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Kreisliga A Lemgo

Kreisliga A Lemgo – Vorbericht 7. Spieltag 2020/21

Ein Duell der Kontraste, aber auch einige schöne Aufeinandertreffen, in denen alles passieren kann. Lippe-Kick weiß: Diese Runde hat es einfach nur in sich.

 

Löwen haben Heißhunger auf Ben/Hoh

Kreisliga A Lemgo (hk). Für einige Teams geht die Vielbeschäftigung weiter. Einige Fußballer haben vor grenzenloser Freude einen Flic-Flak geschlagen, dass sie unter der Woche nicht mehr planmäßig mit irgendwelchen Liga-Spielen belästigt werden. Für den Kreispokal hingegen sieht das etwas anders aus. Die Westlipper, wie der SC Bad Salzuflen, der TuS Ahmsen und der TuS Leopoldshöhe, sind am Donnerstag-Abend im Viertelfinale aktiv, während die restlichen 13 Teams diesem Treiben aus der Distanz zuschauen dürfen. Am Sonntag wird die 7. Runde ausgetragen, bekommen zwei Kellerkinder Besuch von einem Klassenstreber-Duo. Schlusslicht TuS Brake begrüßt Primus TuS Asemissen und der Vorletzte SG Leese/Hörstmar/Lieme den viertplatzieren SC Bad Salzuflen. Ebenfalls ganz oben mit dabei: Leopoldshöhe (gegen Bentorf/Hohenhausen) und VfL Lüerdissen (in Bexterhagen).

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Von Henning Klefisch & Andre Bell

 

SG Leese/Hörstmar/Lieme vs. SC Bad Salzuflen

(ab). SG-Obmann Ferhan Demir ist ein Realist und weiß auch die Rollen vor dem Duell gegen den SC Bad Salzuflen richtig einzuordnen: „Der SC zählt definitiv zu den Top-Favoriten der Liga. Wir sind der klare Außenseiter in diesem Spiel, haben nichts zu verlieren, können daher befreit aufspielen.“ Demir kennt den Gegner: „Allein, wenn man die Namen aufzählt wie Hakim Aytan, Necati Kezer, Vehbi Igrek, Sidibe Kaba mit seiner Schnelligkeit und noch viele mehr, weiß man sofort, dass das alle eigentlich keine A-Liga-Spieler sind. Die können allesamt eine, wenn nicht zwei Ligen höher spielen.“ Eine komplizierte Ausgangslage für den aktuellen Tabellenvorletzten, der am letzten Spieltag mit dem 2:0 bei Bega/Humfeld neues Selbstbewusstsein tanken konnte: „Wir müssen einfach kämpfen was das Zeug hält und so lange es geht versuchen, die Null zu halten.“ Denn: „Ich bin mir sicher, die werden nach der Niederlage gegen Ben/Hoh voll auf Angriff gehen. Wir müssen stabil stehen, energisch und hart in die Zweikämpfe gehen und versuchen denen so die Spiellust zu nehmen. Wenn wir denen den Platz lassen, wird es unheimlich schwer werden. Alles, was wir da mitnehmen können, sind Bonus-Punkte gegen den Abstieg und lehrreiche Hilfsmittel.“

 

Der SCB wird personell nicht aus dem Vollen schöpfen können. Die angestammte Innenverteidigung wird wohl fehlen, fraglich ist zudem ein Einsatz von Ümit Akman. „Wir werden auf jeden Fall dezimiert sein“, so Coach Cetin Cakar. Dennoch geht der SCB als Favorit ins Spiel. Der Coach warnt jedoch davor, die drei Punkte für selbstverständlich zu nehmen: „Es geht nicht immer danach, was das Papier sagt oder die Tabellensituation, sondern wie man das alles annimmt, was die Einstellung angeht und die Vorbereitung. Wir wissen aber natürlich auch Bescheid, wo wir hinreisen.“ Cakar rechnet mit einem ähnlichen Spiel wie letzte bei Bentorf/Hohenhausen: „Der Gegner wird natürlich, denke ich, wie letzten Sonntag mit viel Zweikampfhärte, mit viel Aggressivität, versuchen, unser Spiel zu stören.“ Cakar hofft aber, dass „auf dem Rasenplatz einigermaßen ein Passspiel absolviert werden kann.“ An der Erwartungshaltung ändert alles bisher Gesagte aber nichts: „Wir fahren dahin, um einen Dreier mitzunehmen. Mit so viel Druck muss man auch klarkommen. Wir haben letzte Woche die Punkte aus vielen Gründen liegengelassen. Das wollen wir wiedergutmachen und das ist mein Appell an die Mannschaft.“

 

Erdogan Sayan leitet das Spiel. Um 15.00 Uhr geht es los auf dem Sportplatz an der Ilse.

