Connect with us

Kreisliga A Lemgo

Kreisliga A Lemgo – Wall of fame

Ehre, wem Ehre gebührt. Das denkt sich auch Lippe-Kick und schaut sich einige fangsichere Fänger aus dem Lemgoer Kreisoberhaus an. Die O-Ton-Geber liefern das Porträt ihrer Schnapper. Klickt euch tiefer hinein.

 

„Bulti“: Nicht nur cool im Eins-gegen-eins

Kreisliga A Lemgo (hk). Was werden doch nur für Jubel-Arien über Goalgetter angestimmt. Über die schönsten Tore etwa. Es wird hier oft vom Salz in der Suppe euphorisch wie bedeutungsvoll philosophiert. Auch Lippe-Kick bietet den besten lippischen Tormaschinen mit dem Goalgetter-Report einen angemessenen Rahmen. Diesen bereits seit der ersten Stunde. Aber: Die Basis für große Erfolge liefert meist eine wohlfunktionierende Abwehr, kommt es auf den Rückhalt an. Dieser Akteur besetzt die Sonderrolle im Team, ist er doch der Einzige – mit Ausnahme der Spieler beim Einwurf – der seine Hände im Spiel benutzen darf. Wenn er tatsächlich einen Fehler macht, liegt der Ball meist im Netz. Es ist längst überfällig, den Schlussleuten in einem Extra-Report die Ehre zu erweisen, die sie seit Langem verdient haben.

 

Kompetent und freundlich beraten lassen:

 

 

Von Henning Klefisch & Andre Bell

 

Andre Bultmann, TuS Leopoldshöhe, acht Gegentore in zehn Spielen. 31 Jahre alt. Kam vom SV Werl-Aspe, davor beim TSV Kirchheide.

 

Bevor der Corona-Lockdown unsanft dazwischen grätschte, war Bultmann in überragender Form. Er war ein „super Rückhalt für die gesamte Mannschaft“, wie der spielende, meist auch treffende Leo-Co-Trainer Jan Plöger applaudierend feststellt. Bultmann genießt den Moment, wenn der gegnerische Schütze sich in das direkte Duell mit dem Fels in der Brandung wagt. Mann gegen Mann, dann das Spielgerät zu entschärfen, das ist längst keine heimliche Passion vom Löwen-Fänger. Plöger, selbst kein Stürmer von Traurigkeit, lobt: „Da bleibt er einfach lange stabil und hat die nötige Ruhe, um solche Situationen zu entschärfen.“ Wer ohne Fehl und Tadel ist, der werfe den ersten Stein. Bultmann wirft ihn nicht, denn im Bereich der Strafraumbeherrschung oder wenn hohe Flanken in sein Hoheitsgebiet segeln, besteht gewiss noch etwas Steigerungsbedarf. Plöger möchte mit seinem Schlussmann allerdings nicht zu hart ins Gericht gehen, ist der Leistungssprung hervorstechend. Einen gehörigen Anteil an dieser vorbildlichen Entwicklung besitzt auch Leopoldshöhe-Torwarttrainer Thiemo Kraus. „Darüber sind wir sehr froh und anhand der sehr guten Saison unseres Torhüters lassen sich die Erfolge ja ablesen“, taugt der Charmebolzen als Erfolgsgarant für die Tabellenspitze.

 

Wichtige Paraden: Laut Plöger sind diese eher die Regel als die Ausnahme bei „Bulti“. Jan Plöger verneigt sich vor der Korsettstange mit den flinken Fingern: „Besondere Paraden standen in dieser Saison auf der Tagesordnung.“

 

Besonderes: Regelrecht fasziniert ist Plöger von der unfassbaren „Coolness“ vom Hünen. „Es gibt, glaube ich, keinen Spieler, der sonntags mit so einer Entspanntheit und einem schmackhaften Käffchen in der Hand zum Treffpunkt erscheint”, klatscht der “Leo-Ronaldo” artig Beifall für diese ausgeprägte Form der Lässigkeit. Ja, der Blondschopf trägt den Swag in sich.

 

Nawsher Wan Mohamd Khader, SC Bad Salzuflen, elf Gegentore in neun Spielen. 29 Jahre alt, kam im Sommer vom FC Herford, sein erster Verein in Deutschland.

 

Dass Torhüter eine Spezies für sich sind, ist allgemein bekannt. Dass es immer wieder Torhüter gibt, die das auch unter Beweis stellen, ist daher nicht sonderlich überraschend. Dazu gehört auch Nawsher Wan Mohamd Khader. Der Keeper mit dem etwas sperrigen Namen spielt seit Beginn dieser Spielzeit beim SC Bad Salzuflen und hat mit dazu beigetragen, dass die Kurstädter nach dem großen Umbruch im Sommer wieder oben mitspielen. „Ich bin ja mit dem Fußball groß geworden und ich habe schon viele Torhüter erlebt und das ist ein eigenes Genre, was Fußball angeht. So ist unserer auch“, meint SCB-Coach Cetin Cakar über seinen Schlussmann. „Leicht bekloppt im positiven Sinne. Aber ein menschlich herzlicher Typ, manchmal emotional. Das gehört aber dazu, auch zum Torwartspiel. Dass die etwas lautstärker sind, dass die ein bisschen anders ticken, das ist ja auch in Ordnung. Er ist ja trotzdem ein feiner Junge.“

 

Training: Und dieser feine Junge hatte es bisher nicht immer leicht in seinem Leben. Der gebürtige Iraker kam vor einigen Jahren mit Anfang 20 nach Deutschland, hat in seiner Heimat auch bereits Fußball gespielt, aber nicht die fußballerische Ausbildung bekommen, die man beispielsweise hierzulande im Jugendbereich erhält. Die fußballerischen Grundlagen, gerade im Torhüter-Spieler, fehlen ihm. „Und das merkt man in einer gewissen Art und Weise schon in seinen Abläufen. Er hat in seinen Vereinen nie einen Torwart-Trainer gehabt“, so Cakar, der bereits beim FC Herford mit Mohamd Khader zusammengearbeitet hat.

 

Stärken: Trotz dieser Umstände macht der Keeper seine Sache „sehr, sehr gut“, lobt der Coach. Seine Stärken hat er „auf der Linie“, zeigt immer wieder starke Reflexe und gilt zudem als Elfmeterkiller. „Völlig zurecht“, meint Cakar (Bild rechts) an dieser Stelle. Und besonders im Pokal hat Mohamd Khader das auch schon unter Beweis gestellt. Der TSV Oerlinghausen beispielsweise traf im Elfmeterschießen gegen den SC Bad Salzuflen gar nicht, was auch ein Verdienst des Keepers gewesen ist. „Das kann man meiner Meinung nach schwer trainieren, aber er hat da einfach ein Gespür für.“ Schwächen sind auch vorhanden, die behält Cakar aber für sich und sagt stattdessen: „Mal Kreisklasse, mal Weltklasse. Der Satz passt sehr gut zu ihm. Wenn er sich konzentriert, gehört er zu den Top-Torhütern in der Liga. Manchmal braucht er aber einen Wachmacher, um sich wieder auf das Wesentliche zu konzentrieren.“

 

Vergleich: Cetin Cakar vergleicht seinen Keeper mit einem ehemaligen Bundesliga-Torhüter, der mittlerweile als Wrestler unterwegs ist. Die Rede ist von Tim Wiese. Gerade, was das Auftreten angeht, sieht Cakar Mohamd Khader und Wiese auf einer Ebene: „Da muss alles tipptopp sitzen. Die Haare müssen sitzen, die Klamotten, das Trikot, die Stutzen, das muss farblich passen. Da erinnert er mich an Tim Wiese, der immer gegelt war, der immer, ich sage mal figurbetont und farblich abgestimmt gekleidet war.“

 

Hobbys: Abseits des Platzes ist Nawsher Wan Mohamd Khader eher ein ruhiger Zeitgenosse, der sich für seine neue Heimat interessiert. In den sozialen Medien ist zu verfolgen, wie Mohamd Khader immer wieder Fotos aus anderen Orten oder von Sehenswürdigkeiten postet. „Da ist er dann mal am Kölner Dom, am Rhein oder mal in München.“ Dort schaut er sich dann die Stadien oder Sehenswürdigkeiten an, interessiert sich zudem für die deutsche Geschichte. Oder einfach auch nur mal mit seinen Kumpels unterwegs. „Das ist die Generation Shisha-Bar, das ist ja auch vor ein paar Jahren nach Deutschland gekommen und da ist er dann auch gerne mal unterwegs.“

