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Historisch

BSV Leese – Historisch: Die langersehnte A-Liga-Rückkehr

Fast quälend lange vier Jahrzehnte lang musste der BSV Leese auf die A-Liga warten. Oder andersherum. Lippe-Kick erzählt die ganze Geschichte dazu. Kommt mit auf eine Zeitreise.

Rückkehr in die A-Klasse

Kreisliga A Lemgo (hk). Was für ein triumphaler, epischer, historischer Tag, dieser Sonntag, der 26. Mai 2019. Auch Lippe-Kick war live vor Ort, als der BSV Leese mit einem 3:1 beim Verfolger TuS Rot-Weiß Grastrup/Retzen letzte Zweifel am Aufstieg beseitigte. Mit diesem Dreier wurde das A-Liga-Comeback nach exakt 37 Jahren gedealt. Nur mal kurz zur Einordnung: Als der Ballspielverein 1982 zum bis dato letzten Mal im Lemgoer Kreisoberhaus performte, wurde Helmut Kohl neuer Bundeskanzler, Argentinien und Großbritannien kämpften unerbittlich um die Falkland-Inseln. Und unglaublich, Fußball-Fans werden denken, was redet der Lippe-Kick-Reporter da nur, doch ja, der Hamburger SV wurde in der Spielzeit 1981/82 tatsächlich Deutscher Meister. Tobias Kasper ist der Aufstiegs-Coach und Urgewalt und Urgestein Jan Plöger sein verlässlicher Co-Trainer und Goalgetter in einem. Plöger, mit 28 Toren immerhin Zweiter im B2-Torjäger-Ranking, wischt sich die Tränen aus seinen Augenwinkeln: „Dieser Moment, als unser Ziel erreicht war, den werde ich niemals vergessen.“

Dieser Bericht wird präsentiert von:

 

 

Von Henning Klefisch

 

Mehrfach haben sie in den Vorjahren den Aufstieg nur denkbar knapp verpasst. Entscheidend für den überfälligen Sprung in die A-Klasse war der Abgang von zahlreichen Leistungsträgern. Was auf den ersten Blick paradox klingt, ergibt Sinn, wenn man den Worten von Jan Plöger lauscht: „In den drei Jahren vorher hatten wir immer nominell einen besseren Kader mit Fußballern, die in der B-Liga nichts verloren haben und hatten.“ Grundsätzlich ist diese individuell so berauschende Qualität ein gewaltiger Trumpf, der nur ausgespielt werden muss. Eine Einschränkung: „Das bringt dir aber alles nichts, wenn du keine Einheit bist.

In unserem Aufstiegsjahr hat einfach alles gepasst, jeder hat für den anderen gekämpft und dadurch waren wir einfach schwer zu bespielen.“ So gänzlich ist die individuelle Qualität nicht flöten gegangen, denn neben dem Ausnahmespieler Jan Plöger, der sich in der B-Liga fußballerisch unter Wert verkauft hat, waren es auch Akteure wie Auswahlspieler Lukas Böke (Bild links; 18 Tore), Tom Oertel, Tim Plöger (Bild rechts; je 15) oder auch Fabian Froelich (11), die für große Fußballkunst standen. Als Torhüter fungierte die kurdische Katze Ferhan Demir, der für den TSV Detmold schon einige Schlachten geschlagen hat, zurzeit Obmann der neu ins Leben gerufenen SG Leese/Hörstmar/Lieme ist. „Die Chemie im Team war unerreicht”, unterstreicht Jan Plöger mit Verve in seiner Stimme. Die Bedeutung dieses Aufstiegs ist grandios, berichtet dazu doch Plöger mit rund 18-monatiger Distanz: „Ich denke, für Tobias und mich das als Trainerteam zu schaffen, war unser größter Traum.“ Ganz Leese war besoffen vor Glück, feierte diesen Aufstieg frenetisch.

 

 

 

 

„Jeder kann stolz auf sich sein.”

 

Da in den Vorjahren die Liga-Versetzung teilweise auf kuriose Art und Weise verspielt wurde, herrschte eine „gewisse Skepsis“, ob man sich wieder kurz vor Ende die Butter vom Brot nehmen lassen würde. Jan Plöger unterstreicht im Lippe-Kick Gespräch: „Wir haben für die Leute, die immer an der Linie stehen, die den Verein immer unterstützen, egal in welcher Form, diesen Aufstieg geholt. Jeder, der in diesem Jahr im Kader dieser überragenden Mannschaft war, kann stolz auf sich sein“, sind es nahezu staatsmännische Worte, die der Grandseigneur des Leeser-Fußballs hier wählt.

 

 

 

 

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