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Kreisliga A Detmold

Kreisliga A Detmold – Vorbericht 9. Spieltag 2020/21

Aus dem 17er-Feld greifen gleich sieben Teams am Sonntag nicht ein. Über die restlichen zehn Teams liefert Lippe-Kick den gewohnt umfangreichen Vorbericht.

Droht für Schlangen im Paradies die Fußball-Hölle?

Kreisliga A Detmold (hk). Aus acht macht fünf, so lautet das Motto vor der neunten Runde in Detmolds Kreisoberhaus. Der Grund: Die Partie vom TuRa Heiden gegen den CSL Detmold ist auf den kommenden Dienstag verschoben worden. Wegen eines Corona-Verdachtfalls beim BSV Müssen findet deren Heimspiel gegen den SV Diestelbruch/Mosebeck nicht statt. Dem Regen zum Opfer fällt das Aufeinandertreffen des RSV Hörste gegen die SG Brakelsiek/Wöbbel. Die Stadt Lage hat bis einschließlich Sonntag alle Rasenplätze im Umkreis gesperrt. Auch die Sportfreunde Berlebeck/Heiligenkirchen greifen am Sonntag nicht in den Spielbetrieb ein. Der neunte Spieltag hat allerdings auch so einige prickelnde Partien im Angebot. Wie etwa das ewig junge Derby zwischen den Sportfreunden Oesterholz/Kohlstädt und dem FC Fortuna Schlangen. An der Tabellenspitze möchte derweil der Blomberger SV nach dem schnöden 0:0 bei der FSV Pivitsheide wieder die maximale Ausbeute anstreben. Es geht vor heimischer Kulisse gegen den Aufsteiger TuS Eichholz/Remmighausen. Erster Jäger ist der Türkische SV Horn, der in das Schulzentrum Mitte reist, zum SC Türkgücü Detmold.

Dieser Bericht wird präsentiert von:

 

 

Von Henning Klefisch & Andre Bell

Post TSV Detmold II vs. FSV Pivitsheide

(hk). So einige Haare hat sich Daniel Wichmann nach der völlig unnötigen Niederlage in Pivitsheide gerauft. Trotz bester Chancen verlor der Spielertrainer mit seinem Post TSV Detmold II an ehemaliger Wirkungsstätte mit 3:4. Gegen die anderen Pivitsheider, die Freie Spielvereinigung, will man vor allem defensiv ein ganz anderes Gesicht präsentieren. Leicht zu nehmen wird diese Hürde jedoch nicht, zeigt Wichmann gegenüber Lippe-Kick auf: „Gegen FSV wird das schwer, die Ergebnisse lassen aufhorchen. TSV Horn zu Hause geschlagen, gegen Blomberg 0:0 – das spricht für sich! Daher sind wir gewarnt!“ Den Fehler begeht er nicht, die FSV-Elf aus dem Vorjahr mit der aktuellen zu vergleichen. „Es ist eine komplett neue Mannschaft mit einem ambitionierten Trainer, dem sein guter Ruf vorauseilt. Dennis Brokmann macht da einen super Job mit einer jungen Truppe, die viel Potenzial hat“, verfasst der langjährige Pivitker eine wahre Lobeshymne auf die Fähigkeiten von seinem Gegenüber. Ganz viel Einsatz wird erforderlich sein, damit die Residenzler tatsächlich das Komplett-Paket mitnehmen können. Speziell der Defensivvortrag wies zuletzt doch noch einige Schwachstellen auf. Die Offensivabteilung war hingegen stets brandgefährlich. Wichmann: „Da wollen wir anknüpfen und defensiv weniger zulassen. Dann sind wir auf einem guten Weg, die nächsten drei Punkte zu holen.“ Azad Osman, Artur Lobas (Bild rechts) und Daniel Wichmann spielen nicht mit, da im Urlaub befindlich.

