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Bezirksliga

Bezirksliga 3 – Vorbericht 6. Spieltag 2020/21

Das erste Sechstel der Saison ist vorüber, am Sonntag geht bereits Spieltag sechs über die Bühne. Es gibt einige Knaller.

Drei Derbys, drei Gastspiele

Bezirksliga 3 (ab). Für unsere neun lippischen Teams stehen am Sonntag unterschiedlichste Aufgaben an. Während der TSV Oerlinghausen (bei der Spvg Brakel II), der TuS Lipperreihe (beim FC Blau-Weiß Weser) und der TuS WE Lügde (beim VfR Borgentreich) auf Reisen sind, stehen sich die anderen sechs in direkten Duellen gegenüber. Und eines ist spannender als das andere. Der FC Augustdorf will gegen den TBV Lemgo eine Reaktion zeigen, der SV Eintracht Jerxen-Orbke dem Post TSV Detmold die erste Niederlage zufügen und der RSV Barntrup bei der SG Hiddesen/Heidenoldendorf den berühmten Bock umstoßen. Zwei Derbys gibt es auch im Kreis Höxter, wo der TSC Steinheim den SV Höxter empfängt und das beste Team aus dem Kreis, der SV Dringenberg, beim FC Peckelsheim-Eissen-Löwen gastiert.

 

Dieser Bericht wird präsentiert von:

 

 

Von André Bell & Henning Klefisch

 

TSC Steinheim vs. SV Höxter

(ab). Die Formkurve des TSC Steinheim zeigt nach dem schwachen Start mit drei teils deftigen Niederlagen zum Auftakt nach oben. Gegen Oerlinghausen gelang vor zwei Wochen ein Sieg, letzte Woche konnte man auch den Post TSV Detmold ärgern. Aktuell liegt der TSC zwar auf dem vorletzten Rang, hat aber Tuchfühlung ans Mittelfeld der Tabelle. Der kommende Gegner aus Höxter hat nur zwei Punkte mehr auf dem Konto. Man könnte also von einem richtungsweisenden Spiel sprechen.

 

Das tut SVH-Coach Uwe Beck aber nicht, den die Tabelle aktuell nicht tangiert: „Auf die Tabelle gucke ich nach fünf Spieltagen nicht. Sobald zehn Spiele und ein Drittel der Saison rum ist, lässt sich frühestens eine erste Tendenz erkennen.“ Den TSC Steinheim bezeichnet er als „gefährlichen Gegner“ und erwartet eine Mannschaft, „die versuchen wird uns in ekelige Zweikämpfe zu verwickeln und in den entscheidenden Momenten zuschlagen möchte.“ Beck ist zudem zu personellen Umstellungen gezwungen, am Sonntag stehen ihm inklusive Torhüter 16 Spieler zur Verfügung. „Die Idee für Sonntag steht, das System grundsätzlich auch, die Frage ist nur noch, wie wir es personell besetzen“, gibt es noch das ein oder andere Fragezeichen. Aber auch so ist Beck überzeugt davon, „dass der Knoten platzen kann. Dafür sollten wir aktiv Fußball spielen, uns von Was-wäre-wenn-Theorien freimachen und die volle Power auf die Platte bekommen. Unsere Momente werden im Laufe des Spiels kommen, in denen gilt es da zu sein und in die Erfolgsspur zurückzukehren.“

 

Bahattin Oezdem hat ab 14.00 Uhr die Spielleitung.

 

Spvg Brakel II vs. TSV Oerlinghausen

(ab). Nach dem Debakel am vergangenen Wochenende ist die Spvg Brakel II auf dem bisherigen Tiefpunkt der Saison angekommen. Im Grunde kann es jetzt nur noch besser werden. Wunden lecken war angesagt unter der Woche, Coach Norbert Dölitzsch gibt sich nachvollziehbarerweise eher wortkarg. „Oerlinghausen ging für viele als einer von drei, vier Meisterkandidaten in diese Spielzeit, hinkt aber den Erwartungen bislang hinterher.“ Dennoch hängen die Trauben hoch für das Tabellenschlusslicht, das seine „historische Niederlage von Lemgo in der Woche aufgearbeitet“ hat und nun versuchen wird, am „Sonntag etwas Zählbares mitzunehmen.“ Allerdings gestalten sich die personellen Voraussetzungen als unverändert schlecht. „Doch mit Einstellung, Ehrgeiz und Einsatz ist schon anderen Mannschaften eine Überraschung gelungen“, hat Dölitzsch die Hoffnung noch lange nicht aufgegeben.

