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Kreisliga A Detmold

Kreisliga A Detmold – Vorbericht 7. Spieltag 2020/21

Nach der englischen Woche ist vor dem Sonntags-Kick. Die Tabelle formt sich so ganz langsam. Logisch ist: Mit drei Punkten lassen sich die besten Sprünge machen.

Brinkmann: „Wir müssen wieder zu unserem Spiel zurückfinden!”

Kreisliga A Detmold (hk). Mehr geht nicht für den Blomberger SV. Im vergangenen Jahr wäre der Aufstieg schon mehr als berechtigt gewesen, nun lassen die Nelkenstädter die Köpfe nicht hängen, stolzieren leichtfüßig durch die Spielklasse. Die Winkler-Männer besitzen das Alleinstellungsmerkmal, alle ihre sechs Saisonspiele gewonnen zu haben. Aufgepasst, denn Gegner SuS Pivitsheide verzeichnete zuletzt einen Aufwärtstrend, hat erst einfach gegen Müssen, dann sogar dreifach gegen Hörste gepunktet. Ein Derby zwischen zwei unbeschwert aufspielenden Kontrahenten weckt in Müssen das Interesse, hat der gastgebende BSV die FSV Pivitsheide zu Gast.

 

Dieser Bericht wird präsentiert von:

 

 

Von Henning Klefisch & Andre Bell

 

Post TSV Detmold II vs. TuS Horn-Bad Meinberg

(hk). Geduld ist ein ganz wichtiger Ratgeber. Nach einem durchwachsenen Auftakt mit einer kurzen Schwächeperiode hat der Post TSV Detmold II mittlerweile sichere Gewässer erreicht. Aller guten Dinge sind drei, möchten die Residenzler im dritten Heimspiel innerhalb von sieben Tagen den zweiten Sieg eintüten. Das 2:0 gegen den Aufsteiger SF Oesterholz/Kohlstädt war die richtige Antwort auf die frustrierende 0:1-Heimpleite gegen den SC Türkgücü Detmold. Post TSV Detmold II-Spielertrainer Daniel Wichmann ist erfreut über den Respons seiner Schützlinge: „Wir haben uns am Dienstag im Vergleich zu Sonntag gesteigert, haben aber trotzdem nicht unser bestes Spiel gezeigt. Ich freue mich, dass wir defensiv stabil standen und geduldig geblieben sind gegen einen tief stehenden Gegner.“ Auf ähnliche Eigenschaften wird es am Sonntag auch im Frühspiel dieser siebten Runde gegen den TuS Horn-Bad Meinberg ankommen. „Horn hat sich aus meiner Sicht bislang unter Wert verkauft, die Tabelle darf da nicht täuschendie bisherigen Ergebnisse sind für mich nicht aussagekräftig“, erklärt Wichmann via Lippe-Kick. Die gegnerische Mischung wird spannend sein, auch schwer zu bespielen, formuliert ein energischer Wichmann bei Lippe-Kick: „Wir erwarten eine kämpferisch starke Truppe mit tollen individuellen Spielern: Capelle, Knöfel etc. Da werden wir also gut gefordert werden“, um diese schwer lösbare Aufgabe erfolgreich zu bewältigen. In Bestbesetzung soll der dritte Heimsieg der Saison glücken.

 

