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Kreisliga B1 Lemgo

FC Unteres Kalletal – Kleiner Kader, große Ausbeute

Der FC UK war vor dem erneuten Lockdown auf einem guten Weg. Und das trotz eines personell dünn besetzten Kaders.

 

 

Mingram: „Personalsituation schweißt uns zusammen“

Kreisliga B1 Lemgo (ab). Nach drei fünften Plätzen in Folge von 2017 bis 2019, sollte es vergangene Saison besser laufen, nach Abbruch der Saison 2019/2020 stand aber nur der achte Rang zu Buche. Also nahm der FC Unteres Kalletal unter Coach Sven Mingram einen neuen Anlauf. Und siehe da, diese Spielzeit läuft es richtig gut. Zum Zeitpunkt der erneuten Unterbrechung war der FC UK seit fünf Spielen ungeschlagen, liegt auf Rang drei und somit auf Schlagdistanz zu Tabellenführer SC Extertal, der einen Zähler mehr eingeheimst hat. Trotz einiger personeller Schwierigkeiten ist der FC Unteres Kalletal endlich da angekommen, wo man hinwill: In den Kreis der Aufstiegskandidaten.

 

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Von André Bell

 

Entsprechend zufrieden zeigt sich auch Coach Sven Mingram (Bild rechts), der die Leistung seiner Mannschaft so einordnet, dass sie „das Beste aus der ganzen Situation gemacht“ hat. Seiner Ansicht nach gab es viele Highlights unter den ersten zehn Saisonspielen. „Hier würde mir als erstes das Spiel in Barntrup einfallen, denn hier haben beide Mannschaften mit einem sehr hohen Tempo gespielt.“ Mit 4:3 gewann der FC UK im Waldstadion, führte zwischenzeitlich sogar mit 4:1. Eine hohe Intensität, für die Gäste gleichbedeutend mit vielen Qualen, auch dem Umstand geschuldet, dass sich Kapitän Torben Stille früh im Spiel verletzte, sich aber durchbeißen musste, „da uns die Alternativen fehlten. Wir haben einen sehr kleinen Kader, wodurch man manche Verletzungen eben nicht kompensieren kann, aber auch das schweißt uns im Sinne von Team- und Kampfgeist zusammen“, so Mingram. Bemerkenswert, dass es dann auch der angeschlagene Kapitän ist, der seine Mannschaft mit drei Treffern fast im Alleingang zum Sieg schießt.

 

Mit „letztem Aufgebot“ zum Derby

Das zweite hochklassige Spiel, welches Mingram in den Sinn kommt, ist der 2:1-Derbysieg bei der SG Bentorf/Hohenhausen II: „Dieses Spiel war äußerst schwierig, denn wir traten hier mit unserem letzten Aufgebot an. Meine Spieler mussten zum Teil auf Positionen spielen, die ihnen fremd waren.“ Umso größer fällt nach dem Spiel das Lob des Trainers aus, denn trotz der Umstände „setzt die Mannschaft die geforderten taktischen Züge voll und ganz um. Durch Kampfgeist und taktisches Lenken meinerseits konnten wir den Sieg holen und uns wichtige drei Punkte sichern.“ Das gleiche gilt für den klaren 4:1-Erfolg beim Überraschungsteam der Saison, der SG Sonneborn/Alverdissen II. Der neu gegründeten SG, die einige Spieltage sogar von der Tabellenspitze grüßte, war gegen den FC UK nahezu chancenlos, wie Mingram rückblickend zufrieden feststellt: „Beim Spiel gegen Sonneborn haben wir den Gegner dominiert. Sie hatten kaum Chancen und wir haben sie gar nicht erst ins Spiel kommen lassen.“

 

Einzige Niederlage gegen Kirchheide

Die einzige Saisonniederlage gab es für den FC Unteres Kalletal zu Hause gegen den TSV Kirchheide, dennoch ist auch das ein Spiel, welches Mingram „sehr gefallen“ hat, denn: „Es war wieder ein Spiel mit sehr hohem Tempo. Vielleicht hat sich auch dadurch manchmal bei uns der ein oder andere taktische Fehler eingeschlichen. Trotz alledem muss man sagen, dass uns eben auch die Alternativen fehlten, aber trotzdem ist es meinen Jungs zu verdanken, dass sie sich gegenseitig motivieren und auf die Zähne beißen und kämpfen.“

 

Hesse soll Angriff verstärken

Die aktuelle Zwangspause nutzt man beim FC Unteres Kalletal, um den Kader in der Breite zu verstärken. Dafür bediente man sich beim Nachbarn aus Kalldorf, der in Rafael Hesse (Bild rechts) den Hoffnungsträger für die restliche Saison ziehen lassen muss. Stefano Gallo, der vom SV Wüsten kommt, soll künftig die linke Seite beackern. Auch für die neue Saison hat man bereits Verstärkungen gefunden. Aus der Rintelner A-Jugend wechselt Matthis Gerke zur Mingram-Elf. Einen Rückkehrer gibt es mit Martin Schröder, der zunächst wegen eines Studiums nach Erfurt ziehe musste, nun aber an der Uni Bielefeld studiert und somit wieder eine Alternative ist. Mingram verrät: „Es werden noch weitere Gespräche geführt, hier steht allerdings noch nichts fest. Wichtig für den Verein und vor allem für mich ist, dass die Mannschaft so zusammenbleibt, denn jeder hat auch für nächste Saison seine Zusage gegeben.“

 

Mingram wünscht sich frühzeitige Rückkehr auf den Platz

Was jetzt noch fehlt, ist die Rückkehr auf den Platz. Die wird es nach dem Beschluss des FLVW nicht vor dem 1. April geben. Für Mingram ist es wichtig, dass die Mannschaft, sofern ab dann der Spielbetrieb wieder erlaubt ist, „mindestens zwei Wochen Zeit haben, um auf dem Platz zu trainieren. Denn als Fußballer ist man nun mal an den Platz gebunden und auch für das perfekte Zusammenspiel in der Mannschaft ist das essenziell. Gewisse Abläufe können nur so geübt werden. Wir haben uns alle schließlich sechs Monate nicht gesehen.“ In der Zwischenzweit hält sich die Mannschaft individuell mit Laufübungen fit. So wird zumindest die Ausdauer beibehalten. „In den nächsten Wochen wird das Tempo hochgefahren“, kündigt Mingram aber bereits an. „Denn vom Verband aus will man ja versuchen, mindestens 50% der Spiele zu absolvieren, um eine Wertung durchführen zu können.“

 

Eine Saison ohne Auf- und Abstieg?

Für den Coach ist das allerdings keine gute Lösung, denn: „Ich finde, man kann so eine Wertung nicht durchführen, meines Erachtens ist so keine reelle Wertung möglich. Man kann nicht sagen, ob man wirklich weiter die höhere Belastung als Mannschaft durchgehalten hätte, um sich den Aufstieg zu sichern.“ Sven Mingram würde sich stattdessen wünschen, „dass die anderen Spiele als Testspiele trotzdem durchgeführt werden, in oder besser gesagt nach der Corona-Zeit freut man sich am meisten darauf, wieder sein geliebtes Hobby ausüben zu können. Ich würde es einfach dabei belassen, ohne Auf- und Abstieg. Das wäre mir am liebsten.“ Denn „in der nächsten Saison ist hoffentlich wieder alles wieder beim Alten, um wieder eine normale Saison durchführen zu können.“ Bis dahin ist es wichtig, „dass alle gesund bleiben.“

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