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Kreisliga A Lemgo

Kreisliga A Lemgo – Vorbericht 8. Spieltag 2020/21

Ach, sieh mal einer an. Ein Sechserpack erfreut sich nicht nur im Bier-Sektor allergrößter Beliebtheit. Klickt euch rein, so soll es sein.

Ahmsen will ein Ende der Negativ-Serie

Kreisliga A Lemgo (hk). Diese achte Runde hat es richtig in sich. Im unteren Tabellenmittelfeld bekommt die SG Bentorf/Hohenhausen Besuch vom punktgleichen FC Schwelentrup-Spork/Wendlinghausen. Der TuS Brake, das einzige Team ohne einen Saison-Dreier, gastiert bei der SG Sonneborn/Alverdissen. Leicht wird es auch nicht für den Vorletzten SG Leese/Hörstmar/Lieme, muss für das Gastspiel beim TuS Lockhausen sicherlich keine Vergnügungssteuer erhoben werden. Dazu gibt es noch drei leckere Spiele mit viel Derby-Geschmack: Der TuS Ahmsen duelliert sich mit dem SV Werl-Aspe, der SC Bad Salzuflen mit dem TuS Leopoldshöhe und der TSV Oerlinghausen II trifft sich auf einen munteren Kick mit dem Turn- und Sportverein vom „Alten Postweg“  aus Bexterhagen. Das Spiel zwischen der SG Sonneborn/Alverdissen und dem TuS Brake fällt wegen Corona-Fällen bei den Gästen aus.

 

Dieser Bericht wird präsentiert von:

 

 

Von Henning Klefisch & Andre Bell

 

TuS Ahmsen vs. SV Werl-Aspe

(hk). Der geselligste Typ im gesamten FuL-Kreis Lemgo ist wahrscheinlich Lothar Köhnemann. Man benötigt ein Herz aus Stein, um den Ahmsen-Bomber nicht sympathisch zu finden. Stets nimmt sich der Obmann vom TuS Ahmsen Zeit für ein kurzes Plauschen, schäkert er hier, juchzt er dort. Vor dem Heimspiel gegen den Nachbarverein ist die Vorfreude außerordentlich groß. Deshalb verrät er doch bei Lippe-Kick: „Bei Werl-Aspe denke ich zuerst an einige alte Weggefährten und Freunde, die man im Laufe der Jahre immer wieder sieht und gerne trifft.“ So viel zu den atmosphärischen Gesichtspunkten, die außerhalb der sportlichen Gemengelage Eindruck schinden. Der SV Werl-Aspe hat auf dem Spielfeld nämlich die grün-weißen Himmelsstürmer im Pokal und in der Liga schnell verglühen lassen. Am Sonntag kommt es also zum Aufeinandertreffen der punktgleichen Tabellen-Nachbarn, stehen jeweils zehn Zähler auf der Habenseite. Da die Ahmser in dieser Saison eine Vorliebe für Punkteteilungen entwickelt haben, bereits viermal remisierten, ist das Torverhältnis um vier Tore vorteilhafter. Dass beide Teams sogar hinter dem Nachbarverein und Aufsteiger TuS Lockhausen liegen, konnte vor der Saison nicht unbedingt erwartet werden. Köhnemann (Bild rechts) erwartet ein Aufeinandertreffen, was „auf Augenhöhe“ stattfindet. Das 2:2-Unentschieden jüngst gegen den TBV Lemgo II lässt ihn keine Polonaise in der Ahmser Werrekampfbahn veranstalten. Nach vielen anstrengenden Wochen hat Coach Jörn Seifert (Bild rechts unten) seinem Team in der Trainingswoche ein wenig Erholung und Entspannung empfohlen. Ständig zu überpacen, das tut nicht gut für Körper und Geist. Immerhin muss für die anstehenden zwei Monate, in denen noch Pflichtspiele bestritten werden, noch genügend Sprit im Tank sein, um den einen oder anderen Kontrahenten im Ranking zu schlucken. Mit einem Heimsieg könnte so ein erster Schritt in diese Richtung gegangen werden. Die Wertschätzung für den SV Werl-Aspe ist bei Lothar Köhnemann allerdings enorm, findet er doch: „Werl-Aspe ist und bleibt eine Art unangenehmer Gegner der besseren Kategorie. Auch wenn einige Jungs weg sind, haben sie doch neue starke Jungs dazubekommen und sind fähig, Bezirksligisten zu schlagen.“ Er hat den Kreispokal-Sieg gegen den RSV Barntrup im Blick. Dadurch nimmt die Mannschaft vom lippischen Domenico Tedesco, von Coach Marcio Goncalves, am Westfalen-Pokal teil. Deshalb muss beim TuS Ahmsen am Sonntag ganz viel funktionieren: „Wir werden schon gewaltig aufspielen und agieren müssen, um Punkte zu behalten. Aber und da machen wir uns nichts vor, wir wollen und müssen bald wieder punkten“, müssen die Saisonziele ansonsten bescheidener formuliert werden. Bis dahin ist aber Schonzeit angesagt. Für eine stimmungsvolle, da gut besuchte Werre-Kampfbahn, dürfte gesorgt sein, werden wohl die dieses Mal spielfreien Reserve-Kicker ihre A-Liga-Kameraden von der Seitenlinie aus anfeuern. „Wir hoffen auf ein volles Haus und ein gutes Spiel“, könnten beide Wünsche für Lothar Köhnemann tatsächlich in Erfüllung gehen.

