ein hohes Maß an Bewunderung bei ihm, diktiert er Lippe-Kick in den Notizblock: „Der Gegner ist gut aus den Startlöchern gekommen und hat fleißig Punkte gesammelt. Dazu haben sie zwei Auswärtsspiele gewonnen.“ Er bezieht sich konkret auf den furiosen 4:2-Startsieg in Augustdorf und das 2:0 in Peckelsheim. Selbst die unverhoffte 1:2-Niederlage bei BW Weser vermindert seine positive Grundhaltung nicht: „Wir stellen uns auf einen spielerisch guten, mit Tempo ausgestatteten Gegner ein.“ Die Vorbereitung lief zum Teil überaus manierlich. Aktuell stecken die Höxteraner „in einem kleinen Formtief“, wie Beck zugeben muss. Alle schauen nun auf ihn, ist er dafür verantwortlich, „Lösungen zu finden, den Jungs die Leichtigkeit und das Selbstvertrauen zurückzugeben. Andererseits ist die Mannschaft gefordert, die totale Überzeugung und allerletzte Gier an den Tag zu legen.“ Auf dieses Wechselspiel wird es ankommen. Um den Negativtrend zu verjagen, sehnt sich der SVH-Coach nach einem „überzeugenden Spiel mit dem passenden Ergebnis, um den Rucksack, der momentan mit Inkonsequenz und Insuffizienz bepackt ist, loszuwerden.“ Höchstens in zwei Fällen wird sich der Kader verändern. Unabhängig davon glaubt er an sein Team, traut ihm sogar einen Heimsieg zu: „Unsere Mannschaft ist stark genug, am Sonntag zu gewinnen und dafür gilt es, alles zu investieren.“

 

Kurz schütteln, Krone richten und neue Ziele in Angriff. Das gilt für die Spielgemeinschaft aus Hiddesen/Heidenoldendorf nach der überraschenden 1:2-Niederlage beim bis dato punktlosen FC Blau-Weiß Weser. SG-Coach Markus Rüschenpöhler (Bild links) ist die leibhaftige Contenance, möchte sich keineswegs von diesem Rückschlag verängstigen lassen. Warum auch? Schließlich hat nur das Ergebnis genervt, war der Auftritt an sich absolut akzeptabel. Die folgende Aufgabe in Höxter wird reisetechnisch ähnlich beschwerlich, sportlich sogar noch anstrengender. Rüschenpöhler sieht in dem SVH eine „Top-3-Mannschaft“, was das fußballerische Potenzial betrifft. Hier liegt auch eine Möglichkeit für Hiddesen/Heidenoldendorf, da die Höxteraner – im Vergleich zu den jüngst defensiv orientierten Kontrahentenmehr am Spielgeschehen teilnehmen wollen, weshalb sich automatisch Räume für ein schnelles Umschaltspiel bieten. Die SG-Defensive wird allerdings die Basis liefern, am Sonntag nicht an einer Beschäftigungslosigkeit leiden. „Sie haben eine tolle, spielstarke Offensive, viele schnelle Spieler“, sieht Rüschenpöhler (Bild links) hier eine gewaltige Angriffswucht auf sein Team zukommen. Die Personalsorgen haben auch weiterhin Bestand beim Vorjahres-Aufsteiger, verschlechtert sich diese Situation im Vergleich zur Vorwoche sogar noch etwas. Für ihn ist es ein „arger Aderlass“, der vereinsintern aufgefangen werden muss. Zugleich bietet diese verzwickte Personalsituation auch für bisher eher dosiert eingesetzte Spieler die Möglichkeit, Eigenwerbung zu betreiben. Deshalb schiebt der Gäste-Trainer auch dem SV Höxter die Favoritenrolle zu. Sein Team möchte mit einer „guten, geschlossenen Mannschaftsleistung, einer guten Defensive, auch einem guten Ballbesitzspiel, in Höxter punkten und bestmöglich gewinnen“, erklärt Rüschenpöhler im Lippe-Kick-Gespräch.

