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Kreisliga C1 Lemgo

TuS Almena – Gemeinsam erfolgreich

Bitte ehrlich sein: Der TuS Almena gehört nicht in die C-Klasse. Als eine erste Mannschaft mit dieser glorreichen Infrastruktur sind sie mindestens im Kreis-Unterhaus beheimatet. Das ist auch das Ziel.

„Fatal, nicht zu sagen, dass wir aufsteigen wollen.“

Kreisliga C1 Lemgo (hk). Mund abwischen, weiter geht es. Für den TuS Almena ist die Mission vor dieser so besonderen Saison unverhandelbar. Der Sprung in die Play-Offs war das erklärte Ziel. Die Hausaufgaben hat der ehemalige A-Ligist mit viel Bravour und voller Pflichtbewusstsein erledigt. Fünf Siege und ein Remis sind die Ausbeute vor der pandemiebedingten unterbrochenen Spielzeit. Leitwolf Alexander Hoffmann erklärt bei Lippe-Kick, warum seine Equipe solch eine beeindruckende Dominanz ausstrahlt: „Meiner Meinung nach sind wir derzeit einfach eine starke Einheit.“

Unterstützt die Gastronomie vor Ort:

Von Henning Klefisch

 

Das Bükerfeld in Almena ist einer der geschichtsträchtigsten Orte im gesamten Fußball-Lippe. Die einzigartige Tribüne lässt so manchen Landesligisten voller Neid erblassen. Die Fans sind treu und leidenschaftlich, begleiten ihren Turn- und Sportverein aus dem Extertal in guten wie in schlechten Zeiten. Derzeit überwiegen die guten Zeiten, denn Almena schnuppert an der Rückkehr in die B-Klasse. Der Zusammenhalt ist im Aufstiegsrennen eine ganz entscheidende Tugend. Hoffmann (Bild links) ist sich dessen bewusst, wenn er im Lippe-Kick Gespräch deutlich kommuniziert: „Unabhängig von den spielerischen Fähigkeiten der Jungs. Es ist eine Mannschaft auf dem Feld zu sehen, die zusammen Fußball spielen will und auch zusammen Spiele gewinnen will.“ Er ist diesbezüglich nicht der einsame Rufer in der Wüste Gobi. Der zwölfte Mann (Bild rechts) bestätigt ihn: „Dies höre ich auch immer wieder von Zuschauern. Das war in der vergangenen Zeit wohl ein großes Manko. Das kann ich aber nicht beurteilen, da ich erst eineinhalb Jahre wieder an Bord bin.“ Das klare Versprechen gibt er ab, dass zukünftig auf diese bedingungslose Gemeinschaft noch mehr Wert gelegt wird.

 

 

„Spaß am Fußball haben, wollen jedes Spiel gewinnen“

 

Natürlich gibt es Begegnungen, die in der eigenen Gedankenwelt unauslöschlich sind. Für Hoffmann besitzt das ultimative Spitzenspiel an der B66 eine ganz besondere Bedeutung. Am 27. September bezwang sein Team den Verfolger SG Bega/Humfeld II mit einem satten 4:0. 50 Schlachtenbummler aus Almena wurden Zeuge dieser Demonstration der eigenen Stärke. Der Coach plaudert aus, was die Inhalte der Ansprache waren: „Wir haben uns in der Kabine vorgenommen, dieses Spiel zu gewinnen, um es der ganzen Liga zu zeigen, dass dieses Jahr mit uns zu rechnen ist.“ Zugleich war dieses Gastspiel beim Jäger „der erste Härtetest“, so Hoffmann, der die Fähigkeiten der vorherigen Gegner damit keineswegs schmälern möchte. „Das war eine hohe Hürde, die wir an diesem Tag mit Bravour gemeistert haben.“ Der Familienvater empfindet ganz viel Stolz, wenn an diesen Tag zurückdenkt. Welche Spielidee verfolgt der TuS Almena? Wer jetzt einen Vortrag über eine abfallende Sechs, die verschiedenen Spielsysteme oder den fluiden Regisseur erwartet, muss enttäuscht von dannen ziehen. Für Alexander Hoffmann ist es völlig simpel: „Spaß am Fußball haben und jedes Spiel gewinnen.“ Letztlich lässt er sich doch noch entlocken: „Wir passen unser Spielsystem natürlich immer dem Gegner an, so haben wir im Pokal gegen den TuS Lockhausen wesentlich defensiver gespielt als bei uns in der Liga.“ Im Liga-Alltag ist die Favoritenrolle stets mit dem TuS Almena besetzt. Die Kontrahenten igeln sich meist ein, weshalb kreative und lösungsorientierte Lösungen erforderlich sind.

 

„Neuzugänge müssen nicht immer stark sein“

 

Umfangreich hat sich der TuS Almena im Vorfeld der Saison verstärkt. Wie lautet hier das Zwischenfazit vom ehemaligen Coach des RSV Schwelentrup und des TSV Kirchheide II? „Alle Neuzugänge sind definitiv Verstärkungen für unseren Kader gewesen.“ Weil: „Neuzugänge müssen nicht immer stark sein, um einen Kader zu verstärken. Sie müssen lediglich zum Team passen. Wenn sie dann auch noch etwas kicken können, kann man sich nicht beschweren. Dies“, so hebt er positiv hervor, „ist bei unseren Neuzugängen definitiv der Fall.“ Mit den Neuerwerbungen soll zumindest Rang drei gesichert werden. Wenn mehr dabei herausspringt, wird das natürlich allzu gerne mitgenommen. „Es wäre fatal, nicht zu sagen, dass wir aufsteigen wollen, aber wir müssen erstmal kleine Brötchen backen und gucken, was die Play-off-Runde bringt.“ In die Fabelwelt der Spekulationen möchte sich Alexander Hoffmann jetzt nicht unbedingt manövrieren, kann er nicht verifizieren, ob die erste oder zweite C-Liga tatsächlich stärker ist. „Ich habe keine Berührungspunkte im anderen Fußballkreis.“ Alexander Hoffmann betont gegenüber Lippe-Kick: „Mir persönlich ist auch egal, welche Liga stärker ist. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass man einige Gegner nicht an seiner Spielklasse messen sollte.“ Man merkt: Iceman Hoffmann ruht in sich selbst. Das ist keine zur Schau gestellte Abgebrühtheit.

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