 

TuS Bexterhagen vs. VfL Lüerdissen

(hk). Nach den körperlich und mental so anspruchsvollen Vorwochen stand zunächst einmal Entspannung ganz weit oben auf der Prioritätenliste. Die Bexterhäger freuen sich, in gewohnter Umgebung antreten zu dürfen. Vor heimischer Kulisse sind sie doch bisher noch gänzlich unbesiegt. Zum Auftakt gab es direkt eine Heimspiel-Erfolgsstory mit den Siegen über den TuS Brake (2:1) und SG Bega/Humfeld (4:0) und den Punkteteilungen gegen den TuS Lockhausen (2:2) und die SG Sonneborn/Alverdissen (1:1). In der Fremde allerdings setzte es zwei heftige Watschen. Erst ein 1:9 in Asemissen, dann ein 0:6 in Ahmsen. Die „Reds“ müssen sich kräftig schütteln, nachdem sie von Ahmsen einmal durch den Reißwolf gezogen wurden. Nun wird der härteste Prüfstein am Alten Postweg vorstellig. Sven Gleisner kann es kaum erwarten, VfL Lüerdissen-Coach Tim Steffen zu begrüßen, lobt er ihn ausdrücklich als einen „überragenden Trainer, der menschlich total in Ordnung ist.“ Neben dem grandios aufspielenden Spielertrainer gesellt sich auch Goalgetter Jan Batzer dazu. „Er ist in der Form seines Lebens. Auf ihn müssen wir achten. Er darf sich nicht so reindrehen, wie er es die letzten Spiele gemacht hat“, so der klare Warnhinweis vom sportlichen Leiter. „Wenn wir ihn ausschalten, ist schon einmal viel geglückt.“ Die vier Zähler mehr im Vergleich zu den Reds, die der Gast aus dem Waldstadion bis dato eingefahren hat, kommen nicht von ungefähr. Zuletzt haben doch die Lüerdisser die Partie gegen den FC Schwelentrup-Spork/Wendlinghausen überzeugend mit 3:0 für sich entschieden. Gleisner weiß: „Die sind schon die bisherige Saison in guter Form. Sie kommen mit breiter Brust zu uns.“ Die üblichen Verdächtigen fallen auch dieses Mal aus mit Alex Jan Maksymowicz, Niklas Bergen, dazu die angeschlagenen Timon Rother (Bild rechts; Knie), Moritz Gromann (Schlag auf das Knie) und Steve Maurice Thiede (Bild links; Anriss vom Innen- und Außenband). Nachdem Arne Middeldorf bei der Stichwahl als Wahlhelfer voll überzeugt hat, gibt er nun auf dem Fußball-Feld sein Comeback.

 

