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Eishockey

Eishockey: Herforder Ice Dragons müssen Indians gratulieren

Ohne Punkte wird die kurze Heimreise aus der niedersächsischen Landeshauptstadt angetreten. NRW-Kick schaut sich die Partie etwas genauer an.

3:5-Niederlage gegen Hannover

 

Punkte verloren, Respekt gewonnen – der Herforder Eishockey Verein unterlag den Hannover Indians in einem spannenden Spiel der Oberliga Nord mit 3:5 (0:1/2:3/1:1) und ging somit erstmals in dieser Saison ohne Punkte aus einer Begegnung heraus. Zwar gelang es den Ice Dragons den Spielverlauf offen zu gestalten, die Gäste zeigten sich jedoch clever und sehr effektiv und nahmen am Ende die drei Zähler nicht unverdient mit nach Hause.

 

Während Hannover im Vergleich zur Vorwoche unverändert auflief, musste Herfords Chefcoach Jeff Job neben den Verletzten Nils Bohle und Lasse Bödefeld auch auf den Einsatz von Christophe Lalonde verzichten, der aufgrund einer Handgelenksverletzung nicht mitwirkte.

 

 

Trotz der drei Ausfälle fand der HEV gut in das Spiel hinein und verlagerte das Geschehen zunächst in das Drittel der Indians. Doch obwohl die Ostwestfalen sich um Torabschlüsse bemühten, blieben aussichtsreiche Chancen zunächst Mangelware. Die Hannoveraner kamen immer wieder durch schnelle Gegenangriffe vor das Tor von Ennio Albrecht, der auf Herforder Seite den Vorzug bekam, große Gefahr ging jedoch auch von den Niedersachsen zunächst nicht aus. In der 15. Minute zeigte sich dann jedoch die Klasse der ersten Sturmreihe auf Indiansseite. Erstmals gelang es den Ice Dragons nicht, entscheidend zu stören, was Parker Bowles zu nutzen wusste und sein Team mit 1:0 in Führung brachte. Mit der knappen Führung der Gäste ging es in die erste Drittelpause.

 

Im zweiten Spielabschnitt zog Hannover das Tempo unmittelbar nach dem Auftaktbully merklich an und brachte den Gastgeber in Bedrängnis. Nick Eichinger erhöhte in der 23. Minute mit einem Traumtreffer auf 2:0, als er mit einem Schuss in den linken Torwinkel von der blauen Linie Goalie Ennio Albrecht keine Chance ließ. Die Niedersachsen setzten Herford nun weiter unter Druck und drängten auf eine frühe Vorentscheidung, doch nun war es Sebastian Christmann auf Seiten der Herforder, der eine Kontersituation nutzte und mit seinem ersten Saisontreffer den Anschluss herstellte (25.). Nur eine Minute später schlug Ralf Rinke zu und erzielte in Überzahl aus halbrechter Position den Ausgleich, womit das Duell quasi wieder von vorne Begann. Das Spiel nahm nun an Intensität zu, beide Mannschaften suchten vermehrt die Abschlüsse und lieferten sich einen offenen Schlagabtausch. Michael Burns setzte dann in der 30. Minute den nächsten Treffer mit einer Energieleistung, als er nicht von der Scheibe zu trennen war und zur erneuten Führung der Indians einnetzte. Auch am 4:2 der Gäste war Michael Burns maßgeblich beteiligt. In einer Überzahlsituation bediente er Thore Weyrauch mustergültig und dieser schob aus kurzer Distanz ein. Mit dem Spielstand von 4:2 wurden die Seiten ein letztes Mal gewechselt.

 

Wieder kam Hannover besser und energischer aus der Kabine und suchte die Entscheidung, scheiterte jedoch mehrfach an Ennio Albrecht, der mit einigen tollen Paraden sein Team im Spiel hielt. Und die Ice Dragons kamen tatsächlich zurück. In der 47. Minute gewann Jörn Weikamp ein Bully vor dem Tor der Indians. Emil Lassard Aydin bekam die Scheibe, zog direkt ab und stellte mit einem sehenswerten Treffer den Anschluss wieder her. In der Folge entwickelte sich wieder eine völlig ausgeglichene Begegnung, wobei die Qualität der Chancen auf Seiten der Niedersachsen höher war, Herford aber ebenfalls gefährlich blieb. Beide Abwehrreihen und Torleute rückten mehr und mehr in den Vordergrund und ließen bis in die Schlussphase keine weiteren Treffer zu. Rund eine Minute vor dem Ende nahm Jeff Job eine Auszeit und nahm Ennio Albrecht zugunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis. Hannover verteidigte jedoch routiniert, ließ nichts mehr anbrennen und entschied mit einem Empty Net-Goal von Brett Bulmer sieben Sekunden vor dem Ende endgültig für sich.

 

Jeff Job zeigte sich nach der Begegnung nicht zu enttäuscht: „Wir haben gegen einen guten Gegner gespielt, der seine Chancen besser ausgenutzt hat als wir. Nun schauen wir nach vorne und werden in Hamburg mit derselben Mannschaft versuchen etwas zu holen.“

 

Die Herforder Ice Dragons haben gezeigt, dass sie auch die starken Teams der Oberliga ärgern können und sich nicht verstecken müssen. Den heimischen Fans dürfte der engagierte Auftritt gefallen haben und man darf gespannt sein, ob sich der HEV auch bei den Crocodiles Hamburg am Sonntagnachmittag ähnlich gut verkauft.

 

Tore:

 

0:1 (14:32) Parker Bowles (Thore Weyrauch / Michael Burns)

0:2 (22:38) Nick Aichinger (Robby Hein / Mike Glemser)

1:2 (24:53) Sebastian Christmann (Matyas Kovacs / Justin Unger)

2:2 (26:15) Ralf Rinke (Björn Bombis / Lukas Gärtner) PP1

2:3 (29:50) Michael Burns (Igor Bacek / Armin Finkel)

2:4 (35:37) Thore Weyrauch (Michael Burns / Santeri Ovaska) PP1

3:4 (46:30) Emil Lessard Aydin (Jörn Weikamp)

3:5 (59:53) Brett Bulmer (Nicolas Turnwald)

 

 

Strafen:

 

Herford 8 Minuten

Hannover 12 + 10 (Robby Hein) Minuten

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