 

Auch beim TSV Oerlinghausen hat man das letzte Spiel der Spvg auf dem Schirm. „Aber gerade das kann sie gefährlich machen, also das vielleicht so eine Wiedergutmachungsstimmung da aufkommt“, warnt Tobias Dingerdissen davor, den Gegner als locker schlagbar anzusehen. Das ist schließlich vor zwei Wochen in Steinheim schon gründlich danebengegangen. „Wir müssen langsam auch mal wieder zu uns finden, die letzten Wochen waren alles andere als überzeugend. Es wird Zeit, dass wir mal wieder einen Sieg holen und um nichts anderes geht“, so Dingerdissen. „Es geht nicht darum, die aus dem Stadion oder vom eigenen Platz zu schießen. Es geht einfach nur darum, hinzufahren, drei Punkte zu holen und wieder nach Hause zu fahren und so werden wir das Spiel auch angehen.“ Ein Erfolgserlebnis muss her, damit „wir wieder in die Spur finden“, fordert der Co-Trainer. Personell gibt es zwei, drei gesundheitlich angeschlagene Spieler, aber ansonsten „sieht’s ganz gut aus, denke ich.“

 

Um 14.30 Uhr ist Anstoß im Brakeler Thermo-Glas Stadion. Schiedsrichter Sebastian Rettler kommt aus dem Kreis Soest.

 

FC PEL vs. SV Dringenberg

(ab). Der SV Dringenberg gehört für PEL-Coach Matthias Rebmann neben dem Post TSV Detmold und dem TSV Oerlinghausen zu den „Top-Favoriten auf die Meisterschaft. Da müssen wir uns am Sonntag schon richtig strecken, um was Zählbares mitzunehmen“, weiß der Coach außerdem, dass „sie sich vor der Serie nochmal richtig gut verstärkt haben.“ Die große Stärke des SVD sieht Rebmann in der Offensive: „Da sind sie sehr aufgestellt und haben mit Viktor Schmidt einen der Top-Torjäger des vergangenen Jahrzehnts in der Bezirksliga dazubekommen. Und auch auf den Außenbahnen sind sie sehr gut und sehr schnell besetzt. Da müssen wir uns schon wesentlich besser und geschickter anstellen als letzte Woche im Spiel gegen Lügde“, als der FC PEL defensiv ein ums andere Mal überlaufen wurde und offen stand. Rebmann rechnet mit „ein bisschen Brisanz“, schließlich ist es ein Derby. „Von daher sind unsere Jungs da auch immer hochmotiviert und ich hoffe, dass wir da am Sonntag wirklich alle bei 100 % sind und einen richtig guten Fight anbieten können.“ Außerdem wird es Zeit, dass der FC PEL, der in drei Auswärtsspielen noch ungeschlagen ist, nun auch „zu Hause punktet. Unsere sieben Punkte haben wir in der Fremde geholt, das ist für unsere Zuschauer natürlich dann auch nicht so angenehm, da möchten wir natürlich auch zu Hause ein bisschen mehr anbieten.“ Das Problem hatte der FC PEL bereits letztes Jahr, als man nach Einweihung des Kunstrasens zu Hause einige Spiele nicht gewinnen konnte. „Das geht auch so ein bisschen an die Nerven der Spieler. Deswegen wollen wir jetzt auch mal sehen, dass wir zu Hause die Kurve kriegen.“ Personell hat sich im Vergleich zum Spiel letzte Woche kaum was verändert. „Wir haben noch ein paar Kranke diese Woche gehabt, die natürlich durch die Corona-Lage dann nicht trainieren konnten“, so Rebmann, der hofft, „dass sich das zum Wochenende wirklich entspannt, dass wir wirklich alle wieder dazu bekommen, dann wird der Kader so zusammengesetzt sein wie letzte Woche.“

 

