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Kreisliga B Detmold

Kreisliga B Detmold – Wall of fame

Ehre, wem Ehre gebührt. Das denkt sich auch Lippe-Kick und schaut sich fünf fangsichere Fänger aus der B Detmold an. Die O-Ton-Geber liefern das Porträt ihrer Schnapper. Klickt euch tiefer hinein.

 

 

„Lehne liegt in der Luft wie eine Feder!”

Kreisliga B Detmold (hk). Was werden doch für Jubel-Arien über Goalgetter angestimmt. Über die schönsten Tore etwa. Es wird hier oft vom Salz in der Suppe euphorisch wie bedeutungsvoll philosophiert. Auch Lippe-Kick bietet den besten lippischen Tormaschinen mit dem Goalgetter-Report einen angemessenen Rahmen. Diesen seit der ersten Stunde. Aber: Die Basis für große Erfolge liefert meist eine wohl-funktionierende Abwehr, kommt es auf den Rückhalt an. Dieser Akteur besetzt die Sonderrolle im Team, ist er doch der Einzige – mit Ausnahme der Spieler beim Einwurf – der seine Hände im Spiel benutzen darf. Wenn er tatsächlich einen Fehler macht, liegt der Ball meist im Netz. Es ist längst überfällig, den Schlussleuten in einem Extra-Report die Ehre zu erweisen, die sie seit Langem verdient haben. Auffällig in diesem Ranking: Der FC Augustdorf II möchte gleich drei Fänger präsentieren. Dieser freundlichen Bitte sind wir selbstverständlich nachgekommen.

 

Bestellt und unterstützt damit die lippische Gastronomie:

 

 

Von Henning Klefisch & André Bell

 

André Georg, SG Istrup/Brüntrup. Zwei Gegentore in acht Partien. 22 Jahre alt, seit Kindheitstagen bei der SG Istrup/Brüntrup.

 

Der jüngste dieser Runde, ist gleichzeitig auch der beste. Gerade einmal zwei Gegentore musste die SG Istrup/Brüntrup mit André Georg im Tor hinnehmen. Eines am dritten Spieltag gegen die SG Hiddesen/Heidenoldendorf III, an dem Georg selbst aber eine gewisse Mitschuld trägt, und eines bei der einzigen Saisonniederlage gegen den FC Augustdorf II, ein Abstauber nach einem Lattentreffer. In allen anderen Partien hielt der Keeper seinen Kasten sauber. Keine Überraschung für seinen seit dieser Saison neuen Coach Sven Großmann: „André ist ein sehr starker Fänger, der auf der Linie bärenstark ist.“ Oft agiert Georg sogar eher als Libero: „Was ihn auszeichnet ist, dass er ein spielender Fänger ist, den ich auch ohne weiteres im Feld einsetzen kann und deshalb der perfekte Fänger ist.“ Nicht von ungefähr kommt deshalb auch, dass André Georg in der Torjägerliste auftaucht. Beim 7:0-Kantersieg gegen den SuS Pivitsheide II steuerte er die letzten beiden Treffer bei. „Besonders ist auch, wenn man ihn anspielt, lässt er den ein oder anderen Mal ins Leere laufen wegen seiner gute Ballbeherrschung.“ Das risikobehaftete Torwartspiel hat sich bislang, abgesehen von der oben erwähnten Ausnahme gegen Augustdorf II, bewährt, wird aber auch trainiert: „Wir machen regelmäßig Torwarttraining vor dem eigentlichen Training. Immer eine Stunde. Er ist sehr ehrgeizig und will immer gewinnen.“

 

Wichtige Parade: Beim 2:0-Auswärtssieg beim FC Cavo Lage verdankt die SG Istrup/Brüntrup ihrem Keeper die drei Punkte, der mit einigen guten Paraden die Null halten konnte.

 

Besonders: André Georg lebt die SG Istrup/Brüntrup. Seit Kindertagen spielt er für die Nord-Ost-Lipper und bringt sich selbstverständlich „auch im Verein mit ein.“ Besonders in Sachen Marketing versucht Georg, die SG voranzubringen.

