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Kreisliga C2 Detmold

SG Belle-Cappel III – Sie wollen doch nur spielen

Allzu gerne hätte die Spielgemeinschaft weitergespielt. Immerhin wusste man es doch, wie es wirklich besser gehen könnte. Lippe-Kick hat den Inside-Report hier für euch.

 

Die Sehnsucht nach den Augenhöhen-Duellen

Kreisliga C2 Detmold (hk). Dass die Nachricht von der Saison-Annullierung kommt, war so sicher wie das Amen in der Kirche. Einzig der Zeitpunkt diente als große Variable. Auch Eugen Peil, bei der SG Belle-Cappel die Rolle als Obmann ausfüllend, und per se ein solider, vernünftiger Zeitgenosse, beweist viel Verständnis für diese schwerwiegende Entscheidung. Die Ratio steht voll hinter dieser Bestimmung, der sportliche Eifer hingegen biegt einen etwas anderen Weg ab. Freimütig räumt er ein: „Aus sportlicher Sicht ist es sehr schade für uns.“ Um dieses Zitat erklärend auszuschmücken: „Auch wenn der Tabellenplatz, auf den ersten Blick, nicht gut aussieht, haben wir wirklich gute Spiele gemacht.“

 

 

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Von Henning Klefisch

 

 

Nun gut, das Zahlenwerk der jüngst beendeten, weil annullierten Saison liest sich nicht gerade furchteinflößend. Fünf Punkte aus sechs Partien und Position zwölf markieren eine eher zaghafte Ausbeute (siehe: https://www.lippe-kick.de/mannschaft/sg-belle-cappel-iii/. Gegen die Crème de la Crème dieser C2 Detmold wurde die Drittvertretung gewogen und für zu leicht befunden. Beim Primus TSV Horn II setzte es eine 1:4-Niederlage, gegen den ersten Jäger SG Brakelsiek/Wöbbel II gab es die gleiche Differenz, nur in einer anderen Ausführung – mit einer 3:6-Pleite kredenzt. Grundehrlich wie ein lippischer Pfarrer bilanziert Peil daher gegenüber Lippe-Kick: „Da war der Gegner einfach besser und hat auch verdient gewonnen.“

Den Premium-Dreier fuhren die Ost-Lipper direkt zum Saisonstart ein, als im Gastspiel bei der SG Kollerbeck/Rischenau II drei Punkte beim 2:1-Sieg entführt wurden. „Unter dem Strich nicht unverdient, aber schon leicht glücklich”, räumt der 32-jährige Peil ein.

 

 

„Das waren zwei blöde Wochen für uns“

 

 

Als „ärgerlich“ hat er die beiden anderen Partien im Hinterkopf. Selbst ein zweimaliger Tore-Bonus reichte gegen den SV Diestelbruch/Mosebeck III nicht aus, um die volle Ausbeute einzuheimsen. Nach 90 spektakulären Minuten endete das Aufeinandertreffen mit einer 4:4-Punkteteilung. Noch trostloser fällt die Ausbeute gegen Hagen/Hardissen II aus. Zunächst ist es ein berechtigter 2:0-Vorsprung für die Bartusch-Boys, ehe ein Kollektivversagen in den zweiten 45 Minuten auszumachen ist. Letztlich steht die Spielgemeinschaft mit leeren Händen da – nach einer desillusionierenden 2:3-Niederlage. Immer noch schüttelt Peil verständnislos sein Haupt. Er findet: „Das waren wirklich zwei blöde Wochen für uns, in denen wir selbst fünf Punkte verschenkt haben.“

 

 

Flutlicht-Ausfall zieht Belle-Cappel III den Stecker

 

 

Es gab allerdings auch einige Stimmungsbeschleuniger. Wie etwa das manierliche Remis beim TuS WE Lügde II. Peil war sich bewusst, dass diese Auswärtsaufgabe ohne Gewissensbisse als „schwer“ tituliert werden kann. Praktisch: „Doch da konnten wir zu unseren alten Tugenden zurückfinden. Durch Kampf, Leidenschaft und am Ende auch ein wenig Glück, konnten wir uns ein 1:1 in Lügde erspielen.“ Vor der erneuten Corona-Zwangspause stand die Partie gegen die Sportfreunde Oesterholz/Kohlstädt II auf dem Programmzettel. Immerhin ein etabliertes Spitzenteam als Tabellendritter. Die zehn Punkte-Differenz war vor allem im ersten Abschnitt kaum erkennbar, ging es immerhin mit einem vorzeigbaren 1:1 in die Kabine. Danach wurde es zappenduster.

Konkret: Das Flutlicht wurde zur Diva. Peil moniert: „Es fiel aus und wir konnten die Partie nicht zu Ende spielen. Deshalb ist es mehr als ärgerlich, dass die Saison ausfällt, weil wir wirklich Lust hatten und auch gute Spiele gezeigt haben. Es hätte nur noch die kleine Belohnung gefehlt.“ Festgehalten werden darf: Die Ansätze gegen Teams aus dem oberen Regal der C2 Detmold waren sehr vielversprechend.

 

„Hätten einen guten Mittelfeldplatz verdient gehabt”

 

Zur ganzen Wahrheit gehört indes auch, dass Belle-Cappel III erst sechs Partien absolvierte, vier davon gegen die Top-Fünf. Peil: „Ich hätte gerne gesehen, wie sich die Mannschaft gegen Vereine „auf Augenhöhe“ geschlagen hätte. In meinen Augen hätten wir einen guten Mittelfeldplatz verdient gehabt.“ Ach, übrigens: Hinter den Kulissen war man in der Personalakquise aktiv. Nicht zu abjizieren ist der interne Neuzugang aus der eigenen Zweiten. Kai Krösche brilliert mit seiner technischen Raffinesse. Obacht: Nils Huneke und Gordon Uhlmeier kehrten aus der fußballerischen Diaspora zurück. Peil huldigt respektvoll: „Die beiden haben nach jahrelanger Abstinenz wieder das Fußballspielen angefangen und helfen uns natürlich sofort und enorm.“

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