Als bestes Team aus dem Kreis Höxter fährt der SV Dringenberg nach Peckelsheim, eine „Mannschaft, mit der wir uns die letzten Jahre immer sehr enge und knappe Spiel geliefert haben“, erinnert sich Coach Sven Schmidt. Der FC PEL ist zudem „eine Mannschaft, die von der Robustheit und ihrem Zweikampfverhalten lebt, die mittlerweile den Abgang von Pascal Knoke auch sehr gut verkraftet hat.“ Folglich wird das nicht einfach für die Gäste: „Wir wissen, worauf es ankommen wird, dass wir alle Zweikämpfe annehmen müssen, dass wir von Anfang an ins Spiel gut reinkommen. Das war gerade das, was wir die letzten Wochen wirklich gut gemacht haben.“ Das will Schmidt von seiner Mannschaft auch diesmal sehen: „Dann bin ich auch davon überzeugt, dass wir da auch drei Punkte mitnehmen werden und das ist ganz klar das Ziel, das wir für Sonntag verfolgen.“

 

Björn Schlingmann leitet die Partie, um 15.00 Uhr geht es los.

 

 

FC Augustdorf vs. TBV Lemgo

(hk). Zum Bewährungsspiel wird für den FC Augustdorf das Lipper-Derby gegen den TBV Lemgo. Die frische 1:5-Demütigung beim SV Dringenberg hat so richtig wehgetan. Für FCA-Coach Matthias Heymann gleicht das folgende Spiel einer Standortbestimmung, betont er im Lippe-Kick-Gespräch: „Wir werden am Sonntag sehen, ob das Spiel gegen Dringenberg nur ein Ausrutscher nach unten war oder ob es für die Top-Teams der Liga einfach noch nicht reicht.“ Für ihn ist der Bezirksliga-Rückkehrer „definitiv“ eine der „spielstärksten Mannschaften“ in der gesamten Spielklasse. Um die favorisierten Hansestädter tatsächlich zu bezwingen, muss viel passen, doch es erscheint möglich für die Sandhasen. „Dafür bedarf es neben der passenden Einstellung, aber auch spielerisch eine deutliche Verbesserung“, erklärt Heymann (Bild rechts) die Basis-Tugenden, die für den Heimsieg erforderlich sind. Das Augustdorfer Trainerteam darf aus einer reichhaltigen Mannschaft auswählen, gibt es beim Abschlusstraining die Möglichkeit, für sich erfolgreich zu werben. Abgesehen vom verpatzten 2:4-Heimauftakt gegen die SG Hiddesen/Heidenoldendorf sind die Sennekicker am heimischen Schlingsbruch unbesiegt. Neben den Siegen über Barntrup (4:1) und Lügde (2:0) gab es das 1:1 gegen den TuS Lipperreihe.

 

 

Was für ein epischer Torrausch des TBV Lemgo. 33 Tore haben die Hansestädter in den letzten fünf Pflichtspielen erzielt. Zuletzt hat die Spielvereinigung Brakel II ihr persönliches Waterloo erlebt, erlitt beim 0:14 einen Kollateralschaden auf dem Jahnplatz. Deutlich komplizierter wird da schon die folgende Aufgabe gegen den etablierten Bezirksligisten FC Augustdorf. Das aktuell verletzte Sprachrohr Simon Schneidermann hat die Entwicklung der „Reds“ wachsam beobachtet. Er findet: „Sie haben sich in den vergangenen Jahren Schritt für Schritt weiterentwickelt. Wahrscheinlich hat alleine Alexander Eck mehr Bezirksligaspiele auf dem Buckel als unsere gesamte Startelf“, muss Schneidermann einsehen, dass Eck einfach nur eine unfassbare Legende im lippischen Fußball darstellt. Geheimnisse gibt es nicht voreinander, kreuzten sich dafür schon zu häufig die Klingen der beiden Traditionsvereine. Die Vorgabe, die Schneidermann ausgibt, klingt gut nachvollziehbar, da naheliegend: „Wir müssen uns auf uns selbst konzentrieren und die körperliche Spielweise auf dem vermutlich tiefen Rasenplatz annehmen. Als Kunstrasenmannschaft tut man sich da zu Beginn des Spiels manchmal etwas schwer.“ Eine leichte Verbesserung ist im Personalsektor zu spüren. Ohne Gewähr, ist es doch noch möglich, dass sich im Abschlusstraining am Freitag ein Akteur verletzt. Neben Schneidermann (Bild rechts) werden auch Philipp Born, Arno Warkentin und Leon Kienast ausfallen. Wenn der direkte Tabellennachbar SV Dringenberg in Peckelsheim patzen sollte, winkt für die schwer in Gang gekommenen Lemgoer der zweite Tabellenplatz am Sonntag-Abend.

