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Kreisliga A Detmold

BSV Müssen – Wechsel auf dem Beifahrersitz

Zunächst holten sich die Müssener einige blutige Nasen, doch dann hat sich der letztjährige B-Ligist in der neuen Liga exzellent zurechtgefunden. Alles zum Co-Trainer-Wechsel und einiges mehr, das haben wir hier.

Habernoll hofft auf „neuen taktischen Reiz“

 

Kreisliga A Detmold (hk). Jackpot. Die Becker-Faust und Kuntz-Säge gab es im Gleichklang. Groß war die Freude, als der Verfasser dieser Sätze während der Transfermarkt.de-Zeit mit der Aufgabe betraut wurde, die Entwicklung der Aufsteiger zu analysieren. Natürlich habe ich da gelacht, gebe ich diese Gefühlserregung ohne Stottern schuldbewusst zu. Mit Blick auf die 1. Fußball-Bundesliga hingen die Neulinge meist unten im Tabellenkeller fest, hatten zumindest Akklimatisierungsprobleme, doch das Fußball-Märchen mit der Sensations-Meisterschaft von Aufsteiger 1. FC Kaiserslautern und König Otto Rehhagel bleibt für immer unvergesslich. Okay, da waren ja noch zwei ökonomisch hochgezüchtete Vereine mit ausbaufähiger Tradition – Rasenballsport Leipzig und die TSG 1899 Hoffenheim. Um die Bogen zum BSV Müssen und dem lippischen Fußball zu schlagen, ist es daher keineswegs erstaunlich gewesen, dass die Brinkmänner zunächst reichlich Lehrgeld abdrücken mussten, ehe sie fleißig auf die Punktepirsch gingen. By the way: Auf dem Beifahrersitz gibt es ab Sommer 2021 einen Wechsel. Anton Habernoll tritt in die Fußstapfen von Tobias Brokmann.

 

Dieser Bericht wird präsentiert von:

 

 

Von Henning Klefisch

 

Brokmann beendet das Kapitel BSV Müssen vorerst. Es geht um den Faktor Zeit, der vor allem dann zu einem kostbaren Gut reift, wenn Familien-Nachwuchs im Anmarsch ist. Daher ist es völlig legitim, dass Tobias Brokmann sich um familiäre Angelegenheiten kümmert, hier eindeutig die Prioritäten absteckt. Es wird äußerst juvenil, was die Nachfolgeregelung angeht, denn der 21-jährige Anton Habernoll (Bild links), der Jung-Kapitän, beerbt Brokmann. Bereits mit drei Jahren jagte der fußballerisch bevorteilte Habernoll dem Objekt der Begierde hinterher, sammelte für zwei Spielzeiten sogar Bezirksligaerfahrung beim TBV Lemgo. Die restliche Zeit verbrachte er exklusiv bei seinem Heimatverein BSV Müssen. Sport dominiert Habernoll`s Leben. Wenn er sich nicht mit Fußball beschäftigt, stählt er seinen Körper – mit Schwimmen oder Fitnessübungen. Als aktiver Kicker legt er nun ein Sabbatical ein. Notgedrungen, hat er sich doch im Derby gegen SuS Pivitsheide einen Kreuzband- und Meniskusriss zugezogen, weshalb Schonzeit für die malträtierten Gelenke angesagt ist. Immerhin ist es für den Jüngling bereits sein zweiter Kreuzbandriss. Ob es zu einem Comeback auf dem Spielfeld kommt, lässt er offen: „Ich denke, dass ich das abhängig davon mache, ob mir der Trainerjob Spaß macht oder es dann doch zu sehr in den Füßen kribbelt. Sonst hat Jan auch schon alternativ den Spieler-Trainer vorgeschlagen“, grinst Habernoll verschmitzt.

 

„Potenzial, um sogar im Aufstiegsrennen mitzuspielen“

 

Das Motiv für diesen Schritt in ein neues Metier benennt er via Lippe-Kick unverblümt: „Ich trete in die Fußstapfen von Tobias, weil ich so trotz meiner Verletzung der Mannschaft weiterhelfen kann“, zeugt dies von einer reichhaltigen Portion an Hilfsbereitschaft. Obwohl noch jung an Jahren rechnet er mit einem „neuen taktischen Reiz“, den er setzen kann. Seine Erklärung klingt plausibel: „Da ich quasi selbst ein Bestandteil der Truppe bin, habe ich auch noch eine andere Sichtweise auf manche Dinge und kann dadurch hoffentlich Jan unterstützen“, ist damit der Chefcoach Jan Brinkmann (Bild rechts) gemeint. Dieser hat einiges erlebt. Für den BSV Müssen fühlte sich das neue Abenteuer Kreisliga A ungefähr so an, als hätte man als Abiturient die heimatlichen Gefilde zum ersten Mal verlassen. Vieles ist zunächst ungewohnt, man kassiert Enttäuschungen, sammelt einen reichhaltigen Erfahrungsfundus, doch geht letztlich gestärkt aus der Situation hervor. Schließlich wächst man doch gemeinhin mit den Aufgaben, den Herausforderungen, die im Detmolder Kreisoberhaus nun einmal wesentlich anspruchsvoller als in der B-Klasse daherkommen. Die 2:3-Niederlage im Zuckerstadt-Derby in Heiden war der Wendepunkt. Die Restverteidigung erfuhr eine neue Wertschätzung, die Unbedarftheit wurde in die Ecke verbannt. Derzeit rangieren die Müssener an zehnter Position, doch Habernoll verfolgt perspektivisch andere Ziele. „Ich gehe sehr optimistisch in die Saison rein, da wir eine sehr junge Truppe haben, die eine Menge Potenzial hat, um sogar im Aufstiegsrennen mitzuspielen“, hätte das durchaus etwas vom Betzenberg-Epos aus der Spielzeit 1997/98.

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