Als ein unsicherer Kantonist geht der Post TSV Detmold II in die lippische Fußballgeschichte personell ein. Spieltag für Spieltag fehlen den gegnerischen Trainern jeweils die Anhaltspunkte, um zu erahnen, wer beim Gegner tatsächlich aufläuft. Was wohl grundsätzlich stimmig erscheint: „Da wird garantiert viel Qualität dabei sein. Dennoch wollen wir in die Spur finden und in Detmold etwas mitnehmen“, ändert dies für den TuS Horn-Bad Meinberg-Coach Sascha Möller nichts daran, endlich in die Erfolgsspur einzubiegen. Nach je drei Remis und Niederlagen stehen die Kurstädter kurz vor dem Abgrund. Präziser: Ein Punkt vor einem Abstiegsrang. Verliert der TuS auch in der Residenzstadt, würde Hörste bereits bei einem Remis gegen Schlangen vorbeiziehen. Mit einem Auswärts-Dreier im Frühspiel könnte reichlich Boden gutgemacht werden. Verdient hätten es die Möller-Männer allemal, zeigten sie bis dato wirklich teilweise vorzügliche Vorstellungen, die sie allerdings nicht mit der berechtigten Ausbeute belohnten. In Bestbesetzung antretend, gibt Möller das Motto für diese Partie aus: „Wir bleiben unserer Linie treu und werden versuchen, nach vorne Gas zu geben.“

 

Auf dem Kunstrasenplatz vom Werresportplatz in Detmold ist Jakob Kasper ab 12.00 Uhr der Spielleiter.

 

SC Türkgücü Detmold vs. SG Brakelsiek/Wöbbel

(ab). Dieses Duell ist auch das Spiel der beiden dienstältesten Trainer der Liga. Falk Weskamp ist seit Sommer 2016 Coach der SG, nur Erhan Eksioglu übertrifft ihn da noch. Seit über 12 Jahren schwingt Eksioglu das Zepter beim SC Türkgücü Detmold. Einen eher unbekannten Gegner zu unterschätzen, das wird dem Coach deshalb wohl nicht passieren. Angesichts der aktuellen tabellarischen Situation beider Teams wäre das aber ohnehin nicht angebracht. „In fünf Spielen 21 Tore, das sind vier pro Spiel. Das ist eine sehr gute Offensive“, urteilt der Coach über die SG Brakelsiek/Wöbbel. Das wird ein hartes Stück Arbeit, besonders für seine Defensive. Aber „wie immer werden wir versuchen, zu Hause unser Spiel dem Gegner aufzudrängen.“ Eksioglu sieht seine Mannschaft „gut vorbereitet“, denn sie „trainiert echt sehr gut. Die Mannschaft ist willig und es macht richtig Spaß mit den Jungs.“ Für Sonntag hat Eksioglu alle Spieler an Bord und will „genau da weitermachen, wo wir am vergangenen Sonntag aufgehört haben.“ Da gab es nämlich den ersten Saisonsieg im Derby beim Post TSV Detmold II. Der Coach wünscht sich „ein faires und schönes Match.“

 

Ein „anstrengendes Spiel“ hatte die SG Brakelsiek/Wöbbel am vergangenen Dienstag, als man beim 5:2 in Eichholz-Remmighausen den vierten Sieg in Folge holte. Zum Gegner kann Falk Weskamp nicht viel sagen. Türkgücü-Kicker Samet Uslu kennt Weskamp aber noch „sehr gut aus gemeinsamen Zeiten beim SV Steinheim. Sehr angenehmer Zeitgenosse und auf den freuen wir uns natürlich.“ Ebenso wie auf einen „Gegner, der uns sicherlich wieder viel abverlangen wird, wie das in jedem Spiel bisher war. Aber natürlich versuchen wir, unsere relativ gute Form aufs Feld zu bringen und gucken, was passiert.“ Im Vergleich zur letzten Saison kann die SG aktuell mit weniger Druck in die Spiele gehen: „Wir müssen nicht gewinnen, aber es ist schön, wenn man’s kann und das beruhigt so ein bisschen. Von daher kann man in so ein Spiel etwas entspannter reingehen.“ Die SG Brakelsiek/Wöbbel besticht vor allem durch ihren unbändigen Willen, der die Truppe auszeichnet: „Auch in schlechten Phasen versuchen wir alles zu geben, was in irgendeiner Form in uns steckt.“ Für Sonntag hofft Weskamp, eine „schlagkräftige Truppe“ zu haben. Danach sieht es Stand jetzt aber aus. „Ein, zwei, drei Wackelkandidaten hat man ja immer, weil man nicht weiß, was da alles noch so passiert.“

 

Malte Arend hat ab 15.00 Uhr die Spielleitung.