 

Wichtige Parade: In der Partie beim TSV Oerlinghausen II (3:2) war der Keeper der Sieggarant. „Da hat er einen Ball gehalten, so reflexartige Parade, die er immer wieder zeigt. Da habe ich schon fast abgedreht, weil ich den Ball schon drin gesehen habe und da hat er einen unglaublichen Reflex ausgepackt das war meiner Meinung nach so ein Schub, der noch einmal durch die Mannschaft gegangen ist.“ Die Konsequenz: Der SC Bad Salzuflen kann den 0:2-Rückstand noch drehen und alle drei Zähler entführen.

 

Patrick Barthelmeus, TuS Asemissen, 30 Jahre alt. Drei Gegentore in drei Partien – beim 1:0-Sieg gegen Bad Salzuflen, Leopoldshöhe (2:2), TuS Bexterhagen (9:1). In der Jugend beim DSC Arminia Bielefeld und dem SC Verl, danach überkreislich im Seniorenbereich beim SC Bad Salzuflen und dem VfR Wellensiek. Seit 2020 wieder beim TuS Asemissen.

 

Unbestritten zählt Barthelmeus zu den besten Torhütern in ganz Lippe. TuS Asemissen-Obmann Florian Meerkötter lobt ihn: „Er ist nicht nur stark auf der Linie, sondern auch beim Herauskommen. Zusätzlich zeichnet ihn sein modernes Torwartspiel aus. Er spielt gut mit, ist stark am Fuß und dirigiert die Mannschaft als Erster von hinten heraus.“ 2017 gewann er in einer mit lippischen Stars gespickten Mannschaft mit dem Team Lemgo das Kreis-Duell gegen die Residenzler. Für Meerkötter ist der Routinier qua seiner fußballerischen Klasse und seiner natürlichen Autorität ein „Führungsspieler.“

 

Besonderes: Beruflich ist Barthelmeus als Physiotherapeut aktiv, arbeitet nebenbei auch in dieser Funktion für den aufstrebenden Fußball-Drittligisten SC Verl.

 

Florian Schürmann, TuS Asemissen, 24 Jahre alt. Bereits seit der Jugend spielt er beim TuS Asemissen. Seit dem letzten Jahr in der A-Jugend pariert er auch für die Seniorenmannschaft.

 

Das originäre Torwartspiel auf der Linie beherrscht Schürmann ausgezeichnet. Dazu spielt er gut mit, ist aufmerksam, dirigiert seine Mitspieler lautstark wie aufmerksam. Höherklassige Erfahrung weist Schürmann ebenfalls auf, erlebte er doch zudem die Bezirksliga-Vergangenheit bei den Asmissern.

Beruflich ist der Schnapper sonst für Geldangelegenheiten zuständig, arbeitet er schließlich als Bankkaufmann.

 

Wichtige Parade: Zunächst hielt er einen Elfmeter, im direkten Anschluss sogar noch zwei weitere Nachschüsse, so die Erinnerung vom TuS-Obmann Florian Meerkötter.

 

Till Käufer, TuS Ahmsen, zehn Gegentore in acht Partien. Konkret: 2:0 bei Oerlinghausen II, 1:1 gegen Ben/Hoh,1:4 in Bad Salzuflen, 1:1 gegen Leopoldshöhe,1:1 beim FC SSW. 6:0 gegen Bexterhagen, 2:2 gegen den TBV Lemgo II. 5:1 gegen den SV Werl-Aspe. 21 Jahre alt. Ehemalige Vereine: TuS Ahmsen-TBV Lemgo-Jugend. Seit 2014 wieder im Spielbetrieb der Grün-Weißen.

