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Kreisliga B Detmold

TuS Kachtenhausen – Risse im Beton

Nach der Sonne kommt der Regen. Dessen ist sich natürlich auch das Team von Cheftrainer Jörg Horstkötter bewusst. Lippe-Kick blickt hinter die Kulissen.

„Wollen nicht kurzfristigen, sondern langfristigen Erfolg“

Kreisliga B Detmold (hk). Mit einem hochroten Kopf sitzt Bayern München-Staatsoberhaupt Uli Hoeneß auf einer Bank in Kachtenhausen. Die Augen weit aufgerissen, ein durchdringender Blick mustert seinen Gegenüber. Seine schmalen Lippen presst er angestrengt aufeinander und greint: „Der Krug geht so lange zum Brunnen, bis er bricht.“ Um mit Blick auf die 1:2-Niederlage beim bis dato sieglosen Schlusslicht SuS Pivitsheide II zu plärren: „Und jetzt ist er gebrochen.“ Klar, einiges ist hier fiktiv. Zumindest die Botschaft ist klar: Die erste Saisonniederlage hat sich für den TuS Kachtenhausen mehr als nur angedeutet. In Summe ist TuSK-Obmann Andree Köhler dennoch einverstanden mit dem bisherigen Auftreten.

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Von Henning Klefisch

 

 

Alles fein – nach sechs Spieltagen. Die Abwehr mischte Beton an, der Sturm versprühte einen hohen Unterhaltungswert. Das Torverhältnis von 17:2 und 16 von 18 mögliche Punkte enden in einer Tabellenführung und zugleich prächtigen Stimmung für den wieder eigenständig kickenden Verein aus dem rund 1800 Einwohner-Ort aus dem Lagenser Speckgürtel. Köhler möchte nach dem erfolgreichen Start auch nicht den Mecker-Onkel mimen: „Ich denke, der Saisonstart ist für uns gut gelaufen. Wir haben guten Fußball gespielt und vieles umgesetzt, was die Trainer vorgegeben und verlangt haben.“ Bereits nach diesem prächtigen Auftakt waren die Sinne der sportlich Handelnden noch längst nicht vernebelt: „Trotzdem ist das alles nur Teil des Prozesses. Bis alles funktioniert und passt, haben wir noch einen langen Weg vor uns.“ Dass dieser Weg nicht nur lang, sondern vor allem auch steinig ist, haben die vergangenen Begegnungen gezeigt. Gegen den C-Liga-Vertreter FSG Waddenhausen/Pottenhausen mühte man sich im Kreispokal zu einem knappen 2:1-Erfolg. Gegen das Kellerkind SV HW Falkenhagen kam der Aufstiegsaspirant ebenfalls schwer in Gang, war das triste 2:2-Unentschieden zähflüssig wie Sirup, schmeckte nur nicht so süß.

 

„Super Jungs mit einem tollen Charakter“

 

Die Motivation ist trotz der jüngsten Schwächeperiode groß beim TuSK. „Aber jeder hat Bock, jeder zieht mit, was es natürlich einfacher macht.“ Die richtige Balance in der Kaderzusammensetzung mit jungen Gipfelstürmern und routinierten Recken ist gut austangiert, spricht Coach Horstkötter alle Altersklassen richtig an. Ganz entscheidend für die eigene Wohlfühlatmosphäre ist der Stallgeruch, denn von 26 Kadermitgliedern weist gerade einmal eine Handvoll keine TuS Kachtenhausen-Historie auf. Köhler benennt die Vorzüge: „So war es für uns alle natürlich einfacher und wir mussten niemanden groß integrieren und die, die neu dazugekommen sind, passen zu 100 Prozent“, ist dieses Personalpuzzle überaus stimmig. „Das sind alles super Jungs mit einem tollen Charakter“, begeistert sich Andree Köhler an diesen erfolgsfördernden Elementen.

 

 

„Jugend soll beim TuS ihre Zukunft sehen“

 

 

Nach der Spielgemeinschaft mit den Turn- und Sportlustigen aus Helpup war einiges an Anstrengung erforderlich, um wieder autonom agieren zu können. Köhler gibt zu bedenken: „Wichtig war es natürlich auch, die Unterstützung des gesamten Vereins zu bekommen, nach dem Neustart eine Aufbruchstimmung zu erzeugen, aber auch das war zu jeder Zeit gegeben.“ Die Voraussetzungen verbessern sich kolossal, denn der neue Kunstrasenplatz lässt wetterunabhängiger performen. Köhler ist ein Visionär, aber kein Traumtänzer, vielmehr ein Denker und Lenker, der nicht nur die Zeitspanne von heute Abend bis morgen früh im Blick hat: „Wir wollen nicht kurzfristigen, sondern dauerhaften Erfolg und deswegen sollten wir weiter unseren Weg verfolgen und sehen, was am Ende dabei herauskommt.“ Erst ernten, dann säen, nicht nur die lippischen Landwirte beherzigen dieses Konzept. Der TuS Kachtenhausen blickt hoffnungsvoll Richtung eigene Jugend. Denn: Man möchte zukünftig davon noch mehr profitieren. Andree Köhler verdeutlicht dieses Verlangen: „Wir wollen so arbeiten, dass die Jugend ihre Zukunft auch beim TuS sieht. Deshalb wollen wir auch in Zukunft wieder zwei Mannschaften melden, wenn es möglich ist“, so die Wunschvorstellung von ihm.

Vigilant Team Sports

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