 

Stephan Lehne, TuS Kachtenhausen. Sechs Gegentore in acht Partien. 24 Jahre alt. Ex-Vereine: FC Altenhagen, TuS Ost Bielefeld, SC Bad Salzuflen. Trikot-Nummer: 1.

 

Vorbild: Oliver Kahn. Als er mit dem Torwartspiel begann, in jungen Jahren, da eiferte er Mathias Hain und Oliver Kahn gleichermaßen nach. Mittlerweile tendiert er eindeutig zum deutschen Nationalkeeper Manuel Neuer.

 

Das Wichtigste vorab. Etwas, das nicht auf die fußballerischen Qualitäten vom Kachtenhausen-Keeper umgemünzt wird. Sein Trainer Jörg Horstkötter rühmt die charakterlichen Fähigkeiten von seinem Schlussmann, adelt: „Stephan ist ein sehr fairer und aufrichtiger Sportsmann, ein total sympathischer und umgänglicher Typ, mit dem man über Gott und die Welt sprechen kann.“ Mit seiner Lockerheit hat der Bonvivant schnell Anschluss im Team gefunden, ist wichtig für das Binnenklima, gilt als Mr. Alleskleber, der teamintern viel zusammenhält, sehr geschätzt und geachtet wird. Auch der Support durch die eigene Familie ist vorbildlich, kommt diese doch treu und tapfer zu allen Spielen mit. Schon frühzeitig zeichnete sich ab, dass Stephan Lehne (Bild links) einen außergewöhnlichen Fänger im Kreisfußball darstellt. Da sein Talent so auffällig war, stattete ihn der Arzt mit einem Attest aus, damit er bereits als jüngerer A-Jugend-Jahrgang seine Fähigkeiten im Seniorensektor demonstrieren konnte. In dieser Spielzeit agiert der Eckpfeiler im Team der Haferbach-Jungs extrem souverän. Wenn es in das direkte Duell Mann gegen Mann geht, dann tritt die Keeper-Kante mit dem Kreuz wie ein Stier äußerst entschlossen auf. Der Groß- und Außenhandelskaufmann hat seine Füße nicht nur zum Stehen. Gerät die Abwehrkette in Verlegenheit, dann ist Lehne stets anspielbereit. Durch das hervorragende Antizipationsvermögen bereinigt er brenzlige Situationen bereits im Ansatz. Selbst im originären Torwartspiel, auf der Linie, verfügt er über famose Qualitäten, hechtet pantherartig durch seinen Strafraum.  Horstkötter verwendet das Wort „bombastisch“, wenn er vom Reaktionsvermögen spricht. Die mentale Komponente ist exorbitant wichtig, ist der Mittzwanziger doch ein wahres Mentalitätsmonster, sprüht vor Ehrgeiz und Tatendrang. Sein Motivationslevel ist sehr hoch angesiedelt. „Er wird selten laut. Erst, wenn es überhaupt nicht klappt mit den Vorderleuten, wird er zu einem Orkan”, so sein Coach. Ein Fänger ohne Fehl und Tadel ist Lehne jedoch trotzdem nicht. Beim Flankenpflücken besteht Luft nach oben, existiert grundsätzlich bei hohen Bällen noch Steigerungsbedarf. Zudem könnte er sein Kommunikationsverhalten hinsichtlich seiner Vorderleute verbessern. Der passionierte Rechtsfüßer arbeitet derzeit noch an seiner Beidfüßigkeit. Dann wäre er noch schwerer ausrechenbar für gegnerische Kantonisten. Horstkötter (Bild rechts) berichtet: „Unser Torwarttraining ist abwechslungsreich, der Torhüter und Torwart-Trainer gestalten es zusammen. Das ist anstrengend, aber es bereitet viel Spaß. Das weckt besonders den Hunger, noch besser zu werden.“ Horstkötter wird schon fast ein wenig pathetisch, als er Lippe-Kick gegenüber deutlich macht: „Ich sehe ihn manchmal in der Luft liegen wie eine Feder.“

 

Wichtige Parade: Als es im engen Spiel gegen das Kellerkind SG Hiddesen/Heidenoldendorf III lange Zeit 0:0 steht, der Aufsteiger sogar an einem Führungstor schnuppert, ermöglicht Lehne mit tollen Saves die weiße Weste in diesem Spiel.

