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Kreisliga A Lemgo

Kreisliga A Lemgo – Vorbericht 8. Spieltag Spiele vom 09.10.20

Heute Abend startet Runde acht mit zwei Partien, über die Lippe-Kick in gewohnter Ausführlichkeit berichtet. Schaut mal, was die Trainer zu sagen haben.

 

Derbystimmung und das Kontrast-Duell

Kreisliga A Lemgo (hk). Ein wunderbares Hansestadt-Derby wird am Freitag um 19.00 Uhr angepfiffen, ist somit das Spieltags-Eröffnungsspiel. Klar, derzeit ist vieles nur eine Momentaufnahme. Die Verschiebungen im Ranking werden im Saisonverlauf von gewaltiger Natur sein. Dennoch sind leichte Tendenzen erkennbar, wenn der Tabellenvierte VfL Lüerdissen den fünftplatzierten TBV Lemgo II zu Besuch hat. Eine halbe Stunde später ist auch der Spitzenreiter involviert. Der TuS Asemissen hofft gegen den Aufsteiger SG Bega/Humfeld auf die nächsten drei Punkte.

 

Dieser Bericht wird präsentiert von:

 

 

 

Von Henning Klefisch & Andre Bell

 

VfL Lüerdissen vs. TBV Lemgo II

(hk). Motivationsspritzen sind aus Lüerdisser Sicht nicht vonnöten vor diesem Hansestadt-Derby. Ob es gegen die Erste oder Zweite geht, VfL-Spielertrainer Tim Steffen benötigt kein Thermometer, um zu erkennen: „Gegen den TBV sind wir natürlich immer heiß.“ Die Besonderheit dieser Spiele ist ganz offensichtlich. Vor allem gegen die Spitzenteams haben die Hansestädter mit vorzeigbaren Leistungen auf sich aufmerksam gemacht. Steffen lobt an dieser Stelle seinen Gegenüber Benjamin Rawe, „stellt er seine Mannschaft stets gut ein.“ So haben die Lemgoer etwa den bis dato unbesiegten Spitzenreiter TuS Asemissen nach einer fulminanten Aufholjagd mit 3:2 bezwungen. Man darf es so deutlich sagen: Auch der VfL Lüerdissen ist als Spitzenteam einzuordnen, nach fünf Siegen aus sieben Partien. Von drei Heimpartien bislang hat der VfL von 1929 einzig gegen den SC Bad Salzuflen mit 0:1 verloren. Der eine oder andere reibt sich vielleicht verwundert die Augen, dass die Lüerdisser nach der faden Vorsaison so prächtig aus den Startlöchern kamen. Steffen (Bild links oben) sieht es genauso: „Mit uns hat so in der Form vielleicht bisher nicht jeder gerechnet. Mal schauen, wie der TBV gegen uns oben im Wald aufschlägt!“ Flutlicht, viele Zuschauer, Derby-Stimmung, vielleicht etwas Nieselregen – heute können Helden geboren werden, von denen noch in ein paar Jahrzehnten gesprochen wird. Das wissen natürlich auch die Hausherren, die mit einem „engen“, einem „umkämpften Spiel“ rechnen. Da Steffen ein cleveres Kerlchen ist, weiß er selbstredend, dass einzig und allein die eigene Leistung beeinflusst werden kann. Folglich appelliert er an seine Schützlinge mit Inbrunst in seiner Stimme: „Unser Auftreten ist wichtig auf unserem Platz!“ Unklar, ob Alexander Quast und Alexander Kirsch (Bild links unten) nach Verletzungen wieder mitwirken. Bei Ferhat Havadir herrscht diesbezüglich bereits Gewissheit. Er muss passen. Jan Blübaum quält sich mit Rückenproblemen herum. Hier wird eine späte Entscheidung über sein Mitwirken fallen. Fabian Grob (Bild rechts) gibt allerdings am Wochenende sein Comeback, während Christopher Bailis und Kris Wolf fleißig im Aufbautraining malochen. Der stets aufmerksame Tim Steffen hat das große Ganze im Blick, lebt nicht nur in seinem Fußball-Kosmos. Deshalb sind seine Worte, die er bei Lippe-Kick wählt, sehr gut nachvollziehbar: „Ich freue mich auf heute und ich persönlich genieße jedes Spiel, jedes Training in der jetzigen Zeit! Es ist ein Privileg, derzeit Sport in dieser Form ausüben zu können beziehungsweise noch zu dürfen! Das darf man nicht vergessen“, sollte allgemein mehr Dankbarkeit vorherrschen mit Blick auf die auch in Lippe steigenden Fallzahlen.

