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Kreisliga B2 Lemgo

Kreisliga B2 Lemgo – Vorbericht 9. Spieltag 2020/21

Das volle Programm zur zweiten Lemgoer B-Klasse. Was in diesen Tagen nicht alltäglich ist: Alle Spiele finden wohl statt. Lippe-Kick hat die Ouvertüre.

Grimm will den Negativ-Fluch besiegen

Kreisliga B2 Lemgo (hk). Zwei Mannschaften verkörpern vor dem achten Spieltag das Extreme. Folglich führen sie die zweite Lemgoer B-Klasse an, respektive schließen sie ab. Der TSV Schötmar thront ganz stolz an der Tabellenspitze, gewann sämtliche sieben Saisonspiele. Gegen den TuS Bexterhagen II (1:0) und neulich gegen Asemissen II (2:1) waren es aber spannende Angelegenheiten, zeigten sich die Lohfeld-Jungs verwundbar. Im folgenden Gastspiel in Helpup wird es kein Spaziergang. Einen leistungs- und stimmungsmäßigen Aufschwung nach einer starken ersten Halbzeit gegen Schötmar und einer ordentlichen Darbietung beim 0:3 gegen die TSG Holzhausen/Sylbach erlebte das weiterhin punktlose Schlusslicht SV Werl-Aspe II. Im Aufeinandertreffen mit dem zuletzt schwächelnden Team von Yunus Lemgo rechnen sich die Heerser Bruch-Boys gewiss etwas aus.

 

Dieser Bericht wird präsentiert von:

 

Von Henning Klefisch & Andre Bell

TBV Lemgo III vs. TuS Ahmsen II

(hk). Die Erfahrungswerte sind spärlich. Allein auf das Tabellenbild kann sich TBV Lemgo III-Spielertrainer Dennis Driedger stützen, um den TuS Ahmsen II näher zu beschreiben. Dieses unterstreicht die klare Favoritenrolle der Lemgoer. „Wir gehen aber nicht naiv da rein, werden uns wie die letzten Wochen reinhängen, diesen Sonntag hoffentlich wieder mehr spielerisch lösen als letzten Sonntag.“ Da war eine Einzelleistung beim famosen Freistoßtreffer von Top-Torjäger Marco Schröder erforderlich, um Yunus Lemgo kurz vor Schluss mit 1:0 zu bezwingen. „Ich gehe davon aus, dass wir das auch hinbekommen“, verweist Driedger (Bild rechts) auf den hervorragend bespielbaren Jahnplatz, der ein sauberes Passspiel auch in dieser Jahreszeit wetterunabhängig ermöglicht. Beglückt blickt Driedger auf die 13 gesammelten Punkte nach sieben Spielen zurück. Er rekapituliert: „Mit dem Start sind wir soweit recht zufrieden. Klar wäre in dem einen oder anderen Spiel mal mehr drin gewesen, wir haben aber auch schon da gepunktet, wo man nicht zwangsläufig mit einem Sieg gerechnet hat.“ Explizit wäre hier der berauschende 6:3-Heimerfolg über die TSG Holzhausen/Sylbach zu benennen. Auffällig bei den Jahnplatz-Jungs: Die Kontinuität über die komplette Spielzeit fehlt, zeigt die Defensivarbeit bei 20 Gegentoren noch einige Schwächen auf. Sich aus Pressingsituationen im eigenen Spielaufbau zu befreien, ist ein weiterer Aspekt, der noch Luft nach oben aufweist. Trotz einigem Optimierungsbedarf „war das aber auch die letzten Wochen schon viel besser als zu Anfang“, möchten die Blau-Weißen deshalb daran anknüpfen. Auf die Langzeitverletzten Musa Erhan und Sebastian Klaas muss Driedger weiterhin verzichten. Auch er setzt lädiert in diesem Spiel aus. Andreas Hildebrandt (Bild links) könnte in den Kader rücken. Unklar, ob Darvin Dreymann am Sonntag Eingang in den Spieltagskader findet.