Tim Steffen ist ein Fußballer durch und durch, beschäftigt sich logischerweise intensiv mit dem Gegner. Deshalb sind ihm auch die zuletzt so deutlichen Klatschen nicht entgangen, die der TuS Bexterhagen erdulden musste. „Sie möchten eine Reaktion zeigen,“, könnte der Spielertrainer vom VfL Lüerdissen damit durchaus Recht haben. Er führt weiter aus: „Ich erwarte eine leidenschaftliche, dynamische Truppe, die alles versuchen wird, den Bock umzustürzen.“ Wer die frenetischen Anhänger der Reds kennt, weiß, dass das oft zitierte Wort vom „12. Mann“ hier pure Realität bedeutet. Wie haben sich denn die Lüerdisser auf diesen Hexenkessel vorbereitet? Während andere A-Liga-Teams vor allem der Regeneration ganz viel Wertschätzung schenkten, gestaltete Steffen eine ganz gewöhnliche Trainingswoche, treibt die Lüerdisser die Niederlage aus der Vorsaison an. „Wir haben verdient verloren. Da waren sie leidenschaftlicher, geordneter und sortierter“, ruft sich Steffen ins Gedächtnis. Begünstigend für die Gäste, dass sie solch einen natürlichen Untergrund allzu gut kennen, weshalb sie mit voller Macht nach der starken Leistung beim 3:0 über den FC Schwelentrup-Spork/Wendlinghausen mit der nächsten starken Performance den fünften Saisonsieg beabsichtigen einzufahren, um zumindest Rang drei zu verteidigen. Auf Ferhat Havadir, der weiterhin von muskulären Problemen geplagt wird, muss Steffen verzichten. Nach einer langen Zwangspause gab Christopher Bailis im Training sein Comeback. Da er sich jedoch Stück für Stück durch Lauftraining herantastet, an Ballarbeit noch längst nicht zu denken ist, wird er noch etwas Zeit benötigen, um ein Kader-Mandat zu erhalten. Vor seiner Rückkehr steht nach einer längeren Verletzungsabstinenz derweil Tobias Amler (Bild rechts). Tim Krüger ist angeschlagen. Bei ihm wird sich kurz vor dem Spiel entscheiden, ob er den nötigen Belastungen eines A-Liga-Spiels standhält, er dann in die Mannschaft berufen wird.

 

In Bexterhagen tanzt alles nach der Pfeife von Michael Knöner. Ab 15.00 Uhr leitet er die Begegnung auf dem Rasenplatz am “Alten Postweg.”

FC Schwelentrup-Spork/Wendlinghausen vs. TSV Oerlinghausen II

(ab). SSW-Coach Markus Kettern muss vor dem Duell mit dem TSV zugeben, dass er keine Ahnung hat, „wer und was Oerlinghausen so spielt, wer gekommen oder gegangen ist.“ Das Spiel in der letzten Saison war „das erste und einzigen Mal, dass ich sie gesehen habe. Da fand ich sie jetzt nicht überragend. Wobei sie, wenn ich mich recht entsinne, einen relativ guten Mittelfeldplatz erspielt hatten.“ All das soll und will den FC SSW aber nicht weiter interessieren: „Wir sind gut in Schuss, auch wenn sich das Karussell der Verletzten und Genesenen nach der Belastung im September immer noch weiterdreht.“ Kettern sieht seine Mannschaft auf einem guten Weg, hat sie doch „seit letzter Saison eine gute Entwicklung gemacht und auch an Breite gewonnen. Und wir richten uns prinzipiell nicht nach dem Gegner, sondern spielen das, was uns zuletzt erfolgreich gemacht hat.“ Deshalb kann es „nur darum gehen, den Dreier am Platz zu behalten, um gar nicht erst unten reinzurutschen.“

 

TSV-Coach Jan Rüter glaubt, „dass der FC SSW besonders zu Hause eine schwer zu bespielende Mannschaft ist.“ Zumindest war es letztes Jahr so: „Das haben sie gegen uns auf eigenem Platz sehr gut gemacht.“ Dennoch gewann Oerlinghausen II das Spiel mit 4:1. Das soll auch diesmal wieder ähnlich laufen, wenn es nach Rüter geht: „Wir gehen in das Spiel mit der Zielsetzung, mit drei Punkten nach Oerlinghausen zurückzukommen. Wir haben die letzten Spiele gegen die Top-Mannschaften gut gespielt, sind aber leider ohne Punkte geblieben.“ Personell bekommt die Zweitvertretung des TSV Oerlinghausen Unterstützung von drei, vier Alt-Herren-Spielern. Denn: „Momentan kommt wirklich alles zusammen. Urlaub, Krankheit, Verletzungen, sonstiges. Trotzdem werden wir eine gute Mannschaft am Start haben und werden uns nicht mit weniger als drei Punkten begnügen.“

 

Um 15.00 Uhr geht es los am Sporker Holz. Ertugrul Alp ist der Spielleiter.