 

Sven Hagemeier leitet diese Begegnung ab 15.00 Uhr auf dem Rasenplatz in Augustdorf.

 

 

SV Eintracht Jerxen/Orbke vs. Post TSV Detmold

(hk). Es kann nur besser werden. Das letzte Lipper-Derby an der Bundesstraße war gründlich verhagelt, setzte es eine bittere 1:5-Klatsche gegen den TBV Lemgo. Am Sonntag wird die Brisanz noch einmal deutlich intensiviert, denn das größte Derby steht im Detmolder-Stadtgebiet an, können die „Junx“ mit einem Heimsieg zu lokalen Helden mutieren. SV Eintracht Jerxen-Coach Marco Schlobinski ordnet die Ausgangslage ganz sachlich ein: „Die Tabelle sagt im Moment einiges aus. Post TSV hat noch keinen Verlustpunkt, sind da bisher schadlos durch die Saison gegangen. Sie gewinnen auswärts wie zu Hause“, führt dieser dominante Saisonstart dazu, dass er die Gäste in der „klaren Favoritenrolle“ sieht. Um tatsächlich zu einem Husarenstreich in der Lage zu sein, benötigen die Blau-Weißen „einen guten Tag“, möchte man Schlobinski an dieser Stelle nicht widersprechen. Die Vorgabe von ihm ist einleuchtend: „Wir müssen solch ein Derby annehmen, es mit Freude und Lust spielen, bissig und mutig sein.“ Wenn all diese Punkte zusammenkommen, könnte dem Aufsteiger tatsächlich der Erfolgs-Coup gelingen.

 

Vor allem für den Post TSV Detmold-Coach Andre Patscha wird diese Partie eine ganz besondere sein. Die Vorfreude ist exorbitant, dominiert bei ihm die Wiedersehensfreude. Bis in den Eintritt in sein Twen-Dasein genoss er bei seinem Heimatverein die fußballerische Ausbildung, coachte ein paar Jahre später die Reserve vom SV Eintracht Jerxen/Orbke. Deshalb ist es seriös und realistisch, ihn zu einer Gegner-Analyse zu befragen: „Eine wirklich sehr gute Truppe. Sie haben junge, wilde Leute, die aus der Jugend herauskommen. Davon profitiert Jerxen/Orbke. Da sie aus der Jugend viel fußballerisches Potenzial mitnehmen, sind sie eine der spielstärksten Mannschaften in der gesamten Liga“, adelt Patscha seinen Ex-Verein in den höchsten Tönen. Wenn diese fußballerisch hervorragend ausgebildeten Kicker von solch Diamantenschleifern wie Marco Schlobinski und Bastian Möller entwickelt werden, dann resultiert daraus eine schlagkräftige Mannschaft. Diese wird im Residenz-Derby ganz bestimmt auch den Postlern ordentlich Paroli bieten. In solch einem Klassiker, voll von Lokalkolorit, werden die acht Punkte Vorsprung, die die Postler vor den Hausherren innehaben, keine relevante Aussagekraft besitzen. Patscha (Bild links) ist lange genug in der lokalen Fußball-Szene unterwegs, um zu erahnen, dass solch ein Prestige-Erfolg für ein überbordendes Selbstvertrauen sorgen könnte, wodurch die Post-Kutsche noch weiter Fahrt aufnehmen könnte. Allerdings soll man den Tag nicht vor dem Abend loben. „Es wird ein ganz schweres Stadtderby. Mit Pietsch haben sie vorne einen guten Stürmer drin, mit Meier haben sie einen sehr guten Innenverteidiger, mit Fynn Peters, Magnus Diekmann und Marius Jans sehr starke Zentrumsspieler. Die werden uns alles abverlangen“, glaubt Patscha. Sein innigster Wunsch: „Hoffentlich werden dort drei Punkte geklaut.“

 

Um 15.00 Uhr ist Marius Würtz der Referee auf dem Kunstrasenplatz in Jerxen.