 

Referee Tim Feldmann leitet um 15.00 Uhr auf dem Kunstrasenplatz in Höxter diese Begegnung.

 

SV Dringenberg vs. FC Augustdorf

(ab). Am Sonntag ist der FC Augustdorf beim SV Dringenberg zu Gast, „eine Mannschaft, die gut in die Serie gestartet ist, aus vier Spielen sieben Punkte geholt hat“, zeigt sich Sven Schmidt als guter Beobachter. „Eine sehr kompakte, robuste Mannschaft, die mit Alexander Eck und Joel Weber über zwei richtig gute Stürmer verfügt“, so seine weitergehende Analyse. „Das ist für uns schon ein dickes Brett“, folgert der SVD-Coach. Aber: „Wir wollen an die Spiele gegen Jerxen und TSC Steinheim, wo wir ein gutes Spiel gemacht haben, anknüpfen und uns da oben festbeißen. Wir wollen definitiv die drei Punkte behalten und von daher werden wir alles daransetzen, damit das auch passiert.“

 

Eine hohe Hürde hat der FC Augustdorf am Sonntag zu überspringen. Zum einen wartet auf die Sandhasen „mit Dringenberg eine Spitzenmannschaft“, so Matthias Heymann. „Zudem ist es das erste Auswärtsspiel für uns in diesem Jahr.“ Viel weiß man über den Gegner nicht, man hat nicht „mehr als ein Testspiel in der Vorbereitung von den Jungs gesehen“, aber das macht keinen großen Unterschied. Augustdorf ist gut drauf: „Wir haben die letzten Spiele ordentliche Leistungen abgeliefert und wollen auch am Wochenende punkten.“ Der Kader sieht dafür gut aus: „18 Spieler stehen zur Verfügung. Wir haben daher wieder reichlich Möglichkeiten“, freut sich der Coach.

 

Um 15.00 Uhr ist Anstoß im Burgstadion Dringenberg. Der Schiedsrichter der Partie ist nicht bekannt.

 

TuS WE Lügde vs. FC PEL

(ab). „In den letzten Jahren gab es keine Berührungspunkte mit diesem Gegner“, sagt TuS-Keeper Felix Wessel vor dem Duell gegen den FC Peckelsheim-Eissen-Löwen. Einziger Anhaltspunkt „sind die letzten Ergebnisse.“ Anhand derer denkt der Keeper, dass es „ein Duell auf Augenhöhe“ wird. Da der TuS WE Lügde aber zu Hause spielt, will man auch „die drei Punkte am Platz behalten.“ Personell gibt es für dieses Unterfangen „im Vergleich zu den vergangenen Begegnungen keine großen Veränderungen.“ Robin Schlieker, Philipp Deppe und Jens Kröger sind verletzt, Marvin Steinwedel und Lukas Nöltker weilen im Urlaub.

 

Rein von der tabellarischen Ausgangslage her ist ein Spiel auf Augenhöhe zu erwarten. „Beide haben sechs Punkte“, stellt PEL-Coach Matthias Rebmann mit Blick auf die Tabelle fest. Besonders die Offensivpower der Westfälischen Eichen bereitet dem Coach die oder andere Sorgenfalte: „Sie haben einmal 5:0 gewonnen, einmal 4:0, auch gegen auch Jerxen-Orbke haben sie 2:0 geführt. Also offensiv, was ich so gehört habe, sind sie schon ganz gut aufgestellt.“ Allzu sehr will Rebmann jetzt „nicht ins Detail gehen“, alles andere wird er am „Sonntag mit der Mannschaft besprechen oder im Freitags-Training. Eins kann er aber preisgeben: „Wir müssen, glaube ich, bei der Offensive wieder richtig stabil stehen. Das ist uns gegen Lipperreihe in der zweiten Halbzeit gar nicht mehr gelungen.“ Zudem verlangt er, auch „effektiver vorm Tor“ zu werden. „Diese hundertprozentigen Chancen, die müssen wir auch nutzen. Und ich glaube, da hätten wir Lipperreihe auch den Stecker gezogen, wenn wir da 2:0 geführt hätten und ähnlich sehe ich das gegen Lügde dann auch. Wenn wir da unsere Chancen nutzen, wenn wir in Führung gehen, dann stabil stehen können, dann wird es auch für unseren Gegner schwierig, uns dann zu knacken.“ Apropos Knackpunkt, denn genau „da müssen wir erstmal hinkommen.“ Zielsetzung ist aber, „mindestens einen Punkt mitzunehmen.“ Auf die personelle Lage will Matthias Rebmann nicht näher eingehen, „weil sich bei uns wird sicher drei, vier Wochen was ändert, schätze ich. Also werden wir mit dem gleichen Kader antreten wie letzte Woche. Da tut sich noch nichts. Unsere Verletzten sind noch nicht mal wieder im Lauftraining. Also von daher brauchen wir da noch gar nicht drüber sprechen.“