 

Unter keinerlei Gedächtnisverlust leidet TBV Lemgo II-Coach Benjamin Rawe, wenn er auf die Partien im Waldstadion blickt. „Was die Spiele in Lüerdissen angeht, habe ich die meisten noch vor Augen und es waren immer packende Duelle. Man kennt die Spieler, die meisten davon persönlich, und einige ehemalige Weggefährten tragen mittlerweile das rot-schwarze Trikot.“ Folglich wird es in der Taktik-Besprechung und Gegner-Analyse einiges zu erzählen geben. Der Auftakt vom Nachbarverein schindet Eindruck in der 42.000 Einwohner-Stadt. „Lüerdissen ist sehr gut in die Saison gestartet, hat souveräne Siege hingelegt und wird für uns mit Sicherheit eine harte Nuss. Und wenn ich mir deren Programm in den nächsten Wochen anschaue, traue ich ihnen zu, dass sie sich oben festsetzen.“ Aber bitteschön soll die Erfolgsgeschichte erst nach dem Lemgo II-Spiel weitergeschrieben werden, zwinkert ein gut gelaunter Rawe (Bild links) Lippe-Kick nonchalant zu. Die Routine der Hausherren ist ein echtes Pfund, kommt der bekannte Rasenplatz als weiterer Vorteil hinzu. Viel spricht somit für den VfL Lüerdissen, der vor dem Spieltag einen Platz und vier Zähler besser dasteht. Ein Fun-Fact: In den drei Gastspielen sind die Lemgoer bisher sieglos geblieben. Nach einem 1:1 in Brake folgten ein 0:2 in Lockhausen und jüngst ein 2:5 in Sonneborn. Ob ausgerechnet bei den favorisierten Lüerdissern der Bann gebrochen wird? „Und das wird ein Knackpunkt für uns sein. Der Platz, Flutlicht, Regen, die Zuschauer – das alles muss uns motivieren. Und dann wollen wir zeigen, dass wir auch Rasenspiele können“, so der Übungsleiter der Kunstrasen-Mannschaft. Mies: In diesem Freitag-Abend-Spiel muss Benjamin Rawe auf acht Spieler verzichten. Namentlich: Alan Naamo (Weisheitszahn), Lars Vetter, Jonas Friesen, Sehmus Tümenci, Mika Gatzke (alle verletzt), Laurin Sasse, Tolga Pulat und Ole Kersten.

 

 

 

 

Luca Maurer ist um 19.00 Uhr im Lüerdisser Waldstadion der Leiter für diese Begegnung.

 

TuS Asemissen vs. SG Bega/Humfeld

(ab). „Wochenspieltage haben immer so einen besonderen Charakter“, findet Asemissen-Coach Carsten Skarupke. Zum einen, weil so ein Spiel abhängig davon ist, „wie die Jungs von der Arbeit kommen“ und auch davon, „ob sie sich abends nochmal aufraffen, ein Spiel zu spielen.“ Das wäre in dem Fall ganz im Sinne des Trainers, der von einem „richtungsweisenden Spiel“ für seine Truppe spricht. „Wir wollen natürlich weiter in der Erfolgsspur bleiben und die nächsten drei Punkte sammeln“, führt er dazu als Grund an. Mit der SG Bega/Humfeld trifft der TuS „auf einen Gegner, der so ein bisschen mit dem Rücken schon zur Wand steht, das ist immer ein bisschen gefährlich für uns.“ Entsprechend wird man den Gegner „natürlich ernst nehmen und versuchen unser Spiel durchzudrücken.“ Skarupke muss am Abend auf Hatim Batri, Torben Becker, Tim Tews, Tim Ende und Gordan Gral verzichten, will aber „nach wie vor trotzdem, weil es ein Heimspiel ist, natürlich die drei Punkte zu Hause behalten.“

 

Für den Aufsteiger, der zuletzt zwei teils unnötige Niederlagen in Folge kassierte, wird es „sicherlich schwer“ in Asemissen, „aber auch das Spiel fängt bei 0:0 an“, so Coach Michael Krügel. „Mal gucken, wie sich das Spiel entwickelt.“ Fakt ist. „Wir werden nicht hinfahren und sagen, wenn wir sechs Dinger kriegen, ist das ok. Wir gehen das wie gewohnt an, haben aber auch nichts zu verlieren. Wir sind realistisch genug, um das einschätzen zu können.“ Der immer noch ungewohnte Untergrund „ist kein K.O.-Kriterium“ für seine Mannschaft, die sich auf Kunstrasen durchaus wohl fühlt. Dass der Aufsteiger sowohl offensiv noch nicht die gleiche Durchschlagskraft hat wie letzte Saison und auch defensiv deutlich wackeliger wirkt, ist für Krügel nicht überraschend: „Das wird sich von Spiel zu Spiel verbessern.“ Personell sieht es „ganz gut“ aus, der Coach muss nur auf den arbeitenden Stefan Schenkstedt und den urlaubenden Roman Sprick verzichten.

 

Timo Franz-Sauerbier pfeift die Begegnung um 19.30 Uhr an.

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