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Kreisliga A Detmold

Kreisliga A Detmold – Vorbericht Spiele vom 07.10.20

Zwei Spiele und zwei Vorberichte. Lippe-Kick verwöhnt euch, hat sich mit den involvierten Trainern vorab unterhalten. Klickt hinein, so soll es sein.

Tausend Hüte für Ehrenmann Schmiech

Kreisliga A Detmold (hk). In dieser Woche werden Partien außerhalb vom gewöhnlichen Spieltag nachgeholt. Heute Abend hat der RSV Hörste den SV Diestelbruch/Mosebeck zu Besuch. Auch am Mitwochabend wird um 19.30 Uhr jeweils fleißig um Punkte und Tore gezockt. Zwei frisch aufspielende Teams, die noch relativ jung in dieser Spielklasse sind, haben mit dem SC Türkgücü Detmold und dem Türkischen SV Horn zwei alte A-Liga-Recken zu Besuch. Konkret: Für die FSV Pivitsheide geht es gegen den Türkischen SV Horn und der BSV Müssen empfängt den SC Türkgücü Detmold.

 

Dieser Bericht wird präsentiert von:

 

Von Henning Klefisch

 

FSV Pivitsheide vs. Türkischer SV Horn

(hk). Die klare 1:5-Schlappe in Müssen nervt die Beteiligten der FSV Pivitsheide. Natürlich auch FSV Pivitsheide-Coach Dennis Brokmann (Bild rechts): „Im Gegensatz zum letzten Spiel muss einfach alles besser werden. In erster Linie unsere Einstellung zum Spiel, heißt: Einsatz, kämpfen und laufen. Danach die Defensivarbeit, die gegen Müssen nicht A-Liga-tauglich war. Zu guter Letzt die Offensive, um Chancen und Tore zu erspielen“, wird leistungsmäßig also eine komplette Kehrtwende erforderlich sein. Ausgerechnet jetzt kommen die Ball-Künstler aus dem Egge-Stadion, die definitiv Aufstiegstauglichkeit in sich haben. Brokmann adelt die rot-weißen Adler über alle Maßen: „Der Gegner aus Horn hat eine extrem gute, erfahrene und eingespielte Mannschaft, die ganz oben mitspielen wird. Gespickt ist diese Mannschaft mit Einzelspielern, die in der Liga zu den besten Spielern gehören. Vor dem Gegner habe ich den größten Respekt.“ Dies sollte er auch tunlichst haben. Selbst wollen die Pivitsheider ihre eigenen Qualitäten einsetzen, dem spielstarken Kontrahenten nur wenige Einschussoptionen gewähren, zudem mutig eigene Chancen kreieren. Das Motto klingt sehr exoterisch: „Jeder Spieler muss 100 Prozent geben und dann schauen wir, was möglich ist. Wir sind Außenseiter, werden uns aber nicht verstecken.“ Einige Spieler muss Dennis Brokmann ersetzen, darf er dennoch seine Startelf aus einem 17-Mann-Kader auswählen.

 

Da die Pivitsheider in der Vorwoche wohl noch mehr Ausfälle hätten verkraften müssen, waren die Horner sehr charmant und stimmten einer Verlegung auf den morgigen Mittwoch zu. TSV Horn-Coach Thorsten Schmiech, ein Ehrenmann vom Scheitel bis zur Sohle, merkt an: „Wir sind einfach der Überzeugung, dass solche Spiele nur ihren Reiz haben, wenn man sich auch mit den Besten messen kann.“ Darauf freuen sich die Horner, sensibilisiert zugleich Schmiech sein Team, denn er hat die Fähigkeiten vom Vorjahres-Aufsteiger längst durchschaut: „Eine junge Truppe mit enorm viel Intensität, einem guten Umschaltspiel und starken Standards, die mit der Mannschaft der letzten Saison einfach nichts mehr zu tun hat. Für uns bedeutet es also, von Beginn an wach und energisch ins Spiel zu gehen, aber auch geduldig und effektiv zu agieren, um so dem Gegner unser Spiel aufzuzwingen und als Sieger den Platz zu verlassen.“ Schmiech hat ein Ur-Vertrauen in sein Team, rechnet fest damit, dass seine Jungs alles Menschenmögliche in Bewegung setzen, um die volle Ausbeute einzutüten. Die frischen Erfahrungswerte sind sehr präsent, ruft sich Schmiech ins Gedächtnis: „Zudem haben wir diesbezüglich auch noch gute Erinnerungen an den Platz an der Oerlinghauser Straße vom letzten Spiel der letzten Saison, wo wir 75 Minuten in Unterzahl gespielt haben und trotzdem mit viel Leidenschaft und Mentalität 3:0 gewinnen konnten.“ Unter der Woche muss Schmiech einige Ausfälle verkraften, haben einige Spätschicht, andere sind beim Studium. Auf keinen Fall kann Enes Ulun nach Pivitsheide mitfahren, tritt der TSV Horn mit einem 16-Mann-Kader die 16 Kilometer weite Reise an.