 

 

SF Oesterholz-Kohlstädt vs. SV Diestelbruch-Mosebeck

(ab). Puh, da kommt ein dickes Brett auf die Sportfreunde zu mit dem SV Diestelbruch-Mosebeck, der „noch ungeschlagen durch die Saison marschiert. Dazu kommt noch, dass sie schon Gegner aus dem oberen Sektor gehabt und geschlagen haben.“ Obmann Björn Brinkmann zieht seinen Hut vor dem, „was Roy [Wangert; Anm. d. Red.] und seine Truppe bisher geleistet haben.“ Vielleicht ist das für die Sportfreunde aber „jetzt genau der Gegner, den wir brauchen. Wir haben eine Negativ-Serie, was die Ergebnisse betrifft und das wollen wir schleunigst ändern.“ Die letzten Spiele variieren zwischen „gut und mangelhaft“, wenn sich Brinkmann Eichholz im Gegensatz zu Post-TSV Detmold II anschaut. Mit dem Start in die Saison ist man „alles andere als zufrieden, auch, wenn uns wichtige Spieler durch Verletzungen fehlen. Das darf und wird nicht als primärer Grund bei uns angegeben.“ Es gibt gewisse Parallelen zum SV: „Diestelbruch sehe ich als sehr disziplinierte Mannschaft, die hinten kompakt steht und vorne ihre Chancen eiskalt nutzt. Sie kommen nicht über die Klasse der Einzelspieler, sondern funktionieren allen voran im Team. Ähnlich wie bei uns.“ Und genau darin sieht der Obmann auch einen Weg, die Punkte am Platz zu behalten: „Wenn wir es schaffen, das Spiel lange offen zu halten und vorne unsere schnellen Stürmer einsetzen, wird es auch gegen die möglich sein, was zu holen.“ Zudem muss es „Ansporn genug sein, Diestelbruch die erste Niederlage der Saison zu bescheren.“ Brinkman hat „volles Vertrauen in die Mannschaft, dass sie das auch kann. Wir müssen an das Spiel gegen Detmold anknüpfen, es war ein Schritt in die richtige Richtung. Mit unseren Zuschauern im Rücken und einer Portion Selbstvertrauen sollte es gelingen, das Spiel positiv zu gestalten.“ Roy Wangert und Diestelbruch-Mosebeck sind „in Oesterholz und Kohlstädt immer gern gesehene Gäste und ich freue mich endlich wieder auf ein Aufeinandertreffen in der Liga.“ Was den Kader betrifft gibt es ein paar angeschlagene Spieler. Lars Haase (Bild rechts) wird definitiv fehlen.

 

Als Favorit geht der SV Diestelbruch-Mosebeck ins Spiel. Allerdings: „Mit Oesterholz-Kohlstädt wartet ein Aufsteiger auf uns und damit eine Mannschaft, die wir wenig kennen“, meint Arne Dreier, der davor warnt, die Sportfreunde auf die leichte Schulter zu nehmen: „Eins ist klar: Am Paradies haben wir uns schon oft sehr schwergetan. Wir werden uns von den guten Ergebnissen nicht blenden lassen und wollen die gute Leistung aus dem Spiel gegen BHK bestätigen.“ Schließlich kennt Coach Roy Wangert (Bild links) „den Gegner aus der letzten Saison und wird die Truppe schon richtig einstellen.“ Und Dreier ist sich sicher: „Wenn wir unsere Leistung bringen, können wir auch in Oesterholz punkten.“ Die Trainingswoche hat gezeigt, „dass die Mannschaft wieder richtig Spaß am Fußball hat. Das war das große Ziel vor der Saison. Diesen Spaß wollen wir möglichst lange transportieren und dann werden wir auch gute Ergebnisse erzielen.“ Selbstbewusst, aber „mit dem nötigen Respekt“ fährt der SV ans Paradies. Mit Maxi Schlegel kehrt ein Urlauber zurück in den Kader. Die verletzen Spieler werden noch etwas Zeit brauchen. „Aber auch da gibt es große Fortschritte“, freut sich der sportliche Leiter.