 

Besonderes: Geselligkeit und Sport dominieren sein Leben. Seinen Astralkörper stählt er mit Fitnesstraining, erkundet die lippische Landschaft per pedes als eifriger Jogger. Mit Freunden chillen, während des Lockdowns gerne auch mit diesen an der Xbox zocken, das sind weitere Entspannungsmethoden für den Sunnyboy aus Kachtenhausen.

 

Leander Wiebe, FC Augustdorf II, 22 Jahre alt. Seit 2019 im Verein.

 

Vorbild: Manuel Neuer.

 

Gleich drei starke Torhüter besitzt bekanntlich der Tabellenzweite aus der Sennegemeinde. Die Bilanz ist definitiv vorzeigbar. Sieben Gegentore schluckten die Sandhasen in ihren acht Saisonspielen. Sechsmal stand Leander Wiebe zwischen den Pfosten. Der hünenhafte, durchtrainierte Fitness-Junkie gilt als Ruhepool, ist ein extrem entspannter Zeitgenosse. Co-Trainer und Mitspieler Adam Penkalla lobt: „Er will von Woche zu Woche Neues dazulernen. Dabei ist ihm Björn Wirtz natürlich eine große Hilfe.“ Wiebe besitzt zudem die Qualitäten von einem Feldspieler, hat aus dieser Position heraus sogar einen Treffer erzielt. „Leo ist bei den hohen Bällen stark und auf der Linie eine Bombe. Der junge Mann hat die besten Voraussetzungen, um ein Top-Torwart zu werden“, ist die Perspektive überaus verlockend.

 

Wichtige Parade: Im Knaller-Match gegen SuS Lage pariert der Tarzan-Torwart katzenartig einen Foulelfmeter der Lagenser. Penkalla schnalzt mit der Zunge: „Ein gut geschossener Elfmeter, den Leander super pariert.” Die Belohnung folgt auf dem Fuß, denn die Sandhasen triumphieren mit 2:1 gegen die Zuckerstädter.

 

Besonderes: Ein kleines Manko ist sein Fernweh. Ob Skifahren oder Tauchen, Wiebe bewahrt sich weiterhin seine Neugierde. „Nur leider ist er mir etwas zu oft im Urlaub“, meckert Penkalla verschmitzt. Was bleibt: „Leander ist ein Top-Typ.“

Björn Wirtz, FC Augustdorf II, 35 Jahre alt. Ehemalige Vereine: FC Augustdorf-Jugend, FC Stukenbrock, RSV Hörste, Blomberger SV, SC Augustdorf, TuRa Heiden. 

 

Vorbild: Oliver Kahn.

 