 

Schiedsrichter Dennis Langer kommt aus dem Kreis Minden und pfeift das Spiel um 15.00 Uhr an.

 

TuS Lipperreihe vs. VfR Borgentreich

(ab). Beim TuS Lipperreihe machte sich langsam, aber sicher das Heimweh breit. Kein Wunder nach zuletzt drei Gastspielen. In Brakel, in Augustdorf und beim FC Peckelsheim-Eissen-Löwen war der Aufsteiger vorstellig und hat sich als Punktedieb erwiesen. Sieben Punkte aus diesen drei Spielen führen den TuS auf einen aktuellen starken vierten Platz in der Liga. Das bislang einzige Heimspiel am ersten Spieltag ging mit 4:5 gegen Jerxen-Orbke verloren. Dennoch freut man sich beim Aufsteiger „wahnsinnig auf ein Heimspiel“, meint Timo Kapale. Allerdings kommt mit Borgentreich „ein unangenehmer Gegner, der eine gute Mischung aus jungen und erfahrenen Spielern hat, die wissen, worauf es in der Bezirksliga ankommt.“ Nichtsdestotrotz will der TuS „an die guten Ergebnisse der letzten Wochen anknüpfen, mutig spielen und punkten.“ Und „wie jede Woche erwarten wir ein enges, umkämpftes Spiel. Jedes einzelne Spiel bisher hätte auch anders ausgehen können“, so Kapale. Am Sonntag ist der Kader „soweit gut gefüllt. Ein, zwei Spieler sind noch etwas verschnupft, da gilt es abzuwarten.“ Um die 17 Spieler wird Coach Frank Fulland wohl zur Verfügung haben.

 

Als hätte der VfR Borgentreich in Sachen Personal nicht schon genug Probleme. „Für das kommende Auswärtsspiel beim TuS Lipperreihe wächst der Personalmangel nochmal“, hadert Thomas Schulte. Beim Nachholspiel am Donnerstag in Höxter verletzte sich Kapitän Simon Berlage am Oberschenkel und zudem sah kurz vor Ende der Partie auch noch Dominik Schumacher die gelb-rote Karte. „Das lässt die Sorgen um die Aufstellung bei Trainer Christopher Brand noch mal etwas größer werden“, erzählt der sportliche Leiter. Eine der weitesten Reisen der Saison steht am Sonntag an: „Wir werden auch beim knapp 90 km entfernten TuS versuchen, eine Mannschaft aufzustellen, die in der Lage sein wird, möglichst etwas Zählbares aus Lipperreihe mitzunehmen.“ Immerhin kehren mit Frederik Schumacher und Stefan Rasche zwei Akteure wieder in den Kader zurück, die in Höxter noch beruflich passen mussten. „Lipperreihe konnte in den bisherigen Spielen sieben Zähler einfahren und hat damit zwei mehr auf dem Konto als wir“, stellt Schulte mit einem Blick auf die Tabelle fest. „Auffällig dabei ist, dass alle Punkte bisher auswärts eingefahren wurden. Es wird zwar eine sehr schwere Aufgabe, aber wenn am Ende des Tages die Bilanz auch noch so aussieht, dass der TuS seine Punkte nur auswärts ergattert hat, haben wir alles richtig gemacht.“

 

Der Unparteiische Michael Pelster aus Detmold leitet das Spiel. Um 15.00 Uhr geht es los.