 

Nuhat Tuncel gibt das Spiel um 15.00 Uhr frei.

 

SF Berlebeck-Heiligenkirchen vs. CSL Detmold

(ab). Zwei Spiele ohne Sieg und Tor haben die Sportfreunde hinter sich. Während am Sonntag bei Diestelbruch-Mosebeck aber eher „eine schwache Leistung“ dafür verantwortlich war, lag es am Dienstag bei Horn-Bad Meinberg daran, „im richtigen Moment das Tor zu machen. Dementsprechend ging am Ende das Spiel Remis aus“, so Matthias Kuhlmann. Die Vorzeichen für das Spiel am Sonntag sind andere als noch in den letzten Wochen. Zum einen ist da die personelle Lage: „Wir haben diverse angeschlagene und verletzte Spieler. Der Kader, der Anfang der Saison recht breit war, ist jetzt deutlich schmaler geworden und wir müssen jetzt schon gut jonglieren und gucken, dass wir da eine fitte erste Elf auf den Platz kriegen, weil es wirklich diverse Spieler betrifft.“ Neben den Langzeitverletzten, die beispielsweise Sebastian Nord, der immer noch an dem Haarriss im Mittelfuß laboriert, ist es „eine deutliche andere Ausgangslage als zuletzt.“ Als zweiter Punkt ist da der Gegner zu nennen: CSL Detmold ist „eigentlich eher im Aufwind, während wir ja momentan so ein bisschen stagnieren. Das lässt mich auch ganz klar darauf schließen, dass es hier keinen Favoriten in diesem Spiel gibt, so wie vorher die Mannschaften ja uns zum Favoriten gemacht haben.“ Das sieht Kuhlmann am Sonntag nichts so, denn: „CSL hat die letzten Spiele ganz erfolgreich bestreitet und vor allen Dingen spielt CSL auf einem Platz, den sie sehr gut kennen, weil CSL regelmäßig im Winter bei uns Trainingszeiten hat und dementsprechend ist es kein richtiger Heimvorteil, den wir haben werden.“ Daraus folgert der Obmann, dass es „eine schwierige Aufgabe“ wird, „die wir natürlich versuchen erfolgreich zu gestalten, aber dafür muss Sonntag auch alles passen. Ansonsten wird es sehr schwer.“

 

Spielleiter ab 15.00 Uhr ist der Sportskamerad Rudolf Gallmann.

 

 

RSV Hörste vs. FC Fortuna Schlangen

(hk). Als eines von nur drei Teams aus dem Detmolder Kreisoberhaus ist der RSV Hörste noch sieglos. Nur der Drittletzte TuS Horn-Bad Meinberg und das Schlusslicht FC Fortuna Schlangen haben ebenfalls das Glücksgefühl eines Sieges nicht erleben dürfen. RSV-Coach Ralf Ackmann weiß vor dem Aufeinandertreffen der sieglosen Schlusslichter, dass mit dem Premieren-Erfolg der Sprung auf einen Nichtabstiegsrang winkt, zudem Anschluss an das Tabellenmittelfeld hergestellt werden kann. Es könnte noch besser kommen. Bei einem optimalen 7. Spieltag könnte Hörste sogar bis auf Tabellenplatz zehn springen, wenn die besser platzierten Teams allesamt sieglos bleiben. Ackmann (Bild links) erkennt vor allem die Gesamtsituation, möchte sich nicht nur von den Ergebnissen treiben lassen, stellt vielmehr fest: „Für uns war und ist klar, dass es um den Klassenerhalt geht. Aber nach fünf Spieltagen bin ich bis auf das Spiel gegen CSL im Großen und Ganzen zufrieden, denn das WIE ist für mich immer sehr wichtig.“ So haben seine Jungs meist knapp verloren, immerhin schon zwei Remis gelandet. Wir sind nicht die Schießbude der Liga”, stellt Ackmann fest. Sie haben mit neun Gegentoren etwa genauso viele wie die derzeitigen Spitzenteams SG Brakelsiek/Wöbbel und TuRa Heiden kassiert. In einem sachlichen Tonfall wird die Lage analysiert, bleiben die Hörste-Kicker weiterhin positiv und emsig. „Ich bin davon überzeugt, dass es auch noch mehr werden.“ Bis auf Robin Lapp (Bild rechts) und Titus Thormann darf Ralf Ackmann aus dem kompletten Kader auswählen.