 

Alles neu für den TuS Ahmsen II vor dem Aufeinandertreffen mit dem TBV Lemgo III. Eine großartige Qualität von Lothar Köhnemann ist es, kurzweilige Anekdoten über vergangene Duelle zu erzählen. Diese können vom TuS Ahmsen-Obmann aus genannten Gründen nun nicht kommuniziert werden. Dennoch präsentiert er sich als ein eifriger Beobachter der lippischen Fußball-Szene, erklärt dazu bei Lippe-Kick: „Sie sind ja vor gar nicht allzu langer Zeit vehement aufgestiegen und haben sich in kürzester Zeit in der B-Liga etabliert“, weshalb er am Sonntag mit einer „kompakten“ und „guten Kreisliga-Mannschaft“ rechnet, die seinem Team begegnet. Die beiden Saisonniederlagen haben die Hansestädter bei den Spitzenteams TuS Asemissen II (3:5) und TSV Schötmar (1:6) kassiert. Gegen Teams aus dem unteren Tabellensektor feierte die Mannschaft von Spielertrainer Dennis Driedger dagegen meist überzeugende Erfolge, weshalb der redliche sechste Platz eine definitiv verdiente Zwischenbilanz bedeutet. Welche Bereiche erfreuen sich beim TuS Ahmsen II allergrößter Beliebtheit in den vergangenen Trainingseinheiten? „Bei uns wird weiter an den Grundlagen gearbeitet und an der Gemeinschaft gefeilt, aber gerade nach den letzten Spielen müssen wir am Abschluss und dem Offensivspiel arbeiten.“ Erst acht Treffer brachten die Grün-Weißen zustande, was nach dem Schlusslicht SV Werl-Aspe II die zweitschlechteste Bilanz in der gesamten Spielklasse bedeutet. Sogar den gemeinsamen Negativwert zusammen mit den Aspern belegen sie bei den 32 kassierten Gegentoren. Personell kann Coach Tobias Frenzel (Bild rechts) immerhin eine sehr brauchbare Abwehrreihe aufbieten, muss einzig auf den Stabilisator Buchmann auf der linken Seite verzichten. Köhnemann gibt die Marschroute aus: „Kompensieren heißt die Devise und zugleich aufpassen, nicht erneut unter die Räder zu kommen.“ Immerhin möchten sich die Ahmser doch „langsam, aber stetig verbessern“, wird allerdings noch viel Wasser die Werre hinabfließen, bis das gewünschte Optimum wirklich realisiert ist.

 

Manfred Heinrich leitet dieses Spiel bereits ab 10.45 Uhr auf dem Jahnplatz in Lemgo.

 

SG Leese/Hörstmar/Lieme II vs. FC Union Entrup

(hk). Die Bedeutung dieser Partie betont SG Leese/Hörstmar/Lieme II-Kicker Frederik Schöne (Bild rechts) gegenüber Lippe-Kick: „Das Spiel gegen Entrup ist für uns verdammt wichtig. Zum einen müssen wir punkten, um den Anschluss an die Nicht-Abstiegsplätze zu halten. Zum anderen spielen einige Spieler gegen ihren Ex-Trainer und sind hochmotiviert.“ So hat doch noch vor wenigen Jahren Thomas Johannfunke die SG Hörstmar/Lieme gecoacht. Welchen Einblick liefert uns Schöne zur Personalsituation? „Kadertechnisch sieht es gut aus. Einige werden aufgrund von Krankheit oder Verletzung noch pausieren, einige konnten diese Woche wieder ins Training einsteigen.“ Die Marschroute ist klar: Mit einem Derby-Sieg soll der Sprung weg von einem Abstiegsrang gelingen. Der letzte und einzige Saisondreier liegt rund einen Monat zurück. Am 20. September setzten sich die Maros-Männer knapp mit 2:1 beim Schlusslicht SV Werl-Aspe II durch.