 

 

Über einen immensen Stallgeruch verfügt Käufer, der nahezu exklusiv seine fußballerischen Fähigkeiten im Ahmsen-Jersey präsentierte. Der Apfel fällt bekanntlich nicht weit vom Stamm, ist Käufer immerhin doch der Sohnemann vom ehemaligen Landesliga-Schnapper Andreas Käufer. Deshalb ist die rhetorische Fragestellung beim Ahmsener Obmann Lothar Köhnemann keineswegs völlig aus der Luft gegriffen, wenn er sich bei Lippe-Kick die Frage stellt: „Da kann doch nur Gutes dabei herumkommen, oder?“ Dass der Youngster gemeinsam mit ihm, dem Ahmsen-Bomber, am 27. Mai sein Wiegenfest feiert, freut ihn diebisch. Die Voraussetzung, um die fußballerischen Gene ähnlich sinnvoll zu performen, sind also vorhanden.

Es gab Torhüter der älteren Torwartgeneration, wie etwa Bayern München-Titan Oliver Kahn, die nicht explizit mit feiner Fußarbeit von sich reden gemacht haben. Die modernen Fänger hingegen füllen die Rolle als elfter Feldspieler aus, dies dank ihrer Technik mit dem Ball am Fuß. Ähnlich ist es bei Käufer, der auf eine veritable Spieler-Karriere zurückblickt. In der Defensive oder Offensive, der Porträtierte weiß, wie ein Feldspieler tickt. Letztlich entschied er sich für den Posten im Aluminiumkasten. Köhnemann lobt seine Leistungen in diesem Terrain als „bravourös.“

 

Unersetzliche Kameradschaft

 

Allerdings verbietet es die Chronistenpflicht, zu behaupten, dass Modellathlet Käufer ein Leben lang das Ahmsen-Emblem kickend auf seiner Brust trug. Lange ist es schon her, mehr als ein Jahrzehnt, als Käufer in der D-Jugend einen kurzen Abstecher zum TBV Lemgo unternahm, um es dort höherklassig zu probieren. Diese Erfahrung zahlte sich aus, als Käufer nach einigen Monaten wieder seinen Heimathafen ansteuerte. Rückholaktionen besitzen beim TuS Ahmsen ein gewisses Maß an Tradition, wie bereits in den Fällen von Pluskat (Theesen), Schüler (Elverdissen) oder auch Kampf (Hiddenhausen) bewiesen. Köhnemann möchte nicht unerwähnt lassen: „Von da an hing er sich fast unbändig rein und nahm jede Torwart-Trainingseinheit mit, die er bekommen konnte. Er ist willensstark und ohne Gnade gegen sich selbst.“

Es wäre fußballerisch mehr möglich. Bei einem anderen Verein – in einer anderen Spielklasse. Köhnemann weiß dies, bemerkt indes ebenso: „Dann könnte er aber nicht diese Zeit mit den Jungs genießen. Denn auch das ist ihm wichtig. Die Zeit nach dem Training, die Zeit des Zusammenseins“, ist Kameradschaft ein unersetzbares, weil wertvolles Gut.

 

„Er meint, er wäre der junge Beckenbauer“

 

Käufer hat eine gewaltige Resilienz gegenüber Dingen, die er nicht beeinflussen kann. Er legt seinen Fokus auf sein Spiel, lässt sich von äußeren Einflüssen oder gar Provokationen nicht aus dem Takt bringen. Beim Linienspiel besticht er mit unglaublichen Paraden, einer sagenhaften Beweglichkeit. Er zeigt sich zudem im direkten Duell mit dem gegnerischen Schützen extrem widerstandsfähig. Köhnemann klatscht in die Hände, um sodann die Lobeshymne anzustimmen: „Seine fußballerischen Fähigkeiten als Feldspieler heben ihn ein stückweit auf das Niveau eines gewissen Manuel Neuer, der genau wie Till auch schon mal gerne draußen vorm Sechzehner rumturnt und meint, er wäre der junge Beckenbauer, dabei nicht nur seine Trainer und Zuschauer, sondern auch seine Kollegen auf der Wiese auf 180 bringt.“ Köhnemann komplettiert schmunzelnd: „Solange es gut geht, ist das kein Problem, aber es passieren hin und wieder auch schon mal ein paar Fehltritte, quasi Luftlöcher im wahrsten Sinne des Wortes.“ Der Bruder Leichtfuß ist bei Käufer hin und wieder also ebenfalls ein verlässlicher Buddy.

 

„Qualität, gepaart mit dem nötigen Biss und Spaß.”