 

Die Devise von Fortuna Schlangen-Betreuer Andre Jesse ist mehr als nachvollziehbar. „Immer weiter, weiter, weiter, bis irgendwann die Punkte kommen. Mark Meinhardt meinte nach dem 0:3 in Detmold: Dann hauen wir eben nächste Woche den Gegner weg“, teilt er Lippe-Kick lakonisch mit. Einige Dinge müssen sich bei den Schlängern noch gravierend verbessern. Beim Torabschluss sollte mehr Ruhe und Konzentration vorherrschen. Bevor die Kugel angenommen wird, muss beobachtet werden, wo die eigenen Mitspieler positioniert sind. Im Sturm, da weht ein nur laues Lüftchen, ist hier Bescheidenheit angesagt. Jesse wünscht sich erst einmal einen Treffer. „Ein Tor wäre etwas Tolles”, glänzen seine Augen dabei. Seit 430 Minuten haben die Schlänger keinen Treffer mehr erzielt, war zuletzt und einzig Christoph Franke (Bild links) in der 20. Minute im Auftaktspiel bei Türkgücü Detmold für die 1:0-Führung verantwortlich. Seitdem haben die Fortunen nicht mehr jubeln dürfen. Jesse wiederholt es gerne gebetsmühlenartig: „Weiterkämpfen, viel investieren, um irgendwann den Belohnungseffekt zu erhaschen.” Obwohl die Durststrecke bedenkliche Ausmaße annimmt, bleiben die Köpfe oben, ist das Mannschaftsklima intakt. Der Druck ist nicht unmenschlich, bemerkt Andre Jesse (Bild rechts): „Wir haben nichts zu verlieren. Schlechter als Letzter werden, geht ja nicht. Kader, Gegner und Tagesform sind entscheidend. Der Fokus liegt aber auf uns, wollen wir doch gierig sein“, hofft er auf die Einfuhr von etwas Ertragreichen.

 

Yilmaz Demir ist auf dem Rasenplatz in Hörste um 15.00 Uhr der Schiedsrichter für diese Begegnung.

 

Blomberger SV vs. SuS Pivitsheide

(ab). Eine bärenstarke Offensive und eine noch stärkere Defensive ist das, was den Blomberger SV diese Saison, wie schon in den vorherigen, auszeichnet. Erst ein Gegentor hat der immer noch ohne Punktverlust durch die Saison marschierende Tabellenführer hinnehmen müssen. Klar: „Wir wollen gegen Pivitsheide das Heimspiel natürlich gewinnen.“ Doch Mike Winkler erwartet mitnichten einen Spaziergang: „Pivitsheide hat durch den Sieg neues Selbstvertrauen getankt und ist deshalb nicht zu unterschätzen.“ Personell werden sich am Sonntag „ein paar Veränderungen durch Krankheit und Urlaube ergeben“, wo Winkler. Zejglic, Türe und Uzunlar werden nehmen den Langzeitverletzten fehlen.