 

 

Post TSV Detmold vs. TSC Steinheim

(hk). Der Fußball ist ein extrem schnelllebiges Geschäft. Unberechenbar dazu. Beim Blick auf das Tabellenbild könnte ohne Weiteres damit gerechnet werden, dass es nur eine Frage der Deutlichkeit ist, wie hoch der Post TSV Detmold den TSC Steinheim vom Platz fegt. Die Postler haben nämlich alle zwölf Punkte eingefahren, kennen in dieser Spielzeit nur das Gefühl des Triumphs, während sich die Steinheimer hiermit sehr stark zurückhielten. Mit nur einem Sieg aus vier Partien rangiert der TSC an vorletzter Position, hat zudem mit 19 Gegentoren die löchrigste Defensive der gesamten Spielklasse und mit drei Toren zusammen mit BW Weser und der Spielvereinigung Brakel II den jeweils lahmsten Angriff. Aber Vorsicht: Alle drei Saisontore erzielte das Team von Coach Rytis Narusevicius beim jüngsten 3:2-Sensationssieg über den TSV Oerlinghausen. Die Postler können sich von den Bergkickern ja mal erzählen lassen, wie es so ist, wenn man die Steinheimer zu ausgiebig schalten und walten lässt. Daher sollte man dem TSC frühzeitig die Spielfreude nehmen. Post TSV-Coach Andre Patscha (Bild links) warnt: „Das wird ein ganz hartes Brett.“ Nach dem aktuellen Stand können alle Postler mitspielen, doch es wird Schonzeit gewährt. Wie etwa für Philip Wichmann, der noch keine 100-prozentige Fitness erlangt hat. Trotz des aufstrebenden Kontrahenten ist die Zielsetzung unwiderruflich klar: „Wir wollen versuchen, auf heimischem Geläuf die drei Punkte zu Hause zu lassen. Alles andere wäre gelogen. Wir müssen unser Spiel durchziehen und durchdrücken“, wird der vielfach umhergereiste Patscha seine persönliche Weltpremiere erleben. Es geht für ihn zum allerersten Mal gegen den Türkischen Sportclub aus Steinheim.

 

Um 15.00 Uhr pfeift Samir Mabrouk dieses Aufeinandertreffen auf dem Kunstrasenplatz am Aqualip in Detmold an.

 

TSV Oerlinghausen vs. SV Eintracht Jerxen-Orbke

(ab). Was so gut begann mit vier Punkten aus den ersten beiden Spielen, hat zuletzt auch genauso stark nachgelassen. Nach zwei Niederlagen in Folge, darunter dieses fast schon peinliche 2:3 beim klare Underdog TSC Steinheim, ist der TSV auf Wiedergutmachungskurs gegen den lippischen Konkurrenten aus Jerxen-Orbke. „Wir wissen um die Stärken und Schwächen von Jerxen-Orbke relativ gut Bescheid“, meint Co-Trainer Tobias Dingerdissen vor dem Spiel. „Da gilt es dann hauptsächlich, dagegenzuhalten, beziehungsweise die Schwachstellen konsequent auszunutzen, um die drei Punkte am Kalkofen zu behalten.“ Personell sieht es dafür „ähnlich aus wie die letzten Wochen. Wir haben noch zwei rotgesperrte, noch einige Verletzte, beziehungsweise angeschlagene Spieler. Da muss man mal abwarten, was das Training ergibt, beziehungsweise was die Physioabteilung so sagt, ob die Jungs fit sind.“ Im Endeffekt werden aber auch am Sonntag „wieder elf Leute auf dem Platz“ stehen und dann ist auch „wirklich egal, wer spielt, denn alle Jungs müssen wissen, um was es geht. Wir müssen die Niederlage von Steinheim schnell wieder vergessen machen lassen und das geht nur mit einem guten Spiel am Sonntag.“ Entsprechend motiviert wird die Mannschaft sein, so hofft Dingerdissen zumindest, dass sie „alles gibt, damit wir die drei Punkte zu Hause behalten.“

