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Kreisliga A Detmold

FC Fortuna Schlangen – „Mannschaftssport ist das Geilste“

Die Ziele haben sich beim FC Fortuna Schlangen schlagartig verändert. Einst ging die Blickrichtung zur Bezirksliga. Nun genießt der Klassenerhalt die oberste Prämisse. Lippe-Kick inspiziert etwas genauer die Blau-Weißen.

Hand in Hand die Situation meistern

Kreisliga A Detmold (hk). In der heutigen, so digitalen Welt fällt so etwas ganz bestimmt richtig schwer. Doch: Stellen wir uns bitte einmal vor. Da begibt sich ein Lipper auf eine 18-monatige Weltreise, ohne Internet, ohne andere Informationsquellen, die ihn über den lippischen Fußball informieren könnten. Er wird wohl mental aus allen Wolken fallen, denn der Status vom FC Fortuna Schlangen hat sich gravierend verändert. Im Sommer 2019 klopften die Blau-Weißen in prächtiger Stimmung vehement an das Tor zur Himmelspforte, sprich: Bezirksliga. In den Entscheidungsspielen scheiterten sie allerdings knapp. Seither ist ein tabellarischer Abwärtstrend nicht zu leugnen. In der Vorsaison war es Position neun, nun Abstiegsplatz 16. Wenn man allerdings nicht nur von hier bis zur nächsten Bushaltestelle denkt, den gewaltigen Spieler-Abgang bei den Schlängern beobachtet, erblickt man die gesamte Szenerie durchaus realistischer.

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Von Henning Klefisch

 

Sechs von neun Partien haben die Schlänger als Verlierer beendet. Dazu kommen zwei Remis und ein Sieg. Für FC Co-Trainer Daniel Sens (Bild rechts) und Betreuer André Jesse (Bild links) ist es an der Zeit, manchen Dingen eine Erläuterung zu geben: „In einigen Spielberichten hört es sich manchmal so an, als wären wir schlechte Verlierer. Dem ist natürlich nicht so!“ Dass es bessere Erfahrungswerte gibt, als Liga-Spiele zu verlieren, sollte klar sein. Dennoch präsentieren sich die Fortunen als faire Verlierer: „Aber wenn wir, wie und warum auch immer verloren haben, hat der Gegner es diesmal einfach besser gemacht. Wenn wir sagen, das Spiel war ungerecht oder unverdient, meinen wir, oder ich in den meisten Fällen, unsere Defensive erstrahlt mit 29 Gegentreffern nach zwölf Spieltagen in keinem so gutem Licht“, betont Jesse gegenüber Lippe-Kick unverhohlen. Mit dem Zusatz versehen: „Wenn man die erkämpften Bälle alle einmal statistisch festhalten würde, könnte man meine Aussagen besser nachvollziehen“, klafft hier eine zu extreme Lücke zwischen Aufwand und Ertrag. Um im Bild zu bleiben. Ein Lichtblick: Beim Schlusslicht RSV Hörste zerrissen sich die Blau-Weißen kolossal, gelang bei der Naturrasen-Truppe ein glanzvoller 5:2-Sieg. Zum Auftakt trotzte man dem SC Türkgücü Detmold ein respektables 1:1 ab, zeigte seine vielleicht beste Saisonleistung beim fulminanten 3:3 einige Wochen später gegen das Schwergewicht SF Berlebeck/Heiligenkirchen. Die Abwehr ist das Sorgenkind der Blau-Weißen, die in dieser Disziplin den unrühmlichen Spitzenplatz einnehmen. Bei den erzielten Toren sind sie, analog zu ihrer Platzierung, das zweitharmloseste Team nach Hörste.

 

 

„Stehen voll und ganz hinter Mark Meinhardt.“

 

 

Das Kumpel-Duo, schon viele Jahre lang der Fortuna verbunden, fühlt sich richtig geehrt, mit anzupacken. „Jetzt sind Daniel und ich wieder Teil der ersten Mannschaft aus Schlangen, was uns schon etwas stolz macht. Natürlich würde Daniel das nie zugeben, aber so ist es.“ Sens und Jesse sind beste Freunde, was sich auf das Leistungsvermögen mit Blick auf den FC Fortuna Schlangen unmittelbar auswirkt. Die andere wahre Liebe, Borussia Dortmund, wurde häufiger gemeinschaftlich besucht. In Zukunft wird dies auch beherzigt, wenn Corona es wieder ermöglicht. „Klar sind es gerade schwierige Zeiten bei Fortuna Schlangen mit dem Neuaufbau des Kaders, Corona nervt auch etwas.“ Ein offenes Geheimnis: Es ist ein starkes Gemüt erforderlich, um die anspruchsvolle Situation zu überstehen, auch die passenden Lehren daraus zu ziehen. Das Trainer- und Betreuerteam harmoniert unerlässlich, unterstreicht dies André Jesse ebenso, als er Lippe-Kick in den Notizblock diktiert: „Daniel und ich sind davon überzeugt, dass Fortuna Schlangen mit Mark Meinhardt einen richtig guten Trainer und Typen geholt hat, was ja nie der eigentliche Plan war vor Saisonbeginn“, so Jesse. Er betont mit Vehemenz: „Wir stehen voll und ganz hinter ihm. Egal, was er sagt oder macht!“

 

 

Schrank-Support als Symbol-Bild

 

André Jesse ist ein handwerklich äußerst talentierter Zeitgenosse. Was er macht, hat Hand und Fuß. So ist Meinhardt mit seiner Bitte direkt an der richtigen Adresse angekommen. Unmittelbar nach seinem Amtsantritt hat er sich einen größeren Schrank für sein umfangreiches Trainings-Equipment gewünscht. Jesse bat ihn daraufhin, ein Foto von dem Material zu knipsen, um sich diesen Wunsch bildlich vorzustellen. Die bittere Erkenntnis für den hilfsbereiten Handwerker: „Ich musste ihm leider klarmachen, dass es Schränke in dieser Größe nicht gibt und er einen Raum braucht, den ich ihm dann auch entworfen und gebaut habe. Über den Technikraum hat er sich gefreut, glaube ich“, ist seine Vermutung an dieser Stelle wohl keineswegs zu wagemutig. Diese Geste dient als ein Symbol-Bild, dass trotz schwieriger Voraussetzungen die Fortunen sich gemeinsam unterstützen, um das Beste aus der Situation zu machen. Was unzweifelhaft Priorität für Jesse und Sens besitzt: „Wir hoffen und wünschen jeder Sportmannschaft der Welt, dass der Spielbetrieb bald wieder losgeht und Corona nicht mehr so viel Macht hat, um diese Einschränkung durchzuführen. Denn Mannschaftssport ist das Geilste!“ Dem ist nichts hinzuzufügen.

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