 

 

Man weiß nur allzu gut, was man voneinander hat. Die jüngsten Erfahrungswerte der Werl-Asper sind ausschließlich positiv besetzt. Zum Start seiner Trainer-Aufgabe bei den Schwarz-Weißen startete Marcio Goncalves (Bild links) furios, wie erfolgreich. Er schlug den Erzrivalen innerhalb weniger Tage. Ganz viel Wertschätzung ist vernehmbar, als Goncalves die Qualitäten vom Kontrahenten aufzählt: „Ahmsen ist eine spielstarke Mannschaft, mit starken Individualisten, wie Pluskat, Seifert, Tim Jahn und unserem ehemaligen Spieler Basel Neamy.“ So sollen die gegnerischen Angriffszüge bereits „im Keim erstickt“ werden, wünscht er sich von seiner Elf zugleich „gefährliche Nadelstiche“, die die Ahmser-Abwehr in Unruhe versetzen sollen. Mehr Coolness vor dem gegnerischen Gehäuse erhofft sich Goncalves ebenfalls, muss er im letzten Drittel aber einige wichtige Kicker ersetzen. Er fühlt sich in seiner Annahme der Ausgeglichenheit dieser Spielklasse mehr als bestätigt, diktiert er Lippe-Kick dazu in den Notizblock: „Ich habe Ahmsen tabellarisch besser eingeschätzt, aber das zeigt uns, dass die Liga einfach unberechenbar ist.“ Ein Auswärtssieg ist dem Überraschungs-Ei dieser Liga definitiv zuzutrauen. Mit je drei Siegen und Niederlagen und einem nahezu ausgeglichenen Torverhältnis verkörpert der SV Werl-Aspe das absolute Mittelfeld. Die Pflichtaufgaben gegen die Kellerkinder wie SG Leese/Hörstmar/Lieme (5:1) und TuS Brake (3:2) wurden gewissenhaft erledigt. Gegen den Aufsteiger TuS Lockhausen gab es einen knappen 1:0-Sieg. Zwei Ergebnisse fallen aus der Norm: Das 0:1 beim Liga-Neuling SG Bega/Humfeld und der Pokal-Triumph nach Elfmeterschießen über den Bezirksligisten RSV Barntrup. „So schauen wir mal, was am Sonntag so drin ist“, sind die Heerser Bruch-Boys von allen A-Ligisten derzeit am schwersten zu analysieren. Marcio Goncalves predigt vehement den Kollektiv-Gedanken, soll seine Mannschaft von Anpfiff an das Spiel voll annehmen. Wenn seine Worte in die Tat umgesetzt werden, rechnet er sich ein „interessantes Duell“ aus. Die Abwehr erfährt Stabilisierungsmaßnahmen. Alexander Schneider gibt sein Comeback und Luca Kopsieker hat seine Rot-Sperre abgesessen.

 

Sascha Kreye ist ab 15.00 Uhr auf dem Kunstrasenplatz in Ahmsen der Spielleiter.

