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Kreisliga A Lemgo

SG Bentorf/Hohenhausen – Erfolg sorgt für Kontinuität

Tobias Kasper wandelt auf den Spuren von Werder Bremen-Coach Florian Kohfeldt. Mit seinem Coaching-Verhalten, möglicherweise auch, was die Treue zum Verein angeht.

„Chemie zwischen Mannschaft und Trainerteam passt“

Kreisliga A Lemgo (hk). Im Hinterkopf schwirrt der Name Florian Kohfeldt herum. Aka Florian Kohlfeldt, wie ihn Borussia Mönchengladbach-Manager Max Eberl unbeirrt trotz aller Widerstände weiterhin nennt. Das Kohfeldtsche Coaching, sprich: höchste Aktivität, garniert mit einer stetigen Kommunikation mit seinen Schützlingen, dafür steht SG Bentorf/Hohenhausen-Trainer Tobias Kasper. Nachdem der Start zähflüssig wie Sirup daherkam, nahm die neuformierte Truppe die Herausforderungen in der Kreisliga A Lemgo immer besser an, rückte bis auf den fünften Rang vor, den sie bis zum Re-Start einnahmen. Der gerechte Lohn: Ein neuer Vertrag für das Trainerteam in der Spielzeit 2021/22. Ebenso „nahezu der komplette Kader“ hat für die folgende Saison seine Zusage gegeben, erklärt Ben/Hoh-Team-Architekt Marco Evers gegenüber Lippe-Kick.

 

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Von Henning Klefisch

 

Das Studium besteht nicht nur aus feuchtfröhlichen Feierlichkeiten und dem Stillen von möglichst viel Wissensdurst. Nein, auch Psychologie, manche sprechen sogar von einer Empathie-Gabe, spielt eine entscheidende Rolle. Man durfte sich glücklich schätzen, den ehemaligen Leichtathleten und ZDF-Sportstudio-Moderator Wolf-Dieter Poschmann als Dozenten zu haben. Dieser trichterte fast schon inflationär ein: Niemals den Coach während der Partie ansprechen, lieber in einem Sicherheitsabstand verweilen, um den Menschen etwas besser kennenzulernen. Gesagt, getan, dies beim 4:1-Heimsieg der Kasper-Kicker gegen den FC Schwelentrup-Spork/Wendlinghausen. Eben wie der Coach von Werder Bremen tigerte Kasper an der Seitenlinie herum, mahnte, verbesserte, lobte. Man muss das Psychologie-Modul nicht mit Auszeichnung abgeschlossen haben, um zu erahnen: Der langjährige BSV Leese-Coach verkörpert das komplette Gegenteil von einem Walerij Lobanowskyi, den Prototypen eines Stoikers. Auch der stets aufmerksame Marco Evers hat die Qualitäten vom Trainer wohlwollend registriert: „Bei Tobias Kasper schätze ich seine ruhige, sachliche Art. Er kann aber auch zum richtigen Zeitpunkt laut werden. Über seine fachliche Arbeit als ehemaliger Oberliga-Fußballer brauchen wir uns nicht zu unterhalten.“ Das 33-jährige Nordlicht kickte einst in der Reserve vom VfL Osnabrück, bei der SSG Halvestorf/Herkendorf, in Bad Rothenfelde und zuletzt bei Emsdetten 05, ehe er vor knapp neun Jahren seine Fußball-Schuhe vorzeitig an den Nagel hängen musste.

 

„Wer mit Westhoff nicht klarkommt, hat ein grundsätzliches Problem“

 

Der Ben/Hoh-Kohfeldt ist ein Menschenfänger, der eine Wohlfühlatmosphäre bei Ben/Hoh geschaffen hat. Evers hat beobachtet: „Das zeugt von einer guten Stimmung und spricht für das Trainerteam, dass die Chemie zwischen Mannschaft und Trainerteam passt. Als wir nach dem 4. Spieltag und der Heimniederlage gegen Oerlinghausen II auf dem letzten Tabellenrang lagen, hat das Trainerteam in Ruhe weitergearbeitet und versucht, unsere Schwächen zu kompensieren.“ Fünf Dreier aus den letzten sechs Partien sind eine aussagekräftige Botschaft der Stärke. Als Spielertrainer fungiert der nimmermüde Severino-Valentino Westhoff, der nach Jahren der Wanderschaft in Bentorf/Hohenhausen nun Wurzeln zu schlagen scheint. Der Blondschopf gilt als extrem gesellig, unkompliziert und kommunikativ. Evers: „Ich denke, wer mit Severino Westhoff nicht klarkommt, hat ein grundsätzliches Problem. Außerdem lebt er den Fußball.“ Aufzählend: „Von sieben Tagen in der Woche steht er fünf Abende auf dem Fußballplatz“, fungiert er zudem als Jugend-Coach. In der B-Jugend der JSG Bentorf-Hohenhausen-Kalldorf. Ale Rahmati (Bild rechts) darf ebenfalls nicht fehlen. Der Fitness-Guru der SG Bentorf/Hohenhausen ist für den athletischen Bereich verantwortlich. „Er macht einen super Job“, adelt ihn Evers. Dieser verrät zudem gegenüber Lippe-Kick: „Das Gespräch mit Kasper und Westhoff über die Vertragsverlängerung hat keine fünf Minuten gedauert.“ Er stellt sich selbst die rhetorische Frage: „Warum sollten wir einen Weg, der zurzeit nur unterbrochen ist, beenden?“

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