TuS Leopoldshöhe vs. SG Bentorf/Hohenhausen

(hk). Wie der VfL Wolfsburg, nur mit mehr Zuschauern im Rücken. Der TuS Leopoldshöhe hat einen Wettbewerb weniger zu bestreiten, darf sich jetzt ausschließlich auf die Meisterschaft konzentrieren. Trotz einiger Ambitionen wurde die Mannschaft von Coach Christian Martens am Donnerstag-Abend aus dem Viertelfinale gekegelt. Beim Liga-Konkurrenten TuS Ahmsen setzte es eine empfindliche 0:3-Niederlage. Die nächste Bewährungsprobe lässt nicht allzu lange auf sich warten, denn mit der SG Bentorf/Hohenhausen erwartet die Löwen ein ganz harter Prüfstein. Das Urteil von Jan Plöger: „Ben/Hoh ist eine Mannschaft mit vielen sehr guten Einzelspielern, kommt so langsam in Schwung, zuletzt mit zwei Siegen. Da müssen wir natürlich nach der Niederlage im Pokal aufpassen und dagegenhalten.“ Insbesondere auf die Leopoldshöher-Defensivabteilung kommt Mehrarbeit zu, zählt der Angriffssektor der Kalletaler doch als ihr „Prunkstück“, lobt Plöger dieses außerordentlich. Groß debattieren möchte der Leo-Ronaldo nicht, geht es für ihn doch darum, mit einer Maximalausbeute in der Liga den enttäuschende Pokal-K.o. wettzumachen. In der Liga rangiert Leo mit nur einem Punkt Rückstand auf den Spitzenreiter TuS Asemissen an zweiter Stelle. Mit einem Heimsieg könnte das Skarupke-Team unter Druck gesetzt werden. Ein Hindernis: Die Personalprobleme erschweren das eigene Handeln.

 

Dieses Privileg sorgt für neidische Blicke der 15 anderen A-Ligisten: Der TuS Leopoldshöhe ist die einzige Mannschaft in der Liga, die noch gänzlich ungeschlagen ist. „Ich denke, das sagt einiges über deren Qualität aus. Die Leos gehören für mich zu den Top-Teams der Liga“, ist ganz viel Bewunderung in der Stimme von Marco Evers vernehmbar. Deshalb äußert sich der SG Bentorf/Hohenhausen-Obmann fast ein wenig schüchtern: „Wenn wir dort punkten können, wäre das natürlich schön.“ Die gewaltige Ausgeglichenheit in dieser Spielklasse verkörpert für ihn einen echten Trumpf, benennt er gegenüber Lippe-Kick konkrete Beispiele: „Hatten wir letzte Serie noch „Übermannschaften” wie Lemgo, Lipperreihe oder Salzuflen, kann diese Saison jeder jeden schlagen.“ Trotz zwei Siegen in Folge ist der Tabellenkeller noch nah. Drei Punkte beträgt der Vorsprung auf den ersten Abstiegsrang. Dabei haben die Kasper-Kicker doch beim 2:0-Sieg in Hörstmar, vor allem aber beim sensationellen 2:1-Erfolg über den SC Bad Salzuflen gezeigt, zu welch famoser Vorstellung sie fähig sind. Mit dem dritten Sieg hintereinander könnten die Kalletaler in der Tabelle weiter Boden gutmachen, ist der Wunsch von Evers doch eindeutig: „Ich hoffe, dass wir den Schwung aus den letzten beiden Spielen mit einer starken Mannschaftsleistung nach Leopoldshöhe mitnehmen und unsere kleine Serie von ungeschlagenen Spielen ausbauen können.“ Der an der Schulter verletzte Thomas Pries (Bild links) muss aussetzen. Aber Fußball ist nicht alles, erklärt ein freudestrahlender Marco Evers bei Lippe-Kick: „Thomas hat zurzeit wenigstens einen Grund zum Jubeln, da er zum ersten Mal Papa geworden ist.“

 

Ein Schiedsrichtergespann wird eingesetzt. Timo Franz-Sauerbier wird assistiert von Melih-Ahmet Güler und Darius Leader Grob.

