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Was macht eigentlich...?

Was macht eigentlich…? Teil 6. Sören Müller

Wir starten eine neue Serie und sprechen mit ehemaligen Trainern, Spielern, sportlichen Leitern und anderen Verantwortlichen. Heute in Teil 6: Sören Müller.

„Ich habe Bock, zurückzukehren“

 

Allgemein/Was macht eigentlich..? (hk). Bis September dieses Jahr mischte Sören Müller noch mächtig mit im lippischen Fußball. Dies tat er beim Detmolder B-Ligisten SuS Pivitsheide II, den er seit Sommer 2018 coachte. Im vergangenen Jahr war er auch zusammen mit dem damaligen SG Sabbenhausen/Elbrinxen-Coach Sven Großmann für das Team Detmold B & C-Liga verantwortlich, verlor gegen die Lemgoer Auswahl. Nachdem die Trainingsmoral in der Saisonvorbereitung nicht seinen Ansprüchen genügt hatte, quittierte er den Dienst und trat von seinem Traineramt an der Hebbelstraße zurück. Weiterhin ist er jedoch noch up to date, verrät er doch gegenüber Lippe-Kick: „Ich halte mich weiter auf dem Laufenden. Ich gucke mir Spiele an, spreche mit den Verantwortlichen, um zu schauen, wie es in den Vereinen so läuft.“

 

Dieser Bericht wird präsentiert von:

 

Von Henning Klefisch

 

Sören Müller ohne Fußball, ein komisches Bild. So unvertraut. Ungewohnt. Irgendwie fühlt sich so etwas nicht richtig an. Immerhin wird Müller doch stets mit dem Lokalfußball verbunden, dies seit mehreren Jahrzehnten bereits. Wenn es nach ihm geht, wird diese Trennung nicht von allzu langer Dauer sein. Man möchte keine Namen  nennen. Aber: Es wurde bei dem einen oder anderen Vertreter bereits etwas konkreter. Der 35-jährige Familienvater beschwichtigt allerdings. „Das ist alles ganz freundschaftlich, ohne irgendwelche Jobangebote.“ Zurzeit ruht der See, gibt es wenig Bewegung im Trainersektor. Ein Zampano ist Müller nicht, eher der analytisch-nüchterne Coach, der seinem Team einen klaren Plan mit an die Hand gibt. Er beruhigt die Situation, wenn angebracht, ist fußballverrückt – vom Scheitel bis zur Sohle.

 

 

Ganz oder gar nicht

 

Die Befürchtung ist bei ihm nun gewaltig, dass die coronabedingte Pause, die zweite nach der aus dem Frühjahr, für einen Spieler-Schwund sorgen könnte. „Vielleicht orientieren sich einige Jugendliche um,

Sören Müller

probieren andere Hobbys aus, wie etwa Playstation. Dinge, die man vor allem während der Corona-Zeit nutzen kann. Auch wenn ich es nicht hoffe, so besteht die Gefahr, dass manche die Lust am Fußball verlieren.“ So werden nach dem erneuten Re-Start einige Unternehmungen angestrebt werden müssen, damit die Jungs und Mädels wieder für den Fußball-Sport begeistert werden können. Beim Großteil der aktuellen Kicker geht Müller schon davon aus, dass sie den nötigen „Ehrgeiz“ und „Bock“ haben, um die Saison zu einem erfreulichen Ende zu führen. „Alle können es kaum erwarten, dass es wieder losgeht.“ Müller scharrt ebenfalls schon mit den Füßen. Er zeigt sich hochmotiviert, dass es bereits in Bälde wieder weitergeht, er nach der Trainerstation bei Hiddesen/Heidenoldendorf II und eben der Zweiten aus Pivitsheide erneut seine Qualitäten als Coach zeigen darf. „Lieber heute als morgen, aber es muss eben passen.“ Bisher traf dieses Gefühl bei ihm noch nicht vollends zu. Ganz entscheidend ist für ihn: „Ich möchte nicht halbherzig irgendetwas machen, nur, um etwas zu machen. Es muss wirklich Hand und Fuß haben. Ich muss mit Eifer dabei sein und davon überzeugt sein, dass die Leute, die da mitmachen, auch richtig Bock drauf haben“, pocht er auf einen fußballgierigen Verein, der voll hinter der Sache steht. Das Hobby soll schließlich ernsthaft betrieben werden, ambitiös.

Werbegruppe OWL Sport

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