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Kreisliga B2 Lemgo

Kreisliga B2 Lemgo – Goalkeeper Hall of fame

Ehre, wem Ehre gebührt. Das denkt sich auch Lippe-Kick und schaut sich drei fangsichere Fänger aus der B2 Lemgo an. Die O-Ton-Geber liefern das Porträt ihrer Schnapper. Klickt euch tiefer hinein.

Lippischer Ortega und eine Erinnerung an Taffarel

Kreisliga B2 Lemgo (hk). Was werden doch für Jubel-Arien über Goalgetter angestimmt. Über die schönsten Tore etwa. Es wird hier oft vom Salz in der Suppe euphorisch wie bedeutungsvoll philosophiert. Auch Lippe-Kick bietet den besten lippischen Tormaschinen mit dem Goalgetter-Report einen angemessenen Rahmen. Diesen seit der ersten Stunde. Aber: Die Basis für große Erfolge liefert meist eine wohl funktionierende Abwehr, kommt es auf den Fänger an. Dieser Akteur besetzt die Sonderrolle im Team, ist er doch der Einzige – mit Ausnahme der Spieler beim Einwurf – der seine Hände im Spiel benutzen darf. Wenn er tatsächlich einen Fehler macht, liegt der Ball meist im Netz. Es ist längst überfällig, den Schlussleuten in einem Extra-Report die Ehre zu erweisen, die sie seit langem verdient haben.

Schaut doch gerne mal vorbei bei:

 

 

Von Henning Klefisch

 

 

Mehmet Can Akin, TSV Schötmar. Fünf Gegentore in neun Partien. 26 Jahre alt. Ehemalige Vereine: Jugend beim SV Werl Aspe, SC Ditib Detmold, TSV Horn. Trikot-Nummer: 1.

 

Vorbild: Was die Reflexe betrifft, so ähnelt „Memo“ dem langjährigen brasilianischen Nationaltorhüter Claudio Taffarel, der auch mehrere Jahre lang für den türkischen Spitzenclub Galatasaray Istanbul spielte. Akin ist jedoch ebenfalls ein großer Anhänger vom aktuellen Weltklasse-Fänger Manuel Neuer.

 

Hobbys: Neben dem Fußball-Sport frönt er auch dem FIFA-Zocken. Der schönsten Nebensache der Welt schenkt er also viel Zeit.

 

TSV Schötmar-Coach Fatih Ilhan zählt Can Akin zu „einem der besten Torhüter“ im gesamten FuL-Kreis Lemgo. Weil: „Er bringt alles mit, was von einem Torwart erwartet wird. Seine starken Reflexe und das Herauslaufen aus dem Tor sind seine Stärken. Dazu kommt noch, dass er sehr spielstark ist und sich im Eins-gegen-eins weiterentwickelt hat. Zudem ist er ein feiner Kerl und ein Stimmungsmacher im Team.“ Man muss eine Lupe beanspruchen, um die Defizite zu erkennen. Ilhan räumt ein: „Das einzige, was man ihm vorwerfen kann, ist, dass er nicht gerne an seine Grenzen geht.“ Ein auf die Torhüter konkret abgestimmtes Training hat der TSV Schötmar nicht. Die Fänger absolvieren die gleichen Übungsinhalte wie die Feldspieler. Immerhin. Wenn es zu einer Trainingsform mit Toren kommt, dann wärmen sich die Fänger vorab „separat auf“, erklärt Fatih Ilhan im Lippe-Kick-Talk. Da die Schötmaraner Defensive sehr diszipliniert und konzentriert performte, genoss Mehmet Akin Can meist geruhsame Nachmittage im Schötmaraner Kasten. Sein Coach lobt ihn: „Bekam er einen Ball aufs Tor, war er immer konzentriert und immer zur Stelle.“ Der Ehrgeiz beim Mittzwanziger ist groß: „Er hat natürlich auch den Anspruch, immer zu null zu spielen.“

 

Patrick Bökehof, TSG Holzhausen/Sylbach II. Sieben Gegentore in sieben Partien. 27 Jahre alt. Ehemalige Vereine: Jugend SC Bad Salzuflen. Trikot-Nummer: 23.