 

Timm Lessow ist keiner, der seine Denkweise stumpf von Zahlenwerten diktieren lässt. Der Fänger und Obmann erlebt zurzeit mit seinem FC Union Entrup die Underdog-Wochen. Bisher erzählen diese eine pure Erfolgsgeschichte. Nach dem 2:1 gegen den SC St. Pauli folgte zuletzt der 4:2-Erfolg beim SV Wüsten II. Da aller guten Dinge drei sind, wollen die Johannfunke-Jungs mit dann neun Punkten aus diesen drei Partien den seriösen Mittelfeldrang in der Liga weiter manifestieren. Der Gastgeber SG Leese/Hörstmar/Lieme II besitzt allerdings einen außerordentlichen Stellenwert bei ihm, erkennt er in dem Maros-Team eine Mannschaft, die „jederzeit Teams von oben schlagen kann.“ Ohne Gewissensbisse haben die Entruper ihre vier Saisonsiege eingefahren. „Das müssen wir am kommenden Sonntag auch, heißt nicht weniger, eher noch mehr hereinlegen und investieren als bisher.“ Dass die Spielgemeinschaft weiß, wo der gegnerische Kasten steht, hat sie hinlänglich bewiesen. Mit 23 Gegentoren in acht Partien macht allerdings die LHL II-Defensive nicht unbedingt den Eindruck eines uneinnehmbaren Bollwerks. Weil die Entruper genauso viele Tore selbst erzielt haben, glaubt Lessow: „Dass wir unsere Tore machen, ist wahrscheinlich. Wichtig wäre es, hinten im Optimalfall die Null zu halten.“ Tobias Althoff (Bild links) weilt im Urlaub, aber Ulrich Bornscheuer verstärkt dafür wieder die Blau-Gelben.

 

Um 12.30 Uhr in Hörstmar fungiert Sascha Kreye als Referee.

 

TuS Bexterhagen II vs. TSG Holzhausen/Sylbach II

(hk). Wer hätte das gedacht! Am neunten Spieltag spielt der Tabellenvierte gegen den Tabellenzweiten und es sind jeweils die Reserveteams aus Bexterhagen und Holzhausen/Sylbach. Wie schon in den Jahren zuvor wiederholt TuS-Trainer Dennis Lütkehölter sein Mantra: „Die Tabelle interessiert mich vor dem zehnten Spieltag noch nicht. Aber wenn man mich schon fragt: Wir stehen lediglich einen Punkt vor Platz neun und einige Teams hinter uns haben auch noch ein Spiel weniger. Also mal schön den Ball flach halten. Wir gehen als krasser Außenseiter in diese Partie.”
Rein tabellarisch mag er da richtig liegen, aber sein Team kommt mit breiter Brust. Drei Siege in Folge geben den Hausherren ein gutes Gefühl. „Klar versuchen wir auch in diesem Spiel wieder der maximal unangenehme Gegner zu sein. Letztlich ist die TSG ja der letzte echte Herausforderer des TSV Schötmar und muss versuchen – im Sinne der Liga – zu gewinnen. Das bringt etwas Druck mit sich und man wird sehen, ob das der Mannschaft so guttut“, wird die Favoritenrolle klar an die Gäste zugeteilt. Beim TuS Bexterhagen II geht man die Partie sehr entspannt an. „Die Personalsituation ist ordentlich. Bis auf die Langzeitverletzten sind fast alle bereit, in den Kader zu kommen. Klar wäre es schön, punktetechnisch noch mal nachzulegen. Die Qualität haben wir, doch wir müssen mal wieder alles zu 100 Prozent zusammenbringen.” Bei den Roten steht lediglich noch ein Fragezeichen hinter dem Einsatz von Saad Shamo Yousif (Bild rechts), der eine Prellung im Rücken aus dem Grastrup/Retzen-Spiel davongetragen hat. Timo Winter ist ebenfalls noch fraglich. Björn Gutsfeld wird am Samstag aus dem Urlaub zurückkehren. Ob der Goalgetter einen Platz im Kader erhält, steht allerdings noch nicht fest.

