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Bezirksliga

Bezirksliga 3 – TBV Lemgo: Auf neuem Terrain sicher unterwegs

Voll in der überkreislichen Spielklasse angekommen, das ist der TBV Lemgo. Bei Lippe-Kick äußert sich der Kapitän a. D. zur derzeitigen Situation.

„Arno Warkentin ist ein echtes Phänomen“

Bezirksliga 3 (hk). Dem Stotterstart folgte der Wechsel auf die Überholspur. Nach dem mauen Beginn mit einem Remis gegen den TSV Oerlinghausen (2:2) und einem 1:3 gegen den Post TSV Detmold machte sich zunächst einmal Ernüchterung breit. Die Hansestädter haben leicht gefremdelt mit der neuen, alten Spielklasse, dann zogen sie aber im Sauseschritt in der Tabelle an der Konkurrenz vorbei, bis auf Rang zwei. Sieben Siege in Serie, davon zwei klare Erfolge im Kreispokal, legen Zeugnis einer beachtlichen Entwicklung ab. Erst in der vergangenen Runde setzte es einen leichten Dämpfer – mit dem 1:2 beim VfR Borgentreich. Der verletzte Kapitän Simon Schneidermann bezieht im Lippe-Kick Gespräch mit Reporter Henning Klefisch Stellung zur aktuellen Situation.

 

Dieses Interview wird präsentiert von:

 

Lippe-Kick: Wie bewertest Du die bisherige Serie?

Simon Schneidermann: „Ich denke, dass der Saisonstart insgesamt zufriedenstellend ist. Wir haben nur gegen Oerlinghausen, durch eine schwache Chancenverwertung in der ersten Halbzeit, unnötig Punkte liegen lassen. Am Tag der Niederlage in Detmold waren wir einfach eine Klasse schlechter. Da hat uns Post in der ersten Halbzeit ordentlich die Ohren langgezogen, so ehrlich muss man sein. Die restlichen Spiele haben wir gewonnen und dann in die Spur gefunden. Wir haben gegen Borgentreich gesehen, dass wir noch einiges lernen müssen. Wir müssen auch bei großer Überlegenheit konzentriert bleiben, besonders, wenn es lange 0:0 steht. Aber im Grunde ist es auch egal. Weil so ein Spiel sieht man auch nicht jede Woche. Das passiert halt mal.“

 

 

Lippe-Kick: Über welche Fähigkeiten verfügt Dein Team?

Schneidermann: „Ich glaube, dass über die ganze Saison die Tiefe im Kader unsere größte Stärke sein wird. Am vorletzten Spieltag gegen Peckelsheim-Eissen-Löwen hat für uns die Bank das Spiel gewonnen. Ich glaube, dass wir nicht von einzelnen Spielern abhängig sind.“

 

Lippe-Kick: Für welchen Fußball steht der TBV Lemgo?

Schneidermann: „Das ist schwer zu beantworten. Ich glaube, dass oft viel zu viel über irgendwelche Systeme gesprochen wird. Wir wollen einfach gegen Gegner, die offensiv oder defensiv gegen uns spielen, selber entscheiden, was auf dem Platz passiert. Wir wollen selber entscheiden, ob wir tiefer stehen und nicht die gegnerische Mannschaft. Das war dann auch das Problem gegen Detmold. Wir wollten das Spiel etwas abwartender angehen, sind dadurch aber zu passiv geworden und hatten das Heft des Handelns nicht mehr in der Hand.“

 

 

 

Lippe-Kick: Deine Meinung zu den Neuen?

Schneidermann: „Das ist recht einfach. Ich glaube, dass alle Neuzugänge sich gut einbringen und ihren Teil zum Erfolg beitragen.“

 

 

 

Lippe-Kick: Gibt es Schützlinge, die Dich insgesamt beeindrucken?

A. Warkentin

Schneidermann: „Wir haben viele Spieler in der Mannschaft, die mich beeindrucken, weil im Grunde jeder Spieler mehr Talent hat als meine Wenigkeit. Aber wenn ich zwei herauspicken muss, dann sind es Arno Warkentin und Manuel Süllwold (Bild rechts). Arno ist ein absolutes Phänomen und irgendwie auch ein Ausnahmetalent. Der braucht eigentlich gar kein Training und kann trotzdem enge Spiele entscheiden. „Boro“ Süllwold hat mittlerweile schon ein biblisches Alter erreicht und trotzdem ist er in der Viererkette der, der den Laden am Ende zusammenhält. Diese defensive Konstanz, gepaart mit offensiver Durchschlagskraft, ist bei „Boro” wirklich beeindruckend.“

 

 

 

Lippe-Kick: Welche Teams werden in der Aufstiegsthematik besonders hartnäckig sein?

Schneidermann: „Zuerst muss man da natürlich Post nennen. Ich habe schon vor der Saison gesagt, dass die Truppe wahnsinnig gut besetzt ist und bisher haben sie jedes Spiel gewonnen. Dringenberg ist natürlich auch sehr stark, hat aber zuletzt mehrfach unnötig Punkte liegen gelassen. Wenn sie das in den Griff bekommen, werden die auch lange oben stehen. Außerdem bin ich selber ein großer Fan von Lipperreihe. Die haben im letzten Jahr schon eine wirklich gute Truppe auf den Platz gestellt. Auch der Saisonstart von Lipperreihe war gut. Die muss man auf jeden Fall zum erweiterten Kreis zählen und auf dem Zettel haben!“

 

Lippe-Kick: Kannst Du mir bitte den Unterschied zwischen der A-Liga und der Bezirksliga verraten?

Schneidermann: „Es gibt meiner Meinung nach nicht den einen großen Unterschied, sondern ganz viele kleine Dinge. Alles geht ein bisschen schneller und die Gegenspieler sind etwas fixer auf den Beinen. Fehler werden schneller bestraft, weil die Spieler etwas mehr Qualität haben. In der Bezirksliga kicken viele Jungs, die schon Landesliga oder sogar Westfalenliga gespielt haben. Aber es bleibt am Ende trotzdem der gleiche Sport. Auch ein gut eingestellter A-Ligist kann in der Bezirksliga Punkte sammeln. Man muss nur die Spielweise vernünftig anpassen.“

 

 

 

 

 

 

 

Lippe-Kick: Unvergessen sind die Schlachtgesänge der FC Augustdorf – Ultras im Januar 2019, die den TBV Lemgo als „Sch… Millionäre“ besangen. Mit etwas Abstand: Wie habt Ihr diesen kreativen Gesang aufgefasst?

Schneidermann: „Ich habe mich wirklich gefreut. Fußball muss auch immer etwas dreckig sein und nach billigem Bier und Bratwurst riechen. Die Zuschauer sind doch genau der Faktor, die den LZ-Cup so besonders machen. Augustdorf hat gegen uns den LZ-Cup geholt und dafür vor einigen Wochen von uns sechs Ohrfeigen kassiert (lacht). Aber Spaß beiseite. Ich freue mich schon auf das nächste Duell mit den Jungs aus Augustdorf. Da ist immer was los!“

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