 

 

Vorbild: Sein Coach Simon Koring sagt via Lippe-Kick: „Durch seinen guten Spielaufbau habe ich ihn schon als „Ortega der Kreisliga“ betitelt, obwohl er durch Größe und Statur eher an unsere deutsche Nummer 1 erinnert.“ Den berühmt-berüchtigten Reklamier-Arm teilt Bökehof mit Manuel Neuer aber nicht. Eher ist es tatsächlich Arminia Bielefeld-Fänger Stefan Ortega Moreno, der dem TSG II-Stammfänger ähnelt. „Er bringt sehr viel Spielerisches mit auf der Position, ist aber trotzdem auch ein guter Torwart“, betont Koring, hier eine Zukunft im Torwart-Spiel sehend.

 

Hobbys: Patrick Bökehof liebt die Gesellschaft, konsumiert gerne in Gemeinschaft Fußball- und Football-Spiele. Der frisch Vermählte gilt als echte Sportskanone, stählt er seinen Adonis-Körper mit Fitnessübungen, radelt allzu gerne auf seinem Drahtesel. Dazu präferiert er, an der Spielkonsole der Balltreterei zu frönen.

 

Dass die Reserve der TSG Holzhausen/Sylbach so prächtig im Klassement dasteht, ist auch ein gewaltiger Verdienst von Schlussmann Patrick Bökehof. In dieser Spielklasse, in der herausragende Goalgetter auf die Jagd gehen, ist es eine echte Auszeichnung, nur sieben Gegentreffer geschluckt zu haben. Einzig der überragende Dominator aus Schötmar übertrifft die TSG-Zweite in dieser Disziplin. Als einen „wirklich guten und intelligenten Fußballer“ charakterisiert ihn sein Coach Simon Koring. Mit seinen 190 Zentimetern Körpergröße wirkt Bökehof wie ein Highlander, strahlt eine enorme Präsenz aus. Er ist mit einer flummiartigen Sprungkraft gesegnet, pflückt die Flanken aus der Luft, besitzt zudem Qualitäten im direkten Duell mit dem gegnerischen Schützen. Als „sicher etwas ungewöhnlich“ bezeichnet Koring die fußballerische Vita seiner Nummer eins. Bereits in frühen Jugendtagen stand er beim Sportclub Bad Salzuflen zwischen den Pfosten. Als er auf der Schwelle zum Seniorenfußball stand, erschwerte ihm eine Verletzung den Sprung. Das Studium stand an, er verließ seine lippische Heimat, wodurch der Fußball eher von sekundärer Bedeutung war. Förderlich war der konstant bestehende freundschaftliche Kontakt zum ehemaligen TSG II-Coach Henri Ellerbrok und zu Koring. Als es Patrick Bökehof wieder Richtung Heimat zog, nahm er wieder an den Übungseinheiten teil. Da die Blau-Weißen jedoch zwei Torhüter hatten, versuchte er sich als Angreifer. Für Simon Koring bedeutet dies einen gewaltigen Vorteil: „Man sieht: Er ist sehr flexibel. Sein fußballerisches Können hilft uns enorm im Spielaufbau und auf beiden Positionen hat er gezeigt, dass er das Spiel gut lesen kann. Im Sturm war die Konkurrenz sehr groß und er ist eher der Typ Wandspieler.“ Die Folge: „In der C-Liga setzte Henri dort auf einen anderen Stürmertyp und Böke nahm die Konkurrenz im Tor an.“ Seitdem Frederik Leike und Koring die Zweite coachen, hat sich Bökehof zu einem verlässlichen Fänger entwickelt. Sein Wort in der Kabine besitzt Gewicht, gehört er zu einem der Kapitäne, gilt als ruhiger Vertreter seiner Zunft, jedoch mit einer deutlichen Meinung und Vorstellung von einem erfolgreichen Team ausgestattet. Die gesamte Torhütergilde bei der TSG Holzhausen/Sylbach ist stimmig, wie Simon Koring (Bild rechts) via Lippe-Kick betont: „Aber man muss auch sagen, dass bei uns in den Mannschaften insgesamt ein super Angebot an Torhütern herrscht und man sich immer auf die Jungs verlassen kann!“ Begünstigend kommt hinzu, dass seit Sommer 2020 ein neuer Torwarttrainer die TSG-Schnapper anleitet, ihnen „wertvolle Tipps gibt“, so Koring. Weiter erklärend: „Im Verlauf des Trainings kommen die Torhüter für den Torschuss, aber auch Spielformen zum Spielaufbau dann zum Rest dazu.“

 

 

Max Mäscher, TuS Bexterhagen II. 14 Gegentore in acht Spielen. 28 Jahre alt. Ehemalige Vereine: TuS Leopoldshöhe, TuS Hunnebrock, Jugend TuS Stukenbrock, Jugend TuS Leopoldshöhe. Trikot-Nummer: 1.

 

Besonderes: Der Landwirt hält den Kasten der Reds sauber. TuS Bex II-Trainer Dennis Lütkehölter verrät via Lippe-Kick: „In der Jugend machte Max kurzzeitig einen Abstecher zum FC Stukenbrock. Dort sah er nach einer Saison unter dem damaligen Trainer Gerd Roggensack den Fußball doch mit etwas anderen Augen“, ist doch Roggensack in seinem Wesen und seiner Ansprache einer vom “alten Schlage” gewesen. So folgte die Rückkehr zum TuS Leopoldshöhe, wo er zwei Jahre, meistens in der 2. Mannschaft zum Einsatz kam.“ Es folgte ein zweijähriges Gastspiel in der ersten Mannschaft vom TuS Hunnebrock, ehe er wieder für seine heimatlichen Leos das Gehäuse hütete.

 

„Max braucht eine Mannschaft, in der er sich wohlfühlt, dann kommt die Leistung von ganz alleine“, findet Lütkehölter. Nach seinem Wechsel zum TuS Bexterhagen II wurde zunächst in der ersten Mannschaft eine Torwart-Rotation versucht. „Das war weder was für Max, noch für die anderen Hüter. Ein Fänger braucht Vertrauen und eine Heimat.” So entschied er sich dann fest für die zweite Mannschaft. Dort absolviert er nun fast jedes Spiel. „Er ist so gut wie nie verletzt, kommt fast immer zum Training. Das ist für einen Hüter sehr wichtig, um Respekt in der Truppe zu erlangen und die notwendige Sicherheit in sein Spiel zu bekommen.” So trainiert er einmal die Woche speziell seine Torhüterfähigkeiten, dies mit den anderen Hütern des Vereins. Aufgrund der Corona-Pause und der Wochenspieltage war dieses jedoch nicht allzu oft möglich. „Wir wollen da in der Rückrunde wieder mehr Einheiten durchführen“, so Dennis Lütkehölter gegenüber Lippe-Kick.
Wenn es um die Stärken und Schwächen geht, möchte sein Trainer das Ganze doch eher mit einem Augenzwinkern beurteilt wissen. „Am Stellungsspiel gilt es noch zu arbeiten. An manchen Tagen steht er aus meiner Sicht zu tief vor seinem eigenen Tor. Seine Sprungkraft und sein Eins-gegen-eins-Verhalten sind dagegen schon extrem gut. Bei den Abstößen muss er noch zulegen, sowohl was Präzision, als auch Weite angeht. Aber er hat ja seine besten Torhüterjahre noch vor sich“, freut sich der Coach, mit seinem Fänger hoffentlich noch länger zusammenzuarbeiten. „Er ist ehrgeizig, ist aber auch für jeden Spaß zu haben. Dazu bringt er sich voll in den Verein ein und ist sich auch nicht zu schade, mit dem Trainer einmal bei einem Bier etwas Scheiße zu erzählen.”

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