 

SG Bega/Humfeld vs. TuS Lockhausen

(ab). Das 0:2 gegen die SG Leese/Hörstmar/Lieme vom vergangenen Sonntag wirkte noch nach. „Die Jungs waren auch im Training am Dienstag noch geknickt“, so Coach Michael Krügel, der aber bereits „wieder nach vorne“ blickt. Und da kommt mit dem TuS Lockhausen der Mit-Aufsteiger an die B 66. „Wir stehen vor einer neuen Aufgabe und müssen es besser machen. Wir haben schon bewiesen, auch diese Saison, dass wir es besser können.“ Auf dem Weg zum Klassenerhalt sind Gegner wie Lockhausen solche, gegen die Punkte geholt werden sollten. „Wir müssen kämpferisch alles abrufen, was geht und über den Teamgeist ins Spiel kommen.“ Der urlaubende Ömer Sansar ist davon ausgenommen. Ansonsten sieht es personell „ganz gut“ aus. Das kann man vom Offensivspiel der SG bislang nicht behaupten. Sieben Tore nach sechs Spielen sind der schwächste Wert der Liga. „Da müssen wir effektiver werden“, fordert Krügel. „Wenn du in der B-Liga 12, 15 Chancen im Spiel hast, kannst du auch mal fünf davon nicht nutzen. Aber in der A-Liga bekommst du nur fünf Chancen, von denen musst du dann drei machen.“ Dass seine Mannschaft aber auch mit Rückschlägen umgehen kann, hat das Spiel in Brake gezeigt, als man nach einem Rückstand noch gewinnen konnte.

 

Mit einem guten Gefühl geht der TuS Lockhausen ins Spiel, der seinen 5:0-Sieg gegen Brake am Sonntag „vergolden“ will, wie es Coach Stefan Braunschweig nennt. „Den Mitaufsteiger wollen wir besiegen, dann stehen wir mit elf Punkten relativ gut da, wären damit bester Aufsteiger.“ Aber auch dann ist das „Thema Klassenerhalt“ für den TuS „relativ wichtig. Unten nehmen sich die Teams gegenseitig die Punkte weg. Wir spielen gegen einen Mitaufsteiger. Den wollen wir mit unseren Mitteln bezwingen.“ Insgesamt sieht Braunschweig seine Mannschaft gut gerüstet: „Wenn man das 1:5 gegen Leo abzieht, haben wir danach relativ wenige Gegentore kassiert. Da kann man von einer guten Abwehr sprechen.“ Und auch mit den Offensivspielern kann der TuS „dem Gegner wehtun.“ Somit folgert der Coach: „Wir können gegen jeden gewinnen, aber auch gegen jeden verlieren.“ Was ihm Mut macht: „Von Spieltag zu Spieltag werden wir kompakter, sind gut unterwegs.“ Christian Müller und Rene Kagels kehren am Sonntag in den Kader zurück. Jan Philipp Krügler (Familienfeier) und Edgar Tissen (Wadenprobleme) fehlen.

 

Alexander Schnüll ist der Unparteiische in diesem Spiel. Um 15.00 Uhr geht es los.

 

TuS Brake vs. TuS Asemissen

(ab). Deutlicher kann eine Rollenverteilung nicht ausfallen. Der TuS Brake trifft als Tabellenletzter auf Spitzenreiter Asemissen. „Nüchtern betrachtet haben wir keine Chance“, meint Geschäftsführer Michael Berge. Aber: „Letzte Saison ging das Spiel 5:5 aus, das gibt uns doch ein wenig Hoffnung.“ Darauf baut auch Coach Andreas Ridder: „An diesem Tag lief bei uns alles perfekt.“ Besondere Aufmerksamkeit widmen die Hausherren am Sonntag Seipt und Pollakowski: „Zwei Top-Leute, die ein Spiel allein entscheiden können.“ Die Personalsituation beim TuS Brake ist „noch sehr angespannt.“ Isaak, Drexler, Kirsch und Käthner fallen definitiv aus. Die Marschroute sieht so aus, dass „Asemissen das Spiel machen wird und wir versuchen, über Konter zum Erfolg zu kommen.“

 

