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Kreisliga A Lemgo

SG Leese/Hörstmar/Lieme – Jetzt sprechen Kaiser und Demir

Die Vorstände aus Leese, Hörstmar und Lieme haben bereits am Mittwoch vergangener Woche eine weitreichende Entscheidung getroffen. Lippe-Kick hat die Reaktion vom ehemaligen Trainer der SG LHL und vom BSV Leese-Obmann für euch.

„Der Verein hatte keine Geduld“

Kreisliga A Lemgo (hk). Der Zeitpunkt überraschte doch sehr. Immerhin lieferte die SG Leese/Hörstmar/Lieme ein formidables Comeback beim Gastspiel in Asemissen. Als Jan Heidschuster zum psychologisch äußerst ungünstigem Zeitpunkt auf 3:0 für den Aufstiegsaspiranten stellte, schien die Messe schon gelesen. Dann aber fühlten sich die Kaiser-Kicker an ihrer Ehre gepackt, legten eine fulminante Aufholjagd hin, die zu einem achtbaren 3:3 führte. Als Jens Kaiser am Samstag von dieser Entscheidung unterrichtet wurde, war er „total schockiert“, gibt er bei Lippe-Kick unumwunden zu.

 

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Von Henning Klefisch

 

Der eine oder andere Trainer hätte sicherlich das Spiel gegen Asemissen nicht mehr gecoacht. Immerhin wusste Kaiser schon vor dem Match von seiner Abberufung. „Ich habe das dennoch für die Jungs durchgezogen“, betont er das enge und vertrauensvolle Verhältnis, welches er zu seinem Team aufgebaut hat. Wie dieses die Rückkehr in die Partie schaffte, das imponiert ihn extrem. Immerhin sah es nach dem 0:3 doch höchst prekär aus. „Nach solch einem Comeback frage ich mich: Warum wurde ich eigentlich freigestellt?“ So berichtet er von der „Euphorie in der Kabine, jeder ist über die eigenen Grenzen gegangen.“ Dies ist für ihn ein Indiz dafür, dass er die Mannschaft erreicht, es keine Dissonanzen gibt. Deshalb versteht er auch die Aussage in der Pressemitteilung nicht, dass „die Chemie zwischen Trainer und Mannschaft nicht stimmt. Die war immer top.“ Wenn dem so wäre, „hätten wir uns abschlachten lassen.“ Ebenso das Spiel gegen den TuS Leopoldshöhe, was nach toller Leistung mit 1:3 verloren wurde, zieht er als Beleg hinzu. Für ihn geht es um sein gutes Renommee, ist es für ihn „eine Rufschädigung”, die er nicht so auf sich sitzen lassen möchte. Verwunderlich für den Familienvater, dass nicht der Obmann Ferhan Demir, sondern die drei Vorstände entschieden haben. Der langjährige Post TSV Detmold II-Coach fragt sich: „Warum schmeißen sie mich nicht am Mittwoch raus?” Kaiser ist ein Coach, der in Etappen denkt, in Zehner-Schritten. Der Klassenerhalt ist als realistisches Saisonziel ausgerufen worden. Mit sechs Punkten nach zehn Begegnungen rangiert die Spielgemeinschaft an vorletzter Position, ist die Rettung nah. Einen Pferdefuß gibt es bei den Aussichten nicht, denn alles ist noch möglich. Weil: Nichtabstiegsrang14, den aktuell der FC Schwelentrup-Spork/Wendlinghausen besetzt, ist nur einen Zähler entfernt. „Der Verein hatte keine Geduld“, prangert er an. Zudem ist für ihn fraglich, warum der Vorstand weder mit ihm, noch mit dem Mannschaftsrat ein Gespräch über die aktuelle Saison geführt hat. Zurzeit denkt Kaiser wie einst Pep Guardiola über ein Sabbatical nach. Er möchte etwas Abstand vom Fußball gewinnen, um in der kommenden Saison eine neue Aufgabe anzunehmen.

 

„Chemie zwischen Trainer und der SG war nicht optimal”

 

 

BSV Leese-Obmann Ferhan Demir manifestiert die Zusammenkunft am vergangenen Mittwoch. Via Lippe-Kick gibt er auch bereitwillig Auskunft, welche Inhalte dort zum Thema wurden: „Da haben wir gemeinsam die letzten Monate Revue passieren lassen und geguckt, welche internen Ziele haben wir von der SG und wie weit sind wir momentan. Mit internen Zielen ist hier nicht der Tabellenplatz gemeint, sondern die Gemeinschaft zwischen den Mannschaften und eben das gesamte Projekt. Wir sind dann gemeinsam zu der Entscheidung gekommen, den weiteren Weg ohne Jens Kaiser zu gehen“, unterstreicht Demir dies. Offen und frei heraus postuliert der Familienvater: „Die Chemie zwischen Trainer und Mannschaft war definitiv intakt, hier war, wie gesagt, eher die Chemie zwischen Trainer und der SG nicht wirklich optimal.“ Zugleich möchte Demir sich an dieser Stelle für die Pressemitteilung entschuldigen, begründet dies mit den Nachwirkungen eines schweren Schicksalsschlages im Umfeld: „Leider ist Montag bei uns in Leese eine sehr wichtige Person verstorben und es war alles wirklich nicht einfach. Jens bat mich, den Bericht noch am Montag zu veröffentlichen. Dem Verfasser der Zeilen trifft dabei keine Schuld. Ich möchte mich hier auch bei dem Verfasser entschuldigen.“ Kaiser, zu Post TSV Detmold-Zeiten ein treuer und verlässlicher Partner von Demir, möchte er „für all seine Mühe und seine Zeit, die er hier geopfert hat“, einen großen Dank aussprechen. Seit annähernd einem Jahr haben die langjährigen Weggefährten auch im FuL-Kreis Lemgo fleißig mit angepackt: „Er war mir seit Januar eine enorme Hilfe, hat unzählige Stunden investiert für Spielergespräche und einiges mehr. Ich wünsche Jens Kaiser privat und natürlich sportlich nur das Beste.“

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