SG Sonneborn/Alverdissen vs. TuS Brake (Spielausfall wegen Corona-Fällen bei den Gästen)

(hk). Die stets entspannten Jungs der SG Sonneborn/Alverdissen streben nun den dritten Saisonsieg an. Alles andere wäre vor dem Heimspiel gegen das sieglose Schlusslicht TuS Brake geheuchelt. Dass die Elsner-Jungs oft ein wenig unter dem Radar fliegen, leider auch medial, ist bekannt. Die Teams aus den größeren lippischen Ballungszentren stehen mehr im Fokus. Dabei wird in Ostlippe eine sehr gute Arbeit geleistet, darf man hier doch seit Jahren ansprechenden A-Liga-Fußball anbieten. „Es ist ein klares Ziel, dass wir am Ende mit drei Punkten dastehen“, hat es SG-Sprachrohr Marcel Krügel auf den Maximalertrag abgesehen. In den letzten drei Partien gelang das der Spielgemeinschaft nur beim spektakulären 5:2-Heimerfolg über einen verdutzten TBV Lemgo II. In den letzten beiden Gastspielen im nordwestlichen Lipperland hat sich das 1:1-Unentschieden allergrößter Beliebtheit bei der SG erfreut. In Bexterhagen und in Werl-Aspe endeten die Partien mit diesem Resultat. Nun geht Sonneborn/Alverdissen als klarer Favorit in das Aufeinandertreffen mit den Walkenfeld-Jungs. Louis Klingenberg ist mental und körperlich ganzheitlich erholt aus seinem Urlaub zurückgekehrt. Auf den Rot-Sünder Frederic Frey und Gelb-Sünder Jannick Stöber muss verzichtet werden. Bei Fabio Husmann wird das Abschlusstraining entscheiden, ob er wirklich Einsatzfähigkeit vorweisen kann.

 

TuS Brake-Geschäftsführer Michael Berge warnt via Lippe-Kick: „Wir sollten und müssen natürlich allmählich mal wieder punkten, ansonsten verlieren wir den Kontakt zum Mittelfeld und rutschen in die tiefsten Abgründe.“ Noch ist nichts verloren, sind es fünf Punkte zum rettenden Ufer. Bei der sieben Punkte besser rangierenden SG Sonneborn/Alverdissen sollten die Walkenfeld-Jungs dringend punkten. Dann wäre man mit nur noch zwei Punkten Abstand in unmittelbarer Schlagdistanz zu den sicheren Tabellengefilden. Auf die verletzten Sascha Penner, Oliver Isaak, André Kirsch (Bild links) und Simon Drexhage und den Urlauber Tjalf Deppe muss Chefcoach Andreas Ridder verzichten. Bruder Sören Deppe gibt sein Comeback.

 

Ravel-Lukas Geck ist der Mann mit der Pfeife. Auf dem Rasenplatz in Sonneborn geht es ab 15.00 Uhr zur Sache.

 

TuS Lockhausen vs. SG Leese/Hörstmar/Lieme

(hk). „Wir treten gegen die SG Leese/Hörstmar/Lieme an, als wären sie der Tabellenführer“, meidet TuS Lockhausen-Coach Stefan Braunschweig es, den Tabellenvorletzten in irgendeiner Art und Weise zu unterschätzen, so wie der Teufel das Weihwasser. Natürlich ist der Ex-Armine immer fleißig bei der Analyse, um sein Team gewissenhaft auf die folgende Aufgabe vorzubereiten. So hat er etwa bei Lippe-Kick gelesen, dass die Spielgemeinschaft einen erheblichen Personalnotstand bedauern muss. Dennoch: „Wir sind seit meinem Amtsantritt am besten damit gefahren, auf uns selbst zu schauen. Nur diese Leistung können wir beeinflussen“, spricht Braunschweig damit nichts als die Wahrheit. Ein Zahlenlegastheniker ist er beileibe nicht, rechnet er doch richtig vor, dass mit einem Sieg der Vorsprung auf die Kaiser-Kicker auf zehn Punkte anwachsen kann. „Das wäre ein schönes Pölsterchen“, hat der liebe Fußball-Gott aber vor dem Triumph die harte Arbeit gesetzt. Man sollte aus Lockhausen-Sicht allerdings auch nicht besoffen vor Glück über den Platz stolzieren, denn Braunschweig spricht es schonungslos an: „Vorne sind wir alles andere als flott unterwegs. Gegen Bega/Humfeld hat man da unser fehlendes Tempo gesehen“, empfiehlt es sich nicht unbedingt, die Stürmer in Sprintduelle zu schicken. Einen weißen Usain Bolt hat der TuSL-Kader im Angriffsbereich nicht vorzuweisen. Eine Option ist Aydin Görgin, der etwas Masse, vor allem aber viel Klasse mitbringt. Görgin hat seinen Torriecher zuletzt mit seinem Doppelpack in der C-Liga-Reserve demonstriert. Gerne wiederholt Stefan Braunschweig mantraartig seine Devise wie ein Pfarrer das Vaterunser: „Ab Platz sechs kann jeder jeden schlagen“, ist also auch dem Gast ein Husarenstreich in Lockhausen zuzutrauen. Petrus wird entscheiden, ob der Aufsteiger auf dem Naturrasen antritt oder der rote Rasen als Spielfläche herhalten muss.
Jan Philipp Krügel hat seine privaten Feierlichkeiten erfolgreich abgeschlossen, scharrt wie ein junges Pony mit den Hufen. Rene Kagels (Bild links) muss allerdings aus privaten Gründen aussetzen und beim Dauerverletzten Edgar Tissen ist es immer noch der Faserriss, der Kummer bereitet.