 

Der erste Jäger vom TSV Schötmar ist die TSG Holzhausen/Sylbach II. Nur zwei Punkte rangieren die Blau-Weißen hinter dem Klassenstreber, haben jedoch bereits eine Partie mehr in der Hinterhand. Unzweideutig sind die Schützlinge von Coach Simon Koring eine der Überraschungsmannschaften in dieser B2 Lemgo. Auch die Bexterhäger dürfen dieses Etikett korrekterweise tragen, werden sie gemeinhin von vielen Kontrahenten unbewusst etwas unterschätzt. Heimlich, still und leise pirschten sich die Reds an die vierte Position. Koring warnt: „Bexterhagen II ist immer ein unbequemer Gegner und kommt über die Geschlossenheit als Team.“ Nicht erst zuletzt beim 2:2 gegen den Aufstiegskandidaten Grastrup/Retzen demonstrierten die Männer vom alten Postweg, dass sie auch Favoriten empfindlich weh tun können. Die anstrengenden Vorwochen stecken immer noch in den Knochen, steht für Koring Regeneration an vorderster Stelle. Diese hat er in der vergangenen Trainingswoche mit zahlreichen Spielformen angereichert. Mit welcher Verbesserung liebäugelt Simon Koring? „Wir haben noch Steigerungspotenzial im Torabschluss und müssen Fehler im Aufbau sein lassen.“ Auf den erkrankten Janzen und den immer noch privat verhinderten Sebastian Funke (Bild links) darf am Sonntag nicht gebaut werden. Zudem werden einige Akteure vereinsintern abgegeben. Die Erklärung vom TSG II-Übungsleiter klingt absolut plausibel: „Wir haben den breitesten Kader und müssen dort helfen. Daher ist noch kein Kader in Sicht“, ist auch hier nur eine neblige Personalanalyse anzustellen.

 

Devin Üzmen pfeift dieses Spiel am Sonntag um 12.30 Uhr an. Ort des Geschehens ist der Rasenplatz am Alten Postweg in Bexterhagen.

 

TuS Lipperreihe II vs. SC St. Pauli

(ab). Der TuS Lipperreihe II erweist sich für St. Pauli-Aufstiegstrainer Simon Meschonat wieder als „recht unbekannter Gegner, der mit mehr B-Liga-Erfahrung aufwarten kann und in der Tabelle deutlich über uns steht“ und demzufolge auch „der Favorit vor dem Spiel“ ist. Dass die Partie auf Kunstrasen stattfindet, wertet Meschonat als „Pluspunkt, auf den wir uns freuen.“ Schließlich ist das künstliche Geläuf „immer deutlich angenehmer, um guten Fußball auf den Platz zu bringen.“ Und auch, wenn die „letzten Wochen alles andere als erfolgreich waren, ist die Stimmung weiterhin top und wir wollen Sonntag unbedingt versuchen, wieder etwas Zählbares aus der Partie mitzunehmen. Dafür müssen wir in der Offensive endlich anfangen, unsere Chancen besser zu nutzen.“ Personell sieht es beim SC auch wieder „ein kleines Stück besser aus“, freut sich der Coach. Mit Billotin, Drexhage, Klassen, Klemen, Peters und Renner fehlen nur noch sechs Mann.

 

Anstoß ist um 12.30 Uhr. Michael Pelster leitet die Begegnung.

 

TuS Leopoldshöhe II vs. SV Wüsten II

(hk). Jenseits von Gut und Böse rangiert die Zweitvertretung vom TuS Leopoldshöhe. Der ungefährdete 4:1-Auswärtserfolg beim SC St. Pauli hat es endgültig bewiesen: Die Leos aus dieser Spielzeit sind mit denen aus den Vorjahren nicht vergleichbar. Ebenso Leo II-Sprachrohr Max Meckelmann ist sehr verzückt, dass dies „schon gut aussah“, soll es gegen den nächsten Aufsteiger SV Wüsten II zu einer Fortführung kommen. Die elf gesammelten Punkte heben die West-Lipper gegen den Kontrahenten aus den südlichen Tabellengefilden automatisch in die Favoritenrolle. Meckelmann hat jedoch ebenso die Überheblichkeit im Blick, die droht. Um auf dem heimischen Rasenplatz gegen die Kunstrasenmannschaft aus dem 3700 Einwohner-Ort auch im fußballerischen Bereich überzeugend aufzutreten, ist vor allem das Passspiel in den Fokus gerückt. So möchte man gegen die Wüstenfüchse sehr gerne „den ein oder anderen scharfen Ball zum Tor zu bringen“, wünscht es sich Meckelmann bei Lippe-Kick. 21 Gegentore sind klar zu viel, doch bedeuten eine deutliche Verbesserung im Vergleich zum gleichen Zeitpunkt in den vergangenen Jahren. Bei den Paulianern gab es diesbezüglich eine klare Verbesserung: „Wenn wir dazu die starke Defensive der letzten Woche auf das Feld bringen können, werden wir auch wieder punkten.“

