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Kreisliga C2 Detmold

SG Kollerbeck/Rischenau II – Immer wieder aufgestanden

Eine vorzügliche Performance entfaltet bisher die Reserve der SG Kollerbeck/Rischenau, die Rang vier im C2 Detmold-Klassement belegt. Lippe-Kick serviert hier den Inside-Report.

 

 

Von Rückschlägen gut erholt

Kreisliga C2 Detmold (hk). An halben Sachen zeigt sich die SG Kollerbeck/Rischenau II nicht sonderlich interessiert. So weder Fisch-noch-Fleisch-Angelegenheiten. Nein, das lehnt die südostlippische Spielgemeinschaft in Gänze ab, wenn die Punktevergabe in den Spielen der C2 Detmold ausgefochten wird. Fünf Siegen stehen drei Niederlagen gegenüber, was in einem hervorragenden vierten Tabellenplatz mündet. Wenn es denn überhaupt weitergehen sollte, so ist der Aufstiegszug längst abgefahren. Neun Punkte Differenz auf den Spitzenreiter TSV Horn II sind eine zu gewaltige Bürde, um realistisch den Aufstieg ins Auge zu fassen. Doch, das steht auch überhaupt nicht zur Debatte, wie es vor allem SG II-Akteur Falk Ritter gegenüber Lippe-Kick mit aller Vehemenz klarstellt. Interessant liest sich definitiv die Historie vom TSV Rischenau II (siehe: https://www.lippe-kick.de/mannschaft/tsv-rischenau-ii/).

 

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Von Henning Klefisch

 

Sich mit seiner Truppe ausgiebig auf die neue Serie vorzubereiten, das war für Ritter schlichtweg nicht möglich. Die Einstimmung auf die neue Serie verlief eher stockend, weshalb die ersten Saisonspiele ebenfalls mühsam daherkamen. Zum Auftakt wurde mit 1:2 gegen die SG Belle-Cappel III verloren. Unter dem Motto: „Und wöchentlich grüßt das Murmeltier“ stand die Begegnung bei der Spielvereinigung Hagen/Hardissen II, der man ebenfalls mit 1:2 unterlag. Immerhin erkannte Ritter schon Spurenelemente, die im folgenden Spiel zum Brustlöser mutierten. Beim 4:3-Erfolg im Lokal-Derby bei der SG Sabbenhausen-Elbrinxen II waren die Ritter-Jungs on fire. Auch das nächste Derby gewannen sie – mit 4:2 gegen den TuS WE Lügde II. Als einen „Ausrutscher“ klassifiziert der ehemalige Bezirksliga-Kicker die 3:7-Schmach beim Spitzenteam SF Oesterholz/Kohlstädt II. Zeitig bogen sie wieder in die Erfolgsspur ein, waren die Siege über Istrup/Brüntrup II (6:1), BSV Müssen III und TuS Horn-Bad Meinberg II (je 3:1) durchaus manierlich. Es folgte der Lockdown, der bis heute anhält. Ritter rekapituliert: „Wir waren auf einem sehr guten Weg und wollten uns in den nächsten Spielen weiter da oben festsetzen. Die Trainingsbeteiligung war gut und man hat gemerkt, wie es jedem einzelnen Spieler immer mehr Spaß gemacht hat. Mit der bisherigen Saison bin ich absolut zufrieden und wir sind im Soll gewesen“, fällt seine Bilanzierung daher definitiv positiv aus.

 

„Oesterholz/Kohlstädt II war in allen Belangen mindestens eine Klasse besser“

Vieles wirkt in dieser abermals surrealen Saison merkwürdig, sollte so einiges als verhältnismäßig betrachtet werden. Gegen die zwei führenden Teams TSV Horn II und Brakelsiek/Wöbbel II traten die Südostlipper bisher nicht an. Es gab hingegen das Aufeinandertreffen mit dem Tabellendritten aus Oesterholz/Kohlstädt, den der 30-Jährige hoch einschätzt: „Der stärkste Gegner bisher war mit Abstand die Sportfreunde aus Oesterholz/Kohlstädt. Auch wenn wir an dem Tag nicht unser bestes Gesicht gezeigt haben, waren sie in allen Belangen mindestens eine Klasse besser.“ Augenfällig für ihn: „Die spielerische und kämpferische Einstellung war grandios, sie haben einfach sehr viele gute Kicker, wenn sie Lust haben.“ Und das hatten sie an diesem Tag definitiv, agierten sie zudem intensiv, variabel, strukturiert in ihrem Handeln. Für die Gäste war es eine leistungshemmende, frustfördernde Veranstaltung, wurde der Sportplatz „Am Paradies“ für sie zur persönlichen Hölle.

 

Überzeugende Derby-Siege

Nicht nur Dortmunder, früher auch Schalker, wissen, dass Derby-Siege einen besonders attraktiven Reiz verströmen. Zum inoffiziellen südostlippischen Meister kürte sich Kollerbeck/Rischenau II durch die beiden Erfolge über die Nachbarvereine. Mit diesem Dreier-Doppelpack meldeten sie Besitzansprüche an, war dies ein Hallo-Wach-Signal. „Gegen Sabbenhausen-Elbrinxen II waren wir noch gar nicht in der Saison angekommen und hauen da eine grandiose erste Halbzeit aufs Feld, als hätten wir nie etwas anderes gemacht. Hinzu kommt dann noch die spannende Schlussphase, in der sich Minuten wie Tage angefühlt haben.“ Deshalb bilanziert Ritter bei Lippe-Kick: „Umso schöner, dass es dann doch noch zum Dreier gereicht hat.“ Eine Leistungssteigerung hat er im folgenden Match gegen die Osterräderstädter beobachtet. In der kompletten Spielzeit traten sie spielbestimmend auf, ließen Ball und Gegner gut zirkulieren. Über die Stehauf-Mentalität seiner Jungs staunte Ritter nicht schlecht: „Auch nach den beiden Gegentreffern haben wir immer eine passende Antwort gefunden und absolut verdient gewonnen.“

 

„Wünsche mir, dass die Lust auf Fußball steigt“

In diesen Tagen ist nur klar, dass nichts klar ist. Falk Ritter räumt unverhohlen ein: „Im Moment ist es aufgrund der Kontaktbeschränkung schwierig, das spielerische und taktische Verhalten auf einem hohen Stand zu halten.“ Eigenständig laufen die Akteure vom Tabellenvierten, betreiben andere Einzelsportarten. Ritter bringt mit Schmackes in seiner Stimme zum Ausdruck: „Es ist jedoch sehr wichtig, dass wir so schnell wie möglich wieder auf den Platz dürfen.“ Das Motiv für seine Sehnsucht liefert er unvermittelt nach: „Wir alle vermissen den Spaß auf dem Platz und freuen uns, wenn wir uns endlich wieder alle zusammen auf dem Platz austoben dürfen. Es ist für alle Fußballer eine sehr schwere Zeit und ich wünsche mir für alle Spieler, aber auch Trainer, dass die Lust auf Fußball von Tag zu Tag steigt und sobald es möglich ist, die Sportplätze im gesamten Kreis wieder voll sind.“ Das sind die passenden Schlussworte inmitten einer extrem anspruchsvollen Zeit.

EDEKA Wiele

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