 

Dem Aufsteiger TuS Lockhausen schiebt BSV Leese-Obmann Ferhan Demir die klare Favoritenrolle zu. Trotzdem: Das letzte Gastspiel endete für die SG Leese/Hörstmar/Lieme mit einem Erfolgserlebnis. Der Aufsteiger aus Bega/Humfeld wurde mit einem 2:0 bezwungen. Die Aufgabe beim gezielt verstärkten Neuling aus Lockhausen wird aber wohl noch einen Deut komplizierter: „Die haben in ihren Reihen starke Spieler wie den Ex-Profi Müller oder auch Kagels und Giantssos, beide haben überkreislich gespielt, unter anderem in der Westfalenliga.“ Seine Vermutung: „Ich denke, diese drei bis vier Spieler machen bei denen das ganze Spiel.“ So möchten die Kaiser-Kicker vor allem diese Akteure ausschalten, wäre Manndeckung ein probates Mittel, um deren fußballerisches Können zu lindern. Die Taktik klingt nach einem Plan: „Wir müssen eng und kompakt stehen, müssen hart und energisch in die Zweikämpfe und dürfen denen keinen Raum lassen.“ Viele Fragezeichen sind im Personalbereich anzutreffen. Verletzt sind Darius Manfai, Yusuf Kaya (Bild links), Bressa Monteiro, Ali Yasin und Mahkum Yumusak und Mikail Demir. Daniel Stolle, Yasar Bostan, Erol Bostan und Konstantin Levykin (Bild rechts) sind allesamt angeschlagen. Erst am Spieltag selbst herrscht Gewissheit, wer wirklich auflaufen kann oder eben nicht. Demir wischt sich bereits die Schweißperlen von seiner Stirn, rechnet er mit einer sehr anstrengenden Aufgabe: „Es wird unheimlich schwer für uns werden. Das wird sicherlich ein kampfbetontes Spiel, wo wir versuchen müssen, die Oberhand zu übernehmen. Dann ist sicherlich auch etwas drin.“ Man merkt: Hinten reinstellen, dann auf Konter lauern, diese Variante wird bei den Gästen nicht präferiert. Vielmehr soll diesem Spiel der eigene Stempel aufgedrückt werden.

 

Manfred Miske ist um 15.00 Uhr der Spielleiter auf dem Sportplatz in Lockhausen.

 

SC Bad Salzuflen vs. TuS Leopoldshöhe

(ab). „Der nächste Kracher“ für den SC Bad Salzuflen. Und der nächste Gegner, den Coach Cetin Cakar unter den Top-5 der Liga“ sieht. Und somit ein „Spiel auf Augenhöhe.“ Die Löwen schätzt Cakar „spielstark und eingespielt“ ein. Demzufolge ein „guter Gegner“, der zwar „bis dato ungeschlagen“ ist, aber „das möchten wir definitiv am Sonntag ändern“, so Cakar. Eine große Rolle spielt dafür aber auch das Spielermaterial, „gerade bei uns, was hat man zur Verfügung, welchen Kader, welche Spieler.“ So wird der Coach auch am Sonntag „nicht aus dem Vollen schöpfen können.“ Auch die Tagesform wird entscheidend sein, „welche Mannschaft hat einen guten Tag, welche Mannschaft spielt oder versucht, ihr Spiel auf das Parkett zu bringen. Das möchten wir und das möchten wir jeden Sonntag. Wir wollen immer versuchen, unseren Stiefel runterzuspielen und das zeigen, was wir uns Sonntag für Sonntag taktisch vornehmen.“ Die Stärken des TuS Leopoldshöhe sind bekannt, „die wollen wir natürlich lahmlegen.“ Die Vorfreude ist groß auf „einen guten Gegner und endlich wieder ein Heimspiel in der Meisterschaft.“