 

SG Hiddesen/Heidenoldendorf vs. RSV Barntrup

(hk). Man muss keinen grauen Haarkranz auf dem Scheitel tragen, um sich noch daran zu erinnern, als die SG Hiddesen/Heidenoldendorf in der B-Liga und der RSV Barntrup vor einigen Jahren in der Landesliga aktiv war. Mittlerweile haben die jungen Fohlen den roten Teufeln den Rang abgelaufen. Nach dem Maximalstart mit drei Siegen gab es eine 1:2-Niederlage in Lauenförde, trotz einer anständigen Leistung. Beim 0:0 in Höxter überzeugte die Mannschaft von Coach Markus Rüschenpöhler (Bild links) ebenfalls, zumindest im Abwehrbereich. Die Hausherren sind die Minimalisten der Liga, fielen in den Spielen erst 13 Tore in Summe. Ganz anders die Barntruper, die offensiv bereits elfmal zuschlugen, mit drei Gegentoren pro Spiel allerdings eine sehr poröse Abwehrleistung verkörperten. Ob ein 3:3 gegen Borgentreich, das 3:4 gegen BW Weser oder auch ein 8:4 in Bad Salzuflen, beim RSV Barntrup kamen die Zuschauer stets auf ihre Kosten, aber Coach Daniel Barbarito hat die eine oder andere Falte auf der Stirn dazubekommen. Eine erhöhte physische Komponente wird mit dem RSV-Sturmduo Kevin Elsner und Leon Baumeister auf die Abwehr aus Hiddesen/Heidenoldendorf zukommen. „Einige jüngere Spieler sind zum RSV gestoßen, die vor der Saison für Furore gesorgt haben“, so die Beobachtung von Rüschenpöhler. Als „richtungsweisend“ bezeichnet er diese Partie, bemerkt er doch: „Können wir das Spiel gewinnen, können wir uns im oberen Bereich etwas festsetzen, können die oberen Mannschaften aus der unteren Tabellenregion etwas distanzieren.“ Falls die Truppe vom Fußball-Professor allerdings ohne Punkte aus dem Spiel gehen sollte, schmilzt der Vorsprung auf bis zu drei Zähler zusammen. Dann würde auch Hiddesen/Heidenoldendorf trotz des Traumstarts wieder den Kontakt zu den Abstiegsrängen intensivieren. Rüschenpöhler: „Wir streben den Dreier zu Hause an, wissen aber, dass es eine sehr schwere Aufgabe wird gegen Barntrup. Ich bin gespannt, wie sich der RSV am Sonntag präsentiert, welche Ausrichtung er hat.“ Auffällig: Im sechsten Saisonspiel veranstaltet die Spielgemeinschaft erst ihr zweites Heimspiel. Auf dem heimischen Rasenplatz am Bent könnten hier einige Vorteile für die Hausherren liegen, denn Barntrup ist bekanntlich eine Kunstrasenmannschaft. Bitter für die Spielgemeinschaft: Einige wichtige Akteure fallen aus, wird der breite Kader diese Vakanzen zumindest in der Quantität auffangen können.

 

