Connect with us

Kreisliga B2 Lemgo

TBV Lemgo III – Geklotzt und gekleckert

Heimlich, still und leise, ohne viel Tamtan erledigt der TBV Lemgo III seinen Job. Lippe-Kick hat die Mannschaft analysiert, mit Coach Dennis Driedger gesprochen.

 

 

Driedger strebt nach „leidenschaftlichem Verteidigen“

 

Kreisliga B2 Lemgo (hk). Stabil und solide, so lässt sich die bisherige sportliche Ausführung vom TBV Lemgo III beschreiben. In der leistungsmäßig unberechenbaren B2-Spielklasse belegen die Hansestädter mit 13 Punkten aus neun Partien den Mittelfeldrang zehn. Wenn im unwahrscheinlichen Fall die Serie doch noch irgendwie durch ein Beenden der Vorrunde zu Ende gebracht wird, hängt das Team vom Trainer-Trio Dennis Driedger, Darvin Dreymann und Erhan Köse zwischen Himmel und Hölle. Der Aufstieg ist kein Thema, der Abstieg auch nicht so wirklich. Immerhin: Eine Verstärkung begrüßen die Blau-Weißen in dieser Winterpause. Vom Tabellenvierten der 1. Kreisklasse A Göttingen-Osterode, dem SV RW Hörden, kommt Keith Dreymann. Driedger kommentiert: „Er ist schon bekannt in Lemgo und wir verstärken uns jetzt im Mittelfeld, weil er wieder nach Lemgo zurückgekehrt ist.“

 

Wollt Ihr euer Haus und euren Hof in Ordnung bringen lassen? Dann ab zu: 

 

 

Von Henning Klefisch

 

Bis auf die kosmetische Ein-Mann-Verstärkung ist der Lemgoer Kader mit dem aus der Vorrunde identisch. Driedger (Bild links) analysiert gegenüber Lippe-Kick: „Die Saison bis jetzt ist ganz gut gestartet. Im Laufe der Vorrunde haben wir aber auch mal Punkte liegen lassen, wo wir uns eigentlich Punkte ausgerechnet oder erhofft haben!“ Driedger bemängelt einen Mangel an Sorgfaltspflicht, was die Verteidigung vom eigenen Gehäuse angeht. 30 Gegentore sprechen nicht gerade für eine konsequente Defensivarbeit. Für den Spielertrainer stellt dies ein echtes Ärgernis dar, sieht er seine Mannschaft in diesem Mannschaftsteil doch per se personell besser aufgestellt. Da die Abwehr nicht gerade als fester Betonfundament daherkam, war der Unterhaltungsfaktor der Lemgo III-Partien meist auf einem hohen Niveau angesiedelt. 30 Treffer legen Zeugnis davon ab. Das lag auch an der leichtfüßigen Angriffsabteilung.

Driedger möchte nicht mäkeln, zeigt sich in Summe zufrieden mit dem  bisher Geleisteten: „Das Team hat sich so weit gefunden, die Stimmung passt.“ Was zeichnet den TBV Lemgo im großen Ganzen denn aus? Driedger leidet nicht an einer Wortfindungsstörung, antwortet prompt wie pointiert: „In dieser Saison herrscht auf jeden Fall eine gute Kommunikation zwischen den drei Teams, Absprachen, auf die man sich verlassen kann und grundsätzlich viel Qualität. Gerade die Spiele auf dem Jahnplatz sind immer sehr ansehnlich. Da muss ich schon sagen, dass mir der Sonntag auf dem Jahnplatz fehlt, die Gespräche mit Verantwortlichen und Leuten, die genauso gern bei Spielen vom TBV dabei sind.“ Ja, die Sehnsucht nach dem gemeinsamen Kick, die vermisst er sehnsüchtig.

 

Sieg auf der West-Alm als Hoffnungs-Faktor

 

Die neuen Spieler haben sich hervorragend akklimatisiert. Der absolute Knaller ist gewiss der Goalgetter Marco Schröder, der schon 19 Tore beisteuerte. Er kam aus der Bezirksliga-Mannschaft zwei Spielklassen tiefer. Fänger Alexander Ehlebracht, der vom FC Schwelentrup-Spork/Wendlinghausen II den Weg zum Jahnplatz gefunden hat und Defensivmann Lucas Lüdtke (zuletzt BSV Leese) haben das Niveau deutlich angehoben. Deshalb ist es nur allzu logisch, wenn Driedger damit „mehr als zufrieden ist.” Selbst mit freier Sicht auf die bisherige  Spielzeit bei Tageslicht hat er jedoch noch „Potenzial nach oben“ erkannt. Ganz besonders der 1:0-Derby-Sieg bei Yunus Lemgo hat sich als immenser  Stimmungsbeschleuniger erwiesen, demonstrierten die Vorjahres-Aufsteiger hier doch wohltuend ein Maß an defensiver Disziplin.

„Das Spiel spiegelte endlich mal auch das wider, was wir uns erhoffen. Auch wenn das mit Sicherheit nicht unsere beste Leistung war, die Art und Weise hat mir gefallen“, so Driedger im Gespräch mit Lippe-Kick. Tiefergehend präzisierend: „Leidenschaftliches Verteidigen, mal auch mit etwas Glück, aber auch viel Power dahinter, und wenn dann die Null hinten steht, haben wir vorne einen Garanten, der jederzeit für ein Tor gut ist!“ Aufmerksame Leser haben es erkannt. Er meint „El Pistolero“, Marco Schröder, der aus wenig Chancen viele Tore macht. Seine Aufwand-Ertrag-Arithmetik ist vorbildlich.

Werbegruppe OWL Sport

More in Kreisliga B2 Lemgo