Der Druck auf den TuS Asemissen ist nicht zu verachten. Nur die Gäste haben in diesem Spiel was zu verlieren. „Sicherlich ist es so, dass, wenn man auf den Tabellenstand guckt, dass immer erwartet wird, dass man seine Hausaufgaben macht“, weiß auch Carsten Skarupke um die Favoritenrolle für seine Mannschaft. „Entscheidend für uns ist es aber, dass wir das Spiel erstmal spielen müssen. Jedes Spiel in dieser Liga ist ein neues Unterfangen.“ Nichtsdestotrotz will Asemissen seinen positiven Trend fortsetzen „und natürlich wieder dreifach punkten.“ Man ist aber „auch gewarnt, aufgrund dessen, was wir letztes Jahr für ein Ergebnis in Brake erzielt haben. Deshalb wollen wir uns diesmal ganz anders präsentieren.“ Der TuS Asemissen hat allerdings mit Personalprobleme zu tun. Gordon Kral fehlt rotgesperrt und hat gleich vier Wochen aufgebrummt bekommen. Auch Hatim Batri, Torben Becker, Patrick Barthelmeus und Tim Ende werden nicht zur Verfügung stehen. „Wir müssen erstmal wieder gucken, wer dann am Sonntag auch alles auflaufen kann.“ Und dann wird entscheidend sein, „dass wir das Spiel frühzeitig angehen und hochkonzentriert zu Werke gehen und Brake im Grunde genommen schon von vorneherein mit Problemen bestellen müssen.  Wir wollen unser Spiel durchdrücken und mit unserer Art, wie wir Fußball spielen, dann die drei Punkte auch mitnehmen.“

 

Um 15.00 Uhr pfeift Schiedsrichter Ahmad El Ali das Duell an.

SV Werl-Aspe vs. SG Sonneborn/Alverdissen

(hk). Mit heftigen Personalsorgen geht der SV Werl-Aspe in dieses Heimspiel. Zwei Akteure stehen vor ihrem Comeback, doch es ist derzeit noch unklar, ob sie tatsächlich vollumfänglich einsatzfähig sind. Dazu weilen aktuell drei Stammspieler in Urlaubsgefilden, „was die Situation nochmal verschärft“, erklärt SV-Chefcoach Marcio Goncalves. Sein sonniges Gemüt lässt er sich davon aber nicht trüben, möchte der Tabellensiebte doch auch vor den heimischen Fans den nur zwei Plätze und einen Punkt schlechter platzierten Gast besiegen. Was ganz speziell für Goncalves ist: „Ich kann mich noch an das unangenehme Spiel in Sonneborn erinnern. Der Gegner und der Platz waren schwer zu bespielen. Dennoch konnten wir das Spiel mit 3:1 für uns entscheiden.“ Mit dem gleichen Ergebnis könnte er sich auch nun anfreunden. Schwankend, daher problematisch zu analysieren, geht es bei den Gästen in der noch jungen Spielzeit zu. Goncalves findet: „Der Gegner zeigt wechselnde Leistungen, ähnelt einer Achterbahnfahrt.“ Diese Tatsache erschwert die Bedingungen. Der Kollektiv-Gedanke spielt für Marcio Goncalves (Bild links) eine ganz große Bedeutung, fordert er „harte Arbeit“ von seinem Team, um siegreich aus dem Spiel zu gehen. „Danach wird sicherlich wieder Ruhe einkehren, da viele wieder zurückkehren werden“, verbessert sich doch auch personell die Situation deutlich. Vorteilhaft: Der SV Werl-Aspe hat sich zu einer wahren Heimmacht entwickelt, gewann alle drei Partien vor den eigenen Fans.

 

Dass Marcio Goncalves ein sehr fähiger Talente-Entwickler ist, gilt in Fußball-Lippe als ein offenes Geheimnis. Natürlich wogen die Abgänge von Leistungsträgern wie Marius Seipt und Tim Meier schwer, zog es beide zum TuS Asemissen. Trotzdem erkennt Sonneborn/Alverdissen-Kicker Marcel Krügel eine fähige Truppe, die auf seine Jungs wartet. Seine Prophezeiung ist klar: „Ein schweres Auswärtsspiel. Allerdings wollen wir an das erfolgreiche letzte Wochenende anknüpfen und bestenfalls mit Punkten im Gepäck wieder nach Hause fahren“, soll der brillante 5:2-Heimsieg gegen den TBV Lemgo II bestätigt werden. Fabio Husmann (Bild links) könnte ausfallen. Aus dem restlichen Kader darf sich SG-Chefcoach Thomas Elsner erfreulicherweise reichhaltig bedienen.