Ein paar Ringe mehr auf dem Holz als seine Konkurrenz hat Björn Wirtz. Der Routinier mit den magischen Händen hat schon einige Schlachten geschlagen, gilt als bunter Hund in Fußball-Lippe. Der Familienvater hat seine fußballerische Grundausbildung beim FC Augustdorf genossen. Früh zeichnete sich ab, dass der Womanizer über ausgezeichnete Fänger-Skills verfügt. Er ist ein Athlet vor dem Herrn: durchtrainiert, schlank, dennoch kraftvoll und von beeindruckender Eleganz im Bewegungsablauf. Schnell wurde er nämlich in die Kreis- und Westfalenauswahl berufen. In den Senioren spielte er sogar beim Landesligisten FC Stukenbrock, hat er das Rennen gegen den damaligen Stammtorwart Andreas Jakobtorweihen, einem ehemaligen Zweitliga-Fänger vom FC Gütersloh, allerdings nicht für sich entscheiden können. Ein paar höherklassige Spiele darf er sich immerhin ans Revers heften. So kickte er auch mit Manuel Roßblatt in einem Team. Als dieser beim RSV Hörste seine erste Trainerstation antrat, ging Wirtz mit, auch nach Blomberg. Mit den Nelkenstädtern feierten sie den Bezirksliga-Aufstieg. Warum zog es Wirtz dennoch weg? „Die Fahrt war mir auf Dauer zu weit. Ich wollte eigentlich zum FCA, aber es hat zu diesem Zeitpunkt nicht gepasst.“ Es lockte ihn dennoch fußballerisch in die Sennegemeinde, nämlich zum SC Augustdorf. Auch hier feierte er einen Aufstieg, in die A-Klasse. Der lippische Globetrotter wurde beim SCA allerdings nicht sesshaft, sondern wechselte auf die Rotenberg-Kampfbahn, zum TuRa Heiden. „Dort habe ich mich auch sehr wohlgefühlt“, verrät er Lippe-Kick. Eigentlich wollte er dort Wurzeln schlagen. Als sich aber die Möglichkeit auftat, zum Heimatverein FC Augustdorf zurückzukehren, ergriff er diese beim Schopfe. Mittlerweile ist er Co-Trainer, doch taugt als sehr probater Notnagel, pariert sehr famos, wenn seine Dienstleistung nachgefragt wird. Penkalla hat registriert: „Björn beherrscht den Sechzehner sehr gut und ist im Eins-gegen-eins eine Wand. Er spricht viel und gibt viele Kommandos als Torwart. Er ist in der Lage, die gegnerischen Angreifer zu lesen.“ Zudem ist er ein wichtiger Ratgeber für die jüngeren Fänger Wiebe und Raphael Kampmeier. Penkalla apostrophiert Wirtz als einen „positiv Bekloppten.“ Vom reinen Können her könnte Wirtz problemlos in der Bezirksliga fliegen.

 

Wichtige Parade: Der 1:0-Erfolg im Spitzenspiel gegen die SG Istrup/Brüntrup war extrem wichtig. Wirtz macht sich breit, verengt das eigene Gehäuse im direkten Eins-gegen-eins-Duell mit dem gegnerischen Schützen geschickt, dies mit einer Bärenruhe. Der gegnerische Schütze bekommt innere Panikzustände, denn Wirtz ist cool wie ein Eisvogel in dieser Szene. „Der Stürmer geht auf Björn zu und Björn bleibt lange stehen und pariert stark mit dem Fuß”, berichtet Penkalla über diese „sensationelle” Parade.

 

Besonderes: Dem Quadsport schenkt Björn Wirtz ganz viel Aufmerksamkeit. So weilt er häufiger mit seiner Familie im Offroadpark. Auch am PC tritt er in den Wettbewerb, zockt außerordentlich gerne Computerspiele. Dazu unternimmt er sehr viel Interessantes mit seinen Liebsten.

 

Raphael Kampmeier, FC Augustdorf II, 26 Jahre alt.

 

Vorbild: Adam Penkalla. Warum ausgerechnet der Blondschopf mit dem Augustdorfer Stallgeruch? „Weil er so sympathisch ist”, verrät Kampmeier jauchzend gegenüber Lippe-Kick. Er beweist damit, dass er keineswegs als Misanthrop in Erscheinung tritt.

 

Ebenfalls nicht von der Pike auf gelernt hat Raphael Kampmeier das Torwarthandwerk. Adam Penkalla schwärmt über den Fleiß vom Modellathleten: „Raphael lernt immer noch dazu und verbessert sich stetig.“ Im direkten Aufeinandertreffen mit dem gegnerischen Schützen bleibt er lange stehen, macht sich breit, deckt seinen Torraum hervorragend ab. Dass er in dieser Spielzeit nur sehr dosiert zum Einsatz kam, ist seinen beruflichen Verpflichtungen geschuldet. Trotzdem benötigt Kampmeier keine allzu lange Eingewöhnungszeit: „Er ist aber immer einsatzbereit, wenn es darauf ankommt.“

 

Besonderes: Den Wintersport präferiert Mr. Coolio extrem, fährt gerne Ski und Snowboard. Der Schnee ist sein Lebenselixier. Hier tobt er sich ausgiebig aus.

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