 

Für Jan Plöger (Bild links) ist diese Partie „das absolute Topspiel des Spieltages.“ Ein Blick auf die Tabelle, die den SCB und den TuS als Tabellenzweiten bzw. -dritten ausweist, unterstreicht das. Auf vergangene Duelle zu blicken, „bringt einem gar nichts, denn bekanntermaßen gab es einen großen Umbruch in diesem Sommer. Einzelne Spieler sind natürlich bekannt und wir haben uns auch bei Gegnern der vergangenen Wochen, die schon gegen Bad Salzuflen gespielt haben, Auskünfte geholt“, gibt Plöger preis. „Wir werden die Jungs so einstellen, dass wir auf jeden Fall für einen Sieg in Frage kommen, auch, wenn wir nicht mit voller Kaderstärke anreisen können.“ Plöger rechnet damit, dass beide Teams bis Saisonende oben mitspielen werden: „Ich sehe Bad Salzuflen bis zum Schluss in der Spitzengruppe, aber auch wir wollen dabei sein und wir spielen jedes Spiel, um es auch zu gewinnen.“

 

Wilhelm Hackl hat ab 15.00 Uhr die Spielleitung.

 

 

SG Bentorf/Hohenhausen vs. FC SSW

(ab). Kein Zweifel, das Spiel am Sonntag ist ein „ganz wichtiges“ für die SG Bentorf/Hohenhausen. „Ein Blick auf die Tabelle reicht“, meint Marco Evers. Die Kalletaler zeigen aktuell zwei unterschiedliche Gesichter: „Ein starker Sieg vor 14 Tagen gegen Bad Salzuflen und eine unterirdische zweite Halbzeit in Leopoldshöhe letzten Sonntag.“ Was Evers daran besonders irritiert, ist die Tatsache, dass Leopoldshöhe nicht mal drei Tage vorher ein kräftezehrendes Pokalspiel in Ahmsen in den Knochen hatte, aber dennoch „flinker, spielfreudiger und energischer im Zweikampf wirkte. Da muss ich mich als Spieler hinterfragen, ob ich letztendlich alles gegeben und rausgehauen habe.“ Deshalb erwartet Evers „nach der Niederlage in Leopoldshöhe gegen FC SSW eine Reaktion.“ Es müsse aber auch jedem klar sein, dass es „kein leichtes Spiel wird. Der FC SSW hat sich wunderbar in der Kreisliga A etabliert und hat eine homogene und ausgeglichene Mannschaft.“ Im Heimspiel muss der Anspruch der SG Ben/Hoh aber lauten, „einen Dreier einzufahren.“ Auch, wenn es personell besser aussehen könnte. Zwei Spieler sind angeschlagen, drei fallen definitiv wegen Verletzung, Urlaub oder Arbeit aus. „Wenn es ganz schlecht läuft, fallen am Sonntag fünf Stammspieler aus. Deshalb müssen wir jetzt alle mal auf die Zähne beißen, damit die Punkte am Sonntag in Bentorf bleiben.“

 