 

Um 15.00 Uhr pfeift Jochen Diederich diese Begegnung auf dem Rasenplatz am Heerser Bruch an.

 

TuS Ahmsen vs. TBV Lemgo II

(hk). So wirklich weiß der traditionell so wortgewandte TuS Ahmsen-Obmann Lothar Köhnemann nicht, wie er die Gästemannschaft denn überhaupt bewerten soll. „Lemgo II ist eine Truppe, die mal kann und mal nicht, wie es den Anschein hat.“ Was möchte er uns damit sagen? „Sie gewinnen nach Rückstand“, bezieht er sich auf den 3:2-Sieg über den TuS Asemissen. „Verlieren, wo man denkt, dort müssten sie doch eigentlich punkten.“ Hiermit könnte er tatsächlich den TuS Lockhausen gemeint haben. „Höchste Obacht“ empfiehlt daher Köhnemann, der sich von der Entwicklung seiner Mannschaft hocherfreut zeigt. Im Kreispokal-Viertelfinale wurde der TuS Leopoldshöhe deutlich mit 3:0 distanziert. Davor hatte in der Liga auch der TuS Bexterhagen klar das Nachsehen, erlebt mit einem 0:6 ein deutliches Waterloo in der Werrekampfbahn. „Mit den letzten Spielen im Rücken haben wir schon eine breite Brust, aber da kann auch schnell der Schlendrian einkehren und uns unvorsichtig werden lassen“, warnt Lothar Köhnemann im Lippe-Kick-Gespräch. Die Chancen, gegen den TBV Lemgo II tatsächlich zu gewinnen, stehen gut für die Grün-Weißen, die mit der richtigen Einstellung und Aufstellung den nächsten Sieg einfahren wollen. Gemeinschaftlich soll den Lemgoern der Zahn gezogen werden, ist der Zusammenhalt schließlich auch ein Ass im Ärmel der Gäste: „Sie haben nicht den einen Torjäger, sondern mehrere gute Jungs in den Reihen, die durchaus in der Lage sind, uns einen einzuschenken.“ Der Buddha von der Werre-Kampfbahn wiederholt mantraartig: „Genau darum geht es. Als Team auflaufen und als Team gewinnen.“

 

Was für eine absolute Mammutaufgabe für den TBV Lemgo II. Bei der Aufstiegsfrage muss nicht weit im Alphabet gesucht werden. Beim Buchstaben A tauchen direkt Asemissen und Ahmsen auf. Den Asemissern haben die Hansestädter erst vor Wochenfrist die erste Saisonniederlage beigebracht, in Ahmsen gastieren sie am folgenden Sonntag. Benjamin Rawe hält große Stücke auf die Grün-Weißen, glaubt er an einen Erfolgsweg, den das Seifert-Team beschreiten wird: „Und auch wenn bisher nicht alle Ergebnisse gepasst haben, zeigt die letzte Woche mit den klaren Siegen gegen Bexterhagen und im Pokal gegen Leopoldshöhe, wo die Reise für Ahmsen hingehen soll“, nämlich ganz weit nach oben. Die Ahmser sind der klare Favorit, haben sicherlich die Asemisser 2:3-Niederlage im Hinterkopf, weshalb die Lemgoer nicht damit rechnen sollten, einen übermütigen Kontrahenten anzutreffen. Um solch ein Husarenstück wie gegen das Skarupke-Team zu wiederholen, müssen einige Variable zueinander passen: „Dafür brauchen wir defensiv absolute Disziplin, müssen mindestens drei, vier Spielern permanent auf den Füßen stehen und in Ballbesitz selbst schnell nach vorne spielen“, zählt Rawe diese Punkte im Lippe-Kick-Gespräch auf. Gatzke, Naamo, Zoworka, Hagemann und Sasse müssen auf jeden Fall kürzertreten, sind für Sonntag keine Option. Einzig, wenn es überhaupt nicht anders geht, spielen Schmidt und Hesse mit. Bis zu vier weitere Ausfälle drohen, sind einige Akteure nämlich lädiert.

 

 

Lukas Wessel ist um 15.00 Uhr der Referee auf dem Kunstrasenplatz der Werrekampfbahn in Ahmsen.

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