 

Verwunderung ist nicht zu leugnen. Dass die FSV Pivitsheide in diesem bereits etwas fortgeschrittenen Saisonstadium mit 13 Punkten Rang sieben einnimmt, somit einen Sicherheitsabstand von acht Zählern auf den ersten Abstiegsrang schuf, haben wohl nur die kühnsten Optimisten so erwartet. FSV-Coach Dennis Brokmann ist allerdings ein pfiffiges Kerlchen, weiß, dass bei der drei Punkte-Regel es schnell gehen kann – in beide Richtungen. So würde etwa eine Niederlage im Frühspiel am Sonntag dafür ausreichend sein, die Plätze mit dem Post TSV Detmold II zu tauschen. So hebt er positiv hervor, dass die Detmolder in der Sommerpause fleißig ihr Team aufgepimpt haben. Zudem besteht eine unmittelbare Symbiose zur Post TSV-Bezirksliga-Mannschaft, dessen Kader beträchtliche Ausmaße angenommen hat. Unmittelbarer Profiteur ist folglich auch die Zweitvertretung, die starke Kicker einbauen darf. Zudem erschwert dieser Fakt auch das gegnerische Analysetool, ist doch meist erst am Match-Day ersichtlich, welche Akteure abgegeben, vielleicht auch getauscht werden. Für die Pivitsheider bietet sich seit Dienstagabend die herausragende Möglichkeit, sich nur noch auf den Liga-Alltag zu konzentrieren. Im Kreispokal gab es nämlich das Erstrunden-K.o. gegen den BSV Müssen (1:3). Um in der Meisterschaft wieder in die Punkteränge zu fahren, wurden in den Übungseinheiten einige wichtige Inhalte exerziert, die da wären: Taktische Sachen, heißt: Wir haben das Defensivverhalten und die Bewegung im offensiven Raum weiter vertieft und sonst aufgrund der vielen Spiele die Kräfte aufgeladen“, erklärt Brokmann. Mit den 14 erzielten Saisontoren und dem Auftritt im letzten Drittel zeigt er sich „bis jetzt recht zufrieden, da wir mit viel Tempo, Durchschlagskraft und Mut spielen.“ So trafen sie immerhin dreimal mehr als der Tabellenfünfte SV Diestelbruch/Mosebeck. Da die neu entfachte Pivitsheider-Offensivpower auch von einigen Gegnern nicht unentdeckt blieb, verschanzen sich einige Teams tief in der eigenen Spielhälfte. Dafür Lösungen zu finden, kreativ und wuchtig zugleich zu sein, das erhofft sich Brokmann (Bild links) künftig mehr. Die 16 kassierten Gegentreffer sind ihm ein Gräuel, meldet er an: „Defensiv haben wir einfach zu viele und zu einfache Gegentore bekommen. Da müssen wir cleverer werden und auch das Defensivverhalten nicht vernachlässigen“, haben die Brokmänner in den Spielen gegen die Aufstiegsfavoriten TSV Horn (2:0) und Blomberger SV (0:0) jeweils keinen Gegentreffer kassiert. Eine Handvoll an Akteuren fehlt am Sonntag, was den Optimismus von Brokmann allerdings überhaupt nicht trübt: „Trotzdem sind wir gut aufgestellt und werden für die nächsten drei Punkte alles tun, was möglich ist.“

 

Um 12.00 Uhr ist Domenik Zemelka der Spielleiter auf dem Kunstrasenplatz in Detmold.

 

SC Türkgücü Detmold vs. Türkischer SV Horn

(hk). Diese Kontinuität spricht für sich. Ein Dutzend Jahre coacht Erhan Eksioglu den Dauerbrenner der Detmolder A-Klasse. Stets haben sich die Residenzler im Detmolder Kreisoberhaus gehalten. Die Ausgangslage vor dem Heimduell gegen den Türkischen SV Horn ist eindeutig: „Am Sonntag folgt ein sehr, sehr schwieriger Gegner. Klarer Favorit ist der TSV Horn. Wir sind totaler Außenseiter und müssen auch am Sonntag ganz vorsichtig spielen und versuchen, den Gegner nicht ins Spiel kommen zu lassen.“ Eksioglu kennt die Ball-Liebhaber von der Egge allzu gut, sind diese kombinationsfreudig, technisch äußerst versiert, können eine Abwehr leicht schwindelig spielen, wenn sie erst einmal ins Rollen kommen. Dem Sportclub-Coach ist jedoch ohne Weiteres zuzutrauen, seiner Equipe einen hervorragenden Plan mit an die Hand zu geben, um dem haushohen Favoriten in die Grube zu locken. „Es wird nicht einfach, aber wir werden uns gut vorbereiten und versuchen, am Sonntag einen guten Fußball zu spielen“, wünscht sich Erhan Eksioglu dazu ein „faires“ und „spannendes“ Match. Sehr vorteilhaft, dass Gökhan Ak (Bild rechts) und Furkan Altay die Rückkehr in den Kader feiern. Immer noch lädiert ist Baris Önder, angeschlagen fehlen vielleicht Deniz Kaymaz und Abdülhamid Köse (Bild links). Erst am Match-Day selbst wird beim letztgenannten Duo über einen Einsatz entschieden. Eksioglu appelliert sehr eindringlich: „Vor allem bitte ich nochmals auf diesem Wege, dass alle Beteiligten sowie Zuschauer sich an die neuen Corona – Richtlinien halten müssen. Bei uns auf dem Gelände ist ab sofort Maskenpflicht.“

