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Kreisliga C1 Lemgo

Kreisliga C1 Lemgo – Goalkeeper Hall of fame

Ehre, wem Ehre gebührt. Das denkt sich auch Lippe-Kick und schaut sich vier fangsichere Fänger in der C1 Lemgo an. Die Trainer liefern das Porträt ihrer Schnapper. Klickt euch tiefer hinein.

Über Eckentaucher und Kahn-Verehrer

Kreisliga C1 Lemgo (hk). Was werden doch für Jubel-Arien über Goalgetter angestimmt. Über die schönsten Tore etwa. Es wird hier oft vom Salz in der Suppe euphorisch wie bedeutungsvoll philosophiert. Auch Lippe-Kick bietet den besten lippischen Tormaschinen mit dem Goalgetter-Report einen angemessenen Rahmen. Diesen seit der ersten Stunde. Aber: Die Basis für große Erfolge liefert meist eine wohlfunktionierende Abwehr, kommt es auf den Fänger an. Dieser Akteur besetzt die Sonderrolle im Team, ist er doch der Einzige  – mit Ausnahme der Spieler beim Einwurf – der seine Hände im Spiel benutzen darf. Wenn er tatsächlich einen Fehler macht, liegt der Ball meist im Netz. Es ist längst überfällig, den Schlussleuten in einem Extra-Report die Ehre zu erweisen, die sie längst verdient haben.

 

Kommt und unterstützt unsere lippische Gastronomie. Schaut und bestellt:

 

Von Henning Klefisch

 

Sebastian Wölk, TuS Almena. Drei Gegentore in sechs Partien. 26 Jahre alt. Ehemalige Vereine: TuS Almena. Trikot-Nummer: 1.

 

Vorbild: Oliver Kahn.

 

Spitzname: Basti.

 

Der Lemgoer C1-Primus TuS Almena verfügt über eine wahre Torhüter-Dynastie. Es standen Fänger zur Verfügung, die im gesamten FuL-Kreis Lemgo und darüber hinaus Begehrlichkeiten geweckt haben. Einst hechteten schon Felix Bode und Marco Urban für die Bükerfeld-Boys zwischen den Pfosten.

 

Vor allem zeigt sich sein Coach Alexander Hoffmann (Bild links) heilfroh, dass Wölk in seinem Kasten steht, nicht beim Kontrahenten. Die Qualitäten sind vielschichtig, bringt der Mittzwanziger doch das Gesamtpaket mit: Basti ist stark im Herauslaufen und hat eine super Spielübersicht. Seine Reflexe auf der Linie darf man natürlich auch nicht außer Acht lassen. ” Ebenso das direkte Duell mit dem gegnerischen Schützen gewinnt er meist. Für Hoffmann ist sein Schlussmann „definitiv der beste Fänger im Extertal.“ Seine meist außerordentlich coole und ruhige Art gibt seinen Vorderleuten die nötige Sicherheit. Bei allen Saisonspielen stand Sebastian Wölk (Bild rechts) nicht im Aluminium-Gehäuse. Sein Ersatzmann Florian Dreier ist eine herausragende Alternative, verrichtet seinen Dienst ebenfalls sehr gewissenhaft. „Im Großen und Ganzen passen Basti und der TuS sehr gut zusammen. Ich hoffe auf viele weitere Jahre mit ihm.“

 

Besondere Verhaltensweisen: Hoffmann bezeichnet seinen Rückhalt als eine Mischung aus Mario Basler und Oliver Kahn.” Mit Basler eint ihn, dass er kurz vor dem Trainingsbeginn schnell noch eine Zigarette verköstigen muss. Eruptionsähnliche Zustände sind zudem beim Extertal-Vulkan auszumachen. Er explodiert ebenso fulminant wie der langjährige FC Bayern München-Keeper, „wenn es ihm mal nicht passt, was Sache ist”, so sein Trainer bei Lippe-Kick.

 

 

Oleg Klassen, SG Bega/Humfeld II. Neun Gegentore in sechs Partien, 25 Jahre alt. Ehemalige Vereine: TuS Brake III. Trikot-Nummer: 1.

