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Fanstory – Yunus Lemgo

Was wäre der lippische Fußball bitteschön nur ohne Fans? So wie Erdin Erdem einer ist. Er ist von Kopf bis Fuß in Yunus Lemgo verliebt. Lest mehr dazu bei Lippe-Kick.

 

Wie eine große Familie

 

Fanstory (hk). Allzu häufig werde ich in diesen Tagen von einigen ehemaligen Studienkollegen gefragt, warum ich denn nicht im höherklassigen Fußball arbeite. Dort, wo ich einst meine Lehrjahre absolvierte. Wo ich bei Welt- und Europameisterschaften, in der Champions-League und Bundesliga, die Großen der Zunft interviewen durfte. Allein das Catering, was der Presse kostenlos bei den Spielen gereicht wird, sei doch verlockend, äußerst reizend. Zumal auf den Dorf-Sportplätzen Speis und Trank doch selbst bezahlt werden müsste. Mag sein. Aber: Nun gut, es liegt wohl primär daran, dass meine Begeisterung für den authentischen Fußball vor Ort kolossal ist. Über die örtlichen Kicker-Helden zu berichten, dem lippischen Amateurfußball eine Bühne zu bieten, mit lokalen Firmen per Kooperation zusammenzuarbeiten. Das ist es, was als entscheidendes Argument überzeugte. Ich gebe es zu: Ich habe mein Herz an den lippischen Fußball verloren. So ähnlich fühlt sich wohl auch Erdin Erdem, der seit mehr als einem Vierteljahrhundert Anhänger vom Lemgoer B2-Ligisten Yunus Lemgo ist. Dabei hat er eine echte Genese absolviert. Erst war er Spieler, dann Betreuer und Vorstandsmitglied. Das einzig Konstante: Er war und ist Dauer-Fan. Mit Haut und Haaren hat er sich den Delphinen verschrieben. Tagein, tagaus ist Yunus ein wichtiger Bestandteil in seinem Leben.

 

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Von Henning Klefisch

 

Noch länger als der Verein Yunus Lemgo alt ist, ist bei Erdem das Feuer für die schönste Nebensache der Welt entfacht worden. Gegenüber Lippe-Kick erzählt er anschaulich: „Bevor der Verein gegründet wurde, haben wir uns mit Freunden auf dem damaligen EKG-Tartan-Platz jeden Sonntag zum Fußballspielen getroffen, wo wir auch Freunde hatten, die in Vereinen gespielt haben, die ihre Vereinsspiele haben sausen lassen, damit sie mit uns spielen konnten. Die Begeisterung war somit als Mitgründer schon immer da.“ Nein, ein gewöhnlicher Verein ist Yunus Lemgo für ihn ganz bestimmt nicht. Vielmehr spricht er von einer „Herzensangelegenheit“, dies unabhängig vom Erfolg. Schließlich sei es doch „eine familiäre Atmosphäre“, die bei Yunus Lemgo en vogue ist. Vor allem kurz vor der Verkaufshütte tummeln sich die Schlachtenbummler der Delphine, hat es wohl vor allem praktische Gründe, denn der Weg zur Verpflegungsstation ist kurz. Nicht minder populär ist das Verweilen hinter der Barriere an der Seitenlinie, entfalten die Anfeuerungsrufe von dort aus eine ungeheure Wucht.

 

Besondere Duelle mit Grastrup/Retzen

 

Es gibt Partien, die unvergessen sind. Im September 2004 fand wohl das größte Spiel in der Vereinsgeschichte statt. Wir reden vom Erstrunden-Match im Braker Walkenfeld gegen den SC Paderborn 07. Erdem heizte als Stadionsprecher die Menge ein, freut er sich auch knapp zwei Jahrzehnte später noch diebisch über eine „super Atmosphäre“ und eine „sehr gute Besucherzahl.“ Oder knapp acht Jahre später, am 10. Juni 2012, unmittelbar vor der Fußball-Europameisterschaft in Polen und der Ukraine. Damals feierten die Delphine den Sprung in die Beletage vom Lemgoer Kreisliga-Fußball (siehe: Yunus Lemgo – LIPPE-KICK.de (lippe-kick.de). Gegen den ärgsten Verfolger TuS RW Grastrup-Retzen wurde deutlich gewonnen. Der Rest? Freude pur. „Full-House, mit angesetzten Linienrichtern. Eine tolle Atmosphäre, wo viele unserer Zuschauer grün-weiß bemalt waren und quasi vor dem Spiel schon die Meisterschaft gefeiert haben“, lag Yunus Lemgo doch mit drei Punkten Bonus in der Pole-Position. Jaja, immer wieder diese Truppe aus Grastrup/Retzen. Es gab so einige aufregende Spiele gegen die Rot-Weißen.

 

„Jüngere emotional, Ältere objektiv“

 

Wie sieht ein gewöhnlicher Match-Day bei Erdin Erdem aus? „Ich treffe mich meistens mit der Mannschaft sonntags vor dem Spiel, da ich auch als Betreuer tätig bin und versuche die Spieler zu motivieren.“ Diese Motivationsmaßnahmen finden meistens stilecht in einem Yunus Lemgo-Trainingsanzug Anwendung. Als Ritual dient die Musik vor dem Match im Kabinentrakt, nach einem Dreier ertönen Jubelgesänge. Zudem ist Gegrilltes bei den Heimspielen in Verbund mit den eigenen Anhängern auf der Beliebtheitsskala ganz weit oben angesiedelt. Die Zuschauer sind bunt gemischt, auch altersmäßig. Es beginnt mit fünfjährigen Kindern und endet im hohen Rentenalter. Der entscheidende Unterschied zwischen den verschiedenen Generationen? „Die Jüngeren sind sehr emotional, die Älteren sehr objektiv.“ Wenn die Saison überhaupt weitergehen wird, wird der Klassenerhalt das Ziel aller Träume für Yunus Lemgo sein. Nach drei Siegen zum Auftakt folgte ein heftiger Negativlauf mit vier Pleiten hintereinander. Hier fehlte die Balance im eigenen Spiel, die Wachsamkeit im vorderen und hinteren Drittel. Erdin Erdem glaubt dennoch weiterhin an sein Team, betont gegenüber Lippe-Kick: „Ich bin aber zuversichtlich, dass es wieder bergauf gehen wird, durch unsere Neuzugänge, die uns mit Sicherheit verstärken werden.“

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bild-Quelle: Erdin Erdem, Lippe-Kick.

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