 

Der Collina mit Haaren, Schiedsrichter-Legende Timo Franz-Sauerbier, gibt sich Ehre. Um 19.30 Uhr pfeift er die Partie auf dem Kunstrasenplatz an der Oerlinghauser Straße an.

 

BSV Müssen vs. SC Türkgücü Detmold

(hk). Sympathisch kommen die Müssener daher, seitdem sie sich auf die sportlichen Themen konzentriert haben. Den Nebenkriegsschauplätzen wie Schiedsrichterentscheidungen, auch Zuschauerverhalten. Nach dem emotionsgeladenen 2:3 in Heiden ist die Entwicklung vom Aufsteiger sehr ansprechend. Der TuS Horn-Bad Meinberg ist deutlich mit 4:1 bezwungen worden, gab es auch im jüngsten Heim-Match gegen die FSV Pivitsheide einen satten Sieg, dieses Mal mit 5:1. Zwischendurch hat es ein Remis beim 0:0 an der Hebbelstraße, beim SuS Pivitsheide gegeben. BSV-Coach Jan Brinkmann möchte liebend gerne an die vorzeigbare Vorstellung beim Kantersieg über die FSV anknüpfen, fordert vor dem Spiel gegen den A-Liga-Veteran: „Wir dürfen nach der Halbzeit nicht immer unsere Ruhepause einlegen, dürfen in kritischen Situationen nicht zu nervös werden, müssen selbstbewusst auftreten. Falls wir einen Gegentreffer kassieren, sollten wir weiter unser Spiel spielen“, haben die Müssener schließlich bereits eindrucksvoll demonstriert, dass sie an keiner Tor-Phobie leiden. Ein Dutzend Tore in sechs Spielen belegen dies anschaulich. Vor allem in den Heimspielen haben die Blau-Weißen einen ausgiebigen Torhunger entwickelt, gelangen doch neun Tore in den jüngsten beiden Partien. Mit viel Esprit muss weiter der direkte Weg zum gegnerischen Gehäuse gesucht werden, wird eine schnörkellose Spielweise präferiert. Erfahrungswerte mit den Residenzlern gibt es im Bereich der Erstvertretungen nicht, trafen einzig die Reserveteams aufeinander. Hier dominierte die Fairness, der vorbildliche Umgang miteinander. „So kennt man Türkgücü auch“, zeigt er sich angetan von den Detmoldern. Als „katastrophal“ apostrophiert er die Personalsituation. Marcel Esselmann hat sich am Sonntag vor dem Anpfiff verletzt. Christopher Grün studiert in Bremen, natürlich auch unter der Woche, weshalb er folglich auch ausfällt. Der Einsatz von Daniel Gerling (Bild rechts) ist noch unklar, hat er sich gegen FSV Pivitsheide kurz vor dem Abpfiff verletzt. Bei Bennet Kuhlmann (Bild rechts) scheint viel für einen Einsatz zu sprechen. Problematisch, dass aufgrund der drohenden Spiel-Sperre kein Akteur der Zweitvertretung akquiriert werden kann. Unglaublich: Der BSV Müssen wird mit einem Zwölf-Mann-Kader in diese Begegnung gehen. Das nimmermüde und unverwüstliche Mentalitäts-Monster Torsten Johanning wird auf jeden Fall wieder einsatzfähig sein. „Auch das werden wir hinbekommen“, zeigt sich Jan Brinkmann personaltechnisch optimistisch, auch, was die Zielsetzung angeht: „Ziel sind drei Punkte!“

 

Auch Türkgücü Detmold-Coach Erhan Eksioglu (Bild links) vermisst die Erfahrungswerte: „Ein Gegner, den ich Stand heute nicht ganz einschätzen kann.“ Er stellt sich mit seinem Team auf ein „kampfbetontes Match“ ein, in dem der Liga-Neuling dem routinierten A-Klassen-Vertreter „ganz bestimmt alles abfordern wird.“ Selbst möchte der Sportclub eine Reaktion zeigen nach dem 0:1 gegen die SG Brakelsiek/Wöbbel. Auswärts strahlt hell der 1:0-Auswärtserfolg Ende September im Residenz-Derby beim Post TSV Detmold II. Eksioglu gibt die Marschroute aus: „Wir wollen versuchen, unser Spiel dem Gegner aufzudrängen. Wir müssen hellwach sein und versuchen, fehlerfrei zu spielen.“ Auf das verletzungsgeplagte Duo Murat Dede und Gökhan Ak muss verzichten werden. Für Eksioglu ist außerordentlich entscheidend: „Ich wünsche mir ein schönes und faires Match.“

 

Tobias Patzer ist um 19.30 Uhr auf dem Kunstrasenplatz in Müssen für die Spielleitung verantwortlich.

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