 

Ungeachtet der letzten Ergebnisse glaubt SVE-Coach Marco Schlobinski, dass der TSV „auch eine sehr spielstarke Mannschaft“ ist. Die Gastgeber werden „auch schon länger von Miron Tadic trainiert, den ich noch aus gemeinsamen Bielefelder Zeiten gut kenne und auch schätze.“ Der Coach hat davon gehört, „dass es auch immer ein bisschen stimmungsvoll ist und das kennen wir auch aus Oerlinghausen so. Das müssen wir annehmen und insgesamt einfach mal wieder konsequent Fußball spielen und vor allen Dingen konsequent die Zweikämpfe führen, was uns im Moment so ein bisschen schwerfällt.“ Schlobinski erwartet nach dem 1:5 gegen den TBV Lemgo am vergangenen Sonntag „eine Reaktion.“ Kadermäßig kann der Coach aus dem Vollen schöpfen.

 

Um 15.00 Uhr ist Anstoß, Guido Müller aus Höxter leitet die Begegnung.

 

RSV Barntrup vs. FC Blau-Weiß Weser

(hk). Das Abstiegsgespenst geistert rund um das Spiel zwischen dem RSV Barntrup und dem FC Blau-Weiß Weser herum. Die beiden Teams belegen die ersten beiden Plätze, die den Abstieg in die Kreisliga zur Folge hätten. Gemach, gemach, noch finden genügend Spiele statt, um die notwendigen Zähler zu sichern. Barbarito gehört zu den Trainern, die nach fünf Spieltagen eine erste Bilanz ziehen, nimmt das Tabellenbild doch erste und klare Konturen an. „Der Verlierer dieses Spiels könnte etwas länger etwas mit dem Abstieg zu tun haben“, so seine Befürchtung im Lippe-Kick-Gespräch. Um dieses vorentscheidende Spiel vor heimischer Kulisse für sich zu entscheiden, gehen die Nord-Lipper voll auf die drei Punkte. Auf die leichte Schulter nehmen, das wollen sie die Gäste aus Beverungen allerdings auch nicht, haben die Blau-Weißen mit dem Sieg über Hiddesen/Heidenoldendorf doch ein echtes Ausrufezeichen gesetzt. „Das haben die wenigsten Leute BW Weser zugetraut“, könnte Barbarito damit recht haben. Seine Abwehr ist nicht ganz dicht, haben die Roten Teufel stattliche 14 Gegentore in den vergangenen fünf Partien kassiert. Die Offensivstärke mit Ausnahmespielern wie Leon Baumeister und Kevin Elsner verströmt große Zuversicht, dass mindestens ein Tor mehr als der Gegner erzielt wird. Was wird im Training geprobt? „Wir werden speziell den Spielaufbau trainieren“, präsentiert sich Barbarito dann zuversichtlich, dieses so wichtige Spiel gegen den Drittletzten siegreich zu gestalten. „Der Pokalsieg (Anm. d. Red.; 8:4 in Bad Salzuflen) hat uns Motivation und Aufschwung gegeben. Da hat mich die Mannschaft voll überzeugt“, betont der Barntruper Übungsleiter. Mit einem 16-Mann-Kader geht der RSV Barntrup in dieses Spiel. Jan Hofmann, Johannes Lindemeyer, Tobias Normann und Kevin Tschernjawskij sind augenblicklich nicht einsatzfähig.