 

Für SuS Pivitsheide-Kicker Denis Zurheide „ist es eine besondere Begegnung. Es ist schließlich mein Ex-Verein.“ Zusatzmotivation also für Zurheide. Den Gegner sieht er „nicht zu Unrecht oben an der Tabellenspitze“, ist der BSV doch aktuell „in einer sehr guten Verfassung.“ Doch auch der SuS Pivitsheide hat zuletzt neues Selbstbewusstsein tanken können: „Ich denke, der Sieg gegen Hörste gibt uns ordentlich Rückenwind. Wir halten uns nicht für ganz chancenlos, auch, wenn das Tabellenbild etwas anderes derzeit aussagt.“

 

Rainer Eikermann leitet das Spiel ab 15.00 Uhr.

 

BSV Müssen vs. FSV Pivitsheide

(hk). Die Pivitsheide-Wochen gehen für den BSV Müssen in den zweiten Teil. Erst wurde ein Pünktchen beim 0:0 beim SuS gesammelt, nun hofft der Liga-Neuling auf die volle Ausbeute gegen die FSV Pivitsheide. Opulent an Emotionen gingen die vergangenen Derbys in der B-Klasse meist zur Sache. BSV-Coach Jan Brinkmann benennt die Hintergründe für die leidenschaftlichen Aufeinandertreffen: „Die Vereine waren sich nicht ganz so grün. Einige Streitigkeiten fanden auf dem Platz statt“, gab es von der alten FSV-Truppe jedoch einen wahren Exodus, sind die Schwarz-Gelben unter dem neuen Diamantenschleifer Dennis Brokmann mit frischen Kräften neu zusammengestellt worden. Brinkmann besitzt eine hohe Meinung vom kommenden Rivalen, geht diese Aufgabe mit ganz viel Ernsthaftigkeit an: „Die Mannschaft ist jung, talentiert, selbstbewusst, spielt einen ganz ansprechenden Fußball. Sie haben für Furore in der Liga gesorgt.“ Den Müssenern fehlt es an der Beständigkeit, gleicht die bisherige Spielzeit eher einer Berg- und Talfahrt. Falls es ein Gesetz der Serie geben sollte, dann müsste nach dem mäßigen Remis an der Hebbelstraße nun wieder eine vorzeigbare Leistung folgen. Eine überlegenswerte Option wäre es, dass die Müssener ihre taktische Formation umstellen, die flinken Gäste im Verbund bearbeiten wollen. Eine Sonderbewachung für einzelne FSV-Aktivposten ist nicht angedacht. In einer neuen Anordnung könnte zudem eine Steigerung der spielerischen Performance eingeleitet werden. Sorgenfalten herrschen bezüglich der Personalsituation, darf hier durchaus von einer Misere gesprochen werden. Vize-Kapitän Anton Habernoll muss mit einer Knieverletzung passen. Hier ist unklar, wie lange die Ausfallzeit ist. Mika Berhorst plagt sich mit einer Muskelverletzung herum. Michael Meyer (Bild rechts) kehrt zurück, hat bereits in Pivitsheide seine Rückkehr gefeiert, während Rot-Sünder Sören Rottschäfer für gleich vier Spiele aus dem Verkehr gezogen wurde. „Das tut sicherlich etwas weh“, glaubt man Brinkmann hier aufs Wort. Die Liste der Langzeitverletzten ist sehr lang. Lucas Jackisch wird wohl noch zwei, drei Jahre ausfallen, Max Habernoll ein Jahr, während David Krispin verletzungsbedingt komplett dem Fußball Adieu sagen muss. David Reger fällt bis in das neue Jahr hinein voraussichtlich aus. Bei Luca Zaplata und Dennis Kuhlmann ist eine Prognose schwer abzusehen. Auch Nils Petersmeier kann derzeit nicht, da verletzt. Positiv, dass Sturmtank Mehmet Karaca seine Verletzung überwunden hat, nun wieder vor Tatendrang nur so sprüht. Sturmwirbler Jonas Dosch (Bild links) könnte aber in die Startformation rücken. Ungünstig: Für zwei Senioren-Teams stehen dem Ballspielverein 25 Spieler zur Verfügung. Deshalb werden Akteure mit weniger Spielpraxis eingesetzt, können sie auch in einem Pflichtspiel auf sich aufmerksam machen. „Wir müssen auf die guten Leistungen aufbauen, wieder zu unserem Spiel zurückfinden. Dann ist auf heimischem Platz etwas möglich“, möchte Brinkmann die volle Ausbeute anvisieren.