 

Bei Lichte betrachtet, verfügt der Türkische SV Horn nach dem Blomberger SV über die beste Perspektive im Aufstiegskampf. Nach dem ernüchternden, weil auch völlig berechtigtem 0:2 bei der FSV Pivitsheide, haben die Horner mit den Siegen über die SG Brakelsiek/Wöbbel (4:0) in der Liga und dem 4:1 im Pokal gegen Oesterholz/Kohlstädt das schnelle Comeback in der Erfolgsspur gefeiert. Am Sonntag statten sie dem SC Türkgücü Detmold eine Stippvisite ab. Das Team vom langjährigen Coach Erhan Eksioglu ist im Pokal nach einem 0:5 in Diestelbruch ausgeschieden. Selbst in der Liga steht der Tabellenkeller als aktueller Ist-Zustand, nach fünf Zählern aus sieben Partien. Vom verbesserungswürdigen Start möchten sich die Horner allerdings nicht einlullen lassen. So verlor der Sportclub meist nur denkbar knapp, standen die Partien doch auf des Messers Schneide. Die Quintessenz für Schmiech ist folglich eindeutig: „Daher werden wir in Detmold hochkonzentriert zu Werke gehen müssen, um erfolgreich zu sein. Wir wollen unsere gute Position in der Tabelle unbedingt festigen und auch gegen Türkgücü drei Punkte einfahren.“ Die überzeugenden Auftritte aus den jüngsten beiden Partien müssen konserviert werden, wird es auf die erforderliche Geschwindigkeit in den Aktionen definitiv ankommen. „Auch wenn Spiele gegen Türkgücü Detmold für uns generell etwas Besonders sind, freue ich mich dieses Mal besonders, weil ich meinen Ex-Kicker Samet Uslu wiedersehen werde“, wird man sich wohl herzlich begrüßen. Enes Ulun (Bild links) muss eindeutig aussetzen, während bei zwei, drei Akteuren muskuläre Probleme aufgetreten sind. Hier wird kurzfristig entschieden, ob gespielt werden kann oder eben nicht.

 

Luis Torres pfeift dieses Spiel am Sonntag um 15.00 Uhr auf dem Rasenplatz im Schulzentrum Mitte in Detmold an.

 

