Connect with us

Kreisliga A Lemgo

TBV Lemgo II – Weiter mit altbekannten Recken

Die Gegenwart ist eher trist, doch an Coach Benjamin Rawe liegt das nicht. Der ist fleißig und zielstrebig. Lippe-Kick hat hier den Inside-Report über den TBV Lemgo II.

 

Man weiß, was man aneinander hat

Kreisliga A Lemgo (hk). Dauerhaftes Arbeiten wird belohnt. Privat und beruflich. Beim TBV Lemgo II wird genau darauf akribisch Wert gelegt. Coach Benjamin Rawe geht etwa in seine vierte Spielzeit als Trainer vom TBV B-Team. In der vergangenen Woche hat er seinen Vertrag um eine weitere Spielzeit verlängert. Momentan rangiert er mit seinem Team an zehnter Position im Lemgoer Kreisoberhaus. Bei fünf Punkten Vorsprung auf einen Abstiegsrang müssen die Blau-Weißen eher den Blick Richtung Liga-Souterrain als nach oben bemühen. Für viele TBV II-Jungs ist Konstanz, so scheint es, wohl eher eine Stadt am Bodensee zu sein. Gegenüber Lippe-Kick klagt Rawe sein Leid: „Die bisherige Saison sehe ich mit gemischten Gefühlen, da wir sehr unterschiedliche Gesichter gezeigt haben.“

 

Dieser Bericht wird präsentiert von:

 

 

 

Von Henning Klefisch

 

Elf Zähler wurden in den bisherigen zehn Partien eingesammelt. Mit dieser Bilanz ist Rawe „definitiv nicht zufrieden.“ Was im Monat Oktober nach dem erfreulichen 2:2 in Ahmsen passiert ist, darüber muss geredet werden. Rawe verurteilt die „krachenden Niederlagen“, die in Lüerdissen, Oerlinghausen II (je 2:5) und bei Bentorf/Hohenhausen (0:5) erlitten wurden. Echter Sackgassen-Fußball, der ihm von seinen Jungs in dieser Pleiten-Trilogie vorgesetzt wurde. Rawe (Bild rechts) ist mit diesen 15 Gegentoren in drei Partien und der Art und Weise der Niederlagen alles andere als einverstanden. „Da erwarte ich zukünftig eine bessere Einstellung in den unbequemen Auswärtsspielen auf Rasen, und zwar von Beginn an und nicht erst ab der 60. Minute beim Stand von 1:4 oder 0:4“, wenn das Spiel bereits verloren ist. Allerdings ist es mit den Lemgoern so wie mit den Mathematik-Aufgaben vom Klassen-Looser. Die darf man nie abschreiben. Da Rawe grundsätzlich aber keinen dominierenden Pessimismus in sich trägt, möchte er die famosen Auftritte gegen den SV Werl-Aspe (3:1) und den TuS Asemissen (3:2 nach 0:2) nicht aus seinem Gedächtnis löschen. Dass seit knapp vier Monaten keine Kugel mehr im lippischen Fußball gerollt ist, betrübt den 34-Jährigen auf der einen Seite sehr. Andererseits hingegen erkennt der langjährige TBV Lemgo-Jugend-Spieler auch Vorteile in dieser ungewollten Zwangspause. „Aus Fußball-Sicht kam die Pause für uns rückblickend vielleicht sogar zum richtigen Zeitpunkt, hätte besser schon zwei Wochen eher kommen können.” Weil: „Wir hatten einen schlechten Lauf und Verletzungssorgen.“ Allerdings: Immerhin herrscht Konstanz beim TBV Lemgo II. Seit der Spielzeit 2015/16 spielen die Hansestädter in der A-Klasse. Davor wechselten sie munter zwischen vier verschiedenen Spielklassen (siehe: https://www.lippe-kick.de/mannschaft/tbv-lemgo-ii/.

 

Unklarer Re-Start

 

Die damalige Entscheidung war letztlich alternativlos, steht doch die Gesundheit, die physische Unversehrtheit, in der Prioritätenliste ganz weit oben. Die Dauer von knapp einem halben Jahr fußballfreie Zeit ist gewaltig, war doch die Hoffnung existent, dass der Winter besser verlaufen wäre. Zu früh wieder den Re-Start zu wagen, das soll unbedingt verhindert werden. Rawe ist vorsichtig, möchte nicht zu voreilig sein: „Aber jetzt haben wir auch noch weiter Geduld, bis man wieder ohne Bedenken auf den Platz kann.“ Klar, ambitionierte A-Liga-Kicker, wie sie der TBV Lemgo nun einmal hat, wollen kicken. Das ist derzeit verboten. Wie die Jungs sich in einen körperlich annehmbaren Zustand bringen, bleibt ihnen selbst überlassen. Rawe erklärt dazu bei Lippe-Kick: „Bei so einer langen Pause mache ich keine Vorgaben. Wenn nicht klar ist, ob ich die Jungs für April oder September motivieren muss, warte ich noch, bis eine Rückkehr auf den Platz so langsam absehbar ist.“

 

Westlippischer Titelkampf

 

Wann es weitergeht, ist unklar. Dass es mit unveränderter Formation weitergeht, steht hingegen bereits fest. 20 Akteure haben schon fest für die folgende Spielzeit zugesagt. Diese Zusagen-Flut apostrophiert Familienvater Rawe als „richtig stark.“ Neben den 18 Kaderspielern aus dem bisherigen Team haben aus der U19-Auswahl zudem Eric Meierjürgen und Jannis Wehmeier ihr Ja-Wort gegeben. Bei auswärtigen Spielern hat die Transfer-Angel noch keinen Fang verbuchen dürfen. Dass Rawe weiß, was er predigt, ist klar. In der Spielzeit 2003/04 kickte er sogar in der U17 von Arminia Bielefeld, war zwischen 2006 und 2017 Bestandteil der ersten TBV-Mannschaft. Zudem blickt er auf eine reichhaltige Coaching-Erfahrung zurück. In den Jahren von 2002 bis 2010 trainierte er fünf Jahre unterschiedliche TBV-Nachwuchsteams von der D- bis zu den A-Junioren. Mit der Aufstiegsthematik werden die Lemgoer in dieser Spielzeit keine nähere Bekanntschaft machen. Da besitzen andere Teams deutlich bessere Perspektiven. Rawe findet: „Grundsätzlich halte ich Asemissen für die stärkste Mannschaft der Liga, allerdings hat sich Leopoldshöhe toll entwickelt und steht zu Recht da oben. Deswegen rechne ich damit, dass es am Ende zwischen diesen beiden Teams entschieden wird und Lüerdissen und Bad Salzuflen da nicht mehr ganz herankommen, auch wenn die beiden sich bisher ebenfalls sehr gut präsentiert haben.“

Fahrschule Duru

Autohaus Stegelmann

Stadtwerke Bad Salzuflen

Fahrschule Isaak

Gaststätte Wittelmeyer – Der Grieche

More in Kreisliga A Lemgo

%d Bloggern gefällt das: