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Kreisliga C2 Detmold

SG Sabbenhausen/Elbrinxen II – Das Nirvana kann auch sexy sein

Mal so ganz massiv im Mittelfeld rangiert das Team von Chefcoach Holger Piepenhagen. Der verfügt über die Gelassenheit eines taiwanischen Teebauers.

 

 

Piepenhagen setzt auf Eigeninitiative

Kreisliga C2 Detmold (hk). Jetzt mal so komplett unter uns Ordensbrüdern. Im südöstlichen Teil vom Lipperland, vor allem in Sabbenhausen und Elbrinxen, da lebt schon ein völlig fußballverrücktes Völkchen. Hier wird die Vereins-Kultur noch so richtig gelebt, ist der Zusammenhalt auf der Beliebtheitsskala ganz weit oben angesiedelt. Unvergessen, wie Lippe-Kick 2015 auf der Aufstiegsfeier vom TSV Sabbenhausen mittendrin statt nur dabei war, das eine oder andere Kaltgetränk verköstigte, zudem manche Fachgespräche mit Spielern und Vereinsoberen führte. Während ein paar Vereinsvertreter beim Besuch von Lippe-Kick so schauen, als hätte der Reporter unanständige Nachrichten an die Frau Gemahlin geschrieben, so wird man bei der SG aus Sabbenhausen und Elbrinxen mit offenen Armen in Empfang genommen.

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Von Henning Klefisch

 

 

M. Spitzer

Teilen möchten die Piepenhagen-Männer in dieser Spielzeit wohl eher nicht so gerne. Für halbe Sachen sind die Südostlipper nicht gerade prädestiniert, denn vier Siege stehen drei Niederlagen gegenüber. Nicht erst die regelschlauen Gesetzeshüter haben einst herausgefunden, dass die Modifikation auf drei Punkte pro Sieg die Risikobereitschaft bei den Vereinen deutlich anhebt. Dennoch. Die Niederlagen schmerzen gewaltig. Piepenhagen spricht das 0:1 bei der SG Brakelsiek/Wöbbel II und das 0:2 beim Türkischen SV Horn II an. „Wir haben jeweils ein sehr gutes Spiel gemacht. Deshalb wäre es nicht unverdient gewesen, wenn wir dort einen Punkt mitgenommen hätten.“ Viel fehlte in den Gastspielen bei den beiden Aufstiegsanwärtern nicht und das Husarenstück wäre tatsächlich gelungen. Die dritte und damit letzte Niederlage in der bisherigen Spielzeit passierte im Südost-Derby gegen die SG Kollerbeck/Rischenau II. Dieses ist nach aufregenden 90 Minuten mit 3:4 verloren worden. Der Schein trügt. Bis auf die außerordentlich famos performenden Horner, die in einer eigenen Liga zu spielen scheinen, ist das Tabellenbild extrem eng beieinander. Sabbenhausen/Elbrinxen II belegt mit zwölf Punkten Rang sieben und weist somit nur vier Punkte weniger auf als der Tabellenzweite aus Brakelsiek/Wöbbel. „Wir könnten sogar nach oben schielen“, macht sich Piepenhagen damit keinesfalls der Falschaussage verdächtig. Was ihm vielleicht noch wichtiger ist: Eine kontinuierliche Weiterentwicklung. Rang fünf würde er ohne Gewissensbisse glatt unterschreiben. Echte Erfolgs-Garanten sind die Spitzer-Jungs, die mit ganz viel Kaltschnäuzigkeit zu gefallen wissen. Simon Stefan Spitzer hat acht und Marian Stefan Spitzer (Bild links) sieben Tore geknipst. Ein klarer Warnhinweis: Im Vorjahr krebste sein Team noch in den südlichen Tabellengefilden herum.

 

Qualitätssteigerung durch die Neuzugänge

 

Die Kaderqualität hat sich im Vergleich zur Vorsaison bei der Spielgemeinschaft aus Sabbenhausen/Elbrinxen eklatant gesteigert. So einige Jungs haben aus der Erstvertretung den Weg in eine Spielklasse tiefer gefunden. Auch mit A-Ligaerfahrung gesegnet, lassen sich somit auf dem Spielfeld sinnvollere Lösungen treffen. Namen sind Schall und Rauch, das denkt sich auch Piepenhagen, der Elementares anmerken möchte: „Wir sind sehr zufrieden mit unseren Neuzugängen. Alle bringen uns weiter. Sowohl von der sportlichen Qualität, als auch von dem Zwischenmenschlichen haben wir mit den neuen Spielern eine echte Weiterentwicklung. Das gefällt mir richtig gut, wie das aktuell so passt“, gehören einige Aktien an diesem Aufschwung auch den Neuankömmlingen mit Stallgeruch. Die eigene Steigerung ist keineswegs dem geschuldet, dass das Niveau der Spielklasse abgenommen hat. Für den ehemaligen Coach vom TSV Sabbenhausen steht vielmehr im Lippe-Kick Gespräch fest: „Das Spielniveau ist mindestens auf Vorjahreslevel. Brakelsiek/Wöbbel II, TSV Horn II, das sind echt starke Mannschaften“, lobt er die Fähigkeiten der Aufstiegsaspiranten. Holger Piepenhagen lässt seine Schützlinge in dieser Phase eher an der langen als an der kurzen Leine, hat seinen Jungs keine expliziten Vorgaben für die lange Winterpause mit auf den Weg gegeben. Er vertraut vor allem der Eigenverantwortung seiner Spieler. „Wenn absehbar ist, wann die Saison wieder losgeht, werden wir zum frühestmöglichen Zeitpunkt mit der Vorbereitung beginnen.“ Falls allerdings der zeitliche Faktor bis zum Re-Start zu knapp bemessen sein sollte, dann überlegt Holger Piepenhagen auch, einige Laufeinheiten vorzugeben. Sein Plan ist nachvollziehbar: Die erforderliche Grundfitness erlangen. Selbst ohne Therapeuten-Ausbildung blickt man ihm leicht in sein Seelenleben hinein und erahnt: Es juckt auch ihm in den Füßen.

EDEKA Wiele

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