Eine wahre Laudatio hält RSV Barntrup-Coach Daniel Barbarito auf den kommenden Gegner: „Ein sehr sympathischer Verein, der von außen betrachtet, in den letzten Jahren eine sehr gute Arbeit verrichtet. An der Spitze mit Lütfi Soylu und Markus Rüschenpöhler leisten sie eine absolut gute Arbeit, hier auch gerade in der Jugend. Regelmäßig kommen gute, junge Leute in die erste Mannschaft, die qualitativ hochwertig für die Bezirksliga sind.“ All dies wird dazu führen, dass er die SG Hiddesen/Heidenoldendorf in das obere Tabellendrittel verortet, soll der Gegner nach zwei sieglosen Partien zuletzt allerdings erst am kommenden Spieltag wieder in die Erfolgsspur zurückfinden. Die Barntruper verfolgen schließlich auch eigene Interessen, benötigen dringend ein Erfolgserlebnis, um die Stimmung wieder anzuheizen. Am Dienstag fand eine Aussprache statt, durften alle Beteiligten ihre Sicht der Dinge schildern. Es war eine konstruktive Erörterung der Gesamtsituation, um anschauliche Lösungsbeispiele zu benennen, um den Weg aus der Ergebniskrise zu finden. Realistische Gedankengänge sind in Barntrup anzutreffen, dass es für die Plätze in den nördlichen Tabellengefilden nicht reichen wird, doch die momentane Tabellensituation ebenfalls nicht dem eigenen Können entspricht. In das Lipper-Duell in Hiddesen besetzen die Roten Teufel die Außenseiterrolle, möchte man dennoch auf überraschende Punkte lauern. Fleißig wurde der Trainingsarbeit beim RSV Barntrup nachgegangen, lag hier der Fokus auf einem sinnvollen Aufbauspiel, wurde zudem eine Verbesserung vom Abwehrverhalten als wichtig erkannt. Den positiven Schwung aus dem Trainingsalltag mit in das Spiel zu nehmen, zudem die eine oder andere taktische Änderung für das Spiel beim Favoriten vorzunehmen, das erhofft sich Barbarito (Bild rechts) im Lippe-Kick-Gespräch. „So langsam sind wir mal wieder dran, drei Punkte zu holen. Ich hoffe, dass das Sonntag passieren wird. Wenn wir mit leeren Händen dastehen, ist das kein Beinbruch. Die Mannschaft weiß, dass Hiddesen/Heidenoldendorf eine absolute Qualität hat. Wenn wir da keine Punkte holen, müssen wir die eben woanders holen“, überwiegt bei ihm die nüchterne Betrachtungsweise.

 

 

Auf dem Rasenplatz vom Hiddeser Bent ist ab 15.00 Uhr Felix Wittreck der Mann mit Pfiff.

 

FC Blau-Weiß Weser vs. TuS Lipperreihe

(ab). Mit zwei Siegen im Rücken ist das Selbstvertrauen in den letzten Wochen beim FC Blau-Weiß Weser deutlich angewachsen. Dennoch geht man mit einer gesunden Portion Respekt ins Heimspiel gegen den TuS Lipperreihe, den Coach Marcus Menzel stark einschätzt: „Wenn du nach fünf Spielen mit zehn Punkten in der Tabelle auf Platz vier stehst, dann hat das sicherlich nichts mit Zufall zu tun.“ Auch die geschossenen Tore, mehr als drei im Schnitt, „sprechen eine deutliche Sprache und das zeigt auch, dass da auch gerade in der Offensive hohe Qualität sein muss. Von daher werden wir uns da schon mächtig strecken müssen und definitiv auch konzentrierter spielen, als wir das in Barntrup in der ersten halben Stunde getan haben, ansonsten werden wir da nichts holen gegen Lipperreihe.“ In Sachen Personalsituation hat sich gar nichts getan. Es gibt weder Rückkehrer noch neue Ausfälle. Letzteres wertet Menzel „ganz positiv. Also von daher hoffen wir mal, dass das auch bis Sonntag so bleibt.“

 

Lipperreihe-Torwart-Trainer Timo Kapale schätzt auch, dass „der kommende Gegner nach zwei Siegen in Folge sicher selbstbewusst auftreten“ wird. „Zumal diese gegen Hiddesen sowie Barntrup zustande kamen. Letzterer sogar nach einem klaren Rückstand. Das zeugt von einem guten Teamgeist, großem Willen und auch Qualität.“ Folglich ist der so gut gestartete Aufsteiger „gewarnt“ und benötigt „eine richtig gute Leistung, um etwas Zählbares mitzunehmen.“ Das bedeutet aber auch, dass sich der TuS „in allen Bereichen gegenüber der vergangenen Woche massiv steigern“ muss. Der Kader für Sonntag ist noch vollkommen offen. „Wie jede Woche gibt es angeschlagene Spieler, da gilt es abzuwarten für wen es reicht oder nicht.“

 

Schiedsrichter Carsten Müller aus Paderborn hat die Spielleitung. Um 15.00 Uhr ist Anstoß.