SF Oesterholz-Kohlstädt vs. FC Fortuna Schlangen

(ab). Auf dieses Spiel hat man lange warten müssen, doch jetzt können sich die Sportfreunde „endlich wieder auf ein Derby gegen Fortuna Schlangen freuen“, sprudelt es nur so aus Björn Brinkmann heraus. In der Vergangenheit waren es gegen den Lokal-Konkurrenten „packende Spiele, wo man in der Kabine keinen mehr motivieren musste. Alle sind immer heiß wie Frittenfett.“ Das letzte Derby liegt mittlerweile schon eine ganze Weile zurück. Am 19.02.2017 unterlagen die Sportfreunde in Schlangen mit 2:3. Am Ende der Saison ist Schlangen Vize-Meister geworden und die SF Oesterholz-Kohlstädt sind in die B-Liga abgestiegen. „Jetzt, dreieinhalb Jahre später, hat sich natürlich einiges in beiden Mannschaften getan“, so Brinkmann. In unterschiedliche Richtungen. Währens die Sportfreunde als Aufsteiger zurückgekehrt ist, kämpfen die Fortunen nach eigener Aussage nur um die Liga. Beide Mannschaften stehen mit fünf Punkten derzeit im unteren Drittel der Tabelle und haben je einen Sieg und zwei Unentschieden zustande gebracht. Das Torverhältnis beider Teams bezeichnet Brinkmann als „ausbaufähig.“ Zusammengefasst bedeutet das, dass sich „beide Mannschaften auf Augenhöhe begegnen.“ Die Gäste reisen mit der Empfehlung von drei Pflichtspielen ohne Niederlage im Gepäck an. „Die Mannschaft kommt immer besser in Tritt“, hat Brinkmann beobachtet. Dass es zunächst nicht lief in Schlangen, war auch dem Trainerwechsel geschuldet: „Natürlich braucht ein Trainerwechsel Zeit und die Schlänger werden immer besser verstehen, was Mark [Meinhardt; Anm. d. Red.] von ihnen verlangt.“ Vor dem Fortuna-Coach hat der SF-Obmann „absoluten Respekt. Er ist ein ehrgeiziger Sportsmann, der den Fußball lebt und sehr viel Erfahrung als Spieler und Trainer vorweist. Die Jungs können nur von ihm lernen, gerade, wenn man bedenkt, dass viele Spieler aus der C-, B-Liga oder A-Jugend kommen. Sie kommen definitiv über den Kampf und Einsatz. Da werden wir auch gegenhalten müssen, den Kampf annehmen und 90 Minuten Gas geben.“ Eins vereint beide Teams, denn beide „wollen sich von unten absetzen und müssen noch Punkte sammeln. Für beide könnte es ein sogenannter Dosenöffner sein, wenn man das Derby gewinnt und da wollen wir alles dransetzen. Mehr braucht man nicht sagen.“ Deshalb gibt es auch kein „System-Geplänkel, kein Abtasten, kein Taktik-Gefusel“, sondern es ist einfach nur „Derby-Zeit.“ Björn Brinkmann (Bild links) freut sich auf das Spiel und mit ihm „hoffentlich viele, viele Zuschauer, die die eigene Mannschaft tatkräftig anfeuern werden. Dabei hoffe ich, dass alle hygienischen Bedingungen eingehalten werden. Wir sind im Kontakt mit dem Ordnungsamt und hoffen, dass nicht noch Regeln zum Abstand halten oder Eintragungen in die Liste dazu kommen. Ansonsten ist alles angerichtet. Alle sind heiß.“ Wichtiger Hinweis für alle Besucher: Auf dem kompletten Gelände am Paradies ist ein Mund-Nase-Schutz zu tragen.

 

Fortuna-Betreuer Andre Jesse bemüht zum Vergleich ebenfalls die aktuelle Tabelle: „Statistisch sind wir beide gleich, also gleich viele Niederlagen, Unentschieden, Siege. Da gibt es auch nicht großartig viel Dimension zwischen Gegentreffern und geschossenen Toren.“ Dennoch: „Ein Derby ist immer was Besonderes gegen Oesterholz-Kohlstädt. Der größte Teil aus dieser Mannschaft sind viele Bekannte, die man so neben den Platz immer wieder trifft. Das ist ja eine Gemeinde. Wird spannend.“ Was den bisherigen Saisonverlauf angeht, zeigen die Tendenzen in unterschiedliche Richtungen. „Bei Oesterholz Ich habe erst gedacht, uh la la, bei uns ist das genau das rum. Wir haben schwach angefangen und dann gesteigert. Wir wollen jetzt die Euphorie der letzten Spiele und den guten Fußball, den wir gespielt haben in den letzten Spiele, auch mitnehmen und versuchen, da mal was mitzunehmen.“ Am liebsten wären den Schlängern selbstverständlich alle drei Zähler. Denn: „Wenn man das verlieren würde, muss man bis zur Rückrunde warten. Bis dahin wird man belächelt im Alltag, oder wenn man sich trifft beim Einkaufen.“ Jesse (Bild links) jedenfalls freut sich auf das Derby, es gab schließlich „in letzter Zeit keine Derbys mehr mit den ersten Mannschaften. Und von daher sollte das, glaube ich, ein spannendes Spiel werden.“ Der Betreuer ist, wo er überall liest und hört, „dass die Zahlen wieder steigen“, gespannt, „wie es mit den Zuschauern aussieht, weil so ein Derby ohne Zuschauer ist ja auch wieder ein bisschen was anderes. Aber da müssen wir einfach abwarten.“ Den Sportfreunden will man notfalls auch ohne Publikum sein „Spiel aufzwängen. Wir sind halt dann gut, wenn wir das Spiel vor unserer Brust haben und wenn wir das Spiel kontrollieren.“ In Sachen Kader gilt es ebenfalls noch abzuwarten. Louis Möllenbernd wird definitiv ausfallen. „Da gibt es aber den ein oder anderen Spieler, der ihn gut ersetzen kann. Der soll erstmal gesund werden, wir brauchen ihn, wenn er fit. Angeschlagene Leute einzusetzen ist doof, wenn sie nicht hundert Prozent bringen können. Und wir müssen ja tatsächlich als Kreisliga C-Spieler, was bei Louis ja wirklich so ist, dass die hundert Prozent meistens schon nicht mehr reichen. Da kommen die einfach nicht ran und das macht keinen Sinn, angeschlagene Spieler auflaufen zu lassen. Wir müssen einfach immer ein bisschen mehr geben, als andere, die schon ewig in der Liga sind oder die Qualität haben in der Mannschaft. Wir müssen es über Kampf, Einstellung, Wille und Herz erzwingen. Das ist unser Weg.“