 

Vor allem auf der Torlinie überzeugt Oleg Klassen mit prächtigen Reflexen, besitzt ein ausgeprägtes Antizipationsvermögen. Er hat den prophetischen Scanner-Blick, weiß, wohin die Kugel tatsächlich fliegen könnte. Klassen kann man immer anspielen, denn er besitzt ein sehr gutes Ballgefühl, leitet Angriffe ein, spielt die Pässe scharf und in die richtigen Räume. Verbesserungsbedarf hat sein Coach Dennis Scarlata noch im angemessenen Einschätzen von gewissen Spielsituationen erkannt. „Wann komme ich heraus? Wie hoch soll ich stehen? Wann bekomme ich die Flanke abgefangen? Er steht teilweise noch zu tief und überlegt zu lange, ob er jetzt rauskommt oder nicht. Dann ist es oft zu spät und er bringt sich in eine schwierige Situation, die er hätte verhindern können.“ Zu viel Asche möchte Scarlata jedoch auch nicht über das Haupt von seinem Torwart streuen, sind gute Ansätze bereits in Sicht: „Aber er hat sich auch in dem Bereich im Laufe der Saison stark verbessert. Durch Fehler lernt man bekanntlich am besten.“ Eine tolle Rettungstat demonstrierte Oleg Klassen beim knappen Sieg über den TuS Brake III. Von der rechten Seite flog die Kugel halbhoch in seinen Strafraum. Der gegnerische Schütze schoss aus Nahdistanz gegen die Laufrichtung von Klassen. Dieser roch den Braten und parierte den Versuch noch vor der Linie. Eine echte Monsterparade vom Bewegungstalent.

 

 

Patrick Mischke, RSV Schwelentrup. Elf Gegentore in sechs Partien. 31 Jahre alt. Ehemalige Vereine: RSV Barntrup.

 

Vorbild: Oliver Kahn. Phillips launige Begründung: „Wegen seiner Unbeherrschtheit.“

 

Wenn Mischke nicht arbeitet oder der Herr der Lüfte im Schwelentruper Strafraum ist, verbringt er viel und gerne Zeit mit seiner Familie. Zum sportlichen Thema: Den einen oder anderen Punkt hat der Routinier seinen Grün-Weißen bereits gesichert. Trotzdem hat sein Coach Bodo Phillips auch einige Defizite bei seinem Schlussmann registriert: „Das Herauslaufen im richtigen Moment fehlt ihm und die Stehauf-Mentalität nach einem Gegentor.“ Deshalb trainieren die Dörentruper im Training explizit Momente, in denen der gegnerische Spieler auf Mischke zuläuft, es dann zum direkten Duell kommt. Vor allem auf der Torlinie besitzt Mischke seine Stärken. Er gilt als Modellathlet, ist groß, muskulös, drahtig, weshalb es sehr ästhetisch aussieht, wenn er eine kostenlose Flugshow in seinem Wohnzimmer, dem Strafraum, anbietet. Jahrelang war Patrick Mischke ein verlässlicher Feldspieler, hat vor der laufenden Spielzeit erfolgreich eine Umschulung zum Torwart vollzogen. „Da sehe ich eher seine Stärken“, so der fachmännische Blick von Phillips.

 

Igor Fromme, SG Lüdenhausen/Talle/Westorf II. Elf Gegentore in sechs Partien. 21 Jahre alt. Ehemalige Vereine: JSG Bentorf/Hohenhausen/Kalletal.

Fromme ist quasi der Leihtorwart, steht normalerweise im Kasten der Drittvertretung. Da die Zweite hier Bedarf hatte, spielt er eben für den Aufstiegsaspiranten. Das macht er ziemlich gut. Im eigenen Verein hilft man sich eben. Dies so gut, wie irgendwie möglich. Deshalb versucht sich auch SG LTW III-Kicker David Kater an einem angemessenen Porträt über seinen Fänger. „Er besitzt ein gutes Torwartspiel allgemein, auf der Linie und im Eins-gegen-eins.“ Was er zukünftig lieber abstellen sollte, ist die temporär flöten gehende Konzentration. Eine Tugend, die für einen  Fänger außerordentlich wichtig ist. Kater staunt mit offenem Mund nicht schlecht, wenn er seinem Torhüter „unfassbar große Pranken“ bescheinigt. Ausgesprochen gerne taucht Fromme mit diesen in die Ecken ab. Der Kopf wird bei den Kalletalern auch sehr intensiv geschult. „Beim Training setzen wir viel auf den mentalen Aspekt,” sagt Kater. Außergewöhnlich ist der „relativ steinige Weg“ von Fromme, ehe er für die Spielgemeinschaft aus Lüdenhausen/Talle/Westorf zwischen die Pfosten rücken durfte. Fast ein Dreivierteljahr mussten die Verantwortungsträger warten, bis die Spielberechtigung endlich eintrudelte.

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