 

 

VfR Borgentreich vs. TuS WE Lügde

(hk). Eine echte Welt-Premiere erlebt der VfR Borgentreich am kommenden Sonntag ab 15.30 Uhr. Zum ersten Mal kreuzen sich die Klingen mit der Westfälischen Eiche aus Lügde. Heftig vom Verletzungspech gebeutelt sind die Borgentreicher, die ersatzgeschwächt dieses Heimspiel gegen den lippischen Aufsteiger angehen. Der VfR-Manager Thomas Schulte prognostiziert:  „Dennoch denke ich, dass es erneut ein Spiel auf Augenhöhe sein wird.“ Fünf Plätze, allerdings nur zwei Zähler, sind die Gäste besser im Ranking stehend. Die Osterräderstädter haben ihre enorme Heimstärke unter Beweis gestellt, holten sie doch sämtliche sieben Saisonzähler vor heimischer Kulisse. Zudem haben sie mit Brakel II und Steinheim Kontrahenten aus den südlichen Tabellengefilden zu Besuch gehabt. Hier feierten die Weber-Männer jeweils Schützenfeste, verschönerten somit deutlich ihr Torverhältnis. In der Fremde steht hingegen eine wenig ruhmreiche Null auf dem Tableau, was nach Ansicht von Thomas Schulte, dem sportlichen Leiter in Borgentreich, auch so bleiben soll: „Wir werden alles daran setzen, dass die Punkteausbeute von Lügde auswärts so bleibt, wie sie derzeit ist und peilen auch mit dem Personalmangel den zweiten Dreier auf der heimischen Rolandkampfbahn in Borgentreich an.“ Das Improvisationstalent von Coach Christopher Brand wird voll erforderlich sein, um eine konkurrenzfähige Mannschaft ins Rennen zu schicken. Schulte verströmt im Lippe-Kick-Gespräch eine Menge positive Energie: „Ich bin aber zuversichtlich, dass die Jungs in der Lage sind, mit dem nötigen Kampf und Einsatz den zweiten Heimsieg der Saison einzufahren.“ Wichtig, damit keine Irritationen entstehen: „An dieser Stelle möchte ich im Namen des gesamten Vorstands des VfR Borgentreich, auch aufgrund der aktuellen Lage noch mal ausdrücklich auf die Zuschauer und Fans auf dem Borgentreicher Sportplatz hinweisen, sich strikt an die Coronamaßnahmen auf dem Sportgelände zu halten. Wir müssen alle aufeinander achtgeben und die Abstände und nötigen Maßnahmen einhalten, damit ein reibungsloser Ablauf gewährleistet werden kann.“ Spannend und fair soll es am Sonntag zugehen, wünscht sich der Borgentreicher naturgemäß das bessere Ende für seine Mannschaft.

 

 

 

Eine Reise in das Ungewisse wartet auf den TuS WE Lügde. Ähnlich wie sein Vorredner geht auch TuS WE Lügde-Keeper Felix Wessel von einer ausgeglichenen Partie aus. Was kann er Lippe-Kick zu den Übungseinheiten unter der Woche mitteilen? „Die Trainingswoche war gut, der eine oder andere angeschlagene Spieler kehrt zurück.“ Vor Wochenfrist hat es ein rasantes 3:3-Unentschieden gegen Peckelsheim gegeben. Toll war die Moral vom Liga-Neuling, der nach einem 0:2-Rückstand stark zurückkam, am Ende einen Zähler einheimste. „Wenn wir an unsere Leistung vor allem aus der zweiten Hälfte anknüpfen, sollten wir auf jeden Fall etwas Zählbares mitnehmen können“, hofft Wessel hier auf eine Fortführung des jüngsten Aufwärtstrends. Der verletzte Robin Schlieker, der gesperrte Jonas Hasse und der urlaubende Lukas Nöltker fallen aus. Bei dem einen oder anderen angeschlagenen Akteur muss bis kurz vor dem Anpfiff gewartet werden, wie sich der Fitnesszustand darstellt.

 

 

Um 15.30 Uhr erfolgt der Anpfiff auf dem Kunstrasenplatz in der Roland-Kampfbahn in Borgentreich. Marco Prüßner ist der Referee für diese Begegnung.

 

 

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