 

Zu Zeiten, als beide Teams noch dem Detmolder Kreisunterhaus angehörten, waren Spiel, Spaß und Spannung wichtige Inhaltsstoffe für dieses Duell. In der noch juvenilen Spielzeit haben sich der BSV Müssen und die FSV Pivitsheide jeweils glänzend in der neuen Spielklasse zurechtgefunden, haben mit ihrer innovativen Spielkultur einen frischen Wind in die Beletage vom Detmolder Kreisfußball gebracht. Viel Wertschätzung schwingt in der Stimme von FSV-Coach Dennis Brokmann mit, als er von Lippe-Kick zu einer Stellungnahme gebeten wird: „Der BSV Müssen hat eine sehr junge und hungrige Mannschaft, die in der Liga mit Sicherheit ihren Weg gehen wird. Bei schnellen Spielern wie Jonas Dosch muss man immer aufpassen.“ Daher wird es auch auf die schnelle Eingreiftruppe in der Pivitsheider-Abwehr ankommen, müssen sie dem Angreifer mit Bezirksliga-Erfahrung auf den Füßen stehen. Selbst haben die Pivitsheider ebenso zweifelsfrei ihre Qualitäten. Tabellenplatz acht nach fünf Spieltagen ist eine vorzeigbare Ausbeute. „Mit dem bisherigen Saisonstart sind wir sehr zufrieden. Die Jungs machen das gut und zeigen eine gute Einstellung“, erklärt Brokmann, der viel Demut und Realismus demonstriert. „Wir wissen, dass uns kein Punkt geschenkt wird und wir für jeden Punkt viel arbeiten müssen.“ Seine Schützlinge sind aber wissbegierig, fleißig und hochmotiviert, merkt man ihnen die Lust auf den Fußball an. Betrüblich liest sich jedoch die Personalsituation, droht doch ein Ausfall von gleich sechs Akteuren. Diese haben unter der Woche nicht trainiert, hatten sie doch eine Spätschicht zu bestreiten. Ausfälle bieten zugleich eine Chance für Nachrücker, möchte der FSV-Coach nicht unerwähnt lassen: „Trotzdem werden wir eine gute Mannschaft auf den Platz bekommen, die alles geben wird, um Punkte zu holen.“

 

Sebastian Termöllen ist um 15.00 Uhr der Referee auf dem Kunstrasenplatz in Müssen.

 

TuRa Heiden vs. TuS Eichholz/Remmighausen

(hk). Die Erfolgsserie ist gerissen. Nach vier Siegen zum Auftakt und der gemeinsamen Tabellenführung mit dem Blomberger SV haben zwei Niederlagen zuletzt für etwas Ernüchterung beim TuRa Heiden gesorgt. Zunächst wurde bei der FSV Pivitsheide mit 2:3, dann beim Blomberger SV gar mit 0:3 verloren. Mit dem aktuellen vierten Rang als Status wird allerdings kein Heidener gebückt und rotbäckig durch das Dorf schlendern. An der heimischen Rotenberg-Kampfbahn, der lippischen Anfield Road, ist der Turn- und Rasensportverein tadellos unterwegs, fuhr dort drei der vier Saisonsiege ein. Gegen den Aufsteiger aus Eichholz/Remmighausen strebt das Team von Chefcoach Thorsten Geffers (Bild rechts) das Comeback auf dem Erfolgspfad an. Es ist unvorhersehbar, wie die Gäste auflaufen, nimmt Geffers eine im Kollektiv, aber auch individuell starke Mannschaft wahr. „Wir haben natürlich großen Respekt vor unseren Gästen und erwarten eine Partie, die uns sicherlich alles abverlangen wird“, fehlen schlichtweg die Erfahrungswerte mit diesem Rivalen. Der schlampige Umgang mit den eigenen Tormöglichkeiten war ein Malus für die Heidener, die leistungsmäßig stark performten, doch wenig konsequent beim Abschluss agierten. Die vergangenen Wochen waren für Geist und Körper hart umkämpft, weshalb Menschenfänger Geffers das Dienstagstraining „ganz im Zeichen der Lockerung und Regeneration“ hat stattfinden lassen. Die verletzten Fynn Weiser und Manuel Pellkofer müssen definitiv aussetzen. Patrick Grabosch hat im Blomberg-Spiel einen Schlag auf die Rippen erhalten, weshalb bei ihm geschaut werden muss, ob er sich bis Sonntag angemessen erholt. Der zuletzt urlaubende Julian Brune (Bild links) und der wiedergenesene Björn Freitag stehen dem Trainer-Team am Sonntag allerdings wieder zur Verfügung.

