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Interview – Udo Rothbauer von KFZ-Rothbauer im Gespräch

Füreinander da sein, sich für die anderen Belange interessieren, das ist sehr wichtig für Lippe-Kick. Wir haben mit unserem Partner Udo Rothbauer ein Gespräch geführt.

 

 

„Es wurde viel weniger Auto gefahren!“

Interviews (hk). Das runde Jubiläum fiel in diesem Jahr aus. Natürlich. Corona ließ die 25-jährige Selbstständigkeit ins Wasser fallen. Auch das zweite runde Fest musste notgedrungen ausfallen. Seit mittlerweile einem Jahrzehnt befindet sich die Firma KFZ-Rothbauer in dem Neubau an der Hamelner Straße 49 in Barntrup. Das siebenköpfige Team, unter anderem arbeiten auch Rothbauers Frau in der Buchhaltung und sein Sohn mit in der Werkstatt, bedient die Kunden werktags von 8.00. bis 13.00 und von 14.00. bis 18.00 Uhr. Nach Vereinbarung gibt es ebenso alternative Öffnungszeiten. Lippe-Kick-Reporter Henning Klefisch hat sich mit Udo Rothbauer über seine Firme unterhalten.

 

Dieses Interview wird präsentiert von:

 

 

 

Lippe-Kick: Herr Rothbauer, Sie führen ein Autohaus mit Werkstatt am Stadtrand der lippischen Stadt Barntrup. Seit wann sind Sie Inhaber dieses Autohauses?

 

Udo Rothbauer: „Selbstständig bin ich seit 1996, am Standort Barntrup, Lemgoer Straße 45.
2010 gab es den Neubau, an der Hamelner Straße 49. Der Umzug in den Neubau erfolgte 2011.“

 

Lippe-Kick: Viele Autohäuser haben sich auf bestimmte Automarken spezialisiert. Werden in Ihrem Autohaus auch bestimmte Automarken bevorzugt?

 

Rothbauer: „Bei uns werden die Kunden generell mit allen Marken bedient.
Als Spitzenreiter bei den Verkaufszahlen hat sich in unserem Haus die Marke SKODA etabliert.“

 

Lippe-Kick: Sie haben neben Ihrem Auto-Verkaufsraum eine Werkstatt angegliedert. Wie viele Mitarbeiter beschäftigen Sie?

Rothbauer: „Drei Mitarbeiter im reinen Werkstattbereich. Insgesamt arbeiten bei uns sieben Mitarbeiter.“

 

Lippe-Kick: Die weltweite Pandemie hat auch die Autoindustrie hart getroffen. Mit welchen Problemen hatten und haben Sie als Unternehmer zu kämpfen?

Rothbauer: „Durch die Pandemie, speziell in den Lockdown-Phasen, wurde viel weniger Auto gefahren. Dadurch ist folglich die Werkstattauslastung stark zurückgegangen!
Viele Kunden, und Außendienstmitarbeiter in größeren Unternehmen, sind bereits längere Zeit im Homeoffice!
Weniger gefahrene Kilometer bedeutet weniger Wartungen, Reparaturen und Schäden an den Fahrzeugen.
Dann haben wir aktuell mit Lieferproblemen bei den Fahrzeugen, und auch Ersatzteilen, zu kämpfen.“

 

Lippe-Kick: Für Autokunden ist heutzutage ein guter Service besonders wichtig. Welche Serviceleistungen bieten Sie Kunden und Neukunden wöchentlich an?

Rothbauer: Ob Kunde oder Neukunde, da machen wir keine Unterschiede.
Wir bieten da möglichst ”alle” Serviceleistungen rund ums Auto an.“

 

 

Lippe-Kick: Die Autoindustrie befindet sich in einem Umbruch. Bemerken Sie bei Ihren Kunden eine gewisse Verunsicherung und wie gehen Sie damit um?

Rothbauer: „Verunsicherung eigentlich nicht! Es kommen verhaltene Anfragen bezüglich Elektro-Mobilität, werden dann aber fast immer wieder zugunsten Verbrennern verworfen.“

 

 

Lippe-Kick: Gegenwärtig wird die Elektro-Mobilität bei den verschiedenen Automarken vonseiten der Bundesregierung schwerpunktmäßig gefördert. Wie beurteilen Sie die Entwicklung auf dem Automarkt?

Rothbauer: „Wenn es die Förderung von Industrie und Staat nicht geben würde, wären meiner Meinung nach die Verkaufszahlen um ein Vielfaches geringer!
Dann geht die Technik in dem Bereich noch schnell voran, und die Kunden sind dadurch verunsichert, ob das Fahrzeug dann in zwei, drei Jahren nicht schon wieder völlig veraltet sein wird.“

 

Lippe-Kick: Zur Zeit werden besonders in den USA selbstfahrende Autos getestet. Könnten diese computergesteuerten Autos künftig auch bei uns fahren?

Rothbauer: „Theoretisch können die das ja jetzt schon. Bei vielen Fahrzeugen ist ein teilautonomes Fahren ja bereits möglich und wird nur durch die Fahrzeugelektronik ausgebremst!
Und dann ist ja die Haftungsfrage, im Schadenfall, immer noch zu klären.“

 

Lippe-Kick: Sie führen täglich Verkaufsgespräche über Autoverkäufe und Reparaturdienste. Inwieweit hat sich das Kundenverhalten in den vergangenen Jahren verändert?

Rothbauer: „Seit der Pandemie wird weniger in Wartung und Reparaturen investiert, da die Autos deutlich weniger genutzt werden.
Da bei Urlaub und anderen Ausgaben Geld eingespart wird, haben doch einige Kunden in neue oder auch junge gebrauchte Fahrzeuge investiert.“

 

Lippe-Kick: Die Infektionszahlen gehen bundesweit, auch in Lippe, zurück. Viele Arbeitnehmer hatten Homeoffice und sind weniger Auto gefahren. In welchem Maße erwarten Sie nach der Aufhebung des Lockdowns einen Aufschwung in der Autoindustrie?

Rothbauer: „Ich erwarte den Aufschwung da eher im Werkstattbereich, da dann wieder mehr in Wartungen und Reparatur investiert werden muss, um die Fahrzeuge wieder fit zu machen.
Im Bereich der Autoindustrie sehe ich eher Probleme, das bei steigender Nachfrage die Liefertermine nicht gehalten werden können.
Es zeichnet sich jetzt bereits in einigen Bereichen ab, dass aufgrund Rohmaterialmangel Lieferengpässe und Preissteigerungen zu verzeichnen sind.“

 

Lippe-Kick: Herr Rothbauer, Lippe-Kick dankt Ihnen für dieses Gespräch.

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