Apropos Beckenbauer. Nehmen wir doch den Ball von Köhnemann auf. Wie einst beim Kaiser Franz die Auswechslungen bei hübschen Frauen, so ähnlich umfangreich liest sich auch die Riege an Torwarttrainern beim TuS Ahmsen. Ob Uwe Arnolds, Matthias Teichmann oder jüngst Jens Janson, einige Personen haben dieses wichtige Amt besetzt. In der kommenden Spielzeit wird der ehemalige Team-Lemgo-Coach Christoph Schlautkötter diesen Posten innehaben. Wie die Jungfrau zum Kinde kommt „Schlauti“ allerdings nicht dazu, wirft der wortgewandte Obmann via Lippe-Kick ein: „Er musste selbst schon häufig genug in die Bresche springen. Qualität ist bei ihm gepaart mit dem nötigen Biss und Spaß, den Keepern so richtig Feuer unter dem Hintern zu machen.“

 

 

 

Luca Sievert, TuS Ahmsen, 20 Jahre alt. Ehemalige Vereine: VfL Lüerdissen, SV Wüsten. Der Pokalfänger. Seine Matches: 5:0 bei der TSG Holzhausen/Sylbach, 3:0 gegen Leopoldshöhe, Beim TuS Ahmsen seit: 2020.

 

Tierische Vergleiche wählt Ahmsen-Obmann Lothar Köhnemann, wenn er seinen Schlussmann Luca Sievert beschreibt. Für ihn ist der Team Lemgo-Auswahlfänger aus dem Jahr 2019 ein „Bulle“, ein „Bär.“ Bereits seit Kindheitstagen ist Sievert, optisch durchaus dem Ex-Chile-Nationaltorwart José Luis Chilavert ähnelnd, ein Torhüter. Köhnemann schnalzt mit der Zunge: „Er ist sehr agil und robust, erinnert mich ein wenig an den langhaarigen Typen, den wir vor ein paar Jahren mal im Tor hatten. Da fehlen nur die Rasta-Zöpfe vom Pyka.” Lippe-Kick findet: Was noch nicht ist, kann ja noch werden. Das alte Gerücht wird wieder hervorgekramt, denn Köhnemann betont mit einem verschmitzten Grinsen auf den Lippen: „Da trifft es wieder 100 Prozent zu – mit dem Torwart und dem Linksaußen, die einem Spruch zufolge ja ein bisschen verrückt sein sollen.“

 

„Blitzschnelle Reaktion und hervorragende Physis“

 

Mit Knieproblemen im Handgepäck wechselte Sievert auf die Werrekampfbahn. Vielleicht bewies er einen falschen Ehrgeiz. Das Mentalitätsmonster, das „allein durch seine Ausstrahlung auf dem Platz dem Gegner einen gewissen Respekt abverlangt.“ Im ursprünglichen Torwartbusiness, auf der Torlinie, besitzt Sievert eine gewaltige Fachkompetenz. Köhnemann hat vor allem die „blitzschnelle Reaktion und hervorragende Physis“ im Blick, dazu „die Ausstrahlung, wenn es zur Eins-gegen-eins-Situation kommt.“ Die Stimmungskanone, ein echter Menschenfänger, kommt mit seiner geselligen Art gut im Team an. Die weibliche Anhängerschaft beeindruckt er mit seinem Adonis-Körper. Fitness ist eine wahre Passion für den meist braungebrannten Womanizer. Sein Obmann glaubt, dass dem trainingswilligen Sievert das spezielle Torwart-Training mit Schlautkötter sehr guttun wird.

 

Wichtige Parade: Für Köhnemann ist eine Rettungstat unvergessen: „Da steht der Keeper wie eine Wand im kurzen Eck. Aus vier, fünf Metern Entfernung ballert der Stürmer den Ball hoch oben in den Knick, aber wie ein Blitz reißt der Held im Tor die linke Faust hoch und boxt den Ball aus dem Winkel. Hammer, der Typ“, um sich dann flugs selbst zu korrigieren. „Oh, ich glaube, das war ich selbst damals im Tor im goldenen Oktober mit der Zweiten in Retzen. Sorry, da habe ich mich wohl vertan (kichernd). Aber vertraut mir, wenn ich sage: Ähnliche Szenen hatte Luca andauernd in seinen Spielen.“

 

More in Kreisliga A Lemgo