 

Auch dieses Mal bestreiten die Wüstenfüchse den Gang in unbekanntes Terrain. Selbst kann Aufstiegstrainer Viktor Melnicuk keine tiefergehenden Erlebnisberichte mitteilen, ist es am Sonntag für ihn schließlich das erste Aufeinandertreffen mit dem TuS Leopoldshöhe II. Das 2:2 gegen den TuS RW Grastrup/Retzen beobachtete Melnicuk live vor Ort. Der kommende Rivale ist nach seiner Einschätzung „lauf- und kampfstark“ unterwegs, besitzt zudem eine beachtliche Moral, wie das Aufholen nach einem 0:2-Rückstand zum 2:2 gegen den Aufstiegskandidaten zuletzt eindrucksvoll unterstreicht. Die Erfolgsmischung ist klar definiert: „Wenn wir etwas Zählbares mitnehmen wollen, müssen wir den Kampf annehmen und um jeden Zentimeter kämpfen.“ Gewissenhaft wurden die Übungseinheiten bestritten, war es hier der Spielaufbau, auch das Zirkulieren der Kugel in den eigenen Reihen, was höchste Priorität genoss. Optimierungsbedarf erkennt Viktor Melnicuk (Bild links) noch im Sichern vom eigenen Gehäuse, sind es zu leichte Gegentreffer, die geschluckt werden. „Dem steht die Mentalität der Jungs gegenüber. Wenn man sich die Trainingsbeteiligung anschaut und mit welcher Begeisterung wir die Einheiten durchziehen, das ist schon Wahnsinn.“ Dem Ziel Klassenerhalt wird viel untergeordnet, hat man die bittere Heimpleite gegen den FC Union Entrup aus den Kleidern geschüttelt. Für die folgende Herausforderung beim fünf Punkte besser platzierten TuS Leopoldshöhe II fühlen sie sich ausreichend vorbereitet. Die Kader-Tiefe fängt einige personelle Vakanzen ausreichend auf. Ein echtes Ass im Ärmel ist die Rückkehr von Kay Wallbaum. „Er hat wieder Lust, zu kicken und bekommt am Sonntag seine Spielzeit.“

 

Melih-Ahmet Güler pfeift am Sonntag um 12.30 Uhr diese Begegnung der Reserveteams auf dem Rasenplatz in Leopoldshöhe an.

 

SV Werl-Aspe II vs. Yunus Lemgo (Spiel fällt aus)