 

Bei einem unmittelbaren Tabellennachbarn könnten die Blau-Weißen Big-Points einsammeln. „Wir würden dort sehr gerne etwas mitnehmen“, erklärt Weser-Coach Marcus Menzel die Wunschvorgabe vor der knapp 60 Kilometer weiten Anreise. Für den Paukenschlag vom vierten Spieltag hat der FC gesorgt, düpierte man den so furios in die Saison gestarteten Spitzenreiter SG Hiddesen/Heidenoldendorf mit einem 2:1 im heimischen Lauenförde. „Wir wollen sehr gerne etwas mitnehmen. Ich hoffe, dass uns der Sieg letzte Woche ganz gutgetan hat. Endlich hatten wir wieder ein Erfolgserlebnis“, hofft Menzel auf die Langzeitwirkung durch diesen Erfolg. Von den Dauer-Verletzten kehrt keiner zurück. Neu im Lazarett findet Anil Okur Eingang, musste er im Hiddesen/Heidenoldendorf-Spiel drei Minuten nach dem Wiederanpfiff wegen einer Zerrung das Spielfeld notgedrungen verlassen. Wie schwer sich diese erweist, muss noch abgewartet werden. Trotzdem wollen die Gäste sich davon nicht beunruhigen lassen, den Schwung vom ersten Saisonsieg mitnehmen. Menzel unterstreicht: „Wir möchten mit der gleichen Einstellung in das Spiel gehen, um dann nicht mit leeren Händen aus Barntrup nach Hause zu fahren.“ Immerhin soll sich doch der immense Zeitaufwand und Spritverbrauch auch rechnen.

 

Philip Dräger ist um 15.00 Uhr der Referee dieser Begegnung auf dem Kunstrasenplatz in Barntrup.

 

TBV Lemgo vs. Spvg Brakel II

(hk).Was für ein glorreicher, fast schon epischer Sieg. Mit 5:1 sind die „Junx“ vom SV Eintracht Jerxen/Orbke klar bezwungen worden. Nun steht die Heimaufgabe gegen das Schlusslicht aus Brakel auf dem Programm. TBV Lemgo-Kicker Simon Schneidermann gibt bei Lippe-Kick unumwunden zu, dass die Duelle miteinander sich bisher eher in Grenzen hielten, weshalb viel Neues auf die Lemgoer zukommen wird. Der Null-Punkte-Gegner verleitet vielleicht ein wenig dazu, die ganze Angelegenheit etwas pomadig angehen zu lassen. Schneidermann hebt den Kopf, schaut ernst, legt seine Stirn in Falten, um mit erhobenem Zeigefinger klarzustellen: „Am letzten Wochenende hat Brakel II Dringenberg das Leben schwer gemacht. Das zeigt, dass auf jeden Fall eine gewisse Qualität vorhanden ist, um auch Spiele in der Bezirksliga zu gewinnen!“ Die Lemgoer wollen nicht Mitglied einer historischen Überraschungsgeschichte werden, der erste Gegner zu sein, gegen den die Spielvereinigung in dieser Saison gewonnen hat. Den einen oder anderen TBV Lemgo-Spieler plagen kleinere Zipperlein – nach dem frischen 6:1-Erfolg im Kreispokal-Viertelfinale beim B-Ligisten SV Wüsten. „Zumindest wird nicht mehr Matthias Wölk im Tor stehen müssen. Das wird der Mannschaft Sicherheit geben“, schmunzelt Schneidermann im Lippe-Kick-Gespräch

 

Staunend stellt SpVg Brakel II-Cheftrainer Norbert Dölitzsch gegenüber Lippe-Kick fest: „Lemgo gewann letzten Sonntag überraschenderweise 5:1 in Jerxen-Orbke und setzte ein Ausrufezeichen.“ Seine Mannschaft genießt das in diesem Fall wenig gewollte Privilegium, noch keinen einzigen Zähler eingefahren zu haben. Die Leistung weckt aber die Zuversicht bei Dölitzsch: „Wir haben zwar 1:3 gegen Dringenberg verloren, aber kämpferisch überzeugt.“ Mit einer ähnlich guten Einstellung soll auch in der Hansestadt bestanden werden, hängen allerdings die Trauben dort sehr hoch. Im Personalbereich sieht es weiterhin eher schlecht als recht aus.

 

Christian Danne pfeift um 15.00 Uhr das Match zwischen dem TBV Lemgo und der Spielvereinigung Brakel II an.

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