SSW-Coach Markus Kettern (Bild links) hat den Kontrahenten genau im Blick: „Ben/Hoh scheint das Konzept verändert zu haben und war im Sommer auf spektakulärer „Einkaufstour“. Der Kader ist mit Qualität angereichert worden und die Zielsetzung scheint ganz klar den Blick nach oben zu beinhalten.“ Allerdings „scheint die Mannschaft ihre Leistungen noch nicht konstant abrufen zu können. So folgten beeindruckende Siege auf überraschende Niederlagen.“ Kettern geht aber davon aus, dass Tobias Kasper, mit dem er befreundet ist, „dort über kurz oder lang in die Erfolgsspur einbiegen wird“, hofft aber auch, „dass er sich zumindest noch eine Woche damit Zeit lässt.“ In der Tabelle liegen beide Teams gleichauf, der FC SSW hat „sogar mehr Tore geschossen als deren starke Offensive.“ Genau das bestärkt die Gäste im Glauben, „dass dort was zu holen ist. Wir haben uns in dieser Saison gerade in der Vorwärtsbewegung verbessert und konnten bisher jeden Gegner damit vor Probleme stellen.“ Gelingt dem FC SSW das auch in Bentorf und hält dabei seine „Defensive kompakt“, sieht Kettern „gute Chancen, was mitzunehmen.“ Zumal sich auch die personelle Lage langsam entspannt. „Einige kommen aus Verletzung oder Urlaub zurück und wir werden mit einem starken Team nach Bentorf reisen.“

 

Um 15.00 Uhr pfeift Ulrich Herder das Spiel an.

 

TSV Oerlinghausen II vs. TuS Bexterhagen

(ab). TSV-Coach Jan Rüter macht eine unmissverständliche Ansage: „Wir spielen zu Hause und wollen, dass die Punkte auch bei uns am Platz bleiben.“ Da Bexterhagen einen neuen Trainer und ein paar neue Spieler hat, kann Rüter den TuS „ehrlich gesagt nicht wirklich einschätzten.“ Aber man kennt sich ganz gut aufgrund der Nähe zueinander und sportlich dürfte es ein Duell auf Augenhöhe sein. Beide sind auch tabellarisch nahezu gleichauf“, so der Coach. „Ich glaube nur, dass wir das schwere Auftaktprogramm hatten.“ Wie es sich bei den Bergstädtern personell entwickelt, muss noch abgewartet werden, aber „viel besser als letzte Woche sieht es leider nicht aus und wird es voraussichtlich auch bis zum Winter nicht werden.“ Dafür sind die Jungs, die jetzt da sind, „heiß und machen das vor allem auf eigenem Platz richtig gut“, lobt Rüter (Bild rechts). Schließlich sah der TSV gegen die Top-Mannschaften Ahmsen, Leopoldshöhe und Bad Salzuflen gut aus und war „phasenweise sogar besser als der jeweilige Gegner“, hat aber keine Punkte mitnehmen können.

 

In Bexterhagen hat man gute Erinnerungen an Oerlinghausen, immerhin gelang am Kalkofen im ersten A-Liga-Jahr der Klassenerhalt. „Und uns verbinden gute Freundschaften nach Oerlinghausen“, meint Sven Gleisner. Auch mit TSV-Obmann Kramer kommt man „gut klar, weil er auch schon länger am Hebel sitzt in Oerlinghausen.“ Und mit Jan Rüter hat der TSV „einen aufstrebenden, jungen Trainer, der da viel bewirkt mit den Möglichkeiten, die er hat. Für eine zweite Mannschaft in der Kreisliga A spielen die eine ordentliche Klinge und ich denke, dass sie aktuell auch auf dem falschen Tabellenplatz stehen, da lügt die Tabelle so ein bisschen“, findet Gleisner. Vor der Saison hat der TSV zudem mit Gerrit Barthelmeus einen Kumpel von Sven Gleisner verpflichtet, den er auch gerne nach Bexterhagen hätte holen wollen. „ER hat sich dann leider für Oerlinghausen entschieden, was aber auch okay ist“, weint Gleisner dem „überragenden Stürmer“ keine Träne hinterher. Im Gegenteil: „Er fühlt sich da glücklich und wenn er glücklich ist, bin ich auch glücklich.“ Rückkehrer in den Kader konnte man beim TuS Bexterhagen unter der Woche keine begrüßen, stattdessen hat sich das Lazarett, in dem die „üblichen Bekannten“ ohnehin noch liegen, noch vergrößert. In der Trainingswoche lag der Fokus darauf, sich auf den Kunstrasen einzustellen. „Da läuft der Ball halt nachher ein bisschen anders und vermutlich auch besser als bei uns auf unserem schönen Grün.“ Aufpassen muss man auf Oerlinghauser Seite auf Felix Formanski, „der da die vielen Tore macht. Der knipst auch gegen uns eigentlich immer.“ Abgesehen davon gilt es, die „Tugenden auf den Platz zu kriegen.“

 

Um 15.00 Uhr ist Anstoß. Thomas Gerbrandt leitet die Begegnung.

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