(hk). Die Reserve vom SV Werl-Aspe macht sich. Das 0:3 bei der TSG Holzhausen/Sylbach war eine vorzeigbare Leistungssteigerung im Vergleich zur miesen Leistung im zweiten Durchgang gegen den TSV Schötmar (1:11). Die Message von Werl-Aspe II-Kicker Marius Grimm vor dem Heimspiel gegen Yunus Lemgo ist eindringlich: „Wir wollen am Sonntag noch eine Schippe auf unsere Leistung vom letzten Sonntag drauflegen.“ Zumal bis auf Sascha Jablonski alle Akteure mitwirken können. Bei einigen Angeschlagenen muss beobachtet werden, ob bis Sonntag eine Einsatzfähigkeit gewährleistet werden kann. Mit welcher Analyse begegnet Grimm dem Gast? „Yunus hat aufgerüstet und spielt munter nach vorne. Der Gegner hat viel Offensivdrang, ist jedoch auch anfällig in der Defensive. Wir müssen daher wach, schnell und konsequent sein. Wenn wir dann noch etwas Glück haben, könnte vielleicht sogar ein Pünktchen für uns drin sein. Vorrang genießt erst einmal die eigene Leistung, wenn Yunus dann doch das Törchen besser ist, dann ist das so, aber wir wollen uns nicht kampflos aufgeben“, soll das bessere Team als Gewinner aus diesem Spiel hervorgehen. Eine wichtige Botschaft, die Grimm an dieser Stelle mitgeben möchte: „Einen Hinweis an alle Zuschauer, die unser Spiel schauen möchten. Seit dem 15.10. gilt, über den Kreis Lippe von der Stadt Bad Salzuflen an uns weitergeleitet, eine Maskenpflicht für die Zuschauer. Das heißt beim Betreten der Sportfläche, aber auch am Platz.“ Dieses Schreiben zitiert er wörtlich: „Die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung für Zuschauer von Sportveranstaltungen besteht auch am Sitz- oder Stehplatz.“ Trotz dieser neuen Einschränkungen wünscht sich Grimm einen vollen Sportplatz und fordert die Zuschauer auf: „Bitte haltet euch an diese Vorgaben!“

 

Ein „sechs-Punkte-Spiel“ hat Yunus Lemgo-Coach Mehmet Anat im Hinterkopf vor dem Gastspiel in der Kurstadt. Wenn man sich nur die vergangenen vier Begegnungen vor Augen hält, sollte ganz viel Ausgeglichenheit am Sonntag stattfinden. Die entscheidende Frage vor dem Match-Day ist: Wer kann die Negativserie aufhalten? „Das wird ein purer Abstiegskampf. Wir fahren dahin, um drei Punkte zu holen. Alles andere wäre nicht in Ordnung“, fordert Anat die Trendwende von seinem Team. Der Wunsch ist groß, dass zuletzt verletzte Akteure bis Sonntag wieder fit sind. Die Befürchtung vom Magier: „Wir werden uns am Sonntag sehr lange schwertun, bis wir in Führung gehen.“ Immerhin hat der SV Werl-Aspe II in den jüngsten Partien doch stets sehr stark begonnen, zugleich aber auch rapide abgebaut. Ethem Demirkol (Bild links) und Yusuf Yeldan fehlen als Langzeitverletzte. Cihan Deniz ist aus disziplinarischen Gründen immer noch keine Alternative. Ein leichter Hoffnungsschimmer: Bünyamin Topcu und Hamzer Yalcin befinden sich fleißig im Vorbereitungsstadium, könnten am Sonntag wieder mitwirken. Bei Monzer Hantro wird erst am Spieltag selbst entschieden, ob er tatsächlich einsatzfähig ist. Auch Fänger Mert Yilmaz muss möglicherweise wegen seiner Leistenzerrung pausieren.

 

Rolf Kißler ist auf dem Rasenplatz am Heerser Bruch der Mann für Recht und Ordnung. Um 12.30 Uhr erfolgt sein Anpfiff.

 

TuS Helpup vs. TSV Schötmar

(hk). Die Lage ist ernst, aber nicht hoffnungslos. Auf zahlreiche wichtige Korsettstangen muss TuS Helpup-Coach Andre Plaß vor der Heimpartie gegen das Vorzeigeteam der Spielklasse verzichten. Am morgigen Samstag erst gibt es klare Tendenzen, wer von den aktuell noch Fehlenden in der Kürze der Zeit fit wird. Kessemeier, Ruttmann und Schütte fehlen definitiv. Hinter Müller steht ein Fragezeichen. Selbst der klar erkennbare Aufwärtstrend versöhnt ihn nicht. „Das wird eine Herkulesarbeit am Sonntag werden. Es muss schon vieles passen, um gegen Schötmar zu punkten.“ In den meisten Heimspielen auf dem Hartplatz könnten die Helpuper Nektar aus dieser Konstellation ziehen. Selbst hier zweifelt Plaß: „Da Schötmar auch über so einen Hartplatz verfügt, bin ich nicht sicher, ob das ein Vorteil für uns ist.“ Jeder Ertrag wäre Bonus, wird der TuS Helpup die gewünschten Punkte vor allem gegen Teams anderer Couleur sammeln müssen.