 

Ob der am Sonntag erfolgreich ist, zeigt sich ab 15.00 Uhr. Marco Prüßner leitet das Spiel.

 

 

TuS Horn-Bad Meinberg vs. SuS Pivitsheide

(hk). Der Bann ist gebrochen für den TuS Horn-Bad Meinberg. Zweimal in Folge gewann die Mannschaft von Coach Sascha Möller letztlich überzeugend ihre Matches mit 2:0. Erst in der Liga gegen Türkgücü Detmold, dann im Pokal in Hörste. Die Stimmungslage hat sich bei den Kurstädtern eindeutig verbessert, was auch Möller freudestrahlend konstatiert: „Wir hoffen natürlich, auf die jüngsten Erfolge aufbauen zu können und mir gefällt die positive Einstellung der Jungs sehr gut.“ Die Herausforderung gegen die zuletzt ebenfalls wiedererstarkten Pivitker ist anspruchsvoll. „Sie haben vor allem in der Defensive sehr erfahrene Männer und können vorne auf junge und unbekümmerte Jungs bauen, die nicht allzu viele Chancen benötigen. Vom Spiel im Vorjahr sind wir gewarnt“, behielt hier das Team von der Hebbelstraße die Oberhand. Ob Ihmels mitspielt, steht aktuell noch in den Sternen. Stellmach (Muskelfaserriss), M. Bovino (krank), Housseb Rassil (Bild rechts; Gelbsperre) und Knöfel (Urlaub) stehen am Sonntag hingegen definitiv nicht zur Verfügung.

 

Das kann man mal so machen: Drei Siege aus den letzten vier Spielen. Die vergangenen Wochen haben die Stimmungslage beim SuS Pivitsheide fühlbar erhöht. Knapp, aber torreich gelangen Siege über den RSV Hörste (3 : 2) und Post TSV Detmold II (4 : 3), ist auch der C-Ligist SG Klüt/Wahmbeck mit 2:0 aus dem Kreispokal gekegelt worden. Einzig beim 1:5 in Blomberg waren die Pivitker chancenlos, ist die Erkenntnis gereift, dass solch ein ambitiöses Team nicht der eigenen Kragenweite entspricht. SuS-Coach Karsten Kuczer gefällt, was er sieht: „Letzte Woche Sonntag war die Leistung von uns sehr gut. Dafür Dienstag weniger“, erwartet er nun eine Leistungssteigerung, um in der Kurstadt den dritten Sieg nacheinander zu verwirklichen. Da die beiden Kontrahenten unmittelbare Tabellennachbarn sind, glaubt er, dass Faktoren wie „Tagesform“ und „Wille“ den Ausschlag geben werden.

 

Waldemar Klein ist um 15.00 Uhr auf dem Rasenplatz im Bad-Meinberger Waldstadion der Spielleiter.