 

Sich den Kopf zermartern mit einem unbekannten Gegner, dadurch den Blick auf das Wesentliche verlieren, dies möchte TuS Eichholz/Remmighausen-Coach Tim Hosch unter allen Umständen vermeiden. In den vergangenen Jahren kreuzten sich bekanntlich die Klingen der beiden Traditionsvereine nicht, waren die Heidener doch in der A-Klasse, zeitweise sogar überkreislich fußballerisch aktiv, während der TuS ein etabliertes Mitglied im Detmolder Kreisunterhaus war. So klammert sich Hosch an den Zahlenwerten, bescheinigen diese den Heidenern einen prächtigen Saisonstart, gekennzeichnet von einer grandiosen Heimstärke. „Wir erwarten eine spielerisch gut ausgebildete, eingeschworene und körperlich robuste Truppe“, spekuliert Hosch. Trotz der leichten Delle zuletzt betont der 34-Jährige: „Ich denke, TuRa ist am Sonntag schon der Favorit – auswärts, zu Hause, Rasen. Seinem Team traut er dennoch einiges zu, kündigt er erwartungsfroh an: „Aber wir tüfteln sicher was Smartes aus und werden die Punkte nicht einfach dort lassen. Es ist ein tolles Auswärtsspiel, bei einer etablierten A-Liga-Truppe. Wir freuen uns“, kann doch auch innerlich mit der Aufgabe in der Rotenberg-Kampfbahn gewachsen werden. Nach der 2:5-Niederlage am Dienstagabend gegen die SG Brakelsiek/Wöbbel haben die Grün-Weißen vor allem Regenerationsmaßnahmen eingeleitet, dies in Kombinationen mit spielerischen Inhalten. Alles neu, so lautet das Motto für den in der Liga  gut angekommenen Aufsteiger, stellt Hosch im Lippe-Kick-Gespräch klar: „Wir sehen aber aktuell eine stetige Lernkurve. Wir haben gegen Brakelsiek/Wöbbel teilweise schon nah an meinen Vorstellungen vom Fußball gespielt.“ Die zunächst gezeigte Scheu hat der TuS seit dem klaren 0:4 in Heiligenkirchen nahezu abgelegt, war diese klare Niederlage ein Hallo-Wach-Signal für alle Beteiligten. „Wir werden unserer DNA und Ausrichtung treu bleiben und versuchen, dem Gegner ein größtmögliches Hindernis zu sein. Wir sind nach wie vor zufrieden mit dem Start in die Saison. Optimal wären vielleicht drei Punkte mehr gewesen (Sieg Hörste), aber alles in allem kommen wir an.“ Ein Quartett fällt aus: Werner und Barkowski sind jeweils gesperrt, Noel Krumme (Bild links) und Lukas weiterhin verletzt.

 

Garrit Kniepkamp ist verantwortlich für das Einhalten der Spielregeln. Um 15.00 Uhr pfeift er diese Begegnung auf dem Rasenplatz der Rotenberg-Kampfbahn in Heiden an.

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