 

Einmal hü, einmal hott, den TuS Helpup kann Ersan Dargecit nicht wunschgemäß analysieren. Einige Jahre liegt das letzte Duell bereits zurück, hat sich unter Coach Andre Plaß eine völlig neue Mannschaft in Helpup entwickelt. All das führt zur klaren Meinung vom Vereinsboss: „Der TuS Helpup ist meiner Meinung nach ein Überraschungsgegner. Die bisherigen Ergebnisse geben eigentlich nicht viel preis. Mal gewinnen sie, mal verlieren sie. Daran kann man den Gegner nicht wirklich messen.“ Etwas präziser: Jeweils dreimal haben sie gewonnen und verloren. Ein spektakuläres 4:4-Unentschieden gab es beim TBV Lemgo III, in dem den Turn- und Sportlustigen völlig die Konstanz fehlte. Erst trotteten sie schwerfällig daher, lagen mit 1:4 im Hintertreffen, bis eine begeisternde Aufholjagd neue Lebensgeister weckte. Der TSV Schötmar ist jedoch selbst auch ambitiös unterwegs, sieht sich als meist prächtig aufspielenden Spitzenreiter in der klaren Favoritenrolle. Dargecit erwartet einen ultradefensiven Gastgeber, befürchtet: „Sie werden 90 Minuten lang kontinuierlich hinten drinstehen“, um einzig über schnelle Umschaltaktionen in die gegnerische Spielhälfte zu gelangen. Eine Situation, die für den TSV Schötmar nichts Neues darstellt, sehen sich doch – mit Ausnahme des TuS RW Grastrup/Retzen – alle Teams in der klaren Außenseiterrolle mit den Schötmaranern. Dass die Helpuper alle Register ziehen werden, um dem rot-schwarzen Panther die Erfolgsperspektive zu verkomplizieren, daran glaubt der TSV-Boss, als er anmerkt: „Wir sind eine spielstarke Mannschaft, weshalb ich davon ausgehe, dass das Spiel auf Asche stattfinden wird, um uns das Spiel auf Ballbesitz etwas zu erschweren.“ Um darauf vorbereitet zu sein, hat sich der TSV Schötmar deshalb gezielt auf dem Hartplatz für diese Aufgabe gewappnet. Erwartungsfroh zeigt sich Dargecit bei Lippe-Kick vor dem Aufeinandertreffen der Erstvertretungen: „Wir werden mal schauen, was uns so erwartet am Sonntag.“

 

Der Unparteiische Thorsten Pölert wird diese Partie auf dem Hartplatz in Helpup ab 15.00 Uhr leiten.

 