 

 

Blomberger SV vs. TuS Eichholz-Remmighausen (Spielausfall wegen eines Corona-Verdachtsfall bei den Gästen)

(ab). Der Blomberger SV hat das Spiel auf den Kunstrasen nach Istrup verlegt, „was Eichholz sicher entgegenkommt“, vermutet BSV-Coach Mike Winkler. Der TuS, der bekanntlich eine Kunstrasen-Mannschaft ist, ist, davon mal abgesehen, aber „schwer einzuschätzen, da wir das Team zu wenig kennen.“ Dass aber beispielsweise „ein Jannik Rother zu beachten ist, zeigt der Sieg im Pokal unter der Woche“, so Winkler. Möglich, dass es ein torreiches Spiel wird. „Wenn man die bisherigen Ergebnisse sieht, dürfte es für die Zuschauer ein schönes Spiel mit vielen Toren werden.“ Was angesichts von erst zwei kassierten Gegentoren allerdings fast auch schon wieder bezweifelt werden kann. Wie der BSV das Spiel und den Gegner angeht, „hängt ein wenig vom Personal ab“, verrät der Coach. Denn die Nelkenstädter haben zahlreichen angeschlagene und verletzte bzw. gesperrte Spieler. Michel Weber (Bild rechts) tritt sein Studium in Münster an und steht somit erstmal nicht mehr zur Verfügung. Chris Reuter, Lukasz Maca, Karol Cieslik, Jakup Zejglic, Samed Ünal, Jarrit Karaus sind mit Fragezeichen versehen bzw. verletzt, Konrad Maca sitzt eine Gelb-Rot-Sperre ab. Hinzu kommen die Langzeitverletzten Wilhelmi und Milinski.

 

Beim Aufsteiger herrscht große Vorfreude auf das Spiel, „denn zu verlieren hat man gegen Blomberg eigentlich nichts“, entsprechend befreit kann der TuS das Spiel angehen. Coach Tim Hosch (Bild links) findet die Liga „sehr ausgeglichen“ und führt aus: „Es gibt eine Spitzengruppe, ein gesichertes Mittelfeld, einige Teams, die schon gegen den Abstieg spielen. Und es gibt den Blomberger SV, der eigentlich nicht mehr in dieser Liga spielen sollte und das jetzt auch nachhaltig unter Beweis stellt. Daher können wir befreit aufspielen. Der Blomberger SV wird am Ende der Saison aufsteigen, sie müssen auf dem Weg dahin nur schauen, dass sie den Fokus nicht verlieren.“ Hosch glaubt zwar nicht, dass der BSV „unschlagbar ist, aber es muss viel passen an einem Tag und im Mittel wird das Team deutlich mehr Spiele gewinnen als verlieren.“ Nach einer kurzen Trainingswoche und ohne den ein oder anderen Urlauber, wird der TuS Eichholz-Remmighausen versuchen, diesen einen Tag zu erwischen, „den man braucht, um gegen Blomberg zu gewinnen.“ Inhaltlich geht Hosch das Training „über die Spaß-Schiene“ und macht ein paar „Teamplay-Übungen.“ Aufbauen können die Grün-Weißen auf die vergangenen beiden Spiele (Müssen 5:5 nach 2:5) und dem Weiterkommen im Pokal. „Wir werden uns taktisch sicherlich Gedanken machen“, meint Hosch und sucht sich den FSV Pivitsheide als Vorbild aus, „der vielleicht einen guten Hinweis gibt, wie man Punkte holen kann.“ Das Gastspiel in Blomberg ist „nach den Spielen in Horn, Heiligenkirchen und Heiden der nächste Brocken – aber dann auch erstmal so der letzte. Nach dem Auswärtsspiel haben wir einige Top-Teams auswärts gehabt und wollen dann zeitnah auch in der Fremde punkten. Am besten starten wir damit am Sonntag. St. Pauli war mal der Weltpokalsiegerbesieger – vielleicht werden wir der Kreispokalfinalistenverliererbesieger, der eigentlich in der Bezirksliga spielen sollte.“ Wichtig ist Hosch auch noch etwas anderes: „Wir werden auch aus dem Spiel lernen und Eichholz wird als Eichholz auftreten.“

 

Ulrich Multhaup hat ab 15.00 Uhr die Spielleitung.

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