TuS Asemissen II vs. TSG Holzhausen/Sylbach

(hk). Das Trainerkarussell drehte sich in diesem Jahr schnell bei der TSG Holzhausen/Sylbach. Zunächst coachte Stefan Brunk, übernahm dann für einige Spiele Henri Ellerbrok, der zur neuen Saison schließlich von Jörg Koring beerbt wurde. Dies erschwert die Bewertungsmöglichkeit für TuS Asemissen II-Cheftrainer Florian Meerkötter, der von einem „kleinen Umbruch“ spricht, der hinter der Turn- und Sportgemeinschaft steckt. „Natürlich sind noch ein paar gute Einzelspieler wie Fabian Rönicke oder Moritz Simon aus der letzten Saison im Kader, aber auch einige neue Gesichter, die ich noch nicht genau kenne.“ Vor allem die vielen Nachwuchsspieler versprechen ein gewisses Überraschungspotenzial. Prinzipiell verkörpert Holzhausen/Sylbach eine „mannschaftlich geschlossene Einheit“, spielt auch die Körperlichkeit in den direkten Duellen einen nicht zu unterschätzenden Faktor. „Daher gilt es hier, im Mittelfeld die direkten Duelle zu gewinnen und dass wir entschlossen auf die zweiten Bälle gehen“, fordert Meerkötter vor dem Aufeinandertreffen der punktgleichen Tabellennachbarn. Die Asemisser wollen sich auf den eigenen Match-Plan konzentrieren, ihn durchgehend bespielen. Dennis Müller (Bild rechts), Johannes Driediger und definitiv der langzeitverletzte Steven Reimer fallen aus. Brühl und Kock könnten bis Sonntag fit werden, gibt es am Samstag eine Entscheidung. Walter Lemke wird wohl in das A-Team aufsteigen, während Tobias Gröschl und Simon Klassen die Drittvertretung mit ihrer Präsenz beglücken. Zurück im Team sind Manuel Epp, Jonas Epp, Michel Klippenstein und Raffael Giebel.

 

Ein flüchtiger Inside-Blick in die Lippe-Kick-Redaktion. Als kleines Gedächtnistraining werden Freitag beim Mittagessen in der Casa Klefisch stets die erwähnten Namen des TuS Asemissen II aufgezählt. Von denen, die ausfallen, fraglich sind oder zurückkehren. Natürlich macht sich auch Jörg Koring so seine Gedanken, wer beim Gegner fehlt, ist sich jedoch bewusst, dass die Asemisser über reichlich Alternativen verfügen, sodass sein Gegenüber Florian Meerkötter bisher noch nicht von einer unangenehmen Ruhelosigkeit heimgesucht wurde. Über ein ähnlich großes Reservoir an fähigen Spielern verfügt auch Coach Koring bei seiner TSG Holzhausen/Sylbach. Das Manko: Rückkehrer gibt es von der Rekonvaleszenten-Front leider keine. So wird Koring eben zum kreativen Bastelkünstler, um den Verlust von Leistungsträgern aufzufangen. Der TSG-Trainer offeriert jedoch hoffnungsvoll: „Wir arbeiten mit Hochdruck daran, dass wir den ein oder anderen Spieler fit bekommen.“ Damit im B2 Lemgo-Ranking vielleicht schon in Bälde eine Klettertour gestartet wird, ackert die TSG fleißig in den Übungseinheiten. Möglich authentisch wird mit einem hohen Ballbesitzanteil geprobt, um auf spielerische Art und Weise Lösungen zu finden. Stupide die Kugel nach vorne zu dreschen, wodurch den Mittelfeldspielern eine Nackenstarre droht, das wäre zu einfach. Eine Spielkultur möchte Koring einführen, dann prägen. Um sich selbst für einen feinen Spielvortrag zu belohnen, fehlt die Zielstrebigkeit im Torabschluss zu häufig. Panikartig schließen die Kantonisten meist ab, empfiehlt man den Blau-Weißen ein Stück mehr Contenance im letzten Spielfelddrittel. „Was mich richtig stolz macht, ist die Trainingsbeteiligung und die Intensität, die wir in jeder Trainingseinheit an den Tag legen“, erklärt Jörg Koring via Lippe-Kick. Die Verbindung zur stark gestarteten Zweiten und den eigenen A-Junioren ist eng und vertrauensvoll. Koring, ein langjähriger Jugendtrainer, verrät: „Bei unserer A-Jugend bin ich immer auf dem neuesten Stand bzw. beziehe ich den ein oder anderen Spieler immer mal wieder in unser Spielgeschehen mit ein. Das ist mir wichtig. Wir verfügen über ein paar richtig gute Jungs bei den Junioren, die am Ende der Saison dann zu uns in den Senioren-Fußball stoßen.“ Die Zukunft verspricht verheißungsvoll zu sein bei der Turn- und Sportgemeinschaft aus Holzhausen/Sylbach.

 

Meik Gronemeier ist um 15.00 Uhr der Referee für diese Begegnung auf